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Tempelhof-Initiative

Volksentscheid bindet den Senat nicht

Trotz eines Volksentscheides, in dem sich die Bürger für den Erhalt des Flughafens aussprechen, kann der Senat den Betrieb des City-Airports einstellen. Zum diesem Entschluss kommt ein aktuelles Gutachten.
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Berlin -  Ein erfolgreicher Volksentscheid für Tempelhof kann den Senat nicht zwingen, den City-Airport offenzuhalten. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Verfassungsrechtlers Matthias Rossi, das die Organisatoren des Plebiszits in Auftrag gaben. „Es gibt keine Rechtspflicht zur Umsetzung des Entscheids“, sagte Rossi gestern. Denn die Schließung des Flughafens falle in den Bereich des Verwaltungshandelns. Laut Verfassung können aber nur Gesetze vom Volk erlassen, geändert oder abgeschafft werden.

Ein Volksentscheid zugunsten Tempelhofs hätte lediglich „die Wirkung eines schlichten Parlamentsbeschlusses“. Das heißt: Es stünde eine „politische Willensentschließung des Volkes“ im Raum, die der Senat zur Kenntnis nehmen und „gegen die eigene Position abwägen“ müsse. Eine „direkte Sperrwirkung gegenüber entgegenstehendem Staatshandeln“ entstehe aber nicht. So interpretiert der Gutachter, Privatdozent an der Humboldt-Universität, eine Klausel in der Berliner Verfassung, die es nur in wenigen anderen Ländern gibt. Danach können Volksbefragungen auch darauf gerichtet sein, „zu Gegenständen der politischen Willensbildung, die Berlin betreffen, sonstige Beschlüsse zu fassen“. Die Initiatoren des Volksbegehrens, für das bis Februar 2008 etwa 170 000 Unterschriften gesammelt werden müssen, damit ein Volksentscheid stattfinden kann, wollen genau einen solchen „sonstigen Beschluss“ herbeiführen.

Rossi geht aber darüber hinaus: Alle Verfassungsorgane seien zu gegenseitiger loyaler Zusammenarbeit und Rücksichtnahme verpflichtet, auch wenn der Volksgesetzgeber im formellen Sinne kein solches Organ sei. Daraus ergebe sich, dass der Senat die Volksbefragung nicht unterlaufen dürfe, indem er den Flughafen entwidme und schließe, bevor das Plebiszit beendet sei. Und wenn der Senat auf einen erfolgreichen Volksentscheid gar nicht reagiert, will die „Interessengemeinschaft City-Airport Tempelhof“ (ICAT) beim Landesverfassungsgericht einstweiligen Rechtsschutz beantragen. Andererseits kündigte der ICAT-Chef Jürgen Peters an, dass die Klagen vor dem Oberverwaltungsgericht gegen die Entwidmung des Flughafens voraussichtlich zurückgezogen werden, wenn bis Februar 2008 nicht genügend Unterschriften für die Durchführung eines Volksentscheids zusammenkommen. 

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.11.2007)
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Kommentare [ 40 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von unbekannt | 6.11.2007 20:21 Uhr
Früher hat Herr Kurpjuweit das Ressort hier gehabt .............
............. da war die Tempelhof-Berichterstattung noch sachlich. Was soll denn das jetzt hier das ist doch Mumpitz. Sie tun ja so als hätten die die Tempelhof als Flughafen erhalten wollen verloren. Mit Nichten! Mit Nichten! Klare Aussage von Herrn Rossi:

1. Die Entwidmung ist unzulässig.

2. Volksentscheid THF pro führt nicht dazu dass der Senat einen Verkehrsflughafen THF offen halten muss wohl aber muss der Senat dann die Weichen für einen Kompromiss stellen.

Der Kompromiss sieht so aus:

- südliche Runway
- kleines Terminal
- nörlich davon Bebauung und grüne Freizeit
- das Gebäude soll interessieren wen will

Kein Zweifel dass ICAT damit verloren hat denn der Funktionszusammenhang Gebäude-Verkehrsluftfahrt wird zerschlagen. Hallelujah dass Goerner und Mehdorn gewonnen haben und Ihren Luft-Taxi-Service aufmachen können.
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von unbekannt | 6.11.2007 20:32 Uhr
Falsch

Das Volksbegehren kann den Senat nicht zwingen einen Verkehrsflughafen THF offen halten zu müssen. Das Volksbegehren wird den Senat aber sehr wohl zwingen etwas zu machen wovon die ICAT nichts hält aber Mehdorn wird sich riesig freuen: Der City-Airport Tempelhof wird als kleiner Geschäftsreise-Flughafen bestehen bleiben und zwar mit verkleinertem Flugfeld und ohne Benutzung des Gebäudes. Es wird nahe der südlichen Landebahn ein kleines Terminal gebaut. Und der Raum zwischen diesem Executive Airport und dem Gebäude wird für Bebauung geöffnet oder als Park genutzt. Rossi hat eindeutig klar gemacht dass der Senat rechtlich nicht gezwungen sein wird den Entscheid 1 zu 1 umzusetzen sondern politisch gefordert sein wird einen Kompromiss zu ermöglichen und der sieht genauso aus wie ich das eben beschrieben habe.
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von unbekannt | 6.11.2007 20:39 Uhr
Eine Schlappe für die ICAT!
Der historische Funktionszusammenhang von Gebäude und Linienluftfahrt kann nicht erzwungen werden. Der Senat ist lediglich gezwungen einen Kompromiss zu suchen. Der wird wohl kaum heißen Tempelhof bleibt Verkehrsflughafen sondern eher Tempelhof wird ein kleiner Business-Airport. Also Linien-Luftfahrt schon gar nicht. Und eventuell nicht einmal die Nutzung des Gebäudes für Luftfahrt denn da hatte Mehdorn ja bereits die Idee neben der Piste ein kleines Terminal zu bauen. Dann kann der Nordteil des Tempelhofer Feldes tatsächlich geöffnet werden. Nachnutzung hier. Flugbetrieb dort. Ein echter Kompromiss.
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von unbekannt | 6.11.2007 20:40 Uhr

Es erscheint plötzlich alles in einem ganz anderen Licht. Es sieht nach Konsens aus.
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von unbekannt | 6.11.2007 20:43 Uhr
Mal gespannt was der Senat dazu sagt.
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von unbekannt | 6.11.2007 20:44 Uhr
Mal gespannt was PH dazu schreibt.
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von p.h. p.h. ist gerade offline | 6.11.2007 20:47 Uhr
Verwirrung
Da ein Volksentscheid ohnehin bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein dürfte - die vom Gericht bestätigte Schließung aber erst im November 2008 ansteht - ist die Präsentation dieses Gutachtens aber voll nach hinten losgegangen.
Ein Gutachten, dass im Wesentlichen die Senatsposition stützt.
Dank den Spendern von 340.000,-€, die neben der Werbung auch dieses Gutachten bezahlt haben.

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von unbekannt | 6.11.2007 21:04 Uhr
Das sieht doch jetzt schwer .............
............. nach einer Gegendarstellung aus. Was?
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von unbekannt | 6.11.2007 22:17 Uhr

Der ganze Konsens ist eh zum Teufel denn BBI war als Rund-um-die-Uhr-Airport gedacht. Da er das nicht sein wird kann man mit Recht fordern dass er dann auch kein Einzelflughafen zu sein braucht. Wäre der Senat schlau würde er Tegel ins Spiel bringen und damit Tempelhof für überflüssig erlären. Vielleicht hat er noch ein Einsehen. Tegel offen mit einer Bahn. Gleich daneben - da wo jetzt Bahn N 2 ist - das olympische Dorf. Und auf Tempelhof die Arena. Gebt München 'ne Harke!
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von wpev wpev ist gerade offline | 6.11.2007 22:27 Uhr
Volksentscheid bindet den Senat nicht
Natürlich nicht... denn wir haben ja wieder die absolute Herrschaft! Keine Erinnerung daran... bei wem auch immer? Denn warum sollte der Berliner Senat auf das Volk hören... Stimmvieh... Fundament für das Wohlleben auf Kosten der Bürger... oder?
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von p.h. p.h. ist gerade offline | 6.11.2007 22:54 Uhr
Quatsch
Die Kompromissvariante ist eher für die Ruhigstellung der Auftraggeber des Gutachtens gedacht.
Damit der die Rechnung überhaupt bezahlt.
Die Variante des Gutachters ist in den Gesetzen zu Volksbegehren und Volksentscheiden überhaupt nicht enthalten.
Die Frage, die die Grundlage für das Volksbegehren und den Volksentscheid ist, hat die ICAT formuliert.
Es ist die Aufforderung zum Bruch des Staatsvertrags mit Brandenburg. Dafür ist kein Kompromiss in Sicht.
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von flieger flieger ist gerade offline | 7.11.2007 9:14 Uhr
Bindung von Volksentscheid
Alle Verfassungsorgane seien zu gegenseitiger loyaler Zusammenarbeit und Rücksichtnahme verpflichtet, auch wenn der Volksgesetzgeber im formellen Sinne kein solches Organ sei. Daraus ergebe sich, dass der Senat die Volksbefragung nicht unterlaufen dürfe, indem er den Flughafen entwidme und schließe, bevor das Plebiszit beendet sei.

Hier eine Kopie aus dem Gutachten, das dem Berliner Senat den Weg weist, nämlich Kompromisse einzugehen! Einige Leserbriefe zeigen, wie ich schon seit Monaten, Möglichkeiten auf, als Kompromiss einen Verkehrslandeplatz für die allg. Luftfahrt mit der südlichen S-/L-Bahn und kleineren Gebäuden zu lassen!
Der nördliche große Rest des Geländes und das riesige Gebäude können dann vermarktet werden und bringt Geld!
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von flieger flieger ist gerade offline | 7.11.2007 9:22 Uhr
p.h.
Das Gutachten ist keine Aufforderung zum Bruch des Staatsvertrages mit Brandenburg! Für den Flughafen im Stadtgebiet von Berlin sind alleine die Berliner zuständig! Immer wieder einen Zusammenhang, der von der Senatspolitik als Zweck zur Verwirrung und Vernebelung, zwischen BBI-Gefährdung und Offenhaltung von Tempelhof hergestellt wird, ist rein politisch und kann auch von der Politik (bei gutem Willen und ausreichenden Sachverstand) wieder geändert werden!
p.h., Sie sind kein guter "Rechtskenner", sondern nur ein "Plagiateur"!
Die Berliner wissen was sie am Flughafen Tempelhof haben und stimmen für Tempelhof und für Berlin und für Arbeitsplätze!
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von p.h. p.h. ist gerade offline | 7.11.2007 11:16 Uhr
Nicht verstanden
Sie haben es immer noch nicht verstanden.
Sie können Stimmen sammeln und trotzdem ist die Schließung nicht zu verhindern.
Berlin und Brandenburg haben die Flughafenplanung mittels Staatsvertrag zusammengelegt.
Deshalb hat der Senat keine Handlungsfreiheit mehr.
Die Kündigungsfrist für den Staatsvertrag beträgt 3 Jahre.
Die finanziellen und wirtschaftlichen Folgen sind dann aber nicht absehbar.
Eine Änderung würde zudem die Planungsgrundlagen für BBI verändern.
Die Gerichte haben dies mehrfach festgestellt und vor einer Veränderung gewarnt.
Aber die ICAT hat ja scheinbar auch keine Lust mehr am Volksbegehren und betreibt mittels Gutachten die Selbstdemontage.
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von tt tt ist gerade offline | 7.11.2007 10:09 Uhr
Satirische Züge...
...hat's schon, wenn man dieses notdürftige Geschwätz über ein Pro oder Contra verfolgt. Abwarten, ob sich der Volksentscheid und der Aktionismus Flugfreudiger lohnt; eine kleine Schlappe dürften doch wohl die knapp 6.000 Neuköllner Volksentscheider sein?! Ob die ICAT zu einer Niederlage stehen wird? Wer erinnert sich eigentlich noch an Amsterdamm 1992?
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von ernst_lustig ernst_lustig ist gerade offline | 7.11.2007 10:34 Uhr
Weiß man eigentlich
wieviele Stimmen im Volksentscheid schon zusammengekommen sind?
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von xbergbewohner xbergbewohner ist gerade offline | 7.11.2007 11:29 Uhr
@ernst_lustig
Ja, die Zahlen werden wöchentlich jeweils am Freitag unter
www.wahlen-berlin.de offiziell veröffentlicht.
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von flieger flieger ist gerade offline | 7.11.2007 12:23 Uhr
p.h.,
Sie verstehen nichts! Das Flughafendrama in Berlin ist ein politisches, und kann nur von der Politik gelöst werden!p.h, haben Sie einmal darüber nachgedacht, daß der Senat und Reg. Brandenburg einen Staatsvertrag über den Kopf Dritter, nämlich des Bundes, beschlossen habhen? Nur leider hat dies der Bund (Verkehrsminister Tiefensee) bis heute nicht bemerkt! Der Senat und Brandenburg haben jede Menge Handlungsspielraum, wenn sie politisch, sachlich und idiolgisch dazu in der Lage sin! p.h., glauben Sie, daß wegen 10 Mio. Unterhalt (Zuschuß) für Tempelhof BBI finanziell scheitern würde? Sie wollen daß in Zukunft die Berliner Steuerzahler das jährliche Defizit übernehmen! Schulen, Polizei, Straßen usw. sind ja Ihrer Meinung nach nicht so wichtig!
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von p.h. p.h. ist gerade offline | 7.11.2007 13:07 Uhr
Defizit ?
Wieso sollte nach der Vermarktung von Tempelhof, selbstverständlich ohne Flugbetrieb, noch ein Defizit anfallen?
Das ist bei den bereits verkauften Liegenschaften Berlins ja auch nicht der Fall.
Im Gegenteil. Zusätzliche Steuereinnahmen, z.B. Grundsteuer, winken.
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von eteco eteco ist gerade offline | 7.11.2007 19:11 Uhr
Grenzwertig
Zum Thema selbst möchte ich mich nicht äußern, da ich die juristischen Hintergrund nicht bewerten kann. Umso mehr macht es mir Spass die verschiedenen Standpunkte zu lesen. Nur p.h.: bitte gehen Sie doch mit Ihren Kontrahenten etwas sachlicher um und gestalten Sie Ihre Kommentare nicht derart oberlehrerhaft. Ich persönlich bin jedenfalls gespannt, wie Berlin nach 2011 aufgestellt sein wird. So oder so ist zu befürchten, dass mal wieder die Planung eines Großprojektes in Berlin grottenschlecht ausgeführt wird.
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von manfredo manfredo ist gerade offline | 7.11.2007 12:58 Uhr
Gutachten THF
für ernst_lustig: Es sind bisher pro Woche etwa 14.000 Stimmen
pro THF abgegeben worden, weit mehr als rechnerisch pro Woche
notwendig sind. Ob der Trend anhält, werden die nächsten Wochen
zeigen. Es sind bei weitem noch nicht alle THF-Befürworter zum Bürgeramt gegangen.
und für ph: Es mag ja Wasser auf Ihre Mühle sein, dass das Gutachten nicht so gan rosig aussieht, aber der Gutachter ist
kein Richter oder gar das Gericht.
Ich möchte ph gern lesen, wenn SXF 2011 nicht fertig wird und
die Berliner Flughäfen den bis dahin gestiegenen Verkehr nicht
mehr aufnehmen können! Vielleicht wird dann -analog Berlin Lehrter Bahnhof aus Zeimangel wegen der WM 2006 mit verkürztem Dach- die Startbahn verkürzt gebaut oder das Terminal abgespeckt, nur um überhaúpt einen "provisorischen" Betrieb zu
ermöglichen. Wir werden sehen. Bin dann 2012 auf ph's Ergüsse
gespannt, warum SXF bzw. BBI 2011 nicht fertig geworden ist und
nicht richtig funktioniert.
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von peterspilgies peterspilgies ist gerade offline | 7.11.2007 13:55 Uhr
zum Gutachten Tempelhof
Hier sieht man wieder mal,was Demokratie in Berlin heißt. Wir als Regierung machen doch ,was wir wollen. Fast so wie in der Ex-DDR , so führen sich unsere Regierungsvertreter wie Diktatoren auf. Was geht uns die Meinung des Volkes an? Darum fühlt sich Herr Wowereit so wohl zwischen den Genossen der ehemaligen SED-Funktionären.
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von flugbetriebsende flugbetriebsende ist gerade offline | 7.11.2007 14:40 Uhr
Senat kann Volksbehren überstimmen lassen
Es bedarf nicht dieses Gutachtens, um die Politikunfähigkeit der ICAT zu erkennen, denn es fehlt ihr Gesetzentwurf. Stattdessen hat sie einen sogenannten „sonstigen Beschluss“ in Form eines Appells zur Abstimmung eingereicht, der sich zur politischen Effekthascherei eignet, mehr aber auch nicht. Über einen Gesetzentwurf zur Offenhaltung von Tempelhof müssten die Abgeordneten nach erfolgreichem Volksbegehren zumindest debattieren und / oder abstimmen. Jedoch kann der Senat einen eigenen Gesetzentwurf oder sonstigen Beschluss gleichzeitig vorlegen und darüber abstimmen lassen. Da die Mehrheit im Abgeordnetenhaus die Zielstellung des Volksbegehrens ablehnt (Fortsetzung des Flugbetriebs in Tempelhof), sollte der Senat von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Die parlamentarische Demokratie, nicht die Direktwahldemokratie, bildet die entscheidende Grundlage unseres Gemeinwesens. Ohnehin nimmt nun jeder wahr: Das Volksbegehren ientpuppt als Geschäftsbegehren der Tempelhofer Flieger.
Comment
von unbekannt | 7.11.2007 14:41 Uhr
Wieso hat sich die ICAT
jahrelang darauf beschränkt zu informiern? Sie ist jahrelang nicht aktiv geworden! Das Engagement der ICAT kommt reichlich spät. Es ist aber auch wohl so dass die Bevölkerung auf den letzten Drücker aktiv geworden ist. Kein Zweifel dass es nur gut ist wenn es jetzt gelingt Tempelhof zu retten. Vielleicht entstehen ja mal wieder kleine Fluggesellschaften. Anders als dauair und EAE sollen diese von Anfang an nur das bedienen was die BigAirlines eh nie anfliegen werden. Kerry. Brest. Da gibt es sehr viele interessante Möglichkeiten. Man kann auch hingehen und Strecken von Tempelhof zu Airports in Europa machen die momentan nur von Business-Jets genutzt werden. Nördlich von Los Angeles ist so ein Airport. Jahrezehtelang nur Business-Jet-Betrieb. Neuerdings Linienbetrieb. Kommt gut an! Überhaupt kein Problem das anzuleiern. Man muss sich nur dahinter klemmen. Und den Airport überzeugen. Cannes-Mandelieu vielleicht??
Comment
von unbekannt | 7.11.2007 15:47 Uhr
Tankstellen-Architektur
Der oben erwähnte Flughafen nördlich von Los Angeles hat ein praktisches kleines hübsches niedliches Terminal. Mit dem Zeiger auf palmdale.regional.airport gehen dann sehen Sie 's. So ein Terminal muss gebaut werden. Dann kann man das Gebäude dem überlassen der es haben will.
Comment
von lux lux ist gerade offline | 7.11.2007 16:23 Uhr
wirtschaftsstandort
die diskussion sollte weniger auf dem niveau von stammtischideologen geführt werden, schließlich geht es doch um das GEMEINWOHL und dazu gehört eine FÖRDERUNG DES WIRTSCHAFTSSTANDORTES BERLIN. der flughafen tempelhof ist auch nach meinung internationaler experten ein pluspunkt für die wirtschaftliche entwicklung berlins (zuletzt Livingston/OB London). die immer wieder genannten defizitzahlen produziert nicht der flughafen sondern der leerstand der gebäude. der ist politisch vom senat zu verantworten.die schließung wird von ideologen gegen den erklärten willen der berliner bevölkerung durchgepeitscht und schadet dem gemeinwohl der stadt!
Comment
von p.h. p.h. ist gerade offline | 7.11.2007 17:54 Uhr
Erklärter Wille ?
Hoffentlich meinen Sie nicht die "Mehrheit" von bislang 42.000 Stimmen.
In letzten Satz des Artikels wird deutlich, dass selbst die ICAT so langsam die Bevölkerungsmehrheit auf ihrer Seite anzweifelt.
Dabei geht es noch nicht einmal um 600.000 Stimmen sondern nur um 170.000.
Eine Mehrheit fängt bei 1,2 Mio. Wahlberechtigten an.
Comment
von manfredo manfredo ist gerade offline | 7.11.2007 17:39 Uhr
Palmdale Regional Airport
Ist ja süss, Ihr Flughafengebäude mit angeschlossener Tankstelle für kalifornischen Dorf-Verkehr. Erinnert mich ein
wenig an Kiel (KEL), passt aber auch nach Hof, Bayreuth oder
Memmingen.
Aber lassen wir mal den Flughafen-Eingang da, wo er ist. Es haben schon genug durchaus kluge Köpfe bestätigt, dass wir auf
unseren über siebzigjährigen Flughafen auch heute stolz sein
können, der einst wirklich das einzige Drehkreuz in Europa war.
Ihre Palmdale-Hütte könnte man bestenfalls in die äusserste
Süd-West-Ecke des Geländes setzen mit unterirdischem Zugang zur
U-Bahn und Fahrstuhl zur S-Bahn (ist schon da). Das wäre dann
wirklich ein "Flughafen der kurzen Wege", würde nur einen Bus-
Shuttle erfordern zu den Parkpositionen unter dem Hallendach.
Danke für den Tipp. Eine überlegenswerte neue Variante für den
Weiterbetrieb von Tempelhof mit direktem Anschluss an den ÖPNV.
Müsste doch auch alle Umweltschützer und Grünen begeistern und
somit zu Tempelhof-Befürwortern machen.
Comment
von unbekannt | 7.11.2007 20:55 Uhr
PMD - one of the 4 Los Angeles World Airports

@ manfredo

http://www.lawa.org/pmd/
http://www.lawa.org/pmd/pmdHistory.cfm
http://www.lawa.org/flypalmdale/

United Airlins fliegt da mit ganz normalen Jets.


@ p.h.

Was im letzten Satz des Artiles zum Ausdruck kommt ist die Intention des Autors. Sie müssen sich einfach vorstellen Klaus Kurpjuweit hätte den Artikel geschrieben. Dann wäre der erste Absatz viel leichter lesbar und weit mehr informativer und sachlicher gewesen. Den zweiten Absatz hätte Klaus Kurpjuweit weggelassen. Tip > welt-online oder auch morgenpost.de
Comment
von unbekannt | 7.11.2007 21:21 Uhr
http://en.wikipedia.org/wiki/Palmdale_Regional_Airport

PMD ist einer der vier sogenannten World Airports von Los Angeles. Deswegen heißt es auch LAWA = Los Angeles World Airports. PMD hat schon öfters mal Linienflug gehabt und dann wieder nicht. Jetzt ein neuer Versuch der zu klappen scheint.

2x RWY 12'000 ft
1x RWY 6'000 ft

[nicht gerade klein - was?]



Also im Südwesten muss das Termial gebaut werden. Für diesen genialen Tip: !Muchas grácias!

[umgedrehtes Ausrufezeichen weiß ich nicht]
Comment
von unbekannt | 7.11.2007 21:29 Uhr
Rette mich wer kann!
Comment
von unbekannt | 7.11.2007 22:59 Uhr
Jetzt machte ich mich über Georgien schlau .............
............. und siehe da -> TAM JET. Ein viersitziger kleiner leichter Business Jet noch eine halbe Nummer kleiner wie die ECLIPSE500. Siehe das Video auf [http://www.tam.ge/tamjet.htm].
Comment
von rg.brauner rg.brauner ist gerade offline | 8.11.2007 6:23 Uhr
Natürlich nicht
Kann sich jemand an die letzte Wahl erinnern ? Da war doch auch die Abstimmung über Volksentscheide ... Was stand da ? Weniger Stimmen für ein Volksbegehren ? Klasse .. Aber war da nicht der bittere Nachsatz das die Politik dann auch entscheiden darf ob dieser überhaupt gewertet werden darf ? Ich irre mich vielleicht und wenn doch nicht dann haben wir wieder einmal weniger zu sagen als die Damen und Herren der Politik. Wir sind nur noch Statisten ... Das ist wie in einem Feudalstaat, den Föderalismus als Vorstufe haben wir doch schon.

Rainer G. Brauner, Berlin-Rudow
Comment
von unbekannt | 8.11.2007 10:47 Uhr






Jetzt fällt mir etwas ein. Die ICAT ging schon immer davon aus dass ihr Volksbegehren nicht bindend sein würde. Kein Wunder also dass ''ihr''Gutachten selbiges hervorbrachte. Nun ist es aber so: In dem Gesetzes-Text kommt doch wohl das Wort Volksentscheid vor? Na! Da liegt doch dann der Hase begraben bzw. der Hund im Paprika - Volksentscheid ist gemäß Logik eine Entscheidung - na also!
Comment
von unbekannt | 8.11.2007 16:14 Uhr
Platzek will Neuhardenberg ausbauen lassen.
Das ist gut für Tempelhof denn damit stellt sich der Club der dummen Gegner selbst ein Bein. Hat doch die Gegenseite jetzt bewiesen dass es mit dem Argument BBI-Gefährdung nichts weiter auf sich hat als Schwadroniererei.
Comment
von manfredo manfredo ist gerade offline | 8.11.2007 17:37 Uhr
Platzek und Neuhardenberg
SINGLE-Airport steht doch wohl im Vertrag über BBI? Wenn also
Berlin TXL und THF zumachen soll bzw. muss, weil es angeblich
nur EINEN SINGLE-Airport geben soll, darf Platzek weder Finow
noch Neuhardenberg oder sonst einen Flughafen bauen oder
ausbauen. Ist doch logisch? Oder? Steht vielleicht doch etwas
ganz anderes im Vertrag? Berlin muss TXL und THF zumachen und
Brandenburg kann lustig weitere Flughäfen bauen oder ausbauen?
Wenn Platzek also lustig macht was er will -aber doch eigentlich garnicht darf- sollten schon allein aus diesem Grunde möglichst viele Berliner zu den Bürgerämtern gehen, um
Stimmung gegen den Wowereit-Senat zu machen. Warum soll sich
Berlin vertragstreu verhalten, wenn Brandenburg das Gegenteil tut?
Comment
von eurobilltracker eurobilltracker ist gerade offline | 9.11.2007 10:59 Uhr
Aktueller Stand
Diese Woche sind erstmals weniger als 10.000 Unterschriften dazugekommen. Setzt sich der Trend fort, ist die Frage inwiefern das Begehren bindend ist obsolet.
Wowereit!
Comment
von flieger flieger ist gerade offline | 10.11.2007 10:55 Uhr
BerlinerInnen - es gilt diesen Volksentscheid zum Erfolg zu führen und sich so gegen eine Politik zu engagieren, die nicht im Interesse von Berlin und der deutlichen Mehrheit seiner Einwohner ist!
BerlinerInnen - es gilt diesen Volksentscheid zum Erfolg zu führen und sich so gegen eine Politik zu engagieren, die nicht im Interesse von Berlin und der deutlichen Mehrheit seiner Einwohner ist!







so zeigen, dass Sie sich für den Flughafen Tempelhof einsetzen!
Der Flughafen Tempelhof gehört zu Berlin und ist wesentlicher Teil seiner Identität!

Der Flughafen Tempelhof ist die "Wiege"
der deutschen Zivilluftfahrt!

Der Flughafen Tempelhof ist einer der ältesten Verkehrsflughäfen der Welt!

Tempelhof ist ein Flughafen mit besonderer Geschichte für Berlin und Deutschland!

Der Flughafen Tempelhof muss als letzter
möglicher innerstädtischer Flughafen für
Berlin erhalten werden!

Unterstützen Sie uns und werden Sie aktiv, in dem Sie jetzt ein Zeichen setzen!
Comment
von unbekannt | 11.11.2007 1:13 Uhr
Letztmöglich ist Tegel und
BBI ist letztendlich auch innerstädtisch.
Comment
von riegel riegel ist gerade offline | 11.11.2007 15:45 Uhr
Wahlumfragen nicht Volksbegehren sind
für den rot roten Senat entscheident. Solange er bei Stimmungsumfragen immer noch die Mehrheit hat, braucht er sich an nichts zu halten.
Wenn auch fast alle Einzelentscheidungen des Senates kaum von den Bürgern mitgetragen werden (Verkehr, Bildung, Justiz, Wirtschaft..) erhält er trotzdem die Mehrheit bei Umfragen. Da braucht sich das Volk über seinen Regierung nicht wundern. Das wundert eher den Senat und regierenden und erfüllt ihn mit Allmachtsgefühlen. Der Berliner scheint da eher benebelt als helle zu sein.

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