Seit die Bahn ihr Hauptbahnhof-Konzept verwirklicht hat müssen zwei Millionen Berliner laut Studie für die Anreise mehr Zeit einplanen – eine Verbesserung ist erst in Jahren zu spüren.
Was Kritiker vorausgesagt haben, belegt jetzt eine Studie: Das 2006 mit einem Milliardenaufwand verwirklichte neue Bahnkonzept, dessen Herz der Hauptbahnhof mit dem Nord-Süd-Tunnel bildet, hat dazu geführt, dass mehr als 65 Prozent der Berliner mehr Zeit benötigen, um einen Fernzug zu erreichen. Nur 35 Prozent profitieren vom neuen Konzept und sind seit der Eröffnung des Hauptbahnhofs und der Stationen Gesundbrunnen und Südkreuz schneller am Zug. Nachteilig ausgewirkt hat sich hier, dass die Bahn seit der Inbetriebnahme des Hauptbahnhofs keine Fernzüge mehr im Bahnhof Zoo halten lässt.
Der Stadtökonom Gabriel M. Ahlfeldt von der renommierten London School of Economics and Political Science hat in einem unabhängigen Forschungsprojekt für das gesamte Berliner Stadtgebiet die durchschnittliche Fahrzeit zu den Zügen des Fernverkehrs berechnet. Vor allem die Bewohner aus dem Südwesten der Stadt müssen demnach erheblich mehr Zeit aufwenden, um einen Zug im Fernverkehr zu erreichen. Hier wirke sich die Aufgabe des Haltes am Bahnhof Zoo besonders aus, sagt Ahlfeldt.
Dabei war im Anfang der Neunziger Jahre gemeinsam vom Senat, dem Bund und der Bahn beschlossenen Konzept vorgesehen, die Fernzüge im Ost-West-Verkehr weiter im Bahnhof Zoo halten zu lassen. Ziel war es, den Verkehr zu und von den Fernbahnhöfen zu dezentralisieren. 2005 gab dann der damalige Bahnchef Hartmut Mehdorn bekannt, dass die Fernzüge im Bahnhof Zoo ohne Stopp durchfahren werden. Offiziell begründete die Bahn diesen Beschluss mit Fahrplanzwängen. In kleiner Runde gab Mehdorn aber zu, dass die Fahrgäste vom Bahnhof Zoo gezwungen werden sollen, im Hauptbahnhof ein- und auszusteigen, weil die Läden und Geschäfte in dem Milliardenbau Kunden brauchen. Nicht einmal bei der S-Bahn-Krise war die Bahn bereit, vorübergehend wieder Fernzüge im Bahnhof Zoo stoppen zu lassen.
Der Hauptbahnhof war mit idealen Anschlüssen ans Nahverkehrsnetz der Stadt geplant worden. Verwirklicht wurden sie bisher nicht. Über die vom Alexanderplatz aus verlängerte U 5 sollte er mit dem U-Bahn-Netz verbunden werden. Frühestens 2017 könnte es so weit sein. Derzeit fahren die Züge nur vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor, wo es immerhin Anschluss an die S-Bahn gibt. Ein neuer Nord-Süd-Tunnel für die S-Bahn sollte umsteigefreie Verbindungen von mehr als 60 S-Bahnhöfen zum Hauptbahnhof schaffen. Mit dem Bau wird – vielleicht – 2010/2011 begonnen. Und die Straßenbahn wird auch nicht vor 2012/13 am Hauptbahnhof halten können – falls die Strecke über die Invalidenstraße überhaupt gebaut wird. Eine Genehmigung gibt es auch dreieinhalb Jahre nach Eröffnung des Bahnhofs nicht.
Selbst der für sehr viel Geld gebaute Nord-Süd-Tunnel für den Fern- und Regionalverkehr hat keine Zubringerfunktion zum Hauptbahnhof übernommen. Den Planern gelingt es nicht, die drei pro Stunde und Richtung fahrenden Regionalzüge einigermaßen in Takt zu bekommen. Zum Teil fahren die Züge im Fünf-Minuten-Abstand, im Extremfall müssen die Fahrgäste aber planmäßig bis zu 48 Minuten auf einen Zug warten. Zusätzliche Züge, die die Bahnhöfe Gesundbrunnen und Südkreuz regelmäßiger mit dem Hauptbahnhof verbinden, hat die Bahn nur in Ausnahmen eingesetzt.
Während sich für die Mehrheit der Berliner dadurch die Anbindung an den Fernverkehr der Bahn verschlechtert hat, ist nach Ahlfeldts Studie die Attraktivität der City-West durch die Aufgabe des Halts im Bahnhof Zoo kaum zurückgegangen. In der direkten Umgebung sei zwar seit Beginn des Jahrzehnts ein negativer Trend festzustellen, er habe sich jedoch seit 2006 nicht verstärkt. Und seit Ende 2007 sei die Gegend sogar „erkennbar auf dem Weg zurück zu alter Stärke.“
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 19.10.2009)
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Mich würde mal interessieren, wie hoch der Anteil der Ladenmieten am Gesamtumsatz ist, also ob das zynische Verprellen der Fahrgäste wenigstens betriebswirtschaftlich sich rechnet, oder ob es einfach die Arroganz eines Monopolisten ist - "womit wollen Sie den sonst fahren?".
Das Pilzkonzept hat nicht nur in Nord-Süd & Ost-West-Richtung
einen herausragend angeschlossenen HBF installiert, sondern ZUSÄTZLICH auch mehrere Fernbahnhöfe innerhalb der Stadt.
Ich halte die Aussage für eine schlichte Lüge.
PLUS:
Das Gesamtschienenkonzept geht sowieso erst 2011 auf, dann nämlich, wenn BBI ans Netz geht und mit Südkreuz und HBF direkt verbunden wird.
Wie die Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, die S-BAHN uns täglich aufzeigt, wurde das KERNGESCHÄFT BAHN grob fahrlässig bzw. u.U. sogar vorsätzlich massiv vernachlässigt und damit Missmanagement getrieben.
Auch mich würde mal interessieren, wie hoch die INVESTITIONen in die sachfremden Bereiche (Erstellung von Arcaden-Bahnhöfe) bzw. Gewerberäume zur Vermietung - auf Kosten der Steuerzahler - gewesen ist und wie hoch im Verhältnis die monatlichen MIETEINNAHMEN aus der Gewerberaum-Vermietung sind.
Meines Erachtens ist es NICHT Aufgabe der Steuerzahler (Bürger von Deutschland) Gewerberäume zur Vermietung zu bauen, zumal diese demnächst aufgrund der Insolvenz von Karstadt vermutlich "für einen Appel und ein Ei" angemietet werden können.
Es erscheint in der Tat der Eindruck das sich Herr Mehdorn insbesondere durch ARROGANZ und durch 5 MILLIONEN Euro Erfolgshonorar FÜR BESONDERS SCHLECHTE LEISTUNGEN ausgezeichnet hat.
Viele Bahnkunden aus dem Südwesten fahren jetzt zum Südkreuz oder zum Bahnhof Spandau, was aber aufgrund der geographischen Lage recht ineffizient ist. Den Kutscher freut es, zumindest auf der Hintour. Südkreuz ist tödlich, da kann man nicht stehen bleiben es sei denn man will zwei Stunden Pause machen. Bahnhof Spandau ist nur wenig besser. Man bekommt keine Anschlusstouren. Wirtschaftlich ist das Pilzkonzept der Bahn für Kunden und private Fuhrunternehmen ein Desaster.
(alternativ mit dem regio fahren, geht noch schneller).
alles andere ist doch geblieben wie es war (der weg zum bahnhof zoo hin ist für jeden der gleiche wie vorher), bzw wurde verbessert.
es wird die u5-verlängerung angesprochen. was bringt denn die den (benachteiligten) fahrgästen aus dem südwesten?
inzwischen ist ja ein großteil der berliner sich einig, dass man die nicht braucht (stichwort "geldverschwendung").
dasselbe bei der s21 (nord-süd-tunnel), die ich persönlich für wichtig halte, eben weil der derzeitige regio-takt nicht ausreicht. kürzlich wurden die kosten des bauvorhabens (teilstück richtung wedding) bekannt, und, ach wunder, plötzlich stellen so einige leute fest, dass die s21 eigentlich gar nichts bringt.
was sagt uns das? der hbf braucht keine weitere verbesserung seiner anbindung mehr, zumindest nicht, wenn sie was kostet ;-)
ich persönlich habe kein problem, zum hbf zu gelangen. die paar minuten mehr zeit vom zoo bis dahin nehm ich gern in kauf.
so ein fernzug fährt ja immer um eine bestimmte uhrzeit, dementsprechend kann und sollte man die anreisezeit einplanen.
viele verbindungen laufen zudem auch über spandau, da könnte der ein oder andere (westberliner) überlegen, ob das für ihn nicht günstiger wäre.
ach, und was den zwang zum shopping betrifft, alles polemik, der existiert nicht. niemand muss im hbf shoppen gehen.
bin so oft da und geh grundsätzlich nicht shoppen, mit mir hat die bahn bezüglich umsatz für die läden im hbf also keinen vorteil erwirtschaftet.
und ich mag den bahnhof trotzdem!
ps: @macthepirat
aus autofahrersicht allerdings haben sie völlig recht!
Alexander
Mich haelt es mehr oder minder, weil hier ueber Berlin gesprochen wird. Aber das Ausschlachten dieser vermeintlichten Thematik stoeßt mir dermaßen auf, dass ich selbst das kostenlose ansurfen der Domain bereits in Frage gestellt habe.
Für mich hätte es übrigens eher Sinn gemacht, den neuen Hauptbahnhof um Ostkreuz herum zu bauen. Der wird eh saniert und das war auch schon vor 10 Jahren nötig. Nord-Süd und Ost-West-Verbindung war auch schon da, hätte also nicht gebaut werden müssen.
Wahlweise hätte es natürlich auch Westkreuz werden können.
Hingegen kann ich die Aufgabe des Stopps am Bhf Zoo schon verstehen, es sind ja ICEs, da müssen keine 4 Stopps in einer Stadt sein. Schließlich kosten Stopps ja auch immer Zeit. Für mich persönlich wäre Zoo natürlich praktisch, aber da hege ich keinerlei Groll.
(ausgehend vom bahnhof zoo)
Und genau das ist der Punkt - es geht um lächerliche 6 Minuten, das ist das Maximum, von "erheblich mehr Zeit aufwenden" kann also keine Rede sein.
Nun kann man ja leider am Hbf nicht am gleichen Bahnsteig von der S-Bahn in den ICE wechseln, sondern muss sich durch die Engstellen zwischen Geländer und Bahnsteigkante zur Treppe durchkämpfen und dann auf der überfüllten Treppe ins Zwischengeschoß hinunter. Das Gleiche dann in umgekehrter Richtung wieder hinauf zum ICE-Bahnsteig. Angesichts solcher Unwägbarkeiten und Hindernisse sollte man also schon mal mindestens eine S-Bahn früher fahren und genügend Zeit zum Umsteigen einkalkulieren.
Richtig, das könnte man mit dem RE auch schneller haben, z. B. 10 min. nach Spandau (das entspricht der Zeit, die die S-Bahn zum HbF. und der ICE vom Hbf. zum Zoo brauchen). Aber immerhin, in Spandau brauche ich nicht den Bahnsteig zu wechseln. Die Betonung liegt aber auf könnte, denn man kann sich leider nicht darauf verlassen, dass der RE pünktlich ist.
Wegen dieser Unzuverlässigkeit der RE-Bahn empfiehlt es sich leider daher auch hier lieber die S-Bahn zu benutzen.
Denn wenn der RE Verspätung hat erfährt man das sonst auch erst, wenn es zu spät ist, um z. B. auf die S-Bahn auszuweichen. Und in die entgegengesezte Richtung zum Hbf ist es dann auch sinnlos, denn da ist der ICE inzwischen dort auch schon losgefahren.
Ich mache das regelmäßig und spreche daher das aus leidvoller Erfahrung.
da beschreiben sie ja nun das, wovon ich dachte, dass michaelm es meinte, weil wir ja hier von "fernzug erreichen" sprachen.
sie machen aber keinen verlust, wenn der ice nocheinmal durch den bahnhof zoo fährt. sie sitzen schon drin und kommen am ziel an, wann sie ankommen müssen, da es den ice und seine abfahrts-/ankunftszeit nicht kümmert, wo sie einsteigen. die unzumutbaren zusätzlichen minuten der durchfahrt durch berlin zoo können sie sich ja damit vertreiben, bisschen bei tagesspiegel-online zu surfen und kommentare zum thema "zeitgefühl ist subjektiv" zu schreiben :-)
im gegensatz zu ihnen macht michaelm schon verlust, wenn er erst durch den bahnhof durchrauscht, wo er eigentlich raus müsste, und dann wieder zurück dorthin fährt. je nach verkehrslage bis zu 30 minuten. ein malheur, das aber auch bei der einfachen anreise zum bahnhof passieren kann...je nach verkehrslage eben.
naja, und zum rest: siehe "erbsenzähler" weiter unten.
aber fast: S-Bahn, so sie denn überhaupt fährt, gerade weg, 10min + 6min Fahrzeit + 8min Umsteigezeit am Lehrter Bahnhof und 6 Minuten Puffer... halbe Stunde mehr passt schon!
Nach Fertigstellung der Schnellstrecke Halle-Erfurt werden auch die ICEs nach Frankfurt den Hauptbahnhof in Richtung Süden verlassen, so dass der Nutzen noch größer wird.
Sehr vorteilhaft wäre die N/S-S-Bahn-Verbindung v.a., wenn man endlich jene durch eine kurze Streckenschwenkung mit der U 1 und U2 am Gleisdreieck verbinden würde.
Versager!
weiter unten heißt es dann "vor allem die bewohner aus dem südwesten".
ich hätte das gern mal aufgeschlüsselt.
leben die mehr als 65% alle im (süd)westen?
wer hat hier sonst noch einen nachteil, und worin besteht der?
des weiteren frage ich mich, wie sieht es aus mit alternativen, wir haben 5 fernbahnhöfe, wäre da ein teil der benachteiligten nicht schneller an einem der restlichen vier? gut, manche fernzüge fahren nur vom hbf ab, aber der ist mit dem regionalexpress von allen anderen knotenpunkten aus schnell erreichbar. (dabei sollte nicht jede minute auf die goldwaage gelegt werden, denn wie gesagt muss die anreise ja ohnehin präzise auf den abfahrtszeitpunkt hin geplant werden, mit einkalkulierung von verspätungen unterwegs)
wenn es wirklich so problematisch ist, was hält die bahn davon ab den bahnhof zoo wieder ans fernbahnnetz anzubinden?
schaden wird das sicher nicht.
nur, ob es denjenigen nützt, die wegen des hbf "erheblich mehr zeit" aufwenden müssen, um zum fernzug zu gelangen, bezweifle ich. von "erheblich mehr" kann man bei allen, die ursprünglich vom zoo abfuhren und bei denen ich davon ausgehe, dass sie denselben weg noch immer zurücklegen (plus den weg von dort zum hbf), nicht sprechen.
und 65% der berliner müsste eigentlich noch viel mehr leute einschließen, für die der weg zum hbf so unfassbar unzumutbar ist, die mit dem bahnhof zoo aber nicht viel zu tun haben.
ist es nicht, nebenbei, eigentlich ganz normal, dass, je weiter man vom stadtzentrum entfernt wohnt, desto länger der anfahrtsweg ins stadtzentrum ist?
2 Beispiele:
Von Potsdam nach Wünsdorf-Waldstadt kam ich früher direkt (Medienstadt), heute mit Umstieg im Hbf. Knapp 20-30 min mehr Fahrtzeit.
Von Potsdam nach Trebbin fährt man mitm Auto 25 Minuten, mit der Bahn i.d.R. 1,5h alle 3 Stunden schaffts man es auch in knapp einer Stunde.
Potsdam-Teltow? Nur Bus, der dieselbe verstopfte Straße wie die Autos nutzen. Oder aber 1:10 mit Umsteigen per RE1 und S-Bahn (für popelige 16km Autostrecke), aber es muß ja quer durch Berlin (und durch den Hbf) gehen.
Potsdam-Ludwigsfelde? Analog zu Trebbin.
An fehlenden Gleisen liegts übrigens nicht. Am fehlenden Bedarf auch nicht (gemessen an der Busauslastung). Aber für die Bahn ist es scheinbar wirtschaftlicher die Gleise und Bahnhöfe der ehemaligen Sputnik-Bahn verrotten zu lassen.
Zurück zum eigentlichen Thema der Studie. Wenn ich Potsdam nach München oder so will, wo muss ich zuerst hin? Richtig, zum tollen Hbf, also erstmal ca. 30Min in die falsche Richtung fahren, um danach (zumindest mit der aktuellen Streckenführung [warum eigentlich?]) mitm ICE durch Potsdam zu fahren. Das ist zwar nur wegen irgendeiner Umleitung, aber Zoo wäre definitiv besser.
"zoo wäre defintiv besser"..
wenn es um wenige minuten geht.
ansonsten fahren sie doch von potsdam bis zoo genauso erstmal in die falsche richtung, nur um dann wieder durch potsdam zu fahren.
liegt irgendwie an der lage der stadt, und wenn der nächstgelegene fernbahnhof nun einmal in berlin ist.. :-)
zum einen bitte ich sie meine arroganz zu entschuldigen: potsdam ist etwas größer als kreuzberg. wahrscheinlich liegt es daran, dass der verkehr nicht mehr um berlin herum (mit halt in posdam?), sondern ices hauptsächlich nicht mehr durch posdam fahren. mit dem regional-express muss man als posdamer doch nur eine station weiter statt zum zoo zum hbf fahren.
zum anderen thema: auch von (z.B.) templin kommt man in 15 minuten auch nicht überall hin. und es spricht nichts dagegen mit dem bus von potsdam nach teltow zu fahren ,-)
Potsdam ist immerhin die Landeshauptstadt Brandenburgs, ich erwarte nicht, dass man in jedem Kaff binnen 10 Minuten ist, aber ich erwarte eine Streckenführung die mehr dem eigentlichen Weg entspricht, und demnach auch nicht das 4fache Zeit kostet als eine Autofahrt.
Von Templin kommt man ja z.B. auch nach Oranienburg ohne Zwangsumweg über den Hbf.
Zum Thema Zoo, das war nur ein Nebensatz. Vielleicht will ich ja auch gar nicht am Hbf umsteigen, weil ich in Zoo mein Gleis schneller erreiche. Die Züge fahren durch Zoo (es sei denn sie fliegen), also wärs ja auch kein großes Problem..
Die PKW-Anbindung und die spärlich ausgestatteten Taxi-Halte mögen verbesserungsbedürftig sein. Aber wenn ich mich an die Zeiten zurück erinnere, als man vom Bahnhof Zoo abreiste, war die Anreise von Prenzlauer Berg deutlich weiter und es gab gleichfalls häufig Staus.
Und auch wenn ich aufgrund meines Wohnorts aufgrund der Schließung von Bahnhof Zoo für den Fernverkehr etwas längere Strecken zurück legen müsste, wäre dies für mich kein Weltuntergang.
Gruß
Daisy
Nur unsere tollen Verkehrsplaner sind darauf nicht gekommen. Heute sind erhebliche Teile der denkbaren Trasse zugebaut ('Bundesschlange') auf dem ehem. Lehrter Güterbahnhof.
Es ist nicht nur der zusätzliche Weg vom Bhf Zoo zum Hbf (6 Minuten), sondern auch die Wartezeit auf die S-Bahn zum Hbf (
Der Zugang zu den Fernverkehren ist dafür eine nebensächliche Bewertung, da die Stadt und das Land Berlin verknüpft mit Schönefeld und Potsdam in jedem Bezug innerhalb von einer Stunde verlassen werden kann.
Für ein Bundesland der BRD ist das mehr als ausreichend.
Schlecht, daß einige Leute nicht rechnen können: Berlin ist viel zu groß für einen zentralen Bahnhof, deswegen hat es in der Vergangenheit auch nie einen Versuch gegeben, der Stadt ein derart falsches Konzept aufzuzwingen.
Zu den 65%, die nun durch den Hbf länger brauchen, gehören eben auch alle Nutzer des Bhf. Zoo, und da geht es nicht um einige Minuten, sondern minimal eine Viertelstunde.
Das bedeutet dann, dass diejenigen die fuer den Bahnhof am meisten zahlen und ihn am meisten benutzen am meisten benachteiligt werden. Der berliner Regierung ist das natuerlich egal, denn ihr Klientel wohnt nicht im Suedwesten, und fliegt sowieso lieber von Schoenefeld nach Malle anstatt die Bahn zu benutzen.