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Tourismus

Berlin zum Jubiläum so gut wie ausgebucht

Die Tourismusbranche rechnet anlässlich des Mauerfall-Jubiläums mit hunderttausenden Berlin Besuchern. Die Polizei warnt vor einem Verkehrschaos.
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Volle Hütte. In der Stadt ist kaum ein Bett frei – auch das Hostel-Schiff an der Oberbaumbrücke ist gut belegt. Foto: dpa dpa
Zwei Dinge, die eigentlich nicht zusammenpassen, dominieren das Bild in der Innenstadt: Absperrgitter und Touristen. Berlin bereitet sich auf das Mauerfall-Jubiläum mit hunderttausenden Besuchern vor, zehntausende davon aus dem Ausland. Die wichtigsten Gäste sind die amerikanische Außenministerin Hillary Clinton, der britische Premier Gordon Brown und die Präsidenten von Frankreich und Russland, Nicolas Sarkozy und Dmitri Medwedew.

Die offiziellen Gäste übernachten im Interconti, aber auch viele andere Vier- und Fünf-Sterne-Hotels sind bereits ausgebucht. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) erwartet, dass die Stadt möglicherweise sogar ausgebucht sein wird. Viele Menschen kommen spontan nach Berlin „um Weltgeschichte zu erleben“, sagte Dehoga-Präsident Willy Weiland. Der Chef der Berlin-Tourismus- Marketing-Gesellschaft, Burkhard Kieker, wünscht deshalb „das beste November-Wochenende aller Zeiten“. Genauso wichtig wie die vielen Gäste seien die Bilder, die an diesem Tag aus Berlin um die Welt gehen. „Unbezahlbar“ sei dies, hieß es bei der BTM. Die Tourismus GmbH hatte in den vergangenen Wochen mit einem weltweit  ausgestrahlten TV-Werbespot für den 9. November in Berlin geworben: „Kommen Sie und finden Sie heraus, was wir aus unserer Stadt gemacht haben“, lautet die Botschaft.

Das versuchten bereits gestern tausende Touristen – und sahen vor allem die rot-weißen Gitter der Polizei.  Wegen des Aufbaus von Bühnen und Tribünen waren beide Seiten des Brandenburger Tores überwiegend gesperrt. Vergittert ist auch die Ebertstraße bis zum Potsdamer Platz, das Regierungsviertel, das Interconti und der Tiergarten.

Die Polizei erwartet für den Montag in der Innenstadt ein Verkehrschaos. Viele Straßen seien wegen der Feiern gesperrt, die Kolonnen der Staatsgäste hätten immer Vorrang, hieß es.

Für die Polizei ist der 9. November eher eine logistische Herausforderung als eine der Sicherheit. Weder gebe es irgendeine konkrete terroristische Bedrohung noch komme ein Staatsgast mit der Gefährdungsstufe 1 („Mit einem Anschlag muss gerechnet werden“). Dass der amerikanische Präsident nicht anreist, erleichtert der Polizei die Arbeit immens. Auch so sind mehrere tausend Beamte im Einsatz, viele Hundertschaften rücken aus anderen Bundesländern zur Verstärkung an. Nur zwei Besucher, Clinton und Medwedew, haben die Gefährdungsstufe 2 („Die Person ist gefährdet“), 31 die niedrigste Stufe 3.

Die US-Außenministerin landet bereits Sonntagmittag in Tegel, da sie am Abend Gast bei einem Empfang im Adlon ist. Die anderen Staatsgäste schweben erst am Montagnachmittag ein. Spätestens dann dürfte der Verkehr zusammenbrechen, hieß es bei der Polizei. Erster wichtiger Programmpunkt der Bundeskanzlerin und der Staatsgäste ist ab 15 Uhr die Bornholmer Brücke. Um 17.30 Uhr gibt der Bundespräsident einen Empfang im Schloss Bellevue, ab 19 Uhr ist der Pariser Platz dann der zentrale Ort der Feierlichkeiten – alle Straßen zwischen diesen Orten werden für die Fahrten der Kolonnen gesperrt, ebenso der S-Bahnhof Bornholmer Straße.

Nicht nach Feiern ist der linken Szene zumute. Sie geht deswegen am heutigen Sonnabend auf die Straße. Die „antinationale Demonstration gegen die Wendefeiern“ beginnt um 16 Uhr am Checkpoint Charlie. Die Polizei erwartet nur wenige Teilnehmer. Ha

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.11.2009)
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Comment
von royalflush royalflush ist gerade offline | 7.11.2009 19:13 Uhr
Polizei und VMW veranstalten Verkehrschaos
Wie bitte? DIe Polizei "warnt" vor einem Verkehrschaos? Richtig ist: Die Polizei veranstaltet ein Verkehrschaos in Mitte. Absperrungen ohne Ankündigungen. Blechlawinen rollen bis zur Absperrung, wenden und fahren zurück. Staus ohne Ende.

Warum kriegte es unser Verkehrsmanagement nicht hin, die andauernden Absperrungen und Umleitungen mal auszuschildern anstatt jeden erstmal in eine Sackgasse zu lenken? In anderen Städten denkt man doch auch weiter.

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