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Kulturpolitik

Kompromiss der SPD zur Kunsthalle

Finanzierung zunächst als mobiles Museum: Bei der umstrittenen Kunsthalle, die der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit unbedingt haben will, hat sich die SPD-Abgeordnetenhausfraktion am Dienstag auf einen Kompromiss verständigt.
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Während einer Sondersitzung zum Doppelhaushalt 2010/11 beschlossen die Sozialdemokraten, dass in den nächsten zwei Jahren 600 000 Euro für eine „mobile Kunsthalle“ zur Verfügung gestellt werden. Diese Einrichtung für zeitgenössische Berliner Künstler soll kein eigenes Gebäude erhalten, sondern an verschiedenen Orten der Stadt Ausstellungen veranstalten. Nach dieser Testphase sollen die Erfahrungen mit diesem Modell ausgewertet und es soll neu entschieden werden, ob Berlin tatsächlich eine stationäre staatliche Kunsthalle braucht.

Die SPD-Fraktion orientierte sich damit an einem Beschluss des parlamentarischen Kulturausschusses vom 12. Oktober, der von den Linken mitgetragen wurde. CDU und Grüne kritisieren die „mobile Kunsthalle“ als Mogelpackung, die lediglich dazu diene, dass Wowereit mit seinem teuren Prestigeprojekt einer Kunsthalle am Humboldthafen das Gesicht wahren könne. In dieser Wahlperiode fällt dann nämlich keine Grundsatzentscheidung mehr.

Der Senat hatte im Sommer im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden, dass für eine staatliche Kunsthalle 30 Millionen Euro und für eine neue Landesbibliothek weitere 270 Millionen Euro in die Finanzplanung eingestellt werden. Beide Großprojekte stießen nicht nur auf den Widerstand der Opposition, sondern auch der Linken und Teilen der SPD. Nach dem gestern beschlossenen Kompromiss zur Kunsthalle blieb vorerst noch offen, wo eine neue Landesbibliothek untergebracht werden soll, die von Rot-Rot prinzipiell gewollt wird. Aber der teure Neubau und der Standort am Flughafen Tempelhof sind strittig. za

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 04.11.2009)
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Kommentare [ 2 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von tempelhofer tempelhofer ist gerade offline | 3.11.2009 22:24 Uhr
Ich, Wowereit
Egomanie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Als Egomanen bezeichnet man eine unter dem Symptom Egomanie (v. griech. bzw. lat. ego = ich + griech. μανία manía = Raserei; auch Ich-Sucht) leidende Person. Der Betroffene hat das Bedürfnis, stets im Mittelpunkt allen Handelns und Geschehens zu stehen. Ursache dafür ist ein krankhaft übertriebenes Selbstwertgefühl. In abgeschwächter Form handelt es sich um eine Persönlichkeitsstörung. Oft tritt Egomanie als eines von mehreren Symptomen einer Manie im Rahmen einer bipolaren Störung (manisch-depressive Krankheit) auf und wird dann meist von Megalomanie (Größenwahn) begleitet.

Nur das Ich (Wowereit) zählt.
Ich bin die Regierung.
Ich schließe Tempelhof.
Ich will Party.
Ich will eine Kunsthalle.
Ich will eine neue Landesbibliothek.
Ich zuerst, dann Berlin - wenn überhaupt.

Die nächsten Wahlen sind leider erst 2011. Die Umfragefragewerte stimmen, die 18 Prozent sind fast erreicht.

Mal sehen was noch alles in Berlin für den Egomanen auf der Strecke bleibt...
Comment
von kohlentrude kohlentrude ist gerade offline | 7.11.2009 23:36 Uhr
diese 600 000 Euro
sind das I-Tüpfelchen für mich, diese Partei bzw. diesen Bürgermeister mit Sicherheit nie wieder zu wählen!!!

Wieviel Suppenküchen etc. gibt es inzwischen in dieser Stadt?

Ach, muß man ja auch nicht wissen, wenn man sich von einem Event zum nächsten bemüht.

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