[Kommentare: 28]

Jugendkriminalität

Zahl junger Serientäter steigt dramatisch

Die Bilanz der Berliner Intensivtäterabteilung ist düster: Allen Anstrengungen zum Trotz werden immer mehr junge Menschen gewalttätig. Lässt sich der Trend durch härtere Gesetze umkehren?
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Berlins Ermittler kommen bei der Verfolgung immer neuer Serientäter offenbar nicht hinterher. Laut einer internen Analyse der Generalstaatsanwaltschaft steigen die Zahlen deutlich: Gab es im Mai 2006 noch 3608 Kriminelle in Berlin, die mindestens fünf Mal als Gewalttäter aufgefallen sind, standen im 2007 bereits 4330 Serientäter auf der Liste. Das entspricht einer Steigerung von 20 Prozent.

Anhand dieser neuen Zahlen hat der Chef der Berliner Intensivtäterabteilung auf einer Tagung der Hanns-Seidel-Stiftung im Dezember eine düstere Bilanz gezogen: „Alle Anstrengungen haben es nicht vermocht, dem rasanten Anstieg der Täterzahlen spürbar entgegenzuwirken“, sagte Oberstaatsanwalt Roman Reusch. „Dramatisch“ gestalte sich die Entwicklung bei den sehr jungen Tätern: Gab es im Juni 2007 noch 2191 Mehrfach-Gewalttäter unter 21 Jahren (darunter 31 Kinder), war die Zahl nur drei Monate später auf 2362 Kandidaten (darunter 46 Kinder) angewachsen.

Auch in Berlin gibt es keine Einigkeit darüber, wie man kriminelle Karrieren am besten verhindern kann. Das Jugendstrafrecht sieht eine stufenweise Steigerung vor: von der Ermahnung über Freizeitarbeit zum Arrest und der Jugendstrafe. Was laut Reusch bei seiner Klientel ins Leere zielt. „Es gibt nur eine einzige Maßnahme, die beeindrucken könnte: die Haft.“ Der Ankläger plädiert dafür, das Gesetz so zu ändern, dass man Jugendliche künftig auch nach der ersten schweren Straftat wegsperren kann.

Bei der Richterschaft stoßen Rufe nach Strafverschärfungen eher auf Skepsis. „Beim Jugendstrafrecht geht es um Erziehung, nicht um Strafe“, sagt Peter Faust, Vorsitzender des Berliner Richterbunds. Eine Erhöhung des Strafhöchstmaßes von zehn auf 15 Jahre oder eine Absenkung des Strafmündigkeitsalters von 14 auf zwölf Jahre sei „Unsinn“. Die Einführung des sogenannten Warnschussarrests sei dagegen „verhandlungsfähig“, aber Sache des Bundes. Ein Umdenken sei zurzeit im Gange, was die Anwendung des Jugendstrafrechts bei Straftätern bis 21 Jahren betrifft. „Das ist zu großzügig gehandhabt worden“, sagt Faust. Eine generelle Anwendung des Erwachsenenstrafrechts bei Jugendlichen lehnt der Strafrichter dagegen ab.

Die steigenden Täterzahlen haben die Strafverfolger überrascht: Als 2003 bei der Staatsanwaltschaft die Intensivtäterabteilung gegründet wurde, ging man von 200, höchstens 300 jungen Serientätern aus, denen jeweils ein Polizist und Staatsanwalt zugeordnet wurde. Inzwischen stehen auf der Liste 501 Kandidaten, denen zehn Gewalttaten und mehr zugeschrieben werden. Jetzt haben Justiz und Polizei nachgelegt und das „Schwellentäterkonzept“ auf Berlin ausgeweitet. Künftig sollen sich Ermittler auf Jugendliche konzentrieren, die bereits fünf Mal durch Gewalttaten aufgefallen sind.

Noch vor einigen Jahren wurden Berlins Jugendrichter oft für ihre Nachsicht getadelt, inzwischen ist von „Kuschelpädagogik“ nicht mehr viel zu spüren: Bei den Serientätern hat sich eine ständige Unterbringungsquote von etwa 50 Prozent etabliert, das heißt: Rund die Hälfte der Jugendlichen sitzt derzeit. Seit 2003 haben die Ermittler mehr als drei Viertel ihrer Klientel zwischenzeitlich in einem Gefängnis oder geschlossenem Heim untergebracht. „Die Praxis zeigt, dass die Verhängung der Jugendstrafe in Berlin deutlich schärfer geworden ist“, sagt Justizsenatorin Gisela von der Aue (SPD).

Ordnet ein Gericht Heimunterbingung an, werden die Kinder und Jugendlichen in der Regel in Brandenburger Einrichtungen gebracht. Voraussichtlich will Berlin auch ein eigenes Heim für kriminelle Kinder in Brandenburg öffnen. Seit einem halben Jahr arbeitet die Jugendverwaltung an dem Konzept, geizt aber mit Details. „Wir werden im Laufe des Januars darstellen, wie wir die Betreuung in Heimen verbessern wollen“, sagt Behördensprecher Kenneth Frisse.

Für eine Verschärfung des Jugendstrafrechts spricht sich CDU-Generalsekretär Frank Henkel aus. „Die meisten Straftäter können mit Bewährungsstrafen nichts anfangen.“ Henkel fordert im Regelfall die Anwendung des Erwachsenenstrafrechts bei Straftätern. Nur in Ausnahmefällen dürfte das Jugendstrafrecht angewendet werden, sagt auch FDP-Rechtspolitiker Sebastian Kluckert. Als „Unfug“ bezeichnet Grünen-Fraktionschef Volker Ratzmann die generelle Anwendung des Erwachsenenstrafrechts. Oberste Priorität sei die Vermeidung von Jugendkriminalität.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 03.01.2008)
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Kommentare [ 28 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von yogi1954 yogi1954 ist gerade offline | 3.1.2008 8:48 Uhr
auch wenn es langweilig wird:
gebt den Kids eine Chance auf menschenwürdiges Dasein. Ich hatte sie noch - und wurde nicht kriminell.
Seit Hartz4, Überwachungswahn und dem Rechtsruck in Deutschland kann ich aber für nix mehr garantieren.
Dies wäre dann die Wahrnehmung meines Rechts als unbescholtener Bürger gemäß Grundgesetz, § 20 (4).

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von peterchen peterchen ist gerade offline | 3.1.2008 9:02 Uhr
Ich kann diesen Unsinn nicht mehr hören
"Im Zweifel für den Angeklagten" ist ein eiserner Rechtsgrundsatz und der ist richtig.
Wenn man also einen gesetzlichen Spielraum für die Verhängung einer milderen Sanktion für irgendwelche Untaten eröffnet, dann wird der Richter im Zweifel diesen Spielraum bei der Be- und Verurteilung des vor Gericht stehenden Einzelfalls nutzen müssen - egal ob Herr Henkel eine nur ausnahmsweise Anwendung des Jugendstrafrechts fordert oder nicht.
Das ist die Pflicht des Richters - dafür wird er bezahlt.
Die politischen Dummschwätzer dieses Landes sollten aufhören, sich populistisch zu Dingen zu äußern, von denen sie erkennbar nichts verstehen und mit denen sie die Bürger aus parteitaktischen Erwägungen für dumm verkaufen.
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von ganymed ganymed ist gerade offline | 3.1.2008 9:33 Uhr
?????
welchen anstrengungen zum trotz? symptome kurieren auf mittelalterliche art? man merkt daran, wie alt unsere politiker sind. uuuurrrralt.ich habe 2 kinder, 18 und 27 jahre alt. ich weiß, was getan wird. nichts.
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von eastside64 eastside64 ist gerade offline | 3.1.2008 9:51 Uhr
@yogi1954
Rechtsruck in Deutschland ???
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von timchen timchen ist gerade offline | 3.1.2008 11:38 Uhr
@east...
berechtigte Frage, denn: was (mehrheitlich) immer "Rechts" war, kann nicht noch weiter nach Rechts rücken...
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von detlef detlef ist gerade offline | 3.1.2008 10:02 Uhr
Es kommt wohl auch auf die Fragestellung an
Bei einer Abfrage mit dem gleichen Programm, „nach mehr als zehn Gewalttaten“ spuckt der Justizcomputer nur noch 613 Namen aus. Von diesen Tätern sind etwa 300 in den Geburtsjahren 1980 bis 1995 zu finden.
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von multischuldi multischuldi ist gerade offline | 3.1.2008 10:20 Uhr
warum nur 50%


natürlich droht jetzt wieder zensur. Ich frage aber trotzdem nochmals: Warum ist es ein Erfolg, wenn nur 50% der Serientäter aus dem Verkehr gezogen sind? Für wen ist das ein Erfolg? Die Lobby?
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von hendabizi hendabizi ist gerade offline | 3.1.2008 10:26 Uhr
Einseitigkeit
Es entsteht immer der Eindruck, dass man entweder mehr straft oder erzieht und fördert. Richtig wäre nur beides. Kinder- und Jugendarbeit, fern ab vom Kommerz, mit ausreichend Mitteln und geschultem und zahlreichem Personal und, wenn's dann nicht geholfen hat, schnelle und harte Strafen. Jeder muss sehen können, dass er wirklich die Wahl hat. Wer sich dann falsch entscheidet, muss die Konsequenzen tragen, ohne Abstriche.
Zur Zeit haben aber viele nicht wirklich die Wahl. Sinnvolle Freizeit ist nicht bezahlbar, Jugendeinrichtungen werden weggespart und Eltern und Schule mit wechselseitigen Schuldzuweisungen so miteinander beschäftigt, dass dabei die Kinder vergessen werden.
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von unbekannt | 3.1.2008 10:36 Uhr
Einspruch, Herr Oberstaatsanwalt!
Seien Sie gut und teilen den Lesern doch mit, was Sie statistisch erfassen: bekanntgewordene Fälle, aufgeklärte Fälle oder Tatverdächtige. Das geht in der Aufstellung nicht nur recht kunterbunt durcheinander, sondern erhöht natürlich auch die statistischen Fallzahlen. Bei den Tatverdächtigen gibt es in der Abteilung 47 den Begriff "Serientäter" nicht, allenfalls "Intensiv-" bzw. "Schwellentäter". Diese Zahl liegt bei ca. 380 Intensiv- u. ca. 150 Schwellentäter, 71% dieser Täter sind Deutsche, 90% von denen in Berlin geworden.
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von unbekannt | 3.1.2008 10:55 Uhr
Wo sind die 2.139 Straftäter?
Im Jahre 2007 gab es 4.330 jugendliche Serientäter, also Intensiv- und Schwellentäter im Alter zwischen 14 bis unter 21 Jahren.

Einen Absatz weiter, gab es im gleichen Jahr 2007 2.191 Mehrfach-Gewalttäter, also wieder Intensiv- und Schwellentäter, auch wieder unter 21 Jahren.

Frage: Welcher Altersgruppe gehören die 2.139 Täter an, die als Differenz bleiben?
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von nennosniesch nennosniesch ist gerade offline | 3.1.2008 11:04 Uhr
Konzept der Berliner Justitz?
Wenn mal Zeit für eine Recherche sein sollte, wäre es interessant, einen Bericht zu lesen der sich befasst mit:
Welches Konzept hat die Justizsenatorin bei der Unterbringung jugendlicher Straftäter?
Wie differenziert sie die unterschiedlichen Gruppen?
Welche Mittel gab es dafür im Haushalt schon, welche hat sie zusätzlich für die Umsetzung ihres Konzeptes eingefordert?
Welche Art der Zusammenarbeit mit Jugendämtern hat sie vorgefunden, was hat sie dort geändert, welche Änderung wird sie zukünftig anstreben?
Welche auf dem Fachgebiet jugendliche Intensiv- oder Mehrfachtäter sachkundigen Mitarbeiter arbeiten im direkten Umfeld der Justizsenatorin, welche hat sie besonders gefördert oder eingestellt?
Wie werten die ihre Mitarbeiter die Entwicklung im Intensivtäter-Bereich aus, welche Rückkoppelungen und Ergebniskontrollen gibt es in Bezug auf die derzeit durchgeführten Maßnahmen oder Strafarten? Gibt es Erfolgskriterien und auf welcher fachlichen Basis sind diese festgelegt worden?
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von joe36 joe36 ist gerade offline | 3.1.2008 11:21 Uhr
fast seit
dem Mauerfall sparen wir an Kinder/Jugend/Bildung, vorallem in Berlin ... gleichzeitig wird auch die "West" Deutsche Gesellschaft immer materialistischer und antisozialer - von oben wird nach unten getreten, wer unten was dagegen hat, ist ein asozialer terrorverdächtiger Chaot - auch bei denen "ganz unten" - was sollen die gesellschaftlich abgehängten machen? Die Jugend hält der Gesellschaft IMMER einen Spiegel vor.

Ostdeutsche Obrigkeitshörigkeit ala "die Partei hat immer Recht" gepaart mit Westdeutschem Turbokapitalismus anstelle von Ostdeutscher Menschlichkeit mit Westdeutschem Fortschritt - anders anstatt uns das Beste aus beiden Staaten auszusuchen haben wir es vorgezogen das destruktive zu kultivieren... Da kommt die Quittung direkt in die Fresse wenn man Pech hat..
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von fritz fritz ist gerade offline | 3.1.2008 13:06 Uhr
@karasaleh - Lesen hilft
4.330 Serientäter aller Altersgruppen, davon 2.362 unter 21, steht im Artikel. Also sind 1.968 über 21; wieviele zwischen 18 und 21 sind, wird vorsichtshalber nicht gesagt.
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von fritz fritz ist gerade offline | 3.1.2008 13:14 Uhr
Machen wir uns doch nichts vor
Die Stadt hat weder das Geld für pädagogische Maßnahmen, noch bietet sie einen resozialisierenden Strafvollzug, im Gegenteil; und sie hat auch keine Haftplätze für noch mehr Strafgefangene.
Ergo sind weder präventive noch repressive Maßnahmen durchführbar und wir alle diskutieren um des Kaisers Bart.
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von marcw marcw ist gerade offline | 3.1.2008 13:25 Uhr
Und dann, fritz?
Sollen wir den Jugendlichen bei ihrem Städte-Wettkampf resigniert zuschauen, quasi wer hat die brutalsten Kids, Hamburg, München oder Berlin? Wieviele Badegäste oder Busfahrer müssen noch attackiert oder getötet werden, bis der Senat das Problem erkennt und bekämpft?
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von unbekannt | 3.1.2008 13:28 Uhr
@fritz
"Also sind 1.968 über 21"

Ja, auf den ersten Blick könnte das stimmen; auf den 2. Blick natürlich nicht. Der Oberstaatsanwalt ist für Jugendliche zuständig, also nicht mehr für junge Leute über 21 Jahre, denn hier endet das Jugendstrafrecht. Die meint er natürlich nicht.

Leider haben Sie die Frage nicht gelöst. Es gibt aber eine richtige Lösung! Versuchen Sie es doch noch einmal.
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von unbekannt | 3.1.2008 15:05 Uhr
@marcw
Sehr wohl kann der Senat zu den Jugendlichen ein deutliches "JA" sagen: Ja, wir brauchen sie, ja, wir fördern sie. Bildung und Erfolg sind der beste Opferschutz und nicht die Handschellen der Polizei.

Integration ist keine Einbahnstraße, so muss auch der deutsche Bürger die Bereitschaft aufbringen, Einwanderer als Mit-Bürger anzuerkennen.
Das tun Sie leider nicht. Ich kann mich noch an das Zitat eines franz. Literaten erinnern, dass Sie hier so gerne anführen. Und genau so denken Sie auch über Einwanderer. Also, warum beklagen Sie sich? Warum sollen die mehr Respekt vor Ihnen haben, den Sie auch nicht aufbringen?
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von dali dali ist gerade online | 3.1.2008 18:03 Uhr
Nicht so schnell @ karasaleh
als wir vor hundert Jahren als Studies in Kreuzberg wohnten, war immer Kontakt zu türkischen Nachbarn vorhanden,
dabei lernte ich z.B., wie wunderbar Lammkopf, mundgerecht zubereitet , schmecken kann.
Auch wurden, selbst bei den damals noch recht frisch angekommenen Türken vorhanden Sprachrudimenten, Gespräche, auch über Politik und "Frauen", geführt.
Väter versuchten, dass ihre Kinder einen möglichst gute Ausbildung erhielten, ließen ihnen, SOGAR MÄDCHEN!!!, von uns Nachhilfeunterricht erteilen.

Jetzt kam einer der Fehler des Senats:

Er ließ es mit seiner Wohnungspolitik zu, dass Ghettos entstanden.
Was aber folgte, ist auch den Immigranten anzulasten.
Bei vielen Familien wurde es nicht mehr nötig, eine Ausbildung zu haben, er konnte ja immer im Gemüseladen des Onkels...
Irgendwann gab es genügend Gemüseläden und durch die entstandene Parallelgesellschaft war es (insbesondere für Frauen und Mädchen)nicht mehr nötig, Integration zu suchen.

wird fortgesetzt...
Comment
von hdgerdes hdgerdes ist gerade offline | 3.1.2008 18:37 Uhr
Koch und lautere Absichten -
- das passt einfach nicht zusammen.
Der Mann ist abgezockt bis zum geht-nicht-mehr und Auskunft über seine Moralbegriffe findet man, wenn man sich u. a. des hessischen Spendensumpfs erinnert.
Da Koch & Co. doch so gern von "Erziehungslagern", "schärferen Strafen" etc. reden, zeigt, dass sie in der Schule das verstanden haben: Pferde sind von hinten aufzuzäumen.
Und leider war das Bildungssystem der Bundesrepublik auch nicht in der Lage, ihnen beizubringen, dass man die Ursachen bekämpft und nicht die Symptome.
Was man ihnen an ihren Schulen und in ihrem Elternhaus aber durchaus erfolgreich beigebracht hat, ist, dass z. B. Skrupel zu den Sünden zu zählen sind, die man besser nicht begehen sollte, wenn man es in Deutschland zu etwas bringen möchte.
Sie haben es ganz weit gebracht.
Und sie greifen niemanden körperlich an.
Her mit der Knete!!! Für die Bildung!!! Nicht für Knäste oder Erziehungsanstalten!
Comment
von fritz fritz ist gerade offline | 3.1.2008 19:14 Uhr
@marcw
Lieber Marc, Ihren vorwurfsvollen Appell müssen Sie nicht an mich sondern ausschließlich an den Senat richten, der das Problem durchaus kennt, es aber nicht ernst nimmt, denn es betrifft nicht ihn sondern nur die Bürger. Ich sage nur wie es ist, woraus folgert dass weiter geprügelt werden wird, weil der Senat wieder nicht handeln wird. Frau von der Aue wird das aussitzen, bis das Thema wieder aus den Medien verschwindet.
Comment
von fritz fritz ist gerade offline | 3.1.2008 19:29 Uhr
@karasaleh
Ihr Post an MarcW, mit dem Sie wieder Schuldzuweisungen an die Deutschen oder die deutsche Gesellschaft machen, um Ausländerkriminalität zu entschuldigen, passt gar nicht. KEIN EINZIGER LESERKOMMENTAR zu diesem Artikel, wie auch der Artikel selbst, beschäftigt sich direkt oder indirekt mit Ausländern, alle kommentieren nur das Thema „Serientäter“.
Comment
von marcw marcw ist gerade offline | 3.1.2008 21:10 Uhr
@ fritz
Das war auch nicht als Vorwurf an Sie gerichtet, mir war Ihr Anliegen schon klar. Den Vorwurf mache ich dem Senat, Sie waren nur gerade mein "Ansprechpartner".
Comment
von jungle jungle ist gerade offline | 3.1.2008 21:15 Uhr
@karasaleh
Ich würde mich da schon ganz gerne zur mißlungenen Integrationspolitik äußern, da, so sehen Sie das ja auch, hier ebenfalls eine Ursache für vorhanden Gewaltbereitschaft zu finden ist. Richtig: Integration ist keine Einbahnstraße. Dies gilt aber insbesondere auch für Einwanderer. Wie soll ich bitte schön Respekt haben können vor Menschen, die es nicht für nötig halten, die Sprache des neuen Landes zu lernen, und die den eigenen Kindern den Sinn von Schulbildung nicht vermitteln wollen. Auch kann ich häusliche Gewalt, Zwangsehen, Ehrenmorde, Inzest und verkrustete patriarchalische Strukturen nicht tolerieren, die unser Wertesystem unterwandern. Es gibt viele Einwanderer, die integrationsbereit sind und an unserer Gesellschaft partizipieren. Diese kommen von überall her, nur zu selten aus dem türk.-arab. Raum. Respekt, das ist es was wir fordern dürfen, lieber Karasaleh.
Comment
von dali dali ist gerade online | 3.1.2008 22:14 Uhr
Kinder, Kinder, ihr bringt mich immer wider dazu Dinge zu verteidigen, die so eigentlich nicht zu verteidigen sind (@jungle)
"häusliche Gewalt", mir ist nicht bekannt, dass die in deutschen Familien erheblich geringer ist (allerdings ist da die Dunkelziffer niedriger).
"Zwangsehen" und "verkrustete patriarchalische Strukturen" ich wünsche keinem von euch dass euer Sohn/Töchterchen, sich fürchterlich in alten (auch Geld-) Adelsspross, oder auch die Tochter eines Holsteiner Großbauern verknallt. Was da dann unternommen wird, um die auseinander zu bringen, ist schon reif für Frau Pilcher (allerdings ohne Happy End
und "Ehrenmord" heißt bei uns "Familiendrama aus Eifersucht", kommt mindestens 2X wöchentlich vor.
Sicher gibt es erhebliche Fehlleistungen bei den Immigranten,
die Frage ist nur, was war zuerst da, das Ei oder die Henne.
Fest steht,
was heute ist, ist Chaos und alle haben keine vernünftige Idee, keinen Plan dies zu verändern,
nur gegenseitige Schuldzuweisungen...
Comment
von unbekannt | 4.1.2008 12:08 Uhr
@jungle
Mich würde interessieren, wie Sie den Einwanderern auf der Straße, in Ihrem Kiez, ansehen, dass diese nicht die deutsche Sprache lernen wollen, Gewalt in der Ehe praktizieren, von Schule nichts halten. Sie reden doch mit denen überhaupt nicht, weil Sie so voller Vorurteile sind, sich als gebildeter Gutmensch fühlen. Die Leistungen mancher Einwanderer ist enorm: War der Opa noch anatolischer Landmann, ist der Enkel bereits Rechtsanwalt in Deutschland. Schaffen Sie das?
Comment
von hdgerdes hdgerdes ist gerade offline | 4.1.2008 13:29 Uhr
Hier ...
läuft einiges aus dem Ruder.
Ich habe nicht den Eindruck, dass 'karasaleh' die 'Ausländer' an sich verteidigt, sondern durchaus differenziert urteilt, sich auch den Hintergründen widmet.
'jungles' Kommentar finde ich zwar in Teilen überarbeitungswürdig, reduziere ihn aber auf den letzten Satz: "Respekt, das ist das, was wir fordern dürfen".
Damit hat er Recht.
Aber das gilt gerade auch umgekehrt.
Verallgemeinerungen fallen zwar leicht, helfen aber nicht weiter.
Da es recht viele Menschen gibt, deren Bildungsniveau und Gewaltpotential erschreckend ist, wäre mein Plan: Deutlich mehr Geld für eine kostenlose Bildung! Und einen sehr, sehr hohen Zwang, diese Bildungsangebote (frühestmöglich [Krippen, Kindergärten]) wahrzunehmen.
Und - Sorry - Deutsch als Pflicht-/Umgangssprache.
Das wäre eine gewisse "Bildungsversicherung" - wenn auch keine "Anti-Gewalt-Versicherung".
BTW: Dass 'dali' seinen Kommentar mit "Kinder, Kinder ..." (ff.) beginnt, das finde ich auch - respektlos.
Comment
von jungle jungle ist gerade offline | 5.1.2008 1:54 Uhr
@hdgerdes, karasaleh
Ich glaube kaum, dass die Kosten für den Schulaufenthalt Grund sind für die hohe Abbrecherquote junger Menschen mit MH, wovon im Wesentlichen türk.+ arab. Schüler betroffen sind. Hier sollte man durchaus differenzieren.

Lieber karasaleh, Sie tun das, was Sie anderen vorhalten: Sie machen Unterstellungen, ohne irgendetwas über mich zu wissen. Ich bin mit einigen Migranten befreundet, die hier studiert haben und sehr gut deutsch sprechen. Ich glaube, die sehen diese Dinge auch etwas anders als Sie. Was mich an Ihnen stört ist, dass bei Ihnen Opfer zu Tätern, Täter zu Opfern werden. Was nicht heißt, dass unsere Sozialpolitik nicht auch irgendwo ihren Teil zum Dilemma beiträgt.
Comment
von theiny theiny ist gerade offline | 5.1.2008 16:51 Uhr
@deutschland
ich weiß garnicht wie man über so ein thema groß diskutieren kann
wollt ihr mir allen ernstes erzählen das man kriminellen jugendlichen - ob nun deutsche staatsbürgerschaft oder türkische oder weiß ich welche - die eine strafakte haben die so dick ist wie die bibel noch eine chance geben sollte??!! die ausländer sofort ausweisen ohne wenn und aber und den einheimischen sofort eine saftige strafe aufbrummen. ich weiß nicht ob wir in deutschland so wenige probleme haben das wir uns um diese sachen kümmern.
was ist mit dem alten mann der von zwei ausländern vorm u-bahnsteig verprügelt wurde? sollten die beide noch ne chance bekommen? also bitte...
dies ist kein rechtsorientierter kommentar aber ich könnte einfach kotzen wie lasch unsere gesetze sind.
armes deutschland echt!!

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