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Friedrichshain

Neonazi-Attacke: Opfer war vermutlich kein Unbeteiligter

Zwei Tage nach dem Gewaltexzess in Friedrichshain gibt es neue Erkenntnisse zum Tatablauf. Das Opfer gehörte offenbar zur Gruppe junger Linker, die mit den Rechtsextremen in Streit geriet. Politiker fordern, die Tat als Mordversuch zu werten.
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Berlin  -  Die Tat war grässlich, doch ihr Ablauf stellt sich inzwischen etwas anders dar als zunächst bekannt. Der von Rechtsextremisten in der Nacht zu Sonntag lebensgefährlich verletzte Student Jonas K. war nach Tagesspiegel-Informationen offenbar kein unbeteiligter Passant. Jonas K. habe zu der Gruppe junger Linker gehört, die mit den Rechtsextremisten am S-Bahnhof Frankfurter Allee in Streit gerieten, hieß es am Dienstag in Sicherheitskreisen. Bei der Schlägerei hatte ein Rechtsextremist eine Platzwunde am Kopf erlitten. Gegen K. wird nun, wie auch im Fall der anderen Linken, wegen des Verdachts auf gefährliche Körperverletzung ermittelt. Einen weiteren Linken, der auch der Gruppe zugerechnet wird, nahm die Polizei am Montag fest. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft lautet auch hier gefährliche Körperverletzung. Nach Auskunft der Polizei kam der Mann jedoch am Dienstagabend wieder frei.
Die ersten Erkenntnisse der Polizei zur Tat hatten zunächst ein teilweise anderes Bild des Tatgeschehens ergeben. Die Ermittler waren am Sonntag davon ausgegangen, dass die Linken nach der Auseinandersetzung mit den Rechtsextremisten verschwunden waren und kurz darauf Jonas K. zufällig vorbeikam. Unstrittig bleibt bislang jedoch, dass die Rechtsextremisten den Studenten schwer misshandelten. Einer der Täter legte den offenbar schon völlig wehrlosen Jonas K. mit dem Gesicht nach unten auf den Gehweg und trat ihm auf den Kopf.

Die Brutalität erinnert an eine Szene aus dem Spielfilm „American History X“, in dem ein Nazi-Skinhead einem Schwarzen einen tödlichen „Bordsteinkick“ versetzt. Animiert durch den Film hatte im Juli 2002 ein Rechtsextremist im brandenburgischen Potzlow einen Schüler mit einem Sprung auf den Kopf ermordet.

Was sich in Friedrichshain abgespielt hat, ist allerdings noch nicht vollkommen geklärt. Bislang gilt folgende Version als wahrscheinlich: Die vier Rechtsextremisten kommen gegen 5 Uhr 40 aus der Diskothek Jeton an der Frankfurter Allee. Im Jeton verkehren häufig Hooligans und Neonazis. Eine Gruppe von etwa zehn Linken sieht, dass einer der Rechten eine Jacke der in der braunen Szene beliebten Marke Thor Steinar trägt. Die Linken gehen aggressiv auf die Rechten zu, es kommt zur Schlägerei. Einer der Rechten bekommt eine Platzwunde ab, die Linken hören auf und entfernen sich. Warum Jonas K. zurückbleibt, ist unklar. Die Rechtsextremisten lassen jedenfalls ihre Wut an dem Studenten aus. Einer der Rechten tritt Jonas K. auf den Kopf. Der Student überlebt nur knapp. Es geht ihm weiterhin sehr schlecht.

Die vier Rechtsextremisten aus Berlin und Brandenburg sitzen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hält ihnen versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung vor. Dass die Behörde die Tat nicht als versuchten Mord wertet, stößt in Teilen der Politik auf Verwunderung. Bei einem Bordsteinkick sei es doch eindeutig, dass der Täter das Opfer ermorden will, sagte Udo Wolf, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus. Aus seiner Sicht sei das Verbrechen in Friedrichshain mit dem Fall Potzlow vergleichbar. Dort wurde der Haupttäter wegen Mordes verurteilt. Für den Vizechef der SPD- Fraktion, Fritz Felgentreu, ist es logisch, dass die Staatsanwaltschaft vor Erhebung der Anklage im Fall Friedrichshain prüfen muss, ob versuchter Mord vorliegt. Erst recht, wenn das Opfer wegen seiner politischen Einstellung malträtiert worden sei.
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Kommentare [ 138 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von zivilist zivilist ist gerade offline | 14.7.2009 14:45 Uhr
Ahso..
Na dann ist ja alles in Ordnung, oder?
Comment
von unbekannt | 14.7.2009 16:46 Uhr
@zivilist..
sie nehmen mir das wort aus dem mund...machma selbstjustiz..
Comment
von w.p. w.p. ist gerade offline | 14.7.2009 14:45 Uhr
Na dann . . .
kann man ihn ja fast totschlagen. Ich fass es nicht. Exklusiv im TSP.
Selbst wenn er vorher am Streit beteiligt gewesen sein sollte, ist dies für diese abscheuliche Tat keine Rechtfertigung. Dies ist meine Meinung, ganz exklusiv.
Comment
von southcross southcross ist gerade online | 14.7.2009 14:47 Uhr
Und?
Das macht die Tat - den Bordsteinkick, den versuchten Mord - nicht besser.

Nur einigen Foristen gibt das nun doch noch die Chance zur Relativierung. War ja kein zufällig des Wegs kommender, sondern ein "linker Schläger" gell?

Also heult mal los Ihr Relativierer und frohlocket
Mir graust jetzt schon!

Comment
von unbekannt | 14.7.2009 18:36 Uhr
Relativieren@southross
...Sie sind derjenige, der frohlockt. In der Tat relativiert
sich sich die ganze Geschichte. Nicht daß die Brutalität zu rechtfertigen ist, aber das Echo muß man schon vertragen können.
Und wenn man mal die die ideologischen Scheuklappen wegnimmt,
bleibt einfach 'ne Schlägerei von finsteren Typen übrig.
Ich sag' das mal im Rahmen der Wortergreifungsstrategie.

Comment
von southcross southcross ist gerade online | 14.7.2009 20:27 Uhr
gieslinder
was sie immer haben mit der "wortergreifungsstrategie"?
sind sie stolz auf die verwendung dieses terminus? wollen sie provozieren? oder sollen wir glauben, sie gehören zu den "strategen" der strategie?

macht es die tat, das das opfer einer der vorher vorbeikommenmden linken war, irgendwie besser? wenn dem so ist, bisher stehts ja nur hier. sagen sie doch hier mal "mannichl" oder "lebkuchenmesser", das enrspricht doch ihrem gusto.

nein, es macht die tat nicht besser. jede gewalt ist abzulehnen. und zwischen platzwunde und borsteinkick steht ein leben, das vielleicht zum pflegefall wirrd.

ich frohlocke? nein, gar nicht. ich bin froh, das bis auf gaaaaanz wenige ausnahmen, die tat nach dieser meldung nicht relativiert wurde. und das sie eine der ausnahmen sind, die mit leuchtendem beispiel voran gehen möchten, versetzt mich auch nicht in gute laune.

jede relativierung ist eine zuviel. sie aber setzen dem ganzen noch die krone auf: "aber das Echo muß man schon vertragen können".

prost, gieslinder. danke, das sie sich dankenswerter selbst die maske vom gesicht ziehen. bitte äußern sie sich nie mehr zum thema gewalt, äußern sie bitte nie mehr, das sie gewalt ablehnen.

peinlich, peinlich
und auch noch stolz drauf. igitt!
Comment
von unbekannt | 14.7.2009 21:06 Uhr
@southcross...
..einfach herrlich, wie Sie über jedes Stöckchen springen, was man Ihnen hinhält. Ich geben Ihnen recht, die Gewalteinwirkungen sind auf unterschiedlichem Niveau ( was in meinem Kommentar übrigens auch anklingt, Gemeinplätze muß man eigentlich nicht noch einmal klarstellen ) aber , es ist auch ein Unterschied, ob ein Unbeteiligter verletzt wird oder ein Beteiligter. Jedenfalls
wird das jeder Richter so sehen.
Übrigens entscheide ich, ( bzw . die Red. ) ob ich hier was kommentiere oder nicht.
Jedenfalls möchte ich Ihnen nicht das Feld überlassen.
Sie wissen ja : " Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer "
Comment
von southcross southcross ist gerade online | 14.7.2009 23:43 Uhr
giieslinder:
"Jedenfalls möchte ich Ihnen nicht das Feld überlassen"
Hier ist viel Platz ;-) Springe jetzt hoffentlich nicht wieder über
ein Stöckchen, aber es sei mit die Frage gestattet:
Wie darf ich das denn verstehen? ;-) Hier gäbe es einige mehr an denen Sie sich abarbeiten könnten. Es geht Ihnen nur um mich? Welch Ehre ;-)
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von heinz_querdenker heinz_querdenker ist gerade offline | 14.7.2009 14:52 Uhr
Ha ...
... da bin ich ja jetzt gespannt was die TS-Kommentatoren nun wieder alles herbei haluzinieren, weil sich den Polizisten derzeit, wahrscheinlich auch auf Grund der Aussagen der Nazis, ein anderes Bild darstellt. Wie oft sich dieses Bild im Laufe der Ermittlungen noch ändern wird ist letztlich egal. Hauptsache die Leser sind gut unterhalten und sehen ihr Weltbild, so wohl das eine wie das andere bestätigt.

Wenn laufende Ermittlungen in einer Tour medial so ausgeschlachtet werden hat das einen ganz erheblichen Einfluss auf Ermittler, Staatsanwälte und Zeugen. Das sollten sich die Verantwortlichen mal klar machen.
Comment
von unbekannt | 14.7.2009 14:59 Uhr
was soll diese links/rechts Diskussion

offensichtlich haben sich hier kriminelle geprügelt. warum wird das politisiert?

Wer hat daran ein Interesse?

Zu hoffen ist, dass es dem opfer bald wieder gut geht und die schläger lebenslang in den knast kommen (ich persönlich rechne allerdings eher mit einem Anti-Agressionskurs als Strafe)

Comment
von metua metua ist gerade offline | 14.7.2009 16:23 Uhr
@multischuldi
weil es politisch ist, so wie Ihr Nickname!
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von unbekannt | 14.7.2009 18:12 Uhr
links/rechts-Instrumentalisierung

@metua:

Du siehst ja, wie das bei simplen Gemütern (meine natürlich nicht Dich).

Diese links/rechts-Instrumentalisierung der üblen Straftat ist überflüssig.

Wer hat daran ein Interesse?
Comment
von unbekannt | 14.7.2009 16:52 Uhr
1970
habe ich ein seminar in pädagogik mitgemacht. mit staunenswerten ergebnisssen:links und rechts, beide sind gewalttätig, wenn es draufankommt. beide meinen, sie dürfen oder müssen sogar getwalttätig sein um der wahrheit willen.und sie sind nicht die ersten, die so denken und handeln. ja..hat sich irgendetwas in unserer gesellschaft dadurch positiv verändert?
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von markus.hesselmann markus.hesselmann ist gerade offline | 14.7.2009 17:11 Uhr
@zivilist, w.p., southcross, heinz_querdenker
eine freundliche Frage aus der Redaktion: Wo bitte wird in diesem Beitrag etwas ausgeschlachtet, relativiert, halluziniert oder für in Ordnung gehalten? Ein paar Beispiele oder Argumente würden solch kraftvollen Kommentaren sicher guttun ... Lieber Gruß, die Red.
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von southcross southcross ist gerade online | 14.7.2009 20:36 Uhr
herr hesselmann
ich bezog mich mit "relativierung" NICHT auf den tagesspiegel, sondern war in erwartung von äußerungen bestimmter foristen. auf einen solchen beitrag habe ich gerade geantwortet.

relativierung, in dem sich nun die ANGEBLICHE chance bietet, das ganze zu einer schlägereei zwischen links- und rechtsextremisten umzudichten.

nein, dem tagesspiegel würde ich sowas nicht vorwerfen. ich halte große stücke an herrn jansen (schönen gruß - wir kannten uns mal ganz kurz in den 90ern).

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von searitual searitual ist gerade offline | 14.7.2009 15:00 Uhr
Egal ob
unbeteiligt oder nicht; nichts rechtfertigt eine solche Tat.
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von wrzlbrmft wrzlbrmft ist gerade offline | 15.7.2009 11:17 Uhr
Sehr richtig
Dem ist nichts hinzuzufügen (außer Bedauern für das Opfer und Hoffnung auf schnelle und harte (insbesondere lange) Strafe für en Täter.

........................wrzlbrmft
Comment
von mogberlin mogberlin ist gerade online | 14.7.2009 15:09 Uhr
Ist die Existenz...
dieser "Gruppe junger Linken", mit denen die ursprüngliche Schlägerei stattgefunden haben soll, eigentlich auch von irgendwelchen unabhängigen Beobachtern bezeugt?

mog
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von Benj Benj ist gerade offline | 14.7.2009 16:29 Uhr
Natürlich...
...nicht, sonst würde man nicht von Begriffen wie "vermutlich" Gebrauch machen. Bisher ist das alles Hörensagen. Neu ist nur, dass der TS da mitmacht.
Comment
von borax borax ist gerade offline | 14.7.2009 16:38 Uhr
Ich frage mich....
auch schon die ganze Zeit, woran man diese Gruppen der beteiligten "Linken" und "Rechten" festmacht. An den Klamotten? Am Haarschnitt? Sind Sprüche gefallen? Nichts davon erfährt man. Das einzige, was man erfährt ist, dass die "Rechten" nirgendwo organisiert waren (es also KEINEN Hinweis in der Richtung gibt) und dass einer von denen ANGEBLICH ein Thor-Steinar-T-Shirt getragen hat, was nicht zwangsläufigerweise auf Rechtsextremismus hinweist, auch wenn die Marke in diesem Spektrum relativ populär zu sein scheint. Und die "Linken"? Wie hat man die identifiziert? Wenn ich das richtig verstanden habe, hat man die bis auf den Verletzten nicht mal ausfindig machen können. Über den Überfall selbst gibt es auch nur Spekulationen weil das Opfer bewusstlos ist und die Täter schweigen. Man kann nur aufgrund der schweren Verletzung Schlussfolgerungen ziehen. Im Grund weiß man nüscht über die Täter, Opfer und den Ablauf des Janzen.

So muss man wohl davon ausgehen, dass die Zuordnung zu gewissen Spektren eher auf Spekulation basiert. Diese Spekulation kann ja durchaus am Ende zutreffend sein, doch als Leser möchte man doch lieber Fakten haben. Man möchte sich schließlich beim nächsten Lichterketten-Event nicht wieder blamieren.
Comment
von super.neon super.neon ist gerade offline | 14.7.2009 18:20 Uhr
Semantik der Kleidung
Also ich bitte sie, natürlich gibt es Dresscodes, die Information über die Politische Gesinnung geben!

Wenn ihr Gegenüber Nike AirMax, bzw. Nike Shox trägt, dazu ein Thor Steinar Shirt, dann ganz sicher nicht, weil dies seine individuelle Note unterstreicht, sondern weil es ein Dresscode ist, der eine ganz bestimmte Szenezugehörigkeit unterstreichen will.
Genauso verhält es sich mit engen Jeans, Badelatschen, Pferdeschwänzen, Polo Hemden und Lack Bodysuits.

Ein Thor Steinar T-Shirt mit "Nordland" Aufschrift o.ä. ist immer politisch! Der Träger wird es ganz sicher nicht "nur so" tragen, geschweige denn zufällig bei Real gekauft haben, weil's gerade auf dem Wühltisch lag!

Comment
von wendelin wendelin ist gerade offline | 14.7.2009 18:32 Uhr
T-Shirts als Zugehörigkeitssymbole
Auf dem linksalternativen Nachrichtenportal "Indymedia" steht bezüglich der Bekleidung des Opfers folgendes zu lesen:

>> (...) Ausschlaggebend sei das T-Shirt, das Jonas K. zur
>> Tatzeit getragen habe. Es zeige, laut Polizeisprecher,
>> außer dem Schriftzug "Good Night White Pride" noch eine
>> "deutlich gewaltaffine Darstellung" welche die Täter
>> womöglich "provoziert haben könne". (...)

Bei der genannten "gewaltaffinen Darstellung" dürfte es sich laut google wohl um folgende gehandelt haben:

http://i14.photobucket.com/albums/a342/muychido666/good_night_white_pride.gif

Nun ist "Indymedia" sicherlich in dieser Frage alles andere als neutral und daher mit großer Vorsicht zu genießen, aber es finden sich dort immer wieder Hinweise, die sich am Ende als zutreffend herausstellen

Deswegen bitte ich, diesen Beitrag als Indiz aber keinesfalls als Bestätigung irgendeiner These zu sehen.

Comment
von unbekannt | 14.7.2009 15:12 Uhr
auweia
das wird aber wieder am feindbild einiger kommentatoren kratzen,welche sich ihr urteil vorschnell gebildet haben-
TROTZ ALLEM BLEIBT SO EINE TAT VERABSCHEUUNGSWÜRDIG!
Comment
von kaefermichnicht kaefermichnicht ist gerade offline | 14.7.2009 15:12 Uhr
Ja und?
Was macht es denn für einen Unterschied, ob der lebensgefährlich Verletzte ein Linker war oder nicht? Sind die Naziprügler dadurch jetzt weniger schuldig? Man meint dies fast zwischen den Zeilen herauslesen zu können...
Comment
von unbekannt | 14.7.2009 16:48 Uhr
@kaefermichnicht
zumindest wissen wir nun, dass es noch nicht so weit ist, wie wir dachten: unbeteiligte werden traktiert. noch nicht.
Comment
von exil12 exil12 ist gerade offline | 14.7.2009 15:14 Uhr
Das macht's auch nicht besser!
Selbst wenn Jonas K. zuvor einem anderen eine Platzwunde zugefügt hat, wird die Tat der anderen keine Notwehr gewesen sein. Es ändert sich also nichts am Vorwurf. An eine Strafmilderung darf in sochen Fällen nicht einmal gedacht werden, andernfalls man der Selbstjustiz Tür und Tor öffnen würde.
Comment
von unbekannt | 14.7.2009 15:22 Uhr
So kommt immer
mehr ans Tageslicht und der Vorfall erwitert sich, bzw. wird auch von den Kommentatoren immer mehr erweitert. Hieß es zunächst, der Kopf des Opfers wurde auf dem Gehweg passend zurecht gelegt, dann auf dem Radweg. Natürlich wird America History X hierbei erwähnt, der Vorgang des Bordsteinbeissens haarklein geschildert und schon übernimmt der Herr v. Becker in seinem Kommentar diese Ausführung als gegeben.
Nun scheint das Opfer sehr wohl an der vorherigen Schlägerei der 10 Linken gegen die 4 Täter beteiligt gewesen zu sein.

Vielleicht nimmt sich auch der Tagesspiegel und insbesonder die Kommentatoren in ihren Wertungen bei allen Fällen dies mal zu Herzen und man berichtet sachlich übner solche Vorgänge.

Allerdings habe ich da wenig Hoffnungen
Comment
von columbo columbo ist gerade offline | 14.7.2009 15:23 Uhr
Auch wenn das stimmt
Nichts, überhaupt nichts kann diesen bestialischen Gewaltexzess rechtfertigen.
Comment
von guybrush guybrush ist gerade offline | 14.7.2009 15:25 Uhr
Wieso
kommen solche Infos immer nur tröpfchenweise an die Presse? Da braucht es doch seitens der Polizei keine zwei Tage für, um das herauszubekommen?
Comment
von KDD KDD ist gerade offline | 15.7.2009 10:43 Uhr
Tröpfchenweise deshalb...
.... weil Manches nunmal erst nach vielen Stunden oder Tagen verifiziert werden kann, insbesondere durch Zeugenaussagen. Auch diese müssen erstmal überprüft werden.
Es liegt einzig und allein an der Presse die Nachrichten als entsprechend gesicherte Erkenntnis, oder auch nicht, zu kennzeichnen.
Außerdem ist es nicht vordringliche Aufgabe der Polizei immer sofort alles rauszuposaunen.
Hier spielen auch ermittlungstaktische Überlegungen eine Rolle, die den "Normalbürger" möglicherweise wundern können, ihn aber letztendlich nichts angehen.
Comment
von sync sync ist gerade offline | 15.7.2009 12:15 Uhr
Schlagzeile
Aber Zeit für große Schlagzeilen ist immer, insbesondere wenn vermutlich Rechtsextreme die Täter sind.
Comment
von hw8 hw8 ist gerade offline | 14.7.2009 15:34 Uhr
2 Fragen
Ich habe mal 2 Fragen zu diesem Artikel.

1) Wollt ihr jetzt über jeden Artikel "Exklusiv" schreiben?

2) Kennt ihr die Bedeutung der Bezeichnung Neonazi?

(http://de.wikipedia.org/wiki/Neonazi)
Comment
von Smith Smith ist gerade offline | 14.7.2009 15:37 Uhr
Was macht die Berliner Polizei?
"Vor Ort äußerten sich außerdem 2 Zeugen, die die Angelegenheit mitbekamen. Als die Nazis diese Äußerungsbereitschaft bemerkten, gaben sie an, dass einer der beiden zu den angeblich linken Angreifern gehört hatte.
Skandalöserweise stürmten SEK-Beamten deshalb gestern die Wohnung des Zeugen in dessen Abwesenheit und durchsuchten sie. Später nahmen sie den Mann fest. Auch er befindet sich nun in Untersuchungshaft, soweit bekannt ist." (aus Indymedia)

Das kann ja wohl nicht wahr sein! Da zeigen mal Leute Zivilcourage, die mordlüstigen Täter geben der Polizei ein Stichwort und das SEK kommt geflogen und schüchtert durch eine Durchsuchung mit anschließender Festnahme antifaschistische Haltung ein.

So hätten es Polizei und Politik wohl gerne: alles nur kriminelle Jugendbanden, die sich gegenseitig auf die Mütze geben und so oder so beide extremistisch sind. Ansonsten alles ok in Deutschland. In einem halben Jahr stehen dann wieder die Staatsschützer in zivil vor irgendwelchen linken Hausprojekten herum und schreiben sich Namen auf, um Sachbeschädigungen zu verhindern, während an der Frankfurter Allee der nächste Nazimob Menschen einschüchtert. Die Berliner Polizei hat durch etliche Skandale, etwa wenn am Tag der Erinnerung an den Nazifaschismus ein Staatsschutz-Beamter in zivil mit Thor-Steinar-Klamotten herumläuft, offenbart, dass im eigenen Stall einiges ausgemistet werden muss.

Wenn wegen einer Zeugenaussage gegen mordende Faschisten eine Hausdurchsuchung folgt, läuft gehörig etwas falsch.
Auf zur Demonstration am nächsten Samstag, 18 Uhr am Bersarinplatz. Gesicht zeigen!
Comment
von mimimat mimimat ist gerade offline | 14.7.2009 17:10 Uhr
Ja nee, is klar
Wenn das in Indymedia steht, dann stimmt das natürlich. Wo die doch für ihre objektive und unabhängige, vor allem aber unpolitische Äusserungen bekannt sind
...Ironie aus
Comment
von urmel81 urmel81 ist gerade offline | 14.7.2009 20:11 Uhr
passt vielleicht nicht in ihr vom TSP geformten...
...aber ich halte das nicht für unwarscheinlich. der polizei geht es gehörig auf den senkel, dass sie kaum einblicke in die politisch linke szene hat, aber diese im gegenzug prima informiert ist. die polizei hat schon in der vergangenheit grosses interesse daran gezeigt hausdurchsuchungen bei menschen anzuleiern, bei denen sie sich daten und aufzeichnungen versprechen, die das bild dieser szene vervollständigen können. der letzte mir bekannte fall war dieser: http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/polizei-mit-feuereifer-gegen-die-linke-szene/

wer das aufmerksam liest, dem dünkt dass hier bloss ein vorwand gesucht wurde, um eine hausdurchsuchung zwecks akquise von information, adressen, o.ä. zu rechtfertigen.
Comment
von manfred manfred ist gerade offline | 15.7.2009 6:38 Uhr
@ja urmel...
..die weltverschwörung gegen die berliner linke ist voll im gange ;-)
Comment
von loewenherz loewenherz ist gerade offline | 14.7.2009 15:42 Uhr
Das nächste Desaster
Der Vorfall ist absolut erschreckend und die Gewalt absolut unverzeihlich. Ich hoffe, dass die Täter die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen.
Peinlich ist aber die völlig unrecherierte Meldung der Medien, denn durch diese Meldung kippt das Bild wieder.
Mannichl lässt grüßen
Comment
von raibert raibert ist gerade offline | 14.7.2009 15:44 Uhr
Einen Menschen,
der am Boden liegt, gegen den Kopf zu treten, dazu gehört schon eine gewaltige Verrohung und Brutalität. Dabei spielt es für mich keine Rolle, ob Täter und/oder Opfer Links- oder Rechtsextremisten sind.
Solche Gewaltverbrecher müssen aus dem Verkehr gezogen werden.

Und das für lange Zeit!!
Comment
von deejay deejay ist gerade offline | 14.7.2009 15:49 Uhr
Vermutlich
Zitat: "Vermutlich.... wahrscheinlich ..... sei .... hätten ..... geprüft .... ob ..... könnte."

Gibt es irgendwelche gesicherten Erkenntnisse? Oder nur Vermutungen?

Und egal, welcher Hergang: die Tat rechtfertigt es natürlich trotzdem nicht.
Comment
von yakiz yakiz ist gerade offline | 14.7.2009 15:59 Uhr
Es handelt sich hier...
......um eine Ergänzung der Informationen zu einer Straftat.
Ist denn nun aber der Schläger weniger schuldig, weil sein Opfer ein Linker ist?
Oder hat Jonas K. dadurch eine Mitschuld an seinen schweren Verletzungen, weil er bei einer vorherigen Auseinandersetzung anwesend war?
Bestimmt die politische Gesinnung das Strafmass bei schwerer Körperverletzung?
Warum wird hier wieder relativiert, anstatt zu dem Fakt zu stehen, das ein Mensch fast zu Tode geprügelt wurde
und möglicherweise ein Leben lang unter den Folgen leiden wird.

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