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A 100

Ausbau des Autobahn-Stadtrings ausgebremst

Der Weiterbau der A 100 vom Dreieck Neukölln bis zum Treptower Park steht auf der Kippe. Die Koalitionsfraktionen SPD und Linke haben sich geeinigt, die weiteren Planungsmittel in Höhe von 3,1 Millionen Euro zu sperren.
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Verbot für Fahrzeuge aller Art. Dies wünschen sich die Gegner der Autobahnbaus nach Treptow. Foto: ddp ddp
 Das laufende Genehmigungsverfahren für den mit Kosten in Höhe von 420 Millionen Euro veranschlagten Autobahnabschnitt, den bisher teuersten in Deutschland, soll aber zu Ende geführt werden. Ob dann gebaut wird, ist ungewiss. Die Entscheidung könnte 2011 nach den Wahlen ein neuer Senat treffen. Die Baukosten würde der Bund tragen.

SPD und Linke wollen das jetzt gesperrte Geld frühestens dann freigeben, wenn die Stadtentwicklungsverwaltung neue Zahlen zur Auswirkung des Autobahnbaus in diesem Bereich vorgelegt hat, sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Linken, Jutta Matuschek. Die neue Analyse innerhalb des Stadtentwicklungsplans Verkehr, der derzeit erstellt wird, müsse zeigen, wie sich der Verkehr mit und ohne A-100-Verlängerung entwickele. Die bisherigen Zahlen reichten nicht aus, sagte Matuschek. Durch die neue Analyse komme man zu einem „geordneten Entscheidungsprozess“, sagte der Verkehrsexperte der SPD, Christian Gaebler. Auf Parteitagen haben sich SPD und Linke gegen den Bau ausgesprochen.

Von der Stadtentwicklungsverwaltung, die den Bau vorangetrieben hat, gab es am Montag keine Stellungnahme. Senatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) hatte die Pläne stets damit begründet, dass Stadtstraßen in der Umgebung vom Verkehr entlastet würden, weil die Autobahn den Verkehr bündele, was Kritiker wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Grünen sowie Bürgerinitiativen bezweifeln.

Umstritten ist zudem, wie viel zusätzlichen Verkehr es am vorläufigen Ende des Stadtrings am Treptower Park geben wird. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg befürchtet, dass es vor allem auf der Elsenstraße zu einem Dauerstau kommen würde, was die Planer aber verneinen. Der Bezirk erwägt eine Klage, sollte der Bau beschlossen werden.

Bürgermeister Franz Schulz (Grüne), sieht noch nicht das Ende des Projekts. „Nach dem Verlauf der Anhörung habe ich das Gefühl, dass der Senat in seiner Planung durchmarschieren will“, sagte Schulz. Dann sei er nicht weiter angewiesen auf zusätzliche Mittel für Umplanungen. Der Haushaltsbeschluss wird nach Auffassung des Bezirksbürgermeisters allenfalls Verzögerungen mit sich bringen.
Für Harald Moritz von der Bürgerinitiative Stadtring Süd ist es dagegen „nur eine Frage der Zeit, bis die Bauplanungen in der Versenkung verschwunden“ sind. Durch den jetzigen Beschluss sei das Projekt zwar noch nicht tot, sondern lediglich verzögert, da man anscheinend das Gesicht wahren müsse.
Nach dem Vorliegen der neuen Zahlen werde man „nachdenken“, ob mit dem Bau begonnen wird, sagte Matuschek. Ein Planfeststellungsbeschluss biete nur die Möglichkeit dazu, schreibe das Bauen aber nicht vor, ergänzte Gaebler. Martin Schlegel vom BUND erwartet, dass bei einem Beschluss zum Weiterbau die neuen Zahlen im Planverfahren berücksichtigt werden. Die Arbeiten sollten 2011 beginnen und 2017 abgeschlossen werden. Für die Verlängerung sind die CDU und die FDP sowie im Senat vor allem Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg JungeReyer. Die Grünen lehnen den Bau ab, die Linke will ihn auch nicht, und eine knappe Mehrheit der SPD-Mitglieder ist laut Parteitagsbeschluss ebenfalls dagegen. Mit dem Einfrieren der Planungsgelder haben die Koalitionsfraktionen jetzt immerhin Zeit gewonnen. Die Freigabe von Mitteln muss die Verwaltung jetzt jeweils beantragen.

Nicht betroffen sind die vorbereitenden Arbeiten für einen nächsten Bauabschnitt vom Treptower Park zur Frankfurter Allee am Ostkreuz, das derzeit umgebaut wird.
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Kommentare [ 57 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von Polizeiphilosoph Polizeiphilosoph ist gerade offline | 23.11.2009 23:13 Uhr
Ohne jede Frage...
...ein weiterer Beleg für den Provinzialismus dieser Stadt, der immer mehr zu Tage tritt. Wirklich jedes Projekt, dass auch nur eine marginale, infrastrukturelle Bedeutung hat, wird zerredet, zerquatscht und torpediert.

Ich frage mich manchmal, wo wir wohl heute ständen, wären unser Vorfahren auch so borniert und festgelegt gewesen. Man stelle sich Berlin ohne Stadtautobahn vor? Ohne die A111, ohne die AVUS. Diese Verkehrsadern sind lebenswichtig und es ist ein debiler Gedanke, dass die gezielte Verhinderung von leistungsfähigen Verkehrsadern etwas am Verkehrsaufkommen verändern würde.

Wozu gibt es z.B. Verkehrsplaner? Wozu werden die überhaupt bestellt, wenn Politiker XY-Beliebig sich hinstellen kann und das Fazit der Fachleute (...Stau Elsenbrücke...) anzweifeln kann. Dann hätte man doch den Planer nicht gebraucht und das Geld gespart, wenn die Mandatsexperten es eh besser wissen?

Und natürlich werden jetzt künftig alle Verkehrsteilnehmer einen Umweg über die Elsenbrücke machen, nur weil dort die Autobahn fertiggestellt wurde. Mach ich künftig auch so, wenn ich nach Waltersdorf will, fahr ich über die Elsenbrücke.

Der Verkehr wird dadurch nicht direkt mehr werden, sondern besser gebündelt und abgeführt. Nichts verursacht soviel Abgas, Lärm und Feinstaub wie STOP&GO. Jetzt werden natürlich die ÖPNV&Fahrrad-Aktivisten kommen, die jedes Auto aus der Stadt verbannen wollen, weil jedes Auto einen Angriff auf deren Entfaltungsfreiheit bzw. eine potentielle Mordwaffe darstellt.

Aber gerade auf Autobahnen kommen keine Fahrräder mit Kraftfahrzeugen in Berührung, konfliktfreier läßt sich ein Verkehrsraum nicht gestalten.

Ich wünsch mir ein bißchen mehr Weitsicht, so wie früher, als man die ursprünglichen Planungen für das Verkehrssystem Berlins gemacht hat. Da war noch Hirn & Planungsidealismus und weniger Ideologie und Blödsinn am Werk.
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von paetchee paetchee ist gerade offline | 24.11.2009 8:43 Uhr
Es ist in der Tat so,
dass mehr Straßen mehr Verkehr produzieren. Diese alte lineare Denkweise, mehr und breitere Straßen = weniger Staus, ist längst überholt.

Übrigens, rechnen Sie mal aus wieviele Kilometer Tram man mit diesem Geld bauen könnte. Und das für so etwas in einer Stadt, in der nur 1/3 der Bevölkerung ein Auto besitzt, eine Mehrheit entsteht, war doch vorauszusehen.
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von berlinfahrer berlinfahrer ist gerade offline | 24.11.2009 9:55 Uhr
Das Geld kommt vom Bund
und ist ZWECKGEBUNDEN. Damit kann man hier NICHTS anderes bauen. Damit kann man auch keine Schulen sanieren, keine Radwege bauen, den ÖPNV ausbauen etc. Punkt und Ende.
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von kokoko kokoko ist gerade offline | 24.11.2009 11:25 Uhr
Stadtautobahnplanung
Die Situation des Stadtrings ist im Westen ganz anders als im Osten. Im Westen liegt die A100 in peripherer Lage. Im Osten wird sie praktisch durch den Citybereich gebaut.
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von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 24.11.2009 11:37 Uhr
@Berlinfahrer
wenn das Geld "eingefroren" wird, ist der Zweck weg und es kann für andere Dinge ausgegeben werden, die sinnvoller wären, außerdem würden dann viele Häuser dort abgerissen und die Menschen, die dort wohnen an der Autobahn sind auch nicht zu beneiden, von dem Gestank und Lärm möchte ich nicht betroffen sein und die Menschen die dort leben auch nicht. Der Sinn dieser Autobahn müsste auch erst mal bewiesen werden, dass ist nicht der Fall.
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von lacher lacher ist gerade offline | 24.11.2009 12:11 Uhr
Sie wiederholen sich berlinfahrer.
Dann wiederhol ich mich auch nochmal:
Das Geld kommt nicht vom Bund sondern von unseren Kindern, die die Schulden abbezahlen müssen, die wir heute anhäufen.
Und mit dem Geld sollte man deshalb äußerst verantwortungsvoll umgehen, damit unsere Kinder auch noch zusätzlich unsere Rente bezahlen können.
Aber das ist Ihnen mit Ihrer Punkt, aus, nach mir die Sintflut-Syntax wahrscheinlich eh schnuppe.
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von hollebolle hollebolle ist gerade offline | 24.11.2009 12:15 Uhr
@berlinfahrer
Es geht nicht ums Geld sondern um die Unsinnigkeit des Projekts. Wenn der Bund Geld gäbe um z.B. ein Atomkraftwerk in Mitte zu bauen wäre es genauso sinnvoll das abzulehnen. Geld hin oder her.
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von phantomias phantomias ist gerade offline | 24.11.2009 12:01 Uhr
Mehr Straßen - wo es Not tut
Die lineare Denkweise "mehr Straßen = mehr Verkehr" is in der Tat überholt. Die flache Argumentation, dass trotz des neuen Single-Flughafens kein neuer Verkehr entsteht übrigens auch. Das wird nur noch von der falschen Annahme "mehr Tram = weniger Verkehr" getoppt.
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von oketimo oketimo ist gerade offline | 24.11.2009 14:05 Uhr
Mehr Straßen = Mehr Verkehr?
dies aussage wird immer wieder von leuten gemacht die keine anhung von verkehrswegplanung haben. straßen können nicht mehr verkehr erzeugen, sie können ihn höchstens verlagern. nicht die autobahn erzeugt den verkehr sondern die wohngebiete und industrie die sie verbindet. der bbi zum beispiel wird eine menge verkehr erzeugen, der dann in die wohngebietsstraßen abfließen wird, die autobahn würde ihn aus den wohngebieten heraushalten und bündeln.
die lösung die a100 bis zum treptower park zu verlängern ist sicherlich eine nicht zu ende gedachte idee, denn die a100 müsste mindestens zur frankfurter allee oder besser zur landsberger allee verlängert werden, dann würden die dicht bebauten gebiete in friedrichshain und treptow entlasstet. wenn es so bleibt wie heute, dann wird sich der verkehr weiter durch die wohngebiete schieben und nicht kontroliert abfließen können.
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von commentator commentator ist gerade offline | 24.11.2009 17:10 Uhr
@oke


Zitat von oke

straßen können nicht mehr verkehr erzeugen, sie können ihn höchstens verlagern.



Natürlich erzeugen Straßen (Straßen)Verkehr. Nur dazu werden Straßen gebaut.
Werden sie nicht gebaut, obwohl Verkehr benötigt wird, dann verlagert sich der Verkehr auf andere Träger. Nämlich jene, die dann dort alternativ anzubieten sind.
In einer Stadt mit hoher Besiedlungsdichte können das nur Verkehrsträger sein, deren spezifischer Flächenbedarf deutlich niedriger als ein regelhaft zu nur 25% ausgelasteter Pkw ist.

Das kann in der Stadt - solange uns nicht noch etwas besseres einfällt - nur der ÖPNV sein.



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von akula akula ist gerade online | 25.11.2009 3:39 Uhr
@oketimo
Ach und sie haben also den Plan von Verkehrswegen. Das sehe ich ganz anders.

Was soll sich denn entlasten, bei einem Weitbau zur Landsberger Allee? Wo? Ich sage es Ihnen, es würde sich garnichts entlasten. Keine Straße der Welt, die derzeitig dort liegt und unumstößlich nicht ausgebaut werden kann, aufgrund hoher Bebauungsgebiete in Weißensee, Prenzl'Berg und Pankow, kann den Verkehr aufnehmen, die die A100 bringen würde. Die Prenzlauer Promenade ist schon heute überlastet! Auch hier ist ein Ausbau kaum sinnvoll, eher eine Modernisierung. Zumal überall die Tram im Weg ist. Aber Menschen wie Sie, sind und bleiben auf einem Auge blind, weil Sie nicht über den Tellerrand schauen können.

Und auch die Frankfurter Allee kann all den Verkehr nicht wirklich aufnehmen, von der massiven Abwertung des Gebietes mal ganz abgesehen. Alleine auch dort wegen der Tram - dort fährt nämlich die M13, genau im zukünftigen Auffahrtsbereich. Und irgendeiner soll mir mal erklären, wie man das Ringcenter überbrücken will. Mit einer Potthässlichen Brücke, die 100m hoch ist und wie eine Achterbahn am Ende hinten wieder heruntergeht? Mit einem Tunnel, der eigentlich vor dem RingCenter nach aktuellen Planungen herauskommt? Weiterbau zur Landsberger? Und dann? Wo soll denn da eine A100 hin? Indem man Kaufland, das Jobcenter und die Arbeitsagentur abreißt? Der Bogen der Kniprodestraße wäre noch gerade so geeignet, aber dort wohnen zig Menschen! Und in der Ostseestraße, spätestens in der Visbyer geht garnichts mehr!!

Nein, gedacht haben Sie nicht. Da bin ich mir ganz sicher.
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von Managernachwuchs Managernachwuchs ist gerade offline | 25.11.2009 10:24 Uhr
Verschwendung
Wieviele Kitaplätze könnte man bauen, wenn die Politiker ihre Fehler bezahlen müßten? Warum gibt es Bezirke und deren Politiker. Dies sind nur Menschenfeinde. Wieviele Kitas könnte man dafür bauen und nutzen? Wieder nur Geld verschwendet, weil einige Politiker nur Geld für ihre Diätenerhöhungen haben wollen.
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von Gnoffo Gnoffo ist gerade offline | 24.11.2009 10:02 Uhr
früher war eh alles besser
"ein bißchen mehr Weitsicht, so wie früher, als man die ursprünglichen Planungen für das Verkehrssystem Berlins gemacht hat. Da war noch Hirn & Planungsidealismus und weniger Ideologie und Blödsinn am Werk."

früher, also man noch plante halb kreuzberg abzureißen für eine autobahn und bauten wie das nkz - einfach ohne irgendwen zu fragen - umgesetzt wurden. das waren noch zeiten.

http://www.tagesspiegel.de/berlin/Kreuzberg;art270,2508858

http://www.wrangelkiez.de/geschichte/bild030.html
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von Waechter Waechter ist gerade offline | 23.11.2009 23:21 Uhr
Dann hoffen wir mal,
dass 2011 nicht die Autofetischisten an die Macht kommen, sonst werden die Mittel schnell wieder aufgetaut und der A100-Irrsinn wird am Ende doch noch gebaut.
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von zurueckschnauzer zurueckschnauzer ist gerade offline | 23.11.2009 23:44 Uhr
Verschleppung um parteipolitisch Zeit zu gewinnen!
Gibt es eigentlich in Berlin irgendwelche Infrastrukturprojekte, die nicht verschleppt, versenkt, zerredet oder im Streit zerrieben werden? Zum weiteren Schaden von Berlin, der Stadt wo gar nichts vorrangeht!

Am Ende wird sich Herr Schäuble freuen, die 420 Mio Euro wieder aus seinem Haushalt streichen zu können, Berlin bleibt auf seinen Planungskosten etc. sitzen und der Autobahnring wird nie fertig ....
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von hatho hatho ist gerade offline | 24.11.2009 11:11 Uhr
Freuen...
... wird sich allerhöchstens Herr Ramsauer, denn der gibt die Kohle einfach an das nächste Projekt auf seiner Liste (Bundesverkehrswegeplan) weiter. Was für ein Zufall, dass das dann in Bayern liegt und ebenfalls iene Autobahn ist.
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von archangel archangel ist gerade offline | 24.11.2009 6:51 Uhr
arme Berliner
da bekommen sie einen Autobahnabschnitt für eine knappe halbe Milliarde GESCHENKT (zahlt der Bund),der den Verkehrsfluss beschleunigt, und die Regierenden lehnen es ab. Wenn Dummheit weh täte ...
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von oliver111 oliver111 ist gerade offline | 24.11.2009 11:43 Uhr
@Archangel
Das ist kein Geschenk, dass sind Steuergelder des Volkes, ob vom Bund vom Land, die Politiker im Bund werden auch nur vom Volk bezahlt, die haben kein eigenes Geld.
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von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 24.11.2009 6:58 Uhr
Und wieder einmal
verhindern interessierte Gruppen die weitere Verzahnung der Stadthälften, den wirtschaftlichen Betrieb von Unternehmen und damit die Schaffung von Arbeitsplätzen - mal ganz abgesehen von der Zeitersparnis die man hat wenn man auf der Autobahn bis Treptower Park durchrauschen kann ohne sich quer durch das verkehrsberuhigte Kreuzberg und Neukölln zu quälen. By the way: ist Folter nicht eigentlich verboten? Warum werden dann automobile Personen in dieser Stadt unausgesetzt Torturen unterzogen die selbst die heilige Inquisition nicht in Erwägung gezogen hätte?
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von rob3 rob3 ist gerade offline | 24.11.2009 13:15 Uhr
Fahr bitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln
und Du musst Dich nicht durch voll gestopfte Straßen zwängen. Du wohnst sicher nicht in der Nähe einer solchen Autobahn und falls doch musst Du schon ein ganz schön abgestumpfter Mensch sein, es wird Natur zerstört und mehr Verkehr in die Stadt geholt, Alle die nach dieser Autobahn schreien, sollen sich mal ansehen wo die Autobahn endet und auf welchen Straßen der Verkehr weitergeführt wird Das Alles Endet im Stau da wo Menschen wohnen und jeden Tag aufs Neue diesem Lärm und Gestank ausgesetzt werden. Die Zeiten einer Autostadt sollten vorbei sein,wir haben einen guten öffentlichen Nahverkehr und statt sich für diese Umweltverpestung einzusetzen sollte Frau Reyer lieber der S Bahn Dampf machen damit die Züge vernünftig rollen und der BVG die Unterstützung bei bringen die Sie braucht, siehe Tram zum Hauptbahnhof und, und, und ! Dinge diese Senatorin in den Sand gesetzt hat !
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von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 24.11.2009 14:49 Uhr
Ich bin der öffentliche Nahverkehr
ohne mich und meine 12.000 Kollegen würde diese Stadt zusammenbrechen weil nämlich die Kollegen von der BVG das nicht bewältigen könnten. Und jeder Meter verkehrsberuhigter Bereich, jede Tempo 30 Zone tut uns weh. Und wir sind auch Menschen, wir müssen im Stau stehen und den Dreck und die Abgase einatmen die durch künstlichen Stau produziert werden. Und das gefällt uns überhaupt nicht. Schon gar nicht wenn wir dauernd von irgendwelchen Öko-Freaks schikaniert werden und uns das jedes Jahr zigtausende für Sprit, Wartung und Reparaturen kostet. Ständiger Stopp and Go belastet die Getriebe wesentlich mehr als kontinuierliche Fahrt.
Und ich wohne mein ganzes Leben lang in der Nähe von Autobahnen und Bahngleisen (die zehn Jahre an der Fernbahntrasse waren eine Tortur, dagegen ist die Autobahn in 500 m nicht zu hören)
Abgestumpft? Völlig angewidert vom Egoismus einiger Leute die die Natur retten wollen, und ihren Kiez, und dabei alle anderen die jeden Tag hier ums nackte wirtschaftliche Überleben kämpfen ohne mit der Wimper zu zucken über die Klinge springen lassen. Ich mag ein Stück Wald, eine Wiese bei Sonnenaufgang. Am liebsten komplett OHNE Menschen. Und so lange an der Warschauer Menschen wohnen und kein Selva Virgin ist, solange können die da zehn Autobahntrassen durchbauen.
Und nein, es würde mir nicht sonderlich gefallen wenn jemand mir jemand das Haus abreißen würde um noch ne Autobahn zu bauen, aber ich würde auch einsehen das es womöglich einen Zweck hat. Nämlich das die Wirtschaft funktioniert. Ohne funktionierende Wirtschaft auch kein Geld für Öko-Forschung, für Wideraufforstungsprogramme in Lateinamerika und dem Schwarzwald.
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von Waechter Waechter ist gerade offline | 24.11.2009 16:52 Uhr
Folter verboten
Also Mord und Körperverletzung sind auf jeden Fall verboten, der Autoverkehr tötet jedes Jahr etwa 5000 Menschen und verursacht bei Millionen von Menschen Krankheiten und Verletzungen.
Wenn Ihnen Menschen am Herzen liegen, dann sollten Sie sich auch gegen Autobahnbau und immer mehr Verkehr einsetzen.
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von darklighter darklighter ist gerade offline | 24.11.2009 17:41 Uhr
Folter?? An automobilen Personen?
@macthepirat ist Folter nicht eigentlich verboten? Warum werden dann automobile Personen in dieser Stadt unausgesetzt Torturen unterzogen die selbst die heilige Inquisition nicht in Erwägung gezogen hätte?
Und sonst geht´s noch gut?? Einen Umweg fahren oder mal irgendwo warten müssen ist wohl kaum eine Folter. Ihr Kommentar ist eine Beleidigung der vielen Menschen, die heute noch von Terror-Regimen gefoltert werden!
Davon abgesehen: was ist mit den vielen von den Automobilisten zum Warten Gezwungenen? Die, weit entfernt von der nächsten Ampel, an Überwegen und Kreuzungen zur Hauptverkehrszeit einfach nicht über die Straße kommen, weil die Autofahrer auch nicht für zehn Sekunden halten mögen und auch bei Stau immer langsam weiterrollen, sodass eine Überquerung unmöglich ist. Die als Abbieger und Noch-bei-Gelb-Fahrer die Fußgänger trotz "Grün" ignorieren und fast über den Haufen fahren - und wenn Fußgänger danach endlich gehen will, ist es bereits wieder "Rot" und man wird von wütenden Fahrern beschimpft, was man noch auf der Straße zu suchen habe. Die alles zuparken, auch auf Gehwegen, sodass man Slalom laufen muss und mit Kinderwagen oder Rollstuhl gar nicht mehr durchkommt. Die selbst immer in Eile sind, aber die anderen Verkehrsteilnehmer gerne mal warten lassen, wenn sie ihr Gefährt mal wieder zum Parken in eine Tramgleiskurve oder auf die Busspur stellen.
Aber aus der Windschutzscheibenperspektive bemerkt man das alles wohl gar nicht mehr.

Nebenbei:
Für eine bessere Verzahnung der Stadthälften würde der Ausbau des Schienenverkehrs wesentlich mehr beitragen und einem größeren Teil der Bewohner (die meisten Berliner sind autolos) nutzen, als dieser irrsinnig teure Autobahnausbau, der ohnehin nur noch mehr Verkehr anziehen würde und Unmassen von Autos an seinem neuen Ende ausgießen würde - und dann wäre die nächste Ausbauforderung nur eine Frage der Zeit...
Comment
von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 24.11.2009 18:48 Uhr
Umwege fahren?
Ha, wenn ich das tue habe ich das Labo, die Taxi-Innung und jeden Neunmalklugen Fahrgast auf dem Hals. Als TAXI darf ich keine Umwege fahren, es sei denn sie sind mit dem Fahrgast abgesprochen !!!!!!
Und jeder Augenblick den ich warten kostet mich Zeit die ich nicht bezahlt bekomme, Geld verdiene ich nur wenn sich die Mühle bewegt. Also tut jeder Stillstand bzw. das unnötige Unterschreiten der auf einer Straße möglichen Geschwindigkeit, ohne dabei andere zu gefährden (und ich betrachte Lärm und Abgas nicht als Gefährdung) mir weh, in meiner Brieftasche. Das ist Folter.
Und setzen sie mich freundlicherweise nicht mit irgendwelche Verkehrsrowdys gleich... jeder Fußgänger ist ein potentieller Fahrgast, also fahre ich die nicht über den Haufen oder beschimpfe sie, es sei denn sie latschen mir blindlinks vor den Kühler. Wer Selbstmord begehen will soll das gefälligst zu hause erledigen. Und Taxen die in zweiter Reihe halten haben ihren Grund dafür. Privatpkw haben übrigens auf BUSSPUREN nichts, absolut gar nichts verloren. Da gehören lediglich Busse und Taxen hin (naja, angeblich auch Fahrräder.... )
Und mir nutzt der Ausbau der Schiene überhaupt nichts. 1.Privat habe ich in F´hain etc nichts zu tun 2.Beruflich: Reinfahren, rausfahren - nicht genug Kundschaft.
Ich betrachte den Autobahnausbau lediglich aus der wirtschaftlichen Sicht, nicht hinter meiner Windschutzscheibe. Ich bin oft genug außerhalb meines Autos... und komme regelmässig in Gefahr von irgendwelchen Radfahrern umgenietet zu werden.

@Waechter: Menschen liegen mir nicht am Herzen. Schon gar nicht wenn sie versuchen mich wirtschaftlich fertig zu machen.
Soll ich jetzt noch Bill Clinton zitieren??? Mir liegt nur noch eines am Herzen: möglichst ohne Stress arbeiten und leben, bis ich mit 65 tot umfalle. Und der Grüne-Terror auf diesen Straßen verursacht mir Stress. Er kostet mich Geld und damit Lebenszeit. Jede Minute im Stau geht von meiner Freizeit ab.
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von Waechter Waechter ist gerade offline | 24.11.2009 19:40 Uhr
Gerade in Ihrem Interesse
ist es doch, wenn möglichst viele Menschen kein eigenes Auto haben. Wenn die ganze Stadt autogerecht gebaut wird, dann ist es doch sehr attraktiv für die Menschen, sich ausschließlich mit dem eigenen Auto fortzubewegen. Wenn die Stadt aber menschengerecht gebaut wird, wenn es noch bessere öffentliche Verkehrsmittel gibt und viel weniger Parkplätze, dann profitieren als erstes die Taxifahrer. Wie Sie schon sagten, Sie sind der öffentliche Nahverkehr.
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von akula akula ist gerade online | 25.11.2009 3:45 Uhr
@macthepirat
Der einzige Egoist sind Sie selbst. Weil Sie ausschließlich an Ihren Job denken. Verkehrt ist das deswegen, weil die Sicht mehr als Einseitig ist. Ansonsten kann ich dazu nur sagen, suchen Sie sich einen anderen Job - glücklich scheinen Sie ja nicht zu sein. Aber klar, die Anderen sind wieder Schuld - die Ökos und die Grünen. Ja, in Friedlhain sind Sie nie. Das merkt man. Sollten Sie mal, damit Sie mitbekommen, was die Idiotie A100 anrichten würde. Aber hauptsache gut gebrüllt. Kein Inhalt, keine Realität. So sieht es bei Ihnen aus. Nicht anders. ;)
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von berlinfahrer berlinfahrer ist gerade offline | 25.11.2009 11:33 Uhr
jetzt ist man Egoist ...
... weil man an seinem Job denkt. Tolle Nummer. Sowas kann nur von einem Hartzer kommen. Der kriegt alles von den Steuergeldern der um ihren Job fürchtenden Geldbringern bezahlt. Zur Not gründet man halt ein 'Wohnprojekt' und lebt mietfrei. Geht doch auch alles. Warum geht der Idiot überhaupt arbeiten?


Ich fass es nicht ...
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von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 25.11.2009 14:56 Uhr
@akula @Waechter
@akula,mit meinem Job bestreite ich meinen Lebensunterhalt, zahle Miete, Essen und Kleidung - nebenbei habe ich auch noch drei Angestellte die von diesem Job leben, und die Mechaniker und Ersatzteilverkäufe zu deren Gehalt ich beitrage.
Ich soll mir nen anderen Job suchen? Ha, bei 350.000 Arbeitslosen in der Stadt, die zum Teil jünger und fitter sind als ich??? Teilweise sitzen HOchschulabsolventen auf der Straße. Mal abgesehen davon das ich nur noch eingeschränkt zum Befehlsempfänger tauge.
Wenn die Sorge um das eigene Überleben Egoismus ist, dann bin ich schuldig. Aber: Ich gebe es wenigstens zu. Grüne und Ökos faseln ständig irgendwas von Planeten und Umwelt retten, das sie nur ihren eigenen Genpool retten wollen, auf Kosten der anderen, das verschweigen sie.
@Waechter: natürlich wäre es sehr angenehm wenn weniger Privatleute Autos hätten und dann Taxi fahren würden.... aber der Weg über Verkehrsbehinderungsmaßnahmen ist genau der falsche, er provoziert die Leute nämlich zu Widerstand, sie sehen ihre "Freiheit" sich zu bewegen wo und wann immer sie wollen in Gefahr. Und wer anderen Leute die Freiheit nimmt oder auch nur den Versuch wagt muß mit den entsprechenden Konsequenzen leben. Und: Ohne Tempo 30 Zonen und Verkehrsberuhigung würde der Verkehr wesentlich besser fließen, weniger Stau, weniger Abgase, weniger Stress - enorme Zeitersparniss: mich kosten die Tempo 30 Zonen im Schnitt ein Drittel meiner Arbeitszeit d.h. ich mache 1 Drittel weniger Umsatz, entsprechend muß ich mehr Arbeiten und darunter leidet meine Lebensqualität in erheblichem Ausmaß. Ich habe daher auch keine Zeit mich noch mit anderen Dingen zu beschäftigen.
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von spreenixe spreenixe ist gerade offline | 24.11.2009 19:44 Uhr
diese automobilen personen
töten jedes jahr im schnitt ca. 5000 menschen, also etwa 14 pro tag (in D). reicht ihnen das nicht?
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von freibier freibier ist gerade offline | 24.11.2009 8:00 Uhr
au weia, damit hatte ich echt nicht mehr gerechnet.
Es gibt zZt keine vernünftige Straßenverbindung von der Stadtautobahn nach Friedrichshain und Lichtenberg. Und die Planung dafür wird auch noch abgesägt. Bleibt meine Wirtschaftskraft halt woanders... Schade nur daß man seine Bekannten in den Bezirken immer so schlecht besuchen kann; die Autobahn wirds nicht geben, und kommt man trotzdem an, wird einem bei der nächsten Gelegenheit der Wagen abgefackelt... Diese Regierung hat wohl noch nie was von Gastfreundschaft gehört, hauptsache die Wähler vor Ort sind glücklich. Daß es auch noch andere Interessen gibt zählt leider nicht.
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von dahlemer dahlemer ist gerade offline | 24.11.2009 9:03 Uhr
Die grenzenlose Unfähigkeit
des leider noch bis 2011 "regierenden" Senates tritt auch hier wieder für jermann sichtbar zu Tage. Flughäfen schließen, Straßenbau behindern; der Dummheit und Ignoranz sind keine Grenzen gesetzt.
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von juergenspiegel juergenspiegel ist gerade offline | 24.11.2009 9:47 Uhr
Richtig(??) - Hier darf es keinesfalls irgendwo "RUND" werden
Das könnte Dynamik bringen, die der Senat nicht mehr im Griff hat.
Wir sind schon genug über die zurückgekehrte HALBE REGIERUNG verstört, und sind froh, dass keiner auf den Gedanken der kompletten Regierung hierher kommt;
sind auch froh, dass die Fusion mit Brandenburg ausbleibt, weil das ein Flächenstaaten-Denken erforderte – oh Gott, nicht das auch noch!

Nein, die Stadt braucht DIE Politiker, die mit ihrer Politik erreichen, dass sie in diesen „Abseits- Stadtstaat“ wiedergewählt werden, nicht herausgeschmissen!

Man darf hier keinesfalls Leute herbekommen, die man sich SOGAR als Verkehrsminister z. B. in Hessen denken könnte, wo sie auch noch mit Fraport-Ausbau usw. zu tun bekämen – GOTT BEWHLRE UNS VOR SOLCHEM PERSONAL!
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von fsiggi fsiggi ist gerade offline | 24.11.2009 9:50 Uhr
Gut so!
Manchmal setzt sich wirtschaftliche Vernunft anscheinend doch noch durch.
Comment
von hajuefan hajuefan ist gerade offline | 24.11.2009 11:51 Uhr
Wirtschaftlich?
Was ist denn daran wirtschaftlich, wenn die bisherigen Planungskosten versenkt und eine halbe Millarde verschenkt. Abgesehen von den möglichen Arbeitsplätzen der Leute, die am Straßenbau über mehrere Jahre beschäftigt werden könnten. Kleinkariert und idiologisch überlagert ist diese endlose Diskussion über den fließenden oder den stehenden Autoverkehr.
Muss ich mir das so vorstellen, dass Berlinbesucher und andere Menschen die sich mit dem Auto in Berlin aufhalten und Richtung Südosten aus der Stadt raus wollen mit dem Fahrrad, der Rikscha oder der Tram bis zum südlichen Anschluss an den Ring fahren, um dort in ihr Auto einzusteigen und weiter zu fahren? Nur wie kommt ihr Auto dahin?
Sie werden bald die Schnauze voll haben von der Provinz Berlin, der "Insel der Glückseeligen". Nur weiter so!!!
60 - 70% Harz-4-Empfänger, tanzen fröhlich mit verklärten Blicken und Blumen im Haar Ringelreien und freuen sich über die fast abgasfreie Zone Berlin. Die restlichen % der Bevölkerung sind dann Mitarbeiter der Sozialbehörden, Arbeitsagenturen und ARGEn, Müllabfuhren, Stadtreinigung, Justiz und Polizei, die versuchen die Ordnung im Gemein(!)-Wesen einigermaßen aufrecht zu erhalten.
Wobei die Betonung auf gemein liegt!
Comment
von georg585 georg585 ist gerade offline | 24.11.2009 11:56 Uhr
Völlig klar -
verkehrs- und infrastrukturpolitisch gesehen gibt es schon lange keinen Grund mehr, SPD und Linke wiederzuwählen. Obwohl ich kein CDU- oder gar FDP-Anhänger bin, muss man seit längerem anerkennen, dass in einer solchen Koalition wesentlich mehr infrastrukturelle Vernunft angesiedelt wäre.

Das betrifft nicht nur das lächerliche Diskussionsmanagement um diesen Autobahnausbau, den ich persönlich aus der täglichen Erfahrung für gut halte.
Es gibt eine Reihe weiterer städtischer Großprojekte, die einfach ganz ganz schlecht, heißt nachlässig und offenkundig desinteressiert gemanagt wurden und werden.
Dazu gehören das Spreedreieck und die Osthafenerneuerung ("Mediaspree"), die Vermarktung der Freifächen um den Hauptbahnhof, insbesondere um den Humboldthafen, die Lenkung der Debatte um die Tempelhof-Nachnutzung, die Durchsetzung der Anbindung des künftigen Großflughafens Schönefeld an das Eisenbahnnetz, die Lösung der S-Bahn-Probleme (nachlässige Verhandlungsführung um Vertragsmodifikationen), die Diskussion um die Nachnutzung für das Gelände des Flughafens Tegel, die Diskussion um neue Nutzungsformen für den Westhafen, das Vorantreiben einer Neugestaltung für das Kulturforum und nicht zuletzt: eine offensiv geführte Diskussion um die Neugestaltung der City-West um den Bahnhof Zoo (bislang nur als Riesenrad und Hochhausdebatte bekannt)undCity-Ost (Marx-Engels-Forum).
Diese Auswahl der Baustellen zeigt, dass alles miteinander zusammenhängt: alles nämlich im selben Geist. Die Stadtregierung duckt sich jedes Mal weg und klagt: "Worum sollen wir uns denn noch alles kümmern!" Sie ist inaltlich, kompetenzmäßig überfordert und hat auch kein Interesse daran, diese an sich höchst interessanten und anspruchsvollen Aufgaben zu meistern.
Das ständige Sich-Wegducken vor Debatten als Politk im Sinne der Bürger zu verkaufen, ist mies - und im übrigen undemokratisch, reines Herrschaftsdenken, das den "kleinen Leuten" vorgaukelt, die "Regierenenden" meinten es gut mit ihnen.
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von hollebolle hollebolle ist gerade offline | 24.11.2009 12:11 Uhr
Vernünftige Entscheidung
Endlich mal eine gute Entscheidung. Dieses Projekt war planungstechnisch im letzten Jahrtausend stehen geblieben. Die Politiker haben erkannt dass man heute solchen ökologischen Wahnsinn nicht mehr baut, schon gar nicht in dicht besiedelten Wohngebieten. In Berlin scheint die Demokratie noch zu funktionieren und man lässt sich nicht wie sonst üblich von der Autolobby erpressen. Eine Seltenheit heutzutage. Beeindruckend.
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von drachenflieger drachenflieger ist gerade offline | 24.11.2009 12:49 Uhr
von archangel archangel ist gerade offline | 24.11.2009 6:51 Uhr arme Berliner da bekommen sie einen Autobahnabschnitt für eine knappe halbe Milliarde GESCHENKT (zahlt der Bund),der den Verkehrsfluss beschleunigt, und die Regierenden lehnen es ab....
üßte man Berlin fluchtartig verlassen! Das Geschrei wäre zu laut!
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von peeka peeka ist gerade offline | 24.11.2009 13:08 Uhr
Gut oder schlecht statt gut oder böse
Man kann diese Diskussion ideologisch führen, man kann sich aber auch einfach anschauen, was bisher geplant und gebaut wurde und sich fragen, was dabei alles falsch gemacht wurde.
Die Stadtautobahn ist dicht. Sie ist die am dichtesten befahrene Autobahn Europas, verträgt also gar keine zusätzlichen Autos mehr. Wer schon, wie ich, diese Autobahn seit nunmehr knapp 25 Jahren regelmäßig befährt und auch eine Weile lang direkt an der Stadtautobahn an ihrem damals schlimmsten Abschnitt - der Unterbrechung am Sachsendamm - gewohnt hat, dürfte das wohl bestätigen.
Die Schließung der Lücke am Sachsendamm war mit Sicherheit sinnvoll, denn es war eine künstliche Lücke.
Dann folgte der Ausbau in den Süden.
Wer zwischen Berlin und Umland pendelte, hat sicherlich die einzelnen Stufen des Ausbaus erleben dürfen.
Irgendwann ging die Autobahn bis Adlershof, und es wurden dort viele neue Straßen gebaut, die permanent durch die Autobahnabfahrt zugestaut waren. Dies wurde durch den Weiterbau bis zum Berliner Ring dann beendet.
Ich weiß nicht, was dies gekostet hat, aber nun haben wir den Stau eben woanders, nämlich an der Grenzallee stadteinwärts.
Und den Stau von Norden her will ich gar nicht erwähnen.
Warum werden denn regelmäßig Zufahrten geschlossen?
Es sind nicht Unfälle, sondern es ist das "hohe Verkehrsaufkommen", weshalb man häufig nicht am U-Bahnhof Grenzallee oder am Eichborndamm auf die Autobahn gelangen kann.

Wer außerdem hin und wieder das Adlergestell nutzt, wird feststellen, dass es im Vergleich zur früheren Beanspruchung fast leer ist. Allerdings ist es weiterhin eine große Baustelle.

Es wurden nach meinem dafürhalten viele Fehler hinsichtlich der Autobahnplanung gemacht, vor allem, weil ich den Eindruck habe, das Adlergestell wurde nie in eine Gesamtplanung mit einbezogen. An allen neuralgischen Punkten gibt es weiterhin konventionelle Kreuzungen, anstatt Brücken oder Unterführungen.

...
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von peeka peeka ist gerade offline | 24.11.2009 13:18 Uhr
Teil 2
Ein vernüftiger Ausbau des Adlergestells mit der vorhandenen Zufahrt zum Berliner Ring hätte die an diesem Punkt völlig unsinnige parallele Trassenführung und damit vielleicht 5 bis 10 Autobahnkilometer erspart, darunter vor allem den teuren Tunnel in Rudow.

Das Adlergestell hätte die Stadtautobahn entlasten können, wäre es intelligent gestaltet worden. Ob Tempo 70 oder Tempo 80 wie die Autobahn spielt kaum eine Rolle, die Ampeln sind hier ein viel größeres Problem. Anbinden hätte man das Adlergestell in Adlershof. Das wären entgegen der Planung für jeden Autofahrer vielleicht noch einmal 5 km mehr geworden, die Kostenersparnis und die Zerschneidung von Stadtteilen wäre erspart geblieben.

Ich bin gespannt, wer sich wirklich über eine neue Trasse freuen wird, die bisherigen Nutzer der Autobahn sind es wohl kaum. Aber wahrscheinlich wird die neue Trasse ja ohnehin regelmäßig gesperrt werden - wegen "erhöhten Verkehrsaufkommens"...
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von berlinfahrer berlinfahrer ist gerade offline | 24.11.2009 15:17 Uhr
keine Sorge, am Adlergestell wird demnächst gebaut
und zwar zurück ... das kriegt neue breite Bürgersteige, Radwege und die Fahrbahn wird auf 2 Spuren verengt auf 'Stadtstraßenniveau'. Das wird ein Spaß.

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