[Kommentare: 31]

Hausdurchsuchung

600 Polizisten überprüfen alternatives Wohnprojekt

Mit einem Großaufgebot von 600 Ermittlern hat die Berliner Polizei ein alternatives linkes Wohnprojekt in der Brunnenstraße in Mitte durchsucht. Ob die Bewohner dort bleiben können ist fraglich, da sie nur mündliche Mietverträge haben.
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Streit um alternatives Wohnprojekt in der Brunnenstraße- Foto: Doris Klaas
Berlin -  Der Einsatz hatte zum Ziel, die Personendaten der Bewohner in dem Haus in der Brunnenstraße 183 zu überprüfen, sagte der Justiziar der Berliner Polizei, Oliver Tölle. Hierzu habe ein Beschluss des Amtsgerichts Tiergartens wegen des Verdachts auf Hausfriedensbruch vorgelegen. Der Justiziar betonte, dass das Gebäude von den Beamten nicht geräumt wurde. An der Aktion waren rund 600 Beamte beteiligt. Den Durchsuchungsbeschluss hatte der neue Eigentümer des vierstöckigen Mietshauses erwirkt, der Passauer Arzt Manfred Kronawitter.

Bei der Durchsuchung wurden laut Polizei 31 Personen angetroffen. Gegen einen Bewohner sei ein vorliegender Haftbefehl wegen Drogenbesitzes vollstreckt worden. Insgesamt sei die Aktion ohne Zwischenfälle verlaufen. Einsatzkräfte begründeten die hohe Zahl der Beamten mit möglichen spontanen Solidaritätskundgebungen.

Grüne: Unverständnis für den Einsatz

Das Grünen-Mitglied im Innenausschuss, Benedikt Lux, betonte, es sei "vollkommen unverständlich", wieso die Berliner Polizei mit einem solchen Aufgebot an den Start geht. Polizei und Senatsinnenverwaltung dürften es schwer haben, die Effektivität dieses Einsatzes und die Kosten gegenüber den Steuerzahlern zu rechtfertigen. Lux hob zugleich die Wichtigkeit des sozialen Hausprojektes für den Kiez hervor.

Der Hauseigentümer Kronawitter teilte mit, dass die Aktion "überfällig" gewesen sei. Die Bewohner des Hauses hätten selbst bei mehreren Gesprächsrunden über die Zukunft des Wohnprojekts ihre Identität geheim gehalten. Aus diesem Grund sei kein anderer Weg geblieben als die Personenfeststellung durch die Polizei, um "die Namen der sich als Mieter bezeichnenden Bewohner erfahren zu können".

Mündliche Mietverträge erkennt Eigentümer nicht an


Die Rechtsanwältin des Hausprojekts, Vera Hacke, sagte, die Bewohner seien geschockt von der Polizeiaktion. Sie betonte zugleich, dass das Gebäude nicht besetzt sei. Es bestünden Mietverträge, von denen zahlreiche mit der Vorbesitzerin mündlich geschlossen worden seien. Der Hausbesitzer verweigere aber die Mietannahme, da er die Mieter "raus haben" wolle.

In dem Haus hatte sich nach Angaben der Bewohner Mitte der 90er Jahre ein alternatives Wohnprojekt gebildet. In ihm lebten Künstler und Studenten. Der älteste Bewohner ist 80 Jahre alt. Zugleich betreiben sie den "Umsonstladen". Dort werden gesammelte Gebrauchsgegenstände kostenfrei weitergegeben.

Der frühere Eigentümer, die Eurohypo Bank AG, hat dem Hausprojekt zufolge das Gebäude an den privaten Investor verkauft. Bei dem neuen Besitzer handelt es sich dem Vernehmen nach um den Vater des Berliner Linksaktivisten und Arztes, Michael Kronawitter.

Gerwerbemietvertrag für "Umsonstladen"

Dieser wollte hierzu auf Anfrage keine Angaben machen. Er betonte, dass selbst wenn eine Verwandtschaft bestehen sollte, es keine "Sippenhaft" gibt. Zugleich unterstrich der ehemalige WASG-Kandidat bei der Abgeordnetenhauswahl, dass er das Projekt weiter unterstützen werde und mit den Bewohnern in Kontakt stehe.

Der Hauseigentümer kündigte unterdessen an, dass er sein Angebot für "bevorzugte Mietverträge" aufrechterhalten werde. Für den "Umsonstladen" hatte er im Vorfeld einen Gewerbemietvertrag vorgeschlagen. Voraussetzung sei allerdings die Zustimmung zu "notwendigen Modernisierungsmaßnahmen".
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Kommentare [ 31 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von strandlaeufer strandlaeufer ist gerade offline | 1.8.2007 9:43 Uhr
Absurdes Aufgebot
Ein absurdes Bild: die ganze Brunnenstrasse vollgepackt mit Polizisten. Irgendwo dazwischen das schmale Haus Brunnen 183. Die Reaktion der Polizei ist wieder und immer wieder lächerlich überzogen - 600 Polizisten auf wieviel - 10, 20, 25 Bewohner?? Auf die Größe des Aufgebotes angesprochen erwidert ein Polizist aufgeregt, er "verteidige hier sein Leben", da könnten bis zu 150 Leute im Haus sein. Alles klar. Wenn es überhaupt noch einen Grund braucht, der Polizei höchstes Misstrauen entgegenzubringen, dann war das mal wieder ein Beweis. Angst verbreiten, durch Masse einschüchtern. So schafft man tatsächlich massiven Widerstand.
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von schlawinchen schlawinchen ist gerade offline | 1.8.2007 10:24 Uhr
Ich fasse mal zusammen
Es brauchen 600 Beamte vorraussichtlich 5 Stunden, um die Identität von 23 Bewohnern zu ermitteln!
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von susi_3000 susi_3000 ist gerade offline | 1.8.2007 11:04 Uhr
Anders einsetzen
Als ich die Überschrift "Polizeirazzia in der Brunnenstraße" las, dachte ich sofort, es würde der - stadtbekannten - Drogenszene und vor allem den Drogendealern in der Gegend an den Kragen gehen. Stattdessen überprüft die Polizei mit 600 (!) Beamten 23 (!!) Bewohner, von denen die meisten wahrscheinlich ordnungsgemäß gemeldet sind. Ich will hier nicht in diese "Die Staatsmacht macht alles falsch"-Leier einstimmen, aber an den Kopf fässt man sich da schon.
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von p.petersen p.petersen ist gerade offline | 1.8.2007 11:18 Uhr
Geländeübung der besonderen Art.
Ich habe da schon Verständnis, denn man weiß ja nie, was man findet: Paar schwarze Jeans, paar schwarze Schuhe… Welchem Hausbesitzer ist das schon zuzumuten. Wenn man dann ein paar Rechner beschlagnahmen will, braucht man so'n Aufgebot schon.
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von unbekannt | 1.8.2007 11:44 Uhr
Lockerungsübungen
In der Tat kann man nur den Kopf schütteln, 600 Beamte sperren eine Straße, um einer Privatperson, die eine Immobilie als Spekulationsobjekt benutzt, zur Hand zu sein. Und es stimmt, was ein Leser sagte: Seit Jahren ist im Weinbergpark (vor der Tür des Polizeireviers) eine "pupsfidele" Drogenszene, die jeden Passanten belästigt und dann Leben von Menschen runiert. Was ist nur aus Berlin geworden?!
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von herrstein herrstein ist gerade offline | 1.8.2007 12:17 Uhr
Provokation
Ich dachte heute morgen, ich kann meinen Augen nicht mehr trauen. Die Gewissheit nach der Recherche: 600 Beamte belästigen "im Auftrag" eines privaten Immo-Spekulanten 23 Bürger. Es soll zu Sachbeschädigungen seitens der Beamten gekommen sein. Es stimmt mich einfach nur traurig. Ich kann aber auch jeden verstehen, der die Aktion als Provokation auffasst, denn es ist eigentlich kaum anders zu begreifen. Schade Berlin, dass du für sowas Geld übrig hast und dass du dich für sowas einspannen lässt. Schäm dich.
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von v.m. v.m. ist gerade offline | 1.8.2007 12:26 Uhr
Wer bezahlt das eigentlich ?
Mich würde mal interessieren was dieser Einsatz kostet. Wer bezahlt bitteschön 600 Beamte die auf ein einzelnes Haus losgehen? Herr Kronawitter bestimmt nicht, der bezahlt nämlich seine Steuern in Bayern. Es ist absolut unfassbar was hier abläuft und man sollte den zuständigen Vorgesetzten auf der Stelle seines Amtes entheben und die Rechnung für den Einsatz an Herrn Kronawitter schicken.
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von dmeyer dmeyer ist gerade offline | 1.8.2007 12:36 Uhr
Polizeirazzia in der Brunnenstr.
Warum hat denn der Spekulant Kronawitter nicht selbst oder durch einen Beauftragten, die Mieter kontrolliert ? Er hat doch das Hausrecht.
Es heißt wir hätten zu wenig Polizisten.
Wenn bei solchen Einsätzen gleich 600 Beamte eingesetzt werden können, dann fragt man sich wo die herkommen.
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von hartwig hartwig ist gerade offline | 1.8.2007 13:39 Uhr
ich hätte da auch...
Ich hätte da auch ein Objekt was durchsucht werden könnte. Da sind ca. 300 Leute drin. Also mal nachrechnen... ... ja, da brauchen wir dann 6000 Polizisten... hm... ganz schön viele, aber ... denk... grübel.. ach ja. Wir nehmen einfach mal 5000 Bundeswehrsoldaten zusätzlich... ach ja und 2 Tornados zum fotografieren brauchen wir auch noch... Na, wird doch 'ne Mordsparty, das Ganze.
Die spinnen, die .....
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von marcw marcw ist gerade offline | 1.8.2007 14:39 Uhr
Moment!
Das hat ja nicht nur Nachteile:

1. 600 Polizisten weniger, die die Straßen auf Falschparker kontrollieren!

2. Sicherlich findet man auch noch 1 Gramm Hasch! (Ich denke da an die so überaus erfolgreiche Razzia im Maria Anfang Juli.) Dann wäre die Aktion auch ein gelungener Schlag gegen die Drogen-Szene.
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von rfi2k rfi2k ist gerade offline | 1.8.2007 16:21 Uhr
Absurde Kommentare...
Ein Teil der bisherigen Kommentare zu diesem Artikel ist schlicht absurd. "Wer bezahlt das..." Meines Wissens beziehen Polizisten ein monatliches Gehalt und das beinhaltet auch solche Einsätze. Kostenlos inclusive ist die Gefahr um die eigene Gesundheit. Verschuldet jemand einen unnötigen Polizeieinsatz sollte man allerdings in der Tat diesen in Rechnung stellen. Die offensichtlich nicht komminikativen und wohl wenig kooperativen Bewohner wären da IMHO die Rechnungsempfänger. Wenn es, wie man noch aus der "Kopenhagen-Haus" Geschichte weiss, spontane Randale der bekannten Rechtsstaat-Allergiker gegeben hätte, die sich ja dank Telefonketten in Minuten zusammenrotten können, so bin ich sehr dankbar, wenn ein solches Polizei Aufgebot mein Hab und Gut vor Vandalismus und Gewalt aus der dazu bereiten Szene schützt. Anonym wohnen & Gespräche ablehen... Die Erfahrung macht in Berlin eine solche Mannschatsstärke leider nötig. Auch in der Brunnenstraße darf es keine rechtsfreien Räume geben!
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von moz moz ist gerade offline | 1.8.2007 18:02 Uhr
rechtsstaat?
rechtsstaat....pah! und am besten auch noch die polizei bemitleiden, dass sie morgens in einem kiez-viertel einen wohnhaus-einsatz haben. och, bitte! hier geht es doch nicht mehr um das wohl der bürger. so ein schwachsinn...auf welcher sonnigen seite des lebens steht denn jemand mit solch ansichten? klar, jedem das seine, also auch der brunnenstraße 183. daran darf man sich wohl wieder gewöhnen, junge leut, kreative etc. sind natürlich alle mutmaßlich gefährlich...ich krieg das kotzen! aber sieht man in neukölln mal einen bullen auf der straße? ach was, dass könnte ja gefährlich werden...es sind ja immerhin nur polizisten...so ein schwachsinns-kommentar...echt. sorry...aber da gäbe es eine menge rechtsfreier räume in berlin zu stopfen, die bei weitem prekärer für das wohl der bürger sind.
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von rfi2k rfi2k ist gerade offline | 1.8.2007 18:27 Uhr
...Hund bellt.
Es freut mich, dass alte Sprichworte heute noch ihre Gültigkeit haben und ...Hund bellt. Nun, auch "Künstler" (...warum denke ich jetzt bloss gerade an Graffiti...) haben keine Freiheit gegen die Meldegesetze zu verstoßen, Wohnungen nicht zu bezahlen, selbige verkommen zu lassen (wie man eben im RBB in Augenschein nehmen konnte) und eben durch Verweigerung rechtsfreie Räume zu schaffen. Schließlich war das ja der unnötige Auslöser der ganzen Aktion heute. Es tut weh zu sehen und zu lesen, mit welcher Arroganz hier Recht und Ordnung ignoriert werden und auf dem Rücken anderer ein angeblich alternativer Lebensstil geführt werden soll. Berlin ist dank rosa-rotem Senat sehr nachsichtig und gewährt sehr viele Freiräume die andere Kommunen nicht dulden würden!
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von guybrush guybrush ist gerade offline | 1.8.2007 16:32 Uhr
Hallelujah
Na auf die Erklärungsversuche des PolPräs bin ich ja mal gespannt. Berlin macht sich mal wieder lächerlich!
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von johannesschmidt johannesschmidt ist gerade offline | 1.8.2007 18:14 Uhr
angemessener Polizeieinsatz
Ich finde diesen Polizeieinsatz angemessen - wussten die Beamten ja schließlich nicht was sie dort in der Brunnenstraße erwartet.

Es ist nötig überall in Berlin das Recht durchzustetzen und das ist auch gut so!
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von cremont cremont ist gerade offline | 1.8.2007 20:25 Uhr
Richtig
immer mit dem Schinken nach der Wurst werfen!
Comment
von cremont cremont ist gerade offline | 1.8.2007 20:31 Uhr
so manche Managment-Theorie
passt auch auf das derzeitige Vorgehen der Polizei:

einmal die Hubschrauber-Taktik, herunschwirren und viel Staub aufwirbeln,
und die Champignon-Methode, alle immer schön im Dunkeln halten und wer den ...(kommt bald)
Comment
von jean27 jean27 ist gerade offline | 1.8.2007 19:08 Uhr
Provokant gefragt ....
- Sind Polizisten überhaupt notwendig um ein solches Haus zu überprüfen?

- Wenn ja, wieviele wären angemessen gewesen? 20, 50, 100?


Im Nachinein lässt sich viel kluges sagen, aber die Polizei-Einsatzleitung muss ja ein echt extremes Bild von den Bewohnern gehabt haben um so eine Mannschaft hin zu schicken. Selbst wenn sie 200 'Illegale' Bewohner vermutet hätten, wäre es ein 1:3-Verhältnis gewesen.

Zur Verteidigung des Hausbesitzers muss ich allerdings sagen, das ich alleine auch nicht hin gegangen wäre. Dazu wäre mir das Risiko zu gross gewesen, das Handgreiflichkeiten aufgrund irgendwelcher territorialer Ansprüche stattfinden würden.
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von manfred manfred ist gerade offline | 1.8.2007 19:20 Uhr
lustig
ein wenig witzig ist es schon.
ich beobachte seit einigen wochen, dass offensichtlich von der linken seite im tagesspiegel gezielte desinformationen und auch provokationen gepostet werden.
es ist immer wieder lustig anzuschauen, dass sie aber unter sich bleiben, es geht also nicht auf, was sich einige (möchtegern-)kluge köpfe da ausgedacht haben (propaganda heißt das wohl?)!
nun mal zu den realitäten:
die brunnenstr. 183 ist in der vergangenheit nicht gerade duch eine friedlebende bewohnerschaft aufgefallen. es gab eine vielzahl von polizeieinsätzen in den letzten jahren (sicher auch im archiv des tagesspiegel nachzulesen).
Comment
von manfred manfred ist gerade offline | 1.8.2007 19:21 Uhr
Teil 2
ähnlich wie in der köpenicker str. tummeln sich eine vielzahl von gewaltbereiten personen offensichtlich im umfeld dieser szeneobjekte!

weiß eigentlich noch jemand, warum es am 1. mai 1987 zu den größten ausschreitungen bisher in berlin gekommen war???
man hatte das szeneobjekt "mehringhof" durchsucht!

dummer zufall, gelle und die doofe doofe polizei hatte nicht genug beamte im einsatz, sowas aber auch!

dann noch etwas grundsätzliches:
der besitzer eines hauses kann sehr wohl entscheiden, wer es bewohnt. sollten die jetzigen bewohner nicht zur kooperation bereit sein, fliegen sie halt raus und das finde ich in ordnung.
im szenemedium "indymedia" wird dann auch sehr schnell klar, dass die bisherigen verantwortlichen (bewohner) so einen tollen stand im linken spektrum nun auch nicht haben, denn sie fahren das ganze projekt mit ihrer dummen borniertheit an die wand!
Comment
von manfred manfred ist gerade offline | 1.8.2007 19:21 Uhr
Teil 3
mir persönlich täte es um den umsonstladen sehr leid, aber es wäre aus sicht des tagesspiegel auch einmal berichtenswert, was der neue eigentümer eigentlich plant!
wenn ich recht informiert bin, soll es so etwas wie ein betreutes wohnen für alte menschen inmitten der stadt sein, aber ich bin kein journalist, tagesspiegel, bitte recherchieren!!!
Comment
von javog javog ist gerade offline | 1.8.2007 19:59 Uhr
Kronawitterscher Vater/Sohn-Konflikt?
Also ich glaube die Beamten hätten die Sache auch ruhiger angehen können, und die 30 Bewohner mit, sagen wir mal, 30 bis max. 50 Beamten kontrollieren können. Wenn es dann, wie scheinbar erwartet wurde, tatsächlich zu Komplikationen gekommen wäre, hätte man auch die restlichen 550 einfach auf Abruf halten, und erst im tatsächlichen Bedarfsfall dazurufen können. Alles eine Frage des Managements. Aber klar, mit einem mal heftig drauf hauen liegt der Polizei vermutlich mehr, als die Mühe eine intelligentere Lösung zu finden.

Im Text stand außerdem dass Kronawitters Sohn Michael Kronawitter in Berlin wohnt, und Linksaktivist sei. Das klingt ja beinahe nach einer Filmreifen Story bei der der Vater dem "missratenen" Sprössling mal ordentlich zeigen will wozu er in der Lage ist. Ja ist weit hergeholt, aber Fantasie wird doch wohl noch gestattet sein.
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von kaffeekanne kaffeekanne ist gerade offline | 1.8.2007 20:10 Uhr
Polizeieinsatz in der Brunnenstrasse
Natürlich war dieser Polizeieinsatz SO richtig. Und das man fast überwiegend negative Kommentare hier liest - na ja, man kann sich vorstellen, wer das schreibt. Die Erfahrung zeigt aber immer wieder, dass gerade diejenigen, die derartige Einsätze am meisten verurteilen, sehr gerne mit Hilfe der Polizei ihre "eigenen" Rechte durchsetzen wollen. Und wenn ich dann auch noch lese, dass es nur "mündliche" Mietverträge gibt...wie denn das? Wer gerade dort angetroffen wird, ist Mieter oder wie?
Zu "man sollte den zuständigen Vorgesetzten auf der Stelle seines Amtes entheben und die Rechnung für den Einsatz an Herrn Kronawitter schicken." und "Warum hat denn der Spekulant Kronawitter nicht selbst oder durch einen Beauftragten, die Mieter kontrolliert ? Er hat doch das Hausrecht.". Liebe Schreiber: Wenn man keine Ahnung hat, lieber mal schweigen. Wenn man sich nicht kontrollieren lassen will, darf man sich nicht über Gegenmaßnahmen wundern. Sowas kommt von sowas!!
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von ulf ulf ist gerade offline | 1.8.2007 20:45 Uhr
Eine Nullstelle zu viel?
Die eingesetzte Zahl von Beamten kommt wahrscheinlich der Zahl recht nahe, die an einem normalen Tag in sämtlichen Landkreisen und kreisfreien Städten meines Heimat-Bundeslandes Schleswig-Holstein ihren Dienst verrichten. Was sich hier in Berlin manchmal ereignet, verschlägt einem schon die Sprache.
Wäre so ein Objekt in Kiel oder Schleswig überprüft worden, wäre vielleicht gerade mal eine Hundertschaft mobilisiert worden. Mehr ist auch kaum möglich - und nicht nötig.
Der Unterschied ist, dass den wenigen Beamten auf dem Lande mehr Respekt gezollt wird als der gesamten hier heute aufgebotenen Infanteriebrigade der hiesigen Stadtpolizei. Und das liegt vielleicht auch ein bisschen an dem manchmal etwas massiven Auftreten. Vielleicht malt der Seyfried ja doch noch mal ein Comic.
Comment
von thochi thochi ist gerade offline | 1.8.2007 22:32 Uhr
Die 600 Polizisten ...
... passen nichtmal alle in das Haus.

Strasse, U-Bahn gesperrt. Soll das wirklich normal sein, ihr lieben deutschen Ordnungsfanatiker? Also, so mit gesunden Menschenverstand und so ...

Hier nochmal Zahl: 6 0 0

Trotzdem gönne ich den
Beamten diesen entspannten Tag in der Sonne in einem sehr schönen Kiez!
Comment
von djron djron ist gerade offline | 2.8.2007 8:50 Uhr
@ manfred
Ihrem Kommentar ist wirklich nichts hinzuzufügen. Stimme ihnen 100%ig zu!

Einige Kommentatoren erinnern mich an ältere Fußballfans. Können alles besser und haben mehr Ahnung als der Trainer und die Spieler. Deshalb haben sie es nicht mal in die Verbandsliga geschafft. Die würden auch Mozart sagen, wie er was zu komponieren hat....

Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ruhig sein!
Comment
von cremont cremont ist gerade offline | 2.8.2007 10:45 Uhr
Jeder Kommentar von Ihnen
verrät in welcher Liga sie gern spielen würden und man sie spielen lässt.
Comment
von wolfgang47 wolfgang47 ist gerade offline | 2.8.2007 10:54 Uhr
@ Manfred
Gut gebrüllt, Löwe! Ihr Kommentar wird wohl kaum einem der Alt. Scene schmecken, doch auch diese Herrschafften müssen einmal erwachsen werden und erkennen, daß man geltendes Recht nicht einfach mit Füßen treten darf. Daß soviele Beamte eingesetzt wurden, ist verständlich. Dieser Kiez und dieses Objekt sind schon mehrfach durch außergewöhnliche Gewaltbereitschaft aufgefallen. Better safe than sorry!
Comment
von djron djron ist gerade offline | 2.8.2007 12:04 Uhr
@ cremont
Na, betreten wir wieder die Bühne der Unsachlichkeit? In welcher Liga würde ich denn gerne spielen und wo läßt man mich denn spielen?

Aber gut, so viel sei verraten, ich bin ein Neuköllner Kellerkind und finde den vorliegenden Polizeieinsatz angemessen der Situation. Einige hier tun (wieder mal) so, als hätten sie irgendeine Ahnung von Polizeiarbeit. Was hier geschrieben wird, ist größtenteils Propaganda und hat auch hier mit der Realitöät recht wenig zu tun (ähnlich unserm Schäuble-Forum).

Aber so ist das halt......
Comment
von cremont cremont ist gerade offline | 2.8.2007 13:30 Uhr
Bühne der Unsachlichkeit
Wie elegant, Herr DJ, verbrennen sie nicht die eigene Erde mit dieser Behauptung, dennoch ich spiegele Sie nur allzu gerne.

Insbesondere ihre Sachlichkeit! Sie schreiben ... ähnlich UNSEREM Schäuble-Forum ... Sie setzen sich sicherlich für den Erhalt und die Wahrung von Besitz und Eigentum ein wie ich, wahrscheinlich mit einer vollkommen anderen Argumentation, aber ich tue es ebenso mit Bestimmtheit. Nun, Herr DJ! Eine, wenn auch sogar aktive Teilnahme z. B. an einer Kommentierung, ist nicht mit dem Besitz oder Eigentum dessen gleichzusetzen, es gehört weder Ihnen, noch käme ich auf die Idee einen derartigen Anspruch zu erheben. Daher sollte auch in Wort und Schrift SORGFÄLTIGST darauf geachtet werden, was man so in seinen Besitzstand überführt oder anderen aneignen will.

Doch in einem besonders für sie zutreffenden und von Ihnen selbst ausgegebenen Ratschlag möchte Ihnen unbedingt zustimmen: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal ruhig sein! Halten Sie sich bitte daran.
Comment
von djron djron ist gerade offline | 2.8.2007 14:27 Uhr
@ cremont
Oh LOL

So viel Zeilen, weil ich "unser" Schäuble-Forum geschrieben hab? Oje.

Vielen Dank, sie haben mir den Nachmittag erheitert ;-).

PS: Bei so wenig Argumentation sollten sie anderen keine Ahnungslosigkeit vorhalten. Sich lediglich auf Begrifflichkeiten stürzen wirkt auf mich ein bißchen hilflos!

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