[Kommentare: 27]

Berliner Bürgersteige

Der Hundedreck soll weg

Die "Tretmine" ist nicht so lustig für Fußgänger in der Hauptstadt. Jetzt soll ein Pilotprojekt dafür sorgen, dass nicht ganz so viel Hundekot auf den Bürgersteigen liegenbleibt. Los geht es nicht in "Problembezirken", sondern in Charlottenburg-Wilmersdorf und Tempelhof-Schöneberg.
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Eine so genannte Dog Station, in der es Tüten für Hundekot gibt. - Foto: ddp
Berlin -  Rund 50 "Dog Service Stations" stehen ab sofort an Straßen und öffentlichen Plätzen zur Entsorgung von Hundekot bereit. In den knallorangefarbenen Stelen stecken kostenlose Papiertüten und ein per Fußpedal zu öffnender Abfallbehälter. "Man braucht nichts zu berühren, man sieht nichts und man riecht nichts", sagte Daniel Wall, Chef des Berliner Außenwerbers Wall AG, bei der Vorstellung des Pilotprojektes. Das Unternehmen hat die Entsorgungsstelen gemeinsam mit der Berliner Stadtreinigung (BSR) zunächst in Charlottenburg-Wilmersdorf und in Tempelhof-Schöneberg aufgestellt. Die Wall AG übernimmt die Herstellung, Wartung und Bestückung der Stelen. Die BSR sorge für die Entleerung der Abfallbehälter, sagte Wall. Für die Bezirke sei das Projekt ein Jahr lang kostenlos. Sollte es Erfolg haben, sei eine Ausweitung auf ganz Berlin das Ziel.

Hundehaufen auf Gehwegen seien laut einer aktuellen Studie für Berliner und andere Großstädter ein besonderes Ärgernis, sagte BSR-Chefin Vera Gäde-Butzlaff. Sie hofft, dass das Problem durch das neue System eingedämmt wird. Ursprünglich sei bei dem Projekt auch der Einsatz von BSR-Mitarbeitern auf zweirädrigen Elektrorollern geplant gewesen, sagte Gäde-Butzlaff. Neben dem Entleeren der Abfallbehälter sollten die Mitarbeiter als Ansprechpartner unterwegs sein und Hundebesitzer über das neue Entsorgungssystem aufklären. Weil es bislang keine Zulassung für die neuen Gefährte gebe, liege dieses Vorhaben zunächst auf Eis.

In Berlin fallen täglich etwa 50 Tonnen Hundekot an. Rund 100.000 Hunde sind offiziell gemeldet. Schätzungen zufolge gibt es jedoch fast doppelt so viele in der Hauptstadt. (mit ddp)
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Kommentare [ 27 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von cremont cremont ist gerade offline | 19.11.2007 14:31 Uhr
pro Tag pro Doggy-Station eine Tonne
........ in der Wüste, wenn der Hund nach einem Baum sucht.
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von minomail minomail ist gerade offline | 19.11.2007 15:07 Uhr
Prima
Toll, endlich passiert was.
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von besosu besosu ist gerade offline | 19.11.2007 15:10 Uhr
Man darf heute schon gespannt sein...
... wie die Reaktion der Hundebesitzer rund um die U-Bahn Eberswalder Str. sowie im Friedrichshain sein wird, sollten denn dort irgendwann mal die Doggy-Stations aufgestellt werden....
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von angel angel ist gerade offline | 19.11.2007 15:23 Uhr
Dog ?
Viele Hundebesitzer sind ältere Menschen, die kein Englisch können. Die können mit "Dog Stations" gar nichts anfangen. Aber das interessiert Herrn Wall nicht, er muss sich ja weltstädtisch geben.
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von kritiker kritiker ist gerade offline | 19.11.2007 15:43 Uhr
Die Eenglisierung
schreitet eben fort, letztlich sah ich am Aufzug S-Bahnhof Westkreuz das Wort "touchpoint" womit der gute alte Fahrstuhlrufknopf gemeint ist, zum Servicepoint wurde die gute alte Auskunft. Na, was solls. Fragt sich bloß, wie der gute alte Berliner ohne Englischkenntnisse dies alles ausspricht- lach!
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 19.11.2007 20:10 Uhr
so...
wie man es liest! immer wieder fällt es mir im radio oder fernsehen auf,
dass englische wörter neuerdings einfach deutsch ausgesprochen werden
oder - die höhe - halb englisch / halb deutsch ausgesprochen werden.
das klingt einfach schrecklich in meinen ohren.

im übrigen: es gab mal eine zeit mit französischen einflüssen in der
deutschen sprache. und wo sind die heute geblieben? eine ehemalige
nachbarin benutzte den ausdruck "peron", wenn sie den bahnsteig
meinte.

also cool bleiben. vielleicht wird unsere sprache ja demnächst mit
chinesischen begriffen angereichert ;-)
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von andreasfink andreasfink ist gerade offline | 20.11.2007 8:59 Uhr
Errror? Irrtum?
Ich nehme an, bei dem "Touchpoint" handelt es sich nicht um den Fahrstuhl-Rufknopf sondern um eine Einrichtung, die mit dem Fahrscheinkauf und der Fahrscheinentwertung über das Handy (gern auch Mobiltelefon) zu tun hat.
Mir gefällt der Ausdruch auch nicht -man soll die Touchpoint-Fläche nicht mal antouchen sondern das Handy lediglich davorhalten.
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von xbergbewohner xbergbewohner ist gerade offline | 19.11.2007 15:27 Uhr
@cremont
...da, wo Sie dann schon warten?
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von deberger deberger ist gerade offline | 19.11.2007 15:32 Uhr
@ angel
Na ja, und wenn es auf deutsch stehen würde, würden sie es auch nicht verstehen. Denn sie wollen es nicht verstehen. Oder brauch man eine Anleitung, wie man mit den Hinterlassenschaften seiner Lieben umzugehen hat?
Comment
von stachel stachel ist gerade offline | 19.11.2007 16:09 Uhr
Wo bleibt das Ordnungsamt?
Ach ja, das ist damit beschäftigt, Knöllchen an Autofahrer zu verteilen, ist bequemer, als sich mit Hundebesitzern auseinanderzusetzen. Hoffentlich werden die Hundesteuern erhöht, um die Hunde-Stationen zu finanzieren, es ist nicht einzusehen, daß alle Bürger dafür bezahlen.

Hundebesitzer und Raucher sind die uneinsichtigsten Zeitgenossen.
Comment
von kritiker kritiker ist gerade offline | 19.11.2007 16:48 Uhr
Pauschalurteile
sind eben nie richtig, wie tröstlich. Abgesehen davon, sind Sie immer dabei und bekommen alles (ich meine damit auch alles) mit?
Comment
von unbekannt | 19.11.2007 16:48 Uhr
@stachel
Ihre Diskriminierung ist unglaublich und unverschämt. Ihre Pauschalisierung ist unerträglich und Sie sind offenbar völlig weltfremd.
Ich kenne viele Raucher und Hundebesitzer, die Raucher rauchen aus Rücksichtnahme nur draußen und nehmen Rücksicht auf die Nichtraucher, ich kenne eine Menge Hundebesitzer, die entsorgen regelmäßig Hundekot von den Gehwegen oder ähnliches. Die Entsorgung erfolgt stets zuverlässig. Was soll denn das mit Ihrer miesen Kampagne gegen diese Zeitgenossen? Ihre Gedanken sind kriminell wegen der Diskriminierung hoch drei.
Comment
von tt tt ist gerade offline | 19.11.2007 17:02 Uhr
Genau, stachel!
...und Homosexuelle, Linke, Ausländer und Alte auch - die sehen alle nix ein. Und die Steuern erhöhen, jawoll! Am besten noch eine Kennzeichnungspflicht für diese uneinsichtigen Zeitgenossen, nicht wahr?!

Was in anderen Ländern völlig normal ist (einfache und kostenlose Tütenspender) wird hier wieder von denen, die die eigentlichen Verschmutzer sind, kaputtdiskutiert.

Ein Zeitgenosse mit Hund und Tüte in der Tasche.
Comment
von unbekannt | 19.11.2007 17:05 Uhr
Hunde und Raucher
Also ich rauche auch und belästige niemand damit, ich rauche
nicht bei Kindern und nicht, wo ich es nicht darf.
Kenne auch Hundebesitzer, die den Kot weg machen, aber es
gibt genug Ignoranten. Hier sollen sie halt Strafe zahlen.

die Hundesteuer generell zu eröhen, belastet viele Kleinrentner
daher sollen die zahlen, die den Mist liegenlassen.
Sag ja, Ordnungshüter müssen wieder her, überall.Wie früher,
da gabs auch Parkwächter etc.

Und das Englisch ( Gedenglisch)ist für alte Leute schon eine
Zumutung und manchmal für mich auch.

Immerhin leben wir in Deutschland, wenn auch in einem
"armen Deutschland"

So viel Probleme wegen Hundeschiss.

Friederike aus Meerbusch
Comment
von xbergbewohner xbergbewohner ist gerade offline | 19.11.2007 17:23 Uhr
@stachel
Sie wären doch bestimmt dann einer der Ersten, der aufschreit, wenn der Berliner Senat die derzeit eingenommene Hundesteuer von rd. 12 Mio € pro Jahr irgendwo anders einsparen müsste oder es ähnliche Einsparungen im Bund gibt, weil plötzlich rd. 14 Mrd. € Tabaksteuer fehlen, oder?
Auch für Sie gilt: erst denken, dann schreiben...
Comment
von ganymed ganymed ist gerade online | 19.11.2007 17:23 Uhr
die reaktion
der hundebesitzer...es gibt nicht die hundebesitzer, ich habe 2 hunde und ärgere mich täglich neu über all die gassigänger die genau unsere kleine straße als hundetoilette benutzen.und vergessen abzuziehen..auch ihre hunde in die vorgärten laufen lassen. wir wohnen in der nähe eines parks. mögen sie bei nacht und nebel hineintreten.die oberferkel.
Comment
von stachel stachel ist gerade offline | 19.11.2007 17:29 Uhr
Hat wieder mal funktioniert ;-)
Wer die an dieser Stelle geführten Diskussionen um das Rauchverbot in Gaststätten "miterlebt" hat, kann kaum behaupten, daß (viele) Raucher einsichtig sind. Leider erlebe ich fast nur Hundebesitzer, die die Hinterlassenschaften Ihrer Vierbeiner "hinterlassen" und bei Ansprache aggressiv reagieren. Wo kommen eigentlich die 50 Tonnen Hundekot TÄGLICH her, wenn die Hundebesitzer so einsichtig sind??? Das kann mir der ebenfalls ziemlich aggressiv reagierende "sedum" sicher erklären.
Comment
von dali dali ist gerade online | 19.11.2007 18:08 Uhr
dali im wunderland
Flughafen Tempelhof, Rauchverbot, Hundedreck, Gotteshaushöhen,
fehlen nur noch die Käsepreise in Lichtenrade
sind das wirklich Eure Sorgen?
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 19.11.2007 20:16 Uhr
genau, dali!
gestern zur uno-klimakatastrophe kein einziger
kommentar!
Comment
von dali dali ist gerade online | 19.11.2007 22:11 Uhr
@ iris.s
warum soll ich was sagen, wenn viele andere Beiträge schon aussagen, was ich auch nur sagen könnte..

Gruß

Dali
Comment
von angel angel ist gerade offline | 19.11.2007 19:38 Uhr
@deberger
Dann haben sie aber keine Ausrede mehr. :-))
Comment
von unbekannt | 19.11.2007 21:04 Uhr
Parkwächter....
und Hundedreck....Berlin ereifert sich seit Jahren an denselben Dingen. Komisch, in Paris ist das kein Thema, da wird einfach per Motorrad saubergemacht....
Alles, was in anderen Ländern ganz simpel ist wird in D zum Problem.
Der Deutsche liebt den Stress, siehe McDonalds in Kreuzberg...
Comment
von unbekannt | 20.11.2007 1:10 Uhr
Die krankhaften Sorgen und Probleme der Berliner sind einmalig!
THF, Riesenrad am Zoo, Hundekot, Umweltplakette, Staatsoper, dali, etc.
Berlin hats bitter nötig zu jammern. Die Hauptstadt der Hunde ist Köln und nicht Berlin, da meckert aber kaum einer über die Hunde.
Berlin macht sich in aller Hinsicht lächerlich. Die Welt lacht Berlin aus und ich als Berliner schäme mich nun als Berliner outen zu müssen.
Comment
von rodemer rodemer ist gerade offline | 20.11.2007 6:15 Uhr
Dicke Strafen = saubere Strassen
Ich lebe in Ann Arbor, Michigan, USA. Wenn hier ein Hundebesitzer nicht gleich den Kot seines Tieres mitnimmt, kann er mit einer Geldstrafe von $200 rechnen. (Zugegeben, beim jetztigen Kurs gar nicht so viele Euro!) Auf diese Weise würde die Stadt Berlin viel mehr an Strafgeldern einspielen als beim Jagd auf Falschparkende, wenigstens kurzfristig, bis die Hundebesitzer neue Sitten verinnerlicht hätten.

Prof. Michael Rodemer
rodemer@umich.edu
Comment
von unbekannt | 20.11.2007 8:51 Uhr
die kosten
hallo,

nette idee, völlig sinnlos und vor allem ärgerlich, dass die kosten bei der allgemeinheit landen werden.
das problem sind die verantwortungslosen, frechen halter und

ich fürchte, dass nur eine starke erhöhung der hundesteuer (stadtreinigungszuschlag) in verbindung mit schmerzhaften strafen (min. 3-stellig) sowie einer gnadenlosen kontrolle
das problem lösen kann

m.
Comment
von marcw marcw ist gerade offline | 20.11.2007 11:54 Uhr
Immer diese Aufregung
Warum bloß stört mich Hundedreck überhaupt nicht? Weder trete ich hinein (weil Augen) noch rieche ich etwas.

Meinetwegen soll halt die BSR das Zeug wegmachen, täglich einmal schnell die Bürgersteige gesaugt, basta. Ist ja wohl ihre Aufgabe. Oder ist die BSR nur für Menschenmüll zuständig - Tüten, Kippen, leere Flaschen gut, Hundehaufen böse?
Comment
von tt tt ist gerade offline | 20.11.2007 15:09 Uhr
Danke marcw...
...auf den Punkt gebracht. Basta.

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