[Kommentare: 7]

Millionenschwerer Auftrag

Gericht kippt Vertrag zu Straßenlicht

Die Stadtentwicklungsverwaltung hat den millionenschweren Auftrag zum Betrieb der Straßenlaternen nicht korrekt vergeben, stellt das Kammergericht fest.
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Das Gericht entschied am Donnerstag, dass die Firma Stadtlicht zu Unrecht ausgeschlossen worden war und die Verwaltung den Siebenjahresvertrag deshalb nicht wie geplant mit der Vattenfall Europe Netzservice GmbH abschließen darf. Stattdessen müssen die Angebote von Stadtlicht und der Vattenfall-Tochter neu bewertet werden.

Bei der Ausschreibung hatte die Vattenfall-Tochter kampflos gewonnen, weil alle drei Mitbieter zuvor aus formalen Gründen ausgeschlossen worden waren. Der Konkurrent Stadtlicht, der die Laternen bisher betreibt, war daraufhin vor Gericht gezogen. Das Unternehmen sah sich unfair behandelt und Vattenfall zu Unrecht bevorzugt – was nun vom Gericht bestätigt wurde. Stadtlicht-Geschäftsführer Matthias Hessling sprach von einem „Etappensieg“. Dietrich Graf, Geschäftsführer der Vattenfall-Tochter, kündigte eine juristische Prüfung an. Aber: „Wir sind nicht beleidigt, sondern wir stellen uns dem Wettbewerb.“ Bei der Stadtentwicklungsverwaltung hieß es, vor einer Bewertung brauche man die schriftliche Begründung des Gerichts.

Ein politisches Nachspiel wird die Sache auf jeden Fall haben: Die Linken- Haushaltsexpertin Jutta Matuschek sagte: „Wir werden das Verfahren im Hauptausschuss aufrufen und unsere Schlüsse daraus ziehen.“ Der FDP-Haushälter Björn Jotzo sprach von einer „schallenden Ohrfeige“ für die Verwaltung von Ingeborg Junge-Reyer (SPD). Bereits um die vorherige Ausschreibung des Vertrages hatte es einen jahrelangen Rechtsstreit gegeben, den das Land verlor.
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Kommentare [ 7 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von dmeyer dmeyer ist gerade offline | 10.12.2009 17:56 Uhr
Allgemein nicht bekannt
Viele Berliner wissen gar nicht, daß die Straßenlaternen nur noch die Hälfte Licht geben. Es wurden vor Jahren, die zweiten Lampen aus den Laternen entfernt. Ergebnis: Der Senat spart Geld, aber die Sicherheit der Bürger wird gefährdet, weil es nur noch Dämmerlicht ist und die Gefahr von Überfällen zunimmt.
Ich wohne im Bayerischen Viertel in Schöneberg.
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von eban eban ist gerade offline | 10.12.2009 17:56 Uhr
Völlig richtig
Wer glaubt denn wirklich, dass ein Betreiber, der an sich selbst zahlt, immer die für den Auftraggeber kostengünstigste Variante wählt?
Was den Senat da geritten hat?
Comment
von titanic titanic ist gerade offline | 10.12.2009 19:35 Uhr
@eban
"Was den Senat da geritten hat?"

Die Reiter heißen Inkompetenz, Vetternwirtschaft und Korruption.
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von ernst_lustig ernst_lustig ist gerade offline | 10.12.2009 20:33 Uhr
Solange die sich da oben streiten ...
... repariert garantiert keiner die Laterne vor unserer Haustür, die schon seit anderthalb Jahren defekt ist. Wozu auch? Hauptsache der Goldesel "Steuerzahler" kommt seiner Bestimmung nach.
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von hansholst hansholst ist gerade offline | 11.12.2009 9:34 Uhr
schon wieder...................
Schon wieder Junge-Reyer, die offensichtlich versagt hat, wieso wird diese erwiesenermassen inkompetente Person ( Tempelhof ohne wegweisende Planung, Hakelei mit der S-Bahn, Autobahnausbau ohne Rücksicht auf verluste etc.)in Ihrem Amt belassen ??

fragt böse
Hansholst
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von phantomias phantomias ist gerade offline | 11.12.2009 9:40 Uhr
Systemfehler
Scheint ein rot-roter Systemfehler zu sein: Ausschreibungen nach Gutsherrenart!
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von sataniel sataniel ist gerade offline | 11.12.2009 12:37 Uhr
Berlin ist dunkler als je zuvor.
Selbst im Osten waren die Laternen vor 20 Jahren heller. Ob das aber die alleinige Schuld des roten Senats ist, daran habe ich meine Zweifel. Denn jeder, der in Berlin Strom verbraucht, kann ein Lied von den Preissprüngen der Stromversorger singen. Da steigt der Strompreis selbst dann, wenn er auf dem internationalen Markt sehr viel billiger wurde!

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