Beamte stehen unter Verdacht der Körperverletzung. Der Polizeipräsident untersuchte die Ausrüstung einer verdächtigen Einheit und fand dabei gefährliche Quarzhandschuhe. Nun läuft gegen sieben Beamte ein Disziplinarverfahren.
Eine ganze Einheit der Polizei ist unter Verdacht geraten, Körperverletzung im Amt begangen zu haben: Sie soll gegen Verdächtige mit übermäßiger Härte und verbotenen Ausrüstungsgegenständen vorgegangen sein. Polizeipräsident Dieter Glietsch ließ gestern die Ausrüstung der Einsatzhundertschaft der Direktion 4 von einem Spezialkommissariat des Landeskriminalamts überprüfen. Dabei wurden mehrere so genannte Quarzhandschuhe gefunden. Diese sind mit schwerem Sand gefüllt und werden vor allem in der Neonaziszene eingesetzt, weil Faustschläge dadurch weitaus mehr Wucht erhalten.
Gegen sieben Beamte seien Disziplinarverfahren eingeleitet worden, teilte die Polizei gestern mit. Besonders die Chefs der Einheit sollen bei Einsätzen mit unangemessener Härte vorgegangen sein. Die eigenmächtig beschafften Handschuhe wurden hauptsächlich bei den Vorgesetzten in der Einheit gefunden. Gegen die Beamten wird nun dienst- und strafrechtlich ermittelt. Geprüft wird, ob und wie die Handschuhe eingesetzt wurden. Ein Schlag mit einem Quarzhandschuh kann als gefährliche Körperverletzung gewertet werden.
Einige wollten das brutale Vorgehen nicht mehr decken.
Zur Razzia in den eigenen Reihen kam es, nachdem sich mehrere Beamte der Einheit, die das brutale Vorgehen offenbar nicht länger decken wollten, gemeinsam an den Leiter der Polizeidirektion, Andreas Pahl, gewandt hatten. „Das ist beispielhaft und verdient Anerkennung“, lobte Polizeipräsident Glietsch. Der Leiter der Hundertschaft, die drei Zugführer und mehrere Gruppenführer wurden von ihren Funktionen entbunden.
Glietsch nannte die Vorwürfe „außerordentlich schwerwiegend“. Sie begründeten den Verdacht, „dass hier Führungskräfte ihre Dienstpflichten gravierend verletzt und Straftaten im Amt begangen haben.“ Glietsch kündigte an, dass der Fall neben der strafrechtlichen Verfolgung auch „behördenweit für die Führung, Ausbildung und Fortbildung ausgewertet“ werde. Der Polizeipräsident hob aber auch hervor, dass die „soziale Kontrolle in der Polizei“ funktioniere. Bislang war die Hundertschaft der für Steglitz und Zehlendorf zuständigen Direktion 4 nicht negativ aufgefallen.
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 21.11.2008)
Kommentare [ 39 ] Kommentar hinzufügen »
Bemerkenswert, daß die Vorwürfe sich gegen Vorgesetzte, ja sogar den Leiter einer Hundertschaft richten.
Zu befürchten ist beim ebenso sattsam bekannten Korpsgeist, daß für die aufrechten Beamten, die dies angezeigt haben, nun ein Spießrutenlauf losgeht.
Ich bin sehr gespannt, wie dieses Verfahren ausgeht und welche Kreise es zieht.
Einerseits kann man damit sicherlich auch besser zuschlagen, andererseits schützen sie vor allem auch besser, z.B. gegen Schnittverletzungen. Diese Beamten müssen das Gewaltmonopol des Staats durchsetzen und halten für uns die Knochen hin. Man kann ihnen nicht vorwerfen, daß sich dabei optimal schützen wollen.
Wenn sie sich etwas zu Schulden kommen lassen haben, so muß man das Kind auch beim Namen nennen. Wer da nur ein paar Handschuhe vorzeigen kann, hat seine Hausaufgaben schlecht gemacht und macht damit ein Anliegen lächerlich, was ja durchaus berechtigt sein kann.
Niemand wir Polizisten für Engel halten und gerade, weil sie das Gewaltmonopol vertreten, muß der korrekte Umgang damit besonders kritisch überwacht werden.
Es kommt ja dann jeder der in Verdacht steht ein Drogendealer, Schwarzfahrer, Jugendkrimineller, Einbrecher, Rotlichtsünder.....in die Zeitung.
Interessiert aber niemanden und wenn gegen 7 von rd. 60-70 Beamte ermittelt wird, dann kann man natürlich eine gesamte Einheit als Schläger vom Dienst bezeichnen?! Sachlichkeit wäre angebracht, verkauft sich aber nicht so gut. Wenn es einzelne Verfehlungen, Übergriffe gegeben hat, dann bitte sauber ermitteln...aber unsachliche Pauschalunterstellungen gegen alle unterlassen.
Solche Beamten haben in einem solchen Amt nichts zu suchen. Doch ähnliche sog. Disziplinarverfahren gab es bereits viele, mit dem vorhersehbaren Ergebnis, dass den Beamten im Einzelfall schwierig etwas nachzuweisen ist und so verläuft sich die Sache dann im Sande. Es ist offensichtlich, dass Polizeikräfte welche in solche und andere Einsätze geschickt werden vor ihrer Einstellung unbedingt psychologisch geprüft werden müssen. Zudem sollten sie einen gewissen Bildungsgrad besitzen, das hilft auch.
Klar. Der Zweck heiligt die Mittel und die Polizei weiß vor dem Gericht, ob jemand schuldig ist.
/Sarkasmus aus
Sie haben nach meiner Meinung Ihren Job verfehlt, wenn Sie bei der Polizei oder Justiz arbeiten.
Besser wäre es, die Polizisten in Gewaltprävention und in Antiagresssion besser und gezielter zu schulen. Der Einsatz von Gewalt gegen Gewalttäter wäre wahrscheinlich öfter vermeidbar.
Finde es nicht verwerflich, wenn die Polizei solche "Schutzhandschuhe" trägt.
Quarzhandschuhe sind Gräuelinstrumente!
http://www.kampfkunst-board.info/forum/f16/bleihandschuhen-quarzhandschuhen-30444/
Zitat: "En Kumpel hat mal gemeint, mit den Dingern könnte man einem des Gesicht kaputthauen und würde selbst kaum was spüren"
Wer hier so tut, als dürfe man froh sein, daß sich noch kein Polizist Nägel unter die Stiefel gehämmert hat, der ist hochgradig und gefährlich geschichtsvergessen.
Eine Degradierung in den einfachen Polizeidienst wäre wohl unter Wahrung aller Interessen angemessen.
Quarzsand Handschuhe Defender Securityhandschuhe.
Bemerkenswert, als Text unter dem Produkt steht dann noch :
Kunden, die diesen Artikel kauften versorgten sich auch mit folgenden Produkten :
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Balaclava Gesichtsschutz 3 Loch, Acryl, schwarz (auch Vermummung genannt)
Teleskopschlagstock inkl. Holster DuPont Hypalon-Griff
http://bka.de/profil/faq/waffenrecht/feststellungsbescheide/pdf/fb-handschuhe-tactical-gloves.pdf.
Und welchem Zweck dienen die Handschuhe, wo doch hier unterstellt wird, daß sie nur stärkere Verletzungen herbeiführen sollen und er Hinweis auf die angebliche Beliebtheit in der rechten Szene? Der Zusammenhang ist wohl eindeutig, insbesondere wenn man dazu noch die Pressemitteilung des PPr vergleicht und der Hinweis zur rechten Szene offensichtlich durch die Medien gleich hergestellt und eingefügt wird...passt doch wunderbar ins Bild, deshalb kann man ja auch Polizisten pauschal als Prügelbullen hier bezeichnen.
P.S. Das Wort "tendenziell" kann man übrigens auch googeln...kommt übrigens von Tendenz ;-)
1. Diese Handschuhe sind weder gefährlicher, noch durch ihre ca. 100 Gramm schwere Sandfüllung schlagstärker, im Gegenteil. Die Sandfüllung verhindert größere Verletzungen beim Schlagenden wie auch beim Geschlagenen. Warum ? Die Sandfüllung umhüllt die herausstehenden Handknochen, die in 90% aller Fälle für die schwere Verletzungen verantwortlich sind. Sie wirkt wie ein Stoßdämpfer. Weshalb ist wohl das Träiningsgerät No. 1 aller Boxer weltweit ein Sandsack und nicht ein Holz- oder Plastedummy!? Das geringfügig höhere Gewicht erhöht die Schlagstärke auch nur unwesentlich, dafür ist überwiegend die Schnellkraft verantwortlich. Wäre dies eine Frage des Gewichtes müssten Polizeibeamte mit Übergewicht Schlagverbot erteilt bekommen, denn deren massige Unterarme wären dieser Logik folgend dann Tötungsmaschinen.
2. Diese von Denunzianten angezettelte Kampagne und andere Ereignisse der jüngsten Vergangenheit erreichen nur eines, sie schaffen ein Klima der Unsicherheit innerhalb der Polizeikräfte und das Verwerfliche daran ist, diese Unsicherheit scheint politisch gewollt zu sein.
3. Polizeibeamte die auch Bürger sind, müssen zu Rapport bei ihrem „Präsidenten“ erscheinen, weil sie zum Thema Regenbogenfahne vor einem Dienstgebäude der Polizei auf das Neutralitätsgebot verweisen und somit ebenfalls von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung gebrauch machen.
4. Gegen einen Beamten der Polizei wird ermittelt, weil er ein Kleidungsstück einer bestimmten Marke trägt, die nicht verboten ist, nur weil viele Rechtsextreme sie tragen. Auch die kriminellen Linksextremen haben Klamotten-Labels, die interessieren merkwürdigerweise niemand. Was tragen die Rechten denn für Unterwäsche? Wir sollten auch die auf den Index setzen oder deren Sockenhersteller und, und … Wir müssen das Weltbild und die Anschauungen der Extremisten bekämpfen, nicht deren Bekleidung.
@epunion
Wie stehen "sie" eigentlich nach der reinen Polemik ihrer Aussagen und Verquickung mit anderewn angeblichen Einsatzmitteln in ihren Auszug eines Onlinehändlers zu dem feststellungsbescheid des BKA? Gehts hier um reine Gefühlsansichten oder um Fakten...die sind hinsichtlich der Quarzhandschuhe mehr als eindeutig.
Sie zählen deswegen nicht zu den verbotenen Waffen
(s. Waffengesetz)
http://www.bka.de/profil/faq/waffenrecht/feststellungsbescheide/pdf/fb-handschuhe-tactical-gloves.pdf
Zu Quarz - Handschuhen Äußerungen in einem Forum für Polizisten :
Quelle :
Ycie
Police Officer
Geschlecht:
Anmeldungsdatum: Nov 10, 2007
Beiträge: 172
Wohnort: Berlin
verfasst am: Do. 15.Nov.2007, 22:21
http://www.copzone.de/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=32946
Im Forum Begrüssungstext heißt es :
[quote}Diese Seite ist für
- alle, die sich über den Beruf als Polizeibeamter informieren möchten,
- Kollegen, die sich austauschen möchten,
- alle, die Fragen an Polizeibeamte haben und
für alle, die sich über aktuelle polizeiliche Themen unterhalten möchten.
Im Forum finden Sie kompetente Ansprechpartner für Ihre Fragen.
Das Forum wird zur Zeit von 16 Polizeibeamten, Zöllnern und JVA-Beamten moderiert.[/quote]
Quelle :
http://www.copzone.de/index.php
Einer der Vorredner trifft es ganz gut, Berliner Prügelbullen nannte er die freundlichen Helfer....
Mich wundert nichts, wenn Frauen an einer Ampel in ihrem stehenden Auto aus einem Polizeieinsatzwagen angeschrien werden in primitivster Art und Weise "verschwinde DU (!) blöde Kuh" um dann in einem die Allgemeinheit doch erheblich gefährdenden Tempo durch die Stadt zu rasen oder wenn man aus einem Bullentaxi (ja so nenne ich es jetzt!) als unbescholtener Bürger nur weil man eine Trainingsjacke trägt als "Zecke" angeschrien wird (immerhin besser als Nazi, aber da würden die Herren wohl eher nichts sagen...) dann nehmen Prügel- und Gewaltorgien nicht Wunder....
...wes Geistes Kind......
Übrigens gibt es hinter diesem Link interessante Gedanken unserer grünen Freunde und Helfer.
http://www.copzone.de/modules.php?name=Forums&file=viewtopic&t=32946&postdays=0&postorder=asc&start=0
versetzt euch doch mal in die haut eines polizisten. von jeder seite wird auf ihn/sie im wortsinne eingeprügelt. entweder von einem inkompetenten präsidenten, von wahlweise links, oder rechtsradikalen und nun auch noch vom "normalen" bürger.
überstunden, das man sich auf anhieb 4 monate am stück frei nehmen könnte, eine ausstattung die, sowohl persönlich (schutzweste, etc.), als auch in den dienststellen gut 20 jahre alt ist und aktuellen anforderungen nicht mehr entspricht, ein radikaler werteverfall, respektlosigkeiten aller orten.
zu meiner kinderzeit sind wir gerannt wenn wir eine grüne uniform gesehen haben. heute muss der polizist damit rechnen angespuckt und mit steinen beworfen zu werden.
bei verhaftungen in problemkiezen werden polizisten regelmäßig angegriffen.
behandelt den polizisten doch mal als das was er/sie ist, als menschen!
@freespeech: übrigens richtet jede rolle hartgeld in der faust erheblich mehr schaden an als diese "quarzhandschuhe". jeder der in kampfsportarten ausgebildet ist kann mehr schaden anrichten. jeder der über ausreichend motivation und eine holzlatte verfügt richtet mehr schaden an. soviel zu ihre "gräuelinstrumenten"
Das Benutzen dieser Handschuhe mit Schadensfolge gilt strafrechtlich als schwere Körperverletzung und somit weder im privatem, noch dienstlichen Gebrauch erlaubt, auch wenn sie frei erhältlich sind.
Wenn die Exekutive dieses Landes sich nicht an die judikativen Vorgaben richtet, insbesondere bei höheren Leitern dieses Organs, gehört sie ausgewechselt/entlassen. Nichts anderes würde ein privat angestellter Mitarbeiter erwarten.
Abgesehen von der Medienbranche selbst, gibt es doch keine Berufsgruppe, die nicht irgendwie schon ihr Fett wegbekommen hat. Alle kommen mal dran. Kritik mit Prügelei gleichzusetzen ist dann aber doch eine erhebliche Verharmlosung echter roher unmittelbarer Gewalt, wie sie hier mehreren!, nicht allen Polizisten vorgeworfen wird. Dieses bisserl Kritik denke ich ist der Polizei zumutbar, da sie ganz andere Herausforderungen meistern müssen. Außerdem lobt der Bericht in gleichem Maße die Courage von Polizisten. Jeder Polizist kann sich aussuchen, welche Jacke und welches T-Shirt er sich anzieht.
Der Polizeipräsident ist übrigens genauso kritisierbar, aber er ist dennoch ein guter Präsident.
Polizistin ist ein ehrenwerter Beruf, wenn er ehrenwert ausgeführt wird, der verglichen mit anderen Berufen sicher und anständig bezahlt ist. Ich mache mir weniger Sorgen um den Nachwuchs, als um die Polizeiarbeit selbst. Weder sollten Polizisten beschimpf und "bespukt" werden, noch soll man vor ihnen weglaufen müßen.
In der Ausbildung lernen die Polizisten ein Menge mehr oder weniger Wichtiges, von Verkehrsregeln über Gesetzestexten bis zu Zwangsmitteln. Aber die wichtige Frage, üben die Polizeianwärter und -innen Weisungen und Befehle zu verweigern, die gegen die Menschenrechte oder das Grundgesetz verstoßen, muß wohl leider immer noch für Berlin verneint werden. Eine immanent wichtige Übung für ein demokratische Polizei. Das zeigt dieser Vorfall sehr deutlich.
Ich kann mich erinnern, als Polizisten vom LKA beschuldigt wurden mit Straftätern zusammengearbeitet zu haben und ganz Berlin über sie herzog. Am Vorwurf war letztendlich nichts dran.
Ich würde mit meiner Meinungsfindung zumindest warten, bis ein wening mehr Informationen veröffentlicht wurden.
Der "gemeine Bürger" ist sehr schnell zu Vorverurteilungen in der Lage. Befindet sich aber selten in den entsprechenden Situationen, bezieht sich in seinen Meinungsäußerungen aber lieber auf Situationen die man im heimischen Fernsesesel in der "ABendschau" genossen hat.
Der Selbe "gemeine Bürger" schreit aber umgehend nach den "Prügelknaben" wenn ein 5-jähriger mit seienm Fahrrad eine Schramme in das heißgeliebte Statussymbol geschrammt hat.
Ich finde jeder "gemeine Bürger" (ich bin selber Einer) sollte sich mindestens 5mal mit der geballten Faust vor die Birne klopfen (ordentlich) bevor das geäußert wird wie es hier geäußert wird.
Man sollte vielleicht auch bedenken das die "Bullen" für ein vergleichsweise geringes Salär ihre Haut zu Markte tragen um die Sicherheit des "gemeinen Bürgers" zu gewährleisten.
Und zu dem eigentlichen Stein des Anstoßes, Quarzhandschuehe, - man befrage mal Besucher einschlägiger Disco welche "Ausrüstung" von nöten ist.
Also mal den Ball flach halten
Bei der Berliner Polizei wundert mich so langsam gar nichts mehr.
http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/spaetes-gestaendnis-eines-polizisten/
Das Prinzip von Quarz- oder Bleihandschuhen ist, dass sich die mit Quarzsand oder Bleistaub gefüllten "Beutel" an den Knöcheln, wenn man die Faust ballt verdichten und somit eine extrem harte Masse bilden, die zu ganz erheblichen Verletzungen im getroffenen Bereich führen kann. Desweiteren hat man natürlich dadurch auch den Schutzeffekt für die Hand. Man kann mit solchen Handschuhen bewehrt ohne weiteres mit voller Wucht gegen einen Stahlträger schlagen und spürt nicht das geringste. Soviel zum Thema Quarzhandschuhe und harmlos.
Was liegt vor?
Es befinden sich offenbar spezielle Handschuhe im Besitz einiger Beamter, die eine Füllung mit Quarzsand beihalten.
Das ist erst einmal nicht strafbar oder disziplinarwürdig.
Nun wird untersucht, ob diese Beamten damit Körperverletzungsdelikte begangen haben sollen.
Alles andere, was hier hinein interpretiert wurde (Korpsgeist, Schlägerbullen etc.) spiegelt nur den persönlichen politischen Frust einiger politischen Randgruppen wieder.
Warten wir doch besser einmal ab, was dort ans Tageslicht kommt, mir geht die vorschnelle Schuldzuweisung ein wenig gegen den Strich.
Im übrigen sei angemerkt, dass die Berliner Polizei bundesweit einen hervorragenden Ruf bei den Menschen in unserer Republik genießt!
Warum?
Nun, die Berliner Polizei steht im Ruf, nicht nur da zu sein und ewig zu reden, sondern das Gesagte auch notfalls durch zu setzen, denn das fordert eine Demokratie auch (Executive).
Eine Durchsetzungsfähigkeit mit "Schlägerbullen" in Verbindung zu bringen zeugt nur von einem fehlenden Realitätssinn, denn diese "Drecksarbeit" ist alles andere als schön, aber notwendig bei einigen dummen Menschen (Rechts, Lins, Hooligans etc,).
Sicher gibt es auch Leute, die nicht in die Polizei gehören, aber der Anteil dürfte eher marginal sein.
Insofern finde ich es gut, dass solche Untersuchungen laufen. Jedoch bitte nicht das Kind mit dem Bade ausschütten!
"Besucher einschlägiger Discos" mit Vorliebe für Quarzhandschuhe würde ich mit ausgesprochener Vorsicht als Referenz für eine demokratische Polizei heranziehen. Ich würde mir eher Sorgen um deren Gewaltpotenzial machen!
Man muß vielleicht mal etwas tiefer schauen, was hinter diesem Vorfall steht. Ist das der Versuch der Eskalation einer Führungsebene, dann ist klar was geschehen muß, oder ist das lediglich der Versuch die Einsatzbedingungen für die Polizisten zu verbessern. Seit langer Zeit fühlen sich Polizisten nur unzureichend ausgestattet (Polizeifunk), und greifen oft in die eigene Tasche zur Verbesserung der eigenen Sicherheit (kugelsichere Weste). Vielleicht ist das ein Ausartung dieser Mentalität, die Stadt kümmere sich nicht ausreichend um die eigene Sicherheit, also machen die Hundertschaftführung und die Polizisten das selbst.
Auf jeden Fall muß die Sache gründlich untersucht werden. Ein weiter so und Augen zu, darf es nicht geben.
Und zur Ehrenrettung der Polizei, sie ist auch für ihre Deeskalations- und Präventionsarbeit geschätzt. Durch die untersuchten, nicht hinnehmbaren Aktivitäten wird diese Arbeit in Frage gestellt.
Mich würde also nicht stören, wenn die Polizisten diese Handschuhe bei ihrer Arbeit tragen…
Aber wenn es nicht erlaubt ist, natürlich doch…
Ich habe bisher auch noch nie schlechte Erfahrungen mit Polizisten gemacht - weder in Berlin noch sonst irgendwo in Deutschland.
Nicht beim Fußball, wo anscheinend andere schon mal "angerempelt werden"...
Noch im Straßenverkehr...
Noch irgendwo sonst!
Ich bin der festen Überzeugung, daß jeder selbst mit seinem Auftreten gegenüber den Polizisten (und anderen) steuern kann, wie die Reaktionen ausfallen wird. Wenn man selbst schon (innerlich) aggressiv einem Polizisten entgegentritt, wird der diese "bad vibrartions" schnell erkennen und selbst anders reagieren...
Und eins ist ja auch klar: Gerade als Polizist muss man sehr "auf der Hut" sein und regaiert dadurch bestimmt auch schneller aggressiver!
Was natürlich keinerlei "übertriebene" Gewaltanwendung von Polizisten gutheißen soll.
Aber denkt doch mal selbst nach, ob ihr nicht mit einer etwas anderen Einstellung gegenüber von Polizisten auch eine freundlichere Reaktion bekommen würdet!