Berlin kann als erste deutsche Stadt nahezu vollständig als 3-D-Modell über das Computerprogramm Google Earth im Internet besichtigt werden. Laut Wirtschaftssenator Wolf ergeben sich dadurch zahlreiche Vorteile.
Berlin -
Rund 500 000 Gebäude, 80 detailliert modellierte Sehenswürdigkeiten sowie fünf Gebäude von innen könnten nun auf insgesamt 890 Quadratkilometern Fläche online erkundet werden, teilten die Projektveranstalter der Berlin Partner GmbH am Montag mit. Auf der internationalen Immobilienmesse MIPIM in Cannes soll die überarbeitete Version des Computerprogramms in der kommenden Woche erstmals vorgestellt werden.
Der Berliner Wirtschaftssenator Harald Wolf (Linke) zeigte sich erfreut, dass das Modell auch zum «Wirtschaftsstandort» ausgebaut worden sei. Mit der Technologie und den Datenbeständen würden sich viele Möglichkeiten für Unternehmen, Dienstleister und Universitäten ergeben, neue Produkte und Verfahren zu erforschen und herzustellen. Neben Wirtschaft und Forschung sei das 3D-Stadtmodell aber auch für die Berliner Verwaltung von Vorteil. Hier könnten neue Verfahren und Methoden eingesetzt werden, beispielsweise in der Stadtplanung und bei der Bürgerbeteiligung.
Vor zwei Jahren begann das Projekt, Berlin als dreidimensionales und realitätsnahes Modell im Internet verfügbar zu machen. Dafür wurden die Gebäude aus der Luft fotografiert und die Dächer mit Laser vermessen.
(mas/ddp)
Mehr Informationen unter:
www.3d-stadtmodell-berlin.de/3d/seite0.jsp
Kommentare [ 7 ] Kommentar hinzufügen »
......
Wenn diese Modellbilder des virtuellen Berlins wenigsten Realbilder wären....
... sind sie aber nicht. Meine Modelleisenbahn sah realistischer aus. Wozu musste das jetzt sein? Militärischer Vorteil? Virtuelle Verbracherjagd im synthetischen Rotlichtmilieu. Simulation von Baustellenszenarien?
Matrix?
Welt am Draht?
...
hmm...
Berlin besteht aus formlosen, grauen Bauklötzen ohne jegliche Textur. Die Gedächtniskirche ist eine Art Pizza zwischen grauen Klötzen und einem Solitär von Europacenter.
Und dann Manhattan. Uff, eine Wucht. Fast jedes Hochaus identifizierbar mit individueller Textur. Da hat sich jemand Mühe gegeben. Das kann man von der Darstellung Berlins nicht gerade sagen. Schlechter als ohne "3D".
Vielleicht wird es ja noch.
"...die überarbeitete Version des Computerprogramms..."
(jetzt wirds wichtig)
"..in der kommenden Woche erstmals vorgestellt"
Ich nutze jetzt meinen neuen Rechner seit kurzem und mir macht Berlin 3D wahnsinnig Spaß!!! Je mehr Leute virtuelle Welten benutzen, desto schneller wird es noch realistischer.
Wie gehen eigentlich Profis mit dem Programm um?
- nach dem Krieg so geworden, nach der Wende so geblieben ...
Krötenschlucken von Diepgen bis Wowereit
Beispiel: Ehemals "Zentralflughafen Tempelhof",
"Zentralflughafen der DDR",
wird beim Neubauflughafen, größtes Infrastrukturprojekt Ostdeutschlands, ein STADTFLUGHAFEN, neues Tegel, anstatt wie möglich gewesen, Sperenberg 3. Lufthansa-Drehkreuz.
Wo mal in der Schlossstraße eine zweite U-Bahn geplant war,
die Tunnelkreuzungen schon bestehen,
wird heute Fußgängezone und Straßenbahn-zurück geplant ...
Der ehemalige Hermannplatz-Verkehrsknoten wird heute grün geplant ...
"Transrapid brauchen wir nicht" (Strieder) ...
Wir richten uns entsprechend der Kraft unserer Politiker ein! Sind ja schließlich auch Stadtstaat
Okay, "Unter den Linden" sieht schon ganz gut aus. Das Reichstagsgebäude hat wohl noch ein paar Macken, das Brandenburger Tor entschädigt.
Ku´-Damm und Tauentzien: Eine trieste Klötzchenwüste, die die Vorstellungskraft nicht gerade unterstützt.
Vielleicht kommt ja noch was, aber dann hätte man mit der Veröffentlung noch warten sollen. So jedenfalls sieht Berlin gruselig aus.
Ach ja, ich habe auch mal Manhatten "gegoogelt". Das ist doch dieselbe Technik, die angewendet wird, oder verstehe ich Mutexx falsch ("Berlin ist nicht Manhattan").
Irgendwie sehen die Häuser in Manhattan aber nicht nur von der Größe (das ist klar), sondern auch vom Detailreichtum, Formen und Farben ganz anders aus als die Berliner "Gebäude". Bisschen voll in New York, wie es ja wirklich wirkt, aber von der optischen Erscheinung weitaus gelungener als die enttäuschende Berliner Klötzchen-Landschaft.