[Kommentare: 25]

Mitte

Festnahmen bei Protestaktion am Hotel Adlon

Bei einer Demonstration von rund 200 Studenten und Anhängern der linken Szene am Hotel Adlon in Berlin sind am Freitagabend 21 Menschen festgenommen worden. Die Proteste richteten sich gegen ein Treffen von führenden Wirtschaftsvertretern.
Anzeige
Die Polizei hat heute mehrere Teilnehmer einer Protestaktion am Hotel Adlon in Berlin festgenommen. Rund 200 Studenten und Anhänger der linken Szene hatten sich am Abend dort versammelt, um gegen eine Tagung mit Führungskräften aus Politik und Wirtschaft
Bild vergrößern
Bildungsstreik auf dem Pariser Platz in Berlin. - Foto: dpa

Wie die Polizei am Samstag mitteilte, versuchten Demonstranten mehrfach Absperrungen vor dem Gebäude zu überwinden, in dem eine Tagung mit Führungskräften aus Politik und Wirtschaft stattfand. Es flogen Eier. Außerdem hätten rund 50 Demonstranten vergeblich versucht, in die Akademie der Künste zu gelangen. Zwei Polizisten wurden bei Rangeleien verletzt. Gegen die Festgenommenen wird unter anderem wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Hausfriedensbruchs ermittelt.

Die Studentenproteste vor dem weiträumig abgesperrten Hotel Adlon auf dem Pariser Platz richteten sich gegen das "Führungstreffen Wirtschaft" der "Süddeutschen Zeitung". Aufgerufen zu der Kundgebung hatten linke Gruppen und das Bündnis Bildungsstreik.

Am Freitag hielten Studenten Hörsäle an sechs Hochschulen in Berlin weiter besetzt. Die Besetzungen an der der Freien Universität, der Humboldt-Universität, der Technischen Universität und der Alice-Salomon-Hochschule Berlin laufen seit vergangener Woche. Am Montag schlossen sich Studenten der Beuth-Hochschule für Technik dem Protest an. Ein Hörsaal der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin ist seit Donnerstag besetzt.

In den vergangenen Wochen hatten Studenten in ganz Deutschland Hörsäle an mehr als 20 Hochschulstandorten besetzt. Am Dienstag gingen Berliner Hochschüler anlässlich eines bundesweiten Bildungsstreiks auf die Straße. (ck/ddp)

Sie interessieren sich für dieses Thema und wollen keinen Artikel im Tagesspiegel dazu verpassen? » Informieren | » Login

Aus anderen Ressorts

Konzertkritik:

Kevin Costner & Modern West im Tempodrom
Kevin Costner weiß natürlich, dass möglicherweise niemand in seinem Konzert wäre, hätte er nicht 1990 mit dem Wolf getanzt. Mit solidem, hymnischen Mainstream-Rock bringt er den Saal zum Tanzen, Singen und Rocken - und macht das erstaunlich gut.

Champions League:

Bayern trifft auf Manchester United
Das weckt Erinnerungen: Der FC Bayern München trifft im Viertelfinale der Champions League auf Manchester United. Das ergab die Auslosung in Nyon. 1999 hatte ManU den Bayern den Titel vor der Nase weggeschnappt.

Kommentare [ 25 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von ThomasP. ThomasP. ist gerade offline | 20.11.2009 22:23 Uhr
Ups.
Wer konkret war da die linke Szene?
Wer ist da Anhänger gewesen?
Der Sprecher der Polizei möge hier mal mit Konkretisierungen raus rücken und mir den Begriff "Links" erklären.
Also Treffen zwischen Führungskräften aus Politik und "Wirtschaft" lassen einen Blick darauf werfen, das hinter den Kulissen gekunkelt wird? Wenn schon die Bundesministerien sich von priv. Rechtsanwaltskanzleien die Gesetzesvorlagen schreiben lassen, wollte man sich hier wohl über die Inhalte absprechen und gemeinsame Kanzleien bestimmen?

Unnötiger Polizeieinsatz?
In Dresden endete mal eine große Demo gegen den Irakkrieg unvorhergesehen vor dem Rathaus. Rufe "Wir wollen Roßberg sprechen" und Trommeln ertönten den Vorplatz. Dann gingen zwei in das Rathaus und mind. 100 Personen folgten. Als die ersten beiden eine Toilette fanden, kamen alle wieder raus.
Es folgte der damalige Oberbürgermeister "Roßberg", und hielt eine Stehgreifrede gegen den Irakkrieg.

Mit politisch motivierten Eskalationskommandos der Berliner Polizei, währe das in die Hose gegangen.
Comment
von Smith Smith ist gerade offline | 20.11.2009 22:54 Uhr
das war eine Show
Da der Aufruf u. a. im Radio zu hören war, habe ich mir das ganze angeschaut. Ich würd schon sagen, dass die Zahl der Protestierenden über den 200 lag. Ist allerdings schwer einzuschätzen wegen der vielen Touristen.
Die Studenten haben zu keinem Zeitpunkt versucht, das Adlon zu stürmen. Sie sind immer schön brav (schon fast langweilig brav) vor den aufgestellten Gittern stehengeblieben und beließen es bei Verbalradikalismus. Zwischenzeitlich zogen sie sich dann zum Brandenburger Tor zurück, um von dort wieder johlend und pfeifend auf das Adlon zuzulaufen. Einzelne Beamte rasteten bei einer solchen Situation vollkommen aus: Menschen wurden geboxt, getreten. Ich selbst (als Schaulustiger) bekam plötzlich unvermittelt einen wuchtvollen Ellenbogen in meinen Oberkörper, als ein Beamter von hinten an mir vorbeiging. Ich sagte, "he" und er wandte sich mir sofort mit einer Drohgebärde zu "Was, he?!" Etwas überrascht ging ich einen Schritt zurück und forderte dann die Dienstnummer, worauf sich ein ebenfalls aggressiver Kollege (Rückenbeschriftung: 24) dazwischenschob und mir mitteilte, ich solle abhauen, hier gebe es keine Nummern. Ich wiederholte meine Forderung, worauf ich angeraunzt wurde, dass ich gleich festgenommen werde, sollte ich nicht abhauen.
Derartiges Verhalten konnte öfter beobachtet werden und aus solchen unnötigen Situationen sind dann wohl auch Festnahmen entstanden.
Einige Studenten hatten es zudem geschafft ins Adlon zu gelangen, allerdings nicht durch "Stürmen", sondern, weil sie sich sehr schick angezogen hatten. Sie wurden nach draußen verbracht, wie ich beobachten konnte.

Was zurück bleibt sind die ungläubigen Blicke von Touristen, die zuschauen, wie testosteron-durchtriebene Beamte in Uniform unterm Brandenburger Tor herumbrüllen und Leute bedrohen oder schlagen. Peinlich, das ganze, für diese Stadt. Die Diskussionen einzelner Studenten mit Beamten zeigten zudem, wo es wirklich an Bildung fehlt: trauriger Hooligan-Sprech auf Seiten der Polizei.
Comment
von jorglehnert jorglehnert ist gerade offline | 21.11.2009 12:04 Uhr
Fehlverhalten von Polizisten
Sie sollten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Berlin stellen und zusätzlich eine Dienstaufsichtsbeschwerde einlegen, wenn sich die Beamten so verhalten haben, wie sie schildern. Da wird nicht viel herauskommen, aber es ist immerhin ein Zeichen. Wenn ich so etwas lese, dann werde ich ziemlich wütend. Ich kann verstehen, dass Polizisten gegen rechts oder linksextreme oder gänzlich unpolitische Schläger ordentlich hinlangen. Das ist gut so und soll auch so bleiben. Das gilt aber nicht bei friedlichen Demonstrationen.
Comment
von ThomasP. ThomasP. ist gerade offline | 21.11.2009 13:23 Uhr
@smith
Genau das Verhalten von Polizisten wird immer wieder gebetsmühlenartig beschrieben und der Innensenator Körting sieht keine Veranlassung etwas zu ändern. Ich nehme mal an, das viele Polizisten mit der gleichen Nummer versehen wahren. Auch das ist Uso und täuscht nur etwas vor.
Damit Vorfälle nicht zur dienstaufsichtlichen Konsequenz führen können, wird das Thema Durchnummerieren mit pers. ID verhindert?
Es könne ja sein, irgend jemand müsse polizeiliches Handeln rechtlichen Maßstäben unterwerfen und Wichten.
Auch gäbe es dann die Diskussion Polizeispezialgericht als Sondergericht oder andere beabsichtigte Möglichkeiten, anderes Recht nebst anderen Auslegung zu sprechen (wie Bombenmassaker Afghanistan)?
Das mit der feinen Kleidung für den Zutritt an den Ort des Geschehens, ist eine lustige Idee und erinnert mich ein kleines Stück an den "Hauptmann von Köpenick" oder "Karl May"?
Beamtenbekleidungen trugen diese sicher nicht.
So können die sich folglich beim Betreten des Hotels auch nicht schuldig gemacht haben? Oder ist für Studenten nur das Tragen von Bettlerkluft erlaubt? So eine Art Bettelstudent vor dem Adlon?
Ein Schelm der was anderes denkt.
Sicher wollten diese sich als Besucher mit Besuchern des Hauses über Bildung und Kultur unterhalten. Das finde ich gut, weil es eine Form der öffentlichen Meinungsbildung ist und richtige Dialoge fördert.
Das wollte das Hotel "Adlon" nicht?
Was ist denn das für eine Adresse?
Dem nächst finden Versammlungen zur Meinungsbildung im Nadelstreifen, Wrack oder Smoking statt und die Regierung trifft bei der Suche nach ihren Kumpanen auf Feindbilder mit Pappnasen?
Wenn nur die Kostümierung beanstandet wird?
Studenten sind sehr kreativ.
Comment
von Zeit-zum-Aufwachen Zeit-zum-Aufwachen ist gerade offline | 21.11.2009 13:49 Uhr
@ Smith
Danke für diesen Bericht. Aus eigenen Erfahrungen gehe ich davon aus, daß dieser voll und ganz der traurigen Realität entspricht. Eine solche Schilderung der wahren Ereignisse würde ich mir auch von den Medien wünschen. Leider wird seitens der Medien immer nur die (politische) Vorgabe der Pressestelle der Poliei gedruckt.
Comment
von Waechter Waechter ist gerade offline | 21.11.2009 15:53 Uhr
So lange Polizisten...
keine sichtbaren Dienstnummern und/oder Namen an ihren Uniformen tragen, müssen wir leider davon ausgehen, dass solches Verhalten von den politisch Verantwortlichen gutgeheißen wird.

Ohne individuelle Kennzeichnungen kann der Bürger leider nicht zwischen "einem prügelnden Polizisten" und "der prügelnden Polizei" unterscheiden.

Die Politik und die Polizei als Institution sind pauschal für alle gewalttätigen Übergriffe verantwortlich, solange sie systematisch verhindern, dass die handelnden Individuen sich selbst verantworten müssen.
Comment
von beija_flor beija_flor ist gerade offline | 21.11.2009 16:56 Uhr
Linke Nummer
Wenn die Polizisten Nummern oder ein Namensschild tragen müssen, warum dann nicht die Autonomen?

Wäre doch nicht schlecht, wenn die Demonstranten gleich ihren Perso um den Hals tragen würden, dann würde der Verwaltungskram bei der Verhaftung viel schneller gehen.
Comment
von Zeit-zum-Aufwachen Zeit-zum-Aufwachen ist gerade offline | 21.11.2009 18:02 Uhr
@ beija_flor
Lustig Ihr Kommentar!!
Ist aber nicht notwendig, da für die Demonstranten im Gegensatz zur Polizei bereits das Vermummungsverbot gilt.
Comment
von ThomasP. ThomasP. ist gerade offline | 21.11.2009 18:39 Uhr
@beija_flor
Der Bürger ist mit Sicherheit verpflichtet, dem Polizisten seine kleinen Personalien mitzuteilen und auf verlangen das mit der Vorlage des Personalausweises zu belegen.
Das ist völlig ausreichend, weil anders dieser bei berechtigten Interesse in der Lage ist, ein Verfahren zur Identitätsfeststellung einzuleiten.
Das kann der Kundgebunsteilnehmer nicht.
Genau darin besteht der Unterschied und es ist dringlichst anzuraten die Nummerierung umzusetzen um Straftätern in Polizeiuniform als Person vor das Gericht zu bringen.
Die Polizei ist nicht da um Stunk zu stiften, um dann eine Versammlung aufzulösen.
Sie haben es nicht verstanden, dass die Polizei genau so wie der Anmelder verpflichtet ist, für Ordnung und Sicherheit zu sorgen. Die beiden Begriffe sind im Kommentar des Versammlungsgesetzes genau beschrieben.
Ein prügelfreies WE ohne Körperverletzungen und Schußwaffengebrauch.
Comment
von Waechter Waechter ist gerade offline | 21.11.2009 19:04 Uhr
Vermummungsverbot
Das Vermummungsverbot gilt für Demonstranten und führt z.B. dazu, dass das tragen einer roten Clownsnase bereits sanktioniert wird. Auch müssen Demonstranten auf Verlangen ihre Personalien angeben, Gewalttättige Demonstranten können sofort verhaftet werden.
Polizisten hingegen tragen bei Demonstrationen häufig schwarze Gesichtsmasken und sind daher selbst bei späteren Gegenüberstellungen nicht zu identifizieren. Die Tatsache, dass Polizisten Gesichtsmasken und Uniformen, nicht aber Dienstnummern tragen, kann nur als nonverbale Aufforderung zu Gewalt interpretiert werden.
Es bleibt dabei: solange es keine Dienstnummern an Uniformen gibt, sind Senat und Polizei für jede Form von Polizeigewalt voll verantwortlich !!!
Comment
von wutz2 wutz2 ist gerade offline | 20.11.2009 22:46 Uhr
Ein paar Detailinfos
Da trafen sich, auf Einladung der Süddeutschen, der Chef der Abzocker, Herr Ackermann, mit Merkel und anderen "Leistungsträgern", vermutlich um auszumachen, wie man den Bankern das Leben noch ein wenig angenehmer gestalten kann (offiziell: die deutsche Wirtschaft voranbringen). Protestiert haben Studierende.
Comment
von nyarlat nyarlat ist gerade offline | 21.11.2009 1:20 Uhr
Auf Phoenix konnte man die Reden
von Angela Merkel und Steinmeier sehen und hören.
Bei Fr. Merkel konnte ich feststellen das sie zwar immer noch am schwachsinnigen "nachhaltigen" Wachstum festhält (als Physikerin sollte sie eigentlich wissen das man exponentielles Wachstum nicht sehr lange durchhalten kann) aber auch das Verhalten der Banker und ihre Selbstbefriedigung mit Geldgeschäften nicht so richtig sein kann.
Vielleicht kapiert sie ja bis zum nächsten Crash noch was "Fiat Money" eigentlich ist und warum Zinssysteme crashen müssen.
Jedenfalls kam es ihr sonderbar vor das Ereignisse die nur alle 200 Jahre auftreten sollten nun schon seit 1998 drei mal passiert sind.
1. Internet Blase
2. Asien Krise
3. Subprime und Mortage Krise (die beinahe das gesamt Finanzsystem umriß)
Die schlau Merkel hat jetzt allen gezeigt das sie Misstrauisch wird wenn man ihr Mist zweimal verkaufen will. Und Ackermann und Konsorten wollen das ja.
Mal sehen wie lange die "schlaue" Merkel braucht um u kapieren das auch ein Bundeskanz nur eine Marionette der Banker ist.
Die FTD hat auch einen Artikel dazu HIER.
Comment
von unbekannt | 21.11.2009 9:36 Uhr
nayrlat
wenn merkel lang genug politikerin ist, wird man von der vernünftig denkenden mathematikerin und physikerin nichts mehr merken. den verdacht habe ich so langsam..
Comment
von 1.wahlberliner 1.wahlberliner ist gerade offline | 20.11.2009 23:21 Uhr
HABE NOCH NIE VON IHNEN GELESEN - ups
dass Sie Ihre Frage, die ich hier wiederhole, auf Nazi abgeändert gestellt haben -

Wer konkret war da die linke Szene?
Wer ist da Anhänger gewesen?
Der Sprecher der Polizei möge hier mal mit Konkretisierungen raus rücken und mir den Begriff "Links" erklären.

wenn es sich um NAZi-Ausschreitungen handelte.
Comment
von schoeneberger schoeneberger ist gerade offline | 20.11.2009 23:53 Uhr
Ein Bericht...
Zu keiner Zeit während der Aktion wurde von Teilnehmenden Gewalt angewendet oder versucht, sich "gewaltsam Zugang zum Adlon" zu schaffen, wie es beispielsweise Springer-Medien wie die Morgenpost schreiben. Studierende konnten aber beispielsweise in die Tiefgarage gelangen. Der Plan war, am Hotel ein Transparent oder ähnliches aufzuhängen, um gegen den frechen "Führungs"anspruch der Kanzlerin und ein paar Dutzend Vertretern aus Wirtschaft und Medien zu protestieren. Dabei kam es zu sehr unentspannten Reaktionen der Polizei direkt vor und unter dem Brandenburger Tor auf dem Pariser Platz, die von zahlreichen Pressefotografen und Touristen aufgezeichnet worden sein mussten. Meinem Eindruck von der Ungeordnetheit und Aufgeregtheit der Beamtinnen und Beamten an diesem Abend haben die Sicherheitsbehörden eine Heidenangst, dass Studierende ihrem Protest auch durch neue Formen gewaltlosen sozialen/zivilen Ungehorsams Luft machen. Ein erweitertes Aktionsspektrum scheint ja offenbar angebracht angesichts des Verantwortungspingpongs zwischen Bildungsministerium, Ländern und Hochschulleitung. Hörsaalbesetzungen können ausgesessen werden, auch Unileitungen, Schavan und die Länder wissen, dass ihr selbstkreierter Schraubstock- und Zwangsexmatrikulations-Bachelor jeden protestierenden Studi nach max. einem Monat zurück in die Seminarräume treibt. Der MoPo-Artikel zu der Adlon-Aktion quillt im übrigen nur so über vor wirklichkeitsverzerrenden Behauptungen. So wird das "konsequente Eingreifen der Polizei gelobt", die Aktionsform in eine linksextreme Ecke gerückt und gegen Ende des MoPo-Artikels über die Studierendenproteste wird dann auch gleich noch auf eine Nazi-Demo in Oberschöneweide hingewiesen. Schön, dass wir wieder soweit sind, Widerstand aus den Reihen kritischer Studierenden in die gewaltorientierte Extremistenschublade zu packen.
Comment
von unbekannt | 21.11.2009 9:41 Uhr
aus dem grunde
wurde doch der bachelor eingeführt. wenn man die studis schon nicht mundtot machen kann auf die herkömmliche art, dann eben durch geistloses wissen-in-sich-hineinstopfen und am ende von kausur zu klausur hechten. wer das macht, hat keinen nerv mehr zum demonstrieren. der ist müde...müde bin ich, geh zur ruh. denn am arbeitsplatz möchte man diese kritischen leute ja auch nicht.mit anderen worten, breitet das studium aufs berufsleben vor? ja! und also ist es gut.
Comment
von moe moe ist gerade offline | 21.11.2009 3:25 Uhr
obrigkeitskeule
mir scheint, dass hier mit der keule landfriedensbruch gehauen wird, um unliebsame gegenstimmen mundtot zu machen.

bei hochkarätigen treffen sind protestkundgebungen absolut üblich, sich schränken auch nicht die freiheiten der so genannten führungskräfte ein (dann sollte man sich an einem ort treffen, der weder in der großstadt liegt, noch von studenten und touristen besucht wird), sondern sind probates mittel der mündigen demokratischen gesellschaft.
Comment
von schlumpf schlumpf ist gerade offline | 21.11.2009 13:40 Uhr
Gut das das auch mal andere sehen
Wenn ich schreibe, dass die Polizei wieder völlig unverhältnismäßig gehandelt hat, glaubt es mir ja keiner. :-)

Ne und erstürmen ist wirklich was anderes. Auf ein Absperrgitter zurennen um dann davor abzubremsen ist kein Stürmen. allerdings hat es die Polizei etwas unvorbereitet getroffen und entsprechend panisch haben sie dann auch reagiert.
Wenn der wille da gewesen wäre, hätte man den Zaun am Anfang locker überrennen können.
Anschließend streiften dann immer Trupps der Polizei durch die Menge. Sehr darauf bedacht, die Leute möglicht grob anzurempeln und zu provozieren. Das ging auch soweit, dass man probiert hat im vorbeilaufen Leuten Musikinstrument aus der Hand zu reißen. Man fragt sich auf welcher Grundlage? Misslang der Versuch sind sie einfach weitergestreift.
Das ganze endete darin, dass immer wieder Menschen wahllos verhaftet wurden, ohne das es einen konkreten Grund gab.
Comment
von ThomasP. ThomasP. ist gerade offline | 21.11.2009 18:52 Uhr
@Schlumpf
Genau das ist die Methode der Berliner Polizei, die ich immer wieder beobachte. Sie hoffen auf eine völlig natürliche Abwehrreaktion des Betroffenen, um das als Angriff gegen die Staatsgewalt umzudrehen.
Es widerspricht dem geimpften Feindbild der Berliner Polizei, der Presse keine Randale und Verhafteten zu melden. Das die Auseinandersetzungen von den Polizisten provoziert wurden? Das druckt keiner. Ich habe das Fotos wo sich einen die Nackenhaare hochstellen. Veranstalter haben meist nur die Mühe diese Rempelkommandos per Micro aus der Kundgebung herauszurufen um ihrer Aufgabe zur Erhaltung der Ordnung und Sicherheit nachzukommen.
Nun sind es schon 3 Augenzeugen auf der Kommentarseite des Tagesspiegels. Währe doch mal schön eine Titelseite mit polizeilichen Rempelkommandos zu gestalten.
Comment
von wolfgang47 wolfgang47 ist gerade offline | 21.11.2009 14:02 Uhr
Studenten?
Wenn diese jungen Leute Zeit zum demonstrieren und besetzen haben, koennen sie kaum in der Lage sein, Wissen aufzunehmen. Wenn diese Typen dann auch noch vom Staat "gefoerdert" werden und die Zeit somit verschleudern anstatt zu lernen, dann sind die Demonstranten die eigentlichen Abzocker, nicht die Politiker oder Wirtschafts-Fachleute.
Comment
von feldtheorie feldtheorie ist gerade offline | 21.11.2009 15:49 Uhr
Obrigkeitstreue?
Sehr geehrter Herr Wolfgang,
Sie wünschen sich also den stummen, obrigkeitstreuen und unkritischen Menschen, der sich als fleissige Lern- und Steuerzahlerbiene betätigen wird, um mit diesen gezahlten Mitteln jeden noch so dämlichen Auswuchs an Staatsfinanzierung mitzutragen? Da werde Milliarden verzockt und Studenten dürfen nicht für bessere Studienbedingungen protestieren? Ich glaube, Sie bräuchten Milliarden an Studenten, um diese paar Protestierer einen ähnlichen Verlust erzeugen zu lassen wie zehn Bankrottbanker.....Das Demonstrationsrecht ist übrigens ein grundlegendes Recht unserer Demokratie, nicht das Speisen irgendwelcher selbsternannter Eliten im Adlon.
Oder war Ihr Beitrag nur Satire?
Comment
von unbekannt | 21.11.2009 16:25 Uhr
wolfgang47
um zu wissen, welche studis da demonstriert haben, welche förderung sie haben, ob sie vielleichht alles nachholen, was sie versäumt haben..das geht und sie müssen auch alles nachholen.....muss man persönlich mit jedem einzelnen reden. vielen dank, liebe demonstranten, dass ihr euch die zeit genommen habt, veränderungen, die bitter nötig sind, in gang zu setzen. je nach studienfach war das nicht jedem möglich.
Comment
von rob3 rob3 ist gerade offline | 21.11.2009 17:17 Uhr
Welche Wirtschaftsfachleute?
Meinen Sie die wirklichen Chaoten die im Adlon mal wieder über unsere Köpfe bestimmen was gut und richtig ist?
Comment
von Waechter Waechter ist gerade offline | 21.11.2009 19:08 Uhr
Linke Nummer?
"Wäre doch nicht schlecht, wenn die Demonstranten gleich ihren Perso um den Hals tragen würden, dann würde der Verwaltungskram bei der Verhaftung viel schneller gehen."

Warum müssen denn immer Menschen verhaftet werden? Das Demonstrationsrecht steht schließlich in unserer Verfassung. Wir alle sollten uns doch wünschen, dass der Staat dieses Recht schützt und es nicht durch Gewalt und Verhaftungen auszuhebeln versucht.
Comment
von felix felix ist gerade offline | 22.11.2009 18:01 Uhr
...das Demonstrationsrecht...
..steht jedem Bürger zu, es steht aber auch jedem anderen Bürger zu, sich überall zu versammeln und sich- mit wem er will- zu treffen und dabei nicht unflätig beleidigt und persönlich belästigt zu werden.
Arme 'Weltstadt' - solche Treffen werden halt künftig woanders stattfinden, dort wo keine präpotenten, selbstüberheblichen Typen aufkreuzen, so wie hier in diesem Spektrum, die jeden, der nicht zu ihrer mehr oder weniger wichtigen Gruppe zählt, mit Worten zu betiteln glaubt, wie:
testosterondruchtriebene Beamte, Pappnasen,Straftäter in Polizeiuniform, Abzocker, Marionette der Banker,selbsternannter Eliten, Chaoten im Adlon...
Schade, daß sich solche selbsternannten Revolutionspappnasen in Auftreten und Argumentation selbst um die Früchte jeder durchaus begrüssenswerten Diskussion bringen.
Die sogenannte'selbsternannte Elite' wird achselzuckend und lächelnd zur Tagesordung übergehen.

Kommentar hinzufügen Neue Community-Funktionen Richtlinien


Sie können noch Zeichen schreiben.
Kommentare werden nicht sofort angezeigt. Beachten Sie hierzu unsere Richtlinien.

Um diesen Beitrag absenden zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Benutzername  
Passwort  
     
Sie haben noch keinen eigenen Account? Dann bitte
Geben Sie bitte folgende Daten ein, um sich zu registrieren und Ihren Kommentar zu speichern.
Wir garantieren Ihnen, dass alle persönlichen Daten nur beim Verlag intern verwendet, und nicht ohne Ihre Zustimmung an Dritte weitergegeben werden!

gewünschter Benutzername:
gewünschtes Passwort:
Wiederholung Passwort:
Email:


Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:
Wie viel ist 1 + 2 = 


Anzeige
Weitere Themen

Voller Einsatz Lesezeichen hinzufügen

Von Hannes Heine und Johannes Radke
"Krass ist der schon", sagen sie auf der Straße über Ahmad El-A. mehr...

Urheberstreit wegen Bierpinselei Lesezeichen hinzufügen

In zwei Wochen soll die Kunstaktion am Bierpinsel starten – doch der ... mehr...

Schon 70 Hinweise Lesezeichen hinzufügen

Nachdem am Mittwoch bereits der zweite Täter gefasst wurde, fahnden die Polizei ... mehr...

Die Stadt, die niemals Ruhe gibt Lesezeichen hinzufügen

Von Hannes Heine
Das Oberverwaltungsgericht muss inzwischen oft über Lärmklagen entscheiden – der ... mehr...

S-Bahnring und Autobahn gesperrt  Lesezeichen hinzufügen

Von André Görke und Christoph Stollowsky
Am Wochenende wird am Spandauer Damm gebaut. Autofahrer müssen mit Staus rechnen ... mehr...
Fotostrecken

Gefährliche Hunde (9 Bilder)

Der Frühling kommt (19 Bilder)

Friedrichstraße im Wandel (8 Bilder)

Wechseljahre im Abgeordnetenhaus (7 Bilder)

ITB 2010 (9 Bilder)

Unterwegs im Schillerkiez (10 Bilder)
Neues Klinikportal
Immer das passende Berliner Krankenhaus für eine stationäre Behandlung oder einer Krankheit finden.
---
Unser neuer Service zeigt die Aussichten in allen Bezirken
Anzeige
Meist diskutiert
versendet
---
Alexanderplatz, Hertha, Mediaspree: Leserdebatten auf Tagesspiegel.de. Diskutieren Sie mit!
Anzeige