[Kommentare: 7]

Auktion in Kreuzberg

BKA-Peilsender versteigert

Globalisierungsgegner haben in Berlin einen vermutlich dem Bundeskriminalamt gehörenden Peilsender öffentlich versteigert. Das Gerät war nach einer Razzia bei G-8-Gegnern gefunden worden.
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Der Peilsender wurde charmant präsentiert. - Foto: ddp
Berlin -  Globalisierungsgegner haben in der Nacht zum Sonntag einen vermutlich dem Bundeskriminalamt (BKA) gehörenden Peilsender öffentlich versteigert. Bei der Auktion im Kreuzberger Kulturhaus "Kato" erhielt Michael Prütz von der Berliner Alternative für Arbeit, Solidarität und Gegenwehr (BASG) nach eigenen Angaben für 3800 Euro den Zuschlag. Mit dem Erlös soll nach den Worten von Prütz ein Solidaritätsfonds für G-8-Kritiker unterstützt werden.

Prütz plant, den Sender zukünftig auf Veranstaltungen zum Thema "polizeiliche Repressionen" vorzuführen. Er wolle nun klären lassen, ob das Gerät noch funktionstüchtig sei. Zudem sei er gespannt, ob sich das BKA in den kommenden Tagen melden werde, um Besitzansprüche geltend zu machen.

Kritik an Polizei-Aktionen

Insgesamt seien etwa 400 Menschen bei der Veranstaltung gewesen, die der Arzt Michael Kronawitter von der Antifaschistischen Linken Berlin organisiert hatte. An der Auktion beteiligten sich nach Angaben von Prütz etwa zehn Personen.

Der Peilsender war nach einer Razzia bei G-8-Gegnern im Mai in Berlin gefunden worden. Bei den bundesweiten Durchsuchungsaktionen am 9. Mai unter Federführung der Bundesanwaltschaft hatten Beamte wegen des Verdachts der Bildung einer terroristischen Vereinigung in Berlin und mehreren anderen Bundesländern rund 40 Objekte durchsucht. Vor allem Politiker von Grünen und Linken kritisierten die Aktion im Vorfeld des G-8-Gipfels Anfang Juni in Heiligendamm als "unverhältnismäßig". (mit ddp)
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Kommentare [ 7 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von hans hans ist gerade offline | 8.7.2007 18:31 Uhr
Peinlich
... mag man schon nicht mehr hierzu sagen. Es ist wohl die absolute Blödheit so einer Polizei-Aktion, die mich fassunglos an die Stasi-Lumpen der DDR erinnern lässt. Dazu passend Schäubles paranoide Forderungen der Überwachung andersdenkender und seine immer dreister werdenden Forderungen zum Schiessbefehl auf dieselben sowie die ständigen 'Wirtschaftserfolgesmeldungen' der 'wandelnden Knopfleiste' und ehemaligen AgitProp FDJ-Sekretärin, erinnern mich an die letzten Tage der 'DDR'. Kann ja nur besser werden.
Comment
von civilliberty civilliberty ist gerade offline | 8.7.2007 20:44 Uhr
Peinlich
Wieviele Peilsender waren denn im schwarzen Paket?
Das BKA sollte sich bei ebay moderne Ausstattung ersteigern (.- oder besser noch solche Blödheiten unterlassen und die Bürgerrechte aller GG-konform schützen.
Comment
von max max ist gerade offline | 8.7.2007 23:02 Uhr
Aber Civilliberty,
nun verrate diesen hochbezahlten Spezialisten doch nicht auch noch, dass man einfach ein handelsübliches GPS-fähiges Mobiltelefon mit einem kleinen Java-Programm dazu bringen könnte, in beliebigen Intervallen die Position per SMS zu senden. Eingebunden in Google Earth sähe das dann sogar richtig modern aus und das Ganze wäre auch noch deutlich günstiger.

Aber solange die lieber WK2-Feldtelefone in Klebeband einwickeln, steht wahrscheinlich auch noch einer hinter Überwachungskamera und kurbelt...
Comment
von hans hans ist gerade offline | 8.7.2007 23:36 Uhr
@max
... nein, nein. Die Stasi hat Handskizzen auf unliniertem A4-Papier angefertigt, freihändig, ohne Lineal. Mit Bleistift. Insoweit ist das BKA moderner. Oder doch nicht?
Comment
von civilliberty civilliberty ist gerade offline | 9.7.2007 0:23 Uhr
Hoax
Muss wohl ein HOAX sein?!
Comment
von allesklar allesklar ist gerade offline | 9.7.2007 10:22 Uhr
ohne Worte
Amerikanische Methoden gepaart mit deutscher Blödheit.

Kein Wunder, dass Schäuble laufend neue Ideen zur Terrorbekämpfung erfinden muss.
Das vorhandene Equipment verlieren seine Leute ja laufend.
Comment
von unbekannt | 9.7.2007 12:48 Uhr
@hans
Sie unterstellen dem Herrn Schäuble Paranoia, aber ich denke, dass Sie evtl. paranoid reagieren. Mehr ist hier nicht anzufügen.

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