[Kommentare: 15]

Neukölln

Grünen-Geschäftsstelle mit rechten Parolen beschmiert

Unbekannte haben die Rolläden einer Grünen-Geschäftsstelle in Neukölln mit Nazi-Parolen beschmiert. Die Sprüche stehen offenbar im Zusammenhang mit einem geplanten Neonazi-Aufmarsch in Dresden.
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Der Neonazi-Aufmarsch soll am 13. Februar in Dresden stattfinden. Die Polizei bestätigte den Vorfall. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt wegen Sachbeschädigung. Den Angaben der Grünen zufolge beläuft sich der Schaden auf mehrere Tausend Euro.

Der Grünen-Landesvorsitzende Stefan Gelbhaar sagte mit Blick auf den Holocaust-Gedenktag am Mittwoch, es sei entsetzlich, dass es 65 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz noch Menschen gebe, die aus der Geschichte nichts gelernt hätten. Auch der Nationalsozialismus sei zunächst durch Beschmierungen von Einrichtungen des gesellschaftlichen Lebens „in den öffentlichen Raum eingedrungen“. In Neukölln hat es in der Vergangenheit mehrfach Übergriffe auf Einrichtungen von Initiativen gegeben, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen. (ho/ddp)
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Kommentare [ 15 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von giselamittruecker giselamittruecker ist gerade offline | 27.1.2010 18:16 Uhr
Nazi-Parolen
("haben die Rolläden einer Grünen-Geschäftsstelle in Neukölln mit Nazi-Parolen beschmiert.")

In diesem Fall sollte man vielleicht doch mal dazusagen, wie die "Nazi-Parolen" denn gelautet haben sollen. Laut taz handelte sich um die drei Worte "Dresden 45 unvergessen"

www.taz.de/1/berlin/artikel/1/nazis-nerven-neukoelln/

Wenn das schon als nationalsozialistisch gilt, wenn bereits die Erinnerung an den grausigen Bombenangriff als eine Nazi-Parole gilt, dann ist das die allerbeste Vorlage für jeden Neonazi, der behauptet, man dürfe ja heute die bösen Kreigshandlungen der Alliierten nicht mehr erwähnen etc.
Comment
von vielleser vielleser ist gerade offline | 27.1.2010 20:18 Uhr
Autobahn
Hallo Gisela,

unvergessen der Kerner und die Herrman "Autobahn geht gar nicht"

Politische Korrektheit hat halt seinen Preis, allerdings ermittelt scheinbar der Staatsschutz nicht, man muß die Jungs halt mal richtig "briefen", kann ja irgendwie nicht sein das die Worte "Dresden" "unvergessen" und die böse "45" einfach so durchgehen.

Kopfschüttelnd

P.S. meine Tante ist seinerzeit in Dresden für immer "verschollen", mit ihrem Sohn, knapp 3 Jahre alt - darf ich das überhaupt bedauern?
Comment
von kernkompetenz kernkompetenz ist gerade offline | 28.1.2010 11:00 Uhr
Ausgangspunkt war, glaube ich
die Schmiererei am Grünen-Büro und keine Diskussion über "politische Korrektheit", oder?

Daher ist es völlig egal, ob die Tat per se faschistisch ist oder es erst durch den Zusammenhang wird. Jedenfalls ist sie es!
Comment
von giselamittruecker giselamittruecker ist gerade offline | 28.1.2010 12:45 Uhr
Nachfrage
("Daher ist es völlig egal, ob die Tat per se faschistisch ist oder es erst durch den Zusammenhang wird. Jedenfalls ist sie es!")

Sie meinen also, wenn eine Parole von Nazis benutzt wird, ist sie automatisch eine Nazi-Parole.

Die NPD fordert zum Beispiel laut ihrer Homepage "ein unmißverständliches Zeichen der Ablehnung in Richtung der weltweiten Interventions- und Aggressionsstrategie der NATO"
oder schreibt zu Hartz IV: "Jenen Familien, die sowieso schon wenig zum Leben haben und auf Hartz-IV angewiesen sind, wird das erhöhte Kindergeld jedoch sogleich wieder auf das Arbeitslosengeld II angerechnet. So sieht also die Sozialpolitik von Schwarz-Gelb aus."

Finden Sie wirklich, jeder anständige Linke sollte sich fortan derartiger Nazi-Parolen enthalten?
Comment
von manicd manicd ist gerade offline | 28.1.2010 14:19 Uhr
Ein Schelm, wer Böses denkt...
... Ist vermutlich nur Zufall, dass Sie so haargenau wissen, welcher Müll sich auf der NPD-Homepage befindet, stimmt's?

Ach, und dass "Dresden 45 unvergessen" ein allseits bekannter Schlacht- und Schmähruf der Neonazi-Szene ist, ist Ihnen sicherlich auch nur zufällig kurz entfallen und Sie versuchten keineswegs bewusst, antifaschistisch arbeitende Menschen zu denunzieren?

Lustig, dass Braune von ihrer eigenen Simplizität immer auf die anderer schließen. Nur so am Rande.
Comment
von giselamittruecker giselamittruecker ist gerade offline | 28.1.2010 14:58 Uhr
Quatsch
("Ist vermutlich nur Zufall, dass Sie so haargenau wissen, welcher Müll sich auf der NPD-Homepage befindet, stimmt's? ")

Ich habe dort nachgeguckt, um dort Belege zu finden, dass die NPD Dinge verbreitet, die man auch für links halten könnte. Sie versucht das relativ geschickt, auch davor muss man die Leute warnen.

Ihre Unterstellunge, selbst rechtsextrem zu sein, verbitte ich mir.

("Ach, und dass "Dresden 45 unvergessen" ein allseits bekannter Schlacht- und Schmähruf der Neonazi-Szene ist,")

Das ist mir nicht bekannt, ich glaube Ihnen auch nicht. Bei Google findet sich nichts dergleichen.
Comment
von Dr.Jekyll Dr.Jekyll ist gerade offline | 27.1.2010 23:08 Uhr
@giselaundvielleser
Wenn jetzt schon ein Parteilokal von den Grünen, die mann ganz gewiss nicht als links bezeichnen kann,von Nazis beschmiert wird, steht die Frage im Raum, wann auch die Kirchen und Gewerkschaften und alle die zur Blockade des Naziaufmarsches aufgerufen haben mit solchen Aktionen zu rechnen haben.noch haben wir nur mit Parolen zu tun,aber es gab schon mal eine andere Zeit aus der einige nichts gelernt haben,und einige die es heute noch nicht begriffen haben.Zitat von Pfarrer Niemöller

Als die Nazis die Kommunisten holten,
habe ich geschwiegen;
Ich war ja kein Kommunist.

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Sozialdemokrat.

Als sie die Gewerkschafter holten,
habe ich geschwiegen;
ich war ja kein Gewerkschafter.

Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen,
ich war ja kein Jude.

Als sie mich holten, gab es keinen mehr,
der protestieren konnte.
Comment
von gehirnstein gehirnstein ist gerade offline | 28.1.2010 9:25 Uhr
@ giselamittruecker
die Schmierereien sind in ihren Augen bestimmt nur Notwehr, weil man in diesem Land nicht die Wahrheit sagen darf.

Und wenn Nazis irgendwo Parolen ranschmieren kann man die Anführungsstriche weglassen weil es eindeutig NAZIPAROLEN sind !
Comment
von Chamster Chamster ist gerade offline | 28.1.2010 10:59 Uhr
die Parolen sind erst mal egal, weil
hier zunächst einmal Eigentum beschädigt wurde, der Eigentümer muss auf seine Kosten diese Schmierereien beseitigen lassen, das ist hier offenbar niemandem einen Kommentar wert, lieber streitet man sich, was der Schmierer wohl gemeint haben könnte. Als Hausbesitzer kozten mich diese Schmierereien genauso an wie das sogenannte "Grafitti", alles nichts als inhaltslose Sachbeschädigung.
Comment
von udu udu ist gerade offline | 28.1.2010 15:23 Uhr
@ giselamittruecker
Nazi-Parolen
("haben die Rolläden einer Grünen-Geschäftsstelle in Neukölln mit Nazi-Parolen beschmiert.")

In diesem Fall sollte man vielleicht doch mal dazusagen, wie die "Nazi-Parolen" denn gelautet haben sollen. Laut taz handelte sich um die drei Worte "Dresden 45 unvergessen" ....


Die Höhe des Schadens bezog sich nicht auf die Beseitigung des Graffitos, sondern der Schäden gegen Institutionen, die gegen die Nazis waren.
„Dresden 45 unvergessen“ wird von autonomen Nationalsozialisten benutzt.
Comment
von Dr.Jekyll Dr.Jekyll ist gerade offline | 28.1.2010 15:53 Uhr
Nachtrag
Die Grünen waren nicht die einzigen,auch die Fensterscheiben von der Chile-Freundschaftsgesellschaft und die Galerie Olga Benario,sowie das Büro der Naturfreundejugend waren Ziel von Attacken der Nazis
Comment
von zivilist zivilist ist gerade offline | 28.1.2010 17:14 Uhr
Sachbeschädigung und sonst gar nichts..?
Wer diesen Fall für unproblematisch hält, der könnte mit gleicher Logik auch behaupten, es sei unbedenklich gewesen, als man "damals" JUDE an die Fensterscheiben jüdischer Mitbürger gepinselt hat - denn schließlich waren es ja tatsächlich Juden, die dort wohnten - und warum sollte es gleich rechtsextrem sein, diese Personengruppe schriftlich beim Namen zu nennen..?
Comment
von giselamittruecker giselamittruecker ist gerade offline | 28.1.2010 19:12 Uhr
Da ist es wieder
"Wer diesen Fall für unproblematisch hält,"

Habe ich nicht getan. Ich habe geschrieben, dass man den dort - wenn die Taz-Angaben vollständig sind - stehenden Satz wohl nicht als "Nazi-Parole" bezeichnen kann. Selbst wenn er von (Neo-)Nazis gesprüht wurde (wofür ja sehr vieles spricht), ist er deswegen nicht automatisch eine Nazi-Parole. Ich habe sogar drauf hingeweisen, dass man mit einer derartigen Kriminalisierung des Gedenkens an die Kriegsopfer den Neonazis eine Propagandavorlage liefert für ihre verlogenen Behauptungen, grausame Kriegshandlungen der Alliierten dürfe man nicht mehr erwähnen.

("als man "damals" JUDE an die Fensterscheiben jüdischer Mitbürger gepinselt hat")

Sie meinen mit "damals" ganz offenbar die Nazizeit - vorher waren solche Schmierereien selbstverständlich strafrechtlich zu ahnden - und unterstellen nun offenbar, heute würden Grüne - durch Rechtsextreme - verfolgt wie Juden in der Nazizeit (als dies bekanntlich durch den Staat organisiert wurde).

Da sieht man, dass Sie nicht so sehr die Rechtsextremen, sondern den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat bekämpfen.
Comment
von zivilist zivilist ist gerade offline | 28.1.2010 21:24 Uhr
Bin ich ein "Gesinnungs--Terrorist?"
1. Interessant, dass Sie meinen Kommentar auf sich beziehen.

2.


Zitat von giselamittruecker

Da sieht man, dass Sie nicht so sehr die Rechtsextremen, sondern den freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat bekämpfen.



Wie kommen Sie darauf, dass ich auch nur irgendetwas "bekämpfe"..? Woran machen Sie das fest? Betrachten Sie eine Meinungsäußerung mit eventueller Bloßstellung als aktive kämpferische Handlung? Gar als Terror gegen den Rechtsstaat? Interessante Wahrnehmung...das sagt zwar über mich rein gar nichts aus, über Ihr Weltbild aber um so mehr.
Comment
von giselamittruecker giselamittruecker ist gerade offline | 29.1.2010 13:38 Uhr
@zivilist
("Wie kommen Sie darauf, dass ich auch nur irgendetwas "bekämpfe".")

Na, im Zusammenhang mit Rechtsextremismus ist doch "bekämpfen" ein angemessener Ausdruck. Ich bin ernsthaft de Meinung, dass man Rechtsextremismus bekämpfen muss. Aber eben so geschickt, dass man ihn dadurch nicht unbeabsichtigt stärkt.

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