Brandenburgs Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) hat einen fairen Umgang mit der rot-roten Landesregierung angemahnt, die nach Stasi-Enthüllungen bundesweit in die Kritik geraten war.
Potsdam -
Potsdam - Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) hat einen fairen Umgang mit der rot-roten Landesregierung angemahnt, die nach Stasi-Enthüllungen bundesweit in die Kritik geraten war. Vor zweihundert Unternehmern beklagte Platzeck in Potsdam, dass ein Trugbild entstanden sei, dass auch auf die Berichterstattung einiger Medien zurückgeführt werden könne. „Ich gestehe: Mich nervt es. Ich bin immer für kritische Beurteilung. Aber ich bin gegen Vorurteile“, sagte er. „Mir braucht keiner die Stasi zu erklären. Die wollten mir meine Kinder wegnehmen.“ Aber eine Gesellschaft könne nur funktionieren, wenn man Menschen „eine zweite Chance gibt“. Es sei für ihn eine schmerzhafte Erfahrung gewesen, dass zwei Linke-Abgeordnete sich zu ihrer Stasi-Zusammenarbeit „nicht vor der Landtagswahl geoutet und damit den Wähler betrogen hätten“, sagte Platzeck. „Aber es waren zwei Abgeordnete. Gefühlt sind es zwanzig. In dieser Landesregierung hat kein Minister, kein Staatssekretär mit der Staatssicherheit zusammengearbeitet.“ Platzeck, der vor 1989 selbst Bürgerrechtler war und von der Stasi bespitzelt wurde, fügte mit Blick auf die aufgeheizte Debatte hinzu: „Wir haben inzwischen eine Schar von Revolutionswächtern, die gehen mir auf den Keks.“ Zugleich verwies Platzeck darauf, dass er selbst vor einem Jahr die Einsetzung eines Stasi-Beauftragten entschieden habe, und zwar, „als an Rot-Rot nicht zu denken war“. Wer Aufarbeitung der SED-Diktatur wirklich wolle, mahnte Platzeck, der müsse auch „ein Klima erzeugen, in dem Täter den Mut finden, sich zu ihren Taten zu bekennen“ und in dem Opfer ihnen vielleicht verzeihen. „Ich weiß: Das ist immer etwas Individuelles.“ Dennoch „müssen wir dazu kommen, über die Vergangenheit offen, aber ohne Skandalisierung reden zu können“. Platzeck appellierte, Rot-Rot an den Leistungen zu messen. Zur Wirtschaftspolitik versicherte Platzeck den Unternehmern, dass es Kontinuität, „keine Revolutionen“ geben wird. Von der Opposition erntete Platzeck heftige Kritik. Die FDP nannte den Revolutionswächter-Vergleich eine „schlimme Entgleisung“ und forderte eine Entschuldigung.
Thorsten Metzner
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 06.02.2010)
Kommentare [ 14 ] Kommentar hinzufügen »
Das ist keine Entgleisung, sondern ein zutreffendes Bild.
Entschuldigung nicht nötig.
p.s.
Metzner möge sich an die Nase fassen. Dort gibt es genug eigene Popel.
Es gilt schon auf zu passen, dass es keine neue DDR, weder in Brandenburg noch in Deutschland gibt. Viele Revolutionen wurden später von Revolutionnnären verraten.
Und Herr Plazeck verbindet sich mit einer Partei, die eigentlich die alten politischen Konzepte konservierte und als neue verkauft. Auf Fränzösisch hieße dies - die Jakobiner gehen mit den ehemaligen Royalisten eine Regierung ein. Natürlich kennt er die Stasi. Geköpft wurde keiner, aber deshalb sollten sie nciht gleich noch einmal die Krone erhalten. Plazeck ist damit einverstanden, das die Parteikonzepte der SED heute noch Anziehung und Chancen erhalten. Damit dient er auch der Stasi, denn die gehört am Ende zum System.
ABer soweit vermag wohl P.nicht zu denken.
Ergo - geht ihm auf die Nerven!
Das kann offensichtlich nur daran liegen, dass eine oder mehrere oder alle Ihre gesetzten Randbedingungen unzutreffend sind. In Betracht kämen u.a.:
1. Es gibt mehr als keine, aber weniger als sie voraussetzen, die unter einem "Stasi-Regime" litten und/oder
2. es gibt keine komparative Unbegreiflichkeit und/oder
3. es gab ein solches "Regime", aber ER litt nicht darunter und/oder
4. es geht nicht um Machterhalt und/oder
5. es geht nicht um Übeltäter.
Für irgendetwas müssen Sie sich entscheiden. Sonst bleibt ihr Unverständnis unbegreiflich oder gar unbegreiflichst.
p.s.
Vielleicht geht es in Wirklichkeit um das Diskreditieren einer neuen demokratischen Partei sowie der Tendenzen in einer alten Partei mit dieser im Interesse des Gemeinwohls vernünftig zusammenzuarbeiten?
So wurde logisch das Fegefeuer erschaffen.
Sie erschaffen die Unschuld der STasi und schaffen ihre Taten und OPfer logisch ab.
Das sind aber logische Kopfgeburten. Die gefährlichsten Geister sind es, die schon einer Partei einflüssterten und erzählten, dass sie jetzt die Zukunft der Menschheit und die Gerechtigkeit verkörpern und mit diesem Anspruch auch jegliches Recht des Handelns besitze.
Genau diese Geister erschufen die STasi, die heute wieder von einer Dame Lom..als regierungsfähig erklärt wird.
Demokratisch waren übrigens auch die Nazis gewählt worden.
Der gewisser moralische Anspruch gehört aber auch noch zur Regierungsfähigkeit dazu, das vergißt die Dame der LInken Lom... und einige der Linken immer häufiger. Sie kommen scheinbar aus dem historischen Nichts, als demokratische Partei, folgt man ihren Aussagen.
Er zeigt auf Kekse die in Wirklichkeit einen großer Hundehaufen ausmachen! Ich bin entsetzt über diese Aussage, wo bleibt eine Klarsfeld für die Verbrecher und Denunzianten?
wer sich bei der Stasi nach oben geschleimt hat, weiß auch wie man den Reumütigen spielt!
Sie brauchen keine Schleimer sondern Leute mit Rückgrat.
Sie haben die falsche Entscheidung getroffen...
Doch gerade darum geht es bei diesem Skandal. Insbesondere als betroffener Ministerpräsident eines Bundeslandes, hätten Sie Ihr grundlegendes Wissen über diese Organisation zum Nutzen Ihres Landes einsetzen können.
Stattdessen spielen Sie die beleidigte Leberwurst.
Ihr erster Punkt: 'Es gibt mehr als keine, aber weniger als sie voraussetzen, die unter einem "Stasi-Regime litten..'.ist eine schallende Ohrfeige für alle Opfer dieses Regimes und für alle die, die 1989 der Diktatur den Garaus machten...
Daß 'ER' (Platzek) unter der Stasi gelitten hat, das hat er nun selbst gesagt ( sie wollten ihm seine Kinder wegnehmen!)
Umso unbegreiflichER ist sein Handeln heutzutage.
Natürlich ist das Motiv dazu Machterhaltung und:
Sie können weiterhin versuchen diese Typen von der Stasi zu verharmlosen, für mich sind es Übeltäter- gelinde gesagt- mir würden auch deftigere Worte einfallen. Sie müssen damit leben, das ist ihr Schicksal.
Nein, ich denke nicht daran, mich in die Reihen derer einzureihen, die Unrecht beim Namen nennen.
Warum denn nicht? Muss ich das jetzt verstehen?
Ansonsten hatte ich lediglich, ihren inkonsistenten Ausgangstext betreffende, Fragen gestellt und im Gegensatz zu Ihnen, keine Behauptungen auf-gestellt, die wiederum SIE ersatzweise aufstellend, Sie nun glauben, virulent abarbeiten zu müssen.
Ob Sie nun Ihre sicher nicht unberechtigten Animositäten gegenüber historischen Geheimdiensten in die Gegenwart einer linken Brandenburger Landesregierung noch zwei weitere Jahrzehnte oder bis an das Ende aller Tage hineinretten oder das unterlassen, ist indes genau genommen, ziemlich unerheblich.
Vielleicht geht es in Wirklichkeit um das Diskreditieren einer neuen demokratischen Partei sowie der Tendenzen in einer alten Partei mit dieser im Interesse des Gemeinwohls vernünftig zusammenzuarbeiten?
Alle die damit spekulieren, dass wir vergessen, was die Führer und Handlanger der "DDR" den Bürgern angetan haben, sollen bitte den Anstand besitzen und wenigstens jetzt mal die "Frexxx" halten. Scham über sie! Keine öffentlichen Posten für sie!
Chancen hatten sie ausreichend und haben politisch, wirtschaftlich und moralisch total versagt.
Wieviel Chancen braucht denn ein Mensch, der jahrelang immer nur JA gesungen hat und dabei nur zugut wusste, dass ein NEIN dem Gemeinwohl oder dem Einzelnen besser getan hätte?
Ich krieg das große Kotzxx, wenn ich einen von denen in einem
öffentlichen Amt sehe und ich bin froh, dass es nicht nur mir allein so geht!
So genau ist nicht zu erkennen, wen konkret Sie meinen.
Die Erlangung jener „öffentlichen Posten“ unterliegt indes in jedem Fall einer demokratischen Wahl und nicht Ihrem Kotzxx oder Nichtkotzxx.
Da sich die Mehrheit jener, die Sie mutmaßlich ganz besonders im Auge haben, zuvor erklärt haben und dennoch mehrheitlich von den Brandenburgern gewählt worden sind, können Sie nicht davon ausgehen, dass die Zwei, die das sich Vorher-Erklären dämlicherweise unterließen, nicht gewählt worden wären.
Jene, die SIE nicht allein lassen im Vomiting, sind jene, die Sie DARIN nicht allein lassen, aber es sind nicht jene, die Ihnen eine demokratische Kotzxx-Mehrheit bescheren könnten.
Wer alles sind denn „die Führer und Handlanger der ‚DDR’“ und wer in der Brandenburger Landesregierung sind es?
Und wofür konkret sollen DIE sich schämen?
Wofür insbesondere u.a. auch in Relation zu jenen „Führern und Handlangern“ nach 89?