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Kritik aus Rheinland-Pfalz

Kurt Beck: DDR-Erbe in Berlin "wie Krempelmarkt"

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck kritisiert Berlins Umgang mit der Geschichte. „Ich vermisse eine würdige Erinnerung an die Opfer der Mauer-Zeit, der DDR-Diktatur“, sagte Beck in seiner „Hauptstadtrede“.
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Parteifreunde. Kurt Beck und Klaus Wowereit im April 2008 in Berlin.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und frühere SPD-Bundesvorsitzende Kurt Beck hat den Umgang des Landes Berlin mit der Erinnerung an die Zeit vor dem Mauerfall kritisiert. „Ich vermisse eine würdige Erinnerung an die Opfer der Mauer-Zeit, der DDR-Diktatur“, sagte Beck am Mittwochabend  in seiner „Hauptstadtrede“. „Am Checkpoint Charlie sieht es eher aus wie auf einem Krempelmarkt.“ Beck bezeichnete seine Kritik ausdrücklich „nicht als Einmischung in Berliner Angelegenheiten, sondern als Eindrücke eines Besuchers, der gerne in Berlin ist“.

Mit seiner Rede reiht sich Beck in eine Serie von persönlich gehaltenen Ansprachen, in denen Regierungschefs der Bundesländer auf Einladung der Stiftung Zukunft Berlin über ihr Verhältnis zur Hauptstadt gesprochen haben, kürzlich ist eine erster Sammelband im Siebenhaar-Verlag als Buch erschienen.

Beck nutzte seine Rede neben einer scharfen Kritik an der schwarz-gelben Bundesregierung vor allem für ein Plädoyer für die Autonomie der Bundesländer. „Der Föderalismus hat in der Bundeshauptstadt wenig Freunde“, kritisierte er. Das gelte sowohl für die Merkel-Regierung als auch für die Bundestagsfraktionen einschließlich der seiner eigenen Partei, bei denen „der Föderalismus nicht beliebt und unverstanden“ sei. Auch bei den in der Hauptstadt konzentrierten Medien habe „der Zentralismus mehr Zustimmung“ als das Konzept von 16 unterschiedlichen Ländern. „Die Vielfalt der Länder spiegelt sich in den überregionalen Medien wenig“, bemängelte Beck.

Der Ministerpräsident rief dazu auf, gerade in Krisenzeiten wie jetzt die Bundesländer stärker wahrzunehmen. „Der Föderalismus hat zur Dynamik, zum Erfolg unseres Landes geführt.“ Zentralistische Staaten wie Frankreich hätten „die Wirtschafts- und Finanzkrise schlechter gemanagt als Deutschland.“ In der Bundesrepublik hätten vor allem die gemeinsamen Konjunkturprogramme unter der letzten Bundesregierung mit SPD-Beteiligung bewiesen, „dass der Föderalismus funktioniert“. Schützend stellte sich Beck beim Thema Länderfinanzausgleich vor Berlin und die Ost-Länder, die rund 90 Prozent der Ausgleichszahlungen erhielten. „Ohne die Solidarität im Finanzausgleich würden wir große Teile des Landes veröden lassen.“ Das würde der Republik als Ganzes schaden. Um den Ländern auch weiterhin Eigenständigkeit und Chancengleichheit zu gewähren, sei der Finanzausgleich unerlässlich.

Freundliche Signale in Richtung Hauptstadt schickte Beck auch mit einer Aufzählung bedeutender Berliner, die einst aus seinem Teil des Landes an die Spree kamen, um Großes zu bewirken. Ohne den gebürtigen Mainzer Lorenz Adlon hätte Berlin keine angemessene Unterkunft für Hollywood- Stars, ohne den aus Oppenheim stammenden Reichstagsarchitekten Paul Wallot wäre Berlin um ein zentrales politisches Gebäude ärmer. Becks Fazit: Die Hauptstadt Berlin hat Menschen aus der so genannten Provinz viel zu verdanken. Nur von einem in Berlin lange wichtigen Menschen, der einst aus Rheinland-Pfalz an die Spree kam, distanzierte sich Beck explizit, nämlich von Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin, der in letzter Zeit durch kontroverse Thesen zur Integration in der Öffentlichkeit stand. Für dessen Aussagen, so Beck, „übernehme ich keine Verantwortung“. Lars von Törne
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Kommentare [ 17 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von giselamittruecker giselamittruecker ist gerade offline | 16.12.2009 14:38 Uhr
Medien
("Auch bei den in der Hauptstadt konzentrierten Medien habe „der Zentralismus mehr Zustimmung“ als das Konzept von 16 unterschiedlichen Ländern")

Spricht er denn da von überregional ausstrahlenden Medien oder von Berliner Lokalblättern und -sendern mit "Hauptstadt"-Allüren? Erstere gibt es doch außer Springers Bild und Welt in Berlin gar nicht.
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von flexton flexton ist gerade offline | 17.12.2009 11:18 Uhr
Da hat er schon recht
Mir fällt das als Südbayer, der also aus einer ganz anderen "Welt" stammt, sehr auf. Die Debatten die in Berlin von meinen dortigen Bekannten bzw. auch in bundesweiten Medien geführt werden beziehen sich in der Tat sehr stark auf das was ich in Berlin tagtäglich erlebe - das wird unhinterfragt aber für die ganze Bundesrepublik pauschalisiert. So nach dem Motto "Wir sind hier doch in der Hauptstadt, also muss es überall in der Republik so ausschauen". Die "Mühe" mal zu recherchieren wie es in anderen Regionen ist machen sich Journalisten deutlich zu wenig. Wenn von "Doitschlant" geschrieben/gesprochen wird kann allzu oft ohne Probleme "Doitschlant" mit "Berlin" vertauscht werden. Andere Regionen mögen jene berliner Probleme nicht haben aber dafür wieder ganz andere. Zum Beispiel ländliche Regionen, gleich ob Ost West Nord oder Süd, denen die jungen Leute davonlaufen, u.a. weil die Nahversorgung nicht mehr funktioniert (der letzte Supermarkt hat oft schon vor Jahren geschlossen), weil es keine Lehrstellen mehr gibt, weil es kein Breitbandinternet gibt, weil die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel nicht besser sondern immer schlechter wird (da merkt man es extrem wenn an Zuschüssen gekürzt wird). Kurzum: der ländliche Raum blutet aus. Das ist in erster Linie politisch und nicht wirtschaftlich oder demographisch verursacht. Aber kein Mensch kümmert sich darum. UND: die Medien kommen dadurch zunehmend weniger ihrer Kontrollfunktion war. Es wurde zB kaum über die Vorgänger dieser Tage bei der BayernLB/Verhandlungen mit der Republik Österreich berichtet - obwohl es hierbei um den deutschen Steuerzahler um Milliardensummen im zweistelligen Bereich ging! Das war den "überregionalen" Journalisten wohl zu weit vom berliner Büro den ganzen Weg nach München bzw. Wien anzureisen und zu berichten. Sowas kann einfach nicht angehen.
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von andreasb andreasb ist gerade offline | 16.12.2009 14:51 Uhr
Sarrazin ein Pfälzer?
Wikipedia zufolge wurde Sarrazin in Gera (Thüringen) geboren, machte Abi in Recklinghausen (NRW) und studierte und promovierte dann in Bonn (NRW). Der einzige Hinweis auf Rheinland-Pfalz ist seine Arbeit dort als Staatssekretär im Finanzministerium von 1991-1997.

Klar, Wikipedia ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss, aber das dort Aufgeführte reicht wohl kaum, um ihn einen Rheinland-Pfälzer zu nennen.
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von eteco eteco ist gerade offline | 16.12.2009 14:57 Uhr
Krempelmarkt
Tja, damit liegt er leider richtig. Mir ist in Mainz im Zentrum nirgendwo sowas verleichbar kruschiges aufgefallen.
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von rob3 rob3 ist gerade offline | 16.12.2009 15:38 Uhr
Mainz wie es singt und lacht
So wollen doch nicht das poplige Mainz mit Berlin vergleichen?
Hier ist die Hauptstadt hier gibt es Irre und Verückte wie Sand am Meer und das ist auch gut so seit wir "verbonnert" wurden versuchen viele westdeusche Politiker Berlin zu einer schlafenden Metropole zu machen aus dreiviertel sieben wurde viertel vor sieben aber Berlin bleibt Berlin mit Ramsch und Schund und allem was dazugehört das sollten die " Auserirdischen " begreifen und wenn Sie sich nicht wohlfühlen gibts nur eins Röcke raffen und zurück an den Rhein und was die Mauergeschichte angeht glaube ich gibt es genug würdige Gedenkstätten und da muss auch nichts verändert werden.
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von giselamittruecker giselamittruecker ist gerade offline | 16.12.2009 17:09 Uhr
"Wem's hier nicht passt, kann ja ..."
("wenn Sie sich nicht wohlfühlen gibts nur eins Röcke raffen und zurück an den Rhein")

Mit dieser intoleranten Mentalität würden Sie zwar nicht unbedingt in die real durchaus weltoffene Landeshauptstadt Mainz, aber sehr gut in das hier zusammenfantasierte spießige Provinzstädtchen Mainz passen ...
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von eteco eteco ist gerade offline | 16.12.2009 17:44 Uhr
Nein kein Vergleich
Obwohl Mainz nicht nur den Dom zu bieten hat, kein Vergleich zu Berlin. Wir wollen international weltstädtisch sein, sind es auch. Aber es gibt immer wieder Bereiche der Piefigkeit, vor allem, wo das "Stadt-Managment" gefragt ist.
Konkret zur Mauer:
wir könnten uns den "Freedom Trail" von Boston als Beispiel nehmen. Diese rote Ziegelsteinlinie führt einen zu den wesentlichen Punkten der Geschicht in Boston, mit guten Erläuterungen, kein Ramsch. Aber Berlin verliert sich im Stückwerk zwischen Bezirken und Senat und erscheint damit in diesen Dingen konzeptionslos.
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von giselamittruecker giselamittruecker ist gerade offline | 17.12.2009 13:49 Uhr
Gemeinsamkeit Mainz/Berlin
Beide Städte wurden 1945 geteilt.
Mainz verlor die Hälfte seines Stadtgebietes: Diese blieb in der US-Zone bei Hessen, während das linksrheinische Mainz zur französischen Zone, dem späteren Rheinland-Pfalz kam.
Der Verlust des industriell und kleinbürgerlich geprägten Ostteils war ein schlimmer Schlag für die Stadt; aber um ihn zurückzubekommen, hätte sie sich ja von dem großen Nachbarland im Osten schlucken lassen müssen.
Das haben die Mainzer bis heute nicht getan, auch wenn rhetorisch weiter die Forderung nach einer Wiedervereinigung hochgehalten wird. Längst wurden die Verluste durch neue Bautätigekeit in der westlichen hälfte der einst ungeteilten Stadt ausgeglichen.

Wäre das nicht ein Vorbild für die Berliner gewesen?
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von unbekannt | 16.12.2009 15:38 Uhr
Satire
Bösartiger kann man den Föderalismus ja gar nicht verteidigen ;-)

Es ist wirklich großartig, dass mehr als anderthalb Jahrhunderte nach der '48er Revolution unser Land immer noch in der Kleinstaaterei herumpetert und man nach wie vor Probleme hat, wenn man beispielsweise von einem nord- in ein süddeutsches Gymnasium wechselt (oder umgekehrt).
Und wie schön sich der Föderalismus im Zusammenhang mit der Finanzkrise ausnimmt, zeigen derzeit am besten die Landesfürsten mit ihren schrottreifen Landesbanken...



Comment
von giselamittruecker giselamittruecker ist gerade offline | 16.12.2009 17:10 Uhr
Herumpetern
("Es ist wirklich großartig, dass mehr als anderthalb Jahrhunderte nach der '48er Revolution unser Land immer noch in der Kleinstaaterei herumpetert")

Fragen Sie mal die Amis und die Schweizer, wie lange die schon den Föderalismus haben ...
Comment
von schubertus schubertus ist gerade offline | 16.12.2009 16:35 Uhr
Berlin Parodie
Der Checkpoint Charlie ist absolut das Resultat des Umgangs Berlins mit
der DDR Geschichte und damit auch der Geschichte der Stadt: Weitgehendes
Ausradieren sämtlicher Überbleibsel einschliesslich der Mauer. Jetzt würden
tausende von Touristen gerne sehen, wie das alles aussah und bekommen
bestenfalls eine schlechte Kopie geliefert, die wie ein Flohmarkt aussieht.

Demnächst bekommen sie auch noch eine Schloßatrappe nachgeliefert, zusammen
mit dem lächerlichen Klein-New York am Potsdamer Platz nähern wir uns
wirklich langsam einer Disneyland-Parodie auf uns selbst.
Comment
von guderian guderian ist gerade offline | 16.12.2009 18:31 Uhr
Geschichtsschizophrenie
Der Checkpoint Charlie sieht deswegen wie ein Krempelmarkt aus, weil er einer ist. Diese Touristenfalle verkauft das politisch-korrekte Alliiertenbild der Mauer und da gehört der Souvenirnippes einfach mit dazu. Mit DDR-Geschichte hat da alles nichts zu tun.

>>> Der Checkpoint Charlie ist absolut das Resultat des Umgangs Berlins mit der DDR Geschichte und damit auch der Geschichte der Stadt: Weitgehendes Ausradieren sämtlicher Überbleibsel einschliesslich der Mauer.

Oho, jetzt ist der Checkpoint Charlie also schon ein Teil der DDR-Geschichte! Die Wessis lassen sich auch immer neue Scherze einfallen. Das ist genau wie mit der Straße des 17. Juni, die gab's auch nur im Westen und die Wessis haben sich jedes Jahr einen Tag frei genommen, weil die Bauarbeiter im Osten vor Jahren mal erfolglos gestreikt haben. Kaum war die Mauer gefallen, hat man den Feiertag wieder abgeschafft, die Ossis hätten ja sonst mitfeiern können.

>>> Jetzt würden tausende von Touristen gerne sehen, wie das alles aussah und bekommen bestenfalls eine schlechte Kopie geliefert, die wie ein Flohmarkt aussieht.

Ach Quatsch, niemand der sich einen Kriegsfilm anschaut, möchte deswegen gleich den Krieg erleben. Es geht beim Mauertourismus um den wohligen Schauer beim Konsum eines Horrormärchen. Man will sich vorstellen, wie der Wolf das Rotkäppchen frisst, aber man will es nicht wirklich mit ansehen müssen. Wer die echte Mauer inklusive Todesgefahr sucht, der geht heute gleich nach Jerusalem. Die Touristenströme kamen vor der Mauer nach Berlin und nach der Mauer, aber während der Mauer kamen sie nicht. Daraus kann man nur folgern, wenn die Touristen behaupten, sie wollen die "echte" Mauer sehen, dann lügen sie einfach.
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von eteco eteco ist gerade offline | 16.12.2009 19:32 Uhr
17.Juni 1953
Entschuldigung, ihre Sichtweise hierzu erscheint zu lax:
da streikten nicht ein paar Bauarbeiter - es war letztlich ein Volksaufstand von vielen Bürgern, nachweislich in erster Linie durch Sowjet-Panzer beendet - es gab auch Tote zu beklagen. Also ist die Strasse in Ordnung und eigentlich hätte dieser Tag (statt dem 03.10.) als Feiertag mehr Hintergrund.
(Ich habe diese Tage 16/17. in Berlin und Eichwalde miterlebt.)
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von Rotspoon Rotspoon ist gerade offline | 17.12.2009 13:07 Uhr
Aber ja
in Städtchen Thale am Harz gab es am 17.Juni auch einen Toten: ein Parteisekretär wurde im Stahlwerk in den Schmelzofen geworfen
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von lafbln lafbln ist gerade offline | 16.12.2009 19:39 Uhr
Flasche Behauptung
Keiner der die Mauer wirklich Erlebt und durch sie Gelitten hat.
Möchte auch nur durch ein Stück davon an das verursachte Leid Erinnert werden.
Und wenn Herr Beck sich nicht nur von einem Gebäude zum Anderen Chauffieren lassen würde.
Und mal um das Reichstagsgebäude Herum laufen würde.
Könnte er einige Gedenktafeln die an die Maueropfer Erinnern Entdecken.
Aber so ist es bei vielen Menschen.
Wenn Informationen Fehlen wird einfach Falsches Behauptet.
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von berlin14057 berlin14057 ist gerade offline | 17.12.2009 5:53 Uhr
DDR Geschichte
Ist doch klar, dass die Erinnerung an die die DDR Geschichte möglichst nirgends auftauchen soll. Die SED (Verzeihung, heißt ja heute DIE LINKE) sitzt mit in der Regierung in Berlin (und nicht nur hier). Führende Köpfe dieser ehemaligen Einheitspartei behaupten ja bis heute öffentlich die DDR sei kein Unrechtsstaat und keine Diktatur gewesen. Was will man von solchen Leuten erwarten?
Aber bevor man da zu sehr mit dem moralischen Zeigefinger rumfuchtelt, sollte man nicht vergessen, dass auch die Aufarbeitung der Nazivergangenheit nach 45 ein großes Trauerspiel war. Diese Aufarbeitung begann auch frühestens in 70ern. Bis dahin saßen nämlich Massen von Altnazis in führenden Positionen. Es gab viele Filbingers. Und nach 45 will auch keiner mehr mitgemacht, oder von etwas gewusst haben.
Comment
von Henrik1970 Henrik1970 ist gerade offline | 17.12.2009 13:24 Uhr
Rote Regierung und Geschichte
Mich wundert, dass es Beck wundert, dass eine rote-dunkelrote Regierung unkritisch mit der DDR Geschichte umgeht. Das die SED (derzeit nennt sie sich Die Linke) ihre Geschichte verharmlost, weiss nun wirklich jeder. Die Berliner Regierung stellt der Stasi-Untersuchungshaftanstallt in Hohenschönhausen kaum genügend Geld zur VErfügung um zu überleben. Dies würde glücklicherweise mit Nazi-Konznetrationslagern niemals passieren.

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