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Demonstration

Tausende protestieren in Berlin gegen zunehmende Überwachung

Unter dem Motto "Freiheit statt Angst" haben heute nach Polizeiangaben rund 8000 Menschen gegen die "ausufernde Überwachung durch Staat und Wirtschaft" demonstriert. Am Rande der Veranstaltung kam es zu Rangeleien.
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Demonstration gegen die Verschärfung von Sicherheits- und Überwachungsgesetzen. - Foto: dpa
Der Demonstrationszug durch die östliche Innenstadt begann am Brandenburger Tor und endet dort am Abend auch mit einer Abschlusskundgebung. Mit dem Protest werde eine Überprüfung aller "Überwachungsgesetze" gefordert, sagte ein Sprecher des Vereins zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (FoeBuD).

Am Rande der Veranstaltung ist es nach Polizeiangaben zu Rangeleien mit etwa 400 Teilnehmern gekommen, die sich Vorkontrollen widersetzt hätten. Dabei seien am Hotel Adlon Stühle und Tische zerstört worden. Die Polizei hat nach eigenen Angaben mit Hilfe des Veranstalters die Lage beruhigen können.

Journalisten und Ärzte protestieren

Mit der Veranstaltung sollte den Organisatoren zufolge unter anderem gegen einen Gesetzentwurf zur "Vorratsdatenspeicherung" elektronischer Informationen protestiert werden. Durch das Gesetz wären Telekommunikationsfirmen verpflichtet, Verbindungsdaten bis zu sechs Monaten zu speichern. Darüber hinaus kritisierten Ärzteverbände die geplante Einführung elektronischer Gesundheitskarten.

Zu der Demonstration hatte ein Bündnis aus Bürgerrechtsorganisationen und politischen Gruppen, unter ihnen die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und Journalistenverbände, aufgerufen. (mit ddp)
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Kommentare [ 23 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von miche miche ist gerade offline | 22.9.2007 19:40 Uhr
2000 Teilnehmer?
Bei der Demonstration waren weitaus aus mehr als 2000 Teilnehmer. Die Veranstalter selbst sprachen von 15.000 Menschen - d.h. wie immer duerfte sich die echte Zahl irgendwo dazwischen einpendeln.
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von fred_h fred_h ist gerade offline | 22.9.2007 21:15 Uhr
Tagesspiegel mit Widerwillen
Also zwei Anmerkungen. Die erste zur Berichterstattung des Tagesspiegels. Die Demo wurde von etlichen bürgerlichen und linken Gruppen sowie von Parteien unterstützt. Es ist eine Demo, die gerade zur richtigen Zeit stattfindet und genau an die täglichen öffentlichen Debatten anknüpft. Trotzdem hat der Tagesspiegel nicht darüber berichtet, dass diese Demo heute stattfindet. (Zum Vergleich: eine Fahrrad-Demo wurde angekündigt).

Jetzt sind an die 15000 Teilnehmer gekommen und der Tagesspiegel schreibt von 2000 Demonstranten. Hatte der TS wirklich keine Reporter vor Ort???

mfg fred
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von fred_h fred_h ist gerade offline | 22.9.2007 21:15 Uhr
Polizeistaat oder Polizeigewalt?!?

Am Ende der Demo kam es zu Übergriffen durch die Polizei mit zahlreichen Verletzten und Festnahmen. Die Demo war die ganze Zeit friedlich und nur die Tatsache, dass sich die Teilnehmer vehement gegen den Polizeistaat aussprechen hat wohl gereicht um Polizeigewalt in gewohnter Berliner Manier auszuüben. Was muss eigentlich passieren, damit die Presse und hier der TS mal von Übergriffen Seitens der Polizei spricht? Muss eine TS-Journalistin vor Ort sein? Muss es Bekannte von TS-Mitarbeiter treffen?

Also die Demo war ein riesiger Erfolg und trotz schlechter Mobilisierung und einer Presse, die ihrem Informationsauftrag nicht nachkommt sehr gut besucht. Es zeigt, wie wichtig das Thema den Menschen ist, und dass es eine APO zum Thema Polizei- und Überwachungsstaat gibt. Für die Pressefreiheit sollten sich deren Vertreter mal überlegen, ob Staatsraison die Alternative sein kann, oder ob sie sich endlich mal (in ihrem eigenen Interesse) positionieren sollten...

mfg fred
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von martin.westendorf martin.westendorf ist gerade offline | 22.9.2007 21:54 Uhr
Tausende protestieren in Berlin gegen zunehmende Überwachung
... eine Protestbewegung hat eine Spitze wie ein Eisberg, der hoffentlich nicht durch Hitzeeinwirkungen des Gegenparts abschmilzt!
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von flo.f flo.f ist gerade offline | 22.9.2007 22:26 Uhr
Re: 2000 Teilnehmer?
Die Zähler der Veranstalter kamen sogar auf mehr als 15.000 Teilnehmer. Laut Heise.de schätzte die Polizei die Teilnehmerzahl anfangs auf 8.000, korrigierte die Zahl jedoch später deutlich nach oben. Sei's drum, die Schätzung der Agentur ddp (wo man sich offenbar nicht mal die Mühe gemacht hat, bei der Polizei nachzufragen) auf 2.000 Teilnehmer geistert mittlerweile ungeprüft durch die Medienberichte.
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von unbekannt | 22.9.2007 23:35 Uhr
@flo.f
Laut Polizeibericht, ist problemlos dort zu lesen http://www.berlin.de/polizei/; haben dort nur ca. 3000 Teilnehmer protestiert.
Ich glaube eher der Polzei als den Veranstaltern. Die Veranstalter überschätzen sich oft masslos.
Die Polizei kann auf Grund der Beobachtung, Polizeihubschrauber sieht alles bestens von oben, die Fläche sehr gut einschätzen wieviele Leute dort anwesend waren.
Und andere Medien berichten ebenfalls von rund 2500 Teilnehmern.
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von sil_berlin sil_berlin ist gerade offline | 23.9.2007 1:29 Uhr
ddp auf einer anderen Demo?
Ich war auf der Demo, wo ddp war, weiß ich nicht. Die Polizei hat zwischendurch den Veranstaltern die Zahl von 8.000 mitgeteilt, allerdings kamen bis zum Alex immer mehr dazu. Dort hätte auch mal jemand von ddp aus dem Büro stolpern können, war schließlich direkt vor ihrer Haustür. Nach der Zwischenkundgebung sind viele gegangen und haben sich den Rückweg zum Brandenburger Tor gespart. Ich schätze, dass für den Rückweg die Zahl der Polizei von 8.000 stimmt. Den Stuss von 2500 Teilnehmern haben die Medien übernommen, die weder mit der Polizei noch mit dem Veranstalter gesprochen haben, sondern lediglich ddp übernommen haben. Dies betrifft auch Berlin online, die übrigens auch am Alex sitzen - tja, so nah und doch so fern.
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von iris.s iris.s ist gerade offline | 23.9.2007 17:36 Uhr
glauben?
der polizei? das sind die allerletzten, denen ich glauben schenken würde. ich war früher oft auf demonstrationen. zwischen den aussagen der polizeit und dem, was tatsächlich passiert war, klafften welten.

aber glauben sie ruhig weiter, was sie wollen.
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von mcdoitschlaend mcdoitschlaend ist gerade offline | 23.9.2007 0:35 Uhr
@ SEDUM aus 20.000 wird 2.000
Wie einfach dort zu lesen da ist gar nix über die Demo geschrieben!

Noch viel wichtiger Ich war da und es waren mindestens 10.000 und das war nicht meine erste demo , 10.000 waren angemeldet , die veranstalter haben 15.000 kundgegeben um ca 16:00.
Auf der SWR seite steht auch 15.000 und die Polizei habe 8.000 zuerst gezählt und dann deutlich nach oben korrigiert.

Zum Tagesspiegel der ja keine 5 minuten von der Demo entfernt war hat wirklich niemand da gehabt oder was?

Ich fordere hier eine Klarstellung vom TS.

Mfg Vale
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von flo.f flo.f ist gerade offline | 23.9.2007 0:41 Uhr
@sedum
Ob es nun tatsächlich ganze 15.000 waren, sei einmal dahingestellt. Die erwähnten 2.000 oder auch 3.000 scheinen mir allerdings viel zu wenig. Ich war selbst vor Ort und sehr überrascht über die große Menge an Teilnehmern.
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von noews noews ist gerade offline | 23.9.2007 7:23 Uhr
@sedum
Anscheinend warst Du nicht auf der Demo, der Pariser-Platz vor dem Brandenburgertor war VOLL mit Demonstranten, also kannsten das nicht NUR 3000 gewesen sein.

Auf der letzten Demo in Franfurt war es schon 2000, der Organisator der Demo in Berlin hatte mit 3000 Leuten gerechnet, musste die Zahl aber dann nach oben korrigieren.

Die Polizei hatte anfangs auch nur 8000 Leute gezählt, musste die aber auch erheblich korrigieren (siehe Heise).

Das die TS nicht vor Ort war ist zu erkennen.

Echt schade, dafür das der Journalistenverband die Demo unterstützt hat.
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von joerg_berlin_jg67 joerg_berlin_jg67 ist gerade offline | 23.9.2007 10:57 Uhr
Ärger eines Passanten
Ich war in der Friedrichstraße, mußte über die Kreuzung "Unter den Linden", wo die Polizei scheinbar dicht gemacht hatte. Eine Beamtin fragte ich, ob gerade mitten rein gerade, es sah nach Ärger aus. Sie war sauer, dass ich durch wollte. Mensch, trotz Demo muß man Wege erledigen. 50 m weiter kam ich dann rüber. Auf dem Rückweg in Richtung Kulturkaufhaus wurde mir dann von der Beamtin der Durchgang in die Friedrichstr verwehrt und ich in Richtung Brandenburger Tor umgeleitet. Mein Verweis darauf, dass da hinten mein Auto stünde, ich eine Knieverletzung habe und Schwerbeschädigt sei, waren ihr egal. Ich machte erst kehrt, dann probierte ich es anderer Stelle nochmals. Kam durch. So wurden viele Leute behandelt. Nicht nur die Demonstranten. Das ist absolut nicht in Ordnung. Was soll das? Weil ich eine Kamera in der Hand hatte? Demos fotografieren? Wozu? Berlin ist für alle da! Das Anliegen der Demo: Nachvollziehbar. Aber ob es der richtige Weg ist? Was ist der richtige Weg?
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von steps steps ist gerade offline | 23.9.2007 11:18 Uhr
Freiheit durch Sicherheit
Ich war zufällig vor Ort und schaute mir das wunderliche Spektakel an. Ein massiv auftretender und bedrohlich skandierender "schwarzer Block" wurde vorsorglich von behelmten Polizisten eskortiert; ohne Polizeikordon kann jeder, der noch alle Sinne beisammen hat, nachvollziehen, was dieser "schwarze Block" mit den Schaufensterscheiben Unter den Linden angestellt hätte.
Die Allianzen waren wundersam: PDS, Verdi, Grüne und FDP (!). Es gibt Telephonüberwachung, Briefüberwachung; im Zeitalter des Computers/ Internets muss angesichts einer Bedrohung von Al Kaida ebenfalls Überwachung (unter Richtervorbehalt) möglich sein. Hierüber sachlich zu diskutieren gelang mir mit den "Schäuble=Stasi 2.0"-Polemikern nicht.
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von anonym anonym ist gerade offline | 24.9.2007 15:43 Uhr
Stasi 2.0
Wie weit wären die MontagsdemonstrantInnen wohl damals gekommen, wenn die Stasi ihre Bewegungen genau hätte überwachen können (Handy-Ortung!). Wieviele Menschen hätten sich überhaupt erst getraut! gegen dieses Regime auf die Straßen zu gehen? (Handy aus?=Indizienbeweis!). Erstmal sich erkundigen welches Ausmaß dieses Gesetzt überhaupt hat, bevor man sich unwissend über Leute ärgert die für Ihre im Grundgesetz! verankerten Rechte auf die Straße gehen (vielleicht mal lesen!). Die deutsche Geschichte ist wirklich lebhaft genug! Vertrauen in eine Regierung? Wo lebt Ihr denn? Mal erinnern wie schlecht der Schäuble beim Spenden-Untersuchungsausschuss damals da stand. Der Polizei glauben - siehe die Massen an Falschmeldungen bzgl. der G8 Proteste in Rostock (Säure in Wasserpistolen, 1000? verletzte PolizistInnen?)
Informieren und für unsere Rechte Demonstrieren ist Demokratie! Aber einige hier scheinen das nicht so wirklich verstanden zu haben...
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von detlef detlef ist gerade offline | 23.9.2007 13:04 Uhr
Ist die Zahl so wichtig?
Es ist meines Erachtens egal ob es Tausende mehr oder weniger waren bei dieser Demo , denn die Botschaft war und ist richtig und darüber wurde in den Medien berichtet. Das immer mehr Menschen den Überwachungsstaat ablehnen zeigt auch die Umfrage im Tagesspiegel:

"78,17% sagen, die heimliche Online-Durchsuchung verletzt das Grundrecht. [ 1575 Stimmen ] "

Ich denke wir sollten uns fragen warum bestimmte Kräfte in der Politik den Überwachungsstaat wollen?

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von carlolf carlolf ist gerade offline | 23.9.2007 13:10 Uhr
alternativer Bericht
Was halt leider immer wieder auffällt: die Tagesspiegelberichterstattung (und Meinungsbildung) ist meist von der staatsfrommen Art. Als Alternative zu diesem Artikel und insbesondere zu den gemeldeten "Rangeleien" empfehle ich den Bericht "Polizeizugriffe bei Demo gegen den Überwachungsstaat" auf: http://www.heise.de/newsticker/meldung/96388.
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von giacomo giacomo ist gerade offline | 23.9.2007 13:14 Uhr
Freiheit durch Sicherheit?????
Bei einigen Teilnehmern zeigt es sich nur allzudeutlich, daß bei einem Großteil unserer Bevölkerung alarmierende Staatgläubig- oder auch Obrigkeitshörigkeit vorhanden ist! Sie werden bald aus ihrem Dronrösschenschlaf erwachen, ob sie dann ihre Demokratie wiedererkennen ist doch sehr zu bezweifeln! Einen Rat sei ihnen gegeben! Sie sollten weniger Axel-Springer-Presse lesen!
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von steps steps ist gerade offline | 23.9.2007 14:11 Uhr
@ Giacomo
Selbstverständlich Freiheit durch Sicherheit. Ich möchte mich angstfrei in ein Flugzeug, einen Zug oder einen Autobus setzen können, ohne Angst vor einem Bombenattentat (vgl. 9/11, London, Madrid etc.) haben zu müssen. Dass auf der gestrigen Demonstration so getan wurde, als ob es sich bei unserem Land nicht um einen freiheitlichen Rechtsstaat handeln würde, in dem polizeiliches Handeln engen gesetzlichen Schranken unterliegt, ist nicht nachvollziehbar. Es ist den übrigen Demonstranten übrigens ähnlich, wenn Ihnen auf meine Argumente nichts anderes einfällt, als mir vorzuhalten, ich sei ein Leser der Axel-Springer-Presse. Welch großes Argument!
Zur Vermeidung schwerster Kriminalität wie die Planung terroristischer Attentate muss es selbstverständlich - analog der Telephon-/ Postüberwachung - auch die Möglichkeit der Online-Überwachung geben, unter den engen Voraussetzungen des Gestzes- und Richtervorbehalts. Die Art und Weise wie BMdI Schäuble zum Popanz aufgebaut wird, ist lachhaft.
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von timchen timchen ist gerade offline | 23.9.2007 16:36 Uhr
Freiheit UND Sicherheit
Demo gegen Überwachungswahnsinn, und was macht die Staatsgewalt? Taschenkontrollen, lückenlose Filmaufnahmen ALLER Demonstrierenden, Einschüchterungsversuche durch martialisches Auftreten und Hubschraubergetöse, zivile Provokateure! Die Staatsgewalt hat solche Angst vor freien , mündigen und selbstbestimmenden Bürgern, dass sie zu Allen Mitteln greift. Aber diese zivile, friedliche Bewegung zeigt, dass wir MEHR Freiheit brauchen, um uns wirklich sicher zu fühlen. Was aber folgert die Staatsgewalt daraus regelmäßig: wenn ihr mehr Freiheit wollt, bauen wir den (Sozial-)Staat eben noch mehr ab.
dabei muss an beiden Enden gearbeitet werden: mehr Freiheit + mehr Sicherheit, zB die Sicherheit, jederzeit einen auskömmlichen Job nicht nur bei Menschenschindern zu bekommen!
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von unbekannt | 23.9.2007 16:59 Uhr
@timchen
Ich habe den Eindruck, dass Sie sehr schlecht informiert sind. Einschüchterungsversuche durch die Polizei oder ähnliches sind nur in diesem Fall zwingend notwendig wegen dem schwarzen Block! Schwarzer Block sind junge Gewalttäter aller Art. Das sind keine Linke, sondern Extremisten und eben die üblichen Gewalttäter. Da diese jungen Leute permanent Mist bauen, da müssen Sie dies nun mal zur Kenntnis nehmen, dass die Polizei und BGS diese Leute mit Argusaugen beobachten wollen und sie müssen auch sie beobachten, wenn der schwarze Block wie im Schanzenviertel in HH, gestern so passiert, wie uas heiterem Himmel die normalen Bürger aus nichtigen Anlässen angreifen und dann die Polizei. Was soll denn das? Ich lasse mich nicht aus nichtigem Anlass belästigen, beleidigen und angreifen. Die Polizei macht das alles richtig. Rote Karte für alle Gewalttäter!!!
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von timchen timchen ist gerade offline | 23.9.2007 22:10 Uhr
Henne oder Ei?
was war zuerst da? eine übermächtige Staatsgewalt die auf Sachbeschädigungen regelmäßig mit Körperverletzung reagiert oder "Schwarz-Blockler", die sich schützen, indem sie zusammenrücken - im Block eben? Und sind auf einmal alle für das Kohlsche Vermummungsverbot? Manche möchten auch demonstrieren, ohne hinterher vom Chef eins auf den Deckel zu bekommen!
Nebenbei:
@steps: welche Kleidungsfarbe wäre Ihnen denn angenehm, wenn nicht schwarz? ich trug Blue-Jeans und weißes T-Shirt, ist das OK? Danke für Ihre Erlaubnis! Werde Sie nächstes Mal vorher fragen...
Berlin 1967, Genua 2001: gestorben sind friedliche Demonstranten! Polizeipsychologen warnen regelmäßig vor dem martialischen, einschüchternden Auftreten der Polizei, das wirkt alles eskalierend ("Münchner Linie")! Die Polizeioberen täten gut daran, auf ihre Psychologen zu hören.
Comment
von steps steps ist gerade offline | 23.9.2007 18:58 Uhr
@ Timchen
"Zivil" und "friedlich" kam mir der Schwarze Block bei der gestrigen Demo nicht vor; im Gegenteil: ich bekomme bei einer solch uniformierten, quais-vermummten, im Block marschierenden und martialisch skandierenden Menschenmenge namens Schwarzer Block Gänsehaut.
Es ist doch völlig klar, was ein solcher Block am Hotel Adlon, den Ausstellfenstern von Bugatti oder Ferrari veranstalten würde, wäre keine entsprechend gerüstete Polizei vor Ort gewesen.
Die Leute durften demonstrieren; aber bauen sie doch hier keinen Popanz auf; auch ein Demonstrationsrecht beinhaltet keinen Vandalismus. Wer wirklich "friedlich" und "zivil" demonstriert, trägt wohl kaum schwarze "Uniformen".
Comment
von stpl stpl ist gerade offline | 23.9.2007 21:20 Uhr
@steps, 14:11
Nein, es ist eben ein Riesenunterschied ob Brief- und Telefon- oder Onlineüberwachung, da bei ersteren beiden 'nur' die Korrespondenz und nicht auch noch, wie beim modernen Menschen üblich alles mögliche weitere höchst private, das ureigenste eben, auf dem Computer gespeichert ist.

Onlineüberwachung hört sich für mich wie totale Haussuchung an.

Und zum 'Richtervorbehalt': Die technische Möglichkeit für Staatsorgane zu billigen, Untersuchungen durchzuführen, ist mir zuviel.
Das Beispiel Telefonüberwachung hat schon zuhauf gezeigt, dass die exekutiven Organe entweder Richterbefugnisse sehr extensiv auslegten oder mitunter auch ganz ohne vorgingen.

Nein, kein Vertrauen meinerseits.

Und die Terrorismus-Frage wird deutlich überzeugen, Panikmache!

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