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Osthafen

Hochhauspläne der Mediaspree gekippt

Die Bürger haben entschieden, und die Politik schickt sich an, dem Bürgerwillen Rechnung zu tragen. Nicht mehr als 24 Meter werden die Bauten am Osthafen in Zukunft in die Höhe ragen. Das hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg am Dienstag beschlossen.
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Streitpunkt Mediaspree: So sollte der Osthafen aussehen. - Foto: Promo
Die Pläne für den Bau eines Hochhauses an der Stralauer Allee Ecke Elsenbrücke sind endgültig vom Tisch. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg hat eine Änderung des Bebauungsplan-Entwurfs beschlossen für das Grundstück, das Teil des umstrittenen Baugebiets „Mediaspree“ ist. Dies teilte Bezirksbürgermeister Franz Schulz gestern mit und sagte: „Mit dem geänderten B-Plan haben wir auch an dieser Stelle erfolgreich für die Ziele des Bürgerentscheids gekämpft.“

Der Bürgerentscheid hatte eine Veränderung der Baupläne für die an den Ufern von Kreuzberg und Friedrichshain gelegenen Grundstücken gefordert und dabei insbesondere einen breiteren für die Bürger frei zugänglichen Uferweg verlangt. Der geplante rund 90 Meter hohe Neubau an der Elsenbrücke war zu einem Symbol für den Widerstand in der Bürgerinitiative geworden. Nun ist nur die Errichtung eines 24 Meter hohen Gebäudes auf diesem Grundstück möglich, das sich damit in seiner Höhe und seiner Maßstäblichkeit an die bestehenden Bauten am Friedrichshainer Ufer anpasst.

Bei der Behala, einer Tochtergesellschaft des Landes, wusste Geschäftsführer Peter Stäblein nichts von dem Bezirksamtsbeschluss. „Wenn der Bebauungsplan in diesem wesentlichen Punkt verändert wurde, dann muss man über die Kosten für unsere Planungen sprechen“, sagte er.  Beim Bezirk fürchtet man keine Schadensersatzklagen, weil der ursprüngliche Bebauungsplan nur ein Entwurf war und frühzeitig gestoppt wurde.
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Die Behala wollte laut Stäblein nicht selbst bauen, sondern das Grundstück mit Baugenehmigung an einen Investor verkaufen. Der veränderte Bebauungsplan kostete das Unternehmen dennoch viel Geld: Der Wert von Bauland hängt von der möglichen Baudichte ab, die bei veränderten Plänen erheblich sinkt.

Bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung heißt es:  „Wir haben nichts gegen die Umplanung des Bezirks“, so Sprecherin Manuela Damianakis. Die Verwaltung habe ein Signal von Wirtschaftssenator Harald Wolf bekommen, wonach das Interesse eines Investors an dem Bau eines Hochhauses an dieser Stelle nicht kurzfristig zum Abschluss eines Kaufvertrages führen werde. Deshalb habe auch Wirtschaftssenator Harald Wolf, der im Aufsichtsrat der Behala deren Geschäfte kontrolliert, seine Zustimmung zu der geringen Grundstücksausnutzung gegeben.

Das Behala-Areal zählt zu den letzten bisher noch nicht verkauften Bauflächen an den Friedrichshainer Ufern der Spree. Gelegen zwischen Elsenbrücke und Strahlauer Allee ist es nicht nur von der Spree, sondern auch vom Verkehr umspült. Ein Verkauf dürfte auch deshalb nicht einfach sein, weil der Senat eine Verlängerung der Autobahn A 100 bis zur Elsenbrücke plant – was das Verkehrsaufkommen noch erhöhen könnte.
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Kommentare [ 61 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von hannibal hannibal ist gerade offline | 3.11.2009 13:07 Uhr
KNORKE! Was braucht der Mensch auch
Arbeitsplätze! :-)
Comment
von loucass loucass ist gerade offline | 3.11.2009 13:57 Uhr
@hannibal
Nach Meinung des Forums ziehen, wenn überhaupt, die Steuerzahler (pfui) von außerhalb (iih) zu.
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von aussteiger aussteiger ist gerade offline | 3.11.2009 13:59 Uhr
Zumindest in Berlin nicht!
Der Linke Senat bevorzugt doch immer mehr H4.

Sei Berlin - sei arm!
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von stefano1 stefano1 ist gerade offline | 3.11.2009 14:44 Uhr
Arbeitsplätze-Witz
An dieser Stelle sind die Fakten interessant: Ich habe mit Leuten gesprochen, die z.b. in der O2-Arena arbeiten. Der GF hat den Bezirkspolitikern seinerzeit versprochen, der er "reale" Arbeitsplätze schaffen wird. Senatorin Junge-Reiher sprach ja auch vollmundig von 40.000 Jobs bei Mediaspree. Die Gegenwart: Die vielen hundert-Gastronie-Arbeiter in der Arena verdienen sämtlich UNTER 5 €. Ein langjähriger Gerüstbau-Vorarbeiter erzählte mir jüngst, er verdiene 11,50 € / Stunde, das sei so ziemlich der geringste Lohne, den er in der Stadt bekommen würde. Also: Fakten statt ideologische Sprüche.
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von casimirkatz casimirkatz ist gerade offline | 3.11.2009 15:09 Uhr
@hannibal
Die Frage ist doch eher: Was braucht Berlin noch mehr leerstehende Büroräume?

Endlich hat mal ein Bezirk den Mut, diesem kleinbürgerlichen Metropolen-Gejaule alter West-Berliner Provenienz eine Absage zu erteilen. Gut so!
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von lindblom lindblom ist gerade offline | 3.11.2009 15:35 Uhr
@hannibal 3.11.2009 13:07 Uhr
Was hat denn ein Hochhaus, ob jetzt 24 Meter oder 90 Meter hoch mit Arbeitsplätzen zu tun?

Es gibt Dinge die sind wirtschaftlich notwendig, andere sind es nicht, manchmal sind die Politiker vernünftiger, ab und an der "gemeine" Bürger...

Das was hier beschlossen wurde ist doch ein Stück wirklich gelebter Demokratie.

Städtebauliche Veränderungen einseitig mit Wirtschaftsinteressen zu koppeln hätte schon manch schöner Stadt das wunderbare Antlitz geraubt... Gut, gut ich will zugeben, dass das in diesem Fall so oder so nicht zutreffend ist.

Gruß,

A.Lindblom

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von flexton flexton ist gerade offline | 3.11.2009 16:44 Uhr
Berlin ist einzigartig
Sich gegen jegliche Veränderung stemmen, sei es im Stadtbild oder bei der Zusammensetzung der Einwohnerschaft (>"Schwaben"), aber sich gleichzeitig als "Metropole" darstellen und über die sog. "Provinz" die Nase rümpfen - obwohl man allein schon durch diese rückwärtsgewandte Bewahrermentalität ein Hauptkriterium der "Provinzialität" in Berlin geradezu mustergütig erfüllt. Das muss man erstmal schaffen, diesen Grad der Realitätsverleugnung. Einzigartig!

Hauptsache alles bleibt so "knorke" und "dufte" wie es in der "guten alten Zeit" der Hausbesetzer war. Deren wilde Schopf ist zwar meist einer Halbglatze gewichen, aber im Nacken baumelt das schüttere Haar immer noch im Pferdeschwanz. Be reaktionär, be nostalgisch, be berlin.
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von rob3 rob3 ist gerade offline | 3.11.2009 18:12 Uhr
besser als
Großkapitalisten und Geldhai Träume zu verwirklichen, wenns Dir hier nicht passt geh dahin wo kapitalitisch genug ist
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von samuelrees samuelrees ist gerade offline | 3.11.2009 13:24 Uhr
Ich versteh das nicht
Wenn die Einwanderer aus Schwaben aus Berlin ein zweites Schwaben machen wollen, warum sind sie dann nicht gleich in Schwaben geblieben?
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von berlinois berlinois ist gerade offline | 3.11.2009 14:37 Uhr
Sehr schöööön :o)
wahrscheinlich können die Schwaben noch nicht mal in Schwaben-Baden selbst ihren Mief ausleben. Weil das nämlich höchst entwicklungshemmend ist,... aber hier in Berlin denken'se könn'se dit machen. Leider scheinen sie sich auch noch durchzusetzen. Wir brauchen dringend eine Zuwanderungsquote für Südwestdeutsche : ))))
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von darklighter darklighter ist gerade offline | 3.11.2009 17:31 Uhr
Wie kommen Sie auf Schwaben und Badener?
@berlinois, @samuelrees
Was haben denn in Ihren Augen die Zugezogenen aus dem Südwesten mit der Sache zu tun? Soweit ich dem Text entnehme kann ich da nichts dergleichen rauslesen, ebensoviel oder wenig wie da zugezogene Sachsen, Hessen oder Ostfriesen Erwähnung finden.
Oder suchen Sie bloß einen Grund einfach mal auf diese Gruppe schießen zu können?
Ohne die seit den 1860ern bis heute Zugezogenen hätte Berlin wahrscheinlich immer noch 300000 Einwohner, also Bielefeld-Niveau ;-)
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von pizza pizza ist gerade offline | 3.11.2009 18:21 Uhr
nicht zu vergessen
das BW ohne die 1 Million waschechten Berliner die seit 1989 der Stadt den Rücken gekehrt haben, heute wohl auch weniger Einwohner hätte. Wo sind eigentlich die ganzen Schwaben in Berlin? Ich kenne nur einen, das muss ein dummer Mythos sein.
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von berlinois berlinois ist gerade offline | 3.11.2009 22:46 Uhr
PB
... die findet man u.a. gehäuft im Prenzschlauer Beerg ;o)
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von berlinois berlinois ist gerade offline | 3.11.2009 22:50 Uhr
ohne Titel
Das Bielefeld-Niveau hätte immerhin den Vorteil, einigermaßen verständliches Deutsch zu sprechen : ) Und 300000 ist doch schonmal was - gar nicht mal so unübel.
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von crazybex crazybex ist gerade offline | 4.11.2009 1:06 Uhr
Bielefeld?
Die Stadt gibt es doch gar nicht. Das sich der Mythos von der Existenz dieser Stadt so hartnäckig hält ***kopfschüttel***

;-)
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 3.11.2009 13:25 Uhr
"die Politik schickt sich an, dem Bürgerwillen
Rechnung zu tragen"

Das hört sich irgendwie nach Fortschritt an, wenn die Politik den Bürgerwillen in Einzelfragen umsetzt.

In Wahrheit ist es ein Rückschritt, denn die Politiker sind gewählt worden, um zu führen, um den Bürgern dann auch Argumente aufzuzeigen, die eine evtl. Bürgermehrheit evtl. nicht bedacht hat.

Zur Umsetzung des Wählerwillens bedarf es ansonsten lediglich einer Schar Beamte
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von jetbundle jetbundle ist gerade offline | 3.11.2009 13:51 Uhr
Armes Berlin...
Das Provinzdenken hat sich wieder durchgesetzt.
Das einzig wichtige ist doch der Zugang zum Spreeufer. Wie hoch gebaut wird ist doch wirklich egal.
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von stefan.d. stefan.d. ist gerade offline | 3.11.2009 14:17 Uhr
@Hannibal
Das muß man sich mal überlegen, mitten in der deutschen Hauptstadt, soll auf alten Industriebrachen etwas Neues entstehen und 30500 Leistungsverweigerer (welch ungeheuere Mehrheit! Was war das, ein Volksentscheid? Ich kann mich auch selber verarschen. Wieviele Wahlberechtigte gibt es eigentlich in diesem Doppelbezirk?)tun alles um das zu verhindern. Sowas kann es auch nur in der H4 Hauptstadt geben. Na ja, man muß sich ja nur mal im Bereich zwischen Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke umsehen, was da außer Touris noch so rumläuft. Niergendwo sonst in Deutschland, ist die Assel-Dichte so hoch wie dort.

Mußte gerade an die londoner Dock-Lands und die hamburger Hafen-City denken. Wieder eine Chance vertan Berlin.....Stadtschloss wird kaputt geredet, ICC abgerissen, SXF bleibt was es immer war, ein Provinzflughafen, dank einiger TSD Anwohner, TH und TXL sind oder werden geschlossen, aber in Siemensstadt ziehen Call-Center ein.....
aber Hauptsache, unsere lieben Kreuzberger bekommen tägl. vom Steuerzahler ihren Kasten Bier als Deputat, ist ja ein Menschenrecht in KB
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von lindblom lindblom ist gerade offline | 3.11.2009 15:41 Uhr
@stefan.d 3.11.2009 14:17 Uh
"30500 Leistungsverweigerer"

Das ist schlichtweg diffamierend und hat mit einer sachlichen Auseinadersetzung gar nichts zu tun. Wie auch der gesamte Rest Ihres Kommentars!

Ich bin jetzt nicht der wirklich große Freund der Initiative "Media-Spree versenken" gewesen, aber so einfach wie Sie kann man es sich auch nicht machen.

Comment
von stefan.d. stefan.d. ist gerade offline | 3.11.2009 18:36 Uhr
@Lindblom
Dann kucken Sie sich nur mal im Bereich der Warschauer Brücke um.
Wie hoch ist die Stützeempfänger-Quote in diesem City-Bezirk?
Wenn wir uns mal die Steuererklärungen von diesen 30500 ansehen, was glauben Sie was ganz unten steht, da bei zu versteuertem Einkommen? Klar, so ein paar wohlhabende vom Landwehrkanal-Biotop gibt es dabei auch, die tragen Kaschmir und schlürfen Barollo und träumen von den guten alten Zeiten....
Klar habe ich etwas übertrieben, macht einfach gelegentlich Spass, in ein Wespennest zu stechen -:)

Mich ärgert einfach diese ekelhafte Bigoterie dieser Falschlinken. Freie Uferstreifen? Überall haben dort Geschäftemacher das Ufer abgesperrt, mit ihren ja ach so alternativen Geschäften (Bars), warum muß ich im Bereich der Arena einen großen Bogen um die Spree machen? Bei den Großkapitalisten, der Allianz gleich nebenan, ist alles geöffnet! So was gibt es am charlottenburger und moabiter Spreeufer nicht, da kann ich durchgängig mit dem Rad die Spree entlang Fahren. Wer da nichts Bösses denkt......
Comment
von schubertus schubertus ist gerade offline | 4.11.2009 8:04 Uhr
Investoren
Und warum wollen Modelabels, MTV, Universal und dergleichen nach Friedrichshain und Kreuzberg und nicht nach Moabit, Tiergarten, Charlottenburg oder Spandau, wo die Spree ebenfalls fließt? Warum öffnen Modemarken ihre Läden im 'trashigen Berlin-Style' in Mitte?

Sie suchen die vermeintliche 'Szene-Nähe', die unter anderem von ihren rückwärtsgewandten 'Stützeempfängern' aufgebaut, getragen und weiterentwickelt wurde und wird. Wenn sie schon den Chef-Ökonomen raushängen lassen, dann sollten sie schon versuchen das Gesamtbild zu verstehen.
Comment
von paetchee paetchee ist gerade offline | 3.11.2009 16:15 Uhr
Leistungsverweigerer?
Vielleicht waren es auch die gut situierten Neu-Friedrichshainer, die die Lebensqualität schätzen und ihre Eigentumswohnung nicht im Schatten eines Hochhauses sehen wollen.

Immer auf die H4er schimpfen! Als ob die zu Volksabstimmungen gehen würden!
Comment
von stefan.d. stefan.d. ist gerade offline | 3.11.2009 18:53 Uhr
@Petchee
Es geht doch gar nicht um dieses Hochhäuschen (90m), das niemendem die Sonne nimmt, es geht bei diesen Leuten, um die Sache selber, es soll alles so bleiben wie es ist und wohlhabende friedrichshainer Neubürger, haben sicherlicht nicht dagen gestimmt, eher schon unsere kreuzberger Altbürger, Betohnung auf alt, wenn nicht schon senil.

Lessen Sie mal, was weiter unten @saphit geschrieben hat, der kann schöner schreiben als ich (bin halt nur ein Arbeiter mit gerade mal mittlerer Reife).
Comment
von jim_de_la_hunt jim_de_la_hunt ist gerade offline | 3.11.2009 17:26 Uhr
wenig Zeit...
daher: Sie sprechen mir aus der Seele!
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 3.11.2009 20:27 Uhr
Assel-Dichte


Zitat von stephan

Niergendwo sonst in Deutschland, ist die Assel-Dichte so hoch wie dort.



Dann müssen SIE da nicht auch hingehen und deren Dichte noch erhöhen.
Comment
von stefan.d. stefan.d. ist gerade offline | 3.11.2009 23:39 Uhr
@Commentator
Wenn das so einfach wäre, ich habe dort sehr oft beruflich zu tun und fahre in der schönen Jahreszeit immer mit dem Rad da hin.
Da hat man viel Zeit sich die Zeitgenossen auf den Bürgersteigen und den Grünstreifen etwas genauer anzusehen, glauben Sie,ich weis von was ich rede, da bekommt man nur vom Anblick her einen Katter, bzw. Flöhe. Schon mal am Köpi vorbeigegangen? Betohnung liegt auf gehen, denn nur dann, kann man den betörenden Haut-Gout, der von diesem Etablisement ausgeht so richtig geniesen.
Ich schweife ab...ich habe da beruflich zu tun, ergo, ich gehe arbeiten, also zahle ich Steuern, ich bin sogar ein stolzer Steuerzahler, weil ich meine, dass das erste Bürgerpflicht ist! Nur wenn ich sehe, für was die von meinem Geld, von meiner Arbeit erwirtschaftete sehr großzugig bemessene Stütze verwendet wird, bekomme ich einen Hals.
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 5.11.2009 8:57 Uhr
@ stefan
Ich glaube, meinen Kommentar haben Sie nicht wirklich verstanden.
Comment
von quitzow quitzow ist gerade offline | 4.11.2009 0:09 Uhr
@stefan.d
Mit Ihrem Kommentar bin ich einverstanden. Armes Berlin. Das ist kein Wunder, daß sich Hamburg oder Frankfurt profilieren, als habe es paradoxerweise keine Wiedervereinigung gegeben.Keine wirtschftliche Aufwärtung des Spreeufers, kein Flughafen, kein Schloß und den Selbstgestrickten-Pulli- Milieau setzt sich erneut durch. Ohne Wirtschaft gibt es, liebe Mitstreiter, kein Verdienst. Ohne Arbeitsplätze, herrscht die Armut. Wenn ich aufrichtig sein kann, empfinde ich als ein überaus ungünstiges Zeichen, wenn unsere Steuergelder für einseitige ( wofür denn?) soziale Projekte ausgegeben werden.
PS: Berlin hat auf der internationalen Ebene einen hervorragenden Ruf. Ich frage mich, wie lange noch. Sei (leider) provinziell, sei (unglücklicherweise) armseelig, sei Berlin. Schade, Schade.
Comment
von Peter.D Peter.D ist gerade offline | 3.11.2009 14:20 Uhr
Es lebe die
kaiserlich preussische Traufhöhe von anno dazumal. Wäre auch schlimm, wenn die zugereisten Provinzler in Berlin am Ende noch sowas eine urbane Atmosphäre zulassen würden. Und Arbeitsplätze braucht Berlin sowieso nicht. Im Gegenteil, den Transferleistungsempfängern in dem Bezirk ist der Anblick von arbeitenden Menschen natürlich nicht zuzumuten.
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 3.11.2009 15:47 Uhr
Peter.D 3.11.2009 14:20 Uhr
Ja, ich muss Ihnen Recht geben.... so eine festgelegte Traufhöhe mit durchaus auch Ausnahmeregelungen hat durchaus etwas für sich...

Es kann ja nicht einzig und allein um die Menschen in dem Turm gehen... die außen rum "in den Schatten gestellten" haben da durchaus ein Wörtchen mitzureden...

Komisch auf der einen Seite fürchtet man die Berliner Anarchie auf der anderen Seite findet man in wirtschaftlichen Fragen die Abschaffung vieler vernünftiger Regelungen als "Gängelei" und "Arbeitsplatzverhinderung"...

Vielleicht kann mir jemand mal diesen Widerspruch erklären...
Comment
von samuelrees samuelrees ist gerade offline | 3.11.2009 14:26 Uhr
Wählerwille
Es hat den Wähler schlicht und einfach nicht zu interessieren, was Leute auf Grundstücken bauen, die ihnen gehören, die sie mit ihrem eigenen Geld bezahlt haben.
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 3.11.2009 20:29 Uhr
@ samuel
Da irren Sie sich in jeder Hinsicht gewaltig.

Noch nicht einmal der Häuselbauer kann auf SEINEM Grund und Boden tun und bauen, was er will.

In welcher komischen Welt leben Sie eigentlich?
Comment
von samuelrees samuelrees ist gerade offline | 3.11.2009 20:54 Uhr
In einer Traumwelt
Aber man wird ja wohl noch von einer solchen Welt träumen dürfen.
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 3.11.2009 22:58 Uhr
Traumwelt?
Sie verwechseln das mit einer Albtraumwelt.

Der Mensch ist als solitärer Kater nicht lebensfähig.
Comment
von stadtbeobachter stadtbeobachter ist gerade offline | 3.11.2009 15:04 Uhr
Who cares?!
An dieser Stelle würde sowieso niemals ein Hochhaus von 90m Höhe errichtet!
Comment
von nuncacero nuncacero ist gerade offline | 3.11.2009 15:16 Uhr
Sündenbock
in diesem Forum wird seit geraumer Zeit alles, aber auch wirklich ALLES was nicht genehm ist H4 und/oder Leistungsverweigerernin Zusammenhang gebracht. Das ist so unangeracht wie unsymphatisch. Muss aber irgendwie dem gemeinen (!) Foristen das Selbsbewusstsein pampern
Comment
von heiko61 heiko61 ist gerade offline | 3.11.2009 15:35 Uhr
Ich vermute mal,
alle bisherigen Diskutanten sind in ihrem Selbstbild überzeugte Demokraten. Der sich aufdrängende andere Eindruck ist bestimmt nur ein Missverständnis, oder?

Wieso ist es so eine Katastrophe, wenn in einer Stadt mit derart viel ungenutzter Fläche wie Berlin auch weiterhin auf Hochhäuser weitgehend verzichtet wird? Im übrigen kann ich mich weder in den Docklands noch in der Hafencity an 90m hohe Hochhäuser erinnern.
Comment
von pizza pizza ist gerade offline | 3.11.2009 19:01 Uhr
Elbphilharmonie
Hallo? Elbphilharmonie, Hamburg Hafencity - Höhe: 110 meter

Schlimm, nicht wahr? Ist so unmenschlich ein so "hohes" Gebäude. Alles nur menschenverachtende Phallussymbole! Und diese unbarmherzige Verschattung überall in Berlin!
Gut, das hier noch der gesunde Menschenverstand regiert, dessen Niedergang inzwischen in jeder anderen größeren und kleineren Stadt des Planeten Einzug gehalten hat! Man wird mit Sicherheit eines fernen Tages Berlin beachten und feiern dafür das es... äh... ähem... Berlin ist! - Die flachste Stadt der Welt, nichts ganzes und nichts halbes - ein kleines, nach schlecht geplanter Kanalisation stinkendes provinzielles Drecksloch, mit ausgeprägtem Hang zur unsympathischen Selbstüberschätzung. Ein Ort, das sich immer schon selbst genug war.

Ein klitzekleines niedliches Türmchen, ein Akzent in der tristen Einöde des Osthafens - die Vollendung einer hübschen Torsituation mit dem Treptower - verhindert von einigen, dabei ausschließlich an den eigenen Profit denkenden, situationssubventionierten Gastronomen und ihren mobilisierten reaktionären Betonköpfen, die zu sich nur Oberflächlich mit dem Thema befasst haben und durch schlimmste Propaganda beeinflussen liessen - die selbst ernannte Gutmenschen von "Mediaspree versenken" können mich mal kreuzweise, keinen Cent werde ich in einer gewissen Strandbar mehr lassen.
Comment
von stefan.d. stefan.d. ist gerade offline | 3.11.2009 19:04 Uhr
@Heiko
Hallo Heiko,

nur zum Vergleich, das Allianz Hochhaus gegenüber hat 125m.
Das wurde aber auch gebaut, da gab es den Doppelbezirk noch nicht und die Kreuzberger Steinzeitlinken hatten in Friedrichhain noch nichts zu melden.

Comment
von jetbundle jetbundle ist gerade offline | 4.11.2009 4:24 Uhr
Zur Information,
Die Docklands sind mit einer Mischung aus Hochhaeusern (z.B. Canary Wharf, 290m) und flacheren Wohnhaeusern babaut.

Uebrigens sieht das Hochhaus als Pendant zum Allianzhaus doch ganz nett aus.

Aber um bei London zu bleiben, hier wurde beschlossen neue Hochhaeuser (300m+) in begrenzter Anzahl und hoher architektonischer Qualitaet zuzulassen, da die Stadt nicht still stehen soll, aber man einen gewissen Charakter erhalten will.

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