[Kommentare: 41]

Demo im Prenzlauer Berg

Friedlich gegen Deutschland

Techno-Musik, kurze Dispute mit der Polizei, kaum Handgreiflichkeiten: Die "Antinationale Parade" in Prenzlauer Berg blieb am Samstagabend weitgehend friedlich. Der Protest sollte ein Gegenpol zum Bürgerfest sein.
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Berlin -  Nach Angaben der Polizei marschierten etwa 2000 Teilnehmer von rund 30 linksradikalen Gruppen unter dem Motto "gegen die falsche Freiheit" vom Rosa-Luxemburg-Platz bis zur Oderberger Straße. Ihr Protest sollte ein Gegenpol zum Bürgerfest anlässlich des 60-jährigen Jubiläums der Bundesrepublik sein.

"Massive Vorkontrollen", so die Polizei, verzögerten allerdings den für 18 Uhr geplanten Start des Umzuges. Zudem durften die Demonstranten erst losziehen, nachdem einige Protestler in den vordersten Reihen laut Polizei verbotene Vermummungen wie Sonnebrillen oder schwarze Schals vor dem Gesicht abgezogen hatten. Als diese "Verstöße gegen die Demonstrationsauflagen" beseitigt waren, ging es ab 20 Uhr weiter.

Vier Lautsprecherwagen hämmerten Techno, auf Transparenten hieß es: "Echte Freiheit wäre viel cooler" oder "Luxus für alle!". Hin und wieder drängte die Polizei auf die Einhaltung der Auflagen. Gegen 22 Uhr endete der Umzug wie geplant an der Oderberger Straße. Die Veranstalter sprachen von 2500 Teilnehmern.

Teils heftige Auseinandersetzungen hatte es hingegen am Freitagabend während einer nicht angemeldeten spontanen Demonstration zwischen Protestlern und Polizei gegeben. So wurden drei Beamte, die in einem Zivilfahrzeug unterwegs waren, als Polizisten erkannt und attackiert. Sie blieben unverletzt, doch einige Scheiben gingen zu Bruch.

Laut Polizei waren es insgesamt etwa 150 Personen aus der linken Szene, die um kurz vor Mitternacht durch die Kastanienallee in Richtung Eberswalder Straße zogen. Sie protestierten mit Plakaten gegen Mieterhöhungen und Räumungen. Auch Feuerwerkskörper wurden gezündet. Nach dem Angriff auf ihre Kollegen löste die Polizei die Veranstaltung auf. 21 Personen wurden überprüft. Ein Teilnehmer der Demonstration wurde wegen gefährlicher Körperverletzung verhaftet.
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Kommentare [ 41 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von cabotine cabotine ist gerade online | 23.5.2009 23:08 Uhr
schön
das es friedlich geblieben ist, oder?
Also vielleicht Zeit für eine Entschuldigung von Seiten derer, die solche Demos unter Generalverdacht stellen.
Comment
von mutexx mutexx ist gerade offline | 24.5.2009 10:49 Uhr
Friedlich...
... waren nur die Demonstranten.
Die Polizei griff den friedlichen Demonstrationszug mehrmals an, setzte dabei Pfefferspray ein und ging übertrieben ruppig vor.

Die "ausgesteckte Hand" war gestern ganz eindeutig zur Faust geballt. Schade, dass das Demonstrationsrecht ausgerechnet am Tag des Grundgesetztes so massiv eingeschränkt war, viele verließen aufgrund der massiven (und aggressiven) Polizeipräsens die Demonstration vorzeitig. Auch ein Weg politische Meinungsäußerung zu unterbinden.
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von flexton flexton ist gerade offline | 24.5.2009 19:58 Uhr
Schmarn
Genauso wie es das Recht dieser Leute ist ihre "Antinationale Demonstration" durchzuführen so ist es das Recht jedes anderen etwas dagegen zu haben. Das ist legitim.
Freilich ist es etwas andere wenn manche Leute dann immer die Gewaltproblematik vorschieben anstatt sich im Kern mit Themen und Argumenten auseinandersetzen zu wollen. Was bei politischen Zwangsvorstellungen natürlich eine schwierige Sache ist, jedes Widerwort bestätigt diese Leute ja eher in ihrem Weltbild.

Das ist das alte Muster "Ich mache meinen 'Gegner' unglaubwürdig, lächerlich oder diffamiere ihn sonstwie um eine Debatte aus dem Weg zu gehen".

Freilich sind das zwei Seiten der selben binär denkenden Medaille. Diese sog. "Antideutschen" sind meiner persönlichen Meinung ebenso daneben wie Leute die sofort Schaum vor dem Mund bekommen wenn sie nur "Linke Demonstration" oder dergleichen hören. Manchmal denke ich mir, alle Fanatiker in eine Halle sperren und die das untereinander austragen lassen ohne dass ich davon genervt werde. Auch ich habe schließlich ein Recht auf meine Meinung ;-) Und so gesteh ich dies letztlich jedem zu.
Dieser friedliche Widerspruch zeichnet die Demokratie aus. Um es mit Voltaire zu sagen "Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen."
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von southcross southcross ist gerade online | 23.5.2009 23:31 Uhr
Sagte ich es doch!
Bei der Demonstration der "Anti-Nationalken" kommt es zu KEINEN Ausschreitungen.

Forist Mexico: Wo sind Sie ? ;-)

Und das obwohl die Antifa zu den Aufrufern zählte.
Nun? Wie erklären wir uns das?

Lernt man jetzt zu differenzieren?

Nicht überall wo Antifa draufsteht, ist Randale drin!

Das so mancher das nicht wissen konnte, ist nachvollziehbar. So mancher (der sich nicht als Links bezeichnet oder hält zumal) kann bestimmte politische Strömungen eben nicht einschätzen. Klar.

Aber beim Artikel im Vorfeld dieser Demo glänzten einige mit Ihrer tollen Sachkenntnis (und meinten eigentlich doch nur: "Links, das gibt immer nur Randale").

Und die Polizei wußte schon, warum sie so entspannt war.

Jetzt bin ich aber auch gespannt, ob jetzt nicht doch noch die Meinungen kommen: "Alles Zufall" oder "Nur, weil soviel Polizei da war" oder "Das Wochenende ist ja noch nicht vorbei" oder...

Nein, das war kein Zufall! Differenzieren Sie bitte! Und lernen Sie dazu ;-)

P.S.: Wer sich jetzt nur noch solche Demos der Antifa wünscht:
Für den gewaltfreien Aspekt wäre ich auch 100%tig, aber diese Anti-Nationalen sind sonst politisch sowas von kritikwürdig...
Nein Danke!
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von lionfood lionfood ist gerade offline | 23.5.2009 23:50 Uhr
in der tat erstaunlich
ich sass lustigerweise zum fussballschauen genau dort wo die demo war. es waren deutlich mehr polizisten als demonstranten. meine freundin rief mich an und meinte sie darf nicht durch, weil die polizei sie kontrollieren wollte.
danach durfte die demo nicht los. die 4 autos und die 200 leute. zwei stunden lang. obwohl sie angemeldet war. und wie der erstaunlich fröhliche mensch am lautsprecher am ende meinte: also uns reichts jetzt auch. wenn wir nicht auf unserer angemeldeten route demonstrieren dürfen, dann gehen wir halt nach hause. irgendwohin, und in jede richtung.
auch das ist demokratie.
wir wollten dann auch los. nach 4 stunden fussball und bier trinken, und nachdem meine australische freundin endlich mal durchgelassen wurde. um dann gleich aufgehalten zu werden, richtung alex. strasse total blockiert. ein polizist hält mich auf und möchte wissen wo ich war, wo ich hin möchte. und ehrlich gesagt: wenn mir das motto der demo bis zu dem zeitpunkt nicht klar war, jeder mensch der einfach nur in mitte unterwegs war, musste den eindruck gewinnen, die 200 kids mit technomucke haben vollkommen recht: wir leben in einem polizeistaat! So genau sah das aus! Tolle Werbung für alle Linken in Berlin hunderte von Polizisten in Kampfanzügen aufmarschieren zu lassen, alles abzuriegeln, und selbst normale Passanten zu durchsuchen und aufzuhalten...

Ich persönlich, hab dem Polizisten gesagt, es geht ihn gar nichts an, wo ich war, und wo ich hin möchte. Und wenn sie die Strasse nicht freimachen, dann ruf ich die Polizei!

Ich durfte zum Glück weiter.

Also so wenig ich mit linken chaoten was am Hut hab. DAS war von der Polizei ganz klar auf Schikane und Provokation angelegt.

Die Kids so weit ich sehen konnte waren friedlich und fröhlich. Ist ja nix illegales dabei zu demonstrieren. Besonders wenn mans vorher anmeldet.
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von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 23.5.2009 23:59 Uhr
@ cabotine
Die Entschuldigung sollten Sie vielleicht besser an die beim 01.Mai verletzten Polizeibeamten und -beamtinnen richten.

Wie der Tagesspiegel-Artikel beschreibt, hat die vor Ort anscheinend ausreichend präsente Polizei diesmal gleich von Anfang an eingegriffen, und die Einhaltung der Regeln durchgesetzt. Außerhalb ihres Stammgebietes fehlt den Autonomen ohnehin die Unterstützung durch Mitläufer und gewaltbereite, unpolitische Jugendliche. Da konnten die auch nicht viel tun.
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von fredhannes fredhannes ist gerade offline | 24.5.2009 0:02 Uhr
schön wenn es friedlich geblieben wäre
Aber leider wurde die Demonstation fast durchgängig von der Polizei angegriffen. Obwohl friedlich, gingen immer wieder Polizei-Trupps in die Demo und zogen Menschen heraus. Das haben auch alle Pressevertreter gesehen. Von der Demoleitung wurde immer wieder auf die Friedfertigkeit verwiesen und die Polizei zum Rückzug aufgefordert. So sieht Deeskalation nicht aus. Eine Demo, von der alle Experten im Vorfeld meinten, sie würde wohl friedlich verlaufen, wurde dann, als sie friedlich verlief von einem massiven, einschüchternden und knüppelndem Polizeiaufgebot dransaliert. OK OK, quot erat demonstrandum. 60 Jahre vermeintliche Demokratie und Meinungsfreiheit. Viele Menschen im ehemaligen Osten werden verstanden haben, was diese Demo ausdrücken wollte. Kapitalismus heist Krieg und Kriese. Und die Militarisierung nach außen und (heute zu sehen) innen.

mfg fh

ps wär glaubt, dass sich angesichts einer so auftretenden Polizei keine Wut aufstaut, die sich auch mal entläd, der ist entweder total stumpf oder Polizist...
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von orgel orgel ist gerade offline | 24.5.2009 4:29 Uhr
Über 20 Verletzte
Man sollte vielleicht erwähnen, dass über 20 Demonstranten verletzt und von Sanitätern behandelt werden mussten.

Das Verhalten der Polizei dürfte maßgeblich auf die Stimmungsmache in der Presse in den letzten Tagen zurückzuführen sein. Danke TSP.
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von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 24.5.2009 11:16 Uhr
@ orgel
Sie müssen einfach die Spielregeln verstehen lernen. Innerhalb von Kreuzberg-Friedrichshain können Ihre Leute schalten und walten. Der Senat lässt Ihnen dort im wesentlichen freie Hand. Dahinter steht die zynische Berechnung, dass in der Berliner Kiezgesellschaft die Wahrnehmung der Wähler immer nur auf den eigenen Bezirk ausgerichtet ist. Wenn es also am 01. Mai wieder einmal am Kotti brennt, betrifft dies nur eine kleine Minderheit der Berliner, dem Rest ist das egal. Die Probleme der anderen interessieren nicht.

Wenn Ihre Seite aber offen Einrichtungen, Vertreter oder Veranstaltungen der Bundesregierung bedrohen, dann weht ein anderer Wind, dann zeigt man Ihnen Ihre Grenzen auf.

In Kreuzberg und Friedrichshain haben Sie das Sagen, in Mitte nicht. Das ist nicht Ihr Territorium.
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von benutzerregistrierung benutzerregistrierung ist gerade offline | 24.5.2009 10:39 Uhr
Demonstrationsrecht?
Also, was ich da am Rosa-Luxemburg Platz gesehen habe, hat mich schon ziemlich nachdenklich gestimmt. Wenn etwa ein angemeldeter Demonstrationszug einfach so blockiert wird, weil sich vorne ein schwarzer (mit absoluter Sicherheit unvermummter) Block gesammelt hat, dann ist das ein massiver Eingriff in das Demonstrationsrecht. Zumal die Polizei im Hinblick auf geltende Gesetze ja erst gar nicht Auflagen in dieser Richtung gemacht hat, (das wäre rechtlich nämlich nicht möglich) sondern einfach gewissermaßen per "Faustrecht" die Demonstration blockierte, einfach mal so (ohne eine einzige Festnahme!) den vorderen Teil der Demosntarion abschnitt, um dann wieder abzuziehen und nicht als Spalier NEBEN der Demo langlief, sondern auf der Straße neben den TeilnehmerInnen!
Das geht so nicht, tut mir leid. Die Polizei wusste auch, dass das gegen geltende Gesetze verstößt.
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von zweifel zweifel ist gerade offline | 24.5.2009 11:53 Uhr
Bei Fußballspielen...
...geht die Polizei ähnlich vor, wenn Randale droht.
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von orgel orgel ist gerade offline | 24.5.2009 12:04 Uhr
Realitätsfremd
Lieber Vielflieger, bauen Sie ihr Weltbild doch nicht komplett auf irgendwelchen Vorurteilen und diffusen Allgemeinplätzen auf.

Die Tatsache, dass die Demo nicht in Kreuzberg, sondern Prenzelberg & Mitte stattgefunden hat, hat überhaupt nichts mit der nicht stattgefundenen Randale zu tun und auch nichts mit einem veränderten Polizeikonzept. Die Demos am 1.Mai wurden mitunter auch massiv von der Polizei angegriffen und behindert und "Föderalismus" auf Stadtebene gibt es sowieso nicht, als dass es in unterschiedlichen Bezirken unterschiedlcihe Vorgehensweisen gäbe.

Geben Sie es doch einfach mal zu: Sie kennen nur die Zeitungsartikel, haben ansonsten kein Hintergrundwissen und Ihr Weltbild ist an der Realität zerschellt, drastisch gesagt.

Wie war eigentlich das Geburtstagsfeiern mit Bratwurst und Pur für Deutschland? Langweilig oder?
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von fredhannes fredhannes ist gerade offline | 24.5.2009 12:14 Uhr
so funktioniert (polizei)presse
Techno-Musik, kurze Dispute mit der Polizei, kaum Handgreiflichkeiten: 20 verletzte Demonstranten.

So funktioniert die Demokratie auch die nächsten 60 Jahre. Pressefreiheit ist halt die Freiheit der Presse, die über 40% ihrer Kosten über Werbung deckt (von der Rendite gar nicht zu sprechen), sich von den Unternehmern in diesem Land bezahlen zu lassen.
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von urmel81 urmel81 ist gerade offline | 24.5.2009 13:44 Uhr
eskalationsprinzip
die bullenpräsenz war auf eskalation eingestellt. erst die massiven vorkontrollen, dann das nicht loslaufen dürfen, zwei stunden lang eingekesselt, dann die bescheuerten begründungen: "der schwarze block darf da vorne nicht laufen" - ok, dann gehn jezt bitte ein paar buntgekleidete nach vorn. "die sollen ihre sonnenbrillen abnehmen" - ok, auch das, dann nach ner weiteren halben stunde: "die sollen sich erstmal entspannen". irgendwann meinte der mann auf dem lauti: "wir sind nicht mehr entspannt, ich krampfe langsam. entweder wir dürfen jetzt loslaufen, oder wir gehen eben nicht die angemeldete route sondern denken uns was hübsches aus". und siehe da: wir konnten endlich loslaufen. die polizei spricht eben nur die sprache der gewalt(androhung)! Ich bin sehr stolz auf die leute, die sich gestern kein stück haben provozieren lassen, obwohl sie allen grund dazu hatten!
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von ceo ceo ist gerade offline | 24.5.2009 16:13 Uhr
Absolut richtige Einschätzung.
Genau so ist es gewesen. Es war alles nur Schikane, sie haben förmlich gesagt: jetzt werft endlich Flaschen, wir wollen euch verprügeln. Dann haben sie gemerkt, dass wir uns nicht provozieren lassen, es flog nichts. Als dann die Drohung vom Lautsprecherwagen kam, man könne sich auch etwas anderes überlegen anstatt zu tanzen, da kam Bewegung ins Spiel und wir durften endlich los.

Die Presse hat seit 2 Wochen gegen diese Demo gehetzt, es wurde wortwörtlich vom zweiten 1. Mai gesprochen. Dementsprechend hatten Glietsch und Körting Angst und haben 1000 Polizisten zur Bewachung der Demo abgestellt. Was kam bei heraus? Wasserwerfer gegen tanzendes Volk. Aber immerhin konnte die Springer Presse vorher bischen die Seiten aufpeppen mit brennenden Autos und vermummten Jugendlichen. Wenn heute Bilder in der Bild von dem brennenden Auto in Pankow abgebildet sind würd ich schonmal den Fotografen fragen wo er gestern Nacht war.
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von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 24.5.2009 20:59 Uhr
@ urmel81
Die Beschimpfung von Polizeibeamten als "Bullen" gehört nicht in dieses Forum. Toben Sie sich doch in Indymedia aus. Aber solche Entgleisungen gehören nicht hierher.
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von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 24.5.2009 21:10 Uhr
@ felix
Da haben Sie recht, das ist wohl der größte Unterschied zwischen Autonomen und Hooligans. Die Hooligans teilen zwar aus, können aber auch auch durchaus einstecken. Dann war der Gegner eben stärker.

Die Autonomen schwanken dagegen ständig zwischen einer affektierten Machopose im Outfit-Lederlook neben brennenden Barrikaden, und einer geradezu theatralischen Weinerlichkeit, falls die Gegenseite sich durchsetzt. Da wird jeder blaue Fleck zur barbarischen Staatsgewalt. Die Knochenbrüche der Polizeibeamten, die sie vorher mit Pflastersteinen beworfen haben, zählen nicht. Dann rufen sie nach dem Schutz der Verfassung, die sie vorher mit Füßen getreten haben.
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von lfniederer lfniederer ist gerade offline | 24.5.2009 16:51 Uhr
Liegt das Verhalten der Polizei vielleicht am Ausgang des 1. Mai?
Zugegeben, ich war bei der gestrigen Demonstration in Mitte und Prenzlauer Berg nicht dabei.

Aber, ich könnte mir vorstellen, dass das übertrieben wirkende Verhalten der Polizei auch mit den Geschehnissen des 1. Mai zusammenhängt, an dem ein bestimmter Personenkreis in Kreuzberg ziemlich, gelinde ausgedrückt, über die Stränge geschlagen hat? Das wollten sich Polizei und Senat nicht noch einmal bieten lassen, und haben daher vielleicht übertrieben auf die gestrige Demonstration reagiert.

Die Demonstrationsfreiheit ist ein hohes Gut und ohne Wenn und Aber zu verteidigen. Allerdings muss ich immer wieder erleben, dass sie von manchen Leuten missbraucht wird, um sich das eine oder andere Mütchen zu kühlen und einfach nur zu randalieren und ihren oft erschreckenden Hass auszuleben.

Ich habe oft das Gefühl, dass die Polizei machen kann was sie will, in den Augen des schwarzen Blocks und seiner Anhänger sind sie immer die Vertreter des "Schweinesystems" und im übertragenen Sinn zum "Abschuss" freigegeben.
Comment
von unbekannt | 24.5.2009 17:10 Uhr
Bin ja schon da @southcross, immerhin habe ich noch ein sozoialadäquates Privatleben ;-)
Ganz ohne Zweifel ist der halbwegs friedliche Verlauf allein dem konsequenten Einschreiten der Polizei zu verdanken und nicht dem Schwarzen Block. Nicht ohne Grund wurde die Demo mit Auflagen genehmigt, gegen die reihenweise zunächst verstoßen wurde und deren Einhaltung die Polizei durchgesetzt hat. Es wurde etliche Male dazu aufgefordert und irgendwann wird es eben auch mit Zwang durchgesetzt, weil die Polizei das Recht dazu hat. Die Leute hatten alle Zeit der Welt die Auflagen zu befolgen und letztendlich zeugt der Langmut der Polizei (mehr als 1 Stunde Verspätung) von der "ausgestreckten Hand", die ausgeschlagen wurde.

All dies geschah auch aus den Erfahrungen des 1.Mai, wo diese Konsequenz eben nicht an den Tag gelegt wurde und die Ausschreitungen sind uns hinlänglich in Erinnerung.

Zunächst wurde der Zug locker, später zweireihig und dann sogar vierreihig begleitet (im Fußball nennt man das Manndeckung), weil es immer wieder zu Verstößen kam und aus lauter Frust über die Konsequenz der Polizei wurde die Demo frühzeitig abgebrochen. Es wurden vorbereitete Pflastersteihaufen entfernt (dienten wahrscheinlich dem friedlichen Protest?), diverse Deutschlandfahnen brannten und den Rest kennen wir.

Wer sich einen Eindruck über den "deeskalierenden" Schwarzen Block machen will...bitteschön (Politik/1. Video)

Was gabs noch? 700000 Bürger feiern friedlich das Grundgesetz und Deutschland, wir haben einen neuen alten guten Präsidenten und 1500 Gegenallesfürnichts- Demonstrierer stellten sich selbst außerhalb der Gesellschaft. Nichts neues also! ;-)

Ich gehe jetzt zum sozialadäquaten Grillen und freue mich immer wieder zum Verständnis beigetragen zu haben.

Herzlichst...mexico ;-)
Comment
von southcross southcross ist gerade online | 24.5.2009 18:29 Uhr
Mexico:
Sie werden nicht klüger.
Sie wollen nicht klüger werden.
Sie bedienen weiter Ihre vorgerfertigte Meinung.

Zentraler Satz in dem Video ist doch wohl: "1600 beamte hatten einen größtenteils ruhigen Nachmittag." Kennen Sie den Namen Martin Textor? Nicht den - inzwischen in Rente gegangenen Chef des Berliner SEK - sondern dessen Vater. Der war auch Polizist.

Er wurde berühmt – die Demonstranten kannten ihn, er gehörte zur „Gruppe 47“, den 47 Polizisten des „Diskussionskommandos“. Einer frühe Form der Deeskalationspraxis.

Von Textor gibts dieses Zitat:

"Entscheidend ist nicht, was bei irgendeiner Demo wieder passiert ist, sondern was nicht passiert ist"

Und? Es blieb weitgehend friedlich. Die üblichen Rangeleien werden sich nie ganz vermeiden lassen. Und natürlich - wie ich schon vermutet hatte - sind Sie der Meinung, blieb es friedlich, weil die Polizei so "konsequent" einschritt. Wie diese "Konsequenz" sich auswirkte, hatten ja diverse Vorredner schon dargestellt.

Der 1.Mai und die Demo gestern abend sind 2 Paar Schuhe. Aber was sag Ich ;-) Für Sie natürlich alles das gleiche. Weil Leute mit einer solchen vereinfachenden Meinung wie der von Ihnen in den 90ern in dieser Stadt das Sagen hatten, hatten wir wesentlich mehr Gewalt bei Demonstrationen. Die Hauptstadt zählt seit 2005 im Jahr über 2000 Demonstrationen und nur bei 0,2 % davon bleibt es nicht friedlich.

Die Scharfmacher in Medien und Politik und solche im Vorfeld-schon-Bescheidwisser wie Sie und weitere haben ein gerüttelt Maß Anteil daran, das es dann noch zu diesen 0,2 % kommt.

"und 1500 Gegenallesfürnichts- Demonstrierer stellten sich selbst außerhalb der Gesellschaft".

Diese Abqualifizierung zeigt dann nur noch, wie Sie zu Grundrechten wie Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit stehen.

Ich bin gespannt auf Ihre Meinung bei weiteren anstehenden Grundsatzfragen (z.b. der geplante Bau der Moschee in Neukölln - Religionsfreiheit, oder Hetze gegen den Islam?).

Man liest sich...
Comment
von unbekannt | 24.5.2009 19:11 Uhr
Ganz kurz, die Grillkohle ist noch nicht durch ;-)
Ich verstehe ja, daß Sie aufgebracht sind. Es ist aber kein grund wieder so persönlich zu werden, immerhin brachte das eine "Rüge" ein. ;-)

Sie kommen mit alten Kamellen aus der 68er Studentenzeit. Das Diskussionskommando wurde 1969, vor 40 Jahren gegründet und nach wenigen Jahren wieder eingestellt, noch unter SPD- Regierungen.


Zitat von southcross

Die Hauptstadt zählt seit 2005 im Jahr über 2000 Demonstrationen und nur bei 0,2 % davon bleibt es nicht friedlich.



Klasse Beispiel, da zählen Sie aber auch jede Radler-, jede Kaninchenzüchter-, Hausfrauendemo etc mit. Wetten, daß bei den 0,2% unfriedlichen Demos immer die "Linken" speziell antifa und Konsorten beteiligt sind? ;-)



Zitat von southcross

solche im Vorfeld-schon-Bescheidwisser wie Sie und weitere



Suchen Sie mal die Passage, wo ich behaupte habe, daß es sicher zu Krawall kommt und ich suche nochmal die Passage, wo sie als im "Vorfeld- Bescheidwisser" bereits am Freitag einen ruhigen Verlauf gefeiert haben.;-) Nehmen Sie doch mal zu den Steinhaufen Stellung, die eigens in Blumenbeeten drapiert wurden. Wozu dienten die wohl, wenn die Polizei sie nicht vorher entdeckt hätten?



Zitat von southcross

Diese Abqualifizierung zeigt dann nur noch, wie Sie zu Grundrechten wie Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit stehen.



Ganz im Gegenteil, das wollen Sie nur hier glauben machen. Natürlich dürfen diese Leute demonstrieren und die Polizei sorgt dafür- wie gestern- das es friedlich bleibt. Genau diese Typen haben eben in ihrer Ablehnung des Staates nicht begriffen, daß sie ganz selbstverständlich die Rechte diese Staates sehr wohl in Anspruch nehmen dürfen. Darauf pochen sie auch mit Recht und andersrum versagen sie genau diese Rechte eben auch anderen. Soviel zu der Ambivalenz, bzw. Verlogenheit dieser am Randstehenden. Das GG zählt selbstverständlich auch für diese Leute, aber bitte auch in den gesetzmäßigen Regeln.

Hoffe, zum Verständnis beigetragen zu haben. Herzlichst...mexico ;-)
Comment
von southcross southcross ist gerade online | 24.5.2009 20:50 Uhr
Mexico:
Warum sollte ich aufgebracht sein? Ich nehme das ganz locker. Ich bewahre mir eine differnzierte und unpopulitische Sicht der Dinge. Ich hab keine Klischees und keine vorgefertigte Meinung über bestimmtes, bzw. schere ich nicht alles über einen Kamm. Von so manchem Gesprächspartner kann ich das nicht sagen ;-)

Und von welcher Rüge sprechen Sie?

Richtig. Das "Diskussionskommando" gabs in der 68er Zeit (siehe auch der von mir zitierte Martin Textor - der längst in Rente ist), aber das Konzept der Deeskalation gibts heute auch. Insofern war das Beispiel zu verstehen. Tut mir Leid, das Sie das nicht gleich verstanden haben.

Richtig. Bei über 2000 Demonstrationen im Jahr werden (nicht Ich zähle, sondern die Versammlungsbehörde) werden dann alle zusammengezählt. Ändert trotzdem nichts an der Tatsache, das der Anteil der nicht friedlichen verschwindend gering ist.

Richtig, Sie haben nicht geschrieben, das es zu Gewalt kommt. Aber Sie schrieben von den "üblichen Verdächtigen", das impliziert doch mindestens eine Mutmaßung. Ich hatte aber auch gar nicht behauptet, das Sie sowas geschrieben hätten. Warum fühlen Sie sich jetzt angegriffen?

Der Steinhaufen in den Blumenbeeten? Wo kann ich das nachlesen? Nicht hier im Artikel. Fein, hier Behauptungen zu verbreiten ohne Quellenangabe.

Übrigens Ihr Link zu N24.... Mittels den Links kommt man auf die N24-Startseite und dann gibts ne Auswahl an Videos, zentral vorneweg gehts um Opel/bzw. Herrn Guttenberg. Nach dem Video zur Demo muss man suchen. Hatte es vorhin gefunden, finde die Diskussion mit Ihnen aber inzwischen wieder so Offtopic (das geht den Mitlesern hier wohl auch so - Denke, wir beenden das jetzt), das ich nicht nochmal suchen möchte.
Zuviel Aufwand, bei zuwenig Ertrag ;-)

Nein ;-) Sie tragen nicht zu meinem Verständnis bei.

Wie gesagt: Ich bin gespannt auf Ihre Meinung bei anderen Grundsatzfragen, sei es den Bau der Moschee in Neukölln, oder die nächste rechte oder linke Demonstration.
Comment
von unbekannt | 24.5.2009 21:39 Uhr
So, das Grillfleisch war lecker und was sehe ich?
@southcross macht schon beim lesen Fehler ;-), wo ich doch den Weg zum Video sogar erklärt habe. Natürlich wird es erst persönlich angreifend (fehlende Quelle und so) und dann schaut er doch das Video und sieht keine Steinhaufen, die Wäschekorbweise von der Polizei wegetragen werden. Sind's die Augen..;-)

Ihre Wertung dazu oder gehen Sie wieder nicht auf Argumente ein und verstricken sich in persönliches, auch in ihren PN's?

In der Tat scheint es müßig, wenn Sie ohne Argumente in dieser Form weiterdiskutieren- wie bei beinah allen Diskussionen über dieses Thema und trotzdem greifen ihre pauschalen Unterstellungen eben dann doch nicht. Einzig und allein aufgebaut auf persönliche verbale Angriffe ihrerseits wenn Foristen anderer Meinung sind, ist mir meine Zeit zu schade.

Eins noch..kennen Sie wenigstens einen der Textors persönlich oder waren Sie gestern bei der Demo?

Nein? Sehen Sie! ;-)

Jetzt einen Verdauungskaffee...hoffe nun nicht mehr auf ihre Einsicht bei Argumenten. ;-)

Herzlichst...mexico

P.S. Noch als Nachtlektüre eine Aussage des Verfassungsschutzberichts zum Nachdenken:



Zitat von Spiegel/ Verfassungsschutzbericht

Dabei gehe es bei der linksextremen "Antifaschismusarbeit" nur vordergründig um den Kampf gegen rechtsextremistische Strukturen, meinen die Verfassungsschützer. Eigentliches Ziel von Linksextremisten sei es, "die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu überwinden, um die dem 'kapitalistischen System' angeblich innewohnenden Wurzeln des Faschismus zu beseitigen"



und wie sagte H.M. Broder neulich so treffend in einer Diskussion mit dem Demoanmelder Jermak sinngemäß?

"Antifa hat das Anti schon lange abgelegt und ist zu FA verkommen".

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen! ;-)
Comment
von southcross southcross ist gerade online | 24.5.2009 22:25 Uhr
Ohh, Hendrik M.Broder ;-)
Wie schrieb doch mal jemand in einem Leserbrief im Spiegel über ihn? "Der Karl Dall des politischen Journalismus" Hmmm ;-)

Das ist der Mann, der jeden pauschal verunglimpft, jeden der nicht seiner Meinung ist. Nachdem er jahrelang nervte mit den "trägen Deutschen" die das Ladenschlussgesetz und dergleichen nicht ändern wollen und von der totalen wirtschaftlichen Freiheit in den USA predigte (wo es all das längst gab), nachdem er jahrelang nervte mit den zu langsamen deutschen Beamten und angeblich selbst erlebten Geschichten, wo er besonders aufwändig am Flughafen kontrolliert wurde, reitet er seit einigen Jahren auf der "Achse des Guten" mit u.a. der sonst auch kaum erträglichen Vera Lengsfeld.

Ein wahrer Brüller war sein Auftritt in der Abendschau des RBB nach einer Demonstration der Friedensbewegung gegen den Krieg in Afghanistan im Oktober 2001. Auf der Bühne war ein farbiger Hip Hop Musiker (auch amerikanischer Deserteur), der im US-und Hip Hop-Slang in die Menge rief "You wanna War?" Und das Publikum rief natürlich "Nein" (was sonst ;-?). Und Broder entblödete sich nicht in der Abendschau dann eine Analogie zu Goebbels "Wollt Ihr den totalen Krieg?" zu liefern.

Sprachlich gekonnt, aber selbst Karl Dall wäre nicht mal im nicht-nüchternen Zustand auf solchen Blödsinn gekommen.

Unvergessen auch seine Tiraden und seine ehrverletztenden Äußerungen gegen Frau Hecht-Galinski und sein Zitat in einer öffentlichen Anhörung im Bundestag. Wörtlich: "Antisemitismus und Antizionismus sind zwei Seiten der selben Münze".
Das ist der Mann, der einem ne Anzeige anhängen könnte, wenn man auch nur flüstern würde, das es in Tel Aviv schlechten Kaffee gibt. Nur mal angenommen :-) Mir schmeckte er!

Broder - Der Mann sich als "Kampfdackel" (Eigenwerbung) von GW Bush versteht (der ist aber schon in den Jagdgründen in Texas ;-) und für Krawall-Marketing steht.

Klasse ;-)
Ich hab heute noch nicht gelacht. Bitte mehr davon ;-)
Comment
von unbekannt | 24.5.2009 23:03 Uhr
Womit @southcross wieder einmal
eindeutig bewiesen hat, daß er begnadete Off- Topic- Geschichten erzählen kann, den Leser mit unendlichen Rezitationen mit themenfremden Aspekten beeindrucken will, aber wieder keinerlei Sachaussagen zu den aufgeworfenen Argumenten macht. Die da waren: Wäschekörbeweise Pflastersteine auf der Demo- Strecke oder die Aussage des Verfassungsschutz zu antifa.

Mit Erlaubnis zitiere ich den Foristen @flexton aus diesem Thread (ganz oben):



Zitat von flexton

Das ist das alte Muster "Ich mache meinen 'Gegner' unglaubwürdig, lächerlich oder diffamiere ihn sonstwie um eine Debatte aus dem Weg zu gehen".



Schon gut @southcross, ihre Rabulistik ist zu offenkundig. Andere mögen Sie blenden können...

Einen schönen Abend noch!
Comment
von southcross southcross ist gerade online | 24.5.2009 23:49 Uhr
Ok, Ok...
Sie hatten keinen Suchweg für das Video angegeben. Ich habe jetzt die Waschkörbe mit den Steinen gesehen. Danke an die Polizei für Fund und Abtransport (nützt mir jetzt nichts, weil in Ihren Augen bin ich ja total unglaubwürdig). Frage nur, warum ich mich dazu äußern sollte?

Der Broder kam ja von Ihnen. Und ich find den eben lustig. Aber für jedwede Debatte völlig untauglich. Sie zitieren den und erwarten, das man den Autor übergeht, wenn er aber soviel Anbgriffsfläche bietet?

Die Aussage des VV zu Antifa? Ich beziehe "meinen" Antifaschismus auf den "Schwur von Buchenwald" (können Sie sich bestimmt ergoogeln). Das heißt für mich in Bezug auf die Gegenwart: Zivilcourage gegen jede Art von Diskrimierung.

Und ich bin Mitglied in der VVN - mindstens aus Solidarität mit den Überlebenden aus den KZs und den ehemaligen Widerstandskämpfern, die hier auch Mitglied sind.

Und? Die VVN wird auch im Verfassungsschutzbericht erwähnt. Warum? Weil Antifaschisten den Kapitalismus bekämpfen wollen... Die Ablehnung des kapitalistischen Systems fällt unter die Meinungsfreiheit (ich bin allerdings selbstständig und sicher kapitalistisch orientiert ;-)). Richtig ist aber auch, das das Kapital den Faschismus an die Macht brachte. Oder? Und dann steht "bekämpfen" sicher nicht nur für "mit Gewalt" sondern sicher auch für "mit Worten..."

Ich erinnere mich noch gut an die Tränen des Präsidenten des Internationalen Auschwitz-Komitees Kurt Julius Goldstein. Der beim Festakt zum 50.Jahrestag der Befreiuung in der Deutschen Staatsoper sagte: "Als Auschwitz-Überlebender bin ich heute ein Verfassungsfeind, weil ich Mitglied in der VVN bin". Dies sagte er vor den und auch an die in der 1.Reihe sitzenden Politiker (u.a. der damalige Bundeskanzler Schröder).

Antifaschismus - wird diskreditiert und diffamiert. Er wird mit "Gewalt" gleichgesetzt und mit der Erwähnung im VS-Bericht als verfassungsfeindlich tituliert.

Und Antifa steht nicht für Randale (auch wenn Sie das anders erleben).
Comment
von unbekannt | 25.5.2009 0:35 Uhr
Eine allerletzte Bemerkung noch @southcross,
Schauen sich doch mal alle dieses Foto einer Demoaktion vom Samstag an.

Links sehen wir auf der Fahne das Logo der Antifaschistischen Aktion (war mal das von Ihnen hier benutzte "Avatar" in diesem Forum), in der Mitte einen "Friedensaktivisten" und rechts sehen wir eine verbrannte Deutschlandfahne, die wohl symbolich für die Vernichtung/Abschaffung des Staates, des Systems steht.

Vergleichen wir das mit der Aussage und der Schlußfolgerung im Verfassungsschutzbericht.....

Noch Fragen, Kienzle?
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von southcross southcross ist gerade online | 25.5.2009 11:24 Uhr
Mexico: Jetzt denke ich, es wird bizarr!
Was ist das für einer auf dem Foto? Ein "Friedensaktivist"?
Ich denke, das in der Diskussion zwischen uns zweien von Grund auf und von Anfang an etwas falsch läuft, aber wenn Sie mir so kommen, sollten wir es wirklich lassen.

Sie haben sich mit der FRIEDENSBEWEGUNG schon mal näher befasst (Stichwort: Friedenstaube auf Fahnen, Stichwort: Pace-Fahnen, oder Namen Horst Eberhard Richter und Petra Kelly)? Sieht so Ihrer Meinung nach die "Friedensbewegung" aus? Oder ist das für Sie (für mich schon) ein Linksradikaler, ein Autonomer? Können Sie nicht unterscheiden? Wissen Sie wie diese Leute (der auf dem Dach) über die Friedensbewegung denken?

Die Fahne (mein früheres Avatar - ich habe es ausgetauscht, ist Ihnen also aufgefallen) ist ein Internationales Symbol, ich habe es zuletzt im Andalusien gesehen. Es ist das Sysmbol der antifaschistischen Bewegung. Nicht das Symbol steht für Gewalt, sondern mitunter die Leute, die dieses Symbol tragen.
(mitunter: Nicht überall wo Antifa draufsteht, ist Gewalt drin. Ich bin absolut gegen Gewalt und Antifaschist).

In Deutschland wird dieses Symbol von der "Antifaschistischen Aktion" verwandt. Weil ich die Kapitalismuskritik und das Streben nach Kommunismus dieser Gruppe nicht teile und nicht mit denen in Verbindung gebracht werden möchte, habe ich mein Avatar ausgetauscht. Mit dem Foto habe ich so wenig zu tun Wie Sie!!!!

Zur Schlußfolgerung im VS-Bericht habe ich mich ja geäußert. Lesen Sie mal lieber meinen letzten Beitrag nochmal ;-)

Aber wenn Sie wirklich so sehr alles über einen Kamm scheren, macht es wirklich keinen Sinn.
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von felix felix ist gerade offline | 24.5.2009 18:22 Uhr
'Linke' Weinerlichkeit....
...die meisten der 'Gegenallesundnichts-Demonstrierer' sind ja garkeine ernstzunehmenden 'Linken' sondern Bürgerkids, die ein ideologieverbrämtes Abenteuerwochenende erleben möchten,und am liebsten Polizistenschreck spielen.
Wenn dann die Polizei, nach den horriblen Erfahrungen vom ersten Mai, die im übrigen den Bürger Millionen Steuergelder kosten dürften, alles tut, um ein solches Desaster nicht noch einmal erdulden zu müssen, dann bricht sie durch, die 'linke'
Weinerlichkeit. Dann kommt das Gelaber vom 'supressiven gewalttätigen Faschostaat', der das Demonstrationsrecht behindert.
Sorry, verschont uns damit. Nicht jedes Dada-Happening ( Luxus für alle, ja! ) ist eine schützenswerte Demonstration, zumal- s.o. der Steuerzahler,damit belastet werden wird.
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von benutzerregistrierung benutzerregistrierung ist gerade offline | 24.5.2009 18:57 Uhr
@felix und konsorten
Na dann, finde ich sollten Sie Ihre Gedanken mal konsequent zu Ende führen. Eine Demokratie, die demokratische Grundrechte nicht erlaubt, ist keine. Wenn Sie also sagen, dass Ihrer Meinung nach diese Rechte nicht gewährt werden müssen, dann sagen sie doch einfach ganz offen, dass sie kein Demokrat sind.

Und nochmal eine Sache: Der Clou an der Geschichte ist ja eben, dass die Polizei sich sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat - sie hat eben nicht mehr einfach nach geltendem Gesetz gehandelt. (und das muss sie tun und nichts anderes)
Wie ich schon sagte: Nicht umsonst gab es keine Auflagen, dass es keinen schwarzen Block geben darf: Das wäre nämlich nicht rechtmäßig. Man hat einfach einen Zug schwarzgekleideter, unvermummter Menschen blockiert- und das darf auch die Polizei nicht.
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von unbekannt | 24.5.2009 19:19 Uhr
@benutzer...
Mal abgesehen davon, daß ich bezweifle, daß sie sämtliche Auflagen kennen...vielleicht auch nicht wissen, was alles unter Vermummung fällt, so gibt es noch die Gefahrenabwehr und dort können Sie gerne unter dem Stichwort ASOG Berlin eine Suchmaschine bemühen.

Aber sollte in der Tat die Polizei gegen bestehende Gesetze verstoßen haben, so wird der Veranstalter sicherlich nicht daran gehindert werden, dies verwaltungsgerichtlich überprüfen zu lassen. Nennt sich Rechtsstaat, wogegen gestern u.a. demonstriert wurde. ;-)
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von orgel orgel ist gerade offline | 24.5.2009 19:25 Uhr
hihi
"Was gabs noch? 700000 Bürger feiern friedlich das Grundgesetz"
Das Schunkeln von Besoffenen und Familien zu Pur bei einer Bratwurst wollen Sie jetzt nicht wirklich als politisch verkaufen oder?
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von lionfood lionfood ist gerade offline | 24.5.2009 19:34 Uhr
total daneben
für die demo hätte echt nen sozialpädagoge und nen türsteher aus ner dorfdizze gereicht um die kiddies zu begleiten.

das auftreten der polizei? ich werds nicht hinnehmen. da sitzt man in mitte zum fussballschauen, und plötzlich ist man eingekesselt, muss sich rechtfertigen warum man denn jetzt eine strasse runtergeht, bzw. meine freundin wurde wohl durchsucht und musste erklären warum sie einen schlüsselbund in der handtasche hat. üblicherweise hat man ja so was um später am abend seine wohnungstür aufzuschliessen.

nö, was immer auch die demo war, völlig unbeteiligte passanten zu stoppen, zu durchsuchen, ich denk mal da wurden kompetenzen der polizei weit überschritten, und mit rechtsstaat hat das nichts zu tun.

mich haben die da durchgelassen wil ich genau das so gesagt habe, aber viele meiner englisch australischen bekannten haben sich durchsuchen lassen, eingeschüchtert von einer horde leute in kampfanzügen.

und das am tag des 60. Geburtstags des grundgesetzes. Nö!

Also von mir gibt es ne beschwerde an berliner senat und bundestag. hier läuft einiges ausserhalb jeglicher gesetze und aufsicht ab.

im übrigen waren die meisten polizisten bei uns fussballschauen den ganzen nachmittag. also die arbeitszeit sollte man ihnen mal streichen und nicht anrechnen und auszahlen. kein wunder dass der staat pleite ist wenn man 500 leute fürs rumstehen und nichtstun bezahlt.
Comment
von kenny kenny ist gerade offline | 24.5.2009 20:03 Uhr
@lionfood
"Ich persönlich, hab dem Polizisten gesagt, es geht ihn gar nichts an, wo ich war, und wo ich hin möchte. Und wenn sie die Strasse nicht freimachen, dann ruf ich die Polizei!"

genial...xD
Comment
von benutzerregistrierung benutzerregistrierung ist gerade offline | 24.5.2009 20:39 Uhr
@mexico
Was soll ich dazu sagen? Doch, ich kannte, bzw. kenne die Auflagen und weiß auch, was unter Vermummung fällt. Nun war ich gestern und es ging weniger um Vermummungen, als um den ominösen schwarzen Block, der nunmal nicht per se gesetzeswidrig ist (sondern nur gesetzeswidrig handeln kann). Daher verstößt das Verhalten der Polizei gegen geltende Gesetze. So wie ich das verstanden habe, wollen die Veranstalter ja auch dagegen vorgehen - nur ändert das ja nichts daran, dass gestern allein durch die eigene Macht rumgestänkert wurde.
Ein bisschen erinnert mich das an diese Hausdurchsuchungen vor dem G8-Gipfel 2007. Da wurde auch festgestellt, dass diese gesetzeswidrig waren- nur hatten die Hausdurchsuchungen an sich ja schon längst stattgefunden...
Comment
von unbekannt | 24.5.2009 21:56 Uhr
@benutzer...
Ihr gutes recht, diesen Eindruck zu haben, ich hatte einen anderen und wie gesagt, es gibt dann auch noch Fälle der gefahrenabwehr.

Vielleicht kann ja der TSP mal recherchieren, worum es in dieser Auseinandersetzung ging.

22 Uhr...also nach der Demo...Lichtenberg ist nicht so weit...Landfriedensbruch und bei dem Kommissariat beim LKA dürfte es sich um den Staatsschutz handeln ;-)
Comment
von southcross southcross ist gerade online | 25.5.2009 14:23 Uhr
Mexico:
Falsch vermutet ;-)
Es waren Vietnamesen. Nicht das und die, was Sie dachten.
Kann ja mal passieren ;-)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Lichtenberg-Massenschlaegerei;art126,2805970

"22 Uhr nach der Demo" und achso:
"nach Lichtenberg ist es nicht weit..."

Und wenns nun in Spandau gewesen wäre?

Sie denken wirklich nur in Klischees!
Comment
von southcross southcross ist gerade online | 25.5.2009 20:35 Uhr
Mexico:
Falsch vermutet ;-)
Es waren Vietnamesen. Nicht das und die, was Sie dachten.
Kann ja mal passieren ;-)

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Lichtenberg-Massenschlaegerei;art126,2805970

"22 Uhr nach der Demo" und achso:
"nach Lichtenberg ist es nicht weit..."

Und wenns nun in Spandau gewesen wäre?

Sie denken wirklich nur in Klischees!
Comment
von zweifel zweifel ist gerade offline | 24.5.2009 23:53 Uhr
Als Nichtberliner...
...stehe ich hier vor dem Problem, erst einmal die reinen Fakten zu erfahren. Welche Polizeischikanen, welche Übergriffe von Demonstranten hat es gegeben, wie ist die Demonstration an sich verlaufen usw.
Dass mir der Grundtenor der Demonstration etwas suspekt ist, heißt nicht, dass ich - ohne die Fakten zu kennen - sie alle als blindwütige Schläger betrachte. Allerdings bin ich auch zu oft auf "Augenzeugenberichte" von prügelnden Polizeihorden hereingefallen, um dies unbesehen zu glauben.
"Gegen Deutschland" - das macht sich gut, das provoziert und tut keinem weh - wie ein guter Werbetext.
Schade, dass die Alternative in Thomas Gottschalk, Udo Jürgens, PUR und Otto Waalkes bestand.
Vielleicht schaffen wir es zum 65. oder 75. Jahrestag, gemeinsam und nicht gegeneinander zu feiern. (Nichts gegen Udo Jürgens, aber zur Feier des Grundgesetzes wären Aufnahmen [oder sogar Coverbands] besser gewesen, die mehr mit der Geschichte dieser Demokratie zu tun haben [Ton Steine Scherben, Einstürzende Neubauten, Böhse Onkelz, Tote Hosen, City, Klaus Renft, die frühen Puhdys usw.])
Comment
von lfniederer lfniederer ist gerade offline | 25.5.2009 8:15 Uhr
Liegt das Verhalten der Polizei vielleicht am Ausgang des 1. Mai?
Zugegeben, ich war bei der gestrigen Demonstration in Mitte und Prenzlauer Berg nicht dabei.

Aber, ich könnte mir vorstellen, dass das übertrieben wirkende Verhalten der Polizei auch mit den Geschehnissen des 1. Mai zusammenhängt, an dem ein bestimmter Personenkreis in Kreuzberg ziemlich, gelinde ausgedrückt, über die Stränge geschlagen hat? Das wollten sich Polizei und Senat nicht noch einmal bieten lassen, und haben daher vielleicht übertrieben auf die gestrige Demonstration reagiert.

Die Demonstrationsfreiheit ist ein hohes Gut und ohne Wenn und Aber zu verteidigen. Allerdings muss ich immer wieder erleben, dass sie von manchen Leuten missbraucht wird, um sich das eine oder andere Mütchen zu kühlen und einfach nur zu randalieren und ihren oft erschreckenden Hass auszuleben.

Ich habe oft das Gefühl, dass die Polizei machen kann was sie will, in den Augen des schwarzen Blocks und seiner Anhänger sind sie immer die Vertreter des "Schweinesystems" und im übertragenen Sinn zum "Abschuss" freigegeben.

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