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Migration

Weniger Türken in Berlin durch Einwanderungstest

Der Deutschtest scheint zweifelhafte Wirkung zu zeigen: Nach Berlin ziehen deutlich weniger Türken. Seit das Zuwanderungsgesetz gilt, kommen viel weniger Ehegatten. Ein Grünen-Politiker erhebt Verfassungsbeschwerde gegen die Sprachprüfung.
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Das neue Zuwanderungsgesetz zeigt Wirkung: Vom dritten auf das vierte Quartal 2007 ging die Zahl der eingereisten Bräute und Bräutigame aus der Türkei bundesweit um 67, 5 Prozent zurück. Im dritten Quartal erteilte die deutsche Botschaft in Ankara 2068 Einreisevisa an Ehegatten. Im vierten Quartal, nach Inkrafttreten der Regelung, waren es nur 673.

Den Grund für den Rückgang sieht das Auswärtige Amt in den verschärften Bedingungen für Ehegattennachzug und die geforderte Sprachprüfung. Das Zuwanderungsgesetz, das seit August 2007 gilt, verlangt, dass der Partner in der Türkei mindestens 18 Jahre alt sein und über „einfache Deutschkenntnisse“ verfügen muss.

Für Berlin gibt es noch keine eigenen Zahlen. Aber die Innenverwaltung geht von einem „gefühlten“ Rückgang des Ehegattennachzugs um die Hälfte aus. Im ersten Quartal 2008 verzeichneten die Behörden zwar wieder einen Anstieg im Vergleich zum letzten Quartal 2007. So reisten von Januar bis Ende März 2008 bundesweit 1405 Ehefrauen und -männer nach Deutschland ein. Es sei also nur ein „vorübergehender Rückgang“, urteilt das Auswärtige Amt. Im Vergleich zum ersten Quartal 2007 ist das aber dennoch ein Rückgang um fast die Hälfte.

Der türkische Heiratsmarkt in Berlin ist darüber in eine Krise geraten. Viele türkische Familien müssen Hochzeiten absagen oder verschieben, weil die Braut oder der Bräutigam den Deutschtest in der Türkei nicht bestanden hat. Türkische Verbände und die Betreiber von Festsälen, in denen die Familien die Hochzeit traditionell mit mehreren hundert Gästen feiern, bestätigen den Befund.

Dass schon vor der Einreise Deutschkenntnisse verlangt werden, soll die „Integration der Zuzügler erleichtern“, begründete die Bundesregierung vor einem Jahr die Neuregelung. Indirekt will man aber auch ein Umdenken in den türkischen Familien bewirken und sie zur Suche nach Ehepartnern in Deutschland motivieren. Den Sprachtest hält der Berliner Fraktionsvorsitzende der Grünen, Volker Ratzmann, in der jetztigen Form für verfassungswidrig, da nicht alle Ausländer Sprachkenntnisse nachweisen müssen. Das verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz. Das Verbot der Einreise verletze außerdem den grundgesetzlich garantierten Schutz von Ehe und Familie. Ratzmann hat deshalb Verfassungsbeschwerde erhoben. Auch die Türkischen Verbände fühlen sich nun in ihrer Kritik bestätigt. „Die Anforderungen sind viel zu hoch“, sagt Safter Cinar vom Türkischen Bund. Wer in Anatolien auf dem Dorf lebt, habe außerdem gar keine Möglichkeit, an dem Test teilzunehmen. Die für das Visum erforderliche Prüfung kann man nur am Goethe-Institut in Ankara, Istanbul und Izmir absolvieren. Für den Sprachtest „Standard Deutsch 1“ ist laut Goethe-Institut erforderlich, dass man 650 Wörter versteht und 300 Wörter aktiv beherrscht. Der Kurs, der dies vermittelt, umfasst 160 Unterrichtsstunden.

Nach der Erfahrung von Vermietern von Berliner Hochzeitssälen schauen sich nach wie vor 30 bis 40 Prozent der türkischen Familien in der alten Heimat nach einem Partner oder einer Partnerin für ihre Kinder um. Neben die Importbraut tritt verstärkt der Importbräutigam. Die Statistik des Auswärtigen Amtes belegt, dass fast die Hälfte der Zuzügler aus der Türkei Männer sind. „Viele Eltern suchen für ihre Tochter einen Mann in der Türkei, weil sie einen sauberen Charakter suchen“, sagt Hidir Güneser, der die „Nostalgie Festsäle“ in Spandau betreibt. Viele würden denken, dass türkischstämmige junge Männer in Berlin kriminell sind.



(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 30.05.2008)
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Kommentare [ 48 ] Kommentar hinzufügen »

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von wstell wstell ist gerade offline | 29.5.2008 22:04 Uhr
Verfassungsbeschwerde?
"Ratzmann hat deshalb Verfassungsbeschwerde erhoben". Wie geht das denn? Dann müsste ja Ratzmann durch das Gesetz selbst in seinen Grundrechten verletzt sein! Oder strebt er vielleicht eine abstrakte Normenkontrolle an? Geht natürlich nur innerhalb eines Jahres nach Inkraftreten des Gesetzes.
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von phil2008 phil2008 ist gerade offline | 29.5.2008 22:10 Uhr
in Dänemark
funktioniert es doch auch: Jeder der in DK arbeiten möchte, muss 3 Monate in die Schule um die Landessprache zu lernen. Nur so werden "Ausländer" gut und schnell integriert. Warum nicht in Deutschland? Wer hier leben und arbeiten möchte, muss die deutsche Sprache können.
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von freidenker freidenker ist gerade offline | 29.5.2008 22:14 Uhr
Wenn dank des Gesetzes ...
... nun weniger Ehegatten O h n e ausreichende Deutschkenntnisse nach Berlin ziehen, so muss man das nicht unbedingt als Problem betrachten.

Unser Ziel ist doch schließlich die erfolgreiche Integration der Zuwanderer. Durch den Zuzug von Ehegatten ohne genügende Sprachkenntnisse würden wir doch der Integration einen Bärendienst leisten!

Die veröffentlichten Zahlen belegen zudem, dass in der Vergangenheit der Zuzug von Ehegatten mit noch nicht einmal einfachen Sprachkenntnisse offenbar leider recht umfangreich gewesen ist.

Wenn Herr Ratzmann von den Grünen nun Protest erhebt, dann lässt er Zweifel daran aufkommen, ob ihm bzw. seiner Partei die Integration wirklich am Herzen liegt.

Ich begrüße es im Gegenteil, dass die vernünftigen und integrationsfördernden Gesetzesbestimmungen offebar greifen, die übrigens auch von integrierten Türken wie z.B. Frau Kelec gefordert worden sind.
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von betrachter betrachter ist gerade offline | 29.5.2008 22:31 Uhr
Integration braucht Sprachkenntnisse
Darum sind die Sprachtests richtig, auch wenn sie unbequem sind.

Integration läuft nur über die Beherrschung der Landessprache. Da liegt das Hauptproblem der Schulabbrecher und damit auch eine große Kriminalitätsursache.


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von hades hades ist gerade offline | 29.5.2008 22:33 Uhr
Partnersuche
Bei mittlerweile fast 3,5 Millionen Türken und türkischstämmingen Menschen hier müßte es doch eigentlich schon genügend potentielle Heiratspartner hierzulande geben, wenn es so wichtig ist, innerhalb der eigenen Ethnie heiraten zu wollen.

Ansonsten gäbe es auch noch viel Deutsche, Polen, Italiener ichweißnicht wer noch alles zum heiraten hierzulande.
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von burri19 burri19 ist gerade offline | 29.5.2008 23:25 Uhr
Sprachtests für die Integration eben nicht zweifelhaft
Wenn wir beklagen, daß so wenige Türken in Deutschland richtig Deutsch können und dadurch die Integretation so erschwert wird und wenn wir wissen, wie katastrophal sich die dauernde Wiederholung dieses Problems durch immer neue sprachunkundige Eheleute/Zuzügler auf deren Kinder auswirkt, muß der Sprachtest unbedingt beibehalten werden. Wer zu uns kommen will, muß auch deutsch lernen. Darum geht es und nicht um "Verfassungsbeschwerliches ", wie ein Berliner Grüner zu meinen scheint.Ist es nicht im Grunde ausländerfeindlich, wenn man unseren Zuzüglern das nicht zutrauen und zumuten will, damit sie in unserem Land ankommen? Feindseligkeit durch Unwissen gilt auch für die Seite der Migranten: hier sollte der Grünenpolitiker vielleicht aktiv werden, statt sich bei der türkischen Community anzubiedern.
In Kanada ist es selbstverständlich, daß nur gut ausgebildete Fachkräfte ins Land gelassen werden, die auch sofort die Sprache zu erlernen haben. Dort ist die Integration viel problemloser.
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von uvloff uvloff ist gerade offline | 29.5.2008 23:38 Uhr
Zweifelhafte Wirkung?
Der Vorwurf ist absurd. Der Test soll ja eben verhindern, dass integrationsunfähige Personen hierher kommen. Zudem wird somit die Zwangsheirat eingedämmt.
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von dali dali ist gerade online | 30.5.2008 1:14 Uhr
einerseits, andererseits, aber erst mal @hades
ich glaube kaum, dass ein Muslim viele Polinnen findet, die einen Muslim heiraten, auch dürfte die Anzahl der Italiener, die eine Muslima zur Frau nehmen begrenzt sein, also ganz so blauäugig darf man die Sache nun auch nicht angehen,
aber,
was die anderen Kommentatoren sagen, ist ja richtig,
nur eben tatsächlich wahrscheinlich nicht verfassungsgemäß.
Das Gesetz sollte schon so formuliert werden, dass es einer Überprüfung standhält.
Wenn also ein Kasache oder Usbeke mit deutschem Pass sich eine (ebenso wie das Mädchen in Ostanatolien) erzogene Frau holt, darf der das, ein Türke nicht.
So, wie die bisherige Regelung ist, geht das nicht.
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von freidenker freidenker ist gerade offline | 30.5.2008 18:52 Uhr
@ dali 30.5. nachts
Lieber Dali,
meinen Sie etwa, dass es so bleiben sollte, dass die Ethnien nur unter sich heiraten??
So etwas würde doch die Parallelgesellschaften zementieren.

Das Ziel muss doch im Gegenteil sein, dass es völlig normal ist, dass eine türkische Frau auch einen Deutschen oder einen Polen heiratet.
Auch das gehört unbedingt zur Integration hinzu.
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von mib mib ist gerade offline | 30.5.2008 5:00 Uhr
...viele würden denken
.....viele (in Berlin lebende Türken) denken, dass türkischstämmige junge Männer kriminell sind!?!?!?
Wenn das tatsächlich so ist, dann wundert es mich nicht. Ich als Exil-Berliner muss das ja wohl auch denken, wenn ich regelmässig die Artikel der Berlin-Seiten auf Tagesspiegel-online lese.
Hallo Hauptstadtpolitik, aufwachen!!! Die Türkische Gemeinde selbst nennt das Kind beim Namen!!! Liebe Alt-68er und Grünen Politiker, hört auf Euch und uns in die Tasche zu lügen und gestaltet endlich einen Politikwechsel für eine wirkliche Integration mit!!!!!!!
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von peterchen peterchen ist gerade offline | 30.5.2008 6:48 Uhr
Herr Ratzmann wollte mal wieder in die Zeitung...
... mehr fällt mir zu dem von ihm verbreiteten Unsinn nicht ein. Das angefeindete Gesetz wirkt offensichtlich gut und das ist gut so.
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von josse josse ist gerade offline | 30.5.2008 8:01 Uhr
Der grundgesetzlich garantierte Schutz
von Ehe und Familie bezieht sich auf diesen unseren deutschen Staat. D.h. türkische Ehen und Familien dürfen hier in Deutschland stattfinden, wenn die vom deutschen Gesetzgeber geforderten Bedingungen gegeben sind.
Ansonsten darf Ehe und Familie von Türken auch ganz normal in der Türkei stattfinden. Was spräche dagegen?!
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von friedrichii friedrichii ist gerade offline | 30.5.2008 8:02 Uhr
Propaganda
Die Darstellung mit der Ungleichbehandlung von Deutschen und Türken ist nichts weiter als eine Propagandalüge interessierter Kreise.
Diese Sprachkurse gelten auch für Ehepartner gebürtiger Deutscher, sofern diese aus dem Ausland kommen.
Ausnahmen sind lediglich Länder wie die USA und Japan.

Wenn ein gebürtiger Deutscher sich also eine Frau aus z.B. den Philippinen holt, muß diese dort ebenfalls diese Sprachkurse machen.

Hat sich was mit der angelichen "Benachteiligung" von Türken. Nur billige Propaganda.
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von odysseus odysseus ist gerade offline | 30.5.2008 8:21 Uhr
Hades,genau da liegt doch der Hase im Pfeffer
Junge Türken, die sich auf dem heimatlichen "Heiratsmarkt" - ich betone ausdrücklich, dass dieser Begriff ein Zitat aus dem obigen Betrag ist - bedienen müssen, können unter den hier lebenden und hier aufgewachseenn jungen türkisc(-stämigen) Frauen keine Partnerin finden, die ihren "Ansprüchen" genügt. Welche hier aufgewachsene Frau ist denn bitte bereit, sich einzig hinter den Herd zu stellen, und die Kinder zu versorgen? Da bedient man sich lieber auf dem heimatlichen Basar, da findet man solche Ware schon eher.

@ dali:

bevor Sie hier 'rumpolemisieren, sollten Sie lesen lernen: Hades sprach von Heirat innerhalb der eigenen Ethnie, wenn Sie das nicht verstehen, dann antworten Sie besser auch nicht darauf.

Im Übrigen lege ich Wert auf die Feststellung, dass nicht die Sprach- und Integrationstests die Zuwanderung verhindern, sonderen die mangelnden Kenntnisse der Einreisewilligen.
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von hades hades ist gerade offline | 30.5.2008 8:22 Uhr
@dali
Also ich denke mal nicht, das die überwiegende Zahl der Türken hier sooo gläubig ist, das der Faktor Religion maßgeblich für die Partnerwahl ist.

Bekannt ist, das vielfach es eher darum geht, Teile der Familie in Form von Cousins/Cousinen 1. Grades hier unterzubringen und besonders konservativen Türken sind die hier aufgewachsenen türkischen Frauen schon zu selbstständig, durch das gesellschaftliche Umfeld hier zu liberal und aufmüpfig geworden.

Außerdem verhindert das Gesetz auch das weiterhin zu enge verwandtschaftliche Bindungen geknüpft werden, mit der Gefahr überproportional häufig geborener Kinder mit Behinderung.

Und ganz einfach, wer nicht in der Lage ist, die Hürde Sprachtest zu nehmen, wird ganz zwangsläufig später zur Belastung für die Gesamtgesellschaft. Ansonsten muß das Gesetz bzgl. Ihres Bsp. noch wasserdicht gemacht werden, richtig.
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von dali dali ist gerade online | 30.5.2008 13:51 Uhr
Völlig Deiner Meinung @hades,
nur sollte das Gesetz eben nicht nur für Türken gelten, das ist alles,
ach so,
aber nicht an hades gerichtet:
der geforderte aktive/passive Sprachschatz entspricht etwa dem eines BLÖD-Lesers. Ob das nun ein vernünftiges Maß ist, mag ich mal dahingestellt lassen...
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von kreuzbergex61 kreuzbergex61 ist gerade offline | 30.5.2008 8:34 Uhr
Da plustert sich aber jemand auf!
In Herrn Ratzmann Kritik liegt natürlich schon ein Funken Wahrheit(nicht alle Zuzügler müssen Deutschkenntnisse nachweisen), ABER wenn sich jemand so realitätsblind an "Gerechtigkeit" in seinem Sinne festhält, dann kommt leider oft Unfug heraus. In diesem Fall ist es nämlich der fatale Zug innerhalb der türkischen Community sich eben wohl sehr wohl auf das Türkischsein zu reduzieren mit den bekannten Auswirkungen: massiver Zuzug in die sozialen Systeme. Es tut mir leid, meiner Meinung nach sollten 650 verstandene bzw. 300 aktive nutzbare Wörter Deutsch für jeden machbar sein, eine Eintrittskarte nach Westeuropa in dieser Preisklasse ist nach wie vor lächerlich billig.
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von felix felix ist gerade offline | 30.5.2008 8:43 Uhr
'Zweifelhaft' - wieso das?
Das Gesetz zeigt, wenn es denn so ist, genau die Wirkung, die der Gesetzgeber erreichen wollte und die auch die Quintessenz der langen Diskussionen über Zwangsverheiratung und Perpetuierung der Integrationsdefizite über mehrere Generationen.
Wieso also nennt der Artikel das Gesetz 'zweifelhaft' ?
Dass es 'wasserdicht' gemacht werden müsste, sollten handwerkliche Fehler feststellbar sein, ist ein anderes Thema.
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von ganymed ganymed ist gerade offline | 30.5.2008 9:03 Uhr
na ja,
machen wir doch einfach so weiter wie bisher. die deutschen sorgen mit teuren programmen dafür, dass wenigstens die kinder dieser eltern sich halbwegs hier verständigen können. wir passen uns doch immer an.frag mich allen ernstes immer wieder, wo die grünen leben. bei einr veranstaltung wurde ein grüner gefragt, was er von zwangsunterricht hält...aaaach, das lohnt sich doch eh nicht, die lernen doch dadurch kein deutsch, war die antwort an schüler.ich kann mich an zeiten erinnern wo es hieß, die deutschen sollten doch türkisch lernen damit die integration klappt. wenn wir so weitermachen ,sind wir sowieso bald minderheit.
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von wood wood ist gerade offline | 30.5.2008 9:41 Uhr
Was will Herr Ratzmann?
Nur stellt sich bei den hier zitierten Äußerungen von Herrn Ratzmann ja gerade die Frage, was er denn nun will. Möchte er den Test auf alle Migranten ausgeweitet haben, was eigentlich gerecht und vernünftig wäre, oder möchte er ihn wieder abgeschafft sehen. Ich befürchte leider Letzteres.
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von sct sct ist gerade offline | 30.5.2008 9:56 Uhr
Meine Freundin...
...unterrichtet Deutsch in der Erwachsenenbildung. Zu ihr kommen Türkinnen aber auch Frauen anderer Nationalitäten um die Deutsche Sprache zu lernen, falls die Männer sie lassen und alle gesund sind bzw. der Putzjob den Freiraum dafür lässt. Männer kommen so gut wie keine. So wie ich das mitbekommen habe, macht es denen sehr viel Spaß. Meine Freundin vermittelt unsere Landessprache mitunter auch spielerisch mit gemeinsamen selbst organisierten Kochveranstaltungen. Ich fände es richtig wenn bei ihr und ihren Kollegen auch in D dieser Test und ggf. vorher ein Kurs belegt werden könnte um die grundlegenden Kenntnisse der Deutschen Sprache zu erlernen. Dazu reichen aber die derzeitigen Kapazitäten (nur Honorarkräfte an den VHS's) bei weitem nicht aus. Ich bin auf jeden Fall dafür *jeden* Einwanderer wieder abzuschieben, welcher nicht Willens ist die Sprache des Einwanderungs-Landes zu erlernen. Das Gesetz finde ich im Grundsatz richtig.
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von kc kc ist gerade offline | 30.5.2008 10:01 Uhr
Selbstbestimmung
Ich finde es ärgerlich und unverständlich, dass eine Partei wie die Grünen, die sonst so für Gleichberechtigung und Selbstbestimmung von Frauen eintritt, sich in diesem Fall auf die Seite des Patriachats stellt. Sollte nicht Liebe die Motivation für eine Heirat sein? Ich empfehle mal eine Untersuchung in Krankenhäusern in Kreuzberg, Wedding oder Neukölln im Bezug auf Tablettenvergiftungen etc. von Mädchen und Frauen aus Migrantenfamilien, gerade vor den großen Ferien.
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von icke icke ist gerade offline | 30.5.2008 10:50 Uhr
„Viele Eltern suchen für ihre Tochter einen Mann in der Türkei, weil sie einen sauberen Charakter suchen“,
Ist das so zu verstehen, dass jemand in ein Land emigriert, welches voller "verschmutzter Charaktere" ist? Diese Aussage hat für mich einen widerlichen Beigeschmack.

Und einmal anders herum betrachtet: Ich würde niemals im Leben in ein Land ziehen wollen, dessen Sprache ich nicht beherrsche. Probleme sind so schon vorprogrammiert.
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von jotbe2003 jotbe2003 ist gerade offline | 30.5.2008 10:59 Uhr
Brett vor grünem Kopf
Langsam finde ich es tragisch, daß die Grünen einfach nichts dazu lernen, sich immer nur moralisch in kritikloser Tolleranz speziell den angeblich diskriminierten Türken gegenüber aufplustern. Herr Ratzmann hat den Anfang gemacht, die gut geölte "Empörungsmaschine" Claudia Roth wird sicher nachziehen.
Die Grünen haben damit eine Grundlage geschaffen, auf der sich der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde,Kenan Kolat, nicht scheute, während des Integrationsgipfels die geforderten Deutschkurse mit der Judenverfolgung nach 1933 zu vergleichen. Ein absolut unerträglicher Vergleich, über den sich aber seinerzeit niemand aufgeregt hat, schon gar kein Grüner.
Wenn also inzwischen schon ein Klima geschaffem wurde, in dem man sich nicht mehr traut, Türken berechtigt zu kritisieren, dann kann man nur noch sagen, Danke Ihr Grünen!
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von jimmyk jimmyk ist gerade offline | 30.5.2008 12:43 Uhr
Da interpretier ich das Klima hier aber anders
Medien wie der Tagesspiegel schaffen hier ein Klima in dem junge Menschen "türkisch-arabischer" Herkunft (ist ja auch alles irgendwie das Gleiche) stigmatisiert werden, ganze Volksgruppen als Kriminelle und religiöse Blender dargestellt werden. Das hat in den Neunzigern zu progromartigen Übergriffen á la Solingen geführt und mit "Kritik" so rein gar nichts zu tun. Sie sagen es selbst doch so schön platt: "Türken zu kritisieren" - Sie kritisieren die Volksgruppe Türken, die kollektiv und ohne Ausnahme alle so sind? Wenn das nicht Diskriminierung ist, was bitte dann? Diese Kommentare hier ähneln doch auch schon vielfach einem online gegangenem Mob.
Die Türken die hier leben verdienen unsere Hochachtung für ihre vielfach nicht leichten Lebenswege und für ihren nicht unerheblichen Beitrag zu dem deutschen Lebensstandard den sie zu Billigstlöhnen in den letzten 30, 40 Jahren geleistet haben.
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von freidenker freidenker ist gerade offline | 30.5.2008 18:58 Uhr
@ jymmik 30.5. 12.43 uhr
Lieber Jimmyk,
da machen Sie es sich aber WIRKLICH zu einfach und blenden bei Ihrem Blick durch die rosarote Brille all zu viel einfach aus.
So einfach ist das nicht!
Dieses Thema ist komplexer!
Comment
von bruno_der_baer bruno_der_baer ist gerade offline | 30.5.2008 11:10 Uhr
Faszinierend
Ein Artikel über Sprachkenntnisse und Zuwanderung - und schon häufen sich Kommentare von anscheinend ausgesprochen gut informierten "Türken"-Experten, die über Ausländer-/Türken-Krimininalität auslassen.
Irritierend finde ich dabei nur die Aussagen der kommentierenden Experten über à la Berlin sozialisierte, "nicht-pflegeleichte" Türkinnen - sind die jetzt wohlgelitten oder wollen Sie sie auch rausschmeissen?
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von 101er 101er ist gerade offline | 30.5.2008 11:13 Uhr
Notwendige Sprachkenntnisse
Die Forderung (300 deutsche Worte sprechen und 650 deutsche Worte verstehen können) ist doch wirklich sehr moderat. Da man ja im Regelfall den Gatten / die Gattin doch schon ein paar Jahre oder mindestens Monate vor der Hochzeit kennen sollte, haben alle Beteiligten doch reichlich Zeit, diese geringen Sprachkenntnisse zu erwerben. Die Regelung verhindert damit Zwangsehen.

Ich bin froh darüber, dass der Nachzug von Menschen aus anatolischen Dörfern ohne deutsche Sprachkenntnisse durch diese Regelung erschwert wird. Da kann man unsere Politiker für dieses gute Gesetz nur loben. Möge es vor den Gerichten Bestand haben.

Und auch, dass man neben den EU-Bürgern auch Amerikaner und Japaner von dem Sprachtest ausnimmt, kann man doch damit begründen, dass diese aus solch Bildungsnahen Ländern kommen, dass die die Sprache schon lernen werden.
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von steffen steffen ist gerade offline | 30.5.2008 11:40 Uhr
Deshalb wähle ich nicht die Grünen
um Volker Ratzmann. Wenn es nicht verfassungsgemäß ist, könnte er höchstens für alle das gleiche fordern. Also keine Verfassungsbeschwerde, sondern Gesetzerweiterung.
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von dersteps dersteps ist gerade offline | 30.5.2008 11:52 Uhr
Integration
Ich für meinen Teil finde Sprachtests bzw. Integrationstests sehr gut, denn nur so kann eine Integration überhaupt stattfinden.
Und wer keine Voraussetzungen für eine erfolgreiche Integration hat, der wird sich damit auch sehr schwer tun.

Ich frage mich manchmal ernsthaft, ob die Politiker, die gegen solche Tests agieren, jemals mit den Problemen konfrontiert wurden, die damit bekämpft werden sollen - wenn man sich manch eine Äußerung anhört, kann man das kaum glauben.

Man verstehe mich nicht falsch, ich bin nicht gegen Einwanderung, aber ich fordere von jedem Einwanderer, sich wenigstens Grundkenntnisse der Sprache anzueignen und sich an die Gesetze des Landes zu halten, in das er/sie einwandert - ob es nun Deutschland oder ein anderes Land ist. Denn sonst wird die Sache in jedem Fall negative Folgen haben, entweder für ihn/sie oder für das Umfeld, in dem er/sie in Zukunft leben wird.
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von stachel stachel ist gerade offline | 30.5.2008 12:12 Uhr
Seit wann...
...gilt das deutsche Grundgesetz für in der Türkei lebende Türken, die noch nicht zugewandert sind?
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von rakthai rakthai ist gerade offline | 30.5.2008 12:25 Uhr
Erschreckend
Die bisherigen Kommentare erschrecken micht. Sie zeigen, wie wenig Informationen die Meisten hier über die aktuellen Regeln bei der Zuwanderung bescheoid wissen. Bereits heute ist es so, dass 600 Stunden Integrationskurs für die meisten Zuwanderer verpflichtend sind. Und das ist auch gut so. Der Sprechtest vor der Einreise hat aber nur den Zweck, die Grenze weiter zuzumauern. Dabei gilt er nichtmal für alle Nationalitäten, Zuwanderer aus visafreien Ländern benötigen ihn nicht. Warum darf eine Malaysierin problemlos nach Deutschland aber warum bleibt die Grenze für eine mit einem Deutschen verheiratete Thailänderin zugemauert? Richtig, es betrifft auch Deutsche. Nicht aber in Deutschland lebende EU-Ausländer. So darf ein D lebender Franzose seine Thailänderin problemlos zu sich holen, einem Deutschen bleibt dies bis auf weiteres verwehrt. Das sind Punkte, die ganz klar gegen die in der Verfassung garantierte Gleichheit und den besonderen Schutz der Ehe verstossen. Das Gesetz muss weg!
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von blumentopfche blumentopfche ist gerade offline | 30.5.2008 12:26 Uhr
na im prinzip geht es doch um
die gleichbehandlung von familienangehörigen. und da kann man eigentlich nicht mal so und mal so urteilen.

ein bekannter aus jemen brachte sich auch vor jahren eine frau mit, die die familie ausgesucht hat. die konnte auch kein wort deutsch, hat aber inzwischen deutschkurse absolviert.

aber, machen wir mal nicht so ein geschrei, andere länder haben eine viel härtere praxis bei einwanderungen, da geht es sogar um kilogramm, die eingehalten werden müssen, und elternnachzug ist auch kaum möglich und sozialleistungen werden auch keine gezahlt.
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von ganymed ganymed ist gerade offline | 30.5.2008 13:06 Uhr
@sct
das trifft mal wieder den nagel auf den kopf. wenn die frauen dürfen. natürlich lassen die männer sie. aaaaber. wenn die putzstelle nicht im weg steht, wenn sie nicht im kurs einschlafen so wie oft in der u-bahn, denn putzen fängt um 5 uhr morgens an, wenn die kinder nicht gerade krank sind und wenn sie zu hause vorgekocht haben und so weiter. so sieht es doch aus. männer gehen ins cafehaus. meine schwiegermutter lebt seit 27 jahren mit einem türken zusammen und redet hochdeutsch,redet wie ein wasserfall. was ist mit dem armen y.? er beschränkt sich nach wie vor auf dreiwortsätze und..isch machen, isch arrbeiten. reicht doch, wir bemühen uns ja alle, ihn zu verstehen.gut, die akademiker unter den türken sind natürlich anders. aber sie sind nicht die mehrheit und sie sind auch integriert.
Comment
von unbekannt | 30.5.2008 13:25 Uhr
Die Grünen
als Retter des Patriarchats. Lustig.
Und: Hat Herr Ratzmann Kinder, die mit türkischen Kindern, die der deutschen Sprache nicht oder nur schlecht mächtig sind, gemeinsam die Schulbank drücken? Dieses Kinder sind nämlich das Resultat der Mütter, die die Amtssprache Deutsch nicht sprechen. Solche Leute wie Ratzmann sind schon in den 90 er Jahren aus den kulturell bereicherten Bezirken weggezogen oder aber schickten ihre Kinder auf eine Schule mit niedrigem Ausländeranteil. Schon die staatlichen Kindergärten in Kreuzberg hatten Probleme, deutsche Kinder zu gewinnen- die resp. deren Eltern zog es in die EIKitas- und da wurde fein selektiert.
Comment
von thomas.fischer.berlin thomas.fischer.berlin ist gerade offline | 30.5.2008 13:27 Uhr
Als GRÜNER finde ich den Einwanderungstest notwendig und sinnvoll!
Der Einwanderungstest ist völlig richtig, ich kann mich den vielen Kommentatoren nur anschließen. Immer wieder hört man von Fällen, wo zwar türkische Migranten seit Jahrzehnten hier leben, aber kaum die deutsche Sprache sprechen. Wer wundert sich dann noch über damit zusammenhängende Probleme. Ich teile zudem Ratzmann's Auffassung bezüglich der behaupteten Verfassungswidrigkeit nicht, denn der Gleichheitsgrundsatz besagt, daß im wesentlichen gleiche Sachverhalte entsprechend gleich zu behandeln sind. Die typische Abhängigkeit von Sozialtransfers, signifikante Auffälligkeiten bei Jugendkriminalität mit türkisch-arabischen Hintergrund passen zur Abschottung durch mangelnde Sprachkenntnisse. Insofern liegen hier Unterschiede vor, die keinen Verstoß gegen Art. 3 des GG bedeuten. Dazu passt ja auch die erstaunliche Aussage, dass türkische Eltern lieber in der Türkei nach „sauberen“ Ehepartnern suchen. Und 200 Wörter als Basis für eine Einreise hier sind wirklich nicht zuviel verlangt.
Comment
von dali dali ist gerade online | 30.5.2008 13:45 Uhr
Ich versteh' die ganze Hektik nicht,
fast alle Kommentatoren, mich eingeschlossen, finden die Wirkung des Gesetzes in die richtige Richtung weisend.
Dennoch bleibt die Kritik, dass es sich auf ALLE nicht EU-Bürger beziehen muss, um schon beschriebene Ungerechtigkeiten abzustellen, berechtigt.
Hier müssen, wenn man nicht mal wieder warten will, bis Karlsruhe das in die Hand nimmt, Änderungen herbei geführt werden.
Dass an dieser Stelle die Volksseele so loskocht, lässt mich allerdings hellhörig werden, ob ein TEIL der Kommentatoren nicht nur ihre, berechtigt oder nicht , auf jeden Fall aber vorhandenen Aggressionen auf bestimmte Ethnien, so Luft machen wollen.
Auch bleibt festzuhalten, dass die Kritik durch die Verbände entlarvend ist. Sie geben offen zu, was man dem Verhalten hier Lebender vorwirft:
Viele junge Türken wollen den Konflikten mit einer hier aufgewachsenen jungen Türkin aus dem Wege gehen, Eltern junger Frauen sehen nur in einem importieren Mann einen, der sie "einfangen kann".
Schade eigentlich...
Comment
von cb cb ist gerade offline | 30.5.2008 14:10 Uhr
Was ist daran zu kritisieren?
Es sind nicht "weniger Türken in Berlin", sondern in Wirklichkeit noch mehr Türken, wobei der Zuwachs in der Vergangenheit schon mal höher war. Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.

Außerdem: Warum bedauern ständig solche Leute, daß die Einwanderungszahlen nicht noch höher sind, die in ihrem eigenen Privatbereich (Wohnort, Schule der Kinder) sich von Einwanderern abschotten, außer vielleicht von solchen der Oberschicht. Warum wollen sie anderen Belastungen auferlegen, die sie selbst nicht tragen wollen?
Comment
von magua magua ist gerade offline | 30.5.2008 14:13 Uhr
Deutschtest
Wieso "zweifelhafte Wirkung" ??
Comment
von rc rc ist gerade offline | 30.5.2008 14:23 Uhr
Merkwürdige Verdrehungen des Herrn R.
"Viele (Türken in D.) würden denken, dass türkischstämmige junge Männer in Berlin kriminell sind."

Das sollte doch zu denken geben, wenn sogar in der türkischen Community eine solche Einschätzung erfolgt. Daraus ergibt sich nun das Dilemma, dass "arrangierte Ehen" weiter existieren werden und das Recht auf Selbstbestimmung unterwandert wird. Denn im Artikel heißt es: "Viele Eltern suchen für ihre Tochter einen Mann in der Türkei."

Dass durch den Nachzug von ausgesuchten Lebenspartnern die Integration durchaus erschwert wird, sollte eigentlich auch einem Herrn Ratzmann einleuchten. Was ist ihm denn nun lieber:
Die Beibehaltung traditioneller, archaischer Lebensformen unter den Einwanderern, oder die Vermittlung und Einbehaltung einer modernen, liberalen Gesellschaftsordnung, in der jeder über sein eigenes Leben selbst bestimmen kann. Ohne Deutschkenntnisse kann man sich der Gesellschaft der neuen Heimat nicht öffnen, findet man sich in dieser nicht zu recht.

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Mauerfall 1989 - Foto: dpa
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