[Kommentare: 70]

Reinickendorf

Berliner Polizist niedergestochen

UPDATE Beim Geld holen an einem Bankautomaten in Reinickendorf ist ein Polizeibeamter von einem Unbekannten überfallen und schwer verletzt worden. Der Polizist, der sich zur Tatzeit nicht im Dienst befand, musste notoperiert werden.
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Ein Polizist ist am frühen Sonntagmorgen von einem unbekannten Täter in Reinickendorf niedergestochen und schwer verletzt worden.  Der 47-Jährige war zum Tatzeitpunkt nicht im Dienst, trug keine Uniform und war nicht als Beamter erkennbar.

Der Beamte hatte gegen 4.20 Uhr an einem Geldautomaten in der Residenzstraße Geld abgehoben, als er von dem Täter überfallen wurde. Nach bisherigen Ermittlungen handelt es sich um einen Einzeltäter, den das Opfer später als "Ausländer mit Mütze" beschrieb. Der Mann stach ihn mit einem Messer in den Oberkörper und flüchtete anschließend in unbekannte Richtung. Der Polizist, der bei dem Überfall lebensgefährlich verletzt wurde, alarmierte selbst über den Notruf Hilfe und konnte nach deren Eintreffen zunächst eine erste vage Beschreibung des Täters abgeben.

Das Opfer musste notoperiert werden, das Messer hatte ihn im Bereich des Herzens getroffen.  Der Mann sei noch nicht außer Lebensgefahr, hieß es.

Zur Aufklärung des Falls bittet die Polizei um Mithilfe. Sie fragt, wer Verdächtiges in der Zeit zwischen 4.10 und 4.30 Uhr im Bereich der Residenzstraße beobachtet hat. Hinweise nehmen die 5. Mordkommission des Landeskriminalamts unter der Telefonnummer (030) 4664-91150 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen. (ddp/dpa/Tsp)
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Kommentare [ 70 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von mogberlin mogberlin ist gerade online | 3.1.2010 11:27 Uhr
Gute Besserung
dem Mann!

Mehr ist zu dem Thema bei der derzeitigen Informationslage nicht sinnvollerweise zu sagen. Also bitte erstmal ein Artikel-Update abwarten und die (zu befürchtenden) wilden Spekulationen am besten unausgesprochen lassen, liebe Mitforisten.

mog
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von exfrench exfrench ist gerade offline | 3.1.2010 21:52 Uhr
Genau!
Nicht so wie bei der Berliner Morgenpost. Erst waren es Türken oder Araber, die das Opfer als Täter genannt hat. Einige Stunden später war das dann ein Ausländer mit Mütze. Vielleicht morgen schon ein Mann mit Goldhelm? Ja man muss mitunter regelmäßig Zeitung lesen, um auf dem Laufenden zu beliben. Am Besten im 15 Minuten Takt, dann bekommt man die notwendigen politisch korrekten Änderungen mit.
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von mogberlin mogberlin ist gerade online | 3.1.2010 22:20 Uhr
@exfrench
Tja, eine Informationslage kann unter Umständen einer fortlaufenden ENTWICKLUNG unterworfen sein, auch wenn einem exfrench dies nicht konveniert.

Zum Beispiel könnten im Laufe der Zeit NEUE Informationen hinzukommen oder die Polizei könnte WEITERE Informationen freigeben, die sie zuvor aus ermittlungstaktischen Gründen zurückbehielt.

Da muss sich selbst ein exfrench kontinuierlich informieren um sicherzugehen, auf dem aktuellen Stand zu sein. Ist natürlich viel verlangt, wenn die ersten rudimentären Meldungen die eigenen Vorurteile so hübsch bestätigen, nicht wahr, lieber Nicht-Mehr-Franzose?

Bitte bringen Sie übrigens keine Holländer ins Spiel. Die beschützen uns doch so nett bei Flügen nach Detroit. Aber der Mann mit dem Goldhelm soll ja gar nicht von Rembrandt sein. Eine Kunstdebatte wäre aber wohl (mit Ihnen) fehl am Platze, oder?

mog
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von Kritischer_Staatsbuerger Kritischer_Staatsbuerger ist gerade online | 3.1.2010 22:36 Uhr
Ja nee ... @mogberlin
iss klar.

Seit 10:00 Uhr Morgens bringt rs2 (94,2 Mhz) bis wo ich das letzte mal reingehört habe (ca. gegen 14:00 Uhr) immer die selbe Meldung. Und die lautete nicht auf irgend wen mit Hut.

Schon komisch was die PC für seltsame Blüten treibt.

Dem Poilzisten gute Besserung, wollen hoffen das die Not OP erfolgreich war und er es schaft durch zu kommen.
Comment
von exfrench exfrench ist gerade offline | 3.1.2010 23:24 Uhr
@ mogberlin
Na, sind von der Silvestersause die Augen noch zugeschwollen? Das was Sie mir dort erzählen habe ich doch alles geschrieben. Da bestätge ich Ihre Aussage, dass mn erst einmal auf Artikel-Updates warten möge und mache das auch noch an einem Beispiel in der Morgenpost fest. Ich zeige damit, dass ich erste rudimentäre Meldungen gerne validiere. Was machen Sie? Sie unterstellen mir Vorurteile, bezweifeln mein Informationsinteresse, stellen eine mögliche Kunstdebatte mit mir in Frage und alles ohne das wir uns jemals kennengelernt haben. Entweder sind sie mutig und glauben hellseherische Fähigkeiten zu haben, oder der Alkoholpegel vom Jahreswechsel ist noch nicht ausreichen abgebaut.

Ich denke in einigen Tagen, können Sie wieder auf dem von mir bei Ihnen geschätzten hohen Niveau diskutieren.

Bis dahin: Gute Besserung!
Comment
von mogberlin mogberlin ist gerade online | 4.1.2010 9:01 Uhr
@exfrench
Ach, sollten Sie Ihre Aussagen ERNST gemeint haben? Dies wäre zwar nicht mit dem Niveau in Einklang zu bringen, welches ich meinerseits von Ihnen gewöhnt bin - aber wäre trotzdem erfreulich.

mog
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von andrae andrae ist gerade offline | 3.1.2010 11:50 Uhr
Dieser furchtbare Angriff.....
hätte jeden Bankkunden treffen können. Dem Opfer wünsche ich, das eine vollständige Genesung erfolgt, körperlich wie seelisch. Der/die Täter sollen im Knast für immer schmoren.
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von psylon psylon ist gerade offline | 3.1.2010 17:06 Uhr
@andrae
Da ein Polizist bzw. Beamte immer im Dienst ist, auch wenn sie gerade nicht in der Dienststelle sind, ist es wichtig, dass der Beruf genannt wird.
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von unbekannt | 3.1.2010 11:55 Uhr
Das jemand in Berlin niedergestochen wird
ist doch ein fast alltäglicher Vorgang. Die Entrüster zum dem o.g. Vorgang werden darauf rumreiten, dass es diesmal einen Polizisten getroffen hat. Das makarbere an dem o.g. Vorgang ist doch, dass die Polizei für Sicherheit und Ordnung sorgen soll und nun wieder ein Beamter auf unbestimmte Zeit im Dienst fehlt.

Gute Besserung an alle Niedergestochenen dieser Stadt !
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von waschtel waschtel ist gerade offline | 3.1.2010 12:16 Uhr
Sollten
sie noch leben! Was trauriger Weise nicht so ist, man erinnere an den jungen Mann am Tegler See, der eine Familie verteidigen wollte.
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von Irrsinnige Irrsinnige ist gerade offline | 3.1.2010 13:05 Uhr
auch von mir
gute Besserung.
Kein Mensch hat das Recht einem anderen Menschen Gewalt anzutun.
Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 3.1.2010 14:08 Uhr
Trotzdem müssen solche hinterhältigen, mörderischen Verbrecher ...
mit notfalls brutaler Gewalt eingefangen werden, um diese vor einen Richter stellen zu können, weil sie sich auch jeder Festnahme mit tödlicher Gewalt widersetzen.

Volle Genesung für den fast Getöteten und schnelle Ergreifung des Verbrechers, wünsche ich, damit er seine fast mörderische Gewalttat nicht wiederholen kann. Hoffen wir, dass der lebensbedrohlich Verletzte überhaupt überlebt.

Berggeist
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von mogberlin mogberlin ist gerade online | 3.1.2010 15:17 Uhr
Brutale Festnahme
Wenn den Ermittlungsbehörden der Aufenthaltsort des Verbrechers bekannt werden sollte, dann bin ich sicher, das beauftragte SEK würde es (korrekterweise) bei der Festnahme nicht an Konsequenz fehlen lassen, um jede weitere Gefährung zu minimieren.

"Brutal" ist aber das falsche Wort, denn es impliziert Grausamkeit und eine übertriebene Gewaltanwendung - dies aber steht der Exekutive in einem Rechtsstaat auch in einem solchen Fall nicht zu.

mog
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von berggeist berggeist ist gerade offline | 3.1.2010 17:29 Uhr
Jegliche verletzende körperliche Gewalt ist auch brutal!
Es ist deshalb nicht mehr als Wortklauberei, auf die Gerichte sicher Wert legen. Wenn der Brutalität und Grausamkeit eines Verbrechers nicht zumindest die brutale, jeden Widerstand brechende Gewalt entgegengesetzt werden kann, sofern das unumgänglich ist, dann kann man ihn nicht festnehmen. Brutalität kann, muss aber nicht grausam sein. Auf Brutus (Marcus Iunius Brutus Caepio) einen der Mörder von Caesar bezogen allerdings wäre "brutal" mit hinterhältig, verschlagen, grausam und mörderisch zu erklären. Das nennt man dann eben bis hin zum finalen Schuss Konsequenz, die leider bei solchen Einsätzen vereinzelt ebenfalls überzogen wird oder gar auch schon am falschen Ort zum Einsatz kam. Trifft´s tatsächlich die Richtigen ist ein konsequentes Vorgehen absolut richtig. Doch davon kann beispielsweise in Schönfließ keine Rede sein. Bei der Verkettung unglücklicher Umstände und Zufälle werden leider eben auch gravierende Fehler gemacht.

Dennoch, ich persönlich habe keinerlei Mitleid mit Gewaltverbrechern.

Der Boxsport ist ein durchaus brutaler Sport, trotzdem wird keiner der Kämpfer auf die Idee kommen, ihn als grausam zu bezeichnen, das bleibt dann doch eher den sensibleren unter den Beobachtern vorbehalten. Eine Sache wird nicht dadurch weniger brutal, weil sich die Gegner freiwillig zum Kampf stellen. Man schaue sich diese Gegner einfach nach den Kämpfen an.

Brutalität bedarf jedoch nicht unbedingt der körperlichen Gewaltanwendung. Wer wie jene junge Frau, deren Fall durch die Medien ging, unschuldig wegen Mordes mehrjährig eingesperrt wurde, ist durchaus einer schlimmen Brutalität und Grausamkeit zum Opfer gefallen.

Stumpfsinnige Gewalttäter fordern Gewalt heraus, wenn sie nicht überlistet werden können. Stumpfsinnigkeit wiederum gibt es überall, nicht nur unter Gewalttätern.

Berggeist
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von masefa masefa ist gerade offline | 3.1.2010 13:33 Uhr
Unser Wertesystem
Hieran ist doch am beunruhigsten, dass Menschen in unserer Stadt leben, die Dich lieber tot sehen, bevor sie mit Dir reden.

Das, was am Tegler See geschehen ist, gehört ebenso dazu, wie die Messerklinge nah am Herzen eines Polizisten - für was? 30, 40 Euro? Dominik Brunner musste das sogar wegen 15 Euro erleben, also welchen Stellenwert hat ein Menschenleben eigentlich noch in unserem heutigen Wertesystem? In jedem Fall ist es zweigeteilt-
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von betrachter betrachter ist gerade offline | 3.1.2010 14:08 Uhr
Den aktuellen Radio-Nachrichten zufolge
schwebt der Polizist nach wie vor in Lebensgefahr.

Ich wünsche ihm und auch seinen Angehörigen alles erdenklich Gute. Und vor allem, dass er überlebt.


Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 3.1.2010 18:11 Uhr
Schlimm, ...
er hat sicher Angehörige, eine Familie, Freunde, die um ihn bangen. Deshalb wünsche ich ihm, dass er überleben und wieder richtg gesund werden möge. Was ihn getroffen hat, kann morgen jeden treffen auch mich, uns. Solidarisches Verhalten ist deshalb notwendig. Der Fall ist für den Schwerverletzten selbst und alle, die ihn lieben furchtbar.

Berggeist
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von nodice nodice ist gerade offline | 3.1.2010 15:26 Uhr
Polizist...
Interesant das immer auf dem Beruf herrumgeritten wird. Der Herr war nicht mal im Dienst. Das er Beamter scheint ja für manche sehr wichtig zu sein, genau in dem Maße wie bei anderen Opfern darauf verzichtet wird sie nach ihrem Berufstand zu benennen, und das ausschließlich.

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von psylon psylon ist gerade offline | 3.1.2010 17:01 Uhr
@nodice
Ein Beamter ist immer im Dienst, auch wenn er am Wochenende mit seiner Familie Auto fährt. Sie sollten sich mal mit dem Dienstrecht auseinandersetzen.
Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 3.1.2010 18:21 Uhr
Wenn der Betroffene
Polizist ist, dann kann das auch jede Zeitung so formulieren, sofern es die Ergreifung des Täters nicht behindert, verzögert, erschwert oder gar unmöglich macht. Wichtig ist letztlich nur, dass der Verbrecher gegriffen und ausreichend hart bestraft wird.

Berggeist
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von rechtsstaat rechtsstaat ist gerade offline | 3.1.2010 15:26 Uhr
Mann niedergestochen
müsste es richtigerweise heissen, denn:

"Der 47-Jährige war zum Tatzeitpunkt nicht im Dienst, trug keine Uniform und war nicht als Beamter erkennbar."

Der Tagesspiegel täte gut daran sich nicht von offiziellen Pressemitteilungen der Polizie und/oder sonstiger so genannter Sicherheitsbehörden fehlleiten zu lassen.
Andernfalls gibt die Handwerkskammer in den nächsten Tagen eine ähnliche Meldung heraus:
"KFZ-Mechaniker niedergestochen. Das Opfer trug zur Tatzeit keinen Blaumann und war nicht als KFZ-Mechaniker erkennbar."

Hier ist schlicht und einfach ein Mensch schwer verletzt worden - Punkt!
Eine Berufsangabe ist entbehrlich, sie hilft nicht im geringsten weiter die Gewalt einzudämmen die scheinbar um sich greift. Dieser kommen wir sicher auch nicht mit schärferen Gesetzen und/oder drakonischen Strafen bei.
Hier gerät eine Gesellschaft aus den Fugen, in der Menschen ohne Perspektive von HARTZ IV leben, ausgestossen, während Manager Millionen dafür bekommen ein Unternehmen in die Pleite geführt zu haben, Politiker und andere honorige Bürger sich selbst bedienen dürfen.
Es gibt noch ungezälte andere Beispiele, selbst Heiner Geisler glaubt nich mehr an den Kapitalismus in der aktuellen Version!

Dem Verletzten wünsche ich gute Besserung und hoffe er übersteht die Verletzung ohne schlimmere Folgen und ist möglichst schnell wieder gesund so gut es geht.
Comment
von berggeist berggeist ist gerade offline | 3.1.2010 17:54 Uhr
Für Verbrecher, ...
die einen Menschen niederstechen, um das eben frisch vom Automaten geholte Geld zu erbeuten, gibt es keine Entschuldigung und jeder Bezug auf Hartz IV-Empfänger, Arme, Schwache und Ausgegrenzte ist eine Beleidigung und Verunglimpfung dieses benachteiligten Personekreises in Deutschland. Wo kommen wir hier eigentlich hin? Wer ohne Arbeit ist, Hartz IV bezieht oder arm ist, hat einen Grund andere auszurauben ? Ich kann mich nur noch wundern. Wer gegen offensichtliche Unrechtszustände in Deutschland etwas unternhemn will, der soll sich gefälligst jeden Montag versammeln, und eine angezündete Kerze bei sich tragen, um gemeinsam mit Millionen Ausgegrenzten völlig gewaltfrei gegen das himmelschreiende Unrecht zu demonstrieren. Für Raub und Mord aber kann es nur härteste Strafen geben. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen vollendeten Raub und einen versuchten Mord. Das sprengt jede Toleranzgrenze! Dabei ist es völlig egal, wer der Überfallene ist.

Berggeist
Comment
von welu welu ist gerade offline | 3.1.2010 15:48 Uhr
schlimm
man geht Geld holen und wird niedergestochen.

Gute Besserung für den Mann...Hoffentlich schafft er es!
Comment
von unbekannt | 3.1.2010 15:59 Uhr
Hört, hört : "Ausländer mit Mütze"
Woher weis das Opfer, dass es ein Ausländer war? Hat der Täter ihm sein Paß gezeigt? Oder woher kann der gut geschulte und korrekt formulierende Beamter ausschließen, dass der Täter keinen deutschen Paß hat ?
Oder handelt es sich um billige Meinungsmache gegen "Ausländer"?
Comment
von jandark jandark ist gerade offline | 3.1.2010 16:16 Uhr
Für was ist der Beruf des Opfers wichtig?
Warum veröffentlicht der Tagesspiegel in der Überschrift den Beruf und sagt dann im Text, dass der Beruf beim Überfall nicht erkennbar war?

Steht dann das nächste Mal: Berliner Fliesenleger beim Geldabholen erstochen? Da hat es wohl jemand mit der Effekthascherie zu weit getrieben. Heisse Luft.
Comment
von psylon psylon ist gerade offline | 3.1.2010 17:07 Uhr
@jandark
Beamte haben ein Dienstverhältnis und sind somit auch in den Freizeitphasen im Dienst. Ein Polizist in der Freizeitphase hat ebenfalls die Pflicht seinen Beruf auszuüben, wenn es nötig ist.
Comment
von loucass loucass ist gerade offline | 3.1.2010 17:23 Uhr
@jandark
Sehen Sie mal für slider war die Nennung des Berufs des Opfers doch eine wunderbare Gelegenheit auf die mangelnde Sensibilität hinsichtlich Political Correctness hinzuweisen, immerhin war der lebensgefährlich verletzte Polizeifahrlehrer - offensichtlich slider persönlich bekannt - ein "gut geschulter und korrekt formulierender Beamter".

Das muss doch ganz in ihrem Sinne sein.
Comment
von jandark jandark ist gerade offline | 3.1.2010 19:00 Uhr
Irreführung
In der Polizeimeldung heisst es in der Überschrift

Mann vor Bankfiliale niedergestochen
http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/151073/index.html

Die Presse heuchelt dagegen so, als wenn der Täter absichtlich einen Polizisten erstochen hätte. Korrekt berichtet hätte es heissen müssen, dass ein Mann (nachts um halb fünf!) vor der Sprakassenfiliale in Reinickendorf erstochen und beraubt wurde. Dass es sich bei dem Zivilisten um einen Polizisten handelte, war nicht erkennbar. Wenn ein Mann nachts um 1/2 5 erstochen wird, ist es völlig belanglos, ob das Opfer Prostituierter, Fliesenleger oder Polizist ist, wenn man ihm den Beruf nicht ansehen kann.

Die Berichterstattung ist insbesondere bei der vorliegenden Polizeimeldung unseriös und effekthaschend.
Comment
von mogberlin mogberlin ist gerade online | 3.1.2010 16:48 Uhr
@slider
Stimmt, das Opfer hätte ich wirklich etwas genauer ausdrücken können. Ein Messerstich in Herznähe und kollabierte Lungenfunktion (Morgenpost) dürfen kein Grund für politisch unkorrekte Formulierungen sein.

Ist das Ihr Ernst?

mog
Comment
von robie1986 robie1986 ist gerade offline | 3.1.2010 16:56 Uhr
...
Es ging dem Opfer darum, möglichst einen Hinweis auf die Täter zu geben, weil man oft Täter kurz nach der Tag festnehmen kann und umso länger es dauert umso geringer ist die Chance.

Es ist nun natürlich verwerflich, dass er niedergestochen in Lebensgefahr schwebend nicht mehr die Zeit hatte politisch Korrekt zu sagen, dass es sich um arabisch aussehende Jugendliche handelt oder Jugendliche mit Interegrationshintergrund handelt. Ich hoffe Sie können dem Mann nochmal verzeihen, dass er bei seine Beschreibung nicht erst genau über Formulierungen nachgedacht hat. Die Zeit hätte er sich mit einer Stichverletzung direkt am Herzen ruhig nehmen sollen, damit sich niemand auf den Schlips getreten fühlt. Vielleicht waren das ja auch keine Jugendlichen mehr, sondern schon junge Erwachsene oder vom Alter her noch ein Kind dabei. Das hätte er gleich mit einschränken sollen und ich finde auch nicht gut das er das "innen" vergessen hat. Ich hoffe das können Sie ihm noch verziehen. Aber stimmt eigentlich ist das wirklich untragbar, man sollte das Opfer entlassen. Wer in so einer Sitation nicht richtig fomuliert, zwar so das jeder versteht was er meint aber halt nicht politisch Korrekt, der sollte nicht Polizist sein. Vielleicht anklagen wegen Beleidigung und Volksverhetzung?

Comment
von garda garda ist gerade offline | 3.1.2010 19:00 Uhr
Bravo
Perfekt formuliert. Genau so ist es.
Comment
von psylon psylon ist gerade offline | 3.1.2010 16:58 Uhr
Gute Besserung
Wo ist aber Wowereit oder zumindestens der Innensenator? Man könnte erwarten, dass er sich persönlich bei seinem Bediensteten meldet und Genesungswünsche überbringt.
Die Sicherheitslage in dieser Stadt wird immer schlimmer.
Comment
von loucass loucass ist gerade offline | 3.1.2010 17:00 Uhr
@slider
Der Mann muss notoperiert werden, schwebt in Lebensgefahr und denkt dabei doch tatsächlich nicht an die Political Correctness!

Dieser gut geschulte Polizeifahrlehrer hätte doch nun wirklich sagen können: "Täter_in (vielleicht war er/er/es ja auch Transgender oder eine Butch-Lesbe!) war mutmaßlich Migrant_in oder Deutscher_in mit Zuwanderungsgeschichte"!
Comment
von oodonnay oodonnay ist gerade offline | 3.1.2010 17:04 Uhr
@ slider
Nicht aufregen Slider! Sie wissen genau, wie fast alle Berliner mit einem gewissen Realitätssinn, auf welchen Täterkreis es mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit hinauslaufen wird. Ihr Pfeiffen im Wald ist aber dennoch bezeichnend...
Comment
von KHK KHK ist gerade offline | 3.1.2010 17:06 Uhr
@slider


Zitat von slider

Woher weis das Opfer, dass es ein Ausländer war?


Sehen Sie es dem Verletzten nach, dass er sich in der Todesgefahr semantisch möglicherweise nicht korrekt ausgedrückt hat.

Ansonsten:
Der Beruf ist wurscht, wenn er nicht in seiner Funktion als Polizist angegriffen wurde. Ist auf der offiziellen Polizeiseite auch nicht in der Überschrift erwähnt.
Alles Gute Kollege.
Comment
von wolfgang47 wolfgang47 ist gerade offline | 3.1.2010 17:06 Uhr
@ rechtsstaat und sliderf
Daß der Mann als Polizist und Beamter angegeben wurde ist dadurch gerechtfertigt, daß dieser Berufststand 24/7 auf Abruf im Dienst ist.KFZ Mechaniker sind meistens nach Feierabend nicht mehr auf Abruf bereit, das ist der feine Unterschied.

Und daß ein Polizist einen nicht-deutschen Dialekt erkennt, dürfte wohl auch nicht gerade soooo besonders sein, auch ich schaffe das wenn ich meine Ohren offen lasse. Also keine "billige Meinungsmache gegen Ausländer".

Für alles Andere wisen wir noch zu wenig, also keine weiteren wilden oder gar hämischen Kommentare, bitte!

Dem Opfer wünsche ich eine baldigste und komplette Genesung, sowie daß der oder die Täter gefaßt werden (hilft der Reha!).

MfG Wolfgang47
Comment
von psylon psylon ist gerade offline | 3.1.2010 17:12 Uhr
@slider
Man kann erwarten, dass deutsche Staatsbürger ein verständliches Deutsch sprechen. Vermutlich konnte der Polizist den Täter nicht verstehen. Da der Täter keinen Dolmetscher dabei hatte, kann man durchaus assoziieren, dass es sich um einen Ausländer (so wie im ersten Presseartikel -Türke oder Araber) handelt.
Comment
von NeuberlinerOS NeuberlinerOS ist gerade offline | 3.1.2010 17:20 Uhr
Stimmt, was fällt ihm ein,
dass er halb bewusstlos noch beschreibt, dass es sich um arabisch oder türkisch aussehender Männer handelte! Was fällt ihm bloß ein, das ist ja diskriminierend! Das hat er bestimmt gemacht um kurz vorm Ableben noch ein bißchen "billige Meinungsmache gegen Ausländer" zu betreiben.

Ironie off

Da das ja anscheinend das erste war, was dir an der ganzen Sache aufgellen war (die Tatsache, dass der arme Kerl für ein paar Euro vorm Geldautomaten abgestochen wurde, scheint dir ja nicht weiter aufgefallen zu sein) tust du mir echt sehr leid... Alles Gute für dich, slider!

Neuberliner
Comment
von kons kons ist gerade offline | 3.1.2010 17:26 Uhr
Ausländer mit Mütze
Sehr geehrter slider,

in den ersten Meldungen hieß es, dass der Mann den Täter als Türken oder Araber beschrieben hat und dass dieser ihn nach Geld gefragt hat. Vielleicht kann man am Akzent, zusammen mit dem Aussehen, mutmaßen, dass der Mann keine deutsche Abstammung hat. Ob der einen deutschen Pass hat oder nicht ist doch vollkommen egal bei der Beschreibung! Auf jeden Fall wird jetzt weder nach einem Blonden noch nach einem Schwarzen oer nach einer Frau gefahndet, und darum gehts bei einer Täterbeschreibung!
Was diese Reflexe manchmal für Früchte tragen...
Comment
von lupo lupo ist gerade offline | 3.1.2010 17:34 Uhr
Also,
da geht ein Mann (Polizeibeamter, Fahrschullehrer) tief in der Nacht zu Sonntag (gegen 4:20 Uhr, also stockfinster und eiskalt) in eine Reinickendorfer Sparkassenfiliale, um Geld aus dem Automaten zu ziehen.

Und dann kommt da just eine kleine Gruppe arabisch- oder türkisch aussehender Männer vorbeigeschlendert, die ihn überraschend abstechen und das Geld rauben ?

Klingt doch irgendwie ein bisschen blauäugig. Ich sehe mich doch schon tagsüber in Zehlendorf um, wer in meiner Nähe ist, wenn ich Geld aus dem Automaten hole.

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