[Kommentare: 24]

Leichtathletik-WM

Mit Schwung zum Start

Regierungschef Klaus Wowereit appelliert an die Berliner, die Leichtathletik-Weltmeisterschaften im August zu besuchen. Einen Monat vor Beginn des in 170 Länder übertragenen Spektakels soll eine Kampagne Stimmung machen.
Anzeige
Bild vergrößern
WM-Generalprobe. Beim Istaf war das Olympiastadion voll. Foto: dpa
In einem Monat findet in Berlin das wichtigste Sportereignis des Jahres statt – aber von den Bewohnern der Stadt interessiert sich bislang erst ein Drittel für die Leichtathletik-WM, wie Infratest Dimap vor einigen Tagen ermittelt hat. Ein weiteres Drittel interessiert sich „weniger“ für das Ereignis, das vom 15. bis 23. August aus dem Olympiastadion in bis zu 170 Länder übertragen werden soll, das letzte Drittel interessiert sich „gar nicht“ dafür.

Das soll sich in Kürze ändern, wenn es nach dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und den Organisatoren des Spektakels geht: Eine millionenschwere Werbekampagne soll in den verbleibenden vier Wochen bis zum WM-Beginn auch denjenigen Berlinern, die keine eingeschworenen Leichtathletik- Fans sind, die Bedeutung der achttägigen Weltmeisterschaften vermitteln.

„Wir müssen den Gedanken in die Bevölkerung tragen, dass es sich lohnt, ins Olympiastadion zu gehen“, sagte Wowereit am Dienstag bei einer gemeinsamen Konferenz mit den Organisatoren sowie Vertretern von ARD und ZDF, die die Wettkämpfe 55 Stunden lang live übertragen wollen. Hintergrund sind unter anderem die Verkaufszahlen der Eintrittskarten: Während einige Tage, an denen aus deutscher Sicht besonders attraktive Disziplinen anstehen, fast ausverkauft seien, gibt es für andere Tage noch sehr viele Tickets. Rund 250 000 von insgesamt mehr als 550 000 Karten sind nach Angaben von Michael Mronz vom WM-Organisationskomitee bislang verkauft worden. Mronz und auch Klaus Wowereit wiesen jedoch Einschätzungen zurück, dass der Verkauf schleppend verlaufe: Für die WM seien jetzt schon so viele Tickets verkauft worden wie bei den vorigen Weltmeisterschaften von Osaka oder Helsinki insgesamt. Das sei „ein riesiger Erfolg“, sagte Wowereit. „Trotzdem wollen wir aus atmosphärischen Gründen täglich ein volles Stadion haben.“ Dafür zu werben, sei „eine Aufgabe für uns alle“.

Im August, wenn hunderttausende Gäste die WM besuchen, stehe Berlin vor der „großen Herausforderung und der Chance, sich als Sportmetropole zu positionieren“. Ob das ein Erfolg für die Stadt wird, sagte Wowereit, „ist keine politische, sondern eine nationale Frage“. Dass in Berlin bislang bis auf wenige Fahnen wie am Ernst-Reuter-Platz oder einzelne Großplakate wie am Hauptbahnhof von der WM nicht viel zu spüren ist, begründete WM-Organisator Mronz mit dem geringen Werbeetat: Hätte man mehr als die veranschlagten zwei Millionen Euro, hätte man schon früher werben können. Tags zuvor hatten sich zum Training in der Stadt angekommene WM-Teilnehmer beklagt, dass die Veranstaltung im Stadtbild nicht sichtbar sei. Auch Klaus Böger, Sportsenator bis 2006 und jetzt Präsident des Landessportbundes (LSB), sagte am Mittwoch auf Anfrage zu den bisherigen Bemühungen, die WM ins öffentliche Bewusstsein zu bringen: „Ich hätte mir mehr Dampf gewünscht.“

Das soll sich nun ändern: In Sachen Werbung „geht jetzt die heiße Phase los“, wie Organisator Mronz sagte. Unter dem Schlagwort „City Dressing“ werden nach und nach zentrale Plätze der Stadt und Boulevards wie die Straße des 17. Juni mit WM-Flaggen und Postern dekoriert. Anzeigen in Zeitungen sowie Radio- und Fernsehspots sollen bundesweit Lust auf die Wettkämpfe machen, Werbepartner wie die Lufthansa werden ihre Gäste mit WM-Aktionen einstimmen.

Zur Kampagne gehört auch der offizielle WM-Song, der am Dienstag vorgestellt wurde: „Foot of the Mountain“ von der norwegischen Popband a-ha. Mronz ist optimistisch, dass der Alptraum der WM-Manager – ein kaum gefülltes Olympiastadion bei wichtigen Wettkämpfen oder zur besten Sendezeit – vermieden werden kann, da die Berliner sich Karten für derartige Großereignisse erfahrungsgemäß kurzfristig kauften. Das sieht auch LSB-Chef Böger so: „Ich bin optimistisch, dass sich in vier Wochen noch viel bewegt.“ Zur Einstimmung gibt es am Vorabend der WM, dem 14. August, ein Fest namens „Welcome Night“ am Brandenburger Tor. Lars von Törne

Weitere Informationen und Karten (ab 20 Euro): www.berlin2009.org

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 16.07.2009)
Sie interessieren sich für dieses Thema und wollen keinen Artikel im Tagesspiegel dazu verpassen? » Informieren | » Login

Aus anderen Ressorts

Schaubühne:

Büßer der Lücke
Panzerknacker am Ku'Damm: Volker Lösch spielt mit ehemaligen Strafgefangenen "Berlin Alexanderplatz" an der Schaubühne.

Jens Lehmann:

Theater vor dem Tor
Trotz seiner Ausfälle wird Jens Lehmann nicht suspendiert. Stuttgarts Reizfigur ist erst einmal verletzt. Der neue VfB-Trainer hat sich hinter den Torwart gestellt, über den so viele rätseln.

Comeback-Gerüchte:

Noch fährt Schumacher nur Kart

Kommentare [ 24 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von mimimat mimimat ist gerade offline | 15.7.2009 18:35 Uhr
Vorschlag:
Die Kampagne könnte so aussehen:

be S-Bahn-Fahrgast
be zu spät
be Leichtathletikzuschauer

Andere Vorschläge? ^^
Comment
von bisc265 bisc265 ist gerade offline | 15.7.2009 19:33 Uhr
andere vorschläge
jo - sei leicht, sei athletisch, sei sbahn-boykott.
ich praktiziere das seit wochen schon so und laufe alle strecken, oder steig für ganz lange wege auf die bvg um :-)

(psst - extra zur leichtathletik-wm bekommt sogar der hauptbahnhof ubahn-anbindung! ;-))
Comment
von sei.meinung sei.meinung ist gerade offline | 15.7.2009 20:34 Uhr
Einfach nur peinlich...
„Wir müssen den Gedanken in die Bevölkerung tragen, dass es sich lohnt, ins Olympiastadion zu gehen“, sagte Wowereit...
...stimmt! Fahren geht schlecht, zumindest mit der S-Bahn... :-)

Seid willkommen, Gäste aus aller Welt!
Marode Straßen, maroder Nahverkehr, Taxifahrer - die den Airport Tegel boykottieren, prügelnde Jugendliche - die vor Totschlag nicht Halt machen...habe ich etwas vergessen? Reicht ja eigentlich. Berlin nun freue Dich...lasst uns alle den Marothonlauf üben...
Comment
von charles charles ist gerade offline | 15.7.2009 21:52 Uhr
Normalität üben


Zitat von sei.meinung

Berlin nun freue Dich...lasst uns alle den Marothonlauf üben...



Genau, lassen wir uns nicht von Radikalen und gierigen Managern unser Leben bestimmen. Üben wir den Marathonlauf, pflegen wir Kultur und Wissenschaft, üben wir die Normalität.
Comment
von gebsch gebsch ist gerade offline | 15.7.2009 20:38 Uhr
Ich würde ja gerne hingehen...,
Herr Wowereit, aber die stetig steigenden Lebenshaltungskosten erlauben es mir einfach nicht, schlaffe 60 Euro für dieses Event auszugeben. Da schaue ich doch lieber TV.
Es sei denn Herr Wowereit, oder einer der anderen Ehrengäste des Berliner Senats treten mir ihre Freikarten ab, die natürlich auch dazu berechtigen, am Buffet teilzunehmen. Ich habe schon lange keinen Kaviar mehr gegessen.
Comment
von rund rund ist gerade offline | 15.7.2009 21:07 Uhr
den Gedanken in die Bevölkerung tragen
Herr Wowereit ist ausdrücklich wegen diesem 'Event' zur Eröffnungsparty der olypischen Spiele gefahren... trotz aller Kritik zu dieser Zeit wegen der Niederschlagung des tibetischen Freiheitsgedankens.

Dann warten wir mal ab, was er da gelernt hat.
Comment
von berlinfahrer berlinfahrer ist gerade offline | 15.7.2009 22:58 Uhr
Ein volles Stadion ist schon was tolles
Meist ist dann auch Stimmung und es ist ein Erlebnis. Aber die Preise kann auch ich mir nicht leisten. Es ist ja nicht nur der horrende Eintritt. Getränke darf man kaum mitnehmen und müssen drinnen gekauft werden - und das im Hochsommer. Da sind dann gleich noch mal ein paar Scheine weg, vom nervigen anstehen ganz zu schweigen.

Man könnte ja seine Tetra Packs runterwerfen (Wer es bis zur Tartanbahn schafft kann gleich zu Diskus WM antreten)

Mit Anfahrt und Verpflegung ist man dann schnell 100€ los und das ist es mir nicht wert. Dann lieber im TV mit einem kühlen Bier aus dem eigenen Kühlschrank.
Comment
von unbekannt | 15.7.2009 23:12 Uhr
Wer will das?
panem et circenses - Wowereitzirkus - das Volk als zahlende Statisten - so gefällt's dem gnädig dreinblickenden Herrscher.
Gibt es sonst noch was zum Totlachen?
Comment
von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 16.7.2009 5:17 Uhr
Brot und Spiele
sind ein veraltetes Konzept. Gebt uns Brot (ARBEIT) und behaltet eure Spiele. Ich jedenfalls werde arbeiten. Und ich habe weder Zeit noch Lust mich im überfüllten Olympia-Stadion (das fängt bei mir bei mehr als 100 Zuschauern an) zu drängeln um irgendwelchen Hanseln beim Rennen, Springen, Werfen zu zu sehen.

60 Euro Eintrittspreis habe ich da eben gelesen, davon kann ich drei-vier Tage leben. Und es gibt welche die können/müssen davon eine ganze Woche leben.
Hr.Wowereits Appell ist also nutzlos. Gebt uns Arbeit, feste Jobs und keine Saison-Event-Aushilfs-Service Sklavenarbeit.
Comment
von barcelona barcelona ist gerade offline | 16.7.2009 7:46 Uhr
würde gerne
vor ein paar Monaten hatte ich Karten bestellt, die halbwegs zu bezahlen waren.
Leider sind die bis heute nicht bei mir.
Comment
von andrae andrae ist gerade offline | 16.7.2009 9:00 Uhr
Herr Wowereit......
und alle anderen Absahner im Abgeordnetenhaus geben freiwillig ihre Karten an minderbemittelte Familien mit Kindern ab, nach dem Motto: be Berlin, sei hilfsbereit, sei sozial, .. ich will ja wiedergewählt werden. Oder war das alles nur "Buschfunk" der durch Berlin geistert?
Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 16.7.2009 9:23 Uhr
gibts
denn in Berlin nur noch notorische Nörgler. Das ist nach den Olympischen Spielen und Fussball die grösste Sportveranstaltung und die Bewohner von Kleinkleckersdorf sind nur wieder am nörgeln. Und mac natürlich auch, obwohl für ihn auch evtl. 50 cent abfallen würden. Am besten ist Berlin wird geschlossen kommt keiner mehr rein, was macht ihr dann. Irgendwie mehr wie peinlich hier.
Comment
von barcelona barcelona ist gerade offline | 16.7.2009 10:08 Uhr
nö,
der größte Teil der Bevölkerung freut sich.
Die Nörgler haben nur die meiste Zeit hier zu schreiben:)))
Comment
von guderian guderian ist gerade offline | 16.7.2009 11:01 Uhr
50 cent
Solange Berlins Taxifahrer es sich leisten können, den größten Flughafen der Stadt zu boykottieren, verdienen sie noch zu viel. Aber die Modemesse in Tempelhof wollte unser Pirat ja auch boykottieren und stand dann doch am Tempelhofer Damm im Stau. Soviel zur Saison-Event-Aushilfs-Service Sklavenarbeit.
Comment
von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 16.7.2009 13:41 Uhr
Lieber Heckenschütze äh Panzergeneral
natürlich stand ich da im Stau, ich habe schließlich Beförderungspflicht. Und der bin ich nachgekommen, exakt 1x und dann war ich da weg. Ich bin kein Maschoist.

Und sie sollten eines bei ihren Betrachtungen nicht vergessen: Anders als gewisse politische Parteien wird im Berliner Taxigewerbe von oben nicht angeordnet und dann im Kadavergehorsam durchgezogen, wir sind keine homogene, gesichtslose Maske, wir sind alle freie Unternehmer und jeder tut was er für richtig hält. Und ein Gros von uns hat es satt sich vom Senat, der Flughafengesellschaft und den Gewerbevertretungen schikanieren zu lassen. Bei der Txl-Affäre geht es ums Prinzip. Nirgends in der Berliner TaxO steht das wir verpflichtet sind als Inkasso-Unternehmen für die BFG tätig zu werden. Die Vereinbarung die dort zwischen BFG, Senat, Firma Q-Park und den beiden Vertretungen geschlossen wurde erfüllt in meinen Augen schlicht den Tatbestand der Nötigung. Dagegen protestiert ein Teil des Gewerbes. Mir persönlich ist das egal, ich werde dort nicht hinfahren um mich anzustellen, einfach aus Prinzip.
Und die Sklavenarbeit bezog sich auf all jene die nicht in der glücklichen Lage sind notfalls ihren Prinzipien treu zu bleiben, nämlich jenen die vom Amt her gezwungen werden jede, aber auch wirklich jede Arbeit anzunehmen.
Wenn ich eine Bierschwemme morgens um drei nicht anfahren will, dann ist das meine Sache, dazu kann mich keiner zwingen.

Und noch was: die können da gerne ihren Sport betreiben. Und wenn die S-Bahn komplett ausfällt verdiene ich dabei noch Geld, das ist völlig okay. wenn die aber für die Veranstaltung wieder Straßen sperren und mangels Organisation keine Taxen durchkommen... dann können die mir den Buckel...

Und ehe ich es vergesse: Freizeit? Was is das? Ich versuche mich gerade von nem halben Hitzschlag und ner Prise Nachtarbeit zu erholen...
Comment
von thesilencer thesilencer ist gerade offline | 16.7.2009 9:34 Uhr
Neben ...
... dem Olympischen Spielen ist diese Sport-Veranstaltung die langweiligste, die ich mir vorstellen kann.

Die jährlichen Bundesjugendspiele sind in etwa genauso aufregend. Aber meine Anwesenheit ist dort pädogogisch wertvoll und völlig kostenlos.

Im übrigen ist die be-berlin-Werbefigur Wowereit eine der traurigsten, die ich je gesehen habe. Wenn der Bürgermeister vor der Kamera steht und lustlos für diese Veranstaltung wirbt, merkt man ihm an, daß ihm diese wie alles andere in Berlin auch knapp an der Hüfte vorbeigeht.

Welch' Vorteil hat das geschriebene Wort.
Comment
von sport35b sport35b ist gerade offline | 16.7.2009 9:58 Uhr
Doping-Festspiele
Die Spitzen-Leichtathletik ist seit Jahrzehnten völlig Doping-verseucht. Dafür auch noch öffentliche Gelder auszugeben, ist ein Witz.
Dazu noch ein Witz: ein Ossi sagt triumphierend zum Wessi: Bei uns haben die Drogensüchtigen wenigstens Sport gemacht!
Comment
von stachel stachel ist gerade offline | 16.7.2009 10:08 Uhr
Lieber Herr Wowereit...
...bis heute war ich fast ein Fan von Ihnen, konnte die häufig dümmliche Kritik an Ihrer Arbeit und Ihrer Person nicht nachvollziehen. Die Tatsache, dass die Leichtathletik-WM mit 2 Mio. Euro beworben werden soll, ist für mich allerdings absolut unverständlich. Solche Events sind inzwischen eh´zu kommerziellen Werbeveranstaltungen mutiert, um nicht zu sagen, verkommen. Mit Sport hat das nichts mehr zu tun, der nächste Dopingfall wird es zeigen. Die Sponsoren solcher Veranstaltungen haben die daraus entstehenden Kosten längst in ihren Preisen kalkuliert, der wirkliche Sponsor ist also der Verbraucher. Physikalisch sind die von den Protagonisten gezeigten Leistungen natürlich als Arbeit zu bezeichnen, zur Wertschöpfung tragen sie allerdings nur indirekt und in geringem Umfang bei. - 2 Mio. Steuergelder für die WM-Werbung, obwohl z.B. die Straßen, insbesondere in West-Berlin, z.T. kaum noch befahrbar sind - nur um ein Beispiel zu nennen - ist für mich in keiner Weise akzeptabel. Ich werde diese Veranstaltung ignorieren. Mit freundlichen Grüßen, ein enttäuschter Wowi-Fan.
Comment
von lars3110 lars3110 ist gerade offline | 16.7.2009 11:43 Uhr
Über den Tellerrand schauen....
.... dies ist die größte Sportveranstaltung des Jahres 2009 und sie findet in Berlin statt. Das ist schon ein enormer Erfolg.
Man muss kein Fan dieses Sports sein und man kann sich natürlich über die S-Bahn ärgern.
Aber bei aller kritik sollte man sich für Berlin freuen, denn die 2 Mio. Werbegelder werden dann eh nur Portokosten sein, im Vergleich zu dem, was uns das Ereignis direkt und indirekt in die Kassen spült.
Nach der WM 2006 galt Berlin plötzlich als freundliche, wunderschöne Stadt mit tollen Menschen, die man unbedingt besuchen muss. Davon profitieren wir noch immer.
Die WM könnte diesen Ruf untermauern und weiter festigen.
Die Einzigen die das nicht sehen oder sehen wollen sind die üblichen Tagesspiegel-Foristen, die nur den ganzen Tag meckern, meckern, meckern.
Es gibt Milliarden Menschen, die neidisch auf uns sind, dass wir in dieser tollen Stadt leben.
Könnt Ihr nicht einfach mal den Mund halten und mit dem gesparten Sauerstoff das Gehirn zum Nachdenken anregen?
Comment
von hellersdorfer hellersdorfer ist gerade offline | 16.7.2009 12:53 Uhr
@ lars3110
Ich persönlich habe nicht gemeckert. Ich finde es toll, dass die LA-WM hier stattfindet und ich bin ein riesen Fan. Leider kann ich, trotz Arbeit, nunmal nicht mit 4 Personen hingehen, weil dann mal eben 200 € exkl. Essen und Trinken fällig sind. Deswegen finde ich es schade, dass hier Millionenbeträge zur Bewerbung des Ereignisses locker gemacht werden sollen, statt diese Summe zur Subventionierung der Tickets zu nutzen. Ich fände es z.B. toll, wenn Harzt IV Empfänger samt Familie umsonst zu solchen Veranstaltungen dürften, besonders für die Kinder wäre das sicher ein einmaliges Erlebnis. Es ist die Verteilung der Gelder, die mich stört und die ich kritisiere.

Und zum Schluss sei gesagt, dass ich Berlin liebe und um nichts in der Welt wegziehen würde.... arm aber sexy!
Comment
von hellersdorfer hellersdorfer ist gerade offline | 16.7.2009 11:02 Uhr
So so
Das soll sich in Kürze ändern, wenn es nach dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und den Organisatoren des Spektakels geht: [/b]Eine millionenschwere Werbekampagne [b]soll in den verbleibenden vier Wochen bis zum WM-Beginn auch denjenigen Berlinern, die keine eingeschworenen Leichtathletik- Fans sind, die Bedeutung der achttägigen Weltmeisterschaften vermitteln.

Wie wäre es die Millionen für die Werbung eher in kostenlose Einrtittskarten zu investieren. Wir als 4-köpfige Familie würden auch gerne dabei sein, aber 4 x 50 € Eintritt plus Essen & GEtränke, nein danke! Freier Eintritt für alle und das Stadion wäre sicherlich sehr gut gefüllt. Das wäre mal ein schönes Dankeschön an uns Bürgerinnen & Bürger.

Danke für den freien Eintritt im Voraus, Wowi!!!!
Comment
von stephanstephan stephanstephan ist gerade offline | 16.7.2009 12:33 Uhr
Marketingdesaster IAAF 2009
IAAF 2009 ????? Wat is dat?????

Genau das fragen sich viele Bürger, weil das Marketing so grottenschlecht war. Es ist hier kein Platz für Details. Aber das

ERGEBNIS

spricht für sich: es wurden bis dato nur 250.000 Karten verkauft, der Bekanntheitsgrad ist zu gering und die Begeisterung wegen laienhaftem Personenmarketing/PR mittelmäßig.

Be Berlin. Reicht nicht allein.
Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 16.7.2009 13:35 Uhr
stephanstephan
Nur 250000? Wenn sie überlegen würden, dass das wohl doch ne ganze Menge ist, und öfter mal Leichtathletik sehen würden, dann wüssten Sie auch das bei den Vorkämpfen u.ä. immer wenig Zuschauer sitzen. Und wenn gejammert wird über die Eintrittspreise, klar sind die teuer, aber was kostet denn Eintritt für son lausiges Bundesligafussballspiel, oder mal weg vom Sport für nen noch lausigeres Rockkonzert
Comment
von hellersdorfer hellersdorfer ist gerade offline | 16.7.2009 14:14 Uhr
uwemohrmann
Eine Dauerkarte für Hertha bekomme ich ab 115 € und kann 17 mal ins Stadion. Selbst wenn ich mir eine Dauerkarte für 189 € kaufen, bin ich bei ca. 11 € pro Spiel. Der Vergleich hinkt also ein bißchen. Das Konzerttickets teuer sind, keine Frage. Aber da beklagt sich Herr Wowereit ja auch nicht, wenn die nicht ausverkauft sind, oder? Und für beides (sowohl Hertha als auch Konzerte) werden keine [/b]Senatsmittel für die Bewerbung[b] locker gemacht.
Ich gehe mit meinen Kindern gerne zu Sportveranstaltungen, aber (leider) eben nicht zur LA-WM, die ist mir zu teuer. Da gehe ich lieber zu Wettkämpfen der Junioren, da dürfen wir umsonst zuschauen und die Verpflegung müssen wir nicht auch noch extra bezahlen.

Kommentar hinzufügen Neue Community-Funktionen Richtlinien


Sie können noch Zeichen schreiben.
Kommentare werden nicht sofort angezeigt. Beachten Sie hierzu unsere Richtlinien.

Um diesen Beitrag absenden zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Benutzername  
Passwort  
     
Sie haben noch keinen eigenen Account? Dann bitte
Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 10 - 2 = 


Anzeige
Weitere Themen

Autonome rüsten auf: Anleitung zum Bombenbau Lesezeichen hinzufügen

Beim Brandanschlag auf ein Kreuzberger Luxuswohnprojekt im Oktober wurde eine ... mehr...

Freie Fahrt nach 18 Jahren Streit Lesezeichen hinzufügen

Am Vormittag wird die verlängerte Französische Straße freigegeben. mehr...

Westerwelles Auto attackiert Lesezeichen hinzufügen

Von Frank Jansen
Unbekannte haben in Charlottenburg den Privatwagen von Außenminister Guido ... mehr...

Wenn das Schuhe macht Lesezeichen hinzufügen

Von Eva Kalwa
Firmen spenden 1000 Paar Markensneakers an bedürftige Kinder der Arche in ... mehr...

Unbekannte rauben Bank mitten im Einkaufszentrum aus Lesezeichen hinzufügen

Diese Räuber waren besonders dreist: Kurz vor 20.30 Uhr gingen sie in das ... mehr...
Fotostrecken

Der Flughafen Tegel (23 Bilder)

Böse Dinge - Kreuzberger Kitsch-Ausstellung (11 Bilder)

Brennpunkt Friedrichshain (6 Bilder)

Brand im Schwesternwohnheim (6 Bilder)

BVG-Bus prallt in Bank (6 Bilder)

Stasi-Affären in Brandenburg (16 Bilder)
Anzeige
Mauerfall 1989 - Foto: dpa
Lesen Sie hier persönliche Geschichten aus dem Wendejahr
---
Alexanderplatz, Hertha, Mediaspree: Leserdebatten auf Tagesspiegel.de. Diskutieren Sie mit!
Anzeige