[Kommentare: 37]

Deutsche Bahn

Leserdebatte: Ein Fest in vollen Zügen

Der ICE-Verkehr nach München soll von Montag an wieder nach Plan aufgenommen werden. Bei der S-Bahn ist dagegen noch kein Ende der Einschränkungen in Sicht. Berichten Sie uns von Ihren Bahn-Erlebnissen zu Weihnachten. Diskutieren Sie mit!
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Jeder zweite ICE nach München fiel über Weihnachten aus. - Foto: ddp
Die Bahn kann – fast – alles. Sogar das Wetter vorhersagen. Bereits vor Weihnachten war sie sich sicher, dass die „witterungsbedingten Störungen an ICE-Zügen“, die zum Ausfall von jeder zweiten Verbindung zwischen Berlin und München über Leipzig geführt haben, am Montag vorbei sein werden. Und dabei bleibe es, bekräftigte ein Bahnsprecher am Sonnabend.

Gestern, am zweiten Weihnachtsfeiertag, seien die Züge zwar voll gewesen, es habe aber kein Chaos gegeben, sagte der Sprecher weiter. Und die Züge seien meist pünktlich gefahren. Damit habe sich die Lage entspannt.

Vor Weihnachten dagegen, als die meisten Fahrgäste vom eingeschränkten Betrieb überrascht worden waren, sah es noch anders aus. So berichteten Fahrgäste, die ein Ticket für die 1. Klasse hatten, dass es ihnen bei der Fahrt nach Berlin nicht gelungen sei, sich im randvoll gefüllten Zug bis zu den reservierten Plätzen durchzukämpfen. Stehende Fahrgäste und abgestelltes Gepäck versperrten fast in jedem Wagen den Gangbereich. Vom Personal kam keine Hilfe, weil es selbst feststeckte. Dafür wurden aber auch die Fahrkarten meist nicht kontrolliert.

Entspannt hat sich die Lage auch, weil zwischen Weihnachten und Neujahr die Zahl der Fahrgäste ohnehin zurückgeht. Erst nach Neujahr rechnet man bei der Bahn wieder mit einem großen Andrang.

Dass die Bahn sich entschieden habe, wegen des Fahrzeugmangels nur zweistündlich statt zu jeder Stunde von Berlin über Leipzig nach München zu fahren, dafür aber in der Regel mit langen Zügen, sei grundsätzlich richtig gewesen, sagt Karl-Peter Naumann vom Kundenverband Pro Bahn. Kürzere Züge im Ein-Stunden-Abstand wären hoffnungslos überfüllt gewesen. Und beim Zwei-Stunden-Verkehr seien Fahrgäste auch eher bereit, Umwege zu akzeptieren, selbst wenn die Fahrt länger dauere.

Deutschlandweit sind auch andere Züge ausgefallen. Dass es aber hauptsächlich die Verbindung von Berlin über Leipzig nach München erwischt hat, liegt an den hier eingesetzten Zügen – den Neige-ICE-T, die schneller durch Kurven fahren können als herkömmliche Züge. Ein Bahnsprecher gab zu, dass die Fahrzeuge nicht so gebaut seien, „ dass sie sibirischen Temperaturen standhalten“. Vor allem Wasser- und Abwasserleitungen unter dem Fahrzeugboden könnten einfrieren. Zudem habe durch Lüftungsgitter eingedrungener Pulverschnee elektrische Bauteile beschädigt. Die Züge sind allerdings in ihrer Entwicklungsphase auch in speziellen Klimakammern auf „sibirische Temperaturen“ getestet worden. Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) nannte das technische Versagen „blamabel für die Hersteller“ der Züge.

Dass es im Winter Probleme geben kann, gesteht auch Naumann der Bahn zu. Dadurch ausfallende Züge würden im Normalfall durch Reservefahrzeuge ersetzt. Doch Reserven habe die Bahn nicht mehr. Von den ICE-T-Zügen sei nur die Mindestanzahl angeschafft worden, die für den Betrieb – und eine kleine Reserve – erforderlich sei. Wegen Problemen mit den Achsen müssen die Fahrzeuge aber schon seit Monaten häufiger zur Kontrolle in die Werkstatt als beim Kauf angenommen worden war. Und weil die Untersuchungen erst ab einer bestimmten Temperatur möglich sind, müssen die Züge jetzt auch noch länger in den Hallen aufgewärmt werden.

Mit der Begründung, die Züge fielen witterungsbedingt aus, führe der Bahnkonzern seine Kunden „hinters Licht“, ist der Bundestagsabgeordnete der Grünen, Anton Hofreiter, überzeugt. Richtig sei vielmehr, dass die Wartungskapazitäten nicht ausreichten. Angesichts des geplanten Abbaus von Betriebsstätten sei dies ein weiterer Beleg für die Fehlplanungen des Konzerns.

Ähnliche Probleme mit einer zu geringen Werkstattkapazität hatte in Berlin schon seit Jahren der Betriebsrat der S-Bahn beklagt. Jetzt hat die Geschäftsführung nachgegeben und nimmt die geschlossene Werkstatt in Friedrichsfelde wieder in Betrieb. Weil die Geschäftsführung inzwischen auch zugibt, dass die Fahrzeugreserve zu gering bemessen ist, werden 20 statt 12 abgestellte sogenannte Viertelzüge der Reihe 485, die aus zwei Wagen bestehen, reaktiviert, was einen zweistelligen Millionenbetrag erfordert. Vier andere Viertelzüge müssen allerdings aus dem Betrieb genommen werden, weil sie verschlissen sind.

Doch während die Bahn am Montag zum Normalfahrplan zurückkehren will, kann die S-Bahn dafür noch nicht einmal ein Datum nennen.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 27.12.2009)
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Comment
von eban eban ist gerade offline | 26.12.2009 19:18 Uhr
Damit entlarvt die Bahn sich selbst
"Kürzere Züge im Ein-Stunden-Abstand wären hoffnungslos überfüllt gewesen. Und beim Zwei-Stunden-Verkehr seien Fahrgäste auch eher bereit, Umwege zu akzeptieren, selbst wenn die Fahrt länger dauere."
Der Zwei-Stunden-Takt ist also in erster Linie dem Kalkül der Bahn geschuldet und weniger fehlenden Zügen.
Dass Herr Ramsauer sich vordringlich über die Hersteller aufregt und nicht das (noch) Staatsunternehmen zur Ordnung ruft, ist beschämend.
Es scheint sich doch im großen das selbe Desaster anzubahnen wie im kleinen bei der S-Bahn.
Das diese Zustände so lange fast sanktionslos hingenommen werden, ist ein Skandal.
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von FrAtze FrAtze ist gerade offline | 26.12.2009 20:44 Uhr
Lug und trug
Es wird gelogen, dass sich die Balken biegen. Während zu alten Bundesbahn-Zeiten noch der Slogan lautete: "Alle reden vom Wetter. Wir nicht." (Quelle Wikipedia), so ist das heute anders. Eine Flocke und ein paar Tage strenger Frost machen aus einer Bimmelbahn eine Sanduhr.

Das Unternehmen und unser Land haben kein Speckpolster mehr, sie pfeifen auf dem letzten Loch. Den jungen Leuten ist in den Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs und Konsums nicht aufgefallen. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen: wenn das so weiter geht, dann wird das böse enden.

Die Bahn wird so wie die Herrschaften jetzt ticken, nur Profit im Kopf haben, nie ein zuverlässiger Dienstleister für die Bürger mehr werden. Statt dessen müssen Vorstandsgehälter und Auslandsprojekte oder besser sollen bezahlt werden.

Arme Bahn, armes Land, betrogene Bürger.
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von larus larus ist gerade offline | 27.12.2009 15:07 Uhr
Starkregen
@ FrAtze FrAtze ist gerade offline | 26.12.2009 20:44 Uhr

"Eine Flocke und ein paar Tage strenger Frost machen aus einer Bimmelbahn eine Sanduhr."

Ach, da habe ich schon schlimmeres erlebt, in diesem Jahr wohlgemerkt.
Irgendwann in der ersten Jahreshälfte war es, ich war auf dem Weg nach München von Berlin, da regnete!!! es bei bzw. in Dachau. Aus dem Regen wurde ein sogn. Starkregen!!!, der auch noch das ICE Gleisbett unterspülte;das schafft erstmal Vertrauen. Nach ca. 20Minuten setzte sich der ICE im Schrittempo in Bewegung, um nach 5Minuten wieder zu Stehen zu kommen. Das ging solange, bis der Zug dann auf die S-Bahn Trasse umgeleitet wurde, wohl die ab Dachau.
Insgesamt kam ich mit ca. 40Minuten Verspätung an, meine Anschlußverbindung war natürlich weg.
Schon interessant, was son bissl Regen alles machen kann, oh, Entschuldigung, Starkregen.

Das andere Mal fiel die Neigetechnik des ICE's aus, was eine verminderte Geschwindigkeit nach sich zog, und ebenfalls eine entsprechende Verspätung.

All das kann man ja noch verkraften ehrlich gesagt, aber was mir persönlich wirklich auf den Zeiger geht, und wo ich fast jedesmal ausflippen könnte, sind diese Hinweise vom Zugführer, die nachdem er durchsagte, welcher Haltepunkt und so, das man im Speisewagen zu so tollen Preisen, einen Kaffee und ein Croissant (nur! 2,90 oder 3,90€) zu sich nehmen könnte, oder für voll überteuert eine viel zu kleine Mahlzeit einnehmen könne, von Superkoch sowieso.
Auf der Strecke von Berlin nach München hört man das x-mal, und es nervt ungemein.
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von is is ist gerade offline | 26.12.2009 19:55 Uhr
Sibirien
Sibirien, soso. Ich bin sonst nicht dafür, aber in diesem Falle sollten die Verantwortlichen vielleicht doch einmal einen zweiwöchigen Ortstermin in Sibirien wahrnehmen, damit sie die Temperaturen, die hier nun einmal normal im Winter vorkommen, auch als solche benennen. Oder gleich wieder "Taiga-Trommeln" anschaffen, die fahren wirklich. Und Schnee ist für Deutschland zwischen November und März auch nicht vorgesehen???
Im Übrigen schließe ich mich @eban an: Dieser Nachsatz, dass Fahrgäste dann auch eher bereit seien, Umwege zu akzeptieren, ist so dermaßen entlarvend, dass einem doch glatt die Spucke wegbleibt. Und das ist noch milde ausgedrückt. Könnte man die verantwortlichen Manager nicht einmal im Weihnachtschaos mit einem dicken Schild um den Hals in einen solchen überfüllten Zug stecken mit der Maßgabe, einmal von vorne nach hinten die Fahrscheine zu kontrollieren? Vielleicht hilft eine solche Maßnahme ja, derartigen Unsinn in Zukunft zu verhindern.
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von fredericussecondo fredericussecondo ist gerade offline | 26.12.2009 21:19 Uhr
Die Renditen müssen kommen,
auch wenn wir dafür verkommen müssen.
Es lebe der internationale und globale Investorismus. Es lebe der Sieg der Finanzinvestoren, die unser Volk zu neuem Wohlstand führen und all unseren überflüssig gewordenen Humankapitalisten das neue gelobte Land der neuen Arbeitsplätze bei Schlecker, Lidl, KiK & Konsorten zeigen, wo sie endlich wieder den Sinn in ihrem Leben finden werden. Das deutsche Volk der Untertanen ist ein Volk, dass seine Erfüllung und sein Heil im Dienen findet.

Sinnlos gewordenes Konsumieren, dass all unseren Brüdern und Schwestern die immerwährende Leere des Drogensüchtigen nach dem Abflauen des letzten Schusses die Lebenskraft raubt, wird abgelöst von der uralten Lebenssinnerfüllung, die in der devoten Unterwerfung unter seine Obrigkeit, seine Alphatiere, seine Führungs-, Lenkungs- und Leitungskräfte besteht.

Wir brauchen endlich wieder die Dominanz unserer Herrenmenschen über das Massenmenschensubstrat, dass sich doch nur als Kostgänger all unserer Leistungsträger in den Vorständen, Aufsichtsräten, den Fraktionen unserer Parlamentsparteien, den Direktorensesseln unserer Verwaltungsorgane und auf den Richter-, Staatsanwaltschafts- und Rechtsanwaltssesseln ihr erbärmliches Leben als bloße Objekte fristen.

Wir brauchen die unbeschränkte Herrschaft der Kaderfunktionäre des internationalen
Finanzanlagenbetrugssystems und der Spekulationswirtschaft. Wir müssen endlich begreifen, dass wir als Volk nur einen Sinn im Leben haben: Das Opferleben.

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von stefan.d. stefan.d. ist gerade online | 27.12.2009 2:30 Uhr
@Friedrich der II
Whow, das war ja gerade ein scharfer Erguß. Ich habe zwar kein Wort verstanden, nur eines habe ich mitbekommen: Was hat das alles mit der Bahn zu tun?
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von jandark jandark ist gerade offline | 26.12.2009 21:27 Uhr
Zufriedener Kunde
Ich war am 24.12., 25. und 26. jeden Tag mit der Bahn bis ins Ruhrgebiet und am Niederrhein sowie im Teutoburger Wald unterwegs. Keine Verspätungen, keine Ausfälle, immer Sitzplätze. Völlig entspannt.

Zwei Tage zuvor kam meine Gattin aus Köln mit dem Flieger. Was die Bahn an Minuten Verspätung manchmal hat, haben die Flieger in Stunden. Aber das beredet keiner. Bahn-Bashing scheint wohl erotischer.

In der Bahn hatte ich Steckdose, Tisch und konnte telefonieren. Das ist in Auto und Flieger nur sehr reduziert möglich :-)
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von m0e m0e ist gerade offline | 26.12.2009 21:43 Uhr
@jandark
Waren Sie mitm ICE unterwegs?

Bahn-Bashing ist insofern attraktiver, da die Begründung fürn Arsch ist. Wenn irgendwann die Lufthansa jeden 2ten Flug streicht, weils überraschend ab 17 Uhr schon dunkel ist, und die Piloten nur die Lizenz für Sichtflug haben, wird man zu Recht auch Lufthansa-Bashing betreiben.
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von jandark jandark ist gerade offline | 26.12.2009 22:09 Uhr
ICE?
Ich war mit ICE's unterwegs, IC, Regionalexpress, auch mit neuen Zügen der Nordwestbahn und sogar mit der S-Bahn, die auch wider Erwarten pünktlich war.

Es waren keine Attentäter in der Bahn, die Feuerwerkskörper zündeten (wie auf der Luftstrecke Amsterdam-Detroit), es waren keine Staus wie auf der A), A99 oder A8
http://www.zeit.de/newsticker/2009/12/26/iptc-hfk-20091226-70-23396086xml oder in der Schweiz
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Im-Stau-sitzen-statt-ueber-die-Piste-brausen/story/10791403
zu vermelden.

Einfach nur langweile, pünktliche Bahnfahrt. Sorry, die Post ging wohl irgendwo anders ab, nicht aber auf der Bahn in Ost-West-Richtung. Aber vielleicht stelle ich mich ja auch nur dumm an. Wenn ich fleissig nun hier die Kommentare lese, dann finde ich vielleicht auch noch was, was ich vielleicht übersehen habe.
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von m0e m0e ist gerade offline | 26.12.2009 23:07 Uhr
@jandark #2


Zitat von jandark

Wenn ich fleissig nun hier die Kommentare lese, dann finde ich vielleicht auch noch was, was ich vielleicht übersehen habe.



Bestimmt. Zum einen, dass nur Züge auf der Strecke Berlin-München ausgefallen sind, und zum anderen dass es um die alberne Begründung der Bahn geht, nicht um Vergleiche ÖPNV/Auto.
Comment
von stefan.d. stefan.d. ist gerade online | 27.12.2009 2:40 Uhr
@Jan
Die Meisten, die sich immer gerne über die Bahn beschweren und meinen mitreden zu müssen, haben im seltesten Fall mal einen Zug von innen gesehen.
Ich fahre sehr häufig Bahn und hatte noch nie Grund mich zu Beschweren. Gut, vielleicht habe ich einfach Glück gehabt.
Interesant, ist es immer die schlauen Kommentare auf den Bahnsteigen zu hören, wenn mal die Durchsage kommt, dass der Zug aus welchem Grund auch immer mal 5 Min. Verspätung hat, man denkt die Welt geht unter.
Die Krakeler waren noch nie auf einem Flughafen.....
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von SchniedFried SchniedFried ist gerade offline | 27.12.2009 7:06 Uhr
@ jandark
sehe ich ähnlich
ich bin auch genervt wenn ich auf einer der betroffenen Strecken unterwegs bin, vollkommen klar. aber wer schon die sibierischen temperaturen bemüht sollte sich unsere Standards gerne mal im Vergleich zu dem ein oder anderen Zug in der Russ. Föderation anschauen. OK,winterfest ist das Zeug, das ist richtig. Aber ich moechte die bundesdeutsche Frau sehen, die sich schon vor ner ICE-Toilette ekelt, wenn Sie da mal muss.
Nicht dass wir wir uns falsch verstehen, ich liebe das reisen mit dem Zug in Russland, habe aber eben auch unsere lieb gewonnenen Standards anders wahr genommen.
lasst die Kirche im Dorf und ja, die Bahn muss hier nachinvestieren, aber wundert euch dann nicht ueber die nächste tarifanhebung!
und ja, auch richtig, beim flieger weiß ich auf die Minute garnicht wann ich ankomme, geschweige denn man moechte seine eigenen Vorräte verzehren, telefonieren etc.
also bei aller verständlichen Kritik ruhig mal innehalten, was wir haben, wo wir hin wollen und was wir bereit sind dafür auszugeben.
Comment
von Peligro Peligro ist gerade offline | 28.12.2009 22:28 Uhr
@jandark
Na ja, wenn sie sich die Preise bei der Bahn leisten können....
Ich habe meine kleine Weihnachtsreise nach Köln mit dem Flieger - pünktlich und wesentlich schneller als mit der DB - absolviert; für € 130 statt € 220 bei der Bahn.
Comment
von m0e m0e ist gerade offline | 26.12.2009 21:29 Uhr
Verständniss
Ich habe vollstes Verständniss für die Bahn. Wer rechnet schon damit, dass es im Dezember kalt ist? Schließlich redet doch alle Welt von der globalen Erderwärmung..

Ich war auch völlig überrascht, als ich mit Sommerreifen und ohne Frostschutz im Wischwasser auf der Autobahn liegenblieb. Leider waren die Polizisten nicht so verständnissvoll wie ich ggü. der Bahn, und ich musste Strafe bezahlen. Zum Glück bleibt das wenigstens der Bahn erspart, die hats auch so schon schwer genug.

Vorsicht, der Beiträg könnte Ironie enthalten.
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von mos mos ist gerade offline | 27.12.2009 0:51 Uhr
So ganz verstehe ich das auch nicht
Neben der Verbindung über Leipzig mit den ICE-T gibt es auch noch eine zweistündige Verbindung über Hildesheim, Frankfurt, Stuttgart und Ulm ab Ostbahnhof zum gleichen Preis.

Wer in Mannheim umsteigen mag (gleicher Bahnsteig, garantierter Anschluss), der hat dann sogar eine Verbindung im Stundentakt mit einem langen ICE1 der an jedem Sitzplatz Steckdosen bietet und zwischen Hildesheim und Mannheim sogar einen WLAN-Hotspot.

So richtig verstehe ich das Gemeckere nicht. Die Webseite der Bahn ist sehr informativ und dass die ICE-T´s aus dem Verkehr gezogen wurden war ein paar Tage vorher bekannt - man konnte es im Tagesspiegel lesen.

Aber Bahn-Bashing macht einigen Leuten einfach Spaß.

Wenn sich während der Zugfahrt eine Verspätung andeutet, dann gibt es genau zwei Sorten Menschen. Die Einen - zumeist 1 x pro Jahr-Fahrer die einen Tobsuchtsanfall bekommen und den nächsten Uniformierten völlig anpampen und die Vielfahrer die sich entspannt einfach noch ein Bier bestellen weil sie genau wissen wie viel Tage Stau das Bahnreisen Ihnen schon erspart hat.

In diesem Sinne: Prost!


Comment
von stibi stibi ist gerade offline | 27.12.2009 9:57 Uhr
Braunschweig-Hildesheim
Nur der Vollständigkeit halber: Kein Verkehr Berlin-Göttingen(-München) über Braunschweig-Hildesheim zwischen 24. und 28.12. wegen Bauarbeiten, Umleitung über Wolfsburg-Hannover.

http://bauarbeiten.bahn.de/docs/2010/fernverkehr/infos/15_22_23_2412-28122009_fahrplan.pdf
Comment
von jandark jandark ist gerade offline | 27.12.2009 11:09 Uhr
Vollständigkeit halber
Die ADAC-Stauprognose:"
* A 7 / A 1 Großraum Hamburg
* A 1 Bremen – Dortmund – Köln
* A 2 Dortmund – Hannover
* A 3 Köln – Frankfurt – Nürnberg
* A 5 Frankfurt – Karlsruhe – Basel
* A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
* A 7 Hannover – Kassel – Würzburg – Kempten
* A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
* A 9 Berlin – Nürnberg – München
* A 10 Berliner Ring
* A 93 Inntaldreieck – Kufstein
* A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
* A 99 Umfahrung München

Auch im Ausland wird man um zäh fließenden Verkehr nicht herumkommen. In Österreich werden davon die Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn betroffen sein, die Fernpassroute und die Tiroler, Salzburger und Vorarlberger Bundesstraßen. In Italien gilt das für die Verbindungen ins Puster-, Grödner- und Gadertal. In der Schweiz muss man längere Fahrtzeiten auf der Gotthardroute, der A 1 St. Gallen – Zürich – Bern und auf den Zufahrtswegen in die Wintersportgebiete einplanen."
http://www1.adac.de/adac-im-einsatz/motorwelt/m_archiv/Pressemeldungen/stauprognose.asp?ComponentID=210765&SourcePageID=236104&location=33

Es ist ganz klar ersichtlich, dass das Auto das bequemere, pünktlichere, sichere Reisen ermöglicht. Der Stau sit garantiert. Flächendeckend und nicht nur auf einzelnen Strecken wie bei der Bahn. Ich kann das nur begrüssen, dass möglichst viele Reisenden mit dem Auto fahren. Um so leeren sind die Züge für mich :-))

P.S.: Wer unbedingt über Hildesheim und Braunschweig nach München fahren will, kann ab Dienstag wieder zwei ICEs über Frankfurt durchbuchen (heute fährt Schienersatzverkehr oder wahlweise Regionalexpresse wegen der Baustelle). Oder fliegen, wenn er bis zu drei Tagen Zeit hat, wie die italienische Klasse, die ihren Berlinausflug in Schönefeld um schöne Stunden des Wartens auf das Christkind ergänzten. :-))
Comment
von m0e m0e ist gerade offline | 27.12.2009 14:18 Uhr
@jandark #3
Die ADAC-Stauprognose derart zu verkürzen, könnte man auch noch kürzer mit "Stau in Deutschland" machen. Richtiger/Sinnvoller/Irgendwas wirds dadurch aber auch nicht.

Nur um das klar zu stellen, ich fahre gerne Bahn, bin auch in Berlin oft mit S und U und natürlich den RE's unterwegs gewesen.

Seit ca. einem Monat muss ich wöchentlich von Berlin (bzw. Potsdam) nach Bayreuth und zurück. Die Bahn bietet mir da ganz tolle Verbindungen mit 2-3x Umsteigen und 5:30-6:30h Reisedauer an. Das ganze für 90-100€ pro Fahrt (ohne Bahncard). Später als 18:00 geht nix mehr.

Also fahr ich mit dem Auto, bezahl pro Fahrt etwa 30€ Sprit, und bin nach 3h ohne Umsteigen da. Ja die A9 ist stark befahren, und es gibt ab und zu Stau. Auf der Rückfahrt am 18.12. hab ich 6h gebraucht. Ansonsten war ich immer nach 3-3,5h da. Insgesamt hab ich schon mehrere Tage Fahrtzeit ggü. der Bahn gespart, und reise auch noch günstiger und kann nach 18:00 losfahren.

Wolln wir jetzt noch weitere nicht allgemeingültige Negativ-/Positiv-Beispiele von Bahn und Auto sammeln?

Fakt ist, dass mein Chef mir nen Vogel gezeigt hätte, wenn ich irgendeinen Montag 2 Stunden zu spät gekommen wär mit der Begründung, dass ich noch Sommerreifen drauf hattte und mich der Winter überrascht hat. Und darum gehts hier, die Bahn war unverständlicherweise nicht auf den Winter vorbereitet, der schon seit ein paar tausend Jahren im Dezember vorkommt. Mann kanns mit Sparwahn, Blödheit oder sonstwas betiteln, aber nicht mit "auf der Autobahn is auch Stau" entschuldigen.
Comment
von jandark jandark ist gerade offline | 27.12.2009 16:38 Uhr
Bahnbashing
Vorige Woche war strenger Winter. Hunderte fvon Flügen vielen aus, tausende von Flugreisenden sassen z.T. tagelang (Schönefeld) auf den Flughäfen fest, weil Flugzeuge wegen des Wetters nicht fliegen konnten. Auf den Autobahnen waren zig Kilometer Stau und tausende von Menschen froren. Und auch die Esienbahn traf es, z.B. di eStrecke München-Berlin.

Und was macht der Tagesspeigel? Der fragt nicht, welche Abenteuer die Menschen erlebten, die tagelang nicht von Berliner Flughäfen weg kamen, er fragt nicht, was die zigtausenden Menschen machen, die mit ihren Autos stehend auf der Autobahn frieren, er fragt nicht, wie man sich als LKW-Fahrer fühlt, wenn man durch seine Dusseligkeit bei glatter Straße auf der Autobahn quer stellt und durch Fahrlässigkeit tausende Menschen an der Weiterfahrt hindert. Nein, der Tagesspiegel will nur wissen, was die Bahnfahrer erlebt haben. Weil man ganz genau weiss, bei Bahn und Schule hat jeder eine ganz dedizierte Meinung. Da kriegt man immer die Zeilen voll.

Ich habe mal von Ankunft Flughafen bis Abflug in London-Luton planmässig drei Stunden gebraucht. Nur weil ein paar Chaoten fest daran glauben, dass man in Nagellackfläschchen soviel Sprengstoff transportieren kann, um eine ganzes Flugzeug in die Luft zu sprengen. Die Bahnfahrt war zeitlich schon gleich lang wie der Flug nach Berlin, aber er war ausgebucht, weil so viele Menschen so viel Dreistigkeit nicht erdulden wollten. Aber das ist natürlich kein Thema, Bahnbashing macht mehr Spass.

Und wenn einer seine Sommerreifen nicht gewechselt bekommt, dann will er für das, was er selbst nicht schafft, bei der Bahn für kelines Geld eine Transportgarantie haben. Ist klar.

Am Rande: bei regelmässigen Fahrten nach Bayreuth, rechnet sich eine Bahncard60 schon nach wenigen Fahrten (viermal hin und zurück). Und dann kann man für 41,50 € Vollkosten statt für 30 € nur Energiekosten fahren). Aber wie gesagt, Bahnbashing macht wohl mehr Spass ;-)
Comment
von m0e m0e ist gerade offline | 27.12.2009 20:38 Uhr
@jandark #4
Zum 17. Mal: Bahnbashing macht nicht mehr Spaß, sondern die Begründung der Bahn ist komplett unsinnig. Und man kann die Winterüberraschung der Bahn nicht mit dem Ausfall/Verspätung anderer Verkehrsmittel rechtfertigen.

Und wenn ich pro Woche 6h mit dem Auto spare, fang ich nicht an zu rechnen mit welchem Rabattsystem bei der Bahn ich möglicherweise günstiger komme. Zumal ich zur Zeit in einer Übergangswohnung wohne, und für den täglichen Weg zur Arbeit ein Auto brauche (hier fährt nur n Schulbus), also in meinem Beispiel ist die Bahn weder günstiger noch schneller, und (auch nicht zum ersten Mal) mein Beispiel ist genausowenig allgemeingültig wie die Aussage dass Autos permanent im Stau stehen, und Flugreisende andauernd wochenlang auf dem Flughafen campieren müssen.

So, bin übrigens planmäßig nach 3:30 in Bayreuth angekommen. Die halbe Stunde Verspätung lag an ner Pinkelpause und nem Imbiss bei Burgerking. :-)
Comment
von jandark jandark ist gerade offline | 27.12.2009 22:58 Uhr
Alte Autos fahren und als Fahrer arbeiten
Sie könne sich das organiseren, wei Sie möchten. Wenn Sie leiber in alten Autos fahren udn sich als Kraftfahrer für 6 Stunden die Woche verdingen, um in ungüstig gelegenen Wohnungen fern der Heimat zu arbeiten, dann will ich ihnen das gerne gönnen. Ich mache in der Reisezeit lieber etwas anderes als als Kraftfahrer kostenlos zu arbeiten. Zum Beispiel gegen Geld arbeiten. Aber ich will Ihnen da nicht reinreden. Wenn Sie das glücklich macht.

Aber ich glaube nicht, dass Ihre Konfigurationswünsche durch die Bahn abdeckbar sind. Oder durch den ÖPNV.
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von m0e m0e ist gerade offline | 28.12.2009 18:41 Uhr
@jandark #die letzte
Und ich glaube, dass sie des Lesens nicht mächtig sind.

Sorry, aber ich weiß nicht wie oft ich noch antworten soll, um das schonmal geschriebene nochmal zu wiederholen. Ich versuchs ein letztes Mal:

Mein "Reiseproblem" hab ich nur als Gegenbeispiel zu ihren Pauschalaussagen gebracht, dass Autos im Stau stehen und Flügzeuge tagelang nicht starten, die Bahn dagegen immer pünktlich und schneller ist. WEDER MEINE AUSSAGE NOCH IHRE IST ALLGEMINGÜLTIG!

Und es geht hier gar nicht um Vergleiche der verschiedensten Verkehrsmittel, sondern darum dass Ausrede der Bahn die niedrigen Temperaturen waren, die im Dezember absolut zu erwarten waren.

Ich fahre lieber wöchentlich 6 statt 12 Stunden, und kann in der Zeit halt nicht arbeiten (aber wenigstens rauchen). Ich glaube auch kaum, dass Sie während der kompletten Fahrtzeit im Zug arbeiten. Sind Sie Schaffner oder Lokführer? Das würde auch Ihre übertriebene Verteidigung der Bahn erklären.
Ich fahre mit einem alten Auto weils fährt, und es keine Dauerlösung, bald ziehen wir hierher. Bayreuth liegt nicht prinzipiell abgelegen, als Bahnmitarbeiter/Bahnfan sollten Sie wissen, dass in Bayreuth (genauso wie Potsdam) mal Fernzüge hielten.

Welche "meine Konfigurationswünsche" kann der ÖPNV nicht erfüllen??
Comment
von germanprince germanprince ist gerade offline | 27.12.2009 7:40 Uhr
Weltstadt Berlin?
Ich weiss nicht genau, ob dies in die Rubrik hingehoert aber ich denke schon, dass es lesenswert ist.
Ich bin gebuertiger Berliner und liebe meine Stadt. Ich lebe seit ungefaehr 15 Jahren nicht mehr in Berlin und mich hat es seit ca. 11 Jahren an die irische Westkueste verschlagen. Trotzdem komme ich regelmaessig mit dem Flieger nach Berlin und lande dann in Schoenefeld.
Vor gut 2 Jahren versuchte ich am Bahnhof Schoenefeld eine Fahrkarte am Automaten zu ziehen, was schier unmoeglich war, da dieser Automat belagert war von etlichen Menschen, die auch eine Fahrkarte wollten.Die anderen Automaten funktionierten nicht. Nach 5 Minuten des Wartens entschloss ich mich lieber meinen Zug zu bekommen anstatt weiter zu warten. Man kann ja auch im AIRPORTEXPRESS( Regionalzug) nachzahlen. Ich hatte waehrend der Fahrt immer einen 10 Euroschein parat.... aber bezahlen brauchte ich nicht!
Im folgenden Jahr war ich im Fruehjahr in Berlin.Schoenefeld Bahnhof war wieder mein Anlaufziel nach der Landung in Berlin. Im Fluzeug hatte ich die BEkannschaft mit einem netten irischen Paar gemacht, dass zum ersten Mal in Berlin war. Ich war jetzt etwas sclauer und versuchte die Fahrkarte an einem Automaten am flughafen zu ziehen... vergebens! Er funktionierte nicht! Das gleiche Drama am Bahnhof. Langes Warten am Automaten. Ich entschloss mich im Bahnhof an einen Schalter zu gehen und dort wartete ich noch laenger, da es nur einen Schalter fuer alle Fahrgaeste der S Bahn und auch Fernbahn gab. Also zurueck und schnell in den AIRPORTSCHUTTLE und dann dort bezahlen. Ein paar Entschuldigungen an die Gaeste aus Irland. Mir war es peinlich 25 Minuten nach einer Fahrkarte zu rennen. Wie verabredeten uns fuer die Rueckfahrt nach Schoenefeld am Bahnhof Zoo fuer den AIRPORTSCHUTTLE.ich waehlte absichtlich einen Zug, der uns in aller Ruhe nach Schoenefeld bringen wuerde.
Comment
von germanprince germanprince ist gerade offline | 27.12.2009 8:28 Uhr
Weltstadt Berlin 2.Teil
Wir trafen uns zur verabredeten Zeit. Wer nicht kam, war der AIRPORTEXPRESS.Naja, passiert ja mal. Aber wir hatten genuegend Zeit, um noch mit dem naechsten Zug Schoenefeld zeitlich zu erreichen.Der naechste Zug kam wieder mit 15 minuetiger Verspaetung an, so dass ich unruhig wurde, da ich wusste, ich muss nun rennen, um meinen Flieger in Schoenefeld noch zu bekommen. Im Zug wurde dann die Ansage gemacht, dass aus technischen Gruenden dieser Zug NICHT in Schoenefeld haelt. Diese ansage war wohlbemerkt nicht in englisch und meine neuen Freunde haetten ohne mich nicht gewusst, was hier eigentlich los war. am Hauptbahnhof sind wir dann ausgestiegen, um einen Zug zu bekommen, der in Schoenefeld haelt. Bei der Zugauskunft der S Bahn wurde mir erkalert, dass sie auch nichts dafuer koennen, dass der letzte Zug nicht in Schoenefeld haelt, aber es wuerde ja noch einen naechsten Zug geben.wir erriechten den Check In in Schoenefeld verschwitzt und sehr veraergert.
Kurz vor der Weihnachtszeit war ich wieder in Berlin und wusste von den S Bahn Problemen und mied diesmal die S Bahn und die Regionalzuege in die Innenstadt. Ich bekam schliesslich auch heraus, das an einem Schalletr im flughafen Fahrscheine verkauft werdem. Ich kann nur jedem raten, sich dort einen Fahrschein fuer die oeffentlichen Verkehrsmittel zu kaufen. Ist einfach stressfreier... aber auch nicht fuer jeden zu benutzen! Bitte keine Auslaender!
Vor mir standen an dem Schalter stand ein englisches Paar, das kein deutsch sprach. Die Dame am Schalter war sehr hilfsbereit, aber ihr englisch war zum Haare straeuben! Das englische Paar war sichtlich verunsichert, ich sprang schnell ein und uebersetzte. Die Falten in den Gesichtern lichteten sich und man verstand sich wieder...
Vielleicht waren dies alles nur unglueckliche Zufaelle. Aber ich finde, dass man von einer Weltstadt mehr verlangen kann. Vielleicht sollte ich den artikel auch mal an die Berlin Touristeninformation schicken....
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von Schreib Schreib ist gerade offline | 27.12.2009 11:01 Uhr
Alle reden vom Wetter - wir nicht!
Diesen Slogan benutzte die Bahn, als es noch richtige Züge gab, die nicht bei zwei Schneeflocken schon Probleme bekamen. Und wie soll sowas erst werden, wenn mal richtig Schnee kommt...trotz Klimawandel immer noch möglich, man glaubt es kaum. Und Weihnachten kommt auch immer so überraschend.
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von unbekannt | 27.12.2009 12:00 Uhr
DB: "Verspätung? - Wir hatten nur den Auftrag Sie dorthin zu bringen und ihr Ziel haben Sie doch erreicht."
Als Vielfahrer, der im Jahr viele tausend Kilometer mit der DB zurücklegt, kann ich alle hier angesprochenen Missstände und Verärgerungen bestätigen. Man erlebt nach jahrelangem Bahnfahren unvorstellbare Dinge, die so unglaublich sind, dass sie alles Gute zunichte machen.
Leider nimmt man nach einiger Zeit mit der DB viele Dinge gelassen und amüsiert sich nur noch über schockierte Reisende, die nur einmal im Jahr fahren und gleich Ärger haben.
Aber das gehört dazu. Zugausfälle, Verspätungen, unfreundliches Personal wird es noch lange geben, zumindest so lange, wie noch genügend Menschen Bahn fahren und die Bahn es sich leisten kann. Dazu gehöre ich auch. Deshalb kann die DB auch die Fahrpreise kalkulieren, wie sie will.
Die Bahn selbst (laut einem Bahnmitarbeiter) definiert die vom Fahrgast bezalhte Leistung nur im Erreichen des Ziels. Also das reisen von A nach B. Ich würde mich darüber freuen, wenn man dann in Zukunft auch nur noch dafür zahlen würde. Man könnte pauschal sagen, die Fahrpreise wären dann um 25% günstiger, also die Höhe der Fahrpreiserstattung ab einer Stunde Verpätung.

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von Dadada Dadada ist gerade offline | 27.12.2009 12:35 Uhr
ICE heute entgleist !
Kurz nach der Anfahrt so gegen 9.30 Uhr ist heute ein ICE entgleist und wäre fast umgefallen. Passagiere kamen keine zu Schaden, es ist auch sonst nichts großartiges passiert. Ich hab ihn einfach wieder auf die Gleise gestellt. Also Märklin hält schon was aus!
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von mariam mariam ist gerade offline | 27.12.2009 13:07 Uhr
@ Dadada:
Sehr hübsch! ;o)

Aber mal im Ernst, ich fahre auch oft mit der Bahn und bin bis jetzt immer gut und pünktlich angekommen.
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von helga helga ist gerade offline | 27.12.2009 13:51 Uhr
Früher klappte es besser
Wäre es der Politik ernst mit dem Klimaschutz, so würde sie einen kundenfreundliche Bahn im Staatseigentum fördern.
Die Bahnhöfe sind zugig,in kleinen Orten sogar verkauft und runtergekommen, es stinkt in den Ecken, kein Bahner, der sich freundlich um Auskünfte bemüht, man kommt sich eher wie einen Belastung für ein privatisirtes Personenbeförderungsunternehmen vor.
Warum dürfen die Kinder als potentiel zukünftige Kunden nicht umsonst mit dem Zug fahren?
(Unsere Abgeordneten machen das doch auch).
Warum werden alle paar Jahre neue Fahrkartenautomaten aufgestellt, obwohl die alten noch gut funktionieren?
Warum bezahlt der Staat lieber Arbeitslosengeld für entlassenen Bahnmitarbeiter statt die Bahn zu einem kundenfreundlichen Betrieb für die Allgemeinheit zu machen?
warum gibt es nur Service-Nummern bei der Bahn und keine Festnetznummern?
Etwas Gutes bei den vielen Verspätungen habe ich erlebt: DIE LEUTE REDEN WIEDER MITEINANDER UND SIE WÜNSCHEN SICH ZUSTÄNDE WIE VOR 20 JAHREN WIEDER.
Das hat die Privatisierungswelle immerhin ungewollt erreicht
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von michaelm michaelm ist gerade offline | 27.12.2009 14:46 Uhr
@moe: Ja, aber
Sie haben ja recht, die Verbindung nach Bayreuth ist miserabel. Ein typisches Beispiel, wie die Bahn sich aus der Fläche zurückzieht und man entweder Stunden mit den Restverbindungen zubringt oder - notgedrungen - auf das Auto ausweicht.
Auf der anderen Seite würde sich ja eine Bahncard bei monatlichen Fahrten bereits locker lohnen - was den Fahrpreis auf 50% und damit 40-50 Euro bringt.
Ein Auto bewegt sich nicht alleine durch Sprit, wenn ich die Gesamtkosten pro km mal auf bescheidene 35 Cent ansetze, kommen Sie auf der Strecke nach Bayreuth auf 115 Euro.
Also: Am besten wäre eine vernünftige direkte Bahnverbindung nach Bayreuth, mit angenehmen, pünktlichen Zügen - richtig?
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von m0e m0e ist gerade offline | 27.12.2009 16:49 Uhr
@michaelm
Hmm, 12 Jahre alter Astra, knapp 300€ Versicherung im Jahr und 108€ Steuer. Nötige Reparaturen hab ich vorm Winter machen lassen, warn ca. 200€. Bei dem was ich momentan an Kilometern fahre, würd ich keine 35 Cent pro km rechnen. Wertverlust lass ich mal außen vor, was fürn Wert? ;-)

Eine Direktverbindung nach BT wär natürlich schön, aber mir würds auch reichen, wenn ich nach Wannsee fahre, dort in einen ICE oder irgendwas schnelles, und dann in der Nähe BT einen passablen Zubringer hab. Ich erwarte nicht, dass ein ICE in einer 70.000 Einwohner-Stadt hält. Pünktlich ist auch relativ, wichtig ist mir, dass ich ohne Stress meine Anschlüsse bekommen, ob ich ne halbe Stunde später ankomme ist wurscht.

Mein Hauptproblem auf der Strecke ist, dass nach 18 Uhr nichts mehr fährt, also muss ich die 6h Fahrtzeit innerhalb des Tages verbringen, und den verbring ich an den Wochenenden lieber anders und fahre abends. Aufm Rückweg ist es genauso kritisch, wenn ich mal etwas länger arbeite würd ich mit der Bahn gar nicht mehr zurück kommen.
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von michaelm michaelm ist gerade offline | 27.12.2009 14:53 Uhr
Bahnbashing
Leider muß ich jandark Recht geben, das Ganze sieht mal wieder sehr nach Bahnbashing aus. Feiertagsstaus auf den Autobahnen, nächtelang gesperrte Verbindungen wegen Schneefall, plattgewalzte PKW´s durch LKW´s, deren Besitzer die Ausgaben für Winterreifen sparen wollen - all das wird von den Medien offenbar als nicht diskutierbare Normalität begriffen.

Um es mal zu überspitzen: Was ist das für eine Diskussion, die sich über etliche Stunden Verspätung im Bahnverkehr aufregt, aber jährlich 5000 Tote und 20.000 Krüppel als Opfer des Straßenverkehrs offenbar nicht interessiert?

Nicht daß es an der Bundesbahn nichts zu kritisieren gäbe, als Besitzer der deutschen und der Schweizer Bahncard (Halbtax-Abo), weiß ich wovon ich rede.
Aber Bahn-Bashing ? Nein, danke!
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von provinzler provinzler ist gerade offline | 27.12.2009 16:01 Uhr
2 Stunden statt 15 Minuten
Also wenn ich die Kommentare lese, dann fühle ich mich doch mit unserem Ticket 2000 als Passagier 3.Klasse. Bei einem ICE läuft offenbar ja alles viel besser als bei Regionalzügen, die ich sonst eigentlich sehr schätze. Vom Düsseldorfer Flughafenbahnhof bis Duisburg 15 Minuten- alle Achtung. Aber nach dem vielen Schnee letztens waren es eben mal 2 Stunden. Ohne Klo- ohne dass man wusste, wielange das noch dauert; mir fielen die Berichte ein von denen, die unter dem Ärmelkanal warten mussten... Hier ist ein Bericht:

http://www.multikulti1.de/index.php?id=228&tx_ttnews[tt_news]=5844&tx_ttnews[backPid]=35&cHash=4156e49fe3

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von flexton flexton ist gerade offline | 27.12.2009 16:04 Uhr
Mal was Positives zwischen all dem Gejammer
Mein Zug war nicht nur pünktlich, zwei Schaffner (eine Dame mit thüringischem Akzent und ein Herr mit breitem Bayrisch) haben spontan mit einem kleinen Kind zwei-drei Weihnachtslieder angestimmt und bei all jenen die am Heiligabend im Zug unterwegs sein mussten weihnachtliche Herzenswärme versprüht. Das Management der Bahn mag streitbar sein, aber Mitarbeiter wie diese kriegen meinen Respekt und meine Sympathie. Nicht nur weil sie arbeiten mussten wo andere daheim bei ihren Lieben sein konnten.
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von Ein_Bahnfahrer Ein_Bahnfahrer ist gerade offline | 27.12.2009 16:08 Uhr
sänks ju trävelin wis Deutsche Bahn
Die Deutsche Bahn nervt - ebenso wie die Pro-Bahn-Manager-Kommentare. Mit Mehdorn + seinen Jüngern wurde auf Geheiß der Politik (SPD,CDU ) das System PPP (Private Public Partnership) in Gang gesetzt: Der Börsengang. Es war also nicht der kleine Mehdorn + Kumpel Grube, die für das Disaster verantwortlich sind, sondern Herr Schröder und Frau Merkel. Die übrig gebliebenen Bahn Mitarbeiter haben meine Hochachtung, denn sie müssen das täglich ausbaden, das vermittelt über Mehdorn/Grube von den Autoverantwortlichen Schröder/Merkel vorgegeben wurde und wird. In den PPP-Folien mit der steigenden Gewinnentwicklung taucht der Winter, Schnee, Christkind nicht auf. Nur ein Hinweis - warum Bahnbashing hoffentlich noch intensiviert inkl. der Politiker wird, bis hin zum massenweise schwarz- fahren. Bonuspunkt-Programm der Bahn: In jedem Miles & More Programm bekommt der Vielnutzer von Miles Punkte, die er dann tauschen kann (Freiflüge, etc.) Bei der Bahn ist das Bonusprogramm an den Fahrpreis gebunden. Der beste Kunde -BahnCard 100 - bekommt also für die 3000 Euro = 3000 Punkte. Fährt der Kunde ohne Bahncard, so kostet Berlin -Hamburg = ca. 128,00 Euro (Hin-und zurück), er bekommt also 128 Punkte. Fährt er wie ich 100 Mal Berlin -Hamburg im Jahr sind dies 12.800 Punkte (ohne Preiserhöhungen). D.h. das Bonus-Programm belohnt, denjenigen, der das schlechteste Bahn-Angebot nutzt Selbst bei einer 50er BahnCard sind dies immer noch doppelt soviel Punkte wie der Bestkunde (BahnCard 100). Ich kenne keinen regelmäßigen Nutzer, der sich sagt, "oh mir fehlen noch 3 Punkte um z.B. den Senator-Status ( wie bei Lufthansa) na ja fliege ich nicht mit Air Berlin, sondern mit der Lufthansa". Alle BahnCard Inhaber nehmen das Bonus-Programm einfach mit. Da mein Job in HH beendet ist, fahre ich nicht mehr nach HH, so dass also auch mein Profil bei der Bahn völlig nutzlos ist. Der Aufbau und die Pflege des Bahn-Bonusprogramms (ein Witz) kostet jährlich fast 10 Millionen Euro.
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von kleinchaos kleinchaos ist gerade offline | 27.12.2009 17:53 Uhr
Zu Weihnachten pünktlich
mit dem RE 2 unterwegs gewesen, pünktlich fuhr die S2. Ebenso am 1. Feiertag auf der Rückfahrt.

Eigentlich ist es doch aber traurig, dass man eine pünktliche Reise schon lobend erwähnen muss. Ich denke mal, die meisten von uns werden nicht täglich vom Chef oder Kunden gelobt, dafür dass sie einfach ihren Job gut machen.
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von Normalja Normalja ist gerade offline | 27.12.2009 21:59 Uhr
Ich versteh' halt ...
... die "Logik" der Bahn nicht, dass sie die ICEs auf der Strecke paßgenau im Weihnachtsverkehr stillegen muss, und diese Maßnahme im Voraus mit der Witterung begründet - vor allem, nachdem ja die vorweihnachtliche Kältephase bereits absehbar zu Ende gegangen war.
Was ich noch weniger verstehe, ist, warum es möglich ist, die Länge der verbleibenden Züge zu verdoppeln, wenn doch angeblich der Mangel an einsatzfähigen Wagen das Problem gewesen sein soll ? Da stimmt ja offenbar etwas nicht - als Laie vermute ich mal eher, dass es nicht an einsatzfähigen Wagen, sondern z.B. an einsatzfähigen Lokführern gefehlt haben könnte, dass die Probleme also ganz wo anders liegen, als die Bahn behauptet.
Und nach den Vorgängen bei der Berliner S-Bahn und in anderen Bereichen der DB, vor allem aber bei der konsequenten Nicht-Aufklärung von internen Vorgängen, die teilweise dramatische Konsequenzen hatten oder hätten haben können, ist mein Vertrauen in die "Wahrhaftigkeit" dieser Organisation doch sehr beschränkt, muss ich sagen.
Ich hatte jedenfalls heute das Vergnügen, (direkt) von Berlin nach München zu fahren, und kann positiv berichten, dass der Zug pünktlich war, und dass ich im angehängten zusätzlichen Zugteil nahezu beliebig viel Platz hatte, während sich wohl hinten im regulären Zugteil mit Reservierungen die üblichen dramatischen Szenen abgespielt haben müssen, wie aus den genervten "Umzugs-Hinweisen" des Zugpersonals hervorging. Dass mein eigentlich gebuchter Zug zwei Stunden später gefahren wäre, fällt da kaum ins Gewicht ...
Einen "regulären" Speisewagen-Service gab es ab Leipzig - und dies offenbar erst auf Betreiben der Zugchefin, denn zunächst machte nur ein Schaffner, der sich im Bistro nicht auskannte, einen "Notverkauf" (so der offizielle Begriff) - ihn hatte man gestern spät Abends angerufen und auf den Zug spätvormittags beordert - das zum Thema Organisation von Personaleinsatzplänen bei der DB ...

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