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Plastik am Hauptbahnhof "ist Schlag ins Gesicht"

Der Berufsverband Bildender Künstler Berlins hat die Deutsche Bahn wegen des neuen Kunstwerks vor dem Hauptbahnhof scharf kritisiert.
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Plastik "Rolling Horse" Foto: dpa
Berlin -  Das Werk "Rolling Horse" , das Bahnchef Hartmut Mehdorn ausgewählt habe, sei von kaum zu überbietender Provinzialität, sagte der Vereins-Vorsitzende Herbert Mondry. Das Kunstgebilde sei in seinen wesentlichen Merkmalen eine Replik der seit Jahren in Heidelberg stehenden Plastik "S-printing horse", die Mehdorn als früherer Chef der Heidelberger Druckmaschinen AG in Auftrag gegeben habe.

Die Plastik am Hauptbahnhof "wirkt auf jeden kulturell Interessierten wie ein Schlag ins Gesicht", zürnte Mondry. Weil das Werk an zentraler Stelle mit internationaler Breitenwirkung stehe, stelle sich die Frage, ob das so bleibe und wer "die Misshandlung des öffentlichen Raumes" verantworten wolle.

Mondry kritisiert untransparentes Verfahren

Mondry kritisierte, eine fachkundige Auslobung und eine Kunstentscheidung durch eine unabhängige qualifizierte Jury sei ausgeblieben. "Es ist nicht hinzunehmen, dass ein Kunstauftrag, der letztlich mit öffentlichen Geldern finanziert wird, offenbar ohne transparentes Verfahren vergeben werden kann."

Eigentümer der Bahn sei die Bundesrepublik Deutschland, fügte der Kunstexperte hinzu. "So wie hier kann und darf sie sich nicht künstlerisch repräsentiert sehen." Mondry forderte die Bundesregierung auf, mit einem seriösen Wettbewerbsverfahren für die künstlerische Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes zu sorgen. (mit ddp)
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