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Nazi-Demo

Polizei leitete Rechtsextremisten um

Die Neonazis zogen durch Lichtenberg - aber sie zogen nicht durch den Weitlingkiez. Die Polizei kürzte ihren Demonstrationszug am Nachmittag um mehrere Kilometer ab, da hunderte Gegendemonstranten die Strecke stundenlang versperrt hatten.
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Gegendemonstranten blockierten in Lichtenberg die Aufmarschroute der NPD. - Foto: dpa
Die Polizei hat am Samstagnachmittag eine Demonstration von etwa 800 Neonazis in Lichtenberg aus Sicherheitsgründen abgekürzt. Aufgrund der massiven Gegendemonstration und ständiger Sitzblockaden der Nazigegner konnten die Rechtsextremisten nicht wie geplant vom S-Bahnhof Karlshorst durch den Weitlingkiez, der als ihre Hochburg gilt, zum S-Bahnhof Friedrichsfelde Ost ziehen. Sie wurden von der Polizei durch die Volkradstraße zum Bahnhof geleitet.

Zweimal wurden Blockaden von der Polizei, die mit 1600 Beamten angetreten war, gewaltsam aufgelöst. Mindestens 60 Linke wurden dabei festgenommen. Aus der Demonstration für ein „nationales Jugendzentrum“, die von der NPD-Jugendorganisation Junge Nationaldemokraten und so genannten „Freien Kräften“ angemeldet worden war, wurden sechs Teilnehmer festgenommen, sie hatten verfassungsfeindliche Lieder gesungen.

Die Stimmung war auf beiden Seiten deutlich aggressiver als bei vorangegangenen Neonazi-Demonstrationen. Unter den über 1000 Gegendemonstranten waren neben Mitgliedern von SPD, der Linken und Gewerkschaften auch mehrere hundert gewaltbereite Autonome. In der Sewanstraße kam es fast zur Massenschlägerei. Nachdem Linke den Zug mit Flaschen und Äpfeln beworfen hatten, konnte die Polizei nur knapp verhindern, dass Neonazis auf die Linken zustürmten. Später griffen militante Linksautonome die Polizei sogar mit Steinen an, diese setzte Wasserwerfer ein.

Lichtenbergs Bürgermeisterin Christina Emmrich (Linke) sprach trotz der vielen Festnahmen und massiven Auseinandersetzungen von einem „großen Erfolg“, dass es die Nazis nicht durch den von ihnen beanspruchten Weitlingkiez geschafft haben. Gegen 15 Uhr war Emmrich selbst von der Polizei abgeführt worden, weil sie sich vor die Sitzblockade an der Sewan-/Ecke Volkradstraße gestellt hatte. Später sagte sie, dass dies ihre erste Strafanzeige gewesen sei.

Polizeivizepräsident Gerd Neubeck sagte, dass die Route der Nazis wegen der einbrechenden Dämmerung abgekürzt worden sei. Im Dunkeln hätte die Situation durch Angriffe der linken Szene zu leicht eskalieren können. Tatsächlich hatten im Weitlingkiez mehrere hundert Linke auf den rechten Zug gewartet.

Wie berichtet, hatte vor allem die Linkspartei im Vorfeld der Demonstration die Polizei kritisiert, weil diese angeblich linke Gegenkundgebungen verboten und verlegt habe. Auf das Privathaus des Leiters der Versammlungsbehörde der Polizei, Joachim Haß, war deswegen am Donnerstag sogar ein Farbanschlag verübt worden. Er wurde deswegen gestern von Personenschützern des LKA begleitet.

Einsatzleiter Michael Knape verwies am Abend noch einmal darauf, dass der Marsch der Rechten vom Grundgesetz gedeckt sei und es keinerlei Handhabe gegeben habe, ihn im Vorfeld zu verbieten. Bürgermeisterin Emmrich widersprach dem erneut: Die Polizei hätte den Neonazis die Route durch die Weitling straße nicht genehmigen dürfen. Sie kritisierte, dass die Polizei „vielerorts Gegenproteste erschwerte und unangemessen reagierte“. Am Montag wird sich der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses mit der Demonstration beschäftigen.


(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 07.12.2008)
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Kommentare [ 22 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von gebsch gebsch ist gerade offline | 7.12.2008 7:03 Uhr
Demonstrationsrecht für Neonazis
Wenn 800 Neonazis demonstrieren wollen, gegen was auch immer, dann steht ihnen dieses Recht in unserem Staat auch zu.
Aber nicht im Stadtgebiet, sondern in den tiefsten Wäldern Brandenburgs.

Da können sie sich austoben, ohne tausend Polizisten zu beschäftigen.
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von karlvanbettrath karlvanbettrath ist gerade offline | 7.12.2008 9:08 Uhr
Demonstrationsrecht
Vertauscht man hier nicht Ursache und Wirkung ? Einfacher wäre es doch gewesen, die Gegendemonstration(en) zu verbieten, bzw. in die vermeintlich tiefen Wälder Brandenburgs zu verlegen.
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von mutexx mutexx ist gerade offline | 7.12.2008 11:11 Uhr
Was ja quasi geschehen ist...
... zum Glück ohne erkennbaren Effekt.

Danke denen die sich dem Pack entgegenstellen!
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von stachel.v.tagesigel stachel.v.tagesigel ist gerade offline | 7.12.2008 10:39 Uhr
Ich schreib's auch hier gerne rein
Ich danke den "Linken", dass sie für eine überwiegend teilnahmslose und desinteressierte Gesellschaft die Köpfe hinhalten, um gegen diese verfassungsfeindlichen Hohlköpfe aufzubegehren.
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von westler westler ist gerade offline | 7.12.2008 11:06 Uhr
Schlimm...
das linke für was den Kopf hinhalten? Für ihren eigenes verfassungswidriges Verhalten? Oder für ihre verlogene Vergangenheit bzw. Gegenwart? Für Antidemokraten im Senat und in den Bezirken? Alles Lüge!!! In Sachen Antisemitismus ist die Linke doch sehr nah bei den Rechten. Also woher nehmen die denn ihr Anspruch auf Wahrheit? Ich meine nicht das sed Blatt.
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von stachel.v.tagesigel stachel.v.tagesigel ist gerade offline | 7.12.2008 11:33 Uhr
Linke...
...als Partei sind nicht verfassungsfeindlich eingestuft, dies sollte man endlich einmal zur Kenntnis nehmen.
Links denken und handeln ist mir allemal lieber als Rechtes Gedankengut, was für mich asozial, kleingeistig, aber leider auch das Ergebnis verfehlter Sozialpolitik ist. Rattenfänger haben derzeit leider leichtes Spiel und dem muss Einhalt geboten werden.
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von blumentopfche blumentopfche ist gerade offline | 7.12.2008 11:59 Uhr
@ stachel..
ungläubig reib ich meine augen. etwas nachhilfe gefällig ?

der grundgedanke der linken, kommunisten, ist die abschaffung des privateigentums an produktionsmitteln, also enteignung.

die grundidee der militanten linken ist garnichts, ist anarchie und kampf gegen alle, die nicht mit ihr auf einer linie sind.

die kommunistische, linke, herrschaft unter stalin hat zig millionen menschen das leben gekostet.

also tun wir doch nicht so, als stehe links für friede freude eierkuchen.

allerdings haben sie recht, die genwärtige krise beschert diversen rattenfängern eine große gefolgschaft.





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von stachel.v.tagesigel stachel.v.tagesigel ist gerade offline | 7.12.2008 12:35 Uhr
Danke...
...für diese Einfältigkeit an "Nachhilfe". Es geht nicht um Enteignung oder Kommunismus, es geht um eine gerechtere Gesellschaft, die frei von Rassismus ist und in der jeder von seiner Hände Arbeit leben kann. Nicht mehr und nicht weniger. Welche der etablierten Parteien tun derzeit etwas für soziale Gerechtigkeit? Keine! Wir haben Bankenpleiten, bevorstehende Mega-Rezession und abertausende Menschen die arbeiten und dennoch auf Sozialhilfe angewiesen sind. Erhebt die Braune Soße dafür die Stimme? Stalin, aber auch Hitler waren Irre und Massenmörder. Diktatoren dürfen heute keine Plattform mehr bekommen, völlig klar. Deshalb lohnt es sich erst recht für soziale Gerechtigkeit und gegen Rassismus einzutreten. Beides kann ich bei diesen verblendeten Glatzköpfen nicht erkennen!
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von berlinradler berlinradler ist gerade offline | 7.12.2008 12:10 Uhr
Linke vs. Rechte
Abgesehen davon, dass solche pseudopolitischen Diskussionen nichts bringen, habe ich bei dem direkten Vergleich Rechts - Links auch so meine Probleme. Die Linke steht für eine Um- und Gleichverteilung, macht damit den "Reichen" vielleicht Ihr Eigentum streitig, nicht aber ihre Existenz. Die rechte Ideologie ist gewaltorientiert, richtet sich gegen Menschengruppen, die sie einfach ausschliessen möchte. Schon die zugrundeliegenden Ideologien könnten unterschiedlicher nicht sein.

Den vielen Gegendemonstranten, zu denen ich (leider) nicht gehören konnte, möchte ich meinen Dank aussprechen. Sie rücken das Bild, das die Nazis mit ihrer Demonstration zu erzeugen versuchen, in Berlin und in der Welt gerade. Sehr ärgerlich finde ich, dass einige Krawallisten solche Demonstrationen nutzen und ihnen damit enorm schaden. Gegen Gewaltideologien kann man ausschliesslich gewaltfrei demonstrieren.
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von joker joker ist gerade offline | 7.12.2008 12:29 Uhr
Seltsam
da demonstrieren die "Rechten" für ein Jugendzentrum, die "Linken" sind dagegen...
Vor wenigen Tagen wurde berichtet, dass in Pankow Jugendeinrichtungen geschlossen werden und dort stellt die "Linksfraktion" die zweitgrößte Fraktion in der Bezirkverordnetenversammlung...was wollen die "Linken" denn?
Und letztlich: ich entdecke zwischen den "Rechtsextremen" und den "Linksextremen" mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede; insbesondere bei der In(toleranz) anderer Denkweisen, bei der Bereitschaft zur Gewalt usw... selbst in der Kleidung sind sie kaum noch zu unterscheiden..
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von tsilarom tsilarom ist gerade offline | 7.12.2008 13:11 Uhr
kleid-dung-kleid
aba hallo, wenn man nicht ma mehr die kleidung auseinanderhalten kann. wo führt das denn hin? da blickt doch keiner mehr durch. ich geb ihnen recht, lieber herr dr. seltsam. ich finde, man sollte da ma gesetzlich abhilfe schaffen. nun scheint ja eine kleiderordung aufgrund möglicher historischer bezüge nicht angezeigt. was tun? vielleicht kann man die rechtsextremen ja so überreden, sich was anderes anzuziehen. was braunes vielleicht? die linksextremen sind ja meistens freiwillig alle in schwarz. (die ließen sich da glaub ich auch auf nix ein. die kenn da nix.) aba da fällt mir noch ein ganz anderes problem auf: wie halten die sich denn selbst auseinander? noch viel lustiger ist, als vawechslungsspiel sachichma, dass mau (is gegendert, kennste jetz nich) als bürgermeisterin strafanzeigen kriegen und von der polizei abgeführt werden kann. is das nich so, als ob ein spieler den eigenen trainer auf die tribüne schicken würde. na stellt euch dasma vor! der alte jogi (ganz in schwaaz, versteht sich) kiecht n tritt inn anus vom kuhrani. aba da kennt sich auch niemand mit aus. ich seh schon. ums mit cäsar zu sagen: DIE wurst is noch nich gekaut.
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von djron djron ist gerade offline | 7.12.2008 13:01 Uhr
Auch die Rechten....
sind (leider) nicht verboten, somit haben sie genau dasselbe Recht zu demonstrieren, wie die (leider) nicht verbotene Linke. Ich fände es auch gut, wenn Menschen friedlich gegen Rechtsradikale demonstrieren würden. Leider sind solche Tage wie gestern einfach nur ein Radikalentreffen, bei dem man rechts und links kaum noch zu unterscheiden vermag. Sie sehen alle gleich aus, sie hören dieselbe (schlechte) Musik, sie halten die gleichen Propagandareden (sie wollen eigentlich dasselbe, nämlich das böse Kapital vernichten, der jugend Perspektiven und Werte vermitteln, nur halt die "Adressaten" sind andere), die Sprechchöre kann mn auch kaum unterscheiden ebenso wie die Kleidung, alle sind sie dem Alkohol sehr zugetan und mögen die Polizei nicht. Pack trifft Pack! Wären da nicht die Anmelder zahlreicher Gegendemos aus dem normalen bürgerlichen Umfeld, die zurecht sagen, die Rechten wollen wir nicht, die es aber nicht hinbekommen, die Antifas und andere gewaltbereite Gruppen aus ihren Reihen auszuschließen, sondern immer schön Deckung bieten für Steine und Flaschen aus den hinteren Reihen.

Berlin hat über drei Millionen Einwohner, 1600 Polizisten für 600-700 Rechte (darunter zahlreiche aus dem ganzen Bundesgebiet) und vielleicht 1000-2000 Gegendemonstranten. Minderheiten bringen einen Bezirk in den Ausnahmezustand, unglaublich.

Ich war gestern auch da und konnte mir dieses Kinderspektakel anschauen. Stinkefinger zeigen und sich gegenseitig zu "übersingen" sind wirklich Werte, die man seinen Kindern vermitteln sollte. Ein Linker und ein Rechter haben sich dann für den Abend auf dem Potsdamer Hauptbahnhof verabredet, um sich zu hauen. Schon komisch, es gab zahlreiche Punkt, wo sich rechte und Linke direkt gegenüberstanden und wo sie sich hätten prügeln können, nichts ist passiert! Sie sind nicht nur alle dämlich, sondern auch feige! Trefft euch doch mal wie die Hooligans irgendwo im Wald und schlagt euch die Köppe ein. Spart der Stadt Zeit und Geld!
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von benutzerregistrierung benutzerregistrierung ist gerade offline | 7.12.2008 13:17 Uhr
Jaja
Ein Hoch auf alle, die sich so wunderbar in der bürgerlichen Mitte befinden! Die können sich über von "Rechts" distanzieren und da sie ja auch nicht "Links" sind, brauchen sie nichts zu tun! Die Wahrheit ist: Demonstrationen sind erlaubt, aber eben auch Gegendemos! Das heißt, wer sich einer Demo gegen Rechts anschließt hat auch das Recht zu Demonstrieren, und vor Allem: Eine Demonstration darf, wenn sie grß genug ist, auch für ein paar Rechte nicht aufgelöst werden! Ihr Links=Rechts Geschwafel ist selber ideologisch besetzt aber sie merken es nicht, weil sie ja angeblich in der Mitte sind!
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von djron djron ist gerade offline | 7.12.2008 13:17 Uhr
@ stachel
Dies ist ein Punkt, in der ich sie und die Linken nicht verstehe. Gerechtere Gesellschaft? Ich bitte sie, mein Vater lebt in der Slowakei, gehen sie mal dorthin und gucken sich dort das reale Leben an. Gehen sie in irgendein anderes Land der Welt und finden sie für mich eine gerechte Gesellschaft. Und wenn sie einen Staat finden, in dem Mann Menschen, die unsere Sozialleistungen bekommen, auch als arm bezeichnet werden, dann bin ich beeindruckt. Unser Staat ist mit Sicherheit nicht perfekt, so wie die Menschheit nicht perfekt ist. Und genau diese mangelnde Perfektion des Menschen ist es, die den Kommunismus hat scheiternlassen. Sie müßten die Menschen heute genauso einsperren und Kritiker in Gefängnisse sperren, wie die Kommunisten es damals taten. Und es würde wieder Privilegierte geben, die mehr hätten. Es wäre dasselbe, wie bei den neuen Rechten, nur auf der anderen Seite der Linie. Sie sind sich in ihrer Persönlichkeitsstruktur so ähnlich und merken es nicht.....
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von stachel.v.tagesigel stachel.v.tagesigel ist gerade offline | 7.12.2008 17:38 Uhr
Schlechte Lebensverhältnisse...
...anderer Länder können nicht darüber hinwegtrösten, dass hier 40% der Kinder in Armut aufwachsen und dies heißt im Klartext: Das Geld reicht über den Monat nicht, um Miete, Heizung und Lebensmittel zu kaufen und das ist Skandal genug für ein Land, welches zu den reichsten Industrienationen gehört.
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 7.12.2008 17:50 Uhr
gehen sie...
doch einfach mal in die skandinavischen länder. die haben die
höchsten sozialen standards in europa, die höchsten steuern und
sind dabei auch noch erfolgreicher als zum beispiel deutschland.

wie passt das wohl zusammen?
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von joker joker ist gerade offline | 7.12.2008 16:46 Uhr
Seltsam
da demonstrieren die "Rechten" für ein Jugendzentrum, die "Linken" sind dagegen...
Vor wenigen Tagen wurde berichtet, dass in Pankow Jugendeinrichtungen geschlossen werden und dort stellt die "Linksfraktion" die zweitgrößte Fraktion in der Bezirkverordnetenversammlung...was wollen die "Linken" denn?
Und letztlich: ich entdecke zwischen den "Rechtsextremen" und den "Linksextremen" mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede; insbesondere bei der In(toleranz) anderer Denkweisen, bei der Bereitschaft zur Gewalt usw... selbst in der Kleidung sind sie kaum noch zu unterscheiden..
Comment
von iris.s iris.s ist gerade offline | 7.12.2008 17:52 Uhr
die nazis...
plädieren nicht für ein "jugendzentrum" sondern für ein
"nationales" jugendzentrum. das macht einen großen
unterschied.

Comment
von djron djron ist gerade offline | 7.12.2008 19:20 Uhr
@ stachel
Ich wage mal zu widersprechen, auch wenn dies bei diesem Thema sehr unpopulär ist. Es mag, wie es halt immer so ist, Ausnahmefälle geben, aber wer mit den staatlichen Leistungen nicht zurecht kommt, der macht irgendetwas verkehrt! Wenn ich also, aus welchen Gründen auch immer, keine Arbeit habe und in den meisten Ländern dieser Welt keinen Groschen bekommen würde, erhalte ich hier eine Wohnung, die vom Staat bezahlt wird. Dazu gibts die, ich weiß es nicht genau, 350 Euro für Essen etc. Dann gibts noch diverse Extras, die der Staat übernimmt, z.B. sämtliche Arztbesuche. Damit erhält ein Hartz vierer fast soviel, wie ein Friseur, der 38 Stunden arbeiten geht. Klar, man kann sich beschweren der Zoo sei zu teuer oder, z.B als arbeitslos gewordener Ingenieur, ich habe deutlich weniger, als ich gewohnt bin und kann nicht mehr soviel Reisen oder so, ABER das ist doch keine Armut. Wohnung, Essen, (fast) kostenloser Arztbesuch, in anderen Länder schmeißt man Steine, weil man unsere "Armut" erreichen möchte! Wenn sie in Bratislawa ins Krankenhaus kommen, dann müssen sie Ärzten und Schwestern nebenbei mal nen Schein zustecken, damit auch jemand kommt, wenn sie die Klingel drücken.

Ich denke, der absolute Großteil der Menschen unseres Landes weiß nicht mehr was Armut ist. Und wir wissen auch nicht zu schätzen, was wir hier haben, außer wir sind im Urlaub mal in die Verlegenheit gekommen, in der Türkei, in Spanien, Griechenland oder so ins Krankenhaus zu müssen. Dann weiß man wieder, was man hat!

PS: Bekommt man eigentlich noch den TV vom Amt? Also Kühlschrank und Waschmaschine, glaub ich, gabs früher auf jeden Fall vom Staat. Also Armut ist für mich was Anderes.
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von hollyb2 hollyb2 ist gerade offline | 7.12.2008 19:42 Uhr
Nazi Demos in Berlin.
Es ist immer wieder erstaunlich wieviel Polizei mobil gemacht wird um Nazis zu schützen und Gegendemonstranten anderen zu verprügeln. Man wird das Gefühl nicht los das "unsere" Polizei sich dabei immer sehr wohl fühlt. Und das in einer Stadt in der die PDS mit regiert.
Von einem SPD /CDU Senat wäre ja nichts anderes zu erwarten gewesen. Aber die PDS ist scheinbar nur ein Anhängsel der Sozis.
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von netraga netraga ist gerade offline | 7.12.2008 21:58 Uhr
Vorurteile pflegen bringt nichts
So ein Versuch, die Leser für dumm zu verkaufen, trägt nicht zur Lösung des Problems bei. Die Polizei schützt nicht die Nazis sondern sie ist verpflichtet (worden, u.zwar durch Gerichtsurteile), die Gruppen zu trennen, damit jede Gruppe das /ihr Recht auf Demonstration umsetzen kann. Die Zeiten, in denen man in Berlin so platt gedacht hat, wie hoyb2
Wenn hier eine bestimmte staatliche Gruppe verbal angegriffen werden soll, bieten sich eher Richter bis hin zu Verfassungsrichtern an, die sich schwer tun, Nazidemonstrationen zu erschweren.
Was sich sog. Linke denken, wenn sie Polizisten anschreien, die zum Dienst an diesen Demonstrationstagen verpflichtet werden, erschliesst sich vermutlich nur denen selber. Statt andernorts längst gezeigtem kreativen Stören der Naziszene verfallen die Berliner sog. Linksaktivisten immer wieder in Krawallverhalten, dass es jedem Beobachter leicht macht, auf paralleles Verhalten der rechten und sog. linken Szene in Bezug auf Gewaltbereitschaft hinzuweisen.
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von yogi79 yogi79 ist gerade offline | 8.12.2008 14:32 Uhr
alles eine Suppe
Ich verstehe überhaupt nicht, warum es immer heißt, "rechte" Demonstrationen müssen verboten, gestört, verhindert werden. Da wir, noch, in einem Rechtsstaat leben, ist es JEDERMANN erlaubt Demonstrationen durchzuführen. Siehe §1 VersammlG.
Gegendemonstrationen sind natürlich erlaubt, aber wenn sie die eigentliche Demo stören, ist es eben nach §21 verboten: "Wer in der Absicht, nichtverbotene Versammlungen oder Aufzüge zu verhindern oder zu sprengen oder sonst ihre Durchführung zu vereiteln, Gewalttätigkeiten vornimmt oder androht oder grobe Störungen verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft."
Man stelle sich nun folgende Situation vor:
1000 Neonazis stören auf eben solche Weise, wie es am Wochenende vorgekommen ist, z.B. eine Rosa-Luxemburg-Demo oder Silvio-Meier Demo, was auch immer. Ein Aufschrei würde durchs Land gehen. Lichterketten wären am Leuchten, Ausländische Journalisten wären am weinen und Claudia Roth wäre "bestürzt".
Mir geht es hier nicht darum, eine "rechte" Demonstration in Schutz zu nehmen. Aber wir leben in einer Demokratie in der es ALLEN Menschen möglich sein sollte, ihre auch noch so abwegigen, schrägen Ideen kundzutun.
Das Verhalten der Bezirksbürgermeisterin zeigt jedoch, dass sie sich und ihre Ansichten unbedingt durchsetzen will, zur Not auch gegen das Gesetz. Ich möchte ihr nicht unterstellen, dass sie das Gesetz nicht kennt. Meiner Meinung nach zeigt das Verhalten der Bürgermeisterin ganz deutlich das "wahre Gesicht" ihrer Partei und ihrer Anhänger. "Die Linke" nimmt sich mit der "NPD" nichts, beide Parteien wollen die bestehende Ordnung kippen und stehen zu Recht im Verfassungsschutzbericht der letzten und hoffentlich nächsten Jahre.

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