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Extremismus

Militante Szene nimmt Baugruppen ins Visier

Im Internet wird gegen Links-Alternative gehetzt, die gemeinsam Wohnprojekte verwirklichen. Warum ziehen ausgerechnet diejenigen den Zorn der Linken auf sich, die die Ideen linker Wohnprojekte verwirklichen, wie es sie seit 30 Jahren in Kreuzberg gibt?
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Sie stammen häufig aus dem linksalternativen Milieu, setzen auf eine ökologische Bauweise und wollen gemeinsam selbstbestimmt wohnen: Freundeskreise, Familien oder Einzelpersonen, die sich in Baugruppen zusammenschließen, um in den Innenstadtbezirken Wohnprojekte zu schaffen. Doch selbst sie ziehen den Hass von Linksextremisten auf sich. Erst vorige Woche gab es, wie berichtet, einen Anschlag auf das im Bau befindliche Ökohaus der Baugruppe „Zur Börse“ in Prenzlauer Berg. Und auch auf dem linken Internetportal „Indymedia“ wird gegen genossenschaftliche Wohnprojekte mobil gemacht.

Im Visier der linken Szene stehen auch die Baugruppen, die in Alt-Treptow – an der Lohmühlenstraße und der Karl-Kunger-Straße – aktiv sind: Dort entstehen Stadtvillen in Ufernähe. Erst am Wochenende hatte es einen Farbbeutelanschlag auf eines der Gebäude an der Lohmühlenstraße gegeben. Ein Bekennerschreiben der linken Szene liegt vor.

Doch warum ziehen ausgerechnet diejenigen den Zorn der Linken auf sich, die die Ideen linker Wohnprojekte verwirklichen, wie es sie seit 30 Jahren in Kreuzberg gibt?

In einigen linken Kreisen werden sie mitverantwortlich für den Prozess der „Stadtumstrukturierung“ gemacht – sie tragen ihrer Ansicht nach dazu bei, dass die Mieten in der Umgebung drastisch steigen und einkommensschwächere Bewohner vertrieben werden. Auf Indymedia heißt es: „Zu einer Baugruppe schließen sich meist Leute aus einem links-alternativen, aber mittlerweile gut verdienenden Milieu zusammen, die mit ihresgleichen ein kuscheliges Wohnprojekt gründen wollen (...) Weil sie ja so aufgeschlossen links-alternativ sind, weil es toll ist, sich für ein gemeinschaftliches Projekt zu engagieren, und weil man früher ja auch mal – bitte ankreuzen – Punk war; Häuser besetzt hat; Demos organisiert hat; Sonstiges (...).“

Der Grünen-Abgeordnete Benedikt Lux kritisiert diese Darstellung. „Das sind Linksextreme, die offenbar die absolute Wahrheit für sich beanspruchen. Eine Mischung aus Militanz und Durchgedrehtheit“, sagt er. Lux stellt zudem klar: „Egal, welche Zielgruppe sie sich aussuchen, ob nun den Porsche-Fahrer oder die linksalternative Baugruppe: Solche Anschläge sind immer zu verurteilen.“

Auch Carsten Joost von der Initiative „Mediaspree versenken“ kritisiert das Vorgehen gewalttätiger Gruppen. „Wir sehen Baugruppen als sinnvolle Ergänzung für die Stadtentwicklung an der Spree“, sagt er. Die Baugruppen seien unkommerziell. Es sei nicht das Ziel ihrer Investition, Profit abzuschöpfen. Vielmehr nutzten sie das Geld, das sie in ihr Projekt investieren, für eigene Ansprüche – die Architektur wird auf die Wünsche und Bedürfnisse derjenigen zugeschnitten, die in den Häusern selbst wohnen werden.

Ein anderes Projekt, nämlich das in der linken Szene viel kritisierte Carloft-Wohnprojekt in Kreuzberg, wähnen einige linke Gruppen bereits vor dem Aus. So berichtet das autonome Szeneblatt „Interim“, dass die Lofts in der Reichenberger Straße ein Flop seien: Nur zwei der elf Wohnungen, bei denen der Käufer sein Auto mit in die eigenen vier Wände nehmen kann, seien vermietet. Die linken Aktivisten führen dies darauf zurück, dass sie durch etliche Stein- und Farbbeutelwürfe auf das Objekt mögliche Interessenten abgeschreckt hätten. Eine Sprecherin des Carloft-Projekts widerspricht: „Neben den zwei bezogenen sind sieben weitere Lofts verkauft. Die Bewohner ziehen bis Jahresende ein.“

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 01.07.2009)
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Kommentare [ 38 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von gwynplaine gwynplaine ist gerade offline | 30.6.2009 17:51 Uhr
Sozialneid?!
Das klingt mir sehr nach Sozialneid, der mit dem Vorwurf der Nestbeschmutzung begründet wird. Komisch, dass es in den Kopf dieser Leute nicht reinpasst, dass man durch Arbeit und Engagement einen gewissen sozialen Status erreichen kann. Ach ja, das ist ja ein kapitalistisches Prinzip ... sowas nennt sich "links", lächerlich!
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von viminal viminal ist gerade offline | 30.6.2009 17:53 Uhr
Das ist eben das wahre Ideal des Kommunismus:
die komplette Verstaatlichung jedweden Eigentums. NIEMAND darf irgendetwas besitzen, alles muss vom Staat als Vertreter des Volkswohles reguliert und verteilt werden. Der Einzelne soll völlig mittellos und selbst für die geringste Lebensbedürfnisse auf die Gnade der Führer der kommunistischen Partei angewiesen sein.
Warum? Weil es den feurigsten Kommunisten nicht um das Allgemeinwohl sondern um Macht geht. Und wann ist man mächtiger als wenn alle kurz vorm verhungern sind und man die einzigen Brötchen verwaltet?

Daher sind jene gemäßigten Linken, die schon der Meinung sind dass der Einzelne ein bißchen was privat besitzen darf - ein Besitz der das Überleben sichert und einen bescheidenen Komfort, der aber nicht vom Parteirat kontrolliert wird - jene arbeitsamen Linken also, sind ein größerer Feind für die nichtsnutzigen Möchtegernmachthaber die für den Kommunismus kämpfen als Bürgerliche oder Rechte. Denn diese Linken sollen ja eigentlich den Parteikader stellen, die Machtsäule bilden - wenn die nun aus der Reihe tanzen und Privatbesitz haben wollen der sie unabhänig macht, dann sind sie mehr als Feinde, dann sind sie Verräter.
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von NochNeMeinung NochNeMeinung ist gerade offline | 1.7.2009 11:55 Uhr
links differenziert
Diese "linksautonomen" Vandalen als Kommunisten zu bezeichnen ist hier wohl dem Springer-Presse-Leser-Irrtum geschuldet, dass alle "Linken" irgendwie so eine Art DDR errichten wollen. In China z. B. gibt es jede Menge Privateigentum in einer besonders hässlichen kapitalistischen Ausprägung unter Aufsicht der kommunistischen Partei und selbstverständlich ohne Demokratie, weil dieses Gesellschaftsmodell vom westlichen Investor offenbar besonders geschätzt wird.

Es lässt sich vielleicht herausfinden, was die autonomen Autozerstörern alles ablehnen von Abschiebung bis Zionismus. Es ist jedoch unmöglich festzustellen, was sie wollen. Man kann ihnen jede Menge Blödsinn unterstellen, aber doch bitte nicht ein Streben nach irgendeiner staatlichen Ordnung.
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von sono sono ist gerade offline | 1.7.2009 13:18 Uhr
Wer das Ideal des reinen wahren Kommunismus
leben will, der kann doch nach Nordkorea ziehen. Da besitzt ganz sicher niemand nichts, bis auf die Führungsriege natürlich. Aber gegen die könnte man dann ja von innen mobil machen. Das heißt, wenn man ein Häppchen Baumrinde abgreifen kann.

Den Linksextremen in Berlin geht es immer noch viel zu gut, und aus Langeweile werden prinzipiell alle nicht Linksextremen zum kategorischen Feindbild stilisiert.
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von multischuldi multischuldi ist gerade offline | 30.6.2009 17:59 Uhr
eine kleine extremistische Gruppe will bestimmen,...


und Wowereit pennt
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von kreuzbergex61 kreuzbergex61 ist gerade offline | 30.6.2009 18:17 Uhr
Berlins Rote Khmer
Gelle, die Bourgeoisie muss vernichtet werden, da geht man unter Umständen demnächst auch über Leichen. Wehe, Du kommst auf die Idee Dein Wissen geldlich vorteilhaft zu nutzen (Studium, Arztpraxis, was auch immer) - warte nur, die Berliner Eliteeinheiten kommen mit der Fackel und setzt Zeichen. Diese Brandstifter sind kriminelle Kleingeister, die in den Knast gehören.
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von wrzlbrmft wrzlbrmft ist gerade offline | 1.7.2009 11:58 Uhr
Stimmt!
@kreuzbergx61:

Stimmt - die Typen gehören in den Knast. Am besten bevor die "große proletarische Kulturrevolution" à la Mao Tse-Tung ausbricht.....

........................wrzlbrmft

P.S.: Sollten die Typen - wie Verschwörungstheoretiker in diesem Forum argwöhnen - "unter falscher Flagge unterwegs sein", dann gehören sie auch in den Knast. Kriminell ist kriminell und muss entsprechend bestraft werden ....
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von p.petersen p.petersen ist gerade offline | 30.6.2009 18:42 Uhr
Mit welchem Recht…
… meinen Gruppen bestimmen zu dürfen, wer in ihre Nachbarschaft zieht oder nicht? Wenn viele Menschen in die (sich nun entwickelnden) In-Viertel ziehen wollen, ist das völlig normal und völlig legitim, was leider mit einer deutlich stärkeren Nachfrage den unangenehmen Nebeneffekt der (z.T. rasanten und brutalen) Verdrängung mit sich bringt und mithin die Struktur, derentwegen viele hinziehen, zerstört. Dennoch: Entwicklung fand vorher statt (ggf. langsam, ggf. „selbstbestimmt“) und wird auch weiterhin stattfinden. Entwicklung aufhalten zu wollen hielte ich auch für grundfalsch (wollen die angesprochenen Gruppen m.E. aber auch nicht).

Um die Verdrängung, den Wandel, abzufedern und zu lenken, ist der Staat in der Pflicht, z.B. durch Schutzverordnungen, Mietpreisdeckelungen und den ausreichenden Bau von Sozialwohnungen! Es ist nicht! Aufgabe selbsternannter Quartiersmanager, Mietpreise und Belegung zu regeln, es ist die des Staates! Die Frage ist nun, ob der Staat seiner Verantwortung nachkommt (Wahlen?!), denn dass er es eben gerade nicht tut, darauf könnten die Aktivitäten durchaus hinweisen. Dass dann nicht nur ein Carloft für Porsche-Fahrer, sondern auch ein Links-alternatives Mehrgenerationen-Öko-Sonstwas-Projekt eine Provokation darstellen kann, darüber sollte sich niemand wundern.

Ist der (z.T. militante) Widerstand gegen Gentrification also gerechtfertigt? Darüber kann man geteilter Ansicht sein. Tatsächlich ist er ein dringender Hinweis an die Politik, über Stadtentwicklung und soziale Gerechtigkeit nachzudenken und sich endlich dem enormen Handlungsbedarf zu stellen! Nur über „böse, linksextreme Terroristen“ zu schimpfen ist m.E. zumindest viel zu kurz gegriffen.
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von kiras kiras ist gerade offline | 30.6.2009 22:57 Uhr
Wieviele ?
Wieviele von den 'Widerständlern gegen die Gentrification' gehen denn einer steuerpflichtigen geregelten Arbeit nach ?
Einerseits wollen sie entscheiden wer in der Stadt zu wohnen hat und wer nicht, auf der anderen Seite wollen sie dann natürlich noch entscheiden was mit freiwerdenden Flächen zu geschehen hat, und zu guter letzt wollen sie natürlich auch noch darüber entscheiden für was man sich politisch einsetzen darf und für was nicht.
Gentrification sehe ich hier als vorgeschobenes Argument , denn es geht lediglich darum generell zu bestimmen , der Stadt ein gewisses Bild zu verpassen , und alle 'störenden' Elemente mittels Gewaltanwendung zum schweigen zu bringen.
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von p.petersen p.petersen ist gerade offline | 2.7.2009 15:47 Uhr
„Wieviele von den 'Widerständlern gegen die...
Das vermag ich nicht zu beurteilen, mir liegen da keine Daten vor. Ich wüsste aber auch nicht, welche Relevanz das für die Fragestellung (Gentrification und Stadtteilentwicklung) besitzt. Es wäre auch absurd, angesichts steigender Arbeitslosenzahlen und prekärer Beschäftigungsverhältnisse massive Verdrängung rechtfertigen zu wollen. Ich möchte aber betonen, dass die Frage der Gewalt davon völlig unberührt bleibt. Falls es für sie von Belang sein sollte: Ich persönlich lehne Gewalt ab. Aber ich kann die Wut nachvollziehen.
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von medley medley ist gerade offline | 30.6.2009 18:55 Uhr
Was hilft die linke Gewalt zu bekämpfen?
Genau, den Kampf gegen Rechts nochmalig verstärken, gell?! ;o)))
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von ylonka ylonka ist gerade offline | 30.6.2009 19:12 Uhr
Ein hehrer Wunsch
Das Problem des aggressiven Umgangs mit dem Eigentum anderer Menschen sollte in der politischen Diskussion nicht allein an den Wohnprojekten von Wählerschichten festgemacht werden, die von der Tendenz her eher dem sog. "grünen Spektrum" angehören.

In dieser Stadt scheint der Grad an Mißachtung gegenüber privaten und auch öffentlichen Eigentum immer weiter zu steigen. Doch auch wenn die Fensterscheiben von öffentlichen Verkehrsmitteln zum Teil schon so zerkratzt sind, daß man kaum noch herausschauen kann, Bürgersteige übersäht sind mit Altkleider aus umgestürzten Altkleidercontainern oder mit hohem Aufwand wiederhergestellte Hausfassaden noch vor dem Bezug der arbeitenden Bewohner beschmiert werden - der Berliner an sich scheint dies nur noch achselzuckend hinzunehmen.

Resultat ist eine weiter fortschreitende Verlotterung und Verarmung der Gesellschaft.

Politisch läßt sich diese Gewalt nicht im geringsten rechtfertigen. Es sei denn, man nimmt für sich das Recht in Anspruch, seine Lebensauffassung über das Recht aller anderen zu stellen, eine eigene Lebensgestaltung vornehmen zu dürfen.

Eine solche Auffassung dürfte aber schon in die weitere Definition des Faschismus fallen, wenn der Versuch von einzelnen Menschen, in dem von der Rechtsordnung eingeräumten Bereich der freien Ausgestaltung seiner Lebenspläne, von anderen Menschen mit "politisch verbrämter" Gewalt begegnet wird.

Im Ergebnis - dies sei offen gesagt - liegt das Hauptproblem wohl in einer Übersättigung vieler Bürger. Die meisten Gewalttäter sind entweder zu jung oder nicht willens, einer geregelten Arbeit nachzugehen. Da fällt es scheinbar auch leichter, die Früchte der Arbeit Anderer zu torpedieren, wenn man selber auch ohne Arbeit ganz gut über die Runden kommt. Schon in den neuen osteuropäischen Beitrittländern wären die Menschen froh, nach einer 42 Stunden Woche harter Arbeit einen Lebensstandard eines ALG II Empfängers zu erreichen. Die Kraft zum Randalieren fehlt dann auch regelmäßig.
Comment
von bisc265 bisc265 ist gerade offline | 30.6.2009 22:11 Uhr
@ylonka
sehr guter beitrag! genau so ist es...leider.

darüberhinaus finde ich, dass kein!! objekt es verdient hat, beschädigt oder angezündet zu werden. warum die dinge immer für langeweile, testosteronüberschuss, fehlentscheidungen der politik, gesinnung des bauherrn oder jedwede unliebsame art der stadtentwicklung herhalten müssen, ist mir schlicht befremdlich.
sich konstruktiv mit problematiken auseinandersetzen, kompromisse finden, das ist den meisten wohl einfach zu hoch...

das carloft hat heute einen solidaritätsbesuch von mir bekommen.
Comment
von flimmergruen flimmergruen ist gerade offline | 30.6.2009 19:15 Uhr
Schlechte Schreibe...
...also nicht sprachlich, sondern beim zielgerichteten und den Zusammenhang verzerrenden Zusammenstückeln einzelner Fakten, zieht sich leider durch diesen Artikel. Das Zitat, das Baugruppen beschreibt ("kuscheliges Wohnprojekt") stammt zwar aus einem Bericht bei Indymedia über zwei Baugruppen-Projekte an der Lohmühlenstraße in Alt-Treptow, doch:

1. handelte es sich dabei um einen Bericht zu einer total peacigen Kundgebung mit kleiner Perfomanceeinlage - von Militanz keine Spur.

2. Ob Benedict Lux' Zitat also eine Reaktion auf diesen Bericht sein soll, möchte ich in Zweifel ziehen.

3. Die im Bau befindlichen Stadtvillen am Kanal sind andere Vorhaben - und hier sind dem Tagesspiegel zufolge die Beschmierungen erfolgt - ohne Zusammenhang zum Baugruppen-Thema.

4. Es handelt sich bei Baugruppen um die Erstellung von Eigentumswohnungen, und eben keine Genossenschaften (die in der Regel keine großen Ersparnisse bei den Genossen erfordern).
Comment
von flimmergruen flimmergruen ist gerade offline | 30.6.2009 19:27 Uhr
Schlechte Schreibe... (Teil2)
... und
5. Selbst der Tagesspiegl-Artikel über den Brandanschlag auf das Baugruppenprojekt "Zur Börse" legt nahe, dass die Brandsatz-Werfer womöglich nicht gewusst haben, um was für eine Struktur von Investoren es sich handelt, die sie dort brandschatzend angreifen. Es wird auf keine Kommentar, kein Bekennerschreiben oder ähnliches verwiesen, dass es einen expliziten Bezug auf das Baugruppen-Thema gegeben hätte.

Dies alles lässt mich vermuten, dass die Autorin dieses Beitrags hier ein Thema herbeischreibt, das so nicht existiert. Denn die in Teilen der linken Szene geübte Kritik an Aufwertungstendenzen, die auch von mittelschichtsorientierten Baugruppenprojekten ausgehen mögen, wird recht beliebig zu Aktionen und Anschlägen in Bezug gesetzt, die sich gar nicht zum Thema Baugruppen äußern.

Das macht die Aktionen und Anschläge zwar keinen Deut besser, doch erweist sich die Kernthese des Artikels "Militante Szene nimmt Baugruppen ins Visier" als haltlos.
Comment
von unbekannt | 30.6.2009 19:31 Uhr
Die Revolution...
... frisst ihre Kinder.
Comment
von kaleu kaleu ist gerade offline | 1.7.2009 8:37 Uhr
Welche Revolution?
Hier sind weder Revolutionäre unterwegs noch politisch Denkende.
Es sind dumpfbackige Neider, die möglichst ohne Eigenleistung, von der Allgemeinheit alimentiert werden wollen.
Comment
von metua metua ist gerade offline | 1.7.2009 9:49 Uhr
@kaleu


Zitat von kaleu

Hier sind weder Revolutionäre unterwegs noch politisch Denkende.



- richtig -

aber der Satz danach ist wohl Neid darauf, dass es Menschen gibt die sich alimentieren lassen...
Comment
von v.m. v.m. ist gerade offline | 30.6.2009 19:53 Uhr
„Indymedia“
Es ist mir ein völligs Rätsel war „Indymedia“ als deren Zentralorgan noch nicht dicht gemacht wurde??? In England ging das doch auch! Herr Schäuble, wo sind Sie wenn man Sie mal braucht??? „Indymedia“ ist ja auch nichts anderes als irgendeine Nazi-Website, nur eben linksrum.
Comment
von FrAtze FrAtze ist gerade offline | 30.6.2009 21:10 Uhr
Blinzel
@v.m.
"In England ging das doch auch" ist nicht so richtig justiziabel. Da bräuchten wir schon ein wenig mehr als das. Außerdem, wenn wir Indymedia nicht hätten, dann würden Schäuble's Manntel-Hut-Mannen gar nichts mehr mitbekommen. Und nur BZ ist für eine Behörde auch nicht so richtig gut.

Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis das ADAC-GK (ADAC-General Kommando) zum Gegenangriff übergeht und für jedem Neumitglied Grillanzünder und Kreuzberger Stadtpläne kostenlos ausgibt.
Comment
von rpt rpt ist gerade offline | 1.7.2009 7:30 Uhr
@frAtze
"Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis das ADAC-GK (ADAC-General Kommando) zum Gegenangriff übergeht und für jedem Neumitglied Grillanzünder und Kreuzberger Stadtpläne kostenlos ausgibt."

"Neumitglieder" die einen Stadtplan brauchen, um sich in Kreuzberg zurechtzufinden ziehen durch den Kiez und zünden die Autos der dortigen Bewohner an - und nennen das dann auch noch einen Kanpf gegen die "Gentrification". Fast schon wieder lustig ...
Comment
von unbekannt | 30.6.2009 20:07 Uhr
naja
wenn man auf den linken auge blind ist,kanns schon passieren,dass die stadt von unseren kiez-taliban terrorisiert wird....
Comment
von achauffeur achauffeur ist gerade offline | 30.6.2009 20:19 Uhr
@ylonka
auf den punkt.
a
Comment
von titanic titanic ist gerade offline | 30.6.2009 20:31 Uhr
Es ist eigentlich nichts wirklich Neues ...
... dass der Linksextremismus immer ganz groß Rechtsaußen rauskommt.
So war es schon in der Weimarer Republik, und so ist es auch Heute.
Comment
von v.m. v.m. ist gerade offline | 30.6.2009 21:34 Uhr
auf dem punkt
@ylonla

Sie haben es ziemlich genau auf dem Punkt gebracht. Es sind nichts anderes als Linksfaschisten und ihre Mitläufer.
Comment
von samuelrees samuelrees ist gerade offline | 30.6.2009 22:25 Uhr
Selber schuld Berlin
Seit Jahren füttert man die Hausbesetzer und linksalternativen Projekte durch, trommelt fürs SO36 und geht fürs Köpi auf die Straße. Man braucht sich nicht wundern, wenn die Linksextremisten immer frecher werden.
Comment
von southcross southcross ist gerade offline | 30.6.2009 23:27 Uhr
samuelrees
und wieder mal bashing gegen das s36. sie wolles es nicht begreifen, das das so36 eine privatwirtschaftlich organisierte location ist. kein staatlich finanziertes projekt. und damit hängt es an keinem tropf und kann auch nicht einfach so geschlossen werden. da finden kulturveranstaltungen der unterschiedlichsten art statt und die haben mit gewalt nichts zu tun.

aber was rede ich ;-) sie wollen ja nur provozieren.
sie werden sehen: das so36 wird sie überleben und wenn sie hier bis zum abwinken immer wieder diesen kram von sich geben.

Comment
von samuelrees samuelrees ist gerade offline | 1.7.2009 11:56 Uhr
Lieber southcross
Ich habe doch gar nicht geschrieben, dass das SO36 eine staatlich alimentierte Veranstaltung ist. Ich habe lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass es von linken Kreisen, selbst von moderaten linksliberalen Zeitungen wie dem TSP unterstützt wird und das obwohl es eine Stätte für linksextremes Gedankengut und noch mehr böser Dinge ist, die ich hier nicht aufzählen möchte, weil ich dann vermutlich - wie schon einmal - zensiert werde.

Das SO36 wird mich überleben? Vieleicht. Aber das macht es nicht besser.
Comment
von dittsche dittsche ist gerade offline | 30.6.2009 23:43 Uhr
???
Woher weiß man, dass es sich bei diesen Leuten um "Linke" handelt?

In den Medien werden sie so genannt, ok, aber das ist wohl falsch, denn mit links-alternativem Handeln haben solche Aktionen nichts zu tun, wie der Artikel ja gut beschreibt; und das SO36 im Übrigen auch nicht.

Leider schimmert in den Kommentaren der Tagesspiegel-Leser oft eine pauschale und etwas unvorsichtige Meinungsbildung durch.

Ich selbst bezeichne mich auch als links-alternativ und verurteile solche Taten genau wie Sie! Und Gentrifikation ist ein spannender, komplexer und schwieriger Prozess. Entwicklung ist gut, das Thema Geld in dem Zusammenhang (fast) unumgänglich, aber das oft zitierte Carloft-Projekt z.B. dumm und provokant.

Berlin ist UNSERE Stadt! WIR ALLE leben hier gern.
Comment
von kaleu kaleu ist gerade offline | 1.7.2009 9:09 Uhr
Wie von selbst dittsche, klar....
...das werden links angemalte rechte sein. So kommt man mit Überzeugung aus dem Schneider.
Comment
von samuelrees samuelrees ist gerade offline | 1.7.2009 12:06 Uhr
Genau
Linke tun nie was böses. Stalinismus, Maoismus oder der gewöhnliche Kommunismus. Das alles waren als links getarnte rechte Projekte.
Comment
von unbekannt | 1.7.2009 0:10 Uhr
Also ein Niveau nehmen die Diskussionen hier an...
*Ironiemodus an*


\"Patient in Not – Pfleger verließen ihn\"\"Patient in Not – Pfleger verließen ihn\"

Wir sollten als Gesellschaft auch dringend einen Kampf gegen Pfleger ausrufen, bevor diese Gesundheits-Al-Quaida uns alle umbringt!

\"Angeklagter stach aus Eifersucht zu\"

Und wir sollten Trennungen verbieten, damit so etwas nie - und ich betone nochmals - nie wieder vorkommt!

*Ironiemodus aus*
Comment
von rpt rpt ist gerade offline | 1.7.2009 7:08 Uhr
Militante Hardcore-Spießer,
die alles angreifen was nicht in ihre eigene Vorstellung passt. Zum K. solche Leute.
Comment
von jojo jojo ist gerade offline | 1.7.2009 7:27 Uhr
wer will hier was?
Mal überlegen: Aktionen, die wieder dem durchschnittlichen Menschenverstand sind, kein Rückhalt in der Szene oder Politik, Ziele an deren Vernichtung ganz andere Interessensgruppe interessiert sind...
Das stinkt Meilen gegen den Wind nach einer False Flag Operation.
Comment
von hannibal hannibal ist gerade offline | 1.7.2009 15:39 Uhr
Trotzdem schön, @jojo
dass auch Sie diese Gewalttaten ebenfalls verurteilen, wenn auch auf Ihre Weise. :-)
Comment
von quitzow quitzow ist gerade offline | 1.7.2009 15:17 Uhr
Links, Autonom, Antifa
Die oben erwähnten Denkweisen sind für Berlin wie Gift. Schade, daß 20 Jahren nach Mauerfall eine besteimmte Zahl an Bürgern diese Denkprozesse nicht zu überwinden gedachte. Sich rechtzeitig dieser Denkweisen zu entledigen, und sie nicht immer - auch unterschwellig - billi
Comment
von daisy daisy ist gerade offline | 1.7.2009 21:12 Uhr
Jeder Immobilieneigentümer ist schützenswert
Was har "ökologische" Bauweise, die vermutlich vornehmlich der Energieeinsparung, also dem eigenen Geldbeutel der Bewohner dient, mit der politischen oder auch moralisch lobenswerten oder nicht lobenswerten Gesinnung zu tun?

Fakt ist doch, dass auch derartige Neubauwohnungen einen gewissen Geldbetrag kosten, den nicht jeder erschwingen kann.

Ich halte jeden Wohnungsbesitzer, gleichgültig ob in einem Altbau, einen Neubau nach den derzeitigen ökologischen Maßstäben, einem Plattenbau, einem Einfamilienhaus, einem 70-er Jahre Bau oder was auch immer wohnt, für schützenswert.

Keiner muss hinnehmen, dass sein rechtmäßig erworbenes Eigentum oder auch die Mietwohnung beschädigt wird.

Dass allerdings die heutige Bauweise moralisch höherwertiger sein soll als die eines Altbaus von 1900 oder auch eines Plattenbaus, erschließt sich mir nicht so richtig. Auch diese Wohnungskäufer erwerben ihr Eigentum zu eigenen Zwecken und nicht zum Wohle der Allgemeinheit.

Gruß
Daisy
Comment
von dali dali ist gerade online | 1.7.2009 21:59 Uhr
Das freut und auch alle, wenn @daisy
alle Behausungen schützenswert findet,
kann mir auch nicht vorstellen, dass das hier jemand anders sieht,
allerdings
sollte man es schon hervorheben und auch unterstützen,
wenn energetisch besonders hochwertige Bauvorhaben hervorgehoben werden.
Natürlich baut man ein solches Haus, weil man langfristig sich erhofft, damit kostengünstiger wirtschaften zu können,
eben das macht ja den Vorbild-Charakter deratiger Bauten deutlich...

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