[Kommentare: 27]

Klaus Wowereit

"Fragen Sie!"

Keine gewöhnliche Pressekonferenz: Berlins Regierender Bürgermeister umschifft derzeit lächelnd alle Klippen. Sarrazin-Nachfolge? "Welche Nachfolge?!" Die Modemesse Bread & Butter im Flughafen Tempelhof? "Eine hervorragende Entscheidung!"
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Klaus Wowereit muss sich derzeit viel Kritik anhören. - Foto: ddp
Nadelstreifenanzug und blaue Krawatte. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit schlendert, mit einem fröhlichen Lächeln auf den Lippen, in den Raum 319 im Roten Rathaus, der gut gefüllt ist mit Journalisten. "Also, in der Senatssitzung gab es keine großen Themen, und es hätte nahe gelegen, die Pressekonferenz abzusagen, aber ich habe gedacht, das wäre falsch." Forschend schaut Wowereit in die Runde. "Jetzt haben Sie die Gelegenheit, fragen Sie!"

Nach einem kurzen, verblüfften Schweigen kommen die Fragen, die den Regierenden wiederum gar nicht überraschen. Wer folgt dem Finanzsenator Thilo Sarrazin nach? "Welche Nachfolge?" Na, es werde doch gemunkelt… "Gemunkelt wird seit über einem Jahr." Es gehöre zu den schönsten Dingen am frühen Morgen, Zeitung zu lesen, sagt Wowereit. Da stünden viele Gerüchte geschrieben, daran könne er nun mal nichts ändern. "Ich ärgere mich nur, wenn was Richtiges in der Zeitung steht." Aber den gemeinsamen Kandidaten Berlins und Brandenburgs für den Bundesbank-Vorstand, der am 17. Februar von beiden Kabinetten gekürt werden soll, gibt er gewiss nicht preis. "Chefsache!"

Es folgt, natürlich, die Frage zum Tempelhofer Ansiedlungsstreit. Gestenreich und ausführlich erläutert Wowereit seine "hervorragende Entscheidung" zugunsten der Modemesse Bread and Butter. Ob er sich durch die öffentliche Kritik ungerecht behandelt fühle? Da muss er lachen. "Ein Regierender Bürgermeister fühlt sich öfter ungerecht behandelt."

Neuwahlen? Wenn es eine Mehrheit gibt, dann ist das so

Dann sorgt er für Gesprächsstoff: Für Lehrertarife müsse es eine bundesweite Obergrenze geben. "Sonst kommt das gesamte Gefüge ins Rutschen; der erste bietet 500 Euro mehr, der zweite packt 600 Euro drauf, und dann kommen die Justizbeamten und wollen auch mehr Geld." Wowereit skizziert so, wie er sich vorstellt, das Problem der Nachwuchslehrer in den Griff zu bekommen, die wegen schlechter Bezahlung Berlin verlassen.

Wowereit glaubt zwar nicht, dass sich die Länder noch 2009 über die Lehrerbezahlung einigen. Aber der Druck werde wachsen und es müsse eine Lösung über Berlin hinaus geben, ansonsten werde es bei der Lehrerbesoldung eine "Spirale ohne Ende" geben. Der Senat wird demnächst in Klausur darüber reden. Nächste Frage: Kommt die Kunsthalle doch an den Humboldthafen? Wowereit fände das gut, hält es aber offen. "Es wird eine Entscheidung zu treffen sein." Eine Journalistin will dann wissen, was er von der Unterschriftensammlung für Neuwahlen hält. "Ja, was soll ich denn dazu sagen." Volksbegehren seien naturgemäß gegen die Regierung gerichtet. "Und wenn Bürger für ihr Anliegen eine Mehrheit finden, dann ist es so."

Hinten im Saal steht Björn Böhning, der Planungschef Wowereits, und lauscht, welche Fragen die veröffentlichte Meinung bewegen. Wowereit handelt noch rasch die Enthaltung Berlins zum Konjunkturpaket des Bundes als "ganz normalen Vorgang" ab. Und am Ende prophezeit er, dass aus der "Schuldenbremse" für Bund und Länder nichts werden kann. "Eine rein theoretische Debatte." Das funktioniere so nicht. Auch hier seien Ehrlichkeit und Realitätsnähe angebracht, sagt der geborene Pragmatiker.


(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 04.02.2009)
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Kommentare [ 27 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von ligona ligona ist gerade offline | 3.2.2009 21:07 Uhr
Man kann es drehen und wenden!!
Herr Wowereit mag nicht für jeden bequem sein, seine Politische Arbeit ruft Neider und teilweise berechtigte Kritiker hervor.
Doch gibt es keine andere charismatischen und politisch eloquentere Person als Herrn Wowereit in der SPD.
Eventuell auch in der gesamt deutschen Politik.
Die "alten" Flagschiffe wie Schmidt oder Geißler, leiden an Altersstarrsinn oder werden gemieden wie der Teufel das Weihwasser meidet.
Ich freue mich das es Politiker wie Ihn gibt.
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 4.2.2009 9:19 Uhr
@ligona - Sie verblüffen mich immer wieder
in den kaum vorhandenen Ansprüchen, die Sie an einen Politiker stellen.

Ein Politiker kann für Sie offensichtlich gar nicht debil genug sein, Hauptsache er spricht ehrlich, wie ihm der Schnabel gewachsen ist (im Falle des Bundespräsidentkandidaten Peter Sodann) oder er hat eine Ausstrahlung wie Rex Gildo und ist eloquent.

"Sachverstand?" - "Muss nicht sein!"

"Diplomatie?" - "Nö, auch nicht, wozu?"

"Um den durch Sachverstand erzeugten Sachverhalt auch umsetzen zu können, wissen Sie." - "Ja, aber wenn eh kein Sachverstand da ist, ist Diplomatie auch nicht soo erforderlich"

Mann oh Mann, wenn Sie sich nicht für Politik interessieren, warum posten Sie dann nicht im Sportteil?
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von unbekannt | 3.2.2009 21:20 Uhr
@ligona
Die Großschreibung ("Ihn") ist eigentlich dem Herrgott vorbehalten, aber den Habitus hat Herr W. ja auch schon...
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von spraykanal spraykanal ist gerade offline | 3.2.2009 21:26 Uhr
Journalismus pur
Wenn die Themen der Welt im Journalismus unterzugehen oder sich zu virtuellen Depechen mit wenig Inhalt zu diffudieren scheinen, muß man den Beamten- und Lehrerständen einräumen, auch die Gehälter an ortsübliche Bedingungen zu knüpfen und damit die Länderautonomie in den Bundesländern generell zu unterstützen.
Zum einen fördert das die Möglichkeit eines schnellen Einstiegs für Lehrer in schwächer strukturierten Bundesländern und Karrierechancen in besser statuierten.
Die qualitativen Bewertungen muß man hiermit den Ausbildungstätten und den Personalgremien überlassen.
Für die Stadt Berlin ergäbe sich damit die Chance sich als Studenten- und Partyhauptstadt noch mehr zu festigen und im Rahmen der Bundesregierung der Vergütung der Beamten über günstige Konditionen die Steuerkassen zu entlasten.
Die Forderung nach Gleichbehandlung sollte damit auf dem bundesweiten Prüfstand überarbeitet und einer erneuten Einordnung unterzogen werden.
Weitere Themen ständen sicher täglich auf dem Presseverteiler des regierenden OB`s und daß in der Zeitung keine Wahrheiten stehen, ist nicht im generellen Verständnis zu vermitteln, weil viele Informationen spekulativ und kurzlebig sind, womöglich auch die vorrübergehende Ausgangsposition des Finanzsenators von Berlin, der unter den Augen des OB womöglich seine Aufgaben noch zu erfüllen hat, bevor er die Etagen wechselt.
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von karnival karnival ist gerade offline | 3.2.2009 21:59 Uhr
Arbeitsauffassung??
„Also, in der Senatssitzung gab es keine großen Themen,..."
- ein wahrhafter Satz, denn schließlich aalen wir uns jeden Morgen in unserem Glück, in der schönsten, saubersten, tolerantesten, prosperierenden, friedlichsten und am besten regierten Stadt der Welt zu leben und alle Probleme gelöst zu haben....Danke, Klaus
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von wahlberliner wahlberliner ist gerade offline | 3.2.2009 22:02 Uhr
DIESE SHOW ERINNERT MICH
An Jan Ulrich nach einem Bergsprint.
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von huan huan ist gerade offline | 3.2.2009 22:16 Uhr
Der jetzige Berliner
Senat wird bei der Wahl 2011 abgewählt. Eine alternative politische Partei formiert sich bereits. Außerdem braucht man neben Charisma fachliche Kenntnisse und gute Ideen. letzteres besitzt Herr Wowereit und co. leider nicht.
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von robertderhut robertderhut ist gerade offline | 3.2.2009 23:04 Uhr
Schlaf
Träumen Sie ruhig weiter...
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von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade offline | 3.2.2009 22:53 Uhr
Die Öffnung gibt es doch schon, Herr Wowereit
Auf dem Lehrerstellenmarkt haben wir echte Marktwirtschaft. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Daß sich Berlin quietschend dazu entschieden hat, keine Lehrer/innen mehr zu benötigen, möge der RegBürg bitte mit seinen Senatoren abmachen. Die werden doch in Hamburg oder Hessen nicht wieder damit anfangen, Lehrerinnen teuer auszubilden, wenn sie genügend enthusiastische Kolleginnen woanders für Bakschisch bekommen ...

P.S.: Gibt es in Togo noch Ersatzkandidaten für den Landesklaus? Man schreibe eine Öffnungsklausel in das deutsche Parteilistenwahlgesetz.
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von segelflieger segelflieger ist gerade offline | 3.2.2009 22:54 Uhr
Wowereits These
Dann sorgt er für Gesprächsstoff: Für Lehrertarife müsse es eine bundesweite Obergrenze geben. „Sonst kommt das gesamte Gefüge ins Rutschen; der erste bietet 500 Euro mehr, der zweite packt 600 Euro drauf, und dann kommen die Justizbeamten und wollen auch mehr Geld.“ Wowereit skizziert so, wie er sich vorstellt, das Problem der Nachwuchslehrer in den Griff zu bekommen, die wegen schlechter Bezahlung Berlin verlassen.

Wowereit glaubt zwar nicht, dass sich die Länder noch 2009 über die Lehrerbezahlung einigen. Aber der Druck werde wachsen und es müsse eine Lösung über Berlin hinaus geben, ansonsten werde es bei der Lehrerbesoldung eine „Spirale ohne Ende“ geben.von Wowereit<<<

Was faselt der Reg.BM hier alles zusammen? Andere Bundesländer haben nicht das Berliner Problem mit der schlechten Lehrerbezahlung, sie haben aber auch nicht das Problem daß es eine Spirale ohne Ende geben werde, und daß dann z.B. die Justizbeamten auch um Gehaltserhöhung ankommen würden! Das Problem hat sich Wowereit und sein Senat selbst geschaffen! In anderen Ländern werden die Lehrer bezahlt und die machen gute Arbeit dafür, ohne daß Getöse darum gemacht wird! Wowereit sollte es einmal leise versuchen!
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von spraykanal spraykanal ist gerade offline | 4.2.2009 2:24 Uhr
Pisa
Der schiefe Turm von Pisa steht näher an Berlin als man denkt. Deshalb sollte man bei befürchteten Problemen auch den Mund aufmachen dürfen.
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von unbekannt | 3.2.2009 23:22 Uhr
Der pfiffige Herr Wowereit...
... fordert eine Obergrenze für die Lehrerbezahlung. Diese gab es bis zur Förderalismusreform, denn die Beamtenbesoldung war bundeseinheitlich geregelt.

Und wer fand es chic, das abzuschaffen, obwohl alle wussten, wo das hinführen würde (nämlich in einen Verteilungskampf zwischen den Bundesländern)? Unser Wowi, der Chef eines der ärmsten Bundesländer - der offenbar meinte, die Partyhauptstadt genüge, um die Leute hier zu halten!

Für ihn mag das stimmen (zumal er außerhalb Berlins auch nicht vermittelbar ist), es gibt aber auch Leute, die müssen arbeiten, um Geld zu verdienen.

Ach, ich vergaß: nicht seine Klientel...
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von yogi1954 yogi1954 ist gerade offline | 4.2.2009 7:54 Uhr
Berliner Stachelschweine (1965)
„Solange die Staaten sich nur Lehrer für 600 Mark leisten können, bleiben die Völker so dämlich, dass sie sich Kriege für 600 Milliarden leisten müssen.“
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von dscharlott dscharlott ist gerade offline | 4.2.2009 7:56 Uhr
Mir bleibt der Mund offen stehen...
...wenn ich die Zeilen lese. Ich denke mal, die Wiedergabe der Inhalte dieser "Pressekonferenz" gehört zu den - nach Wowereit - wenigen Artikeln, die "wahr" sind.

So kann ich mich noch nicht einmal mehr aufregen, wenn Herr Wowereit von sich gibt, "in der Senatssitzung gab es keine großen Themen." Wo werden denn die großen Themen thematisiert in dieser Stadt? Auf der Straße? Wo lebt dieser Mann? So abgehoben und selbstgefällig kann doch kein Politiker sein, oder? Für Beruhigung sorgte bei mir der Kommentar vom Brandenburgischen Wirtschaftsminister: Es scheint noch - selbst in der politischen Landschaft - Menschen zu geben, die tatsächlich erkennen, was für egomanische Träumer rumlaufen.

Mich schüttelt es!!
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von lars3110 lars3110 ist gerade offline | 4.2.2009 13:33 Uhr
oder was man für große Themen hält...
... die werden am Biertresen, beim Friseur oder bei der Kaffeepause der Chefsekretärinnen besprochen.

Dies ist ein Artikel des TSP mit der Sichtweise des anwesenden Journalisten. Ich höre da Humor raus, andere fühlen sich davon düpiert. Wie auch immer. Jedem ist freigestellt, Politiker zu werden. Aber meckern ist soooooooviel bequemer.

Klaus Wowereit ist einfach ein cooler Typ - und alle anderen sind echt unentspannt.
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von leserbrief leserbrief ist gerade offline | 4.2.2009 8:31 Uhr
Berlin und Singapur
Herr Wowereit hat genau diese Besoldungsscheere zwischen armen und reichen Bundesländern aktiv durch die Föderalismusreform in Gang gesetzt. Heute will er davon nichts mehr wissen und rudert hilfllos zurück. Wie ein anderer Stadtstaat mit seinem öffentlichen Dienst umgeht, steht heute im Handelsblatt. http://www.handelsblatt.com/finanzen/breakingviews/singapur-ein-ausweg-aus-der-bankenkrise;2140415
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von eteco eteco ist gerade offline | 4.2.2009 11:08 Uhr
Pragmatiker
ja, ist er - aber auch ein arroganter Egomane. Wenn man diesen Bericht liest kann man nichts anderes sagen. Nur: es ist zu ihm in Berlin keine Konkurrenz in Sicht. Aber besser verdaulich wird sein Arbeitsstil damit auch nicht, aber ohne Themenbezug sind die öffentlichen Auftritte charismatisch und durchaus auch charmant. Mir persönlich reicht das aber nicht ganz.
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von robert56 robert56 ist gerade offline | 4.2.2009 11:25 Uhr
Was für ein gute Politiker!
Eigentlich muss Berlin doch Stolz sein, den derzeit besten Politiker des Landes zu haben.

Die paar Meckerer sind eben Berlin Typisch.
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 4.2.2009 11:33 Uhr
"Für Lehrertarife müsse es eine bundesweite Obergrenze geben"
Dazu den Mindestlohn und wir sind auf dem besten Wege zu einer - wie bereits jahrzehntelang erfolglos im Osten - zentral gelenkten Planwirtschaft.

"Sonst kommt das gesamte Gefüge ins Rutschen; der erste bietet 500 Euro mehr..."

Ja, genau so funktioniert ein Markt. Und das blöde ist, dann wird evtl. überdeutlich, wer bis dahin eine schwache Landespolitik betrieben hat und wer nicht. Geradezu unangenehm das!

Auch hier spürt man deutlich die Angst der Linken vor dem Markt. Was kann da alles passieren?

Das möchte man doch am liebsten selber alles steuern, festlegen, regeln und einbetonieren.

Und am Ende geht man pleite, da man die Unzufriedenheit der Menschen unterschätzt hat, weil bei denen die Unterversorgung an grünen Kittelschürzen das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Mein lieber Herr Wowereit, Berlin hat eine ganze Menge mehr zu bieten, als die ängstliche Provinzialität seines RB, da würden mich 500€ MEHR in Schwaben auch nicht locken. Von daher seien Sie nicht so verzagt und wenn Sie das geschafft haben, dann stecken Sie damit Ihre Sozen an.

Da fällt mir ein, mit diesen piefigen ängstlichen Luschen an der Spitze unseres Staates wäre doch ein Preisfreigabe wie zu Zeiten Ludwig Erhards bei der DM-Einführung undenkbar gewesen.

Und was bedeutet so ein Verhalten immer? Verschenkter Wohlstand!

Und an die, die jetzt schon wieder eine vermehrte Pickelbildung an sich feststellen: vergleichen Sie schriftlich auf einer Din-A4-Seite die wesentlichen Grundzüge der Wirtschaftssysteme vor und hinter der Mauer bis 1989 und ermitteln Sie aktuelle Analogien!
Comment
von joz joz ist gerade offline | 4.2.2009 11:46 Uhr
Wendung
Wenn ich mir die diversen Leserkommentare hier in den Foren ansehen, habe ich fast den Eindruck, als wären die Leute nicht mehr zufrieden mit unserem lieben Wowi. Dabei ist er doch ein ganz Guter, er tut doch nichts und niemanden etwas! Aber nun ernsthaft! Dieser Mann ist eine Schande für Berlin! Leider sehe ich nur bedingt Alternativen. Frank Henkel ist zwar ein solider Typ mit logisch nachvollziehbaren Vorstellungen, aber die Bürger lassen sich nun einmal allzu leicht von dem Blender Wowi verführen, zumal der CDU immer noch die alleinige Schuld an dem Bankenskankal anhängt. Dies obwohl der Wowi seinerzeit Fraktionsvors. der SPD auf Augenhöhe war und damals durchaus informiert sein musste. Aber heute ist sein Name in dieser Angelegenheit ja "Hase (ich weiß von nichts)". Das nenne ich z.B. verantwortungslos, was aber in der heutigen Zeit ja ein Merkmal fast aller Politiker ist. Schade!
Comment
von benutzerregistrierung benutzerregistrierung ist gerade offline | 4.2.2009 13:25 Uhr
@hannibal
"Auch hier spürt man deutlich die Angst der Linken vor dem Markt. Was kann da alles passieren?
Das möchte man doch am liebsten selber alles steuern, festlegen, regeln und einbetonieren."

Sie scherzen doch hoffentlich. Ich denke, der Großteil der Leute hat inzwischen und gerade in der jetzigen Situation seine Erfahrungen mit dem "Markt" gemacht. Wenn jetzt schon die CDU verstaatlichen will, dann kommen sie mir bloß nicht mit neoliberalem Gewäsch.
Comment
von hannibal hannibal ist gerade offline | 4.2.2009 14:22 Uhr
@benutzeregulierung (hey, was für ein geiler name)
Keine Angst, deswegen kam ich Ihnen ja auch nicht mit dem neoliberalen Gewäsch, sondern habe Ihnen einmal vor Augen geführt, wohin es führt, wenn man auf die Intelligenz und Kreativität der Millionen von Marktteilnehmer verzichtet und nur auf ein paar Beamte setzt, die das alles zentral festlegen.

Dass der "Markt" gescheitert sein soll, da irren Sie. Ich fange mal ganz von vorne an: was heißt überhaupt "Markt"?

Der "Markt" ist der (auch virtuelle) Ort, an dem Angebot und Nachfrage aufeinander treffen. UND DER IST NICHT GESCHEITERT!

Wenn Sie mit dem Auto fahren, werden Sie es schon bemerkt haben. Benzin und Diesel sind billiger geworden. Jetzt werden Sie denken, weil die Politker dies "zentral" so festgelegt ahben. Nein, nein, mein Freund, es ist billiger geworden, weil gemessen an der reduzierten Nachfrage die Preise zu hoch waren.

Wissen Sie, der Preis ist das Mittel, das im Markt die Nachfrage und das Angebot ins Gleichgewicht bringt. Klar soweit?

Und im übrigen: was glauben sie, wie Nordkorea, Kuba oder die DDR (wenn es sie noch gäbe) heute mit ihrem System durch diese weltweite Krise in Schwierigkeiten kommen bzw. geraten wären?

Passen Sie auf, wir machen folgendes: wir beobachten jetzt beide mal ein halbes Jahr Kuba und Nordkorea (oder einen anderen Staat mit einem Wirtschaftssystem Ihrer Wahl), und wenn die beiden (oder die drei) dann signifikant wirtschaftlich besser dastehen als unsere hervorragende BRD, dann schreibe ich hier öffentlich: "die @benutzerregistrierung beim tsp ist das dollste überhaupt!!"

Was halten Sie davon?

Und jetzt zur CDU. Haben Sie noch einen Augenblick Zeit?
Kommen Sie mir jetzt bloß nicht mit diesen Sozialdemokraten!!
Comment
von einbeutedeutscher einbeutedeutscher ist gerade offline | 4.2.2009 16:28 Uhr
Wie wäre es wenn der Tagesspiegel künftig mit dem Untertitel erscheint:
Eine Zeitung für ein CDU- und klerikal-regiertes Berlin.

Es fehlt einem die Hoffnung, dass sich der Tagesspiegel wieder zu einem Qualitätsprodukt entwickelt. Schade.
Die Berichterstattung der letzten Wochen ist keine unabhängige mehr, sondern ein Kampagnen-Journalismus pro Konservatismus.
Comment
von dscharlott dscharlott ist gerade offline | 4.2.2009 16:32 Uhr
@lars3110
Lieber lars3110,

schön, wenn Sie unseren Regierenden echt cool finden und ganz entspannt sind. Ich bin es leider nicht - denn ich sehe in dieser Stadt ein "politisches Kompetenzzentrum" mit einem Bürgermeister an der Spitze, das neben Peinlichkeiten eigentlich nichts gewuppt bekommt. Und ob Sie es glauben oder nicht - ich bin durchaus politisch engagiert. Und gerade deshalb stört mich auch diese arrogante Art des Nichtstuns. DAS fördert bei denkenden Menschen Politikverdrossenheit.

Anmerkung an die TSP-Redaktion: die "auf diesen Kommentar antworten"-Funktion tut´s bei mir leider nicht - wenn möglich bitte unter den entsprechenden Kommentar schieben - danke!
Comment
von juergenspiegel juergenspiegel ist gerade offline | 4.2.2009 17:15 Uhr
Wir fragen nicht ihn, sondern uns
- ob hoffentlich alles weiterhin so witzig bleibt
wie bisher,
damit u. a. Berlin in seiner Stadtstaaten-Dimension stecken bleibt - wegen der Gemütlichkeit.
Comment
von berlijoey berlijoey ist gerade offline | 4.2.2009 18:23 Uhr
Was kann der Berliner erwarten
von seinem Stadtoberhaupt, das nie etwas anderes als "Partei" gelernt hat. Keine Berufserfahrung, keine Ahnung vom Geldverdienen, keine Visionen und Konzepte, nur in Hinterzimmern kungeln. Das ist unser Herr Wowereit - toll!
Comment
von besserwisser besserwisser ist gerade offline | 4.2.2009 23:15 Uhr
bravo herr wowereit
bleiben sie so wie sie sind. das ist gut für berlin.

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