[Kommentare: 28]

Pro Reli

GEW: Zu wenig Lehrer für Wahlpflichtfach Religion

Die Berliner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kritisiert die Initiative Pro Reli. Deren Gesetzesvorlage sei aufgrund zu wenig geeigneter Lehrer für den staatlichen Religionsunterricht derzeit nicht umsetzbar. Außerdem komme
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Berlin -  Die Berliner Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnt bei einem Erfolg des Volksentscheides Pro Reli vor einem Mangel an staatlich anerkannten Lehrern. Da Religion bei einem Erfolg der Pro-Reli-Initiative kein freiwilliges Fach mehr wäre, müssten dort auch Noten vergeben werden, sagte GEW-Sprecher Peter Sinram im Gespräch mit tagesspiegel.de. Dies erfordere nach dem Schulgesetz jedoch Lehrer mit Staatsexamen. Zum Beispiel würden die 600 Katecheten in Berlin, die momentan den katholischen Religionsunterricht bestreiten, im Fall eines Siegs von Pro Reli teilweise arbeitslos: Einige seien dann nicht mehr zum Unterrichten berechtigt, so Sinram. Wie viele, ist nicht erfasst. Nach Auskunft der Kirchen, würden sich jedoch bereits viele zu Diplom-Religionspädagogen weitergebildet haben. Bis genügend Lehrer vorhanden sind, könne eine Übergangsregelung gefunden werden.

Ein weiteres Problem ist aut Sinram die Vorgabe einer durchschnittlichen Kursgröße für die Schulen. Bei Hauptschulen liege diese bei 20 Schülern. "Wollten an einer Schule im Osten Berlins zum Beispiel zwei Schüler in evangelischer Religion unterrichtet werden, müssten im Gegenzug andere Klassen mehr Schüler aufnehmen", erklärte Sinram. Generell gebe es keine Mindestschülerzahl, je kleiner ein Kurs jedoch ist, desto größer müsse ein anderer werden. Als Beispiel führte Sinram eines Kunstleistungskurses mit nur einer Schülerin an. Dies sei jedoch die absolute Ausnahme. Eine Möglichkeit dem Problem zu kleiner Klassen auszuweichen, wären mehr Kooperationen zwischen Nachbarschulen, um Unterricht zusammenzulegen. Sinram kritisiert: "Pro Reli hat sich darüber überhaupt keine Gedanken gemacht."

Mehrbelastung für die Schüler

Bei einem Erfolg von Pro Reli kommt laut GEW außerdem mehr Unterricht auf die Schüler zu. Der Ethik- oder Religionsunterricht wird dann für die 1. bis 13. Klasse verpflichtend, sagte die GEW-Landesvorsitzende Rose-Marie Seggelke am Donnerstag. Das würde die Pflichtstundenzahl in der Grundschule und der Sekundarstufe II um zwei Unterrichtsstunden pro Woche erhöhen. Auch gebe es für die Grundschule und für die Sekundarstufe II bisher keine ausgebildeten Ethiklehrer.

Seggelke wandte sich gegen die Einführung von Wahlpflichtfächern in der Grundschule. Hier sollten die Kinder miteinander lernen und "nicht nebeneinander her in getrennten Gruppen". Ein gesondertes Fach Ethik in der Grundschule sei "widersinnig", weil in allen Fächern Werte vermittelt werden müssten. Sie rief die GEW-Mitglieder daher auf, bei dem Volksentscheid am Sonntag mit Nein zu stimmen und die Initiative somit abzulehnen.

Der rot-rote Senat hatte als bundesweit einziges Bundesland zum Schuljahr 2006/2007 in allen siebten Klassen des Landes einen verpflichtenden staatlichen Ethikunterricht eingeführt. Er soll bis 2010 bis zur zehnten Klasse ausgedehnt werden. Religion kann wie in den vergangenen Jahrzehnten freiwillig zusätzlich belegt werden.

Der Trägerverein Pro Reli will mit dem Volksentscheid erreichen, dass Schüler in allen Jahrgangsstufen alternativ Religion oder Ethik verpflichtend belegen müssen. Da ein Gesetzentwurf zur Abstimmung steht, wäre der Volksentscheid bei einem Erfolg für den Senat bindend. (jz/ddp)
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Kommentare [ 28 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von guderian guderian ist gerade offline | 23.4.2009 16:03 Uhr
Können wir damit mal bitte aufhören?
>>> Der rot-rote Senat hatte als bundesweit einziges Bundesland zum Schuljahr 2006/2007 in allen siebten Klassen des Landes einen verpflichtenden staatlichen Ethikunterricht eingeführt.

Also entweder ist Bildung nun Ländersache oder nicht. Dann muss man auch damit leben, das jede von einem Landesparlament erlassene Regel nur in einem von 16 Bundesländern gilt. Dieses Sonderweg-Gequatsche ist doch unerträglich. De facto haben wir 16 verschiedene Bundesländern mit 16 verschiedenen Schulgesetzen. Ergo sind die 16 Sonderwege der 16-fache Normalfall.
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von peter-schmidt77 peter-schmidt77 ist gerade offline | 23.4.2009 16:57 Uhr
Bedenkenträger
Dass GEW, die grundsätzlich "Ethik" bevorzugen sich soviele Sorgen machen...
Nur keine Sorge, zu den genannten Problemchen wird es schon Lösungen geben.
Wichtig ist doch die richtige Frage zu beantworten:
Sollen in Weltanschauungsfragen auch diejenigen Entscheidungsfreiheit haben, die vielleicht meine Meinung nicht teilen?
Ich denke ja, - und stimme deshalb für Pro Reli.
Comment
von riegel riegel ist gerade offline | 23.4.2009 17:07 Uhr
Also jetzt sind es organisatorische Gründe, die eine Gefahr bedeuten...
Dann darf die GEW doch mal laut sagen, was es sonst so an organisatorischen Problemen an der Berliner Schule gibt.
Gab es genügend Ethik Lehrer bei der Einführung des Faches Ethik? Es gab dann aber trotzdem eine Lösung - es wurde damit erst mal in der 7.Klasse angefangen....

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.
Wo kein Wille ist, gibt es keinen Weg.

Aber es soll ja noch andere Fächer geben, für die Lehrer fehlen, will die die GEW deshalb auch abschaffen?

Ansosnten schweigt ja unsere GEW sehr laut zu Problemen der Berline rschulpolitik - aus gelciher Solidarität mit dem Schulsenat und dem Bürgermeister, wie sie jetzt die Sorgenfalten laut hoch ziehen!
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von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade online | 23.4.2009 19:44 Uhr
@riegel
Es wird sicherlich noch einige Imame geben, die darauf erpicht sind, ihre Lesart des Islam in Berliner Schulen zu verbreiten. Wie wäre es damit?
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von dali dali ist gerade online | 24.4.2009 5:44 Uhr
Nicht das Problem, @klaus
wie wär's denn, wenn der Senat (was in anderen Bundesländern ja üblich ist) einfach fordert, das Religions- aber auch Weltanschauungslehrer, nachweisen muss, ein Vollstudium des Fachs an einer Deutschen Uni absolviert zu haben, um eine (ich mach's mal protestantisch) "Vocation" zu erhalten?
Wenn dann auch noch die Ethik-Lehrer den Nachweiß eines kombinierten Philosophie/Religionswissenschaften Studiengang mit Schwerpunkt Schule absolvieren, bin ich voll zufrieden.
Nur,
bei dem Konflikt geht es gar nicht um Inhalte,

Gruß

dali
Comment
von zp zp ist gerade offline | 23.4.2009 18:44 Uhr
na und,
ist doch nicht schlimm, wer religionsunterricht will, soll in die kirche oder zu seinem pfarrer, seelsorger oder bischof gehen - da ist er bestens aufgehoben.

in der schule und vor allem bei minderjährigem kindern haben diese diese indoktrinationen der verschiedenen kirchen, und nichts anderes ist religionsunterricht, nichts zu suchen!

wenn ich mir die kampagne von pro-reli in bezug auf einige der zehn gebote wie z. b. "Du sollst kein falsches Zeugnis geben" (du sollst nicht lügen) ansehe, dann graut mir vor religionsuntericht durch die amtskirchen.
Comment
von unbekannt | 23.4.2009 21:46 Uhr
@zp Klasse-Kommentar!
Danke. Es ist manchmal wirklich so einfach. Die Pro-Reli Befürworter bringen ganz von selbst die besten Argumente gegen jeden Religionsunterricht. Denn sie lügen und schleimen, dass sich die Balken biegen. Dass der Herr Jauch als Prominenter Pro-Reli so herzhaft unterstützt, wundert mich nicht. Es ist dieselbe "Erfolgsstory" wie das leidenschaftliche Eintreten Gunther Gabriels für den Flughafen Tempelhof. Jämmerlich und zum quietschen.
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von dali dali ist gerade online | 23.4.2009 20:47 Uhr
Naja nun,
dass die in Berlin schwer verostete GEW (deshalb bin ich da auch schon vor 15 Jahren ausgetreten und in die transusige (damals) ÖTV ein), für Ethik sein muss, ist zwangsläufig.
Dass es schon heute in Berlin zu wenige qualifizierte RU-Lehrer gibt, ist auch bekannt, allerdings würde es nichts machen, wenn das übergangsweise die Katecheten übernähmen. Ethik wird ja auch von Lehrern mit Bildungsgang Volkshochschule, die nur LISUM heißt, gegeben.

Aber noch 'n Tipp für zp,
wer noch nicht mal weiß, dass "Pfarrer, Seelsorger oder Bischof" nichts in der Schule zu suchen haben, da diese ein Ausbildung in Richtung Seelsorge genossen haben, dass mit dem Studium der Voll-Theologen z.B. an der FU nicht vergleichbar ist,
sollte vielleicht erst mal einen Teil 4.000 Kommentare zu dem Thema lesen, als dass er einen völlig überflüssigen schreibt...
Comment
von zp zp ist gerade offline | 23.4.2009 21:38 Uhr
da. wo ich herkomme
da wird der religionsunterricht vom pfarrer gehalten - immernoch!
Comment
von dali dali ist gerade online | 23.4.2009 22:59 Uhr
@zp
Das geschieht nur in der Diaspora und ist auch in beiden Kirchen nicht gern gesehen, da die Pfarrer dafür nicht gesondert honoriert werden, der Unterricht kostet einfach Zeit, die in den Gemeinden an anderen Stellen gebraucht würde.
Oder gehört auch zp zu denen, die meinen, die Arbeit eines Pfarrers beschränke sich auf Taufen, Gottesdienste und Beerdigungen???
Comment
von unbekannt | 23.4.2009 21:52 Uhr
@dali
Herrlich! Ihr Kommentar verschönt mir den Abend so ganz nach meinem und hoffentlich vieler Geschmack. Es ist wirklich lustig, wie Sie sich wieder ereifern, andere korrigieren und alles richtigstellen. Pfarrer, Pfaffe, Seelsorger. Fragt den dali, der erklärt´s euch. Supi!

Nur Ihr Vorschlag, man solle doch bitteschön einmal die 4.000 Kommentare zum Thema lesen, ehe man sich herausnimmt, selber einen zu schreiben, der hat einen Makel. Denn eigentlich braucht man doch nur Ihre Kommentare zu lesen, um alles zu erfahren. Und darüberhinaus amüsiert man sich auch noch köstlich dabei. Also: nicht so bescheiden, lieber dali.
Comment
von dali dali ist gerade online | 24.4.2009 6:00 Uhr
@ul
wenn sich ul schon so maliziös über Pfaffen usw. kapriziert,
möge er sich doch mal die Studienordnung für Pfarrer an der HU und dann den Studiengang ev. Theologie an der FU ansehen,
dann wüsste er feststellen können,
dass da auf zwei völlig unterschiedlichen Feldern gespielt wird.
aber wie meinte doch schon faq sinngemäß,
es ist völlig egal, was Theisten erzählen,
wir Atheisten wissen es sowieso besser,
weil wir sind wissend...
Comment
von unbekannt | 24.4.2009 9:19 Uhr
Ha ha ha hui mmuahhaa.
Sie sind klasse! Der dröge Tagesspiegel braucht solch kleine Pfefferprisen im Einheitsbrei der Kommentare. Danke!
Comment
von rosalia rosalia ist gerade offline | 24.4.2009 7:23 Uhr
@ dali
ist Reinickendorf Diaspora ?!
Comment
von dali dali ist gerade online | 24.4.2009 9:20 Uhr
@rosalia
ja,
jedenfalls das südliche Reinickendorf,
na und das MV...
Comment
von zp zp ist gerade offline | 24.4.2009 9:21 Uhr
@dali
sie kapieren es einfach nicht!

ich will nicht dass religion schulfach wird - ganz einfach.

und genaus das verstehe ich unter religionsfreiheit - mir die freiheit zu nehmen und zu sagen - ich und meine kinder sind da aussen vor - ob ihnen da passt oder nicht. genausowenig, wie ich es dulten würde, wenn wehrerziehung mal wieder eingeführt werden sollt!

Comment
von l.demir l.demir ist gerade offline | 24.4.2009 12:32 Uhr
Rechtsauslegung
zp
Nun zp, eine recht eigenwillige Rechtsauslegung, die Sie da vornehmen. Da hilft ein Blick in den Kommentar der Landeszentrale für politische Bildung (Hesselberger). Religionsfreiheit bedeutet: Der Staat gewährleistet nicht nur die Ausübung kultischer Handlungen (Gottesdienst, Gebet) sondern sichert auch die religiöse oder nichtreligiöse Erziehung. Und Sie haben deshalb die Freiheit für Ihre Kinder etwas anderes zu entscheiden. Ist doch wunderbar, oder?
Comment
von dali dali ist gerade online | 24.4.2009 22:51 Uhr
@zp
besser hätte sich zp nicht kompromittieren können,
weg mit Religion, egal, was im GG steht.
Aber mal 'ne Frage,
irgendwie werde ich das Gefühl nicht los,
dass hier 'ne Menge Leute von katholischen Pfarrern missbraucht wurden,
anders lässt sich nämlich dieser Hass auf Religionen nicht (mehr) erklären...
Comment
von meinhold meinhold ist gerade offline | 24.4.2009 10:21 Uhr
GEW-Anbiederei
[b][/b]Trotz aller Anbiederei an die Senatslinie erreicht die GEW in Fragen der Lohnverbesserung so gut wie nichts. Nicht einmal der Inflatiosausgleich ist drin, schon gar nicht die anderenorts möglichen Steigerungen. Der Verein hat schon lange außer großen Worten kaum etwas zu bieten.
Comment
von xbergbewohner xbergbewohner ist gerade offline | 24.4.2009 12:25 Uhr
@zp
Und die Freiheit, die Sie für sich und ihre Kinder so vehement beanspruchen verwehren Sie anderen? Mit welcher Begründung? Weil einzig nur Sie das Recht auf diese Freiheit haben und keine andere Meinung dulden?
Was ist denn das bitte für eine Denke?
Comment
von zp zp ist gerade offline | 24.4.2009 18:00 Uhr
nein @xbergbewohner
ihre aussage, ich verwehr jemanden das recht auf religionsunterricht ist genauso gelogen wie die ganze pro-reli-kampagne.

jeder soll seinen religionsunterricht haben, wenn er ihn haben will - ABER NICHT IN DER SCHULE !


in dänemark funktioniert das übrigens richtig gut. ehtik für alle und wer religionsunterricht haben will, bekommt den in kirche, tempel oder moschee
Comment
von dali dali ist gerade online | 24.4.2009 22:54 Uhr
Ein Knaller, @zp
In Dänemark ist Protestantismus Staatsreligion,
und es kann auch kein Katholik (oder bekennender Atheist) König werden.
Das Ihr solche Dinger raushaut, verblüfft mich denn doch
(kaum mehr)...
Comment
von haselmaus haselmaus ist gerade offline | 24.4.2009 15:43 Uhr
Da muss ich schmunzeln......
Ob ProReli oder ProEthik ist für meinen Kommentar bezüglich der Äußerungen der GEW zu der Qualifikation der z.Zt. unterrichtenden Religionslehrkräfte unerheblich.
Ich möchte die GEW daran erinnern, dass mit ihrem Einverständis und ihrer Unterstützung nach der Wende Lehrer aus der DDR in den Schuldienst übernommen und verbeamtet wurden, die kein Staatsexamen vorweisen konnten. Diese Lehrer unterrichten bis heute in einem nicht unerheblichen Maß an Schulen in den West- und Ostbezirken der Stadt. Die eben beschriebenen Lehrkräfte haben nach dem Abschluss der 10. Klasse eine erweiterte Erzieherausbildung absolviert, die sie in der DDR befähigte als Lehrer der Klassen 1 bis 4 zu unterrichten.
Eine Bekannte hatte genau diese Ausbildung und ist Anfang der 80ziger Jahre aus der DDR ausgereist. Damals ließ man nur zu, dass sie mit ihrer "Lehrerausbildung" eine Anstellung im Krippenbereich eines staatlichen Westberliner Kindergartens bekam, da ihr nach damaligem Verständnis die angemessene pädagogische Qualifikation für Kindergarten, Hort oder Schule fehlte.
Wenige Jahre später fragte nach der Wende niemand danach und alle Lehrkräfte der DDR mit dieser Ausbildung wurden in den Schuldienst übernommen. Lediglich einige "Sternchenkurse" und ein Unterrichtsbesuch führten zur Verbeamtung.
Diese noch heute unterrichtenden Lehrkräfte haben also weder Abitur, Studium noch Staatsexamen. Deshalb sollte die GEW, wenn sie sich auf Kommentare zur Qualifikation von Lehrkräften im Fach Religion einlässt, genau überlegen, wie sie ihre Meinung und Thesen begründet.
Comment
von xbergbewohner xbergbewohner ist gerade offline | 24.4.2009 19:19 Uhr
@zp
Sie müssen schohn richtig lesen, bevor Sie mich hier der Lüge bezichtigen.

Sie schrieben: "...und genau das verstehe ich unter religionsfreiheit - mir die freiheit zu nehmen und zu sagen - ich und meine kinder sind da aussen vor..."

Da, wie Sie wissen, Ethikunterricht nicht freiwillig ist und auch nicht abgewählt werden kann, verwehren Sie Menschen, die gerne ihre Kinder "aussen vor lassen würden" (d.h. nicht am Ethikunterricht teilnehmen lassen) dieselbe Freiheit.

Mit welchem Recht sollen Sie ihre Kinder vom Religionsunterricht fernhalten können und andere ihre Kinder nicht vom Ethikunterricht, weil dieser staatliche Zwangsbeglückung ist?

Wenn Sie schon von Freiheit sprechen, dann aber bitte sehr für beide Seiten und nicht einseitig. Das ist dann nämlich für alle keine Freiheit mehr.

Und genau darum geht es am Sonntag.
Comment
von zp zp ist gerade offline | 24.4.2009 20:12 Uhr
mit
religionsfanatikern und sonstigen extremisten zu diskutiern ist sinnlos - das zeigen die ganzen formumsbeiträge hier.

lasst und die wahl abwarten.

guten nacht!
Comment
von dali dali ist gerade online | 24.4.2009 23:34 Uhr
da hat @zp mal ausnahmsweise recht,
eigentlich dürfte man mit den Freds, die sich für den HVD engagieren, gar nicht reden,
aber als echter Christ muss man halt mit jedem reden und darf niemanden hinten runter fallen lassen...
Comment
von l.demir l.demir ist gerade offline | 25.4.2009 6:33 Uhr
Rechtsauslegung die zweite
@zp
Was an der Auslegung der Landeszentrale für politische Bildung „religionsfanatisch“ sein soll, bleibt mir verschlossen. Der Staat hat mit seinem Bildungsauftrag auch die religiöse Erziehung zu gewährleisten- Punkt. So sieht es unser GG vor. Dass Sie mit Ihrem Kommentar auch das GG als extremistisch einstufen, macht mich ratlos. Hier wäre eine weiterführende Diskussion eher notwendig als sinnlos.
Comment
von katzen katzen ist gerade offline | 24.4.2009 21:07 Uhr
Das Problem wäre eigentlich einfach
zu lösen. Zu meiner Schulzeit, die schon etliche Jahre zurückliegt, gab es den normalen Religionsunterricht, ohne Benotung im Zeugnis; da hieß es nur: teilgenommen! Es wurde auch nicht getrennt zwischen Katholiken und Protestanten. Wieso muß man heutzutage alles komplizieren? Nur weil diverse Andersgläubige ihre eigenen Gebtshäuser, Moscheen und was weiß ich noch alles haben, sollten wir unsere christlichen Wurzeln nicht verbiegen. Übrigens, auch ich bin aus der Kirche ausgetreten. Meinen Glauben habe ich dennoch behalten, den kann ich überall ausleben!!!

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