Wer plant Berlin? Die Vermietung von Tempelhof an die Modemesse Bread and Butter offenbart das Organisationschaos im Senat. Und es sieht ganz so aus, als müsse der Senat sich für seine Planungspannen auf viel Gegenwind einstellen.
Ein Coup stiftet Ärger: die Vermietung des ehemaligen Flughafens Tempelhof an die Modemesse Bread and Butter. Zweimal im Jahr wird sie stattfinden, auf zehn Jahre sind die Verträge unterschrieben, und der Regierende Bürgermeister strahlt. Der Haken: Offenbar hat Klaus Wowereit (SPD) mit niemandem über die Verhandlungen gesprochen. Alle, die sich sonst Gedanken um die Zukunft des geschichtsträchtigen Areals machen, sind düpiert – sie müssen es sein. Vor allem seine Stadtentwicklungssenatorin. Doch Ingeborg Junge-Reyer (SPD) verteidigt in der Öffentlichkeit tapfer die Entscheidung für die Modemesse. Der Vertrag sei ein großer Gewinn für die zukünftige Nutzung von Tempelhof.
Was sie nicht sagt: Die Arbeit ihrer Verwaltung, die einen sogenannten Call for Ideas startete, um Ideen für die Zukunft von Tempelhof zu sammeln, ist über Nacht Makulatur. Denn die Messe will den ganzen Flughafen inklusive Hangars und Haupthalle nutzen. Das wollen die Studios Babelsberg auch in ihrer Vision eines „Filmhafens Tempelhof“. Deren Chef Carl Woebcken war am selben Tag, als Wowereit über seinen Coup strahlte, schwer enttäuscht, fühlte sich hintergangen und sprach von einem größtmöglichen Unglück für seine Pläne.
Die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die das Terminalgebäude verwaltet und vermietet, erklärt lapidar, besser wäre es gewesen, wenn Woebcken über seine Ideen mit ihnen gesprochen hätte und nicht sich ausschließlich am Call for Ideas beteiligt hätte. Der ist nämlich Sache der Stadtentwicklungsverwaltung. Doch die BIM untersteht der Aufsicht der Finanzverwaltung von Senator Thilo Sarrazin (SPD). Unklar bleibt daher auch das Schicksal der weiteren Interessenten. Wird das Alliiertenmuseum einziehen? Und was wird mit den Nutzern des Clubs im Hangar 2? Dem Vernehmen nach, kann auch das Technikmuseum seine Depots mit historischen Flugzeugen möglicherweise nicht behalten.
Drei SPD-Mitglieder und keine klare Linie zu Tempelhof. Die Kritik der Opposition lässt nicht lange auf sich warten. Für CDU-Partei- und Fraktionschef Frank Henkel „offenbart sich hier das ganze Chaos um die Nachnutzung in Tempelhof“. Franziska Eichstädt-Bohlig, Fraktionschefin der Grünen, erklärt, „ein kluger Hauswirt hätte sich erst um eine Dauernutzung bemüht, aber Rot-Rot zäumt das Pferd von hinten auf“. Martin Lindner, Fraktionschef der FDP, spottet: „Alles deutet darauf hin, dass der Wowereit-Senat nicht mal ansatzweise ein tragfähiges Nachnutzungskonzept hat.“
Die BIM kontert. Durch die Vergabe an die Messe werde Tempelhof als Kreativstandort bekannt gemacht. Außerdem werde ein „sehr attraktiver“ Mietzins gezahlt. Die Opposition bemängelt, durch die langfristige Vermietung des Gesamtgebäudes und des Vorfelds für kurze Zeit seien andere Nutzer auf Dauer blockiert.
Der Spott der Opposition ist von derselben Art, die den Senat auch an anderer Stelle trifft. Stichwort Spreedreieck: Finanzsenator Thilo Sarrazin erbt einen verkorksten Grundstückstauschvertrag, mit dem das Land das Deutsche Theater in seinem Eigentum behält und dafür den Erben ein höchst markantes Stück Bauland an der Spree gibt. Aus dem an sich schon fehlerhaften Vertrag zieht der Senat keine Lehren, lässt sich stattdessen vom neuen Grundstückseigentümer und Bauherrn am Spreedreieck vorführen und unter Handlungsdruck setzen.
Finanz- und Stadtentwicklungsverwaltung schieben sich in der Folge jahrelang die Verantwortung zu, damit der Senat nicht vom Bauherrn wegen Verfahrensfehlern und Zeitverzögerungen vor Gericht gezerrt wird, und lassen alle Sorgfaltregeln außer Acht. Am Ende steht ein Desaster: Filetgrundstücke gehen für wenig Geld über den Tisch, und das neue Haus ist darüber hinaus viel größer als vertraglich vereinbart. Doch selbst davon hat der Senat nichts, denn er verzichtet ausgerechnet an dieser prominenten Stelle auf die sonst übliche Nachzahlungsverpflichtung. Diese Klausel in Kaufverträgen greift, wenn Grundstückskäufer doch höher bauen dürfen als zunächst geplant und dann nachträglich zum vereinbarten Kaufpreis nachlegen müssen. Derzeit versucht ein Untersuchungsausschuss, Licht nicht nur in dieses Dunkel zu bringen.
Stichwort Humboldthafen: Auch hier plant der Senat, prominente Flächen zwischen Hauptbahnhof und dem Museum Hamburger Bahnhof en bloc an einen Investor zu vergeben, der nicht nur dem Land eine neue Kunsthalle, sondern auch noch ein Museum für zeitgenössische Kunst baut, in dem der Bauherr auch seine eigene Sammlung unterbringen soll.
Stolz präsentierte diese Ausschreibung der Regierende Bürgermeister und wies seiner Stadtentwicklungssenatorin die Rolle einer Statistin zu. Jetzt hat diese Ausschreibung nicht die gewünschte Resonanz, das Projekt droht zu scheitern, und Klaus Wowereit als amtierender Kultursenator lässt seinen Sprecher trotzig ausrichten: Klappt es nicht, dann bauen wir die Kunsthalle eben selber.
Stichwort Mediaspree: Der Senat plant jahrelang große Büro-, Geschäfts- und Hotelkomplexe an den Ufern von Kreuzberg und Friedrichshain, der Regierende lässt sich bei der Eröffnung der Veranstaltungshalle O2-World feiern. Als aber ein Bürgerentscheid auf Bezirksebene die Pläne, die nun der Bezirk weiterführt, ins Wanken bringt, zieht sich der Senat zurück: Der Bezirk sei zuständig. Und der verlangt, dass sich millionenschwere Investoren vor einem Sonderausschuss rechtfertigen müssen. Stichwort Alexanderplatz: Seit dem Mauerfall plant der Senat ein Hochhausquartier, für das es auch 20 Jahre später noch keinen Bedarf gibt. Investoren, die anderswo einen Turm bauen wollen, werden aber ausgebremst. Der Stadtentwicklungssenatorin, um eine Schönheitskur für den Platz bemüht, fährt der Regierende Bürgermeister bei einer Stadtrundfahrt in die Parade: Hässlich sei der Platz geworden, sonst nichts.
Ein Coup stiftet Ärger. Und es sieht ganz so aus, als müsse der Senat sich für seine Pannen auf Gegenwind einstellen.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 31.01.2009)
Kommentare [ 56 ] Kommentar hinzufügen »
Der Partykönig hat entschieden! Wie auch immer, warum auch und mit wem auch immer.
Was auch immer; das wissen wir in der jetzigen Stufe, die der Regierende gezündet hat.
Die Frage stellt sich, ob das ganze auch etwas mit Filz, Korruption, Bestechung&Seilschaften zu haben könnte?
Gesichtspunkte der wirtschaftlichen Vernunft, zum einen (Flughafenschließung)
und zum anderen die Folgentscheidungen (Bread&Butter) sind für mich nicht erkennbar.
Das ist willkürliche Politik nach Gutsherrenart
Alle vom Senat vorgebrachten Argumente für die Schließung Tempelhofs haben sich als vorgeschoben herausgestellt.
Es entsteht der Eindruck, Wowereit sei ein Täuscher und Trickser.
Er und die SPD haben mit ihren Verhalten – bisher zu allen Volksentscheiden große Probleme mit der Demokratie!
Sie versprechen vollmundig mehr Demokratie durch mehr Bürgerbeteiligung und wenn Bürger diese Angebote wahrnehmen, werden sie übel ausgetrickst und diffamiert. Worte wie Missbrauch der Volksbegehren stehen dann im Raum.
So wurde der Volksentscheid Flughafen Tempelhof abgewickelt, die Versenkung von Mediaspree fand auch nicht statt und das Kita-Volksbegehren wurde fadenscheinig abgelehnt. Beim Volksbegehren „Die Berliner wollen ihr Wasser zurück“ ist es für den Senat wichtiger, die Interessen der Vertragspartner zu vertreten, als die Interessen der Berliner.
Jetzt wird bei Pro Reli manipuliert und obendrein eine Menge Geld zum Fenster hinaus geworfen werden. Wowereit zeigt ein über alle Maßen bedenkliches Verständnis Demokratie - auch innerparteilicher Demokratie, wenn er, während einer Klausurtagung selbst in Fragen von Religion und Ethik blinde Gefolgschaft aller sozialdemokratischen Mandatsträger fordert.
Es gibt einen neuen Volksentscheid zu Tempelhof, der auch mehr Transparenz in der Politik fordert (www.volksentscheid-berlin.info) und dieser liegt Wowereit bald auf dem Tisch!
Der Partykönig hat entschieden! Wie auch immer, warum auch und mit wem auch immer.
Was auch immer; das wissen wir in der jetzigen Stufe, die der Regierende gezündet hat.
Die Frage stellt sich, ob das ganze auch etwas mit Filz, Korruption, Bestechung&Seilschaften zu haben könnte?
Gesichtspunkte der wirtschaftlichen Vernunft, zum einen (Flughafenschließung)
und zum anderen die Folgentscheidungen (Bread&Butter) sind für mich nicht erkennbar.
Das ist willkürliche Politik nach Gutsherrenart
Alle vom Senat vorgebrachten Argumente für die Schließung Tempelhofs haben sich als vorgeschoben herausgestellt.
Es entsteht der Eindruck, Wowereit sei ein Täuscher und Trickser.
Er und die SPD haben mit ihren Verhalten – bisher zu allen Volksentscheiden große Probleme mit der Demokratie!
Sie versprechen vollmundig mehr Demokratie durch mehr Bürgerbeteiligung und wenn Bürger diese Angebote wahrnehmen, werden sie übel ausgetrickst und diffamiert. Worte wie Missbrauch der Volksbegehren stehen dann im Raum.
So wurde der Volksentscheid Flughafen Tempelhof abgewickelt, die Versenkung von Mediaspree fand auch nicht statt und das Kita-Volksbegehren wurde fadenscheinig abgelehnt. Beim Volksbegehren „Die Berliner wollen ihr Wasser zurück“ ist es für den Senat wichtiger, die Interessen der Vertragspartner zu vertreten, als die Interessen der Berliner.
Jetzt wird bei Pro Reli manipuliert und obendrein eine Menge Geld zum Fenster hinaus geworfen werden. Wowereit zeigt ein über alle Maßen bedenkliches Verständnis Demokratie - auch innerparteilicher Demokratie, wenn er, während einer Klausurtagung selbst in Fragen von Religion und Ethik blinde Gefolgschaft aller sozialdemokratischen Mandatsträger fordert.
Es gibt einen neuen Volksentscheid zu Tempelhof, der auch mehr Transparenz in der Politik fordert (www.volksentscheid-berlin.info) und dieser liegt Wowereit bald auf dem Tisch!
Lieber Herr Wowereit, wie schnell man sich innerhalb weniger Jahre von den banalsten demokratischen Grundsätzen entfernt, dafür geben Sie ein prima Beispiel. Sie sollten sich schämen.
Und so trifft die "Regierung" mal eben Entscheidungen in Hotelzimmern. Es ist wirklich atemberaubend, wie Wowereit sich vom beliebten Politiker in einen selbstherrlichen Autokraten verwandelt hat.
Wowereits korrupter Dilletantenstadel ist dann aber längst weitergezogen.
Meine Prophezeiung:
Der erste Grundstein für Chaos, Planungswirrwar und Entwicklungsstillstand in THF ist gelegt.
Noch in 20 Jahren werden sich gleich mehrere Untersuchungsausschüsse und auch der Staatsanwalt mit den Entscheidungen in den Jahren 2009-2010 befassen.
Einzig positiv an den ganzen Eskapaden war, dass der Aufwand für die anschließende Reinstallierung des Flugbetriebs gering blieb und man seit 2020 schon wieder vom modernisierten THF Business-Flughafen abheben konnte ...
Anstatt mal ein zukunftsweisendes vernüftiges Konzept zu entwickeln ist Politik in Berlin wie üblich das Annehmen der erstbesten Stulle (mit Butter) die man kriegen kann.
Armeelig. Anstatt im roten Rathaus zu sitzen sollten die Menschen darin in der Kurfürstenstrasse stehen, mit ner roten Laterne...
Die Quickie Lösung für den nächsten Schuss Geld gewählt anstatt sich niveauvoll auf ne längere affaire mit nem dauerhaft zahlungswillingen Kunden einzulassen.
Danke!
welch ein Ärger ;-)
P.S. Die CPD in Düsseldorf ist nach Besucherzahlen etwa halb so groß die Bread&Butter.
Man muß jede Kritik an der Arbeit des Berliner Senates zurückweisen, auch wenn die eine oder andere Entscheidung von der Durchschnittsform abweicht und nicht alle Teile der Allgemeinheit zufrieden stellt.
Die Schließung des Flughafens Tempelhof ist womoglich unspektakulär zu Ende gegangen, bringt aber Arbeit laut dem öffentlichen Tenor in die Stadt und bindet über die Nachnutzung genau in dem Fall wirtschaftliche Interessenten wie das mit dem Nachweinen eines Weiterbetriebes angezweifelt wurde.
Die Form der Nachnutzung zu entscheiden, obliegt natürlich den Regierenden, auch wenn das allgemeine Interesse vorhanden ist.
Ein Grundstuck oder eine Immobilie zu günstig zu verkaufen, verschreckt Investoren genauso weniger, als diese in linke Geschäfte zu verwickeln und die Auslegung ist öffentlich womöglich nicht im immer im Einzelnen diskutierenswert, auch wenn eine Kontrolle unumgänglich sein sollte.
Fazitieren muß man, daß in Berlin zwar keine Bäume ausgerissen werden, aber unter dem Aspekt, daß auch der letzte Berliner mitgenommen werden muß, die Stadt sich in einem leichten Aufwärtstrend befindet.
Zum Opfer gefallen sind dem natürlich unter Umständen die Freiheitgrade in den gastronomischen Belangen und im Schulwesen, bzw. wird das angestrebt, aber inwiefern das die Nachwelt interessieren wird, das wird man an den Wahlbarometern bei den nächsten Urnengängen abschätzen können und sofern diese noch von Hand verlesen und nicht computeroptimiert zur Vefügung gestellt werden.
Wer soll sich denn hier noch vernünftig einmieten, wenn zweimal pro Jahr die Messe aufschlägt?
So langsam sollte überlegt werden, den Herrn Wowereit auf Veruntreuung von Staats- und Volksvermögen zu verklagen. Wie schief das hier in den vergangenen Jahren läuft! Allein das Abweisen mehrerer solventer Investoren für THF ist schon eine Klage wert.
Liebe WOWI-Verteidiger, für Sie reicht es noch nicht.
Aber Sie verlieren tagtäglich an Anhänger.
Die im Artikel aufgezeigte Liste
Stichwort Tempelhof
Stichwort Spreedreieck
Stichwort Humboldthafen
Stichwort Alexanderplatz
Stichwort Mediaspree
ist leider noch lange lange nicht vollständig
Pro Reli
Gefängnisskandale
Berlin Pass
Berliner Schulen
Kriminalität
Kitas
und und und, ob im Kleinen oder Grossen
Es rumort überall. Schlusslicht auf der ganzen Linie.
Das Fass läuft über, langsam aber sicher.
Hauptsache er lächelt milde, weiter auf sein Volk herunter.
Doch falls er doch mal stolpern sollte, nehmen das seine zahlreichen, berliner Bewunderer nicht einmal wahr.
Augen zu und durch, so ist er eben, der kecke, freche Balina.
Als ehemaliger SPD und auch Wowereit-Wähler kann versichern:
Die SPD ist für mich nach Schröder und nach Eskapaden des Partykönigs komplett abgeschlossen.
Die Sache ist gegessen!
Es bleiben sicher noch Ewiggestrige und Hofnarren des Gutsherren Wowereit, die ihm die Stange halten.
Aber auch die werden weniger…
Uwemohrmann, noch gehört nicht das ganze Gebäude der Stadt, noch gehört ihr nicht das ganze Gelände! Es ist schon vermessen, Verträge abzuschließen, obwohl den größten Teil der Bund besitzt!
Der Senat entfaltet hier eine ungesunde Hektik, die letztendlich auch wieder viel Geld kosten wird!
Sie können sehen, mit wie wenig die rot/roten zufrieden sind!
Hauptsache man muß die "Birne" nicht anstrengen!
Aber was das ganze Jahr über mit blockierten Gebäudeflächen geschehen soll, weiß wahrschein von rot/rot auch niemand! Hauptsache: Action!
Statt dem Senat dafür Lob zu zollen, dass Investoren Schlange stehen - und damit schon jetzt widerlegt werden konnte, dass dort niemand investieren möchte, schlagen die konservativen Holzköpfe hier wieder auf den Senat ein, weil die Vorgehensweisen nicht richtig abgestimmt waren.
Wie wäre es mal mit der richtigen Gewichtung der Dinge ?
1) gut gemacht Senat, es tut sich was.
2) schlecht gemacht Senat, bitte bessere Koordination
Ihre Anmerkung unter Punkt 2) war also korrekt. Dank dafür.
Noch eins: Schlange stehen allein genügt nicht, dauerhafte und beständige Konzepte wären besser.
Mit freundlichen Grüßen, stets gern, Ihr konservativer Holzkopf.
"Gutsherrenart" passt nicht, wenn Senat, Bezirke und Landesunternehmen chaotisch gegen- statt miteinander agieren.
@zurueckschnauer:
Der Businessflughafen ist ein Auslaufmodell, wenn die Flugkosten zum Ende des Ölzeitalters kräftig ansteigen.
@lionfood:
Der schnelle Vertrag mit Bread & Butter war friendly fire: Ein publizistische Feuerwerk, das Regierungsfähigkeit symbolisieren sollte, aber jetzt nach hinten losgeht. Weil undurchdacht und übereilt.
@spraykanal:
Ihr Text ist diesmal leider uneindeutig.
@uwemohramm:
Laut Tagesspiegel wird doch die gesamte Liegenschaft vermietet. Weniger Fläche und kürzere Mietdauer hätte nicht gleich das gesamte Entwicklungspotential geraubt. Zwei bis fünf Jahre, statt gleich zehn.
@kaleu:
Es gibt nur einen Herrn Wowereit. Aber während "tempelhofer" den Regierenden Bürgermeister der Gutsherrenart bezichtigt, nennen Sie ihn einen Partyhansels. Ja, was denn nun? Sehr widersprüchlich.
@w.p.:
Vor und nach der Modemesse ist noch nichts geplant. Die Messe würde jedoch Gebäudeumbauten und Nebennutzungen für sehr, sehr lange Zeit erheblich blockieren und beeinträchtigen.
Zum Zweiten: Ich habe das zwar nirgendwo behauptet, Sie haben jedoch recht, Wowereit ist ein Partyhansel.
Zum Dritten: Es gelingt Ihnen ausgerechnet da Widersprüche zu sehen wo keine auftreten. Frage: Was hat tempelhofer mit mir oder ich mit ihm zu tun? Wissen Sie da etwa mehr als wir?
Der Flughafen ist zu und bleibt es auch.Das Volksbegehren ist klar gescheitert.Über 70 % der Berliner wollten diesen Flughafen nicht,oder er war Ihnen schlicht WURST!
Das Flughafen-Gebäude ist das 3.größte der welt. Und da soll nicht ganz vieles Platz haben. Wers glaubt... ;-)
Und der Tagesspiegel baut Gegensätze auf, die es so gar nicht gibt.
Hochhaus-Träume am Alex-gescheitert,nicht die Schuld des Senats,sondern einzig und allein der finanziell lustlosen Investoren.Fraglich aber auch, wer das braucht? 20 x 150 Meter Türme...Wir haben doch schon genug Büro-Leerstand! Siehe aber auch der der nicht mögliche Abriss des Schimmelpfeng-Hauses. Lehmann Brothers ist pleite...
Mediaspree-das Bürgerbegehren war erfolgreich. Der Bezirk muss nachverhandeln.Würde der Senat dem Bezirk das Verfahren entziehen, wärs den Tempelhof-Fetischisten sicher auch nicht recht, wäre ja total undemokratisch. Aber wenn man keine Argumente hat, klammert man sich eben an jede Heuchelei ;-)
Spreedreieck-Das Grundstück wurde zu Zeiten eines CDU-Finanzsenators verkauft und selbst der (Dumm gelaufen...) kann nichts rechtswidriges erkennen.
Und dann (weils gerade wieder passt) kommt noch als "Argument" "Kriminalität", "KITAS", "PRORELI" usw. usw.
Kann es sein,das sich manche hier in und mit Ihrer Kritik zu wichtig nehmen?An grenzenlosem Populismus scheiterte übrigens auch das Volksbegehren zum Flughafen. Aber eigentlich finde ich die Debatten ja auch immer sehr unterhaltsam. So mancher möchte vielleicht auch gar nicht ernst genommen werden :-)
Danke also und auch Danke den vielen Volksbegehrenmachern.
Ich bin Anwohner des Flughafens und hab dagegen gestimmt.
Ich bin Nichtraucher und werde gegen das geplante Volksbegehren stimmen.Und endlich darf ich mal gegen Religionslehre stimmen.Ich hatte das in meiner Schulzeit immer und musste als Grundschüler regelmäßig beichten und den Rosenkranz beten....
Aber im einzelnen:
Wer lesen kann,ist klar im Vorteil.Hinter den Kulissen wird mit Babelsberg weiter verhandelt.DAS stand auch im letzten Artikel des Tagesspiegel zu"Bread and Butter" noch zu lesen. Und auch die Tempelhof-Flughafen-Fans werden wohl nicht bestreiten, das das Flughafengebäude das DRITTGRÖSSTE Gebäude der Welt ist. Und in diesem riesigen Haus soll nicht vieles Platz haben? Wers glaubt...Das die Modemesse wirklich das GESAMTE Gebäude benötigt,darf auch noch bezweifelt werden.
Und dann werden hier Dinge aufgezählt,die nix mit Tempelhof zu tun haben, aber wer von Chaos schreibt und spricht,der muss auch argumentativ ein imaginäres Maß vollmachen,gell?
Der Alex: Das er - von oben betrachtet - nicht schön aussieht mag sein umd gehört zur Meinungsfreiheit des Regierenden, von einer anderen Meinung der Senatorin ist nichts bekannt, aber einen Gegensatz aufbauen, ist ja immer gut. Die Hochhausträume (20 x 150 Meter Türme - geträumt wurde bei Vorstellung der Pläne vom "Alexhattan") scheitern NICHT am Senat, sondern an den Investoren, die es schlicht nicht gibt. Und nicht zuletzt die Finanzkrise zeigt, das Ideen einerseits und Investoren andererseits 2 Paar Schuhe sind. Das Schimmelpfeng Haus wird auch nicht abgerissen, weil Lehmann Brothers Pleite ist.
Mediaspree-Das Bürgerbegehren war erfolgreich.Und der Bezirk muss mit den Investoren neu verhandeln.Wo ist das Problem?
Grundstück Spreedreieck-wurde zu Zeiten eines CDU-Finanzsenators verkauft, Blöd nur, das selbst der keine Regelwidrigkeit erkennen konnte.
Pro Reli-Der Senat siehts anders,na und? Dafür gibts jetzt ein Volksbegehren und dann mal sehen. Was ist daran nicht demokratisch?
Um das angebliche Chaos perfekt zu machen, führt dann ein "wahlberliner" noch "KITAS und Kriminalität" an. Warum nicht auch noch die Streichung der "Freiwilligen Polizeireserve" und der Polizei-Reiterstaffel?
Gehts eigentlich noch dümmer?
Ein Mieter nach Wowereits Gefallen und Gutdünken (Mode, Party, Glitzer und Glimmer).
Der Gebieter Wowereit, Technik- und Wirtschaftsfeind hat entschieden und verkündigt und erwartet nun, dass „sein“ Volk ihm, die Partyprinzessin bejubelt.
Ich bin mir sicher, dass für ihn der Begriff Mutter nur eine Bedeutung hat.
Der Begriff Schraube würde ihm nie in den Sinn kommen.
Es fehlen dieser Person der Blick und die Verantwortung für das Ganze – für Gesamtberlin.
Laut einer Forsa Umfrage verbinden die Berliner "Wowereit vor allem mit Partys und Feiern. Harte Themen werden nicht mit dem Regierenden Bürgermeister assoziiert".
Während Berliner vergeblich und unermüdlich nach Job’s suchen, sucht Wowereit im KaDeWe lieber einen schicken Anzug - statt nach Investoren. Dabei hat Berlin im Ländervergleich immer noch einer der höchsten Arbeitslosenquote bzw. höchste Arbeitslosenzahl. Über ein Viertel der Berliner beziehen Hartz V bzw. Transferleistungen – auch der Spitzenplatz schlechthin.
530.000 Berliner, die wahrscheinlich wissen, dass Schraube und Mutter so gut zusammen passen, wie Tempelhof und Flughafen, werden von ihm völlig ignoriert.
530.000 Bürger dieser Stadt haben dem Erhalt des Flughafens zugestimmt. Der Senat, die SPD, die so genannte Linke und der Gutsherr Wowereit haben in keiner Weise auf dieses Votum regiert - was für eine armselige Politik!
Völlig ignorant, arrogant und unfähig, kurzum ein Versagersenat, der hoffentlich beim kommenden Volksentscheid (www.be-4-tempelhof.de) seine Quittung bekommt!
P.S. Natürlich auch bei den Wahlen und bei Pro Reli – Die Hessen lassen grüßen!
Die Entwidmung als Flughafen hat doch bis jetzt noch nicht stattgefunden, es liegt doch nur die Erlaubnis dafür vor. Oder liege ich da falsch??
Es wird zeit das In Tempelhof endlich wieder Flugzeuge starten und landen die Ruhe ist ja unerträglich!!
Die lief auch 2x gegen die gleiche Wand.
Und sonst immer das Gerede vom "Partymeister" ;-)
So viel gehäufte Polemik, so wenig Inhalt und vor allem so wenig Argumente.
Der blasse Eberhard war auch auf jeder Party, der fiel da nur niemandem auf. Und jemand mit ewigem traurigem Gesicht wie Pflüger (der seine Niederlagen immer in Siege umdeutete) und Piefkes wie Henkel kämen gar nicht erst rein.
Sie werden es noch sehen: Während Sie noch ewiggestrig Fackelzüge für einen nicht mehr benötigten Flughafen veranstalten, wird dieser Senat wiedergewählt werden. Und Ihr Volksbegehren wird niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken.
Das 1.Volksbegehren ist doch schon klar gescheitert, trotz Unterstützung von CDU, FPD und Teilen der Berliner Wirtschaft.
Warum soll es denn jetzt besser werden?
Aber immerhin: Wenn es dazu dient, das ansonsten politikfremde Menschen nun Politik "üben" können, dann hats ja doch was gutes. Dann kann man Ihnen nur viel Spass in Ihrem Sandkasten wünschen ;-)