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Neue Vorschriften

Maulkorb für alle Hunde in Bussen und Bahnen

Ab 1. Januar dürfen auch kleine Rassen nur noch mit Beißschutz mitfahren – oder sie müssen in die Box. Tierfreunde halten das für übertrieben.
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Verkehrsverbund zeigt Biss. Eine Maulkorbpflicht gab es bisher in Bussen und Bahnen von Berlin und Brandenburg nur für große Rassen. Die neue Regelung gilt nun offiziell für alle Hunde – auch für die Kleinsten. Foto: Caro/Sorge Caro / Sorge
In Bussen und Bahnen müssen künftig nicht nur große Hunde einen Maulkorb tragen: Ab 1. Januar sind auch für Möpse, Dackel, Pinscher und andere Schoßhunde die lockeren Zeiten in öffentlichen Verkehrsmitteln vorbei. Beim Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) treten verschärfte Beförderungsregeln für Tiere in Kraft. Danach reicht es nicht mehr aus, die kleinsten Vierbeiner an die Leine zu nehmen. Falls sie keinen Maulkorb tragen, muss man sie in einer Box oder Reisetasche transportieren. Halter, die dagegen verstoßen, können zum Aussteigen gezwungen werden. BVG und S-Bahn wollen den Maulkorbzwang allerdings nur „nach Augenmaß“ durchsetzen. Sprecher von Hundevereinen halten das Ganze für „Quatsch“. Eine weitere neue Vorschrift begrüßen aber auch sie: Ab 2010 gilt in Berlin für alle Hunde eine Chip- und Versicherungspflicht.

Die VBB-Beförderungsregeln gelten für die BVG und S-Bahn in Berlin sowie für 40 öffentliche Verkehrsunternehmen in Brandenburg. Bisher waren dort nur Maulkörbe für große Hunde vorgeschrieben. Offenbar auf Initiative der Verkehrsbetriebe in Brandenburg/Havel, wird diese Regelung aber nun auf Dackel oder Zwergpudel ausgedehnt. Das habe man mit allen Mitgliedsunternehmen vereinbart, heißt es beim VBB. Selbst der kleinste und liebste Hund könne bei einer Notbremsung durchdrehen und „zum Beißer werden“, begründet eine Sprecherin die neue Vorschrift. Deshalb sollte man auch Zwerghunden einen Maulkorb anlegen oder sie in „geeigneten Behältnissen“ unterbringen.

Allerdings ist die neue Maulkorb-Vorschrift bundesweit ziemlich einmalig. Bei den meisten Verkehrsverbünden werden nur Kampfhunderassen entsprechend reglementiert. „Auf so eine Idee würden wir nicht kommen“, wundert sich beispielsweise Beate Brennauer vom MVV München. „Mini-Beißer“ seien in Bussen und Bahnen noch nie ein Problem gewesen. Auch in Berlin sind solche Vorfälle sehr selten. Der Berliner Fahrgastverband (IGEB) rät deshalb Kontrolleuren und Busfahrern zu „Fingerspitzengefühl“. Sie sollten jetzt nicht „ältere Damen mit Pinschern“ drangsalieren. Doch andererseits könnten auch kleine Hunde durchaus aggressiv sein, gibt IGEB-Sprecher Jens Wieseke zu bedenken.

Für Herbert Simiot, den Berliner Vorsitzenden des Verbandes für das Deutsche Hundewesen (VDH), ist die neue Regelung „absurd und völlig überzogen“. Künftig müsse man „jedes Frauchen oder Herrchen, das mit einem Schoßhund anreist, vorwarnen“, sagt er. „Unter dem Motto: In Berlin nicht oben ohne!“ Simiot erwartet nun eine größere Nachfrage nach Mini-Maulkörben der Größen 0 oder 1. Die gibt es für fünf bis zehn Euro im Tierhandel zu kaufen. Man könne sie problemlos anlegen, sagt eine Verkäuferin. „Einfach über die Schnauze stülpen und dann zuklicken.“

Die Berliner Verkehrsbetriebe und die S-Bahn kündigen allerdings einen moderaten Umgang mit dem erweiterten Maulkorbzwang an. „Wir wollen keinen Krieg mit Hundehaltern“, sagt eine BVG-Sprecherin. Busfahrer und Kontrolleure sollten „mit Augenmaß“ selbst entscheiden, ob sie Ausnahmen machen, erklären beide Verkehrsbetrieben übereinstimmend. Herbert Simiot vom Hundeverband bleibt aber dennoch skeptisch: „Dann sind wir also in Zukunft davon abhängig, wie ein Kontrolleur gerade mal drauf ist.“

Als „sinnvoll“ wertet hingegen auch Herbert Simiot eine Regelung im Berliner Hundegesetz, die ab 2010 in Kraft tritt. Künftig müssen alle Hunde haftpflichtversichert sein und mit einem Mikrochip unterhalb des linken Ohres unter dem Fell gekennzeichnet werden. Bisher war dies nur für neu angeschaffte Tiere vorgeschrieben. Der Mikrochip wird für etwa 40 Euro ins Ohr eingepflanzt. Mit den gespeicherten Daten kann jedes streunende oder bissig gewordene Tier sofort identifiziert werden.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 29.12.2009)
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Kommentare [ 114 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von vinzenz vinzenz ist gerade offline | 28.12.2009 18:11 Uhr
Der
"Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB")sollte, bevor er seine Kraft mit solchen Scheingefechten vergeudet, sich mehr mit der S_Bahn beschäftigen und deren Verantwortlichen Zwangsmittel verpassen oder besser mit der Peitsche in dem Managmentsauhaufen aufräumen.
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von zurueckschnauzer zurueckschnauzer ist gerade offline | 30.12.2009 0:08 Uhr
Kein Scheingefecht!
Die Abgrenzung von sog. "Gefährlichen Hunden" zu angeblich nicht gefährlichen Hunden ist in der Praxis schwierig und kum zu überprüfen. Ausserdem gibt es wohl kaum Hundebesitzer, die zugeben würden, dass ihre Töle gefährlich ist ("... der will nur spielen..."), egal wie oft das Tier schon zugebissen hat.

Und vorallem kann auch bei "normalen", kleineren Hunden niemand wissen, wie aggressiv, neurotisch oder schlecht erzogen der unbekannte Hund tatsächlich ist und welche potenzielle Gefahr von ihm, z.B. für Kleinkinder objektiv ausgeht.

Daher begrüsse ich die Pflicht zu Maulkorb & Leine in Bussen und Bahnen sehr!
Sie schafft für alle Beteiligten die Sicherheit, dort nicht gebissen oder abgeleckt bzw. angesabbert werden zu können. Insbesondere Kinder brauchen dann auch keine Angst mehr vor Hunden zu haben.
Dagegen ist der Mehraufwand für die Hundebesitzer minimal, da die Maulkörbe wenig kosten und problemlos zu transportieren sind. Auch die "Belastung" der Tiere ist nach kurzer Gewöhnung gering.

Die Hundebesitzer, die sich hier aufregen - weil sie das subjektive Gefühl haben, dass da jemand ihren armen Fiffis was will bzw. ihnen Unrecht tut - sollen sich bitte wieder emotional einkriegen.
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von berggeist berggeist ist gerade offline | 30.12.2009 9:32 Uhr
Jeder gewissenhafte und erfahrene Hundebesitzer ...
wird selbst jedes Risiko vermeiden, sogar absolut friedliche Hunde möglichst vor jedem negativen Einfluss bewahren. Wer aber eben Hunde quält oder zu sehr ärgert, der muss sich nicht wundern, wenn er gebissen würde. Die Dummheit und Frechheit einzelner Zeitgenossen gegenüber jeglicher Kreatur rechnet jeder erfahrene Hundebesitzer ein und vermeidet so vorsorglich jegliche Konfrontation. Es gilt hierbei, was im Straßenverkehr gilt, kein "Vorfahrtsrecht" sollte in der konkreten Situation des Verkehrs erzwungen werden. Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme sind nicht durch irgendwelche Regelungen zu ersetzen, sondern unverzichtbar. Der Klügere sollte zumindest im jeweils aktuell gegebenen Fall nachgeben und seine Rechte hinterher sichern, wenn er nicht direkt in eine Notwehrlage geraten ist.

Berggeist
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von ofenmeister ofenmeister ist gerade offline | 18.1.2010 12:15 Uhr
Maulkorb
Wer so tolle Ideen hat ist sichlich auch damit einverstanden, wenn alle Männer kastriert werden, denn das Werkzeug für eine Vergewaltigung haben sie ja dabei
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von luxor luxor ist gerade offline | 28.12.2009 18:24 Uhr
Nö nicht übertrieben,
auch kleine Hunde können beißen, große sowieso, wie die Vergangenheit gezeigt hat. Und außerdem müssen Hundehalter akzeptieren, daß nicht alle Bürger Tierfreunde sind.
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von olebibo olebibo ist gerade offline | 29.12.2009 12:06 Uhr
nicht alle Freunde
hm; aber auch nicht alle Fahgäste von Bussen und Bahnen sind dem Alkohol(iker) zugetan oder Menschen mit dampfendem Körper-, Fuß- oder Mundgeruch oder jenen, die täglich 3,4 mal übertrieben direkt mit Deo duschen - sollen die jetzt alle nur noch in Plastiksäcken reisen? Wäre ein gewisser Fortschritt. Selbst Waffen und gefährliche Gegenstände dürfen in den Verkehrsmitteln mitgeführt ( nicht benutzt) werden - oder laufen Sie nach dem Kauf von Messer, Schere, Säge, Licht pribnzipiell zu Fuß?
Wie viele (wenige!) der Hunde werden erst irritiert oder gar agressiv, weil man ihnen Zeugs "ganz einfah mit einem Klick" Plastikkram über die Nase stülpt? Auch das sind sicher nur wenige - aber vielleicht mehr, als ohne?

Hier wird mal wieder mit Halbwissen und dafür viel Populismus eine unintelligente, unqualifizierte Pseudo-Lösung durchgepaukt, bei der dann irgendwann "Verantwortliche" jegliche Verantwortung eben los sind, weil sie alles in Vorschriften verregelt haben - dass die nicht praktikabel, urealistisch und nicht wirkungsvoll sind, ist ja dann nicht ihr Problem - sondern das der "bösen" Hundehalter der "guten" Fahrgäste mit durch solche Maßnahmen gesteigerter Angst oder der Kontrolleure, die den Quatsch ausbaden müssen (und dann am End Schuld sind, wenn's schief geht?).
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von berggeist berggeist ist gerade offline | 30.12.2009 20:40 Uhr
Die Vorschriften haben lediglich eine Alibifunktion ...
für deren Erfinder und den Gesetzgeber. Außerdem gelten sie nur, wenn damit Geld eingetrieben werden kann. Das geschieht dann meist sporadisch. Um die Ordnung geht es in keinem Falle. Die Ordnungshüter sind inzwischen nur noch Fallensteller, die hoffen, dass jeder in die Falle tappt, um abkassieren zu können.

Berggeist
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von marel marel ist gerade offline | 28.12.2009 18:38 Uhr
Maulkorb schützt nicht gegen Mundgeruch
Gegen den Mundgeruch der Hunde schützt ein Maulkorb leider auch nicht.
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von charles charles ist gerade offline | 28.12.2009 21:35 Uhr
Schnauzengeruch
Ich kenne mehr Menschen mit Mundgeruch als Hunde mit Mundgeruch.
Sie erleben es wohl anders: Laufend werden Sie von stinkenden Hunden angehaucht und angesabbert. Wodurch wirken Sie so anziehend?
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von berlin14057 berlin14057 ist gerade offline | 29.12.2009 6:49 Uhr
Die meisten Hunde stinken
nur für Hundebesitzer ist Fiffi ja heilig. Der beißt nicht, der riecht nicht, der ist immer lieb und will ja nur spielen.
Hunde gehören in der Stadt verboten!
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von BRDMatrix BRDMatrix ist gerade offline | 29.12.2009 13:33 Uhr
Danke, genauso sehe ich es auch.
Klares Hundehaltungsverbot in der Stadt. Es gibt keinen vernünftigen Grund, in der Stadt kackende, kläffende und beißende Viecher zu halten und damit den anderen Bürgern immer wieder auf den Wecker zu fallen und sie teilweise sogar zu gefährden!

Am liebsten gleich ab 1.1.2011. Ich bin dafür.
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von olli_b olli_b ist gerade offline | 29.12.2009 15:05 Uhr
So ist das wohl....
interessanter finde ich aber die Kennzeichnung mit Mikrochip. Die Kontrolle selbiger halte ich für recht kompliziert, aber immerhin...da sind dann streunende oder bissige Hunde aus Brandenburg sozusagen im Vorteil.
Nichtsdestotrotz sollte es beim Stande der heutigen Technik möglich sein, diesen Mikrochips die Eigenschaft mitzugeben, den Hundeorganismus anzuregen, die Verdauungsendprodukte eindeutig und rückführbar zu kennzeichnen. Sozusagen eine Art künstlicher genetischer Abdruck. Endlich erfolgversprechende Ermittlung der Haufenverursacher. Bisher muß man sich auf die Lauer legen und Hund und Frau-/Herrchen in Flagranti ertappen. In besonder beratungsresistenten Fällen wirkt übrigens die Verbringung der Hinterlassenschaft in den heimischen Briefkasten der/des Hundehalters/in wahre Wunder. Das kann man sich dann alles sparen; wäre außerdem eine erfolgversprechende Thematik für den Innovationspreis Berlin-Brandenburg 2010.....
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von Prenzelberger Prenzelberger ist gerade offline | 29.12.2009 17:15 Uhr
Maulgeruch
. . wenn Sie so nah rangehen, sollten sie sich nicht wundern wenn ein Hund zuschnappt! Ein echter Beleg ihrer Unwissenheit.
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von unbekannt | 28.12.2009 19:01 Uhr
Na, ganz toll VBB - grosses Kino!
Eine völlig überzogene Massnahme. Mich würde ja wirklich mal interessieren wieviele kleine Hunde diese Jahr in Bussen und Bahnen Fahrgäste gebissen haben. Wahrscheinlich nicht erwähnenswert. Das man Hunde nicht mag ist eine Sache, aber diese Hysterie die hier wieder losgetreten wird, ist völlig an der Realität vorbei. Zumal die BVG wirklich dringendere Probleme hat mit brandanfälligen Bussen, Gewalt gegen Fahrer, erheblichen Verspätungen, einem maroden S-Bahnnetz etc. Ich halte das für grossen Quatsch jetzt von den eigentlichen Problemen abzulenken in dem man die Gefahr bei Kleinhunden sucht. Oder gehts nur darum sich neue Geldquellen in Form von Bußgeldern zu eröffnen?
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von eban eban ist gerade offline | 28.12.2009 19:19 Uhr
Das marode
S-Bahnnetz, @Relled, gehört der Bahn, und nicht der BVG.
Comment
von unbekannt | 28.12.2009 19:39 Uhr
@ eban
Es ist mir bewusst das die S-Bahn nicht zur BVG gehört. Mir ging es generell um die marode Situation der öffentlichen Verkehrsmittel und darum das es bedeutend wichtigere Baustellen gibt als Dackel und Co. mit Maulkorb auszustatten.
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von ImmerOptimist ImmerOptimist ist gerade offline | 29.12.2009 9:36 Uhr
Ein Hund ist auch nur ein Lebewesen
Ich habe öfters einen Hund in Pflege. Ein liebenswerter kleiner Kerl. Er reagiert nur dann mit Knurren auf fremde Menschen, wenn diese versuchen, ihn zu streicheln oder Leckerlie anbieten. Kinder können es nicht lassen und manchmal deren Eltern.
Ein Hund fühlt sich in solch einer Situation bedroht.
Bellt oder schnappt er dann, ist das Geschrei groß.

Nicht der Hund ist unvernünftig, sondern der Mensch.

Nur in überfüllten Bussen und Bahnen sollte zur Sicherheit des Hundes, ein Maulkorb angebracht werden.
Eine Hundehaftpflicht halte ich für sinnvoll und der Hundehalter müßte selbst entscheiden können, ob der Hund einen Chip eingesetzt bekommt. Wenn der Gesetzgeber das will, soll er das aus der Hundesteuer (120 € im Jahr) finanzieren.

Was wird eigentlich mit der Hundesteuer finanziert?
Oder ist das nur eine Einnahmequelle für das Bezirksamt oder den Senat?

Jedenfalls Hundeauslaufplätze oder Hundekotbeutel bzw. Mülleimer werden viel zu wenig oder gar nicht bereitgestellt.

Seit dem ich die Menschen kenne, liebe ich die Tiere.
Comment
von BRDMatrix BRDMatrix ist gerade offline | 29.12.2009 13:39 Uhr
ImmerOptimist:
"Nicht der Hund ist unvernünftig, sondern der Mensch."

Richtig, und deshalb sollte die Hundehaltung verboten werden.
Comment
von ImmerOptimist ImmerOptimist ist gerade offline | 29.12.2009 21:02 Uhr
@BRDMatrix - Bitte etwas optimistischer
Vielleicht haben Sie ja unangenehme Erfahrungen gemacht.
Wieder andere schwören z. B. auf
Suchhunde, Hütehunde, Blindenhunde u.v.a.

111 Gründe, HUNDE zu lieben


Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 28.12.2009 20:52 Uhr
Die Chance durch einen Hund gebissen zu werden ...
beträgt ca. 1/1000 des Risikos in Deutschland irgendeinem Gewaltverbrechen oder schweren Diebstahl zum Opfer zu fallen. Von der "Mordwaffe" Kraftfahrzeug will ich nicht erst reden.

Berggeist
Comment
von eban eban ist gerade offline | 28.12.2009 19:15 Uhr
Das ist ja
wie ein bisschen schwanger...
Entweder gibt es eine Vorschrift, dann ist sie von allen einzuhalten, oder man erlässt solche Regelungen erst gar nicht.
Sonst haben wir bald dasselbe Syndrom des Nichteinhaltens wie in vielen anderen Bereichen: Hunde auf Straßen und Gehsteige kacken zu lassen, ohne die unappetitliche Hinterlassenschaft zu entsorgen, öffentliches Straßenland zu vermüllen etc. Ist alles bußgeldbewehrt, aber keinen kümmert's, weil auf Fehlverhalten keine Sanktion folgt.
Eine Maulkorbpflicht zu erlassen und im gleichen Atemzug zu einer windelweichen Auslegung aufzufordern, ist im höchsten Maße kontraproduktiv, damit demontiert sich die Ordungsmacht doch selbst und macht sich zu Kasper.
Dann soll man es doch besser gleich sein lassen.
Comment
von fantasia fantasia ist gerade offline | 28.12.2009 19:38 Uhr
@eban
damit haben Sie heute schon zwei Kommentare geschrieben, mit denen ich voll übereinstimme.
Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 28.12.2009 22:17 Uhr
Es muss immer so absolut dogmatisch zugehen
wie in Diktaturen, sonst wird das nichts? Wollen Sie einem schwer harzkranken Hund einen Maulkorb anlegen oder wollen Sie den gleich einschläfern. Sie sind doch aber ein Mensch, oder?

Kleines Beispiel für unflexible Dogmatiker:

In einem PKW ist ein Hund in einer verankerten Tasche, einer Box oder aber an einem Spezialgurt und Geschirr mitzunehmen, ohne dass die Abzocker eine Gelegenheit bekommen Geld zu kassieren. Bei manchen Kommentaren komme ich mir vor, als wären sie im Mittelalter oder bei Stalin geschrieben worden.

Hunde nicht frei im Wagen mitfahren zu lassen ist nicht nur vernünftig, sondern eine Frage der Sicherheit für alle Insassen, den Hund inbegriffen. Das Geschirr ist im Falle des Anhängesn in der Klinke des Sicherheitgurtes notwendig, weil sich der Hund im Falle des Unfalles oder sehr scharfen Bremsens am Halsband strangulieren könnte. Dennoch sollte man die Box bevorzugen, dabei aber eine hochwertige einsetzen, die nicht zu Bruch geht, wie es kürzlich erst bei einem Unfall in der Nähe von Basdorf geschehen ist. Die Box war zerdrückt und zersplittert und ein Mutterhund wurde verletzt. Ein jugendlicher Raser (ohne Hund) hatte den Wagen der Hundebesitzerin auf deren Fahrspur frontal gerammt und sie dabei schwer verletzt. Die Medien berichteten über diesen schweren Unfall. Logischer Schluss jedes dogmatischen Fanatikers: Alle Raser haben keine Hunde, und alle Leute ohne Hunde sind Raser. "ggg"

Berggeist



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von super.neon super.neon ist gerade offline | 28.12.2009 19:56 Uhr
Die Grenze
Ich kann die generelle Pflicht nur begrüßen! Daß jetzt Halter von "ungefährlichen" Hunden auch in die Pflicht genommen werden, mag zwar in Einzelfällen ungerechtfertigt erscheinen, wird aber keinen Hund umbringen.

Eine Pflicht für nur einige Hunderassen führt zu abertausenden von Ausnahmeregelungen, die niemand mehr im Stande ist, ernsthaft zu kontrollieren
Comment
von lupo lupo ist gerade offline | 28.12.2009 20:36 Uhr
Schön, dass es in Berlin so viele Tierfreunde gibt !
Leider viel weniger Menschenfreunde ...

Comment
von Lutze Lutze ist gerade offline | 28.12.2009 22:11 Uhr
lupo
Die Freundschaft eines Tiere ist ehrlicher. Oder haben Sie schon mal einen ehrlichen Menschen gesehen? Bin kein Hundebesitzer!!!
Comment
von lupo lupo ist gerade offline | 28.12.2009 23:04 Uhr
Die Freundschaft eines Tiere ist ehrlicher
Klar, kaum dass Ihr Köter die Wurst von mir kriegt, ist er mein Freund !

Das nenn' ich wahre Freundschaft und Ehrlichkeit !

Comment
von dagmar_R dagmar_R ist gerade offline | 29.12.2009 10:56 Uhr
@Lupo
Meine Hunde hätten eine Wurst von aus Ihrer Hand niemals angenommen - selbst wenn sie hungrig gewesen wären. Gut erzogene Hunde nehmen nix von Fremden. Außerdem merken Hunde, wenn Menschen sie nicht mögen. Ihr verblendeter Hass würde einem halbwegs intelligenten Hund niemals verborgen bleiben. Ich hoffe nur, sie werden niemals auf die Hilfe eines solchen Tieres angewiesen sein. Schon mal was von Blindenhunden gehört, oder Suchhunden? Auch als Schutzhunde oder in der Zollfahndung leisten diese Tiere Dinge, zu denen Sie wahrscheinlich niemals in der Lage wären. Wenn Sie allerdings ein Tier auf seine "Hinterlassenschaften" reduzieren, kann man Ihre Meinung nachvollziehen, so oberflächlich sie auch ist.
Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 29.12.2009 12:21 Uhr
So´n Hund ist immer intelligenter ...
als jeder fantatische, vom Hass verblendete Mensch. Er würde so einen Menschen nicht einmal in größter Not beißen, weil er fürchten würde, sich an ihm zu vergigten "ggg", denn seine Seele ist rein.

Berggeist
Comment
von FAB FAB ist gerade offline | 28.12.2009 20:48 Uhr
nutzen fraglich
Solche Regelungen sind ja gut und schön, vielleicht auch sinnvoll. Wenn aber nicht kontrolliert wird bringt diese Regelung nichts. Genau wie das Essen in den Zügen und das Rauchen auf dem Bahnsteigen. Es fehlt Personal um solche Sachen zu kontrollieren und durchzusetzen
Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 28.12.2009 21:00 Uhr
Es geht doch in Wahrheit nicht um den Maulkorb, ...
sondern um das Geld, das kassiert werden kann, wenn der Maulkorb fehlt. Der entsprechende Bußgeldkatalog wird dann willkürlich den im Haushalt fehlenden Geldern angepasst. Es geht um Abzocke und sonst nichts.

Berggeist
Comment
von robert56 robert56 ist gerade offline | 28.12.2009 22:45 Uhr
Von mir aus sollen die zahlen.
Ich finde das unangeleinte oder Hunde ohne Maulkorb nicht in Bus und Bahn zu suchen haben. Ebenso viele Hunde in "Ponygröße".

Diese Halter sollen gern zahlen. Ich denke aber das viele "Randgruppen" das überhaupt nicht zahlen können weil die ja eh nichts haben.
Comment
von Verdaechtiger Verdaechtiger ist gerade offline | 28.12.2009 20:55 Uhr
Hunde raus aus der Stadt!
Ich finde Hunde haben bei zivilisierten Stadtmenschen nichts verloren. Wer sein Leben mit Tieren verbringen will, soll dies gefälligst Tiergerecht auf dem Lande machen.
"Tierfreunde" hätten bestimmt auch was dagegen wenn ich ein stinkendes Paket Kot mit mir in Bus und Bahn schleppen würde.
Comment
von stachel.v.tagesigel stachel.v.tagesigel ist gerade offline | 28.12.2009 21:13 Uhr
Na, dann wollen wir mal hoffen...
...dass außer Schoßhunde ohne Maulkorb nicht noch obendrein unzivilisierte Menschen in Bahn oder Bus sitzen, wenn ein zivilierter Verdächtiger den Öffentlichen Nahverkehr nutzen sollte...
Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 28.12.2009 21:17 Uhr
Verdächtiger macht Ulk!
Die Zahl der Hunde- und Tierliebhaber ist in Berlin so groß, dass es einen Volksaufstand geben würde, wenn sich diese Landtheorie verordnen ließe. Dümmer ginge es nimmer. Außerdem kann sich diese völlig korrupte Stadt nur noch mit unbegründeten Steuern und Busgelder oder Zwangverordnungen halten.

Abgesehen von der riesigen Zahl der geliebten Vierbeiner der Berliner, sind da die vielen unverzichtbaren Helfer, die als Diensthunde, also Spürhunde aller Art, Rettungshunde und auch Blindenführhunde eine Dienst leisten, auf den wir Menschen nicht verzichten können. Der Schweizer Bernhardiner Barry rettete mehr als 40 Menschen das Leben.

http://www.swissinfo.ch/ger/index.html?cid=573814

Was maßt sich eigentlich dieser angeblich zivilisierte, großkotzige Mensch dieser vermeintlich gutbürgerlichen Gesellschaft an?

Berggeist
Comment
von Verdaechtiger Verdaechtiger ist gerade offline | 28.12.2009 21:53 Uhr
Diensttiere ausgenommen
Selbstverständlich meine ich damit keine Diensthunde. Ich bin Tierfreund - kein Grund zur Aufregung! Ich glaube nicht, dass es geistreich ist Tiere nur zur Freude der Menschen zu halten, Andere mögen da durchaus anderer Meinung und toleranter sein aber diese Stadt braucht wirklich nicht noch mehr Vierbeiner, vor allem nicht die, die in der U-Bahn, Bus oder S-Bahn "einen fahren lassen".
Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 28.12.2009 22:25 Uhr
Da lassen Wohl mehr Menschen einen ...
in der S-Bahn fahren als die Hunde, die da mitfahren. Sie können ja vorsorglich eine Gasmaske aufsetzen, die schützt auch vor Schweinegrippe und anderen Infektionskrankheiten. Wegen eines "Fahrengelassenen" können Sie aber keine Versicherung zur Zahlung auf Schmerzensgeld veranlassen und auch keine Bußgelder verhängen. :D

Berggeist
Comment
von mkrueger_bln mkrueger_bln ist gerade offline | 29.12.2009 9:44 Uhr
.. sorry ..
Entschuldigung @ verdaechtiger
... ich war nach den 1. Zeilen schon so auf 180, das ich den anderen Kommentar glatt links liegengelassen habe ...

Schönen Tag noch[b][/b]
Comment
von lupo lupo ist gerade offline | 28.12.2009 21:35 Uhr
Ich habe richtig
auf das wütende Geheul der großen Zahl von Tierfreunden gewartet.

Voilà !

Comment
von Kritischer_Staatsbuerger Kritischer_Staatsbuerger ist gerade offline | 28.12.2009 23:34 Uhr
Also ... @lupo
ich bin auch dafür das man nur Hunde für pädagogische, medizinische (Therapie) und dienstliche Zwecke in der Stadt halten darf. Und das aus einem ganz simplen Grund. Ich stehe nun mal nicht auf die Tonnen von Hinterlassenschaften die man, gerade nach den Wintermonaten, "reichlich" auf der Straße vorfindet. Und da es diverse Hundehalter nicht auf die Reihe bekommen, nicht auf die Reihe bekommen wollen, bleibt eben nur noch das Verbannen der Tiere aus dem Stadtbild.

Mal ganz abgesehen davon das vermutlich nur ca. die hälfte aller Hunde in der Stadt "artgerecht" gehalten werden, was eigentlich ein weiterer Grund wäre. Aber komsicher Weise macht man sich mehr Gedanken darum ob die Tiere bei einem Zirkus (Hier rüber denkt Senat nach) oder im Zoo (Wie war das doch gleich mit Peta und Knut) artgerecht gehalten werden, als darum ob auch die Massen von Hunden in der Stadt artgerecht gehalten werden.

Tut mir leid, das ist nichts weiter als scheinheiliges Getue.

Hunde gehören nun mal nicht in die Stadt. Wer sich partou als Herr über ein Tier aufspielen muss, nun es gibt genug "Kleintiere" die nicht so einen Dreck hinterlassen wie ein Hund und auch nicht so gefährlich sind. Muss erst das nächste Kind von einem "verhaltensgestörten" Hund entstellt oder totgebissen werden ? Auch hier "komisch", nach dem letzten Amoklauf haben alle nach einem Verbot von Killerspielen geschrien, wenn aber ein Hund ein Kind entstellt oder totbeißt wird nicht nach einem "Hundeverbot" gerufen. Und das obwohl ein Hund immer ein "potenzielles" Risko darstellt.

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