Palästinensische und andere arabische Gruppierungen rufen zu einer Demonstration am Nachmittag auf. Hintergrund sind die jüngsten Ereignisse im Gaza-Streifen.
Berlin -
In Berlin wollen palästinensische und andere arabische Gruppierungen am Montagnachmittag gegen die israelischen Militäraktionen im Gaza-Streifen protestieren. Nach Angaben der Polizei erwartet der Veranstalter rund 1000 Teilnehmer. Die Demonstration soll um 15 Uhr am Adenauerplatz beginnen und zum Wittenbergplatz führen. Das Motto lautet "Solidarität mit dem palästinensischen Volk - die Ereignisse im Gaza-Streifen". In Hamburg soll es ab 16 Uhr eine Kundgebung auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz geben.
Die israelische Luftwaffe hat in den vergangenen Tagen Angriffe gegen den von der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas kontrollierten Gaza-Streifen geflogen. Dabei kamen offenbar mehr als 300 Menschen ums Leben. Mit den Bombardements sollen nach israelischen Angaben Raketenangriffe der Hamas auf israelisches Gebiet unterbunden werden. Laut Verfassungsschutzbericht 2007 werden in Berlin rund 420 Personen dem arabischen Islamismus zugerechnet. Deutschlandweit sind es 3390 Personen.
(ho/ddp)
Kommentare [ 12 ] Kommentar hinzufügen »
Dass ich nicht lache.
Man muss wahrlich kein Freund von Israel sein, um zu verstehen, warum sie jetzt so reagieren, wie sie reagieren.
Ich hätte es schon vor Jahren getan!
Ich gebe Manfred absolut recht, man muss nun wirklich kein Freund vom jüdischen Staat sein (leider sind die meisten Europäer es tatsächlich nicht), um diese Reaktion Israels nachvollziehen zu können.
Selbst die meisten arabischen Länder finden es sinnvoll diese Terror-Organisation "Hamas", die auch auf die Macht geputscht hat zu vernichten und unterstützen die Bemühungen Israels
Die Kundgebung dient den Zivilisten und Kindern die an diesem Kriegsverbrechen glauben müssen.
Wäre es eine gezielte Aktion gegen Hamas - oder Fatahmitglieder würden sicher keine Demos und Kungebungen stattfinden.
Aber da das Blutbad seit Samstag schon über 300 Tote und über 1000 Verletzte forderte, die hauptsächlich zu den Zivilisten zählen, finden wir es gerechtfertigt zu demonstrieren und einige nichts-wissende -wie dir z.B.- darüber aufzuklären, dass nicht Hamas sondern ganz normale Zivilisten dran glauben müssen.
die Schuld trägt aber einzig und alleine die terroristische Organisation "Hamas", die die Lage destabilisiert. Diese Tatsache wird mittlerweile von den meisten nicht "radikal-islamischen" arabischen Nachbarn akzeptiert.
Die Weltgemeinschaft kann nicht weiter dulden, dass radikal-islamische Palästinenserorganisation "Hamas" palästinensische Zivilisten als Schutzschilder missbraucht, um durch ihre Opfer weiter in Gaza an der Macht zu bleiben.
Ich hoffe sehr, dass es auf der heutigen Demo in Berlin gemäßigte palästinensische Kräfte und nicht die islamischen Extremisten die Oberhand gewinnen und in erster Linie die Verursacher der Gewalt, die "Hamas" direkt verurteilen.
Somit könnte man der deutschen Öffentlichkeit auch zeigen, dass tatsächlich Interessen der zivilen Bevölkerung im Vordergrund stehen.
Kinder sicher noch nicht, die Hamas jedoch tut das. Sie tut das gerade und bewusst mit dem Wissen, dass sich auch Kinder und Zivilisten in ihrer Nähe aufhalten. Diese Leute fordern dann, nach den Begegnungen und üblen Folgen ihrer Terrorakte, dafür auch noch das Verständnis der Weltöffentlichkeit.
Das wird auch hier nicht gelingen.
Leider hat die Vergangenheit gezeigt, dass es auch bei uns in Berlin radikale palästinensische Fanatiker gibt, die sogar ihre minderjährige Kinder bei solchen Demonstrationen als Selbstmörd-Attentäter verkleiden und der Öffentlichkeit präsentieren.
Nur wird hierzulande leider bei jeder Kritik an der Politik Israels, und sei sie auch noch so berechtigt, aus gewissen Kreisen sofort die Anti-Semitismus Keule geschwungen! Damit werden Kritiker mundtot gemacht und Israel hat quasi einen Freibrief mit unvorstellbarer Brutalität gegen die palästinensische Zivilbevölkerung vorzugehen. Man muss im Übrigen auch keine Freund Palästinas sein um die israelischen Militäraktionen zu verurteilen...
Im Übrigen greift ihre Argumentation ein bisschen ins Leere solange die NPD und sonstige Nazi-Gruppierungen in ihrem Recht auf Versammlungfreiheit nicht eingeschränkt werden. Wenn so etwas möglich ist, müssen Sie auch den Anblick demonstrierender Palästinenser "ertragen", zumal sich deren Demonstrationen gegen einen israelischen Angriffskrieg richten und somit ihre Berechtigung haben.