[Kommentare: 22]

Tiergarten

Proteste nach Mahnmal-Anschlag

Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit hat den Anschlag auf das Berliner Mahnmal für die in der Zeit des Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen scharf verurteilt. In dem Fall hat inzwischen der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.
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Proteste vor dem beschädigten Mahnmal. - Foto: ddp
Berlin -  Auf einer Protestkundgebung an dem geschändeten Denkmal im Stadtteil Tiergarten sagte Wowereit am Montag, es gebe auch in Berlin noch viel für die Akzeptanz von Homosexuellen und anderen Minderheiten zu tun. Dafür müsse sich jeder in der Gesellschaft einsetzen. Die Menschen müssten wachsamer werden und einschreiten, wenn sie Zeugen derartiger Straftaten werden, forderte der SPD-Politiker. Zu der Veranstaltung waren nach Angaben eines Polizeisprechers rund 250 Menschen gekommen.

Weitere Redner forderten die Bundesregierung auf, sich mehr für die Rechte von Homosexuellen einzusetzen. Auf einem Plakat des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) war zu lesen: "Respekt immer - Hass nimmer". Verbandssprecher Günter Dworek sagte, der Anschlag mache deutlich, dass sich Gesellschaft und Politik stärker mit Homosexuellenfeindlichkeit auseinandersetzen müssen. Aus der Tat spreche "blanker Hass". Wer einen Gedenkort für gefolterte und ermordete Menschen angreife, wolle sie nochmals symbolisch auslöschen. Das sei "zutiefst menschenverachtend" und wie jede Attacke auf einen Gedenkort für NS-Opfer "einfach nur widerlich".

Das im Mai eingeweihte Mahnmal war am Wochenende von Unbekannten schwer beschädigt worden. Das Sichtfenster, hinter dem ein Video in Endlosschleife zwei sich küssende Männer zeigt, wurde zertrümmert. Außerdem wurde ein Bauzaun umgeworfen. Ein politischer Hintergrund wird nicht ausgeschlossen, deshalb ermittelt jetzt der polizeiliche Staatsschutz. (rope/ddp)
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Kommentare [ 22 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von hades hades ist gerade offline | 18.8.2008 20:29 Uhr
Ach Wowi - wie jede Attacke auf einen Gedenkort
Ja, aber kümmere Dich doch bitte lieber mal, wenn da draussen nächtens Attacken auf Menschen laufen, als mit Sprechblasen zerbrochene Scheiben zu bedenken zu geben.
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von schmitz schmitz ist gerade offline | 18.8.2008 21:13 Uhr
10.08.08 Attacken im Tiergarten
Das Mahnmal ist das eine, die Verletzten (und Schwerverletzten, einer liegt/lag wohl halb tot geprügelt auf Intensiv im Koma) von der Tiergarten-Attacke des 10.08. werden nirgendwo mit auch nur einem Wort erwähnt. Be Berlin?
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von ronaldbrb ronaldbrb ist gerade offline | 19.8.2008 18:06 Uhr
Be Demokrat
Das lässt sich halt nicht politisch vermarkten.
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von talkingkraut.peterson talkingkraut.peterson ist gerade offline | 19.8.2008 1:24 Uhr
Vielleicht zu provokant
Man muss hier denke ich Rücksicht auf andere Kulturen nehmen, in denen Homosexualität als nicht schicklich gilt. Ich glaube nicht, dass das Denkmal an sich ein Problem ist oder dass irgendjemand daran Anstoß nimmt, dass man derjenigen mit einem Denkmal gedenkt, die unter den Nazis aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt wurden, nur denke ich, dass ein Endlosvideo mit küssenden Männern in den Augen mancher Leute eine Provokation darstellt, die man des lieben Friedens willen unterlassen sollte. Hoffentlich ist Wowereit so klug, das bei der Restauration des Denkmals zu berücksichtigen.
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von gralsritter gralsritter ist gerade offline | 19.8.2008 3:19 Uhr
Vielleicht einfach genauso unterbelichtet?
Das kann ja wohl nicht Ihr Ernst sein! Es ist wie die Forderung, keinen Schweineschinken zu verkaufen, weil es "andere Kulturen" provoziert.
Sie haben NICHTS von dem verstanden, was dieses Mahnmal will!
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von kaetzletrauma kaetzletrauma ist gerade offline | 19.8.2008 4:38 Uhr
Andere Kulturen
Wenn dieses nur beim näheren Hinsehen erkennbare kleine Video schon zuviel für "andere Kulturen" ist... was kann man denn dann machen? Am Besten diese "anderen Kulturen" auf der Straße und in der U-Bahn auch mit dieser anderen Kultur konfrontieren, und beim Mahmnal sowieso. Knutschen. Am Besten auch in Teheran oder Kairo, aber dass die Menschen dort vorsichtiger sein müssen, verstehe ich ja auch noch. Aber in Berlin? Hello? Hallo? Hm?
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von lars3110 lars3110 ist gerade offline | 19.8.2008 16:08 Uhr
...vielleicht zu rücksichtsvoll?
Das Mahnmal steht ein Stück von der Straße weg, sehr unauffällig.
Die Sequenz mit den küssenden Männern kann man erst sehen, wenn man direkt davor steht und absichtlich reinschaut.
Das ist nicht provokant, das ist versteckt!!!
Und wenn man jede diskriminierende Handlung egal ob gegen Schwule oder Frauen immer mit der Kultur in Verbindung bringt, dann frage ich mich, warum wir das Thema Integration so hoch hängen.
Wir sind zu rücksichtsvoll gegenüber Tätern, die UNSERE Kultur der Toleranz mit Füßen treten.
Bestes Beispiel: Heute abend darf wieder Beenie Man in der Kulturbrauerei auftreten, trotz widerholter homophober verbaler Attacken. Anstatt ihm Auftrittsverbot zu geben, darf er wieder einmal beweisen, wie schön Schwulenhetze sein kann und anschließend werden dann Schwule geklatscht. *sarkasmusmodusaus*
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von karl_bold karl_bold ist gerade offline | 19.8.2008 7:45 Uhr
Beleidigung
Fühlte sich nicht 2007 Ralph Giordano durch den Anblick von menschlichen Pingiunen beleidigt? Gesellschaftliche Konventionen sind immer im Wandel begriffen. Mal ist Hexenverbrennung "en vogue" und der Pranger gilt als zweckmäßig, mal steckt man Juden, Schwule in Sinti und Roma in die Gaskammer. Und ein andern mal gelten andere Übereinkünfte. Wer sich über dieses Video ärgern wollte, musste zunächst enstprechende Hetzschriften lesen und anschließend gezielt ins Hinterstübchen des Tiergartens gehen. Wie es geistig um die Attentäter und manche Leser steht, hat sich schnell geklärt.
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von ganymed ganymed ist gerade offline | 19.8.2008 8:03 Uhr
Rücksicht auf andere Kulturen
im eigenen Land? Das wird anstrengend. Wenn man in den entsprechenden Ländern Urlaub macht, sollte man Rücksicht nehmen. Das ist ja auch nicht selbstverständlich, wie man immer wieder sieht. Aber im eigenen Land, das fehlt wirklich noch.Wir haben ja nun auch lange gebraucht, diesen Paragrafen 175 abzuschaffen. Äusserlich wurde er abgeschafft als ich Kind war und innerlich...bis heute nicht ganz. Da können wir wirklich niemanden gebrauchen, der uns wieder zurückwirft. Kultur, was ist Kultur? Intoleranz? Begehen sie ein Verbrechen?Die Schwulen? Dürfen Heteropärchen sich küssen öffentlich? Dann vernichten wir doch mal alle Illustrierten mit Damen vorne drauf. Die widersprechen auch so mancher Kultur. Wer kümmert sich darum?Hätte der Papst sich aufgeregt über das Mahnmal, wären wieder alle über ihn hergefallen.Wenn andere Kulturen sich aufregen,falls die es überhaupt waren, wird zur Rücksicht gemahnt.
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von hades hades ist gerade offline | 19.8.2008 8:09 Uhr
Hallo Leutz
Noch ist nicht klar, wer das war und ich vermute auch, das wird so bleiben - also dieses rumreiten auf der "anderen Kultur" könnt ihr Euch zumindest an dieser Stelle schenken bitte, überflüssig, weil dann doch etwas sehr einseitig. Ich tipp da mal auf Glatzen.
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von kvwupp kvwupp ist gerade offline | 19.8.2008 8:49 Uhr
@talkingkraut.petersen
Ich weiß wirklich nicht, warum man hier auf die anderen Kulturen Rücksicht nehmen sollte, die Sie offensichtlich meinen, nehmen die Leute, die Sie meinen denn Rücksicht darauf, dass sie in der BRD leben?
Rücksichtnahme ist keine Einbahnstraße, sondern beruht auf Gegenseitigkeit und es ist nicht einzusehen warum wir uns an Kulturen anpassen müssten oder sollten, die nicht in der Lage sind mit bestimmten Grundwerten umzugehen.
Im übrigen: um das Video zu sehen, muß man schon zu dem Denkmal hingehen und wer so drauf ist, dass er ein Denkmal für ermordete und verfolgte Homosexuelle nicht erträgt, sondern glaubt es zerstören zu müssen, der macht wahrscheinlich auch vor Menschen nicht unbedingt halt.
Es ist übrigens gleichgültig ob es Skins waren oder Mitglieder einer bestimmten Gruppe von Migranten: die Motive unterscheiden sich nicht wesentlich: Es ist Hass, auf alles was in deren Augen anders ist.
Ceterum censeo: Für diese Leute darf man kein "Verständnis" haben.
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von hades hades ist gerade offline | 19.8.2008 8:50 Uhr
Ich kann es auch begründen
Affektive Taten auf der Strasse sind das eine, aber um eine bruchsichere Scheibe einzuschlagen, braucht man das entsprechende Werkzeug, muss es besorgen, zum Tatort bringen, sprich die Tat vorbereiten = kein Affekt.
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von talkingkraut.peterson talkingkraut.peterson ist gerade offline | 19.8.2008 9:53 Uhr
Nachtrag
Das war natürlich nicht ernst gemeint, sondern sollte dazu anregen, über das rot-rot-grüne Konzept des Multikulturalismus kritisch nachzudenken.
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von unbekannt | 19.8.2008 13:01 Uhr
Ich muss es nochmal betonen
Es gibt bislang keinerlei Erkenntnisse, dass die Beschädigung etwas anderes als Vandalismus ist. Jeder Fahrkartenautomat hat eine bruchsichere Scheibe über den Bedienfeld und auch dort gibt es genügend Beschädigungen. Sollte sich ein schwulenfeindlicher Hintergrund herausstellen, wäre für mich eine Protestdemo angesagt. So ist es erstmal ein Fall hirnlosen Vandalismus', der stadtweit hundertfach täglich vorkommt. Und eine Protestdemo eine unnötige Aufbauschung des Themas um bestimmten Personen eine Plattform zur Selbstdarstellung zu geben.
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von kvwupp kvwupp ist gerade offline | 19.8.2008 15:08 Uhr
@janberlin
Es stimmt natürlich, bis jetzt liegen noch keine Beweise dafür vor und ich schätze, dass der oder die Täter auch nie gefasst werden. Nicht aus Böswilligkeit, sondern weil ich es mir kaum vorstellen kann, wie dort Hinweise auf die Täter gefunden werden können. Nachts sind schließlich alle Katzen grau.
Klar, Vandalismus ist in jeder Form zu verurteilen, aber das Zerstören gerade dieses Denkmals hat dennoch eine andere Qualität. Ich meine es ist ja - in anderen Zusammenhängen - auch kein Zufall und kein reiner, politfreier Vandalismus wenn z.B. Grabsteine auf jüdischen Friedhöfen zerstört werden oder z.B. gezielt Plakate zum CSD zerstört oder besprüht werden, wenn andere Plakate, die direkt daneben hängen, nicht zerstört/besprüht werden. Honi soit, qui mal y pense.
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von baerliner baerliner ist gerade offline | 19.8.2008 15:28 Uhr
Dann muss ich aber betonen
Weder ein Fahrkartenautomat noch eine Bushaltestelle hat einen historischen Bezug zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Völkermord. Das Mahnmal hat diesen Bezug aber nun mal. Oder wollen Sie etwa behaupten, dass Nazi-Schmierereien am gegenüberliegenden Mahmal für die ermordeten Juden Europas auch lediglich Vandalismus sind? Das habe ich hier noch nie gelesen. Aber hier geht es ja "nur" um eine kleine Randgruppe der Gesellschaft. Deren Probleme mit der zunehmenden Diskriminierung in unserer Gesellschaft muss man ja nicht so ernst nehmen.
Die Protestdemo als unnötige Aufbauschung des Themas zu bezeichnen ist einfach nur zynisch. Das Resultat einer solchen Denkweise konnte man gestern sehr gut auf RTL2 begutachten. In deren Sendung "Der Bluff" wurde homophobes sowie frauenverachtendes Gedankengut regelrecht legitmiert. Moralisch bewegt sich dieses Land offenbar zurück in die 50er. Soll man das einfach aktzeptieren?
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von unbekannt | 19.8.2008 16:59 Uhr
@bearliner
Da ich der erwähnten Randgruppe selbst angehöre, darf ich mich wohl ohne des Zynismus bezichtigt zu werden dazu äußern.

Wenn Hakenkreuze auf das Holocaust-Denkmal geschmiert werden, ist das durchaus ein antisemitischer Akt. Wenn irgendein Idiot seinen auch sonst in der Stadt überall zu sehenden "Tag" an die Stelen schmiert, meines Erachtens noch lange nicht. Weil die Schmierer für mich Hirnlose sind, die unterschiedslos und zwanghaft ***alles*** beschmieren, was ihnen unter die Stifte kommt.

Wären schwulenfeidliche Parolen auf das "Homo-Denkmal" geschmiert worden, wäre das ein klar homofeindlicher Akt. So ist es meines Erachtens "nur" eine eingeschlagene Scheibe, solange nicht weitere Erkenntnisse dazu kommen.

Ich glaube nicht, dass eine reflexartige Empörung hilfreich ist - weder beim Holocaust-Mahnmal, noch beim "Homo-Mahnmal".

Sollte aber ein homofeindlicher Bezug hergestellt werden, bin ich gern bei der nächsten Demo dabei.
Comment
von kvwupp kvwupp ist gerade offline | 19.8.2008 19:59 Uhr
@janberlin
Also, nur damit ich das was Sie da so schreiben richtig verstehe: solange kein "Bekennerschreiben" zu finden ist, ist die Zerstörung eines Denkmals für ermordete und verfolgte Homosexuelle keine schwulenfeindlicher Akt? Solange die Stelen des Holocaust-Mahnmals "nur" besprüht werden (ohne Hakenkreuze) hat das keinen antisemitischen Hintergrund?

Wobei ich zwischen besprühen und zerstören noch einen Unterschied mache.
Zerstören ist ein Gewaltakt, reines Besprühen (ohne entsprechende Sprüche) ist zwar eine sinnlose Beschädigung, hat aber eine andere Qualität.

Soweit ich weiß muß man beim Zerstören von Panzerglas eine enorme brachiale Gewalt anwenden und Werkzeug dabeihaben und das Denkmal liegt eher abgelegen, also ich glaube da jedenfalls bis zum Beweis des Gegenteils nicht an Zufall.

Mag sein, dass mein Mißtrauen nicht gerechtfertigt ist, aber auf Beschwichtigungen reagiere ich - aus Erfahrung - ziemlich allergisch.



Comment
von unbekannt | 19.8.2008 17:19 Uhr
@lars3110
Na, bitte! ***Da*** kann "unser Wowi" doch mal tätig werden! Wenn er als Landeschef keine Befugnisse haben sollte, kann er ja über den Bundesrat versuchen, entsprechende Regelungen zu schaffen. Entsprechende Aktivitäten seinerseits sind mir noch nicht bekannt geworden. Sollte es sie ohnehin schon geben, dann muss seine Verwaltung sie nur noch zur Anwendung bringen.
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 19.8.2008 17:25 Uhr
wie...
von einigen foristen bereits erwähnt, weiß zurzeit kein mensch, wer
diese zerstörung angerichtet hat. ich weiß jedoch aus eigener erfahrung,
dass man moslems zur weißglut bringen kann, wenn man das thema
homosexualität anspricht.

mir ist nicht bekannt, ob die niederländer immer noch immigranten
aus islamischen ländern in integrationskursen einen film vorführen,
in dem sie u. a. mit küssenden männern und frauen in bikinihöschen
am strand konfrontiert werden.

die holländer waren der ansicht, dass diese leute solche szenen aushalten
müssen, wenn sie in den niederlanden wohnen wollen.
Comment
von schwuler schwuler ist gerade offline | 19.8.2008 19:06 Uhr
@janberlin
Also, lieber "Artgenosse", bei Ihren Kommentaren muss ich mich doch fragen, ob Sie überhaupt schon mal bei dem Mahnmal waren. Denn nicht zuletzt aufgrund der Hinweistafel und der Tatsache, dass man schon sehr nah an das Sichtfenster herantreten muss, um die sich küssenden Männer überhaupt sehen zu können einerseits und der Tatsache, dass die Projektion durch Panzerglas geschützt wurde andererseits, bleibt wohl kaum ein anderes Motiv als blanker Schwulenhass übrig. Ob die Täter nun Glatzen oder Migranten (letztere können häufig besser deutsch, als sie vorgeben) kann dabei dahingestellt bleiben. Mit den üblichen "Tags" (die es übrigens in der Entstehungsphase des Mahnmals auch schon gab) ist diese Gewalttat wohl kaum zu vergleichen.

Aber es ist ja nichts Neues, dass viele Homosexuelle der älteren Generation, zu der ich selbst gehöre (58), sich ihrer Veranlagung schämen, nie öffentlich ihren Partner küssen und lieber den "anderen" die Emanzipationsarbeit überlassen.
Comment
von hades hades ist gerade offline | 19.8.2008 19:30 Uhr
Ick gehöre zu keiner "Randgruppe", si claro?
Bin voll mitten drin ine Gesellschaft! :) Ein Unwort sondersgleichen... wenn schon Klassi(fies)zierung, dann bitte Minderheit oder was in der Art...

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