[Kommentare: 180]

Schimpftirade

Sarrazin hält Berlin für zu dumm

Berlins ehemaliger Finanzsenator Thilo Sarrazin hat wieder zugeschlagen: In einem Interview dozierte er, die Stadt müsse Intellekt von außen importieren, um voran zu kommen. Die Bundesbank hat sich von den Äußerungen distanziert.
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Kann es nicht lassen: Sarrazin lässt kein gutes Haar an Berlin. - Foto: dpa
Berlin -  Berlins ehemaliger Finanzsenator Thilo Sarrazin hat sich erneut sehr kritisch über die Stadt und ihre Eliten geäußert. In einem großen Interview mit der Zeitschrift "Lettre" sagte der jetzige Bundesbank-Vorstand, Berlin sei in seinen politischen Strömungen "nicht elitär aufgestellt, sondern in ihrer Gesinnung eher plebejisch und kleinbürgerlich", belastet vor allem "von zwei Komponenten: Der 68er-Tradition und dem West-Berliner Schlampfaktor".
 
Sarrazin analysiert in dem Interview ausführlich die Situation der Einwanderungspolitik und kommt zu dem Schluss, dass 40 Prozent aller Geburten in der Unterschicht stattfänden mit der Folge, dass das Niveau an den Schulen kontinuierlich sinke, statt zu steigen. "In Berlin gibt es stärker als anderswo das Problem einer am normalen Wirtschaftskreislauf nicht teilnehmenden Unterschicht."
 
"Türkische Wärmestuben" könnten die Stadt nicht voranbringen, sagt der Ex-Senator weiter und schlägt eine grundsätzliche Richtungsänderung in der Ausländerpolitik vor: "Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest soll woanders hingehen." Vor allem große Teile der arabischen und türkischen Einwanderer seien weder integrationswillig noch integrationsfähig. "Ich muss niemanden anerkennen, der vom Staat lebt, diesen Staat ablehnt, für die Ausbildung seiner Kinder nicht vernünftig sorgt und ständig neue kleine Kopftuchmädchen produziert." Sarrazins Vorstellung: "Generell kein Zuzug mehr außer für Hochqualifizierte, und perspektivisch keine Transferleistungen für Einwanderer." Für Berlin sei seine Prognose aber düster, was diese Themen betreffe.
 
Sarrazin gesteht der Stadt andererseits aber auch Fortschritte zu, "ob es um Anteile am nationalen Diskurs oder an der kulturellen Produktion geht, an Fernsehen und Populärkultur bis zum dem Umstand, dass auch die Länder als Vertreter des Föderalismus Berlin als Bühne benutzen". Notwendig sei der Import von Eliten, und dieser Import werde kommen, ebenso wie im New York der 50er Jahre: "Berlin wird niemals von den Berlinern gerettet werden können."

Die Bundesbank erklärte, sie distanziere sich "entschieden in Inhalt und Form von den diskriminierenden Äußerungen" ihres Vorstandes. Die Ansicht der Bundesbank würden darin nicht widergegeben. Das Interview stehe auch "in keinerlei Zusammenhang mit den Aufgaben von Dr. Sarrazin bei der Bundesbank." (bm)
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Kommentare [ 180 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 30.9.2009 17:35 Uhr
ist der
eigentlich in diesem Job nicht ausgelastet. Dann müsste man ihm doch eigentlich sein Gehalt kürzen.
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von kaleu kaleu ist gerade offline | 30.9.2009 18:30 Uhr
Welche/r "man" sollte ihm....
...denn sein Gehalt kürzen, vor allem weshalb?
Seine Kritik ist präziese, sein Kopf klar, wäre er denn sonst aus Berlin geflüchtet?
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von Kyrenaiker Kyrenaiker ist gerade offline | 30.9.2009 23:13 Uhr
@uwemohrmann
Sie sind ja ein Superkapitalist ! Findet Herr Sarrazin doch tatsächlich die Zeit, mit der vielleicht fundiertesten und besten deutschen Zeitschrift, Lettre International, die erstaunlicherweise aus Berlin kommt, ein Gespräch zu führen. Sollte gleich zu einer Gehaltskürzung führen, denn jeder Angestellte und Arbeiter hat seinem "Patron" selbstverständlich uneingeschränkt 24 Stunden am Tag zur Verfügung zu stehen, genau wie Sie, vermute ich.
Was mir bei dieser Diskussion übrigens auffällt: Kein Mensch erwähnt "Lettre International", kennt wohl keiner der Diskutanten...Be Berlin !
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von alterschwede alterschwede ist gerade offline | 1.10.2009 8:17 Uhr
@kyrenaiker
Doch, ich :-) Stimme Ihnen zu, Lettre ist tatsähclich die beste deutsche Zeitschrift - daher habe ich sie auch abbonniert. Allerdings wundere ich mich etwas, dass man den Dampfplauderer Sarrazin interviewt hat - normalerweise schreiben dort intellektuelle Schwergewichte.
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von derwonuwiedadaist derwonuwiedadaist ist gerade offline | 1.10.2009 12:03 Uhr
@alterschwede
Alter Schwede!
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von ganymed ganymed ist gerade offline | 1.10.2009 8:28 Uhr
das kommt vor,
dass berühmte leute mit zeitungen reden...politiker sogar öfters. oder ex-politiker. muss man das nun auch verbieten? welche religion hat sarrazin eigentlich? ist er neutral? alles ungeklärte fragen.
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von lear lear ist gerade offline | 1.10.2009 0:27 Uhr
Das kosmopolitische Berlin wächst nach
Berlin ist eine Weltstadt mit wenig Weltbürgertum und Intelligentsia, das ist überwiegend richtig analysiert und trifft auf weite Teile der Mittelschicht zu.

Was Sarrazin jedoch übersieht ist, dass Berlin weitgehend
nicht durch Landespolitik (plebejische Schlampfaktoren) geprägt wird sondern durch die Hauptstadtfunktion und deren indirekte Stadtpolitik. Als eines der bedeutendsten Entscheidungszentren der Welt hat Berlin globale, diplomatische, intellektuelle und vor allem politische Eigenschaften wie nur wenig andere Metropolen.

Es kommt einem so vor als würde Klein-Sarrazin Sanssouci besuchen um danach nur über die dreckige Hofküche zu lästern.

Die (Neu) Berliner Intelligenz ist in puncto Weltpolitik, Weltwissenschaft und Weltkultur bereits vorhanden, tritt jedoch sogut wie nie in Berliner Medien auf, oder war die Kanzlerin jemals im rbb, oder der letzte Berliner Chemie-Nobelpreisträger ?

Dieser Umstand ist auch der Grund warum das Selbstverständnis und Selbstbewußtsein Berlins so unterirdisch entwickelt ist.

Auch wenn man Berlin mehr Münchner, mehr Hamburger, mehr Frankfurter Bürgerklasse und deren ökonomischen Sachverstand wünschen würde, sollte man sich von Herrn S. und seiner verkürzten Sicht nicht in die Irre führen zu lassen.
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von deejay deejay ist gerade offline | 1.10.2009 13:36 Uhr
Faschistisch
Diese Äußerungen des Hernn Sarrazin sind faschistoid.

Etwa noch Mitglied in der SPD ?

Kein Wunder, das der SPD 6 Mio. Wähler abhanden gekommen sind.

Comment
von ThomasP. ThomasP. ist gerade offline | 1.10.2009 21:07 Uhr
Nicht wegen seiner Leistung bei der Bundesbank?
Mal sehen wie dieser vom Bund/der Bundesbank abgelohnt entschädigt wird.
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von hannibal hannibal ist gerade offline | 30.9.2009 17:39 Uhr
Messerscharfe Analyse!
Also wenn die SPD mal wieder durch solche Leute repräsentiert würde, halte ich meine Rückkehr für sehr wahrscheinlich.

Was bei Sarrazin äußerst angenehm ist: er schleimt nicht rum, er orientiert sich NUR an der Sache und benennt schonungslos die Schwächen!

Sooo muss man vorgehen, wenn man Lösungen anstrebt.

Und die wirken dann segensreich für die Menschen. Nicht die Beschwichtigungen und nicht die leisetreterischen Schönredereien.

Ein Sozialdemokrat, wie aus dem Bilderbuch!

Wie sehen das jetzt eigentlich die anderen Linken in diesem Forum? Teilen sie meine Begeisterung? Diskutieren Sie mit!
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von ganymed ganymed ist gerade offline | 30.9.2009 18:23 Uhr
beim thema
plebejisch und spießig dachte ich, sarra, du hesset bejriffe. berlin ist nicht mehr wie früher.
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von alterschwede alterschwede ist gerade offline | 30.9.2009 19:05 Uhr
@hannibal Analyse??
Eine Analyse ist es eben nicht, denn dann müsste er tiefer gehen und sagen, warum die Zustände so sind wie er sie sieht. Es ist eher eine übertriebene, ja überzeichnete Zustandsbeschreibung, so wie es seine Art ist. Manchmal liegt er richtig, manchmal macht er sich lächerlich (die Temperaturgestaltung in Häusern im Winter war ein echter Schuss in den Ofen). Alles in kann einem nicht gefallen, dass er offensichtlich eine ziemliche Verachtung für das "abgehängte Präkariat" hegt und eine nahezu unkritische Vorliebe für "Eliten", wer immer dies auch sein mag - in seinen Augen wohl eher Leute mit Geld.
Wenn er uns jetzt noch sagen könnte, WARUM so viele Ausländer in Deutschland sind, und WARUM die strukturelle Arbeitslosigkeit ja nicht nur in Berlin, sondern in den meisten OECD-Staaten so hoch ist, und WAS man eventuell dagegen unternehmen könnte, erst dann, @hannibal, kann von einer Analyse die Rede sein. Bis dahin sind es aber nur Sprüche, die auch, was den Ausländerteil betrifft, Holger Apfel geäussert haben könnte.
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von marel marel ist gerade offline | 30.9.2009 20:21 Uhr

Gerade mit seiner Aussage zum Pullover hatte er absolut Recht. Man muß nicht die ganze Welt aufheizen, nur damit man im Winter überall nackich gehen kann. Das ist schon eine Form von Kultur-Perversion.




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von alterschwede alterschwede ist gerade offline | 1.10.2009 8:23 Uhr
@marel Winter
Sie besitzen offenbar kein Haus bzw. haben es noch nie im Herbst/Winter drinnen kalt gehabt: Wird nämlich nicht ausreichend geheizt, bildet sich leicht Schimmel an den Wänden, besonders gern unbemerkt hinter Möbeln. Dass das für jeden Hausbesitzer im Endeffekt teurer kommt als für 3 Grad mehr zu heizen, dürfte wohl klar sein, ganz abgesehen von der Gesundheitsgefahr, die von diesem Schimmel ausgeht.
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von marel marel ist gerade offline | 1.10.2009 10:28 Uhr
@alterschwede: Verdummung
Bei den von Sarazin angegebenen 16 Grad wachsen keine Schimmelpilze. Wenn, dann handelt es sich um bauliche Schlamperei.

Sie können Teile der Wohnung noch wesentlich kühler halten. Die überheizten Wohnungen, um im Winter nackich herumzulaufen, führen nur zu Erkältungen und Grippe.

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von vonCzekus vonCzekus ist gerade offline | 1.10.2009 15:04 Uhr
Es ging ja wohl nicht um selbst zahlende Hausbesitzer,
sondern um die Heizkosten der Hartzis. Abgesehen davon, geht es beim Schimmel um unzureichende LÜFTUNG der Räume. Bei 20° Raumtemperatur und regelmäßigem Stoßlüften schimmelt nichts.
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von marel marel ist gerade offline | 30.9.2009 19:21 Uhr
Darf ich auch antworten?
Ich würde mich zwar nicht als links definieren, erlaube mir trotzdem mal eine Antwort.

1.) Wer so rumholzt, wird niemals Bundeskanzlerin.

2.) Wir brauchen solche Direktheit dennoch, auch wenn solche Leute es nur in die zweite Reihe schaffen.

3.) Es gibt nicht nur den westberliner Schlampfaktor (CDU-Filz) und die 68er-Tradition (Gutmentschtum). Die ostberliner Nivelierungsideologie (Staatsbankrott, totalitäres Denken) ist genauso problematisch. Gerade die 68er-Revolte hat dagegen vieles richtig gemacht (Freiheit, Toleranz, Innovation, postives Denken).

4.) Den Mittelteil halte ich für ausländerfeindlich. Das Problem der generationsübergreifenden Leistunsverweigerung gibt es überall im sozialschwachen Millieu. Ausländer hier herauszugreifen halte ich für stigmatisierend. Alle Berliner waren irgendwann Zuwanderer.

5.) Richtig wäre es allgemein dafür zu sorgen, daß Kinder nicht vorrangig von diesem Millieu großgezogen werden, ganz unabhängig von der Nationalität.

6.) Dazu müssen wir aufhören, Leute für das Kinderkriegen zu bezahlen. Die Leistungen müssen den Kindern direkt zugute kommen, nicht in finanzieller Form den Eltern. An dem Punkt können wir einiges von der DDR lernen. Da ist die CDU teils schwer auf dem Holzweg, mit ihrer Überbetonung der Familie.

7.) Wir werden die Ghettos nicht ganz los werden. Was hat der große Kurfürst getan? Er war stolz auf die verschiedenen Kulturen seiner Untertanen. Er hat die Chancen der kulturellen Vielfalt genutzt. Er hat jede Kultur nach ihren besonderen Stärken eingesetzt. Er hat mehr kulturelle Freiheiten akzeptiert, als wir das heute tun. Er hat aber auch klarere Spielregeln durchgesetzt, was sein darf und was sein muß.
Comment
von hannibal hannibal ist gerade offline | 30.9.2009 20:40 Uhr
Bravo @marel, das war Florett!
Ich wirke dagegen immer etwas hölzern, irgendwie dachlattenmäßig.

Ich teile alle ihre Punkte, insbesondere den letzten,

"Er hat die Chancen der kulturellen Vielfalt genutzt."

und

"Er hat aber auch klarere Spielregeln durchgesetzt, was sein darf und was sein muß."

BEIDES gehört da in der Tat auch zusammen.

Allerdings Ihren 4. Punkt teile ich nicht. Rassistisch empfinde ich das nicht, denn 1. Spricht er sich ja keinesfalls gegen die Aufnahme politisch Verfolgter aus und 2. geht es hier um den abzugrenzenden Bereich der Einwanderung.

Vor- und Nachteile, Stärken und Schwächen muss man auch bei diesem Thema benennen dürfen, gerade als Sozialdemokrat.

Folgendem Satz
"Das Problem der generationsübergreifenden Leistunsverweigerung gibt es überall im sozialschwachen Millieu."

stimme ich natürlich wieder zu: das gibt es sowohl bei In- als auch bei Ausländern. Und für Ausländer gilt das oben Gesagte.

Comment
von ar ar ist gerade offline | 30.9.2009 21:43 Uhr
Zur Erläuterung der Einwanderung unter den Fritzen
... in Preußen ein Beispiel aus meiner Familie (Hugenotten). Damals gab es ein paar Jahre Steuererleichterungen. Dann war Schluss. Sozialhilfe, Kindergeld, bezahlten Sprachunterricht gab es alles nicht. Ich will beileibe nicht die alten Zeiten herbeischwören, aber man kann es sich heute als Einwanderer bequem machen, wenn man erst das Aufenthaltsrecht hat.
Schuld sind wir allerdings selbst, wer hat denn die Gesetze gemacht... Vielleicht wandere ich irgendwann selbst aus (derzeit Steuerzahler/Akad.), hab jedenfalls nicht Lust, über Gebühr andere durchzufüttern, weder die vielen KulturstudentInnen, noch unsere "Mitbürger aus dem orientalischen Raum". Einstweilen hilft nur die mir sonst unsympathische FDP wählen.
Comment
von ganymed ganymed ist gerade offline | 30.9.2009 23:07 Uhr
in der bm steht,
dass die kritik an den migranten ,die nichts können, auch für die deutsche unterschicht gilt. er hat schon alle gemeint. wer was kann, soll kommen...äh, ja, warum nicht? er sagt ,was andere denken, oder nicht sagen dürfen.
Comment
von zacha zacha ist gerade online | 1.10.2009 12:26 Uhr
@marel
Stimme Ihnen hier grßtenteils zu, denke aber ähnlich wie hannibal nicht, das Punkt 4 zutrifft. Die Kritik gilt generell an den Teil der Utnerschicht der sich in dieser mit Hilfe von Transferleistungen eingerichtet hat und von dort aus der Gesellschaft mehr schadet als nützt. Das die überproportional auf Migranten zutrifft, ist eine Tatsache die statistisch erwiesen ist. Er aht jedoch nichts gegen Migranten in der Mittel oder Oberschicht, ebensowenig wie allgemein gegen einen Zuzug von Migranten.

Ander ausgedrückt, nicht jede Kritik an einer Gruppe von Ausländern ist Ausländerfeindlich, insbesondere nicht wenn in dieser Gruppe gerade auch viele Deutsche und Deutschstämmige sind.

Man muss sicherlich nicht Herrn S. lieben, aber seine unverblühmte Art Dinge zu sagen ohne jede Rücksicht auf die political correctness ist sehr gut und wirklich im Gesite von "Des Kaisers neue Kleider". Das macht nicht jedes Wort in letzter Instanz wahr, aber es hilft ungemein die Augen mal wiede rzu öffnen und die Scheuklappen abzunehmen, um sich ein umfassenders Bild der Realität wieder zu eröffnen.
Comment
von casimirkatz casimirkatz ist gerade offline | 30.9.2009 19:23 Uhr
@hannibal
Das war ja klar:

Wenn dieser gescheiterte Senator (wo ist denn bitte der ausgeglichene Haushalt?) dümmliche Sprüche mit rassistischer Tendenz klopft, dann ist das "messerscharfe Analyse".

Wenn der gesagt hätte, die ganzen Bolle-Berliner sollten mal zwei, drei Bücher lesen, sich bei der Arbeit mehr anstrengen und am Herrentag oder beim Fußball-Glotzen nicht so viel saufen, dann wäre er wieder der bösartige Nöler gewesen, der keine Ahnung von Berlin hat.
Comment
von pascalsneffe pascalsneffe ist gerade offline | 30.9.2009 17:42 Uhr
Es ist gut!
Es ist gut, dass sich wenigstens eine einflussreiche Person traut, das auszusprechen, was viele (sehr viele!) "heimlich" denken. Nur so ist eine offene, demokratische Debatten-Kultur möglich.
Was hätten wir davon, wenn die Schweigespirale der 80-er und 90-er Jahre fortbestünde? Das hilft auf Dauer niemandem, auch der sog. oder tatsächlichen "Unterschicht" nicht.
Comment
von lucio lucio ist gerade offline | 30.9.2009 17:42 Uhr
Klartext
Alles richtig, schade dass er nicht mehr Senator ist.
Comment
von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 30.9.2009 17:46 Uhr
Sarrazin spricht aus, was Wowereit denkt
Sarrazin spricht nur das aus, was sein Parteifreund und Senatskollege Wowereit auch denkt, und auch tagtäglich mit seiner Ignoranz für die sozialen Probleme in Berlin vorlebt. Ich kann mir gut vorstellen, dass Wowereit, wenn er eines Tages nicht mehr in Berlin ist, sich in einer genau gleichen Weise über unsere Stadt äußern wird.

Sarrazin ist übrigens immer noch Parteimitlied der Berliner SPD und vertritt die Deutsche Bundesbank im Manager-Kreis der Friedrich-Ebert-Stiftung. Das ist ein schlechtes Zeichen für die Berliner Sozialdemokratie.
Comment
von fledermaus fledermaus ist gerade offline | 30.9.2009 18:41 Uhr
"schlechtes Zeichen für die Berliner Sozialdemokratie."
tja. Kommt wohl drauf an, wie man die Sozialdemokratie definieren will. So wie zu den Zeiten August Bebels, als die SPD das Recht des einfachen Volkes vertrat- oder wie heute, wo die Werte welche man 100 Jahre verteidigt hat, von den "68ern" und Multikulturisten weggeworfen und durch die aktuellen Dogmen ersetzt wurden…

Zur Zeit scheints, dass diese Dogmen ins Wanken gekommen sind. Westerwelle spricht (noch als Einziger) vom deutschen Volk (das war längst durch "die Menschen" ersetzt worden)- und nun Sarrazin mit seiner Aussage. Der können Viele zustimmen, Mancher auch nicht. Aber er macht sie.
Vor 3 Monaten hätte er sich das noch 3 x überlegt…
Comment
von undercover0815 undercover0815 ist gerade offline | 30.9.2009 17:48 Uhr
Ehrlichkeit, die zu spät kommt.
Jetzt, wo seine politische Karriere beendet ist, redet er Tacheles. Andererseits paßt jemand, der ehrlich und unideologisch Fakten benennt und auch ökonomische Aspekte berücksichtigt, nun auch wirklich nicht in die SPD. Erst recht nicht in eine linksgewandelte, welche tendenziell sich bestimmt bald wieder mit der Linken zu einer Einheitspartei vereinigen wird.

Jedoch mit einem Sarrazin als SPD-Vorsitzenden könnte selbst ich mir sogar vorstellen, die SPD zu wählen. Nämlich nicht für ein archaisches muslimisches Deutschland, sondern für ein Wohlstandsdeutschland.
Comment
von unbekannt | 30.9.2009 17:52 Uhr
Wie so oft....
bringt er die Problematik dieser Stadt mit deutlichen Worten auf den Punkt.
Man muss nicht immer seine Meinung teilen, aber diesmal stimme ich ihm völlig zu.

Comment
von beija_flor beija_flor ist gerade offline | 30.9.2009 17:52 Uhr
Jede Silbe stimmt
Mehr kann man dazu nicht sagen.

Soll mal jemand sagen, es gäbe keine klugen Sozialdemokraten.

Ach, wenn Steinbrück und Sarrazin sich in der Partei durchsetzen würden, dann könnte man die SPD ja glatt wieder wählen.
Comment
von betrachter betrachter ist gerade offline | 30.9.2009 18:53 Uhr
Das sehe ich genau so
Aber Thilo & Peer alleine gegen die Übermacht werden es kaum schaffen, leider.

Es gibt nur einen Ausweg: klonen...

Comment
von glaswinkler glaswinkler ist gerade offline | 30.9.2009 17:56 Uhr
Möglicherweise hat der Finanzsenator a.D.
etwas überspitzt, aber wie so oft hat er mit seinen Aussagen im Ergebnis absolut recht. Er beschreibt ganz richtig, weshalb Berlin kleinkariert und provinziell ist und weshalb Berlin auch in absehbarer Zeit nicht auf die Beine kommen wird. Eigenverantwortung und Leistungsprinzip sind hier leider Fremdwörter...Man gehe einfach einmal an einem normalen Arbeitstag zu einer normalen Arbeitszeit durch einen Ostbezirk und sieht, woran diese Stadt krankt...Schöne Grüße aus Zehlendorf
Comment
von vipide vipide ist gerade offline | 30.9.2009 18:52 Uhr
Vielleicht
aber auch nur vielleicht, gehen diese Menschen aus den "Ostbezirken" auch nur zu Zeiten arbeiten, die ein "Westbezirkler" mit seiner Familie verbringt?

Machen wir uns doch nichts vor, ich kann durch JEDEN Bezirk gehen und erlebe das von Ihnen geschilderte.

Bauen Sie Sich doch Ihre eigene Mauer wieder auf.


Viele Grüße aus Reinickendorf!
Comment
von lektorat-berlin lektorat-berlin ist gerade offline | 30.9.2009 17:57 Uhr
Dem ist nichts hinzuzufügen.
Ein wenig polemisch, aber richtig. Schließlich werden unangenehme, wenn auch drastisch formulierte Wahrheiten für gewöhnlich schwer oder selten ertragen. Aber vielleicht zieht man einmal die Polemik ab und schaut was übrig bleibt: eine erschreckend wahre Tatsachenbeschreibung. Dazu muss man nur täglich die Zeitung lesen, mit offenen Augen durch die Stadt gehen und zuhören.

Wir freuen uns auf die zahlreichen (kritischen) Kommentare.
Comment
von gerichtsvollzieher gerichtsvollzieher ist gerade offline | 1.10.2009 10:29 Uhr
@lektorat
Ich war jahrzehtelang GV in Berlin. Ihren Ausführungen kann ich aufgrund fundierter SACHKENNTNIS voll zustimmen. Was in diesem Zusammenhang von den sog. Linksparteien (SPD, Grüne, Linke ) zu diesen Themen geäußert wird, ist für einen Demokraten mit realistischer Erfahrung und detaillierter Sachkenntniss an der BASIS, nicht zu ertragen! Die Äußerungen der von Vertretern bzw. Angehörigen der vorgenannten Parteien zu diesem Themen spiegeln m. M. auch nicht der wirkliche Meinung wider. Es ist halt nur politisch korrekt und zielt auch auf Wählerstimmen dieser Gruppen ab.
Comment
von m0e m0e ist gerade offline | 1.10.2009 13:09 Uhr
@GV
Sachkenntnis? Wieviel Prozent der Bevölkerung haben Sie kennengelernt, und lernt man bei der Arbeit als Gerichtsvollzieher nicht nur eine bestimmte Gruppe kennen (mit einigen wenigen Ausnahmen)?

Suche Umfrageteilnehmer für eine Umfrage zur allgemeinen Lebenssituation. Teilnehmer müssen in Berlin wohnhaft sein und einen aktuellen Vollstreckungstitel vorweisen. Garantiere eine objektive Auswertung!
Comment
von gerichtsvollzieher gerichtsvollzieher ist gerade offline | 1.10.2009 17:19 Uhr
Repräsentativ
@mOe
Zwischen fünftausend bis neuntausend pro anno mal 20 Jahre. Würde Ihnen diese Anzahl ausreichen für ein Meinungsbild?
Vor allem reden diese Menschen dort Klartext weil weder Kamera noch Mikrofon dabei sind. Hier wird deart naiv oder vorsätzlich die Unwahrheit kolportiert, dass einem übel werden
gemessen an der tagtäglich erlebten Wirklichkeit. Glauben Sie mir, Sie haben KEINE Ahnung über die Wirklichkeit. Und meine "Clientel" waren der "Querschnitt" des Bevölkerungsspektrums. Sarrazins Aussagen sind noch geschönt, kommen der Realität aber schon nahe.
Comment
von gerichtsvollzieher gerichtsvollzieher ist gerade offline | 1.10.2009 17:51 Uhr
Sachkenntnis
Nachfrage @mOe
Wieviel Menschen dieser Stadt haben Sie "kennengelernt", um diesbezüglich eine Meinung zu diesem Thema zu äußern?
Glauben Sie, alle, die hier die Aussagen von Herrn Sarrazin verurteilen, wissen entweder nicht wo von sie reden, oder schreiben wider besseres Wissen. Aus welchen Gründen auch
immer. Was glauben sie, wo denn diese Pseudokommentatoren
ihre Kenntnisse erworben haben? Aus den Medien? Von den einschlägigen politischen Parteien? Ich sage Ihnen als jemand,
der knallhart die Wahrheit (Fakten) kennt, und nicht irgendeine
angelesene Meinung oder Analyse zum Besten gibt und das mit Wissen oder Wahrheit verwechselt bzw. verwechseln will: Sie haben nicht die Spur einer Ahnung von der REALITÄT! Es ist nur naives Wunschdenken oder Agitation.

Comment
von m0e m0e ist gerade offline | 1.10.2009 20:33 Uhr
@gerichtsvollzieher


Zitat von gerichtsvollzieher

Wieviel Menschen dieser Stadt haben Sie "kennengelernt", um diesbezüglich eine Meinung zu diesem Thema zu äußern?


Tu ich das? Ich tu es eben nicht, weil ich mir nicht anmaße darüber urteilen zu können.

Ansonsten reicht die Zahl prinzipiell für ein Meinungsbild, aber eben nicht die Herkunft der "Befragten".



Zitat von gerichtsvollzieher

Ich sage Ihnen als jemand,
der knallhart die Wahrheit (Fakten) kennt, und nicht irgendeine
angelesene Meinung oder Analyse zum Besten gibt und das mit Wissen oder Wahrheit verwechselt bzw. verwechseln will: Sie haben nicht die Spur einer Ahnung von der REALITÄT! Es ist nur naives Wunschdenken oder Agitation.



Ähm, Amen! Sollte ich mal Bedürfniss nach der reinen, ungeschminkten, knallharten, wahren Wahrheit verspüren, weiß ich jetzt wo ich diese bekomme. Ich bedanke mich unterwürfig für die Zeit die Sie sich genommen haben.
Comment
von SolarZellenMan SolarZellenMan ist gerade offline | 30.9.2009 18:00 Uhr
---
Der Intellekt ist vorhanden,aber zuviele haben sich Ende der 90er Jahre in einer Starre der Chillness wiedergefunden.
Jedem selbst überlassen zu deuten,was das jetzt bedeutet.

Und die zugezogenen Studenten sind nur zum Teil eine Bereicherung.
Viele sind von der Grundintelligenz er eher Durchschnitt,Elite geht woandershin, zu Mal die Zugezogenen vergleichsweise sehr NAIV sind und überfordert mit dem Leben in einer City und in einem Haus in dem viele Menschen mit unterschiedlicher Vita/Ansichten/Prinzipien etc. wohnen.
Comment
von betrachter betrachter ist gerade offline | 30.9.2009 18:02 Uhr
Recht hat er, der Thilo,
auch wenn man's nicht gerne hört.

Die Wahrheit tut eben weh... ;-)

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