Billig-Schrippen und Kartoffelsalat: der streitbare Finanzsenator Sarrazin macht seinem Ruf mal wieder alle Ehre und erklärt Hartz-IV-Empfängern, wie gut sie sich mit weniger als vier Euro am Tag ernähren können. Ist das möglich?
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Senator Sarrazin.
Hat er bei seinen Hartz-IV-Menüs richtig gerechnet? - Foto: Thilo Rückeis
Die Finanzbehörde hat im Auftrag Thilo Sarrazins (SPD) einen detaillierten Drei-Tage-Speiseplan für Hartz-IV-Empfänger erstellt. Demnach können sich Arbeitslose schon für 3,76 Euro "völlig gesund, wertstoffreich und vollständig ernähren", erklärte Sarrazin der "Welt". Damit ließe sich sogar etwas sparen, da der Regelsatz von 4,25 Euro pro Tag sogar noch unterboten wird.
Zur Überprüfung der angegebenen Preise habe er eine Mitarbeiterin in einen Discounter geschickt, sagte Sarrazin gegenüber der "BZ". Voraussetzung für die Einhaltung der "Sarrazin-Diät" ist allerdings die strenge Enthaltsamkeit bei Alkohol und Zigaretten.
Bratwurst essen, bis die Packung leer ist?
Brötchen, Müsli, oder Vollkorntoast zum Frühstück, Spaghetti, Würstchen oder Suppe als Mittagessen - der Speiseplan klingt auf den ersten Eindruck praktikabel. Doch Wohlfahrtsverbände üben Kritik: In vielen Haushalten werde gar nicht gekocht, um Strom zu sparen, gibt Alfred Schleimer von der Caritas in der "BZ" zu bedenken. Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisiert, dass die Hartz-IV-Sätze seit 2004 nicht mehr an die erhöhten Lebensmittel- und Strompreise angepasst worden sind.
Die meisten Zutaten für die Sarrazin-Menüs können nur in größeren Mengen eingekauft werden. Der auf drei Tage ausgelegte Plan müsste sich also ziemlich schnell wiederholen, damit zum Beispiel die restlichen fünf Würstchen aus einer Sechser-Packung nicht verderben. Gesund und abwechslungsreich wäre das nicht.
Kritik an Sarrazins Speiseplan kam am Montag auch aus den Reihen der Koalition: Sozialsenatorin Heidi Knake-Werner (Linke) findet es nicht gut, "wenn gut bezahlte Menschen wie wir armen Menschen vorschlagen, wie sie einkaufen sollen", sagte Knake-Werner der dpa. Armut bedeute mehr, als nicht genügend Geld zu haben. In Berlin gibt es zurzeit etwa 320.000 Hartz-IV-Haushalte.
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Unter den im Wettskandal Festgenommenen sollen auch die Brüder Ante und Milan S. aus Berlin sein, die bereits in die Manipulationen um Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer vor fünf Jahren verwickelt waren. Milan S. gehört das "Café King".
Die Senatsmitglieder sind erwerbstätig. Sie ernähren sich von denm, was sie verdienen.
Wer Hartz-IV empfängt, lebt auf Kosten des Staates bzw. der Gesellschaft. Die Empfänger werden davor bewahrt, obdachlos zu werden oder zu hungern. Derartiges geschieht in den wenigsten Ländern. Wer sich also daran stört, mehrfach in Folge Bratwurst essen zu müssen, sollte dies doch einmal bedenken.
Im Übrigen ist doch dieser Speiseplan auch nur ein Rechenexempel. Niemandem wird "vorgeschrieben", was er zu essen hat. Daß man Abstriche machen muß, liegt in der Natur der Sache, wenn man auf Staatskosten lebt.
Interessanterweise ist doch aber zu beobachten, daß sich untere Schichten viel eher ungesund ernähren - ob mit Hartz-IV oder ohne. Junk Food ist oftmals sogar vergleichsweise teurer als Vollwertiges. Jeden Tag Fleisch zu essen, würde ein Ernährungsberater ablehnen. Und Sport zu treiben ist in vielen Fällen sogar kostenlos.
Liebe Frau Knacke-Werner,
stimmt, Armut bedeutet mehr als nicht genügend Geld zu haben. Genau deshalb werden die Probleme der Hartz IV - Empfänger auch nicht durch eine Erhöhung der Hartz IV - Sätze zu lösen sein.
Wenn Haushalte nicht mehr kochen, um Strom zu sparen, beweist das allerdings, dass diese Haushalte Nachhilfe in wirtschaftlicher Haushaltsführung nötig haben um am Ende gesünder zu leben ohne mehr Geld auszugeben.
Herr Dr.Sarrazin sollte sich aus gegebenem Anlaß nun endlich einmal selbst prüfen, ob er für das Amt des Finanzsenators menschlich geeignet ist und ob seine Amtsausübung dem Wähler noch zumutbar ist. Ich jedenfalls (als ALG II-Empfänger) empfehle dem Senator hier keinen Speiseplan, sondern : abtreten !!
Verfasser: schmalharz
Ich wünsche Herrn Sarrazin von ganzem Herzen, daß er mal ein halbes Jahr tatsächlich von Hartz-IV leben muß. Dann würde ich ihm gerne sein Pamphlet noch einmal vorlegen, und ihn fragen, was er nun davon hält.
Widerlicher Zynismus von Theoretikern, die keine Ahnung haben und die Ärmsten auch noch verspotten!
immer nur Markenprodukte sein, wie es neulich in einem Fernsehbericht über eine Hartz-IV-Bezieherin gezeigt wurde. Bei ihr stand kein einziges No-Name-Produkt auf dem Küchentisch.
Dass aber der Finanzsenator, der über ein ausreichendes Einkommen verfügt, Sprüche dieser Art abgibt, ist schlicht gesagt eine Unverschämtheit.
Und der Mann ist in der SPD.
Genau, das ist für mich auch gleich der zweitgrößte Kritikpunkt: Was will der in der SPD? Solche Sprüche kennt man sonst nur aus der CDU/ CSU. Für mich war bislang der einzige, kleine, feine generelle Unterschied (von spezifischen Positionen abgesehen), dass die SPD halt doch etwas menschlicher, etwas sozialer war. Wahrscheinlich etwas näher dran am Durchschnittsbürger (oder vielleicht nur an mir).
Aber dass aus der Ecke solche Sprüche kommen.. Wen soll man da noch wählen?!
... mit dem Allerwertesten vor Wut Nüsse knacken. Oder?
denn während: laut Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) dem Staat durch Betrug, Unkenntnis und Arroganz von Wechslern und Schiebern den öffentlich-rechtlichen Banken Steuerausfälle von bis zu zehn Milliarden Euro drohen:
www.welt.de/finanzen/article1658829/Staat_drohen_Steuerausfaelle_in_Milliardenhoehe.html
und selbst den Kommunisten der Hummer aus den Ohren quillt:
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,523509,00.html
und Berlin das Geld der Steuerzahler veruntreut:
n-tv.de/917162.html
'Das mit rund 60 Milliarden Euro hoch verschuldete Berlin, das nach eigener Aussage aus dem Länder-Umverteilungstopf 2,7 Milliarden Euro erhalten hat, ...'
fordert Berlins 'Finator', dass die durch die schäbige Politik der Berliner Regierung in Armut getriebenen Menschen sich mit 3,76€/Tag verpflegen.
... steht denn ihrer meinung nach zu, hummer zu essen? fdp-politikern? spitzenmanagern? und wenn eine politikerin der linken das tut, ist es pfui? (das skandälchen daran war, dass diese frau wagenknecht von der kommunistischen plattform, also von den ganz linken bei den linken, fotos davon gelöscht hat.)
sie aber mischen doch ganz schön viel durcheinander, nur damit das weltbild stimmig ist.
man braucht keine politiker-verschwörung, um so wie die meisten hier wahrnehmen zu können, dass die sarazinschen vorstellungen diskriminierend sind.
...wurden eigentlich salz, spülmittel u.ä. vom finanzsenator auch berücksichtigt?
Die Menütipps des Herrn Sarrazin werde ich nicht befolgen.
Er kann sich aber sicher sein, dass ich weder ihn, noch seine
Partei oder irgend eine Partei, die diese humanitäre Katastrophe "Hartz 4" mittragen, unterstützen werde.
Ich bitte Sie hiermit um die Vorstellung eines Zwei-Wochen-Ernährungsplans eines Hartz-IV-Empfängers unter Berücksichtung aller dadurch entstehenden Nebenkosten. Als Ausgangspunkt für den Beginn des Einkaufs möge die Tellstraße/Ecke Sonnenallee gelten. Es versteht sich von selbst, daß die Summe von 59,50 Euro nicht überschritten werden darf.
Sarrzin liegt dem Grunde nach völlig richtig. Auch wenn es zugespitzt sein mag, was er den Hartzern vorrechnet. Ich notiere mir täglich, was ich für Lebensmitteleinkäufe ausgebe und komme in etwa zu dem gleichen Ergebnis wie unser Finanzsenator. Aber bitte, wer lukrativer einkaufen möchte, der muss dazu verdienen und nicht weiter als Sozialschmarotzer den Steuerzahler ausbeuten. Machen wir uns doch nichts vor, wer wirklich als Betroffener nur von Hartz abhängig ist, hat doch bestimmt Verwandte oder Freunde, die aushelfen. Wenn nicht, dann gehört er in der Tat zu der Minderheit, die, so schmerzlich es ist, von Hartz leben müssen. Verhungert ist jedenfalls noch keiner daran.
Mit Schmarotzern assoziiert man im Allgemeinen Parasiten. Halten Sie den Begriff wirklich für hilfreich in einer Diskussion, in der es doch eigentlich darum gehen sollte, für soziale Probleme Lösungen aufzuzeigen? Es sollte sich doch über die Jahrzehnte mittlerweile herumgesprochen haben, dass für die Arbeitslosigkeit nicht Arbeitssuchende verantwortlich zu machen sind, sondern dass der strukturelle Wandel des Arbeitsmarktes, der Verlust von Tausenden Arbeitsplätzen in der Produktion - nicht zulezt nach der Wende - die Ursache dafür sind, dass Millionen von Menschen keine Arbeit finden. Und selbst wenn es unter diesen Zeitgenossen solche gibt, die sich aus welchen Gründen auch immer dem Arbeitsprozess entziehen, na und? Diese hat es in Deutschland schon immer gegeben, auch in Zeiten der Vollbeschäftigung, und keiner hat sich darum gekümmert, Deutschland ist reich genug.
Stimmt, ich z.B. verdiene mit ca. 1200 Euro im Monat so viel, dass ich besagter Freundin aushelfen kann, ihr Vater ist Rentner und kann nicht, ihre Mutter ist tot. Ich mache das auch, aber nur in einem Rahmen, der ihren Stolz nicht beleidigt. Ebenso mache ich das bei anderen Freunden von mir, und bei meiner Schwester, die mit Kindergeld das selbe hat wie ich aber einen Sohn hat und somit auch fast auf Alg II Niveau lebt (1124 würde sie bekommen - mit Ein Euro Job wären es 1304) und deren Ex sich erfolgreich um Sorge und Unterhalt drückt.
Ich bin halt alleinstehend, da geht das, aber jeden Monat eben dann auch nicht - so ist das nunmal.
ist mit solchen Äußerungen geboten. Wie schnell verurteilt man und sitzt gar plötzlich im gleichen Boot! Das werden meist die Verzweifelsten, die nicht verkraften vom satten Bauch zum "Sozialfall" zu werden. Ein großer Teil der Gesellschaft benötigt leider eine solche Erfahrung und damit meine ich nicht die die schon aus Falladas "Blechnapf" (fr)essen, sonder event.: Ich bin ein Star, wer holt mich raus!
den Streu vom Weizen trennen und denen die es WIRKLICH brauchen erhöhen und denen die auf unsere Kosten unsere Kassen plündern ALLES streichen. Hier in Berlin werden schon Generationen von Faulenzern durchgefüttert die durchaus in der Lage sind sich selbst zu versorgen.
Wie lange genau lebte man in einem Teil Berlins nochmal ganz gut von dem was in der alt-BRD erwirtschaftet wurde?
Tatsache ist doch, dass ich mir in einem freien Land von niemand vorschreiben lasse wie ich mich zu ernähren habe. Und wo ist eigentlich der Speiseplan für Vegetarier?
in berlin gibt es über 200 000 hartz4-empfänger. sind das alles, bzw. in relevanter grösse faulenzer?
warum gab es dann eigentlich früher, also in zeiten wirtschaftlicher prosperität weniger faule menschen? weil früher alles besser war?
und warum sind so oft kinder aus armen familien betroffen? ist faulheit erblich?
indem man nicht kocht? Selber kochen ist allemal billiger, als die Familie mit Fertiggerichten zu ernähren und im besten Fall auch gesünder. Dass nicht gekocht wird liegt meiner Meinung nicht am fehlenden Geld, sondern an der Faulheit! Warum müssen so viele Kinder in die Schule gehen, ohne gefrühstückt zu haben - weil sich Hartz-IV-Empfänger kein Frühstück leisten können? Davon abgesehen muss ich Frau Knake-Werner zustimmen: Wer sich ökonomisch in einer komfortablen Situation befindet, sollte sich mit solchen Ratschlägen zurückhalten, es sei denn, er kann beweisen, dass er die eigenen Vorschläge mindestens drei Monate lang befolgt hat.
Ich fühlte mich sehr an ein Interview erinnert, das ich vor etwa 10 Jahren las. Darin schilderte eine Sozialhilfe-Empfängerin, dass sie ein Auto habe, das offiziell einen anderen Halter habe. Sie benötige das Auto, weil es billiger sei als die BVG.
Ob sie auch mal mit ihrem Sozialhilfe-Budget nicht klarkäme, wurde dann gefragt.
Ja, beispielsweise wenn ihr Auto in die Werkstatt müsse.
Ich denke, dass unsere Sozialsenatorin genau dies meint, wenn sie sagt, "Armut ist mehr als nicht genügend Geld zu haben". Hier sollte, wenn die Betroffenen denn wollen, angesetzt werden. Hilfe für die Armen: "ja", Zwang zur Hilfe ist totalitär und daher nicht geboten, obwohl dem Uneinsichtigen auch Leistungen der Gemeinschaft versagt werden müssen, wenn er kein Bemühen bei seiner Selbsthilfe zeigt. Hilfe hört da auf , wo Selbsthilfe möglich ist; alles Andere entwürdigt Menschen und macht Helfer und Hilfeempfänger zu Trotteln.
Sie haben ja vollkommen Recht. Als Hartz-IV-Empfänger sollte man selbstverständlich täglich bei Borcharts essen gehen, damit man schon am 3. Tag des Monats wieder in der U-Bahn betteln gehen kann.
Wie weltfremd sind die Berliner eigentlich??
Unserem Finanzsenator scheinen die vielen Banketts nicht bekommen zu sein, anders sind solche Menschen verachtenden Äußerungen nicht zu erklären. Hier sieht man wieder deutlich wie weit sich unsere Politiker von der Realität und damit von den normalen Bürgern entfernt haben. So wird auch der Grundstein für Gewalt und vor allem Verwahrlosung in Familien gelegt. Aber liebe Politiker nur weiter so!!
Manche Menschen, die in so einer Lage sind brauchen nicht nur finanzielle Hilfe sondern auch praktische Tipps, wie sie ihr Leben organisieren um aus dieser Lage wieder herauszukommen, da ist dieser Sarrazin-Speiseplan für mich purer Zynismus. Bloß Herr Sarrazin meint das weder zynisch, noch will er die Hartz IV Empfänger auf den Arm nehmen. Die Herrschaften in der Senatsverwaltung meinen das ganz und gar ernst. Und das macht mir persönlich Angst aber gibt mir auch zu denken. Sie sind der Meinung, der Staat garantiert jeden, das er nicht verhungert oder obdachlos wird, aber nicht das er ein kleines glückliches Leben führt.
Ich habe in 30 Dienstjahren als Steuerbeamter so manchen Finanzsenator ertragen müssen. Aber der ist Spitze. Bin ich froh, dass ich ihn nicht mehr als Dienstherr ertragen muß.
Seine Arroganz ist ist so penetrant, dass ich wegschaue,wenn er in den Medien auftaucht. Ach ja, 26 Jahre war ich auch in der SPD... da bin ich vor 10Jahren auch ausgetreten
Lebensmittel werden nur in handelsüblichen Mengen abgegeben. Deshalb sind die Menuvorschläge des Herrn Senators nicht realisierbar. Selbst ihm dürfte es kaum gelingen ein Geschäft zu finden, in dem er z.B. eine halbe Kohlrabi oder eine halbe Gurke kaufen kann. Und da seine Vorschläge gespickt sind mit derartigen Beispiel handelt es sich schlicht und einfach um Muster ohne Wert.
Selbstversuch-guter Vorschlag! Wer rechnet mal nach, wie viel Berlin sparen könnte, wenn alle
Senatoren mit "Sarrazins-Tagessatz" auskommen müssten? Der Herr Senator bräuchte doch eigentlich noch weniger, auf allen öffentlichen Empfängen gibt es doch Buffets, könnte man doch glatt abziehen! Wie ist es eigentlich mit den Getränken auf Sitzungen, Pressekonferenzen, usw., wer zahlt die? Auch abzugsfähig? Man sollte die Idee richtig durchdenken, da ist noch mehr Sparpotential drin!!! Solche Hartz4-Monate könnten dem rundherum abgesicherten Leben eines Senators den erhellenden Kick geben- und - es wäre Hartz4-Kost auf Zeit, anschließend könnte wieder geprasst werden, müsste so ein Hardcore-Sparer doch aushalten! Aber wer kontrolliert die Spardiät? Wer garantiert, dass abends kein Budgetüberschreitendes Betthupferl wartet? Urintest? Ach, wohl nicht durchführbar... wie nennt sich die Partei noch, die dieses Prachtexemplar von Politiker zu den Ihren zählt?
Was darf dieser Senator noch alles von sich geben! Weiß er noch in welcher Partei er ist? Diese Arroganz ist unerträglich. Wo bleiben seine politischen Konzepte, um endlich wieder Vollbeschäftigung in Deutschland zu haben, damit sich jeder wieder satt essen kann! Bratwurst für 38 Cent! Wann waren Sie das letzte Mal einkaufen, Hr. Senator? Vielleicht lernen Sie nach Ihrem Rücktritt die Wirklichkeit kennen. Aber nein, das Ruhestandsgehalt ist Ihnen ja sicher!
Es ist schon unerträglich, was Sozialdemokraten wie Sarrazin hier für Weisheiten verbreiten. Mit akademischer Ausbildung im Rücken Milliardenschäden bei der Bankgesellschaft Berlin durch eklatantes Versagen mitverschulden und sich dann gegenüber den Kleinen hier aufspielen, dass diese nicht haushalten können. Die Ursache für das große Heer der Arbeitslosen und Hartz IV-Empfänger liegt doch überwiegend darin begründet, dass diese nie gelernt haben, vernünftig zu haushalten und vorausschauend zu planen. Denn wenn sie dieses könnten, wären sie in der Regel nicht arbeitslos und Hartz IV-Empfänger.
Ganz schoen arrogant finde ich.
Ich denke schon das nicht jeder der Hartz4 bezieht und die Saetze eine Frechheit findet, weil er naemlich jahrzehntelang Unsummen in die Kassen einbezahlt hat, ein Sozialschmarotzer ist.
Natuerlich gibt's Solche und auch Andere - Leute die einfach nicht wollen.
Aber was sich der Herr Sarrazin hier anmasst ist schon unglaublich von einem SPD Politiker und von Ihnen auch.
Das ist ja so was von dreist. Ein hochbezahlter und SATTER Senator belehrt Millionen Menschen die am Rande des Existenzminimums leben, wie toll man von 3 Euro noch was leben kann. Eine unglaubliche Hähme ist das. Abgesehen davon dass Kochen Strom kostet und das Arbeitsamt keine Stromkosten übernimmt, ist das eine Milchmädchenrechnung. Eine einzige Tasse Kaffee in einem Café, und schon sind 1-2 Euro weg, was bleibt? Der Kaffee macht nicht satt, man muss aber ab und zu mal die Wohnung verlassen, sonst wird man IRRE denn man lebt isoliert als Arbeitloser. Das heisst, für den Arbeitslosen ist das sogar noch viel wichtiger. Ich komme zwar mit dem ALG2 halbwegs aus, das liegt aber wirklchi daran dass ich verdammt sparsam lebe, nicht rauche und nicht trinke, und nur ganz selten ausgehe. Ich kann mich aber nicht in eine Kneipe setzen und sagen "danke, ich trinke nix, ich bin Hartz4". Hat Herr Sarrazin mal an die sozialen Folgen gedacht? Vereinsamung, Isolation, psychische Verelendung?
Ich weiß nicht was los ist. Als Student hat man weniger als diesen Satz zur Verfügung. Lebe mir meiner Freundin zusammen und wir geben am Tag zusammen 5 Euro aus. Und da sind Sachen wie Toilettenpapier und Reinigungsmittel mit drin. Das klappt sogar so gut, dass wir uns am Ende des Monats auch mal ein gutes Rindersteak gönnen. Man muss nur Haushalten können und sinnvoll einkaufen, so dass man nicht die Hälfte wegschmeißen muss!
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Wer Hartz-IV empfängt, lebt auf Kosten des Staates bzw. der Gesellschaft. Die Empfänger werden davor bewahrt, obdachlos zu werden oder zu hungern. Derartiges geschieht in den wenigsten Ländern. Wer sich also daran stört, mehrfach in Folge Bratwurst essen zu müssen, sollte dies doch einmal bedenken.
Im Übrigen ist doch dieser Speiseplan auch nur ein Rechenexempel. Niemandem wird "vorgeschrieben", was er zu essen hat. Daß man Abstriche machen muß, liegt in der Natur der Sache, wenn man auf Staatskosten lebt.
Interessanterweise ist doch aber zu beobachten, daß sich untere Schichten viel eher ungesund ernähren - ob mit Hartz-IV oder ohne. Junk Food ist oftmals sogar vergleichsweise teurer als Vollwertiges. Jeden Tag Fleisch zu essen, würde ein Ernährungsberater ablehnen. Und Sport zu treiben ist in vielen Fällen sogar kostenlos.
Könnte es sich um ein Mentalitätsproblem handeln?
stimmt, Armut bedeutet mehr als nicht genügend Geld zu haben. Genau deshalb werden die Probleme der Hartz IV - Empfänger auch nicht durch eine Erhöhung der Hartz IV - Sätze zu lösen sein.
Wenn Haushalte nicht mehr kochen, um Strom zu sparen, beweist das allerdings, dass diese Haushalte Nachhilfe in wirtschaftlicher Haushaltsführung nötig haben um am Ende gesünder zu leben ohne mehr Geld auszugeben.
Verfasser: schmalharz
Widerlicher Zynismus von Theoretikern, die keine Ahnung haben und die Ärmsten auch noch verspotten!
Dass aber der Finanzsenator, der über ein ausreichendes Einkommen verfügt, Sprüche dieser Art abgibt, ist schlicht gesagt eine Unverschämtheit.
Und der Mann ist in der SPD.
Aber dass aus der Ecke solche Sprüche kommen.. Wen soll man da noch wählen?!
denn während: laut Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) dem Staat durch Betrug, Unkenntnis und Arroganz von Wechslern und Schiebern den öffentlich-rechtlichen Banken Steuerausfälle von bis zu zehn Milliarden Euro drohen:
www.welt.de/finanzen/article1658829/Staat_drohen_Steuerausfaelle_in_Milliardenhoehe.html
und selbst den Kommunisten der Hummer aus den Ohren quillt:
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,523509,00.html
und Berlin das Geld der Steuerzahler veruntreut:
n-tv.de/917162.html
'Das mit rund 60 Milliarden Euro hoch verschuldete Berlin, das nach eigener Aussage aus dem Länder-Umverteilungstopf 2,7 Milliarden Euro erhalten hat, ...'
fordert Berlins 'Finator', dass die durch die schäbige Politik der Berliner Regierung in Armut getriebenen Menschen sich mit 3,76€/Tag verpflegen.
Pfui Teufel: Herr SARRAZIN:
sie aber mischen doch ganz schön viel durcheinander, nur damit das weltbild stimmig ist.
man braucht keine politiker-verschwörung, um so wie die meisten hier wahrnehmen zu können, dass die sarazinschen vorstellungen diskriminierend sind.
...wurden eigentlich salz, spülmittel u.ä. vom finanzsenator auch berücksichtigt?
Er kann sich aber sicher sein, dass ich weder ihn, noch seine
Partei oder irgend eine Partei, die diese humanitäre Katastrophe "Hartz 4" mittragen, unterstützen werde.
Ich bin halt alleinstehend, da geht das, aber jeden Monat eben dann auch nicht - so ist das nunmal.
Tatsache ist doch, dass ich mir in einem freien Land von niemand vorschreiben lasse wie ich mich zu ernähren habe. Und wo ist eigentlich der Speiseplan für Vegetarier?
warum gab es dann eigentlich früher, also in zeiten wirtschaftlicher prosperität weniger faule menschen? weil früher alles besser war?
und warum sind so oft kinder aus armen familien betroffen? ist faulheit erblich?
Ich fühlte mich sehr an ein Interview erinnert, das ich vor etwa 10 Jahren las. Darin schilderte eine Sozialhilfe-Empfängerin, dass sie ein Auto habe, das offiziell einen anderen Halter habe. Sie benötige das Auto, weil es billiger sei als die BVG.
Ob sie auch mal mit ihrem Sozialhilfe-Budget nicht klarkäme, wurde dann gefragt.
Ja, beispielsweise wenn ihr Auto in die Werkstatt müsse.
Sie haben ja vollkommen Recht. Als Hartz-IV-Empfänger sollte man selbstverständlich täglich bei Borcharts essen gehen, damit man schon am 3. Tag des Monats wieder in der U-Bahn betteln gehen kann.
Wie weltfremd sind die Berliner eigentlich??
Seine Arroganz ist ist so penetrant, dass ich wegschaue,wenn er in den Medien auftaucht. Ach ja, 26 Jahre war ich auch in der SPD... da bin ich vor 10Jahren auch ausgetreten
Herr Sarrazi, ich würd Sie ja gern einladen...
Senatoren mit "Sarrazins-Tagessatz" auskommen müssten? Der Herr Senator bräuchte doch eigentlich noch weniger, auf allen öffentlichen Empfängen gibt es doch Buffets, könnte man doch glatt abziehen! Wie ist es eigentlich mit den Getränken auf Sitzungen, Pressekonferenzen, usw., wer zahlt die? Auch abzugsfähig? Man sollte die Idee richtig durchdenken, da ist noch mehr Sparpotential drin!!! Solche Hartz4-Monate könnten dem rundherum abgesicherten Leben eines Senators den erhellenden Kick geben- und - es wäre Hartz4-Kost auf Zeit, anschließend könnte wieder geprasst werden, müsste so ein Hardcore-Sparer doch aushalten! Aber wer kontrolliert die Spardiät? Wer garantiert, dass abends kein Budgetüberschreitendes Betthupferl wartet? Urintest? Ach, wohl nicht durchführbar... wie nennt sich die Partei noch, die dieses Prachtexemplar von Politiker zu den Ihren zählt?
Ich denke schon das nicht jeder der Hartz4 bezieht und die Saetze eine Frechheit findet, weil er naemlich jahrzehntelang Unsummen in die Kassen einbezahlt hat, ein Sozialschmarotzer ist.
Natuerlich gibt's Solche und auch Andere - Leute die einfach nicht wollen.
Aber was sich der Herr Sarrazin hier anmasst ist schon unglaublich von einem SPD Politiker und von Ihnen auch.
Gruss Carsten