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Gewalt gegen Homosexuelle

Hass gegen die Liebe

Lesben und Schwule werden oft Opfer von Angriffen. Wie oft, weiß niemand – die Taten werden statistisch nicht gesondert erfasst. Wie tolerant ist Berlin wirklich?
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Außerhalb des CSD werden Frauen- und Männerpaare oft von Gewalttätern angegriffen. Die Opfer werden oft schwer verletzt. Foto: ddp
Die nächtliche Fahrt mit dem Fahrrad endete für den 41-jährigen Familienvater mit einem doppelten Kieferbruch und Prellungen im Gesicht. Gleich eine ganze Gruppe von Jugendlichen, die sich offenbar auf die Lauer gelegt hatte, prügelte auf ihn ein, weil sie ihn für schwul hielten. Tatort dieses Falles aus dem vergangenen Sommer ist der Volkspark Friedrichshain, bekannt als Treffpunkt von Homosexuellen. Zeugen wollen die Täter gehört haben, wie sie "Schwule Säue!" riefen, ehe sie unerkannt entkamen.

Es ist einer von vielen Fällen homophober Gewalt in Berlin, die sich offenbar häufen. Ende Oktober traf es, wie berichtet, ein lesbisches Pärchen in Kaulsdorf, das von zwei Männern angegriffen wurde. Kurz zuvor wurde am U-Bahnhof Hallesches Tor in Kreuzberg ein Schwuler zusammengeschlagen; er kam mit einem Kieferbruch ins Krankenhaus. Verlässliche Zahlen, ob die Straftaten zunehmen, gibt es aber nicht. Der Grund dafür: Sie werden von der Polizei nicht gesondert erfasst. Homophobe Gewalt wird, anders als etwa antisemitische Gewalt, unter "Hasskriminalität" zusammengefasst. Und deren Zahl hat sich nach der Statistik zumindest nicht erhöht.

Das Projekt gegen homophobe Gewalt, Maneo, kritisiert das: "Statt die Opfer zu fragen, ob sie wegen ihrer sexuellen Identität angegriffen wurden, müsste die Polizei nach der Motivation der Täter fragen", sagt Jens Brodzinski, Sprecher von Maneo. Aus Angst oder aus der Absicht, sich nicht selbst outen zu wollen, würden viele Opfer nicht dazu Stellung nehmen, ob sie schwul oder lesbisch seien. Daher sei die Dunkelziffer bei diesen Gewalttaten sehr hoch. Maneo schätzt sie auf 90 Prozent.

Eine Zahl, die die Polizei nicht bestätigt. Andererseits soll sich an dem Grundsatz, homophobe Übergriffe nicht als solche zu registrieren, nichts ändern. "Es ist politisch nicht gewollt, Minderheiten zu erfassen", sagt Nicola Rothermel, Sprecherin der Innenverwaltung. Damit solle einer möglichen Stigmatisierung oder Diskriminierung der Opfer vorgebeugt werden. Die Berichte über diese Straftaten nehmen indes zu - das Spektrum reicht von Körperverletzung bis Sachbeschädigung. So wurde im Spätsommer das Mahnmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen beschädigt. Und auch die subjektiv empfundene Gewalt nimmt zu. Suchen Betreiber von Schwulenclubs einen Standort, kommen nur gut beleuchtete, viel frequentierte Straßen in der Nähe einer U- oder S-Bahn-Station infrage, sagt ein Clubbetreiber. Alles andere bedeute ein zu hohes Sicherheitsrisiko. Die meisten Gewaltvorfälle verzeichnet Maneo übrigens in Schöneberg.

Die scheinbar paradoxe Situation - tolerante Metropole mit selbstbewusstem Christopher Street Day, schwulem Stadtoberhaupt und einer Aids-Gala als Top-Ereignis der Gesellschaft - erklärt Bodo Mende, Vorstandsmitglied des Lesben- und Schwulenverbandes, so: "Offenbar haben Teile der Bevölkerung die Entwicklung zu mehr Gleichberechtigung für Homosexuelle nicht mitgemacht." Neben rechtsgerichteten Jugendlichen betreffe das vor allem Jugendliche aus Migrantenfamilien. "Dort müssen wir mit unserer Aufklärungsarbeit ansetzen", sagt Mende, "dazu brauchen wir aber die Migrantenverbände." Diese haben jetzt in einer Stellungnahme erklärt, "dass die sexuelle Orientierung Privatsache ist". Und weiter: "Ob wir etwas gutheißen oder nicht, wird und kann die Freiheit des Einzelnen in keiner Weise beschränken."

Doch das passiere immer wieder, sagen Betroffene. "Berlin ist bei weitem nicht so tolerant, wie viele denken. Sobald man aus dem Raster der Heterosexualität herausfällt, bekommt man oft Dinge zu hören, die die persönliche Integrität infrage stellen", sagt Ralph Zachrau vom Projekt "Aha" aus Kreuzberg. Wenn er als Mann in - keineswegs sexuell provozierender - Frauenkleidung unterwegs sei, bekomme er tagsüber auf dem Mehringdamm meist von Migranten Sätze zu hören wie "Schwuler, ich töte dich!". Passanten würden oft weghören. So litten auch Trans- sowie Bisexuelle unter verbaler und körperlicher Gewalt, sagt er. Betroffene aller Gesellschaftsschichten würden sich oftmals erst gar nicht outen, weil sie diskriminierendes Verhalten zu befürchten hätten.

Er selbst kenne einen Fall, bei dem ein Helfer von einem verletzt auf dem Boden liegenden Menschen abließ mit den Worten: "Ach, ist doch nur eine Transe."



(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.11.2008)
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Kommentare [ 37 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 6.11.2008 20:54 Uhr
Hassverbrechen
Sogenannte Hassverbrechen werden in den USA sehr hart verfolgt und bestraft, einer der wenigen Aspekte der US-Justiz denen ich zu stimmen kann und die man evtl auf deutsche Verhältnisse gestrickt übernehmen könnte.

Ob die Angreifer wirklich alles Migranten sind? Kann es nicht sein das da Leute jemand ganz anderes treffen wollen, den sie aber nicht erreichen können weil er Personenschutz hat? - Nur so ein Gedanke, vielleicht völlig abwegig.
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von modeski modeski ist gerade offline | 7.11.2008 16:51 Uhr
Nicht nur
Nicht nur Hassverbrechen, alle Verbrechen werden in den USA hart verfolgt.
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von fariborsm fariborsm ist gerade offline | 7.11.2008 19:39 Uhr
hass gegen Liebe
Es kann sein, dass Verbrechen unabhängig von ihren Beweggründen in den Vereinigten Staaten von Amerika einer schwer besStrafft werden. Wie ist es aber mit den verbrechen, welche der amerikanische Imperialismus z. B. im Ausland begeht? Gruß
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von nachdenken nachdenken ist gerade offline | 6.11.2008 21:01 Uhr
politischer Wille
„Es ist politisch nicht gewollt, Minderheiten zu erfassen“

Ich ergänze:
Es ist politisch nicht gewollt diese Gewaltprobleme als solche anzuerkennen und an der Wurzel zu bekämpfen.
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von nastarovie nastarovie ist gerade offline | 6.11.2008 22:14 Uhr
nachdenken
Bitte am eigenen Namen orientieren und Zitate nicht ohne Nachdenken aus dem Zusammenhang reißen. Das hilft der Situation der Schwulen und Lesben auch nicht weiter. Besser intelligent recherchiert als doof plakatiert.

Der Zusammenhang ist doch viel spannender und lässt genügend Angriffsfläche über.
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von nachdenken nachdenken ist gerade offline | 7.11.2008 9:56 Uhr
@nasterovie
Ich weiß leider auch aus eigener Erfahrung wie das Thema Gewalt gegen Schwule und Lesben aussieht, und habe genug Unsinn von beschwichtigenden, handlungsunwilligen Bezirkspolitikern dazu gehört. Die Abneigung nach spezifischen Gruppen zu schauen, auch bei Tätern, ist wichtiger Teil dieser Verdrängungsstrategie unter dem Deckmantel der politischen Korrektheit.
Die homophobe Gewalt kommt überwiegend aus bestimmten Ecken und das Problem gibt es schon seit über 10 Jahren und nicht erst seit gestern. Ansätze zum Handel gäbe es genug, aber dazu muss die Politik erstmal ein Problem anerkennen, dabei stützt sie sich auf Untersuchungen, aber genau diese werden systematisch verhindert und dito: kein Handlungsbedarf.
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von gilbrator gilbrator ist gerade offline | 6.11.2008 21:37 Uhr
bis die...
..Leute wieder gegen Migranten auf die Straße gehen und deren Gebetshäuser anzünden...
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von lektorat-berlin lektorat-berlin ist gerade offline | 6.11.2008 21:37 Uhr
IQ-Messung
Sehr schön, daß das Thema aufgegriffen wurde. Jedoch werden Gewaltdelikte, deren Ahndung Gesetze ermöglichen, leider von zaudernden, weil schlecht gebildeten Richtern nicht mit adäquaten Strafen begegnet. Dabei ist der eigntliche Hintergrund der Täter irrelevant. Ob rechter Pöbel, problembewußte Jugendliche mit Migrationshintergrund (schönes Deutsch) oder White Trash, eine IQ-Messung würde uns die Augen öffnen.

Diese Klientel wandert mit zweistelligem IQ-Punkten im unteren Bereich durch die Straßen. Ein Blick in entsprechende Gutachten hilft zu dieser Erkenntnis. Wer von diesen Menschen Mitgefühl, Toleranz oder Eigeninitiative im besten Sinne erwartet, hat den Sinn nachhaltiger Bildungspolitik übersehen. Dies ist unsere Zukunft, wenn die Gesellschaft nicht dagegensteuert. Und d.h., sich wehren und bilden.

Aber was erwarten wir von einer Gesellschaft, die nicht mehr mit sich anzufangen weiß als Konsum. Und viele Kinder sind in ihrer Emotionsarmut und der ihrer Eltern Konsumgräber.
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von betrachter betrachter ist gerade offline | 6.11.2008 23:02 Uhr
IQ-Messung - und dann?
@lektorat-berlin

Soweit ich weiß, ist Intelligenz - Gegensatz zu Bildung - angeboren.
Wenn ich Ihren Gedanken, werter @lektorat-berlin, überspitzt weiter denke, müsste man also nur allen Leuten mit zweistelligem IQ lebenslangen Hausarrest erteilen und es gäbe kaum noch Gewaltkriminalität?

Klingt nicht praktikabel.
Von grundsätzlicheren Überlegungen ethischer Natur mal ganz zu schweigen.

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von hades hades ist gerade offline | 6.11.2008 23:34 Uhr
Bericht und Empfehlungen einer von der Landeskommission Berlin gegen Gewalt eingesetzten Arbeitsgruppe Nr.28
"Jungen, männliche Jugendliche und junge Erwachsene mit MH in Berlin werden gemessen an ihrem Anteil an allen Berliner männl. Pers. im Alter von 8 bis 21 Jahren überproportional häufig im Bereich von Rohheitsdelikten polizeilich registriert.

Dies hat vor allem den Hintergrund, dass homophobe Gewalt und Übergriffe weiterhin keine besondere öffentliche Beachtung finden. Die GEW Berlin hat unlängst bestätigt, dass zum beliebtesten Schimpfwort an Berliner Schulen das Wort „schwule Sau“ gehört, ohne dass diese Tatsache zu einem öffentl. Aufsehen geführt hätte.

Exkurs Homophobie:
Während seit Jahren Übergriffe mit zum Teil erheblichen körperl. Verletzungen gegen Schwule stattfinden, hat jedoch erst der Fall „Café - PositHIV“ im Jahr 03 auch innerhalb der homosexuellen Community zu erkennbaren Einstellungsänderungen geführt. Das Café hatte nach mehreren Jahren ständiger Schikanen und Angriffe durch Kinder und Jugendliche aus der Nachbarschaft, insbesondere mit arab. Herkunft in der Alvenslebener Straße in Schöneberg aufgegeben und seinen neuen Standtort am Nollendorfplatz gesucht.

09.09.05, 23.30 Uhr, im Bus M46, zw. Dominicusstraße und Motzstraße in Schöneberg: Drei schwule Männer sitzen im Oberdeck, mit ihnen eine Gr. von 6 jungen Männern und 2 Frauen. Als einer der Betroffenen seinem Freund den Arm umlegte, werden sie als Schwule erkannt und mit Sprüchen provoziert. Die Betroffenen lassen sich darauf nicht ein. Als sie wenig später zum Ausgang gehen, werden sie zuerst als „Schwulis“ beleidigt, dann wird auf sie gespuckt. Zwei junge Männer treten dann gezielt auf Kopf und Körper der beiden schwulen Männer ein. Ein Tritt trifft einen der schwulen Männer so schwer, dass er mit lebensgefährl. Rippenbrüchen im Krankenhaus behandelt werden muss. Die Täter entkommen, trotz vollbesetztem Bus, unerkannt."

LINK: http://www.fes.de/forumpug/inhalt/documents/bfg-nr-28.pdf

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von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade offline | 7.11.2008 3:00 Uhr
Homosexualität und Lehrpläne
Wie lange schon gibt es Gewalt gegen Homosexuelle? Seit gestern?
In welchen Bundesländern steht das Thema ausreichend auf dem Lehrplan der Schulen? Wann soll den Leuten Toleranz als Prinzip des Miteinanders vermittelt werden, wenn nicht schon im Kindesalter?
Auf mich macht die Politik nach solchen Vorfällen einen hilflosen Eindruck.
Wieviel Gewalt sind wir bereit zu ertragen?
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von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade offline | 7.11.2008 3:05 Uhr
Homosexualität und Gesellschaft
Wie können wir die Zivilcourage in unserer Gesellschaft weiter stärken? Welche Anreize würden dieses Ziel unterstützen? Wer kann diese Anreize setzen?
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von jojoberlin89 jojoberlin89 ist gerade offline | 7.11.2008 5:16 Uhr
@eilbekermicha
Genaaaau das ist der punkt! Die schule versäumt das sowas von! Wann hab ich denn was über homosexualität in der schule gehört? ab klasse 10, kurz vor dem Abschluss der mittleren reife das ist unglaublich. Und der unterricht darüber war auch so mager.. Der hat vorurteile nicht annähernd abgebaut.. Das is eigentlich unfassbar.. Wieso wird den Kindern nicht von Klasse 1 auf klargemacht das alle Menschen gleich behandelt werden müssen, das jeder das recht auf freie entfaltung hat? Wieso wird man in der vierten klasse über die sexualität"aufgeklärt" ohne das homosexuelle überhaupt erwähnt werden.. Sorry aber da gibts einiges zu tun..
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von jojoberlin89 jojoberlin89 ist gerade offline | 7.11.2008 5:25 Uhr
desweiteren..
..Bin ich ja immernoch an einer Schule und zwar einem Gymnasium ums mal zu erwähnen und schwulenfeindlichkeit ist auch da sehr zu spüren.. Die kommentare die teilweise abgelassen werden sind unerträglich und ich kanns auch langsam nicht mehr hören. Und lehrer setzen sich da auch überhaupt nicht für mehr toleranz ein.

Das mag für außenstehende nicht zu glauben sein aber z.B wurde an meiner schule ein Junge vor den augen der Lehrerin extrem beleidigt weil er einen schwulen bruder hat und meint ihr das hatte konsequenzen für ihn? nein..er musste vor die tür und am nächsten tag wurde das wieder verdrängt!
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von alienus alienus ist gerade offline | 7.11.2008 8:26 Uhr
@betrachter und andere
Der IQ ist NICHT angeboren, sondern eine Zahl, die aufgrund von verschiedenen Tests ermittelt wird. Sie beschreibt wie stark jemand mit seinen Intelligenzleistungen vom Durchschnitte (Punktwert 100) abweicht. Ab 115 spricht man von überdurchschnittlich. Unter 85 von unterdurchschnittlich. (Unter 80 von leichtem Schwachsinn...). Die Fähigkeiten und Fertigkeiten, die im Test gemessen werden, sind in ihrer Ausprägung nur durch genetische- UND Umweltfaktoren zu erklären, wobei es, zumindest generell, unsinnig ist zu fragen, welche der beiden Faktorenarten, den höheren Anteil an der Entwicklung der Intelligenz hat. Es besteht dort kein additiver Zusammenhang (Genauso wenig wie man bei einem Rechteck fragt, ob eher die Länge oder eher die Breite die Fläche ausmacht).

Es ist also nicht unsinnig nach dem IQ der Täter zu fragen! Gleichwohl ist aber auch nach der Werteerziehung dieser Jugendlichen zu fragen! Ich bin selbst schwul und wurde schon öfter im nächtlichen Berlin gefragt: "Ey bist du schwul, oda was!" Auf meine Antwort "Ja, und du so...?" Gab es zum Glück bisher nix weiter als ein wenig sinnfreie Gespräche und ganz schön neugierige Fragen von den dümmlich wirkenden Jugendlichen.

Dichtsdestotrotz bin ich entsetzt, was gerade hier in Berlin an Homophobie los ist! Gut, jetzt rede ich mich nur in Rage und lass den Kommentar hier lieber. Zusammenfassend nur: Passt auf! Steht ein für unsere Werte, immer und überall, Rechten und Pflichten, denn sie sind wertvoll und die Grundpfeiler unserer Gesellschaft. Und wenn ihr noch in der Schule seid, dann redet mit den Lehrern, wenn denen die Bildung in der Richtung fehlt!!!
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von 5040 5040 ist gerade offline | 7.11.2008 8:42 Uhr
Traurig ...
Zitat:
Die GEW Berlin hat unlängst bestätigt, dass zum beliebtesten Schimpfwort an Berliner Schulen das Wort „schwule Sau“ gehört, ohne dass diese Tatsache zu einem öffentl. Aufsehen geführt hätte.
-------

Hier merkt man doch schon, dass die Äußernden nicht gerade viel Hirnmasse besitzen. So weit ich weiß sind Säue weiblich. o,O

Schon echt erschreckend, dass wir im 21. Jahrhundert noch mit solchen Problemen zu tun haben.
Gut, bei den Migranten aus islamistischen Ländern wundert mich das nicht, das ist das gleiche wie mit den konservativen Christen.
Bei den Rechtsradikalen wundert mich das eh weniger, die haben Hinmasse gegen Anabolika getauscht.

Hier hat die Zukunft die Möglichkeit, mal etwas besser zu machen. Kann ja wohl nicht nur alles schlechter werden ...

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von betrachter betrachter ist gerade offline | 7.11.2008 9:00 Uhr
Toleranz wird im Elternhaus gelehrt -
oder eben auch nicht.
Aber wenn man in Familien und einem sozialen Umfeld aufwächst, das Schwule und Lesben verachtet, kann die Schule auch nicht mehr helfen.
Leider sind die muslimischen Verbände nicht bereit, über dieses Thema ehrlich zu reden, wie selbst Günter Piening jüngst feststellen musste.
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von nachdenken nachdenken ist gerade offline | 7.11.2008 10:19 Uhr
Eisberg
Die dokumentierten Übergriffe auf Schwule und Lesben sind nicht nur wegen der Dunkelziffer die Spitze eines Eisbergs. Hinzu kommt das wieder verstecken müssen, das (reale)Gefühl der Bedrohung. Erst um sich schauen bevor man einen Abschiedskuss gibt in dem Wissen das dies ein potentielles Sicherheitsrisiko ist.
Eine neue Dimension (importierter) gewalttätiger Intoleranz, und in der Politik kaum jeman der dies deutlich anzusprechen wagt.
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von unbekannt | 7.11.2008 11:05 Uhr
Das "wieder verstecken müssen"?
Wann war das denn anders? Haben sich Schwule vor 20 Jahren getraut, sich öffentlich zu outen?

Hier werden jetzt Homosexuelle gegen "Migrationshintergründige" gegeneinander ausgespielt. Für die Rechte ab CDU (natürlich rechts von Herrn Steuer) ein Fest. Erst Auländer raus, dann homosexualtität verbieten usw. Ich wundere mich schon über diverse Kommentatoren, die plötzlich ihre Zuneigung zu Homosexuellen Communities entdecken. Wenn das mal nicht nur vorgeschoben ist.
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von armin_ulrich armin_ulrich ist gerade offline | 7.11.2008 11:14 Uhr
Die Botschaft dahinter
Liebe Schwule, liebe Lesben, liebe Heteros,
leider ist die Botschaft derartiger Vorfälle klar: Melden Sie sich heute noch beim nächsten Karateverein an. Sich auf die amtlichen Formalismen zu verlassen (z.B. auf den, das man Gewalttäter bestraft o. ä.) hat in Berlin schon lange keinen Sinn mehr.
Für 3 Richter, die in den Ruhestand gehen, werden meines Wissens nach zwei eingestellt. Gut, daß wir den Haushalt konsolidieren.

Außerdem: so viel, wie Sie beim Kampfsport verbrauchen können Sie gar nicht hinterheressen.
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von amue amue ist gerade offline | 7.11.2008 11:27 Uhr
Nicht nur die Ursachen bekämpfen
Was bei den meisten Kommentaren hier auffällt, ist die Kritik an der Ursachenbekämpfung. Mittlerweile ist aber ein Bekämpfen der Folgen mindestens genauso wichtig geworden, um der Gewalt entschieden entgegenzutreten, d.h. Benennung der Täter und eine Bestrafung, die den Taten und nicht den Idealen der Aufklärung gerecht wird. Eine politische Partei, die dogmatisch an diesen Idealen festhält, ist den Herausforderungen unserer modernen Gesellschaft nicht gewachsen. Und nein, ich bin nicht für die Todesstrafe.
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von majamy majamy ist gerade offline | 7.11.2008 11:38 Uhr
Repräsentative Toleranz ?
Bei all den traurigen Wahrheiten, die der Artikel und auch die Kommentare wiedergeben, so sollte doch vor einer Panikmache halt gemacht werden. Statistische Erhebungen zu Gewalttaten gegen Schwule und Lesben gibt es nicht, wie kann dann von einer Erhöhung der Attacken gegen Homosexuellen gesprochen werden? Wie von einer zurückgehenden Toleranz? Es wird vermutlich immer Menschen geben, die gegenüber Anderslebenden kein Verständnis aufbringen und auch Gewalt ausüben. In der Tat wäre es ein fortschrittlicher Weg, mit und in den Schulbüchern ordentlich aufzuräumen und Themen wie beispielsweise Homosexualität stärker ins öffentliche (jugendliche) Bewusstsein zu bringen. Für diese öffentliche Wahrnehmung wäre es allerdings auch nützlich, dass es zum Thema Schwule und Lesben (selbstverständlich auch Transgender und Bi) mehr positive Berichterstattung gibt, damit wir nicht explizit als Opfer dargestellt werden. Denn das setzt sich in den Köpfen fest und verhindert bei einigen vielleicht ein Coming-out oder schürt eine überzogene Angst. Bei all den Übergriffen, die es gegenüber Homosexuellen gibt, so darf doch nicht die positive Veränderung in der Gesellschaft vergessen werden. Es wird immer intolerante und gewaltbereite Menschen geben, aber es gibt eben auch die Anderen, die ein friedliches und gegenseitig befruchtendes Leben führen wollen. Dass aber ein mangelnder IQ gleichzusetzen ist mit erhöhter Gewaltbereitschaft, ist zu kurz gedacht und – wie ein vorheriger Beitrag schon erwähnt – dass Jugendliche mit Migrationshintergrund quasi als Gegenposition zur queeren Community dargestellt werden, lässt außer Acht, dass es auch Homosexuelle mit MH gibt.
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von reis reis ist gerade offline | 7.11.2008 11:44 Uhr
Hass gegen die Liebe
Der größte Angriff gegen Homosexuelle in den letzten 20 Jahren fand vor 2 Tagen statt.
An diesem Tag trat die Änderung des §182 StGB inkraft.
Wenn nunmehr ein 22 jähriger mit einem 17 jährigen Sex hat kann mit einer Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren bestraft werden.
Noch unfassbarer ist: Der Versuch ist strafbar.
Wenn ein 18 jähriger einem 17 jährigem ein Geschenk macht, um sich beliebt zu machen und auch Sex stattfindet, gilt das gleiche Strafmaß. Unfassbar aber wahr!
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von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 7.11.2008 15:02 Uhr
Kopfschüttel
Wer auch immer dieses Gesetz verzapft hat ist offenbar im Kloster aufgewachsen und trug bis er/sie 18 war einen Keuschheitsgürtel.... Verhältnisse wie im amerikanischen Bibel-Belt? Mich schaudert.
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von eteco eteco ist gerade offline | 7.11.2008 12:15 Uhr
Gewalt
Die Gewaltbereitschaft hat insgesamt zugenommen und der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund die strafrelevant auffällig sind ist bekannterweise hoch. Dazu kommt, dass es überall in der Stadt - eben nicht nur in den sogenannten Problemzonen - Gangs gibt, die vermutlich Schwächere allzugern anmachen und auch angreifen. Das wird gern verschwiegen bzw. schön geredet und damit unser gesellschaftspolitisches Versagen verbrämt. Das es homosexuelle Jugendliche mit Migrationshintergrund gibt, verändert diese Tatsache nicht.
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von eilbekermicha eilbekermicha ist gerade offline | 7.11.2008 13:12 Uhr
@betrachter
Sicher ist es schwer, Toleranz zu vermitteln, wenn das Elternhaus sie nicht lebt. Trotzdem und gerade deswegen muss auch die Schule am Thema dranbleiben! Eine Gruppe sprich Klasse ist immerhin ein idealer Ort dafür.
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von karoleben karoleben ist gerade offline | 7.11.2008 13:30 Uhr
Tolerierung der Homosexualität koranisch untersagt
"Neben rechtsgerichteten Jugendlichen betreffe das vor allem Jugendliche aus Migrantenfamilien. „Dort müssen wir mit unserer Aufklärungsarbeit ansetzen“, sagt Mende, „dazu brauchen wir aber die Migrantenverbände“...

...die sich bisher aber der konkreten Themenbewältigung an "Runden Tischen", zusammen mit Schwulen/Lesben, immer entzogen haben, in Berlin so wie in Hamburg. Anberaumte "Dialoge" mit Islamvertretern wurden jedesmal abrupt und ohne irgendwelche verbindliche Zusagen beendet. Letztlich ist dem Islam selbst die Tolerierung der Homosexualität koranisch untersagt - wenn die orthodoxen Lehre hier nachgäbe, müßte sie es auch auf anderen Gebieten tun. Undenkbar! Der schwule Imam, der neulich in einer TV-Doku aus Südafrika zu sehen war, gab es ja selber zu: Koranisch verdient er den Tod! Wir müssen hier hart bleiben und vom Islam eine Veränderung seiner Lehre einfordern bzw. das Recht, sie zu ignorieren, ohne dem Verdikt des "Apostasie" anheimzufallen, die selbst wiederum todeswürdig ist.

"Der Terror kommt aus dem Herzen des Koran", schrieb der Muslim Zafer Senocak in der WELT: die Orthodoxie "richtet sich gegen alle, die nicht nach den Regeln des Koran leben - gegen Demokraten, gegen Atheisten und vor allem gegen Frauen." Gegen Schwule vergaß er leider. Der Islam, der so gerne "gleichgestellt" werden will, muss seine innerliche Gleichstellung mit den Werten des Grundgesetzes erst einmal beweisen. Danach können wir darüber reden, ob er die Privilegien eines Staatsvertrages genießen soll. Ständig von "Islamophobie" schwafeln, aber selbst nichts zur massiven Homophobie in den eigenen Reihen beitragen - das geht nicht. Kein noch so moderner Moscheeneubau ändert was daran - der Verbands-Islam ist mittelaltriger "Wüstenislam" (Irshad Manji, Reformmuslima) und als solches inkompatibel mit unserer Werteordnung. Ich hoffe, die Schwulen lassen sich nicht einschüchtern. Sie sind unsere Hoffnung auf Veränderung - auch im Islam.

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von lindblom lindblom ist gerade offline | 7.11.2008 13:38 Uhr
@gilbrator
Klar und die ersten die das tun werden, werden Schwule und Lesben sein, oder wie darf ich Ihren Kommentar verstehen?
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von sone sone ist gerade offline | 7.11.2008 13:56 Uhr
Toleranz
es wäre sehr schön gewesen, wenn man den ganzen Migranten damals als alles Angefangen hat so viel Toleranz entgegengebracht hätte, wie man es sich jetzt für die Homosexuellen wünscht.
Stattdessen Misstrauen und Ausgrenzung von Anfang an...
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von hades hades ist gerade offline | 7.11.2008 13:59 Uhr
Studie: Junge Migranten sind mehrheitlich schwulenfeindlich (1)
schwulenfeindlich (1)
TAGESSPIEGEL, 26. 09.07: Zwei Drittel der türkischstäm. Jugendlichen und die Hälfte der russischstäm. Jugendlichen in Berlin haben offenbar schwulen- und lesbenfeindliche Ansichten. Senatorin Knake-Werner fordert mehr Aufklärung in der Schule. Von Claudia Keller

Unter Jugendlichen ohne MH ist ein Viertel homophob eingestellt. Das ergab eine Umfrage unter Berliner Gesamtschülern und Gymnasiasten, die im Auftrag des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) durchgeführt und vom Bundesfamilienministerium finanziert wurde.

„Das Ergebnis ist bedenklich“, sagte Heidi Knake-Werner (Linke), die die Studie gemeinsam mit dem LSVD gestern vorstellte. „Das Ergebnis überrascht mich nicht“, sagte Eren Ünsal von der Türkischen Gemeinde Deutschland, „viele Türken sehen in der Homosexualität eine Bedrohung für das Fortbestehen der Familien.“ Auch gelte Homosexualität im Islam als Todsünde. Alarmierend seien auch die Ansichten der Schüler ohne MH, sagte Knake-Werner. So sind 26 Prozent dieser Gruppe der Meinung, Schwule und Lesben sollten nicht die gleichen Rechte haben.

Für die Studie befragte ein Team von Sozialpsychologen der Universität Kiel im Sommer vergangenen Jahres 1000 Jungen und Mädchen im Alter von 14 bis 20 Jahren, die in Berlin Gesamtschulen und Gymnasien besuchen. Abgefragt wurde die Einstellung zu Homosexualität und die eigene Erfahrung von Diskriminierung, die Religiosität und das Verhältnis zum traditionellen männlichen Rollenverständnis. Nach Auskunft des LSVD ist es die erste Studie, die untersucht, wie sich der MH von Schülern auf die Einstellung zur Homosexualität auswirkt.
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von hades hades ist gerade offline | 7.11.2008 14:00 Uhr
Studie: Junge Migranten sind mehrheitlich schwulenfeindlich (2)
3/4 der befragten Jugendlichen aus Einwandererfamilien finden es „abstoßend“, wenn sich schwule Männer oder lesbische Frauen auf der Straße küssen, 2/3 finden, dass die Eltern versagt haben, wenn ein Kind homosexuell wird. Bei den Jungen ohne MH findet die Hälfte die Vorstellung küssender Männer „abstoßend“, und 1/4 sieht die Schuld bei den Eltern. Gefragt wurde auch, ob die Schüler den Kontakt zu einem Nachbarn abbrechen würden, wenn sie wüssten, dass dieser schwul ist, und ob sie finden, dass in der dt. Gesell. genug getan werde für Schwule und Lesben.

Die Studie ergab, dass die Homophobie bei den russisch- und türkischstäm. Jungen zunimmt, je religiöser sie sind und je mehr sie sich selbst diskriminiert fühlen. Je integrierter sie sind, umso mehr sinkt die Schwulenfeindlichkeit. Bei den türkischstäm. Jugendlichen, und nur bei dieser Gruppe, nimmt die Homophobie ab, je älter sie werden.

Knake-Werner forderte die Lehrer auf, im Unterricht noch intensiver über gleichgeschlechtliche Partnerschaften aufzuklären. Nur wenige Lehrer würden die angebotenen Fortbildungsmaßnahmen dazu wahrnehmen. „Da müssen wir nachsteuern“, sagte Knake-Werner. Die Grünen im Abgeordnetenhaus forderten, an den Schulen „Diversity-Beauftragte“ zu benennen, die als Ansprechpartner zum Thema „Vielfalt“ fungieren. Eren Ünsal von der Türkischen Gemeinde rief alle muslim. Organisationen zur Unterstützung beim Kampf gegen Homophobie auf. Religiöse Vorschriften müssten liberaler interpretiert werden..“

LINK: http://europenews.dk/de/node/1214
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von hades hades ist gerade offline | 7.11.2008 14:51 Uhr
"Statistische Erhebungen zu Gewalttaten gegen Schwule und Lesben gibt es nicht, wie kann dann von einer Erhöhung der Attacken gegen Homosexuellen gesprochen werden?"
Die gibt es sehr wohl und auch messbar - allerdings nicht bei der Polizei. Dafür aber beim schwulen Überfalltelefon von MANEO, oder dem LSVD die einen stetigen Anstieg von Gewalttaten durch junge männer mit MH verzeichnen, dort wieder in ganz besonderem Maße die mit moslem.MH.

Aus dem Pressetext des LSVD: "Bekanntermaßen sind homosexuellenfeindlichen Einstellungen unter jugend. Einwanderern in Berlin ohnehin schon sehr weit verbreitet. Das hat die „Simon-Studie“, die im vergangenen Sep. von Dr. Heidi Knake-Werner vorgestellt wurde, deutlich gezeigt. In diesem gesell. Klima und vor dem Hintergrund einer Vielzahl homosexuellenfeindlichen Übergriffe ist der Artikel (Anm.: in der "Al Salam) geeignet, das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt zu gefährden. Er ist Wasser auf die Mühlen all jener, die ohnehin dazu neigen, Homosexuelle zu diskriminieren, anzupöbeln und häufig genug auch gewalttätig anzugreifen."

LINK: http://typo3.lsvd.de/334+M58ab39bda74.0.html?&type=98

Comment
von columbo columbo ist gerade offline | 7.11.2008 15:24 Uhr
@ karoleben
Respect - toller Kommentar!
Comment
von rc rc ist gerade offline | 7.11.2008 17:00 Uhr
Intoleranz ist nicht zu tolerieren
Der niederländische Soziologe Paul Scheffer schreibt in seinem Buch "Die Eingewanderten", dass bei Migranten aus anderen Kulturkreisen keine Ausnahme gemacht werden soll, wenn es um die Umsetzung bzw. Einforderung der grundrechtlich verankerten Werte einer liberalen Gesellschaft geht. Gerade weil bestimmte gesellschaftl. Errungenschaften wie die Gleichberechtigung der Frau, volle Anerkennung der Rechte von Schwulen und Lesben u.s.w. noch rel. jung sind, sind sie auch fragil. Und drohen wieder verloren zu gehen, wenn sie nicht durchgesetzt werden.

Dabei muss bedacht werden, dass die Vermittlung dieser Werte u. Rechte durch die katastrophalen Rahmenbedingungen an "Problemschulen" fast gar nicht möglich ist. Und der Anteil der Bevölkerung mit MH und schlechter Bildung wächst rapide. Wird hier nicht gehandelt, wird das eintreten, wovor Scheffer warnt. Mehr Sozialarbeiter sind nötig, aber mindestens genauso eine andere Einstellung best. Einwanderer gegenüber unserer Gesellschaft und die verantwortungsvolle Mitarbeit der Migrantenverbände.
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 7.11.2008 19:51 Uhr
@rc
Vielen Dank für Ihren Kommentar und den Hinweis auf den niederländischen Soziologen Paul Scheffer!

Für außerordentlich wichtig halte ich die Aussage, dass gesel. Errungenschaften wie die

Gleichberechtigung der Frau

volle Anerkennung der Rechte von Schwulen und Lesben - und Transsexuellen möchte ich hinzufügen

noch relativ jung sind und deshalb auch fragil...

Und genau darin sehe ich eine der größten Gefahren unseres Gemeinwesens!

Die o.g. Rechte und Errungenschaften unserer Gesellschaft müssen positiv vermittelt werden (und das halte ich für das allerwichtigste!!!) und sie müssen im Zweifelsfalle auch durchgesetzt werden!

Was mich umtreibt ist die Furcht (ich weiss, Angst ist kein guter Berater...), dass viele Fortschritte in unserer Kultur, für die wir Jahrhunderte und Jahrzehnte gebraucht haben, plötzlich wieder in Frage gestellt werden.
Comment
von fariborsm fariborsm ist gerade offline | 7.11.2008 20:07 Uhr
Hass gegen die Liebe
Ich denke der Wundepunkt liegt ganz wo anderes. Und zwar: Die Sexualität des Einzelnen ist zu allgemeingut erklärt. Der Grund dafür ist meiner meinung nach nicht die vielbepriesene persönliche Freiheit. Der Grund für die "ERKLÄRUNG" ist: Die komfortabele Manipulation der Massen via ihrer Sexualität. Besonders anfällig für die verbale, textlich-bildliche Porno Kultur ist die Jugend, speziel im Pubertätsalter. Ist sie/er einmal in den Fängen dieser "Freihiet" gefangen so interessiert sich und beschäftugt sich das Individuum nur noch für seine sexuellen Wünschen und die Obrigkeit hat es schon mal vom Hals. Das was wir hier unter dem Deckmantel der "Freiheit" geschenkt bekommen ist in Wirklichkeit die beabsichtigte Fehlleitung der Massen. Die Lebensgestaltung - speziel die Gestaltung des Sexuallebens - aus eigener Wille ist für die Jugend nicht möglich. Weil sie ständig Reize aus fremden Quellen ausgfesetzt ist. Wenn nicht erlaubt wäre öffentlich die sexuellen Veranlagungen und Wünsche Preis zu geben und sich sogar damit rühmen, so wird auch Niemand wegen ihrer/seiner Veranlagung belästigt werden ( können ). Echte Liebe ist eine Sache zwischen zwei, drei... Individuen. Sie wird und soll nicht in die Öffentlichkeit getragen werden. Die Sexualität des Einzelnen darf nicht zu Allgemeingut erklärt und kommerziell ausgeschlachtet werden, wie eben der Fall ist. Dies ist die Beschneidung der Menschenrechte und keinesfalls ein Element einer wahren Demokratie. Gruß
Comment
von lektorat-berlin lektorat-berlin ist gerade offline | 8.11.2008 14:52 Uhr
IQ-Messung
@betrachter

Der IQ ist minichten allein angeboren, sondern auch Teil der Erziehung, nebst Bildung. Ich mag nicht an die biologische Auslese von Geburt an glauben. Und eine Schutz-/Vorbeugehaft ist sicher kein Mittel, aber auch kein Grund die Augen vor Notwendigkeiten, wie Bildung und dem Versagen der staatlichen Institutionen und insbesondere von Eltern zu verschließen.

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