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Leserdebatte

Zentralrat der Juden: Goebbels, Hitler, Sarrazin

Thilo Sarrazin gerät wegen seines umstrittenen Interviews stärker unter Druck: Der Zentralrat der Juden sieht Berlins Ex-Finanzsenator in einer Reihe mit Hitler und fordert seinen Rücktritt als Bundesbanker. Was meinen Sie? Diskutieren Sie mit!
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Sarrazin, der Nazi? Berlins Ex-Finanzsenator hat mit seinem jüngsten Interview harsche Reaktionen ausgelöst. - Foto: dpa
Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin wegen dessen abwertender Äußerungen über Ausländer Nähe zum Nationalsozialismus vorgeworfen. "Ich habe den Eindruck, dass Sarrazin mit seinem Gedankengut Göring, Goebbels und Hitler große Ehre erweist“, sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, am Freitag in Berlin. "Er steht in geistiger Reihe mit den Herren." Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Kenan Kolat, forderte erneut den Rücktritt Sarrazins von seinem Vorstandsposten bei der Bundesbank.
Fotostrecke: Sarrazins Sprüche (26 Bilder)

Einen Rücktritt wegen seiner abwertenden Äußerungen über Ausländer hat Sarrazin bislang abgelehnt. Er werde am Montag wie üblich in seinem Bundesbank-Büro in Frankfurt arbeiten, wo ein Stapel von Akten auf ihn warte, sagte Sarrazin am Freitag nach einem Auftritt bei einem Kongress in Berlin. „Ich habe alles gesagt, was ich sagen wollte“, lehnte er weitere Stellungnahmen ab.

In dem vor mehr als einer Woche erschienenen langen Interview über Berlins wirtschaftliche Zukunft hatte Sarrazin unter anderem beklagt: „Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.“ Am Mittag wollten sich der Zentralrat der Juden und die Türkische Gemeinde in Deutschland zu dem Interview äußern. (ho/ddp/dpa)

Thilo Sarrazin gerät wegen seines umstrittenen Interviews stärker unter Druck: Der Zentralrat der Juden sieht den Berliner Ex-Finanzsenator in einer Reihe mit Hitler und fordert seinen Rücktritt als Bundesbanker. Was meinen Sie: Sollte Sarrazin zurücktreten? Diskutieren Sie mit! 
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Kommentare [ 221 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von jungle jungle ist gerade offline | 9.10.2009 14:12 Uhr
Sarazin hat teilweise recht
Sarazins Worte in dem Interview mit "Lettre International" sind teilweise erheblich überzogn, trotzdem hat er an einem Tabu-Thema gerührt, das endlich von Medien und Politik nicht weiter verschwiegen werden darf. Die Integrationsbereitschaft in bestimmten Einwnanderermillieus, insbesondere den türk.und arab., ist teilweise nicht vorhanden. Das Desinteresse an Schulbildung und die daraus resultierende Arbeitslosigkeit und das Abgleiten in die Kriminalität kostet den Staat Geld und verursacht Opfer.

Menschen nach ihrem ökonomischen Nutzen zu bewerten ist eine Frechheit. da hat Herr sarazin völlig daneben gegriffen. Aber wenn er sagt, ein Staat müsse Menschen nicht akzeptieren, wenn sie Sozialleistungen in Anspruch nehmen, aber den Staat und die Gesellschaft ablehnen, hat er recht! Und dieser Gedanke muss nicht nur ausgesprochen werden. Er sollte Anlass geben zu handeln.

Ihn in die Nähe des Nationalsozialismus zu bringen, ist völliger Unfug.
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von titanic titanic ist gerade offline | 9.10.2009 16:03 Uhr
@jungle
Die pauschale und diffamierende Hetze von Thilo Sarrazin, gegen die sozial Schwachen und Zuwanderer in unserer Republik, ist und bleibt für jeden Demokraten und Humanisten völlig inakzeptabel!

Sarrazins xenophober Rundumschlag strotzte nur so vor Verächtlichkeit und Überheblichkeit, wie sie nun mal verdammt typisch für Herrenrassen-Ideologen war und ist.

Es gibt jede Menge gute Gründe dafür, unsere Zuwanderungs- und Integrationspolitik zu kritisieren, ebenso wie es gute Gründe dafür gibt, auch Migranten und Migrantengruppen zu kritisieren.

Aber Sarrazin lieferte eben keine sachliche Kritik ab, sondern eine von ihm genüsslich vollzogene fremdenfeindliche und sozialdarwinistische Brandrede.

Und die steht hier in Deutschland sehr wohl in einer klar zu verortenden unseligen Tradition des völkischen Nationalismus.
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von Kyrenaiker Kyrenaiker ist gerade offline | 9.10.2009 22:39 Uhr
@titanic
Bloße Meinung, nichts konkretes. Mit reinen Schlagworten machen Sie es sich leicht: "unselige Tradition des völkischen Nationalismus", "pauschale und diffamierende Hetze", "xenophober Rundumschlag", "fremdenfeindliche und sozialdarwinistische Brandrede"... Gibt es auch irgendwo eine direkte Auseinandersetzung mit dem Text im "Lettre" ? Und dann Sätze wie "ebenso wie es gute Gründe dafür gibt, auch Migranten und Migrantengruppen zu kritisieren". Was meinen Sie denn ? Das ist doch ohne jede geistige Tiefe in 30 Sekunden hingeschrieben. Ich verstehe schon, daß Sie Ihr Weltbild haben - ginge es vielleicht auch ohne Worthülsen, sie entziehen sich doch jeder richtigen Diskussion, bequemer ist es so natürlich...
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von riegel riegel ist gerade offline | 9.10.2009 14:12 Uhr
Die Nazikeule?

„Die Türken erobern Deutschland genauso, wie die Kosovaren das Kosovo erobert haben: durch eine höhere Geburtenrate.“Sarrazin

Die Araber erobern Israel genauso, wie die Kosovaren...deshalb wird Israel immer auf eine Zweistaatenlösung bestehen.
Dieses Denken bewegt viele Israelis.
Darum kein gemeinsamer Staat mit den Palästinensern.

Sarrazins Äußerungen dürfen un dmüssen hinterfragt werden. Es ist aber genauso zu Hinterfragen,wenn einer gleich Mundtot gemacht werden soll. Dies wird zu keinem neuen Denken oder Umdenken der Beteiligtne führen, sondern die Positionen nur verhärten.
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von loewenherz loewenherz ist gerade offline | 9.10.2009 14:13 Uhr
Zentralrat der Juden
Die äußerst inflationäre Nutzung der Nazikeule von Stephan Kramer bei ihm unliebsamen Zeitgenossen hat bewirkt, dass sich dieser als moralische Instanz völlig ins Abseit gestellt hat.
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von 10115er 10115er ist gerade offline | 9.10.2009 16:52 Uhr
@loewenherz
So ist es! Es ist außerdem auffallend, dass der ZdJ seit der Führung durch Stephan Kramer praktisch immer vollständig "daneben" liegt. Die Äusserungen des ZdJ war früher auch schon nicht immer hilfreich und klug, aber mittlerweile hat er sich völlig disqualifiziert und als moralische Instanz ins Abseits gestellt bzw. einer inflationären und kulturrelativistischen Political Correctness an den Hals geworfen.

Der ZdJ vertritt heute weder offensiv die Interessen unserer jüdischen Mitbürger, auch nicht die des umstellten jüdischen Staates und oft genug läßt er erkennen, dass er die drängenden Probleme gerade im Bereich Zuwanderung und "Kampf gegen Rechts" nicht erkennt bzw. ignoriert. Aber da steht er in einer Reihe mit unseren christlichen Kirchen, die ich auch abgeschrieben habe.
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von david49 david49 ist gerade offline | 11.10.2009 9:16 Uhr
Kramer
@ loewenherz und 10115er
Richtig und seien Sie versichert, dass weder Herr Kramer noch der Zentralrat mit keinem Wort in meinem Namen gesprochen hat was diese in letzter Zeit in der Tat immer seltener tun). Hier zeigt sich, dass Konvertiten in allen Religionen offensichtlich immer unter dem selbsgemachten Druck stehen, besonders deutlich zu akzentuieren, wo sie jetzt (nach der Konversion) stehen. Näheres hierzu, wunderschön geschrieben und zum Schmunzeln (im Gegensatz zu Kramers Statement): H.M. Broder in "Schöne Bescherung", Ölbaum Verlag 1994, ab Seite 13: "Zur Hölle mit den Konvertiten!".
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von david49 david49 ist gerade offline | 11.10.2009 16:44 Uhr
Korrektur
Entschuldigung, es sollte heißen: ab Seite 113.
Aber dafür gibt´s gleich eine Kostprobe aus diesem auch ansonsten köstlichen Essay:

"Alle Konvertiten überziehen kräftig, egal, ob sie vom HSV zur PDS oder von der Leonberger Bausparkasse zur Roten Armee Fraktion übertreten. Das muss wohl so sein".

Ich glaube, mehr gibt es auch zu unserem Thema hier nicht zu sagen.
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von lf2b lf2b ist gerade offline | 9.10.2009 14:14 Uhr
Übers Ziel hinaus
Der Zentralrat der Juden scheint immer mehr das Selbstverständnis einer Moralinstanz zu entwickeln. Wenn Sarrazin seine Äußerungen bringt und die dann wieder mal übers Ziel hinausschießen ist das die eine Sache, aber Hitler und Goebbels haben wohl noch eine etwas andere Mentalität und Aggressivität an den Tag gelegt.
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von derwonuwiedadaist derwonuwiedadaist ist gerade offline | 9.10.2009 14:16 Uhr
Mal schauen,....
...wie Herr Sarrazin mit seiner eigenen Sprache klarkommt, auch wenn ich selber das für viel zu übertrieben halte. Wie seine Äußerungen halt.
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von liridon liridon ist gerade offline | 9.10.2009 14:17 Uhr
das ist peinlich
Ich habe den Eindruck, dass Kramer mit seinem Gedankengut dem Zentralrat der Juden in Deutschland eine große Peinlichkeit beschert.

Wer jegliche kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Problemen oder auch nur deren (wenn auch überspitzte) Nennung derart verteufelt, macht sich komplett lächerlich.
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von berndbeobachter berndbeobachter ist gerade offline | 9.10.2009 14:18 Uhr
Was für eine Maßlosigkeit
Es ist kaum zu glauben, mit welch einer Verve Herr Sarrazin angegriffen wird. Dass Herr Kolat zum Rücktritt auffordert, entspricht wohl den üblichen Reflexen. Wer etwas gegen integrationsunwillige Personen der gleichen Herkunft wie Herrn Kolat sagt, ist zumindest beleidigend, wenn nicht gleich rassistisch ... . Diese Denke ist ja hinlänglich bekannt.
Dass sich jetzt aber auch noch ein führendes Mitglied des Zentralrates der Juden zu der Analogie Goebbels, Hitler, Sarrazin versteigt, wirft für mich die Frage auf, ob da nicht langsam alle Maßstäbe durcheinandergeraten. Mit solchen maßlosen Äußerungen gerät die Reputation des Zentralrates für mich jedenfalls gewaltig ins wanken. Ich bezweifle, dass Stephan Kramer das Interview überhaupt in Gänze gelesen hat. Vielleicht sollte Herr Sarrazin Anzeige wegen Beleidigung gegen Stephan Kramer erstatten.
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von lektorat-berlin lektorat-berlin ist gerade offline | 9.10.2009 15:34 Uhr
Blinde Reflexe
Da stimmen wir berndbeobachter zu. Die Polemiken des Herrn Sarrazin sind ein hinlänglich diskutiertes Thema. Was aber der Generalsekretär des Zentralrates der Juden Herrn Sarrazin vorwirft, ist ein blinder und peinlicher Reflex.

Teile der Gesellschaft haben sich offenbar in ihrer Lebenssituation dermaßen eingegraben, dass sie nicht mehr die Wahrheit sehen, hören oder auch nur ertragen können. Es scheinen immer noch nicht alle begriffen zu haben, dass angesichts massiver sozialer Verwerfungen, Integrationsproblemen und fehlender Bildung breiter Massen der Wohlstand der Zukunft, so wie wir ihn kennen, mehr als ungewiss ist. Und Wohlstand heisst hier Trink- und Abwasser zu bezahlbaren Preisen, befahrbare Straßen, ein funktionierender ÖPNV, Schulen, Universitäten und so weiter. Das Lektorat-Berlin macht sich keine Sorgen, aber viele werden noch Jammern und Klagen, wenn sie erkennen, dass wegen hohen Zinszahlungen, fehlender Beitragszahler und mangelnder Bildungschancen der politische Handlungsspielraum bei Null liegen wird. Übrigens nicht nur in Berlin.

Die zuweilen Plumpen Vergleiche des Herrn Sarrazin haben mitnichten etwas mit der Rhetorik der Repräsentanten eines Menschen schlachtenden und Menschen verachtenden Terror-Regimes gemein. Wer das glaubt oder auch noch auszusprechen meint, dem sind Hören und Sehen offenbar schon längst vergangen.

Wir empfehlen Herrn Kramer zur Vermeidung weiterer rhetorischer Peinlichkeiten einen Besuch z.B. in der Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8 in 10117 Berlin. Die Öffnungszeiten sind recht passabel und das Lesen rückt die Maßstäbe wieder zurecht.
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von andrae andrae ist gerade offline | 9.10.2009 14:22 Uhr
Diese Aussage des.....
Zentrarates finde ich geschmacklos und deplaziert.
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von robocop_marvin robocop_marvin ist gerade offline | 9.10.2009 14:23 Uhr
Rücktritt! Sofort!
Sarrazins Äußerungen sind niveaulos und beschämend. Dem Ruf von Bankern schaden sie aber nicht weiter, da der sowieso schon nachhaltig ruiniert ist.

Erschreckend aber ist, dass Sarrazins Äußerungen so viel positive Resonanz finden, in Deutschland, in den Medien und auch im Tagesspiegel.

Deshalb vielen Dank an den Zentralrat für seine klaren Worte.
Comment
von Orwell1984 Orwell1984 ist gerade offline | 10.10.2009 0:28 Uhr
Rücktritt ja – aber von Stephan Kramer
Selten habe ich so maβlosen Unsinn gelesen, wie ihn Herr Kramer von sich gegeben hat. Wenn jemand zurücktreten sollte, ist es Herr Kramer und nicht Herr Sarrazin. Und wenn die Staatsanwaltschaft schon beim Ermitteln ist, sollte sie sich die Äuβerungen des Herrn Kramer einmal näher ansehen und ein Verfahren wegen Beleidigung/Verleumdung einleiten. Was Herrn Sarrazin betrifft, so hat er mit seinen Feststellungen leider völlig recht.
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von cyrano cyrano ist gerade offline | 10.10.2009 13:44 Uhr
@betrachter01


Zitat von betrachter01

Wer in ein fremdes Land geht ohne produktiv zu sein, das ist nunmal nötig wenn man etwas zu essen etc. haben will, der wird bald an die Grenzen der Gastfreundschaft stoßen und wieder gehen dürfen.



Da möchte ich mal die provokante Gegenfrage stellen, wohin Sie mal gehen werden, wenn Sie selbst aus dem Produktionsprozess rausfallen sollten? Wie wäre das für Sie, wenn ein Herr Sarrazin, oder jemand seines "Formats", Ihnen dann vorhielte, dass er jemanden wie Sie keine Anerkennung zollen muss, weil Sie dem Staat auf der Tasche liegen. Würden Sie sich freiwillig auf den Mond schießen lassen? Sollte Ihrer Logik folgend nicht eigentlich jeder die Berechtigung, in Deutschland leben zu dürfen, regelmäßig nachweisen müssen, nachweisen müssen, dass er Deutschland einen monetären Nutzen bringt? Und wie sieht es Ihrer Meinung nach mit dem Asylrecht aus? Sollte nur noch den politisch Verfolgten Asyl gewährt werden, die nach Leistungsträger riechen?
Ganz nebenbei, wer nach Deutschland kommt und nicht über Familiennachzug, Heirat oder Asyl ein Aufenthaltsrecht begehrt, der muss nachweisen, dass er für seinen Lebensunterhalt selbst sorgen kann. Ihre Frage müsste also eher lauten, wie man mit Menschen verfährt, die später mal Hilfe vom Staat beziehen, weil Sie z. B. arbeitslos geworden sind.



Zitat von betrachter01

Und diese weltfremden "Gutmenschen"


Darf ich Sie demnach folgerichtig als einen Vertreter der „Schlechtmenschen“ ansprechen? Oder seit wann ist es ein Schimpfwort, ein guter Mensch zu sein? Ich dachte bisher immer, das Gegenteil sei verwerflich.

Noch etwas zum Schluss: Wenn ich mich recht erinnere, dann haben Sie sich damals mit Verve für das gegenaufklärerische Volksbegehren Pro Reli eingesetzt, und dabei mächtig Kontra von mir bekommen. Zu Recht, wie sich hier noch einmal bestätigt, denn Sie sind als Sachwalter von Werten, Ethik oder Moral so ungeeignet wie George Bush würdig wäre, den Friedensnobelpreis zu bekommen.
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von AMatthaeus AMatthaeus ist gerade offline | 9.10.2009 14:24 Uhr
Kein Rücktritt
Bei allem Respekt vor dem Zentralrat der Juden: Sarazzin sollte nicht zurücktreten, denn er hat zu seinen sehr überspitzten Formulierungen doch gegriffen, um endlich gehört zu werden. "Politisch korrekt" formuliert dringt man doch in den auf Krawall gebürsteten Medien gar nicht mehr durch.
Das Ergebnis seiner Äußerungen ist doch bereits sichtbar: Es ist eine Diskussion angestoßen worden, die überfällig war!! Und das meinen sogar türkische Bekannte, denen es aus eigener Kraft - und die Angebote nutzend, die es bereits gibt - gelungen ist, sich und ihre Kinder zu integrieren. Was soll dieses "Danebendiskutieren" - man braucht nur das Buch "Arabboy" zu lesen oder einfach nur in Berlin zu leben, um zu sehen, dass die Tatsachen einfach so sind, traurig aber wahr... Es muss etwas getan werden, und zwar SCHNELL, und nicht über harte Wortwohl rumjammern!!!
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von chappie91 chappie91 ist gerade offline | 9.10.2009 14:25 Uhr
sarrazin = hitler ?!? Oo
ist das nicht wesentlich hefitger den sarrazin mit hilter zu vergleichen als das was er gemacht hat also die wahrheit aussprechen ? ich mein zahlen belegen doch das er recht hat mit dem was er gesagt hat sicherlich war die wortwahl nicht die beste aber die kernaussage bleibt doch die gleiche oder?
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von laura laura ist gerade offline | 9.10.2009 14:25 Uhr
Rücktritt sofort
wer Wörter wie Göring, Goebbels und Hitler auch nur ansatzweise in den Mund nimmt und damit Vergleiche zieht, muss in Deutschland sofort zurücktreten.
Ich fordere den sofortigen Rücktritt des Herrn Stephan Kramer.
Unerhört sowas. Wie ist Ihm denn diese Geschmacklosigkeit eingefallen.
Ist das auch die Meinung vom ganzen Zentralrat der Juden?
Überhaupt: Wieso mischt sich dieser Verband in diese Diskussion ein. Sind doch weder direkt angesprochen noch involviert.
Comment
von berndbeobachter berndbeobachter ist gerade offline | 9.10.2009 15:20 Uhr
nicht betroffen?
ähm, einfach mal nachlesen. Herr Sarrazin hat osteuropäischen Juden einen um 15% höheren Intelligenzqoutienten unterstellt. Und sie damit positiv DISKRIMINIERT, wenn nicht gar RASSISTISCH BELEIDIGT.
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von susanne_modeski susanne_modeski ist gerade offline | 9.10.2009 19:59 Uhr
Kramer
Das betrifft aber nicht Kramer. Der ist Konvertit. Dadurch gewinnt man keine 15 Prozent am IQ
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 10.10.2009 12:46 Uhr
@susanne_modeski 9.10.2009 19:59 Uhr
Danke für das Schmunzeln das Sie mit Ihrem Kommentar auf mein Gesicht gezaubert haben!
Comment
von Hr.Professor Hr.Professor ist gerade offline | 9.10.2009 18:19 Uhr
... man sollte jetzt nicht so tun ...
als wäre dieses Interview so ein Einzelfall und Hr. Sarrazin mit seinen Äußerungen die absolute Ausnahme in der Politik.
Bringt doch ein Hr. Rütgers ständig solche Sachen. Und wie war das mit Hr. Koch in Hessen nochmal ?
Ob der Sarrazin - Patzer eine neue Debatte angestoßen hat, naja, probieren wir ihm doch noch etwas poitives anzuheften, nicht wahr ?
Hab gerade nachgedacht, wieviele Köpfe wir noch in der Politik haben, von denen so etwas kommen könnte...? 15%, 25%, 35% ?
Jedenfalls meine ich, sollten wir keineswegs in einem solchen Tonfall mit der größten ethnischen Migrantengruppe umgehen.
Wenn was nicht stimmt, dann kann man es auch anders sagen.
Es war eben keine ehrliche Kritik, die uns in Deutschland weiterbringt.

Comment
von berndbeobachter berndbeobachter ist gerade offline | 10.10.2009 13:16 Uhr
... nicht in diesem Tonfall?
Das Interview umfasst fünf lange Seiten und ist alles andere als polemisch. Herr Sarrazin überspitzt natürlich, gibt aber auch einen Teil der Realität wieder. Wer mit offenen Augen und Ohren durch die Brennpunkte dieser ach so toleranten Stadt geht, sieht Sarrazins Kopftuchmädchen in zunehmender Dichte, Jugendliche, denen bestenfalls eine Zukunft als Dönerabschneider oder Gemüsehändler winkt. Das ist für einen Teil unserer Mitbürger türkischer oder arabischer Herkunft die traurige Realität. Die von Sarrazin als Wärmestuben klassifiierten türkischen Kulturvereine bieten auch nur geringe Beschäftigungsmöglichketen. Nur, wer die Sprache dieses Landes nicht spricht, hat eben keine besseren Aussichten. Das gilt für hier lebende Deutsche übrigens auch.
Sarrazin bringt diese Dinge lediglich auf den Punkt. Und zieht daraus die Schlussfolgerungen, dass man mehr in Bildung investieren muss.
Mal ernsthaft: Diese ganze Reihe von Beleidigten dar man getrost als Hinweis darauf deuten, dass Sarrazin den Nerv getroffen hat. Mir kann jedenfalls keiner erzählen, dass Mittelschichttürken es sonderlich prickelnd finden, mit Landsleuten in einen Topf geworfen zu werden, die sich jedweden Integrationsbemühungen verweigern.
Comment
von hannibal hannibal ist gerade offline | 9.10.2009 14:29 Uhr
Oh GOTT!!
Man bekommt angesichts des intellektuellen Niveaus, das sich jetzt dieser Diskussion bemächtigt hat, einen Eindruck über die Dumpfbackigkeit von Hexenjägern.

Dass nun ausgerechnet der Zentralrat der Juden, Adof Hitler die Ehre erweist, ihn mit einem demokratisch gewählten ehemaligen sozialdemokratischen Berliner Finanzsenator in eine Reihe zu stellen, wird am guten Image hinsichtlich der bei Juden stark verbreiteten Intelligenz, eine peinliche Delle hinterlassen.

Sarrazin hat etwas bemängelt, was aus seiner Sicht einem Ziel zuwider läuft, das wir im Kern doch alle wollen, nämlich: Integration unserer ausländischen Mitbürger.

Das hat er zwar mit deutlichen Worten getan, aber doch so, dass jeder erkennen konnte, dass, wenn in seinem Sinne bereits gehandelt worden wäre, seine Einlassung in dieser Richtung vollständig unterblieben wäre.

Er hat sich im Sinne der Integration geäußert und nicht im Sinne einer pauschalen Abschiebung. Er hat ferner auf die unabdingbaren finanziellen Folgen verwiesen

- die sind zweifelsfrei da, man kann die Augen zumachen, davon gehen sie aber nicht weg -

wenn sich hier nichts ändert!

Er hat letztlich Dinge bemängelt, die er - und viele andere auch - ebenfalls bei Deutschen kritisiert.
Comment
von stachel stachel ist gerade offline | 9.10.2009 14:31 Uhr
Der Zentralrat...
...sollte sich besser um die nationalistische und menschenverachtende Politik Israels kümmern. In Deutschland will jeder mitreden, wenn die Politik Israels kritisiert wird, ist das eine Einmischung in die Angelegenheiten des Staates Israel. Sarrazins Posten bei der Bundesbank geht weder den Zentralrat, noch die türkische Gemiende etwas an. Es wird Zeit, dass deutsche Politiker zu der ständigen Einmischung dieser Vereine Klartext reden.
Comment
von gauer gauer ist gerade offline | 9.10.2009 15:57 Uhr
Der Zentralrat der Juden
schreit hier wieder laut und benutzt immer heftigere Vergleiche, nur um von dem schreienden Unrecht in Gaza und den Westbanks abzulenken. Somit ist er eine Propagandamaschine und sollte daher keine irgendwie gearteten Vorrechte in Deutschland haben.
Comment
von bendolino bendolino ist gerade offline | 10.10.2009 8:48 Uhr
Watt?
Schreiendes Unrecht in Gaza? Sie meinen das Unrecht, das sich die Israelis zurückgezogen haben aus Gaza um dann mit Raketen beschossen zu werden? Oder meinen Sie das Unrecht, das Ägypten die palästinensischen Brüder mit einem soliden Zaun am verlassen des Gaza Streifens hindert?
Comment
von klaus_weiss klaus_weiss ist gerade offline | 10.10.2009 12:25 Uhr
@bendolino
Er meint sicherlich das Unrecht, daß die Zahl der Flüchtlinge von 200.000 auf 1,5 Millionen steigen ließ. Die sind nicht wegen eines Picknicks dort gelandet, die wurden außer Landes getrieben.
Comment
von lindblom lindblom ist gerade offline | 10.10.2009 12:49 Uhr
@klaus_weiss 10.10.2009 12:25 Uhr
Vorsicht Zynismus:

wenn die Geburtenrate in den Palästinensergebieten so unverändert hoch bleibt, dann werden "rein praktisch" die Zahlen derer die in Ihren Augen das "Opfer" sind immer dramatischer!
Comment
von enguerrand enguerrand ist gerade offline | 10.10.2009 11:06 Uhr
die Gelegenheit
Lob für Herrn Kramer, dessen Aufrag ist , Schaden von Israel und seinen Bürgern abzuwenden: Unaufgefordert springt man einem Bedrängten/Beleidigten zur Seite- um später gelegentlich "Dankesschuld" einzufordern. Ein gewisser Ministerpräsident bsp-weise, sollte sich dann mit seinen Ansichten zum "Bleigiessen" zurücknehmen...
Comment
von arthur_dent arthur_dent ist gerade online | 10.10.2009 1:30 Uhr
@stachel
> Der Zentralrat...
> ...sollte sich besser um die nationalistische und
> menschenverachtende Politik Israels kümmern.
Bullshit. Der Zentralrat der Juden vertritt die Deutschen juedischen Glaubens und hat nichts mit dem Staat Iasrael zu tun. Er vertritt die nteressen deutscher Buerger und hat damit selbstverstaendlich das Recht sich zu aeussern.


> Sarrazins Posten bei der Bundesbank geht weder den
> Zentralrat, noch die türkische Gemiende etwas an

Da beide Organisationen die Interessen von Deutschen bzw. in Deutschland lebenden Personen und Steuerzahlern vertreten geht sie das genauso an wie Sie und mich.
Comment
von loucass loucass ist gerade offline | 9.10.2009 14:32 Uhr
Man sollte denken...
... der ZdJ würde wissen, wann ein Vergleich einer Person mit Hitler, Göring oder Goebbels angebracht ist. Hier sicherlich nicht.

In 10 Jahren wird der ZdJ froh sein, sollte es dann noch Leute wie Herrn Sarrazin geben. Schon heute könnte Herr Kramer beobachten, dass die von Sarrazin erwähnten integrationsunwilligen Araber und Türken einen nicht unerheblichen Teil derer ausmachen, die bei Anti-Israel-Demos mitlaufen und die antisemitische Übergriffe begehen.
Comment
von hansholst hansholst ist gerade offline | 9.10.2009 14:35 Uhr
oha..........
Vorausgeschickt: ich mag Thilo Sarrazin und seine Art herumzublöken auch nicht. Doch er hat eine Diskussion angeregt, die schon lange ( eh zu spät) notwendig war. Hier die Nazikeule herauszuholen ist verdammt daneben und wohlfeil.

meint
hh
Comment
von brezel brezel ist gerade offline | 9.10.2009 14:36 Uhr
Unglaublich reagiert...
..... der Zentralrat der Juden.
Mit Verlaub, aber ein Vergleich mit Hitler verbietet sich, auch der Zentralrat der Juden schießt gelegentlich, immer öfter, über das Ziel hinaus, das geht einfach zu weit. Ja auch ich empfand seine Rede Menschenverachtend – aber nochmals, ein Vergleich mit Hitler zu ziehen zeugt für mich von gewisser geistiger Vernebelung.
Wie sag ich immer, auch israelische Juden machen sich gelegentlich die Hände schmutzig, blutbefleckt – auch wenn sie in ihrem Glauben immer heucheln kosher zu sein!
Comment
von fritz fritz ist gerade offline | 9.10.2009 14:39 Uhr
Gesinnungsterror
Man muss auch das hinnehmen, was man nicht hören will, um der Meinungsfreiheit willen.
Demokratie oder Zensur: entweder, oder.
Repressionen und Intoleranz gegenüber anders Denkenden sind am Ende gleich bedeutend mit dem Verlust von Freiheit für uns alle.
Die Nazikeule sollte nicht als Waffe gegen die Meinungsfreiheit dienen.
Comment
von stefano1 stefano1 ist gerade offline | 9.10.2009 16:03 Uhr
Demokratieverständnis
?fritz: Ich muß doch wundern, was Sie für ein merkwürdig "weiches" Demokratieverständnis haben. Sie nehmen als Volksverhetzung hin, ohne es juristisch ahnden zu wollen. Die Folgen erkennen Sie nicht? Haben Sie noch nie etwas von der Weimarer Republik gehört? Ein interessantes Thema, Sie sollten sich mal damit beschäftigen. Für die Demokratie muß man auch kämpfen. Im Übrigen
Comment
von fritz fritz ist gerade offline | 9.10.2009 18:14 Uhr
@stefano1
Sie können nicht wissen, wie weit ich mich mit der Weimarer Republik auseinandergestzt habe. Dazu müssten Sie die Titel der ca. 200 Geschichtswerke kennen, die ich zuhause (und gelesen und verstanden) habe.
Was Ihrer Meinung nach Volksverhetzung ist, ist es nach Meinung der Mehrheit eben nicht. Wie Oswald Spengler sagte:" "Allgemeingültigkeit ist immer der Fehlschluss von sich auf andere."
Gerade weil man für Demokratie kämpfen muss, kämpfe ich an dieser Stelle für Meinungsfreiheit und gegen Meinungsdiktat.
Comment
von beigu beigu ist gerade offline | 9.10.2009 14:41 Uhr
Das finde ich
doch sehr überzogen vom Zentralrat der Juden.

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