Die Serie der politisch motivierten Brandanschläge auf Autos setzt sich im neuen Jahr unverändert fort. In der Nacht zu Montag wurde in Neukölln ein Lkw der Post-Tochter DHL angezündet. Ein Passant hatte gegen 1 Uhr früh die Flammen bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Es wurden in der linken Szene oft verwendete Brandbeschleuniger genutzt. Der für politische Delikte zuständige polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Nach Angaben der Polizei war es der achte Brandanschlag auf ein Fahrzeug in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei insgesamt 87 politisch motivierte Brandanschläge, davon 68 auf Autos. Dabei wurden 98 Fahrzeuge zerstört oder beschädigt.
Die Polizei ist machtlos
Mittlerweile liegt ein Bekennerschreiben einer linken Gruppe vor, die Ende Dezember acht Fahrzeuge in Friedrichshain, Neukölln, Kreuzberg und Mitte angezündet haben will. Diese "Bewegung für militanten Widerstand (BMW)" begründete die Taten mit der "Umstruktierung" ärmerer Bezirke. Das Bekennerschreiben steht unter dem Motto "Brennende Nobelkarossen versus Gentrifizierung". Gentrifizierung ist das in der linken Szene gerne verwendete Fachwort für die Vertreibung von Mietern aus ihrem angestammten Kiez durch Luxussanierungen. Die Gruppe "BMW" behauptet, dass Fahrzeuge in den Gegenden ausgewählt worden seien, die am stärksten von dieser Vertreibung betroffen sind. In dem Schreiben wird zugleich eine Art Bedienungsanleitung für das Anzünden eines Autos mitgeliefert. Wie berichtet, ist die Polizei nahezu machtlos gegen diese Taten, da diese in Sekundenschnelle und völlig unauffällig geschehen können.
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Kommentare [ 26 ] Kommentar hinzufügen »
Da kann man ungestörter schreiben. Die Bibliotheken platzen aus allen Nähten, weil der Senat eher neue Dienstwagen anschafft, als die Situation in den großen Bibliotheken zu verbessern.
Was dieses undemokratische Tun allerdings mit Politik zu tun haben soll, kann man vielleicht nur ermessen, wenn man sich für totalitäre Strukturen, die natürlich dem eigenen Gusto entsprechen müssen, einsetzt.
Es hat zwar etwas gedauert, auch die Linksextremisten zu "Linken" zu simplifizieren, aber besser spät als nie! :-)
Stimmt so nicht, nur einen sehr beschränkten Zeitraum gibt es den Neuwert und wie erklären sie den rd. 30 Kollateralschäden (68 gezielte Brandstiftungen auf "Bonzenkarren" mit 98 zerstötten oder beschädigten Fahrzeugen) warum ihr Auto mal eben mit abgefackelt wurde?
Fast 50% "normaler" Fahrzeuge werden ebenfalls zerstört...wegen des Kampfes gegen Gentrifizierung? Diese Szene ist einfach nur lächerlich und wie immer verlogen.
Sie hat kein ernsthaftes politisches Anliegen, ist ist einfach blinde Zerstörungswut gegen alles, was nicht in ihr Weltbild passt.
Stimmt. Deshalb sind das auch keine Linken, weil ein Anliegen nicht erkennbar ist.
Aber selbstverständlich sind das "Linke" (in dem, s.o., von mir "gelobten" Gleichsetzungssinne mit Linksextremisten): sie suchen sich ja nicht irgendwelche Brandopfer aus, sondern Symbole des pöhsen, pöhsen Kapitalismus' aus!
Jener erzählt mir dann immer ein bisschen von den "politischen" Innenansichten der Bewohner. Wie die ticken, lässt sich schön an den Plakaten ablesen, die am Haus kleben, etwa "Freiheit für die politischen Gefangenen der BRD (gemeint ist die RAF) oder Bleiberecht für alle Asylsuchenden oder das obligatorische "Raus zum revolutionären 1. Mai" etc. pp.
Bißchen wirrer Kinderkram halt für meinen Geschmack, aber die Menschen da nehmen sich dabei schon sehr ernst. Jener Andi ist da ohnehin etwas der Außenseiter, zumal er regelmäßig für ein paar Monate in der Schweiz oder Süddeutschland arbeiten geht. Der Großteil der Hausbewohner bezieht Sozialhilfe, ohne darin einen Widerspruch entdecken zu können.
Als ich Andi fragte, ob denen da dies nicht komisch vorkäme, dass Schweinesystem zu "bekämpfen" und gleichzeitig sich von diesem unterhalten zu lassen, meinte der, dies liefe unter "das System schwächen"... einer wurde auch mal mit einer bösen "kapitalistischen" Schachtel Malboro erwischt, darauf musste dieser zum peinlichen Verhör vor die Hausgemeinschaft – Spinner eben, na ja.
*der Mensch heißt anders, will den aber nicht unnötig dem Zorn der Hanseln da aussetzen... aber gut, die lesen eher auch keine Presse des "Schweinesystems" – außer zum Zwecke der Feindbeobachtung vielleicht noch höchstens...
es bleibt feige, hirn- und sinnlos.
motiv ist dabei auch ziemlich schnuppe. es gibt schlicht kein motiv, das solche aktionen rechtfertigt!
Eine Politik, die zu ihrer Durchsetzung Sachbeschädigungen erfordert, ist es nicht wert, auch nur so genannt zu werden.
Das Problem ist anhaltend, daß diese Chaoten nichts, aber auch gar nichts, zu befürchten haben.
Selbst wenn einer von diesen Tätern gefaßt wird, geht er mit der 20. Bewährungsstrafe nach Hause, zivilrechtlich hat er eh nichts zu befürchten, denn pfändbares Vermögen dürfte wohl kaum vorhanden sein.
Und das beste ist, daß die Gemeinschaft der Steuerzahler diesen Leuten nicht nur ihre Sozialhilfe bezahlt, sondern im Falle eines Strafverfahrens auch noch den Pflichtverteidiger.
Sicher,aus umweltpolitischer Sicht ist die Heißbeseitigung etwas fragwürdig,werden doch in nicht unerheblichem Maße Schadstoffe- und noch dazu ungefiltert- emittiert.
Dennoch,man sollte sich des wirtschaftspolitischen Sinnes dieser Aktion im Klaren sein:Konsumanreize zu schaffen (schnell und unbürokratisch),das hat was!!!!
Die Brandstifter machen es bereits vor.
Woher nehmen diese Verrückten eigentlich das Recht zu bestimmen, was eine Nobelmarke ist und was nicht?
Welcher Gentrifizierungsfreund fährt schon uralte Kisten??
Absolut sinnloser Terror von Pyromanen!!