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Migranten

Runder Tisch soll Vorurteile gegen Homosexuelle abbauen

Im Oktober unternimmt der Senat einen Versuch, gegen die Vorurteile von Migranten gegenüber Homusexuellen vorzugehen.Vertreter islamischer Gemeinschaften sollen sich gemeinsam mit Schwulen und Lesben an einen runden Tisch einladen.
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Berlin -  Der Senatsbeauftragte für Integration und Migration, Günter Piening, will im Oktober Vertreter der schwul-lesbischen Szene und der islamischen Gemeinschaften zu einem runden Tisch einladen. Ziel der Veranstaltung sei es, sich mit dem Thema Vorurteile gegen Homosexuelle, vor allem bei Einwanderergruppen, auseinanderzusetzen, teilte Piening am Donnerstag mit. Offenheit gegenüber Homosexualität sei vor allem bei traditionalistischen Einwanderergruppen "ungenügend ausgeprägt", unterstrich er.

Mit dem runden Tisch sollen die teilnehmenden Vereine und Verbände stärker zur Verantwortlichkeit bewogen werden. Ein besonderes Augenmerk der Diskussionsrunde liege bei Homosexuellen aus Einwandererfamilien, führte Piening an. Sie machten deutlich, "dass unterschiedliche sexuelle Orientierung auch in den Einwanderergruppen zur Lebenswirklichkeit gehört". Im November soll es als Anknüpfung an den runden Tisch eine Fachtagung der "Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung" geben.

Schwulenfeindlicher Artikel sorgte für Aufruhe

Ein schwulenfeindlicher Artikel, der in dem arabischsprachigen Berliner Anzeigenblatt "Al-Salam" Mitte August erschienen war, hatte jüngst für Empörung in der schwul-lesbischen Szene gesorgt. In dem Artikel wurde unter anderem davor gewarnt, einem Homosexuellen "die Hand zu schütteln, denn man weiß nie, was für Bakterien und Keime sich an seiner Hand befinden", wie in der Übersetzung auf der Homepage des Berliner Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) zu lesen ist. (lee/ddp)
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Kommentare [ 34 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von unbekannt | 28.8.2008 16:57 Uhr
Eine sehr gute Idee!
Umfragen haben leider gezeigt, dass Jugendliche aus bestimmten Einwandererfamilien größere Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben haben als altersgemäß gleiche deutsche Jugendliche. Diese Vorurteile müssen abgebaut werden. Auch Jugendliche aus Migrantenfamilien haben das gleiche Recht auf sexuelle Selbstbestimmung und die Pflicht zur Tolerenz.
Comment
von hans hans ist gerade offline | 29.8.2008 9:06 Uhr
karasale ;-)
'Diese Vorurteile müssen abgebaut werden.'

Genau. Vor muss weg.
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von unbekannt | 28.8.2008 17:59 Uhr
Offenheit ungenügend ausgeprägt? Ich glaub 's hackt!
Unsere Gesellschaft geht dazu über, schwules Sexualverhalten als eine Möglichkeit von vielen hinzustellen, so dass der heranwachsende Mensch sich aussuchen solle, welche Methoden ihm am besten zu Gesicht stünden. Ich bin sehr dafür, Leute die schwul leben in Ruhe zu lassen. Ich hab aber was dagegen, wenn Leute wie ich, die ein Idealbild von natürlicher Sexualität haben, zu Deppen gemacht werden sollen.
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von lindblom lindblom ist gerade offline | 28.8.2008 18:27 Uhr
Nicht nur Toleranz, auch Akzeptanz
Dieser runde Tisch wird höchste Zeit!

Anscheinend aber nicht nur wichtig für Migranten sondern auch für Teile der deutschen Bevölkerung die wie

@goerner von ihrem eigenen "Idealbild natürlicher Sexualität" so überzeugt sind, dass sie meinen Heranwachsende vor so etwas "schützen" zu müssen.

Und zum Deppen gemacht wird bestimmt niemand durch Menschen die eine andere Sexualität leben als die die man selbst für richtig hält...
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 28.8.2008 22:35 Uhr
@ lindblom
Ich kann GOERNER nur zustimmen.

Zudem schadet die hypertrophe Debatte den Homosexuellen nur. Man kann es wirklich nicht mehr hören.

Und ob Sie es nun wahrhaben wollen oder nicht, Sexualität ist biologisch-medizinisch - und wird das immer bleiben - mit Fortpflanzung verbandelt.
Dass die biologische Evolution dies mit außerordentlich netten Gefühlen kopulieren ließ, die sich abberativ auch anders als zweigeschlechtlich und auch noch ganz viel anders erzeugen lassen, ist davon unbenommen.

Solange da niemand zu Schaden kommt: Bittesehr! Das geht dann auch niemanden etwas an und niemand hat das Recht darüber herzuziehen oder womöglich sogar körperlich zu attackieren.
Aber umgekehrt kann auch niemand quasi verpflichtet werden, ES zu mögen.

Aber auch GOERNER muss erlaubt bleiben, von natürlicher Sexualität zu reden, ohne ihm daraus ein Minderheitenvotum oder political incorrectness zu basteln.
Comment
von vielleser vielleser ist gerade offline | 28.8.2008 21:19 Uhr
runder tisch
Guten Abend,

frage mich immer was bei so einer blabla alibi-veranstaltung rauskommen soll, das geld wäre in ganz normaler jugendarbeit in Jugendfreizeitheimen -so wie es sie vorgestern noch gab- in form von kickertischen und tischtennisschlägerm besser angelegt.

wie spricht eigentlich der koran über homosexualität?

mfg
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von gralsritter gralsritter ist gerade offline | 29.8.2008 4:47 Uhr
der commentator wieder
Offenbar divergieren unsere Weltbilder nicht nur in puncto "Kommunismus: ja/nein" und "Kann ein Plattenbau hübsch sein". Schon wieder treten Sie hier in ein böses Fettnäpfchen.

Zunächst einmal: Natürlich ist, was in der Natur vorkommt. Mithin ist Homosexualität natürlich.

Sie stimmen Herrn Goerner zu, Jugendlichen sollte gerade nicht vermittelt werden, daß schwules Sexualverhalten eine Möglichkeit darstellt. Kein heterosexueller Jugendlicher wird die Homosexualität wählen, weil er sie "cool" findet. Homosexualität allerdings im Dialog mit Jugendlichen zu tabuisieren erzeugt jedoch genau jenes Umfeld, in dem tatsächlich homosexuell empfindende diskriminiert werden. Die sexuelle Orientierung ist keine Modeerscheinung.

"Aber umgekehrt kann auch niemand quasi verpflichtet werden, ES zu mögen."

Es geht nicht darum, jemanden zur Homosexualität zu bekehren, sondern Akzeptanz Homosexueller herbeizuführen.
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 29.8.2008 11:19 Uhr
@ gralsritter | 29.08.2008 04:47:36
Sie verwechseln NATÜRLICH mit EXISTIEREND.
Nach dieser tumben Definition ist schlicht alles, was VORKOMMT „natürlich“. Sogar Kommunismus, Plattenbauten und Gralsritter.
Falls GRitter meint, Jugendlichen solle vermittelt werden, dass schwules Sexualverhalten eine Möglichkeit darstellt, stimmte ich insofern zu, als dass sie im Rahmen der Erwachsenenwelt und gegenseitiger Nichtbeschädigung eine Möglichkeit ist, wie alle anderen abberativen Formen von sexueller Lustbefriedigung auch. Das ist keine Abwertung, sondern der Tatsache geschuldet, dass Sexualität einen "natürlichen" Sinn hat, mithin nicht losgelöst im Raum der Lustbefriedigung steht oder diese ihr inhärent finales Ziel wäre, selbst wenn es uns – sie erlebend - so erscheinen mag.
Dass sie anal, oral, kopfstehend oder wechselseitig hüpfend betrieben werden KANN, sei jedem selbst überlassen, zumal wir global betrachtet in der Tat momentan weniger auf Vermehrung als auf Ablenkung von Verdrießlichkeiten angewiesen sind.
Comment
von gralsritter gralsritter ist gerade offline | 29.8.2008 16:58 Uhr
an commentator
Es ist schon faszinierend, mit welcher Beharrlichkeit Sie sich immer wieder an meinem Namen hochziehen, wobei doch Ihre eigene Namenswahl ob des tragischen Versuchs, ihrer glücklicherweise nur sehr privaten Meinung einen jounalistisch legitimierten Anstrich zu geben, äußerst fragwürdig ist. Doch genug von Ihnen.

Ihre Unterscheidung von "natürlich" und "existierend" ist leider ebeneso pseudowissenschaftlich und eben so falsch, wie ihre sexualkundlichen Ausführungen. Alles existiert. Es gibt nichts, das nicht existiert - und sei es im Kopf desjenigen, der gleich "commentieren" möchte, daß ihm da lauter Dinge einfallen würden.

Sie möchten hier vielleicht zwischen Natur und Kultur unterscheiden? Aber auch dieser Dualismus hilft Ihrer Arumentation nicht, denn selbst in besonders homophoben Gesellschaften existiert Homosexualität ebenso wie in zivilisationsfernen Naturvölkern und im Tierreich. Homosexuelles Verhalten ist damit nicht gewählt, sondern muß natürlich prädisponiert sein.
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von unbekannt | 29.8.2008 8:34 Uhr
Grundsätzlich eine gute Idee, aber...
Ich war gerade in Ägypten und habe mich dort mit Einheimischen über Islam und Homosexualität unterhalten. Die meisten sahen Homosexualität schlicht als "Katastrophe" (dieses Wort fiel) und "unnatürlich" an. Und meine Gesprächspartner waren weder besonders religiös noch ungebildet. Der Weg bis zu einer ehrlichen Akzeptanz wird lang. Auch die meisten Deutschen sind ja noch nicht an diesem Ziel angekommen.
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von joker joker ist gerade offline | 29.8.2008 9:21 Uhr
Finde ich gut
aber: wer wird an dem Runden Tisch sitzen?
Einerseits Vertreter der schwul-lesbischen Szene (die sind schon tolerant) und der islamischen Gemeinschaften (da werden die kommen, die auch schon tolerant sind). Erfahrungsgemäß kommen genau, die man erreichen will, nicht zu solchen Treffen.
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von lindblom lindblom ist gerade offline | 29.8.2008 11:54 Uhr
@commentator
"Sexualität ist biologisch-medizinisch.........mit Fortpflanzung verbandelt"
Das müssen Sie mir mal genauer erklären.

In der gesamten Geschichte der Menschheit fand und findet Sexualität sicher nicht in erster Linie zur Fortpflanzung sondern vor allem wegen des Lustgewinns statt.

Alles andere ist doch pure Heuchelei.

Da müsste man ja jeden Verkehr zwischen Mann und Frau der nicht der Zeugung dient als "unnatürlich" bezeichnen.

Aber egal, das ist ja hier eigentlich nicht das Thema.
Es geht doch darum, dass bei vielen Migranten und auch einem Teil der Deutschen völlig krude Vorstellungen zum Thema Homosexualität existieren. Hier geht es darum nicht nur für Toleranz sondern eben vor allem auch um Akzeptanz zu werben!

Was der einzelne sexuell mag oder nicht mag spielt da keine Rolle. Und die Einteilung in vermeintlich "natürlichen" oder "unnatürlichen" Sex ist doch ein völliges absurdum!

Und die die diese Einteilung vorschreiben (z.B. kath.Kirche) halten sich.....

Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 29.8.2008 11:59 Uhr
Fortsetzung
selber oft nicht daran.
Und warum nicht? Weil es eben auch nicht "natürlich" und auch nicht gesund ist eine restriktive Sexualität zu leben.

Wir wissen heute welche Neurosen aus unterdrückter Sexualität entstehen können!

Nicht nur die Missionarsstellung zwischen Mann und Frau, jede Art von Sexualität die zwischen zwei selbstbestimmten Menschen stattfindet, ohne dass Dritte Schaden nehmen, ist gleichwertig!
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 29.8.2008 12:07 Uhr
@Grundsätzlich eine gute Idee, aber...
Ich kann Ihre Erfahrung nur unterstreichen.
Nur, es geht ja um einen runden Tisch hier in Berlin und nicht in Ägypten.
Und in Deutschland sieht glücklicherweise mittlerweile die Akzeptanz und vor allem auch die Rechtsprechung ja völlig anders aus. Das müssen Zuwandernde akzeptieren und damit müssen sie leben!
Zum Thema Ägypten: auch dort gibt es eben auch Homosexualität und sie ist auch nicht wenig verbreitet, auch wenn das von der Gesellschaft bestritten und oberflächlich betrachtet nicht geduldet wird.
Selbst in der Türkei wurde mir mal gesagt: "In unserem Land gibt es keine Homosexuellen!" Da dachte ich mir seltsam, schwule Bekannte schwärmen von der Istanbuler "Szene".

Und gerade die, die sich homophob besonders hervortun müssen mal ganz besonders auf die eigenen Gefühle achten. Denn stören und aufregen kann ich mich immer in besonderem Maße über die Dinge die ich bei mir nicht erkennen und akzeptieren will!
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von hades hades ist gerade offline | 29.8.2008 12:34 Uhr
Sigmund Freud an eine verzweifelte Mutter:
"Sehr geehrte Frau ...
Ich entnehme Ihrem Brief, das Ihr Sohn ein Homosexueller ist. Den stärksten Eindruck macht mir die Tatsache, dass Sie dieses Wort in Ihrem Bericht über ihn nicht selber gebrauchen. Darf ich Sie fragen, warum Sie es vermeiden? Homosexualität ist gewiss kein Vorzug, aber auch nicht etwas, dessen man sich schämen muss, kein Laster, keine Erniedrigung und kann nicht als Krankheit bezeichnet werden. [...] Viele hochachtbare Personen in alten und neuen Zeiten sind Homosexuelle gewesen, unter ihnen viele der größten Männer [Plato, Michelangelo, Leonardo da Vinci usw.]. Es ist eine große Ungerechtigkeit, Homosexualität als ein Verbrechen zu verfolgen, und auch eine Grausamkeit. [...] Ihr ergebener Freud"

Comment
von hesum hesum ist gerade offline | 29.8.2008 12:42 Uhr
Runder Tisch? Wozu?
Homosexualität ist in diesem Land legal. Es bedarf keinen runden Tisch um Migranten zur Einhaltung unserer Gesetzte zu bewegen. Dazu sind die staatlichen Istitutionen wie Polizei und Gerichte da.
Comment
von hades hades ist gerade offline | 29.8.2008 13:05 Uhr
"Wider die Natur?"
So heißt die Schau in dem roten Steinbau am Rande des Botanischen Gartens von Oslo. Auf das Fragezeichen am Ende des Ausstellungstitels legt Ausstellungschef Söli ausgesprochen Wert. Denn, so sagt er, die Fakten sehen anders aus: Bei mindestens 1500 Tierarten sei homosexuelles Verhalten bisher beobachtet worden. Und bei rund 500 davon seien die Befunde auch sehr gut dokumentiert. "Und das ist nur die Spitze des Eisbergs."

Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,444512,00.html
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 29.8.2008 13:08 Uhr
Lieber Lindblom,
es sollte Ihnen spätestens seit der 5. Klasse bekannt sein, dass es bei Mammalia, Homo sapiens eingeschlossen, Männchen und Weibchen gibt. Die häufig erheblichen Lustgewinn beim Sex verspüren. Wie kommt das?
Nun. Die es NICHT machten, weil sie genetisch unLustig waren, starben einfach aus.

Natürliche Evolution "machte" Sexualität und sexuelle Lust, nicht Ihrer weit fächerbaren Sinnesfreuden daran wegen (die Ihnen - seien Sie beruhigt - aber trotzdem bleiben), sondern weil Rekombination von (im Falle des Menschen) haploiden zu diploiden Genomen biologisch "Sinn" macht. Genetische Fehler kommen weniger wahrscheinlich zur Expression. Das funktioniert nur, wenn rekombinierte Genome (Kinder) zustande kommen. Anderenfalls ist Sex das Gleiche wie den Motor "lustvoll" im Leerlauf tuttern lassen. Was man ja machen kann. Solange es den Nachbarn nicht stört.
Nur "BIO" ist eben beides nicht. Aber trösten Sie sich. Es kommt ja trotzdem vor. Zwar un-natürlich, aber immer wieder.
Comment
von charles charles ist gerade offline | 29.8.2008 13:12 Uhr
Schwulsein ausgesucht?
Es ist schon erstaunlich, dass selbst angeblich Gutmeinende glauben, man könne sich bewusst für oder gegen homosexuelle Lebensweise entscheiden. Als ob Schwule aus Spaß und Übermut schwul geworden sind. Schwul zu sein sucht sich niemand aus. Man ist es oder nicht.

Was allerdings möglich ist: Schwule leben abstinent oder zwingen sich zu Hetero-Kontakten mit negativen psychischen Folgen. "Aussuchen" kann sich bestenfalls der Bisexuelle, ob er nicht eine Seite seiner Veranlagung zugunsten der anderen Seite unterdrücken will. Aber eben auch unterdrücken...Wahrscheinlich gesünder als totaler Versicht.
Comment
von dali dali ist gerade online | 29.8.2008 13:39 Uhr
Ein "runder Tisch" ist sinnlos,
in urbanen Sozietäten ist homosexuelles Leben eine Selbstverständlichkeit, das inzwischen sogar in der Werbung genutzt wird (z.B. VW-an Werbung).
Andererseits gibt es Kulturkreise, die sich erst einmal selbst mit ihrem Verhältnis zur Homophilie auseinandersetzen müssten.
So ist es unter Soziologen überhaupt keine Diskussion darüber, dass in diesen Kulturen schon kulturelle Ausdrucksformen (z.B. Tänze) stark homophil geprägt sind, ja schon seit dem Altertum waren.
Wenn die Vorleser dieser, ja nicht zufällig auch noch stark machohaft geprägten Kulturen, diese Erscheinungsformen als nicht vorhanden abtun, braucht man nicht zu diskutieren.
allenfalls wäre ein Knigge zu formulieren,
der allerdings durch die Rechtslage schon vorgegeben ist.
Also zwecks welchem Behufe???
Comment
von charles charles ist gerade offline | 29.8.2008 13:44 Uhr
@hesum
Polizei und Justiz - leider erforderlich, um geltendes Recht durchzusetzen.
Es geht jedoch um die Aufklärung und den Abbau von Vorurteilen, um die Erziehung zu Toleranz und Akzeptanz schon im Kindergarten. Eine menschliche Gesellschaft braucht Werte, die von Polizei und Justiz notfalls durchgesetzt werden müssen. Dazu könnte auch ein Runder Tisch beitragen. Ewig Gestrigen und Verbohrten kommt man allerdings auch mit Engelszungen nicht bei.
Comment
von unbekannt | 29.8.2008 13:55 Uhr
Runder Tisch deshalb,
um das Thema Homosexualität in bestimmten Bevökerungsgruppen zu enttabuisieren. Eigentlich geht es nicht um Akzeptanz oder Toleranz, weil Homosexualität, die heimlich geschieht, ja durchaus akzeptiert oder toleriert wird, aber tabuisiert ist. Mit anderen Worten: muslimischen Jugendlichen muss es ermöglicht werden, am CSD teilzunehmen ohne hierfür von ihrer Familie als "krank" angesehen zu werden. Ein Runder Tisch ist ein guter Anfang, aber eigentlich nicht ausreichend.
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 29.8.2008 14:06 Uhr
@charles
und selbst wenn... ob man sich seine Sexualität aussucht oder nicht spielt da gar keine Rolle!

Es ist doch völlig egal, welche Spielart der Sexualität von selbstbestimmten Menschen ausgeübt wird. Darüber hat niemand zu richten!
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 29.8.2008 14:09 Uhr
@hesum
es ist eben auch wichtig Einstellungen zu verändern, damit es gar nicht erst zu Gewalt kommt.

Es ist doch nicht sinnvoll "hinterher" die Schäden durch Polizei und Justiz zu "beseitigen"... Was hätte das potentielle Opfer davon?

Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 29.8.2008 14:11 Uhr
@ommentator
Danke für Ihre pseudowissenschaftlichen Belehrungen!
Ich würde aber sagen, trotzdem knapp am Thema eines runden Tisches vorbei...
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 29.8.2008 14:46 Uhr
lindblom 29.08.2008 14:11:30
Ich bin voll freudiger Erwartung, ob Ihrer wissenschaftlichen Erklärungen, die ja nun sicher bald folgen werden. Oder fanden Sie das pseudo einfach nur chic?
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 29.8.2008 15:04 Uhr
lindblom 29.08.2008 14:11:30
Ich bin voll freudiger Erwartung, ob Ihrer wissenschaftlichen Erklärungen, die ja nun sicher bald folgen werden. Oder fanden Sie das pseudo einfach nur chic?
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 29.8.2008 14:20 Uhr
@ charles | 29.08.2008 13:12:55
Schwulsein ausgesucht?
Das ist nicht der Punkt. Da es in der heutigen Gesellschaft egal ist, ob schwule oder nicht-schwule Sexualität gelebt wird, besteht auch kein Grund, sie jemandem zu verwehren. Sie tut keinem weh und geschützt betrieben, macht sie auch niemanden krank.

Die Tatsache anzuerkennen, dass Homosexualität am biologischen "Sinn" der Sexualität vorbeiläuft und insofern un-natürlich ist, ist kein Makel, sondern einfach nur ein Faktum. Vieles andere in der menschlichen Gesellschaft ist auch un-natürlich. Und selbst in der Natur gibt es "un-natürliches" Verhalten. Dass es bei vielen Tierarten Homosexualität gibt, zählt dazu. Dominierte sie aber, gäbe es bald keine Tierwelt mehr. Biologie ist Variation. In alle Richtungen und ständig! Variation ist Voraussetzung von Evolution. Richtig ist aber auch: Fast alle Variation ist erfolglos.
Man tut niemanden einen Gefallen, sich auf den Markt zu stellen und "Schnee ist schwarz - Schnee ist schwarz!" zu schreien.
Comment
von charles charles ist gerade offline | 29.8.2008 14:54 Uhr
Noch viel zu tun
@commentator
In der heutigen Gesellschaft s o l l t e es egal sein, ob...

Zwar gibt es in den letzten Jahrzehnten einen bemerkenswerten Wandel zu Toleranz und Akzeptanz. Zugleich gibt es aber noch jede Menge Vorurteile, gehässige Diskriminierung und Gewalt gegenüber Schwulen, insbesondere, aber keinesfalls nur von Personen mit Migrationshintergrund. Nicht nur in der "Schwulenhochburg" Schöneberg weiß man ein Lied davon zu singen.
Da sind noch dicke Bretter zu bohren. Vielleicht kann der Runde Tisch ein wenig helfen.
Comment
von commentator commentator ist gerade offline | 29.8.2008 15:02 Uhr
karasaleh | 29.08.2008 13:55:14

" ... muslimischen Jugendlichen muss es ermöglicht werden, am CSD teilzunehmen ... Ein Runder Tisch ist ein guter Anfang, aber eigentlich nicht ausreichend."

Es ist genau dieser pseudoliberale Sexualisierungs-Aktionismus, der kontraproduktiv ist und das Gegenteil dessen bewirkt, was er anzustreben vorgibt. Ein Muslim wird am CSD natürlich nicht teilnehmen, solange er das ist.

Sorgen Sie dafür, dass Kinder weder muslimisch, noch katholisch, noch sonst religiös indoktriniert werden. Da haben Sie viel mehr bewirkt.
Wenn Sie dann - apropos Natürlichkeit - noch hinbekommen, dass an deutschen Badestränden Barbusigkeit, geschweige denn Nacktheit, nicht schon wieder als Ordnungswidrigkeit verfolgt wird, sind Sie schon fast auf dem Olymp runder Toleranz-Tische angelangt, ohne einen umsessen zu haben.
Der CSD mag als Karnevalsveranstaltung ganz nett sein, aber als Demonstration für Toleranz und Akzeptanz eher weniger.
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 29.8.2008 15:16 Uhr
@commentator
Ich brauche keine Wissenschaft um Lebensrealitäten anzuerkennen!
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 29.8.2008 15:26 Uhr
@commentator
Kommentar zu @karasaleh

Na, das ist ja mal eine Ebene auf der ich mich mit Ihnen einig sehe.

Wobei ich den CSD nicht als reine Karnevalsveranstaltung abqualifizieren würde. Es ist schon wichtig, dass Homosexualität auch sichtbar in der Gesellschaft ist.
Natürlich im Rahmen unserer "guten Sitten"...

Zum Thema Barbusigkeit:

Die Kopenhagener Stadtverwaltung hat vorgeschlagen, dass es im Zuge der Gleichberechtigung auch Frauen erlaubt sein sollte in Hallen- und Freibädern "oben ohne" zu baden.

Soviel ich weiss haben muslim. Verbände in DK dagegen protestiert.
Die Stadtverwaltung wollte die Sache aber auf jeden Fall durchziehen....

Ich weiss nicht, was bisher daraus geworden ist.
Aber Dänemark ist da ja grundsätzlich ein wenig freier als die alte BRDeutschland...
Comment
von unbekannt | 29.8.2008 15:33 Uhr
"Ein Muslim wird am CSD natürlich nicht teilnehmen, solange er das ist. ",
ja, @commentator, da stimme ich Ihnen voll und ganz zu. Nur, es geht nicht um die Väter, sondern um die Jugendlichen. Glauben Sie denn wirklich, die Mädchen und Jungen aus muslimischen Familien sind allesamt glühende Islamisten? Sie sind, wie ihre deutschen Altersgenossen auch, in der Regel an Religion wenig interessiert; dafür mehr an jugendlichen Lebensstilen. Die Schwierigkeiten, die sie haben, liegen darin, hierfür in ihrer Familie Verständnis zu finden, nämlich in Berlin zu leben, wie jeder deutsche Jugendliche auch. Sie wollen das "Anatolien-Image" endlich loswerden und es liegt auch an der deutschen Mehrheitsgesellschaft, dass man ihnen das nicht ständig wieder anklebt. Deshalb ist dieser Runde Tisch sinnvoll und wichtig, weil hier Vertreter, auch konservativer, muslimischer Verbände teilnehmen werden, die als Mentoren gebraucht werden, um die Eltern-Generation zu erreichen. Ohne diese Verbände schafft man es nicht. Ein wichtiger Schritt zur Integration.
Comment
von hesum hesum ist gerade offline | 29.8.2008 16:56 Uhr
Dazu eine Frage, Charles...
die Menschen, die nach Deutschland einwandern sollen durch die von ihnen eingebrachte Arbeitskraft u.a. helfen unser Gesundheits- und Rentensystem am Leben zu erhalten. So wird dem deutschen Michel doch die heutige Zuwanderung verkauft. Außerdem soll unser kulturelles Leben bereichern. Knapp gesagt, es sollten zivilisierte gut gebildete Mitbürger sein. Aus Ihrem Kommentar entnehme ich aber, dass es sich hier unzivilisierte Mitmenschen handelt, denen zunächst durch unsere Institutionen beigebracht werden muss Menschen zu akzeptieren, die anders sind als sie selbst. Was Sie fordern ist nichts anderes als Toleranz gegenüber der Intoleranz. Ist das wirklich Ihr Ernst?

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