[Kommentare: 62]

Provokation

Sarrazin beleidigt Berliner Schüler

Berlins Finanzsenator Sarrazin hat wieder zugeschlagen: Nachdem er Hartz-IV- Empfängern seine Menütipps zum Besten gab, hat er nun eine neue Zielgruppe gefunden - die Schüler.
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Streitbarer Senator. Thilo Sarrazin geht keiner Konfrontation aus dem Weg. - Foto: ddp
Berlin - Der Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat wenige Tage nach dem Ärger über seinen Speiseplan für Hartz-IV-Empfänger Berliner Schulabgänger mit einer spöttischen Bemerkung verunglimpft. Bei einer Veranstaltung in Berlin sagte Sarrazin, dass die Schüler in Bayern ohne Schulabschluss mehr könnten als „unsere in Berlin mit Abschluss“. Er reagierte damit auf die Feststellung eines Redners, dass Bayern zwar bessere Ergebnisse bei den Pisa-Studien erziele, aber auch die höchste Anzahl von Schülern ohne Abschluss habe. Sarrazins Bemerkung soll viele der hundert Gäste in der Landesvertretung von Rheinland-Pfalz zum Lachen gebracht haben. Das berichtete die in Würzburg erscheinende „Main-Post“ am Samstag. Sarrazins Sprecherin wollte die Bemerkung gegenüber dem Tagesspiegel am Sonntag nicht kommentieren.

Sarrazins provokanter Stil ärgert inzwischen viele in der Berliner SPD. Mit seinem Essensplan für Hartz-IV-Empfänger hatte der Sozialdemokrat allein 600 000 Berliner Transferleistungsempfängern deutlich machen wollen, dass für eine Erhöhung der monatlichen Zuwendungen kein Anlass bestehe. Das nahm man ihm nicht allein in der Linkspartei, dem Koalitionspartner, übel. Auch der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hielt nicht viel von der Einkaufsliste des Finanzsenators. Wowereit sagte Mitte Februar im Berliner Abgeordnetenhaus, es gebe keinen Grund für die Bezieher höherer Einkommen, ärmeren Menschen Vorschläge zu machen, was sie essen und einkaufen sollten. Es sei auch falsch, so zu tun, als könne man von dem Regelsatz üppig leben.

Die jüngste Bemerkung über die Berliner Schulabgänger passt zu Sarrazins kritischer Einstellung zum Berliner Schulsystem. Schon vor Jahren hatte der Finanzsenator in einer Debatte über die Zukunft der Berliner Schule gesagt, das größte Problem der Schulen liege in den Schulen selbst.

SPD-Fraktionschef Michael Müller reagierte am Samstag mit offener Kritik und sagte, er sei „erstaunt und verärgert“ über den Senator. Mahnende Worte aus der Fraktion haben Sarrazin aber nie beeindruckt. SPD-Fraktionssprecher Peter Stadtmüller sagt ebenfalls am Samstag, Sarrazins Meinung über die Berliner Schulabgänger sei „wie in vielen anderen Fragen auch“ eine absolute Einzelmeinung.

In der SPD-Fraktion hat der immer wieder polarisierende Finanzsenator nicht mehr viele Freunde, in der Linkspartei ohnehin nicht. Das muss ihn nicht kümmern, solange sich Wowereit mit Kritik zurückhält. Senatssprecher Richard Meng sagte zu Sarrazins jüngster Provokation auch nur: „Vor Vergleichen sollte man sich in der Bildungspolitik immer hüten“, und er fügte hinzu: „Man muss nicht jeden Witz kommentieren.“

Seite 9 und Meinungsseite

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 24.02.2008)
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Kommentare [ 62 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von baerliner baerliner ist gerade offline | 23.2.2008 23:01 Uhr
Zeit
Sollte man vielleicht langsam mal Witze über die Unzulänglichkeiten des Herrn Senators machen? Ääh, Ähm, Ääh.
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 24.2.2008 18:02 Uhr
Unzulänglichkeiten?
Wenigstens EIN Politiker, der unbequehme Wahrheiten ausspricht und dem Volk NICHT nach dem Munde redet. Sehr angenehm ...
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von berliner berliner ist gerade offline | 25.2.2008 15:15 Uhr
... unseren täglichen Politspaß gib uns heute!
Der Mann bringt die Dinge einfach nur zugespitzt und stark vereinfacht auf seinen Punkt und stößt damit immer wieder Diskussionen an.
Wer hier Rücktrittsforderungen erhebt, soll nicht in seiner nächsten Sonntagsrede das Hohelied der freien Meinungsäußerung singen oder gar von "immer mutig gegen den Strom" schwafeln.
Seine Hartz-IV Nummer fand ich zwar nicht so gelungen, dafür aber um so mehr seinen 1945-1947 Vergleich. Und dieser Schülerspruch hier sollte nun wirklich kein Aufreger mehr sein (über 50 Kommentare - ogottogott!), in abgewandelter Form existieren da doch hunderte von Witzen.
Polit-Schlaftabletten gibt es mehr als genug, also möge S. doch bitte weiterhin polemisieren !
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von peter.z peter.z ist gerade offline | 23.2.2008 23:08 Uhr
Das Problem
Das Problem ist das Hr. Sarazin wohl recht hat. Wenn man sich ansieht (und ich kann es mir ausschnittweise ansehen)was es braucht um in Berlin einen Schulabschluß zu bekommen kann der Aussage von Hr. Sarazin nur zustimmen. Über Jahre hinweg aus "pädagogischen Gründen" versetzte Schüler die dann irgendwann ihren Abschluß kriegen. Man kann nur die Schüler bedauern die einen ordentlichen Abschluß machen und sich dann ausserhalb Berlins bewerben möchten. Vermutlich stehen da den möglichen Arbeitgebern die Haare zu Berge wenn sie schon sehen das der Bewerber aus Berlin kommt.
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von betrachter betrachter ist gerade online | 23.2.2008 23:28 Uhr
Klartext ist man von einem Politiker
nicht gewohnt.
Sarrazin hat bewiesen - als erster seit langer Zeit - dass ein Finanzsenator den Haushalt konsolidieren kann, anstatt die Schulden wachsen zu lassen.
Wenn wir mehr Politiker wie Sarrazin hätten, würde es Berlin besser gehen. Es wäre garantiert ein Gewinn, wenn er die überforderte Frau v.d. Aue entlasten könnte - allein durch seinen gesunden Menschenverstand.
Und dass im Berliner Schulsystem - auch wenn sich viele Lehrer engagiert bemühen! - höre ich täglich von meinen Kindern.

Weiter so, Herr Sarrazin.
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von jodaturiker jodaturiker ist gerade offline | 23.2.2008 23:36 Uhr
mal abgesehen davon,
dass herr sarrazin sich langsam zur knallcharge entwickelt, muss ich ihm im bayern/berlin vergleich irgendwie zähneknirschend recht geben, wenn ich das bildungsniveau meiner mittlere-reife-tochter so betrachte, aber: vielleicht sollte er als finanzschefff mal etwas oder besser etwas mehr geld für bildung rausrücken.
ach so, hätte ich fast vergessen zu fragen: WAS für einen PLAN hat der mann?
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von flexton flexton ist gerade offline | 23.2.2008 23:48 Uhr
Schon eine Erscheinung der Mann
Provokativ was er so sagt, aber ganz von der Hand zu weisen ist es nicht. In jedem Fall hilft abwechselndes "wir haben uns alle lieb" und dann wieder "wir sind dem Untergang geweiht" niemandem. Da ist mir konkretes Ansprechen eines Themas lieber, natürlich macht er dies dann auf eine.. zugespitzte Art um in den Medien erwähnt zu werden. Jeder der mal wie ich mit Berliner Abitur nach Bayern an die Uni ging weiß es - der Mann hat nicht unrecht! Ich habe gegenüber meinen bayerischen Kommilitonen ein ganzes Semester verloren weil ich das nachlernen musste was diese schon konnten und für das Studium von meiner bayerischen Uni daher vorausgesetzt wurde. Mit so einem krassen "Wissensunterschied" habe ich nicht gerechnet.
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von osak osak ist gerade offline | 23.2.2008 23:51 Uhr
Sarrazin spricht die Probleme an, die er selbst hervorgerufen hat!!!
Selbst wenn es so wäre wie er es sagt, wer wäre denn daran Schuld? ... Genau, er nämlich trägt die Schuld, dass Berliner Schüler sich immer ein Buch zu zweit teilen müssen oder ein Arbeitsblatt nicht beschriften dürfen, weil sie wieder eingesammelt werden!
Es ist eine absolute Schande, dass wir einen Finanzsenator haben, der sich immer zugunsten des Volkes auslässt!
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von gralsritter gralsritter ist gerade offline | 23.2.2008 23:54 Uhr
tja...
leider hat er doch aber recht. Schön, daß sich mal ein Politiker traut, die Wahrheit zu sprechen - und das noch in der SPD.

Das wäre mal ein Bürgermeister!
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von unbekannt | 24.2.2008 0:00 Uhr
dieser Mann
provoziert doch nur seinen Rauswurf, weil er in der freien Wirtschaft deutlich mehr Geld verdienen kann. Seine Arroganz ist nicht mehr zu überbieten...obwohl!
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von peterbricks peterbricks ist gerade offline | 24.2.2008 0:03 Uhr
Längst bekannt
Der Abstand zwischen bayerischen Schülern und der unseren ist seit Jahren aus Untersuchungen und persönlichen Erfahrungen bekannt. Peinlich ist eigentlich, dass der Finanzsenator sich immer wieder (entweder oberflächlich oder absichtlich provozierend) zu Themen äußert, die die vorgeblichen Bildungspolitiker in Berlin nicht zum öffentlichen Nachdenken bringen. Geld ist da für eine Einheitsschule, die Erfahrungen von dreißig Jahren Gesamtschule in Berlin mit Ganztagsunterricht interessieren wohl nicht. Sprech- und Denkblasen (in der Reihenfolge) ohne konkrete Kenntnis - zur Ablenkung von desolaten Ergebnissen bei Bewerbungen unserer Schüler - das ist das Niveau Berliner Schulpolitik. Und das seit Jahren, seit Jahrzehnten! Vielleicht könnte ür den Tsp mal SVE über die Geschichte der (West-)Berliner Gesamtschule seit 1970 berichten (erst informieren!), vielleicht nicht nur bei der GEW!
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von peterbricks peterbricks ist gerade offline | 24.2.2008 0:19 Uhr
Fakten=Beleidigung?
Ich habe erst den Inhalt gelesen, dann überlegt, in Erinnerungen und konkreten Erfahrungen gekramt, mich geäüßert und dann das Bild-Niveau der Überschrift registriert. Was ist denn, wenn er recht hat? Wen konkret beleidigt denn die "Unperson"? Schüler werden bei Bewerbungen abgewiesen, weil sie die einfachsten Voraussetzungen nicht erfüllen, obwohl sie einen "Abschluss" vorweisen können. Das liegt nicht an Senator S., sondern an Schulverwaltung, Lehrern und Schülern. So mies waren die Schüler in der DDR nicht. Allerdings will ich auch Margots Gesamtbedingungen nicht wieder - aber nur damit geht wohl die Einheitsschule. Da müssten wir aber noch einmal alle nachdenken.
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von stefan stefan ist gerade offline | 24.2.2008 0:29 Uhr
Warum zögert Wowereit ?
Es ist unverständlich, warum Klaus Wowereit sich die Eskapaden seines Mitarbeiters endlos gefallen lässt. Auch Sarrazin wäre in der Finanzverwaltung ersetzbar. Ich nehme aber an, Wowereit teilt auch einfach Sarrazin´s Ansichten.

Wer weiss, vielleicht hat Sarrazin irgendwo einen Koffer versteckt mit brisanten Inhalten,...

Auf jeden Fall zeigt die Entwicklung den Bedeutungsschwund und die absolute Machtlosigkeit der von Michael Müller geführten SPD-Fraktion. Von einer Gewaltenteilung im Sinne der Verfassung kann nun wirklich nicht mehr die Rede sein. De-facto sind die SPD-Abgeordneten nur Befehlsempfänger. Die Geringschätzung, die ein Wowereit oder ein Sarrazin der SPD-Fraktion entgegenbringt, bewegt sich schon auf DDR-Volkskammer-Niveau.

Michael Müller ist der schwächste Fraktionsvorsitzende, den die Berliner SPD in ihrer langen Geschichte je hatte.
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von ganymed ganymed ist gerade offline | 24.2.2008 8:10 Uhr
was die schüler angeht,
könnte er ja recht haben. dann soll er doch mal recherchen anstellen und herausfinden, warum das so ist...naaaaa????nee, nee, das liegt nicht nur an den schülern oder den eltern...
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von peterupeter peterupeter ist gerade offline | 24.2.2008 8:13 Uhr
Schule in Berlin - keine Beleidigung
Wenn Sarrazin Recht hat, dann er Recht - auch wenn es wehtun sollte. Da hilft auch keine Verunglimpfung. Im Gegenteil, seine Einschätzung zeugt von sehr gesundem Menschenverstand.
Die Unionsgeführten Länder sind um Längen besser, als die von Linken geführten Länder - Tatsache.
Bayern ist in jeder Hinsicht ein Musterland, München, da wo die Sozis das Sagen haben, steht nicht so gut da.
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von eschlamann eschlamann ist gerade offline | 24.2.2008 9:00 Uhr
Sarrazin beleidigt Berliner Schüler
Ich begreife nicht, wie der Tagesspiegel diesen Artikel mit einer solchen Überschrift versehen kann. Der Artikel beleidigt doch in keiner Weise Berliner Schüler, er beschreibt die Erfolge des Berliner Schulsystems, zu verantworten vom vorigen Berliner Schulsenator, der Berliner Schulaufsicht, den Berliner Schulleitungen, der Berliner Lehrerschaft (mit allen notwendigen Differenzierungen) aber wahrscheinlich zuallererst von Herrn Sarazin selbst. Die Ausstattungen der Schulen in Berlin genügen in keiner Hinsicht den Anforderungen an ein Erfolg versprechendes Bildungssystem: weder räumlich, noch personell, noch materiell. Es fehlt ein Lehrerfortbildungsprogramm, das auch nur minimalen Anforderungen eines zeitgemäßen Bildungssystems genügte. Herr Sarazin spart dort, wo er die geringsten Protestreaktionen erwartet. Dreist ist, dass er selbst die Folgen seiner Politik beklagt und anderen in die Schuhe zu schieben versucht.
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von klausnorderney klausnorderney ist gerade offline | 24.2.2008 9:02 Uhr
Schüler beleidigt???
Wieso beleidigt Herr S. die Schüler. Wenn er jemanden beleidigt dann die Eltern, die Lehrer, die Schulpolitiker.....

Wahrheiten aussprechen ist unbeliebt, wäre in der deutschen Politik (reine Verdummung zum Teil) aber dringend notwendig.
Comment
von ulf ulf ist gerade offline | 24.2.2008 9:03 Uhr
Ein Sarrazin ohne Abschluß
wäre sicher auch besser für die Hauptstadt. Dann wäre er, seiner Logik folgend, Finanzminister in Bayern (wo man ja ohne Abschluß einfach besser ist) und nicht in Berlin. Wie hinderlich doch so ein Abschluß sein kann.
Also, Respekt. Geschickt eingefädelte Bewerbung in den Freistaat. Zwar vor rheinland-pfälzischen Landesvertretern abgegeben (ja gut, passiert), aber immerhin veröffentlicht von der in Würzburg erscheinenden "Main-Post". Drücken wir ihm die Daumen! Und, ja, es würden ihm bestimmt viele Schüler hinterherwinken, mit etwas in der Hand, aus Papier, einer Art Zeugnis, nur so, zum Abschluß.
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von spital8katz spital8katz ist gerade offline | 24.2.2008 9:39 Uhr
Der Mann
hat recht!
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von westler westler ist gerade offline | 24.2.2008 9:48 Uhr
Wieso ?
Stimmt doch, er hat doch recht.
Nicht umsonst muss man ständig Projekte mit viel Geld aus dem Boden stampfen damit Dummheit nicht den ganzen Tag auf der Strasse hängt. Zig Stellen wo man dieser Bildungselite das normale Zusammenleben erklären muss.
Usw.

Comment
von olli olli ist gerade online | 24.2.2008 10:00 Uhr
Er hat recht, aber
wer kürzt den immer mehr die Mittel für die Schulen?
Dazu kommt das mangelnde Engagement vieler lehrer aus der 68erGeneration, die leider immer noch mehrheitlich das Lehrerbild bestimmen.
Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit sehe ich die Unterschiede zu den Süddeutschen Schulen.
1. sind die Gebäude und Räumlichkeiten sauber und auf neuestem Stand. In Berlin würde man die Schulen, die im Süden zugemacht werden, mit Kußhand unverändert übernehmen.
2. Die Disziplin ist dort von Beginn an die Voraussetzung für ein konzentriertes lernen.
Auch das Argument der Migration zählt nicht. Wer nicht deutsch spricht und dem Unterricht nicht folgen kann gehört nicht in den entsprechenden Klassenverband.

Olli

Comment
von peterupeter peterupeter ist gerade offline | 24.2.2008 10:00 Uhr
Wenig Intelligenz? Im Gegenteil...
ganz im Gegenteil. Er zeigt auch noch Mut.....
Clement, Sarrazin - die SPD hat auch gute Leute.
"Wenig Intelligenz" zeigt der Elektriker aus Mainz, der mit den Kommunisten (!) paktieren will - aus Macht-Geilheit
Comment
von stefano1 stefano1 ist gerade offline | 24.2.2008 10:06 Uhr
Objektiv?
Es ist nicht die Frage, ob der Mann einmal über die Stränge schlägt. Auf die Dauer aber kommen mir Zweifel, ob ein Mensch, der ständig an Teilen der Bevölkerung (pauschal) etwas auszusetzen hat, diese wirklich objektiv und fürsorglich - wie es sich für einen Senator gehört - in seine Politik einbeziehen kann. Hält er den Bildungssenator also auf kleiner Flamme, weil er meint, die Berliner Schüler sind sowieso doof und lohnen keine Investition? Das wäre harter Tobak.
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von nachdenken nachdenken ist gerade offline | 24.2.2008 10:20 Uhr
Überreaktion
Pfui Tagesspiegel, zu dieser reißerischen Überschrift. Ich denke die Leser dieser Zeitung können sich ihre eigene Meinung bilden, aber diese Überschrift hat BILD Stil. Einen polemisierenden Witz zu einem kleinen politischen Skandal hochspielen zu wollen, so manipuliert Presse. Zu einigen Reaktionen hier: wenn man Sarrazin etwas vorwerfen kann, ist das fehlendes Fingerspitzengefühl aber wohl kaum mangelnde Intelligenz. Beides ist allerdings bei Politikern hilfreich, gerade bei dem schwierigen Thema Umgang mit Hartz IV und den sozialen Umständen hierbei. Inhaltlich hat er durchaus nicht unrecht, nur die Art und Weise war völlig daneben und somit kontraproduktiv.
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von mondraketenflieger mondraketenflieger ist gerade offline | 24.2.2008 10:23 Uhr
Ständige Ausfallerscheinungen
Herr Sarrazin bestätigt einmal mehr, dass sein Verhalten eines Senators unwürdig ist. Es ist nicht das erste Mal, dass er seine persönlichen Scherze zu Lasten anderer Leute publiziert. Wenn er Kritik am Bildungssystem zu äußern hat - was sein gutes Recht ist - dann bitte an geeigneter Stelle. Nämlich gegenüber seinen Amtskollegen und gegenüber seinem Dienstherrn, aber nicht in journalistischer Runde. Kritik am Bildungssystem ist angebracht, aber Schüler die immerhin einen Abschluß geschafft haben durch derlei Äußerungen zu demütigen ist eine Frechheit. Seine mangelnde soziale Kompetenz hatte er unter anderem in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender der BVG unter Beweis gestellt, die er ja - mancher mag sich erinnern - zum Preis von einem Euro verscherbeln wollte und damit allen 12000 BVG-Mitarbeitern ebenfalls deutlich zu verstehen gab, was er von Ihnen hält.
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von hans hans ist gerade offline | 24.2.2008 10:32 Uhr
Sarrazin kommt mir vor
... wie ein Koch der kündigt weil ihm das Essen nicht schmeckt. Dabei trägt doch er als 'Purser' der rot-roten Regierung die Hauptverantwortung für Bildung, Jugend und Sport in Berlin. Oder?
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von ganymed ganymed ist gerade offline | 24.2.2008 10:32 Uhr
so kann nur
ein Aussenstehender sprechen. Er zeigt hiermit, dass er nichts mit uns zu tun hat.Ein Volksvertreter sollte fürsorglich sein.Ich habe zum Teil den Verdacht, der Herr fühlen sich bedroht von den Einwohnern dieser Stadt.
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von remel remel ist gerade offline | 24.2.2008 10:41 Uhr
Sarrazin hilft weiter!
Na endlich da hat ein Senatsmitglied mal eine praktische Ader entdeckt.
Erst der Speiseplan für Harzt IV Empfänger und nun freuen wir uns auf die Pläne zur Verbessehrung des Berliner Schulsystems.
Der Regierende Finanzsenator scheint das zu machen was der Regierende Bürgermeister schon lange nicht mehr macht. Die Berlinerinnen und Berliner brauchen endlich mal jemanden der richtig zupackt.
Die gnadenlose Sachlichkeit die der Finanzsenator so liebt scheint ihm wohl längst abhanden gekommen zu sein. Sein Speiseplan war Blödsinn und sein Bildungsvergleich ist es auch, aber zu mehr ist die SPD in Berlin auch nicht fähig. Der Finanzsenator könnte ja mal einen lustigen Vorschlag für den Flughafen Tempelhof machen. Das wäre doch was.
Comment
von hadi hadi ist gerade offline | 24.2.2008 10:50 Uhr
Spaßiger Ernst
Dass nun auch der Tagesspiegel auf den Hofnarren des Herrn Wowereit anspringt . . . lustig, sehr lustig.
(Sie wissen doch: Hofnarren sagten immer die Wahrheit)
Comment
von psylon psylon ist gerade offline | 24.2.2008 10:55 Uhr
Sarrazin....
...kompensiert die politischen Unzulänglichkeiten mit seinen Sprüchen. Wer ist denn für die Schulpolitik verantwortlich?
Comment
von ingeboorg ingeboorg ist gerade offline | 24.2.2008 11:19 Uhr
mit den Schulen hat er doch recht

So blöde seine H4-Bemerkungen waren, mit den Schulen hat er doch recht - und hätte es in Hessen auch. Für jeden Mist ist Geld da - ausser für die Schulen.
Comment
von charlottenburger charlottenburger ist gerade offline | 24.2.2008 11:45 Uhr
Er sagt was er denkt...
Vielen kann man es auch nie recht machen. Zum einen fordern viele Mitbürger Politker die klar und deutlich reden und auch mal aus "dem Bauch" raus. Macht das einer wie Sarrazin, fühlen sich viele wieder auf dem Schlips getreten. Was sind viele Berliner empfindlich geworden.´Ich wäre eher dankbar, wenn mir einer Tipps gibt wie man mit wenig Geld gesund essen kann und ich mag Sarrazins Provokationen als Ansporn seinen Vorstellungen nicht zu entsprechen.
Comment
von dimic dimic ist gerade offline | 24.2.2008 12:48 Uhr
man könnte ja auch
mal damit anfangen, zu ignorieren was der herr S. SAGT und lieber wieder ein augenmerk darauf richten, was er TUT... (sofern denn)
Comment
von daisy daisy ist gerade offline | 24.2.2008 12:57 Uhr
Nicht die Schule, sondern die Eltern sind in erster Linie verantwortlich
Sicherlich spielt die Qualität der Schule für den Lernerfolg der Schüler eine wichtige Rolle.
Hinzu kommen muss jedoch auch bei dem besten Bildungssystem die Initiative der Eltern.

Leider besteht aber zunehmend die Tendenz, dass für den Erfolg oder Misserfolg der Kinder in erster Linie die Lehrer und das Schulsystem verantwortlich gemacht werden. Viele Eltern delegieren ihre gesamte Erziehungsverantwortung (dies fängt schon beim Benehmen, der Erlernung von Sprachkenntnissen an) mit Vorliebe an diese Institutionen.

Selbst die Grundvoraussetzungen für schulischen Erfolg (regelmäßiger Besuch des Unterrichts, Erledigung der Hausaufgaben, genügend Schlaf) sind heute zunehmend nicht mehr gegeben.

Diese Ursachen dürften in erster Linie maßgeblich sein. Das Schulsystem ist da eher sekundär. Einem Schüler, der die Sprache und die Grundrechenarten in der Grundschule nicht erlernt, kann auch das beste Schulsystem nicht weiter helfen.
Comment
von nicenic nicenic ist gerade offline | 24.2.2008 13:21 Uhr
Finanzen
Ich denke er sagt die wahrheit und man sollte bitte nciht so aufgeplustert werden, sondern sich dann hinterklemmen, wieso er das sagt. Ich denke es wird viel inw irtschaft gesteckt und es kommt nix in die bildung und ich denke es wird zeit das Projekt einheitsschule abzuschaffen und dieses geld doch endlich in sanierung und neuanschaffung von Bildungsmaterialien (sei es buecher, neue Tafeln, OH Projektoren etc). Denn eine gutaugestattete Schule und motivierte lehrer, die nciht immer krank sind (Mein Mathelehrer war fuer 6 monate krank und immer vertretungslehrer zu haben, des nervt) sind doch gute vorraussetzungen fuer eine erfolgreiche Schullaufbahn.
Comment
von beija_flor beija_flor ist gerade offline | 24.2.2008 13:22 Uhr
Wahrheit tut weh!
Jede Silbe stimmt. Auch seine Menüvorschläge für Hartz-4-Empfänger.
In Bezug auf die Schüler glaube ich aber eher, dass das Problem bei den Lehrern zu suchen ist.
Ich freue mich schon auf seine Pauker-Analyse.
Comment
von yogi1954 yogi1954 ist gerade offline | 24.2.2008 13:24 Uhr
jemand, der
ichsachma, höchstpersönlich einen...äh.. also Logopäden dringend - ichsachma benötigt, sollte sich...äh... ichsachma, also in Zukunft besser - ichsachma - zurückhalten.
Comment
von hansen hansen ist gerade offline | 24.2.2008 13:52 Uhr
weiter so Herr Senator
endlich gibt es mal einen Politiker, der ehrlich seine Meinung äußert. Auch wenn es vielen nicht passt, das Missstände im Klartext angesprochen werden. Ich finde es äußerst lobenswert und mutig, dass er nicht nur auf seine Umfragewerte achtet, sondern wachrüttelt.
SUPER!!!
Comment
von camino camino ist gerade offline | 24.2.2008 16:01 Uhr
Sarrazin ist in meinen Augen nur ein zynischer Elitist, ...
... der in der SPD nichts verloren hat, genau wie dieser "Unternehmer" Clement.

Wenn die SPD weiter an diesem Kerl festhält, schaffen wir Berliner es vielleicht doch, 'diese' SPD zum Juniorpartner der Linken zu machen, wie es jetzt auch in Thüringen im Gespräch ist.

Irgendwann sind die Unverschämtheiten dieses 'Politikers' ohne jegliches Augenmass einfach nicht mehr zu ertragen.

Sarrazin verschwinde!
Comment
von linkehoeppi linkehoeppi ist gerade offline | 24.2.2008 16:16 Uhr
Grundgeetz 34GG
Art.34 GG
II. (Der Bund und die Länder)

Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit bleibt der Rückgriff vorbehalten. Für den Anspruch auf Schadensersatz und für den Rückgriff darf der ordentliche Rechtsweg nicht ausgeschlossen werden.

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