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Berliner Straßen

Baustellen 2010: Wo Autofahrer Geduld brauchen

B 96, Leipziger Straße, Stadtautobahn: 2010 wird auf vielen Hauptverkehrswegen gebaut. Wo Autofahrer sonst noch Geduld brauchen.
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Zuerst die gute Nachricht: Leere Kassen bedeuten nicht automatisch, dass die Berliner Straßen im nächsten Jahr weiter verkommen. Daraus folgt die schlechte Nachricht: Wegen vieler alter und noch mehr neuer Baustellen wird es auf zahlreichen Hauptverbindungen mit dem Auto auch 2010 nur mühsam vorangehen. Hier ein Auszug aus der To-do-Liste der Stadtentwicklungsverwaltung.

CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF

Zwei Großbaustellen auf der Stadtautobahn bleiben erhalten: Das Nadelöhr am Spandauer Damm (mit einer weiteren Vollsperrung Mitte März) sowie die Verengung auf der A 100 von und zur Seestraße. Dort wird ab März zudem die überquerende Goerdelerdammbrücke erneuert. In der City West bleibt die Kantstraße bis Anfang 2011 gesperrt, weil nach dem Abriss des Schimmelpfenghauses das Zoofenster gebaut wird. Das bedeutet Staugefahr vor allem auf der Joachimstaler Straße. Erhalten bleibt auch die einspurige Regelung auf der Tauentzienstraße und am Wittenbergplatz, weil die BVG den Tunnel der U-Bahn saniert.

FRIEDRICHSHAIN- KREUZBERG


Auf der Karl-Marx-Allee fehlt wegen Arbeiten am U-Bahn-Tunnel bis Mitte 2010 eine Spur pro Richtung. Voraussichtlich ab März wird die Bahnbrücke Alt-Stralau erneuert – und die Halbinsel Stralau deshalb zeitweise nur über einen provisorischen Abzweig von der chronisch zugestauten Kynaststraße erreichbar sein.

LICHTENBERG

In der Alfredstraße droht ab März Stau wegen Arbeiten der Wasserbetriebe. Die laufende Grundsanierung der Falkenberger Brücke dauert noch das ganze Jahr; Bus und Tram nutzen so lange die Haltestellen gemeinsam. In der stets stauanfälligen Treskowallee bauen die Wasserbetriebe ab März zwischen Hegemeisterweg und Ehrlichstraße neue Regenwasserkanäle, so dass die Straße verengt und Spuren verschwenkt werden müssen.

MARZAHN-HELLERSDORF


Während der Sommerferien wird die B1/B5 zwischen Pilgramer Straße und Landesgrenze stadtauswärts ausgebaut. Dazu wird der Verkehr einspurig über die Gegenfahrbahn geleitet. Ebenfalls im Sommer werden die Leitungen an der Kreuzung der B1/B5 mit dem Blumberger Damm und der Köpenicker Straße erneuert. Staus sind auch hier absehbar.

MITTE

Die Arbeiten an der Tiefgarage nördlich des Park-Inn-Hotels bedeuten bis Ende 2010 Provisorien und Staus am Alex. Auch die östliche Fahrbahn der Karl-Liebknecht-Straße (Fahrtrichtung Nord) soll erneuert werden; der Termin ist noch offen. Wegen Gleisbauarbeiten wird in der zweiten Märzhälfte außerdem die Zufahrt von der Otto-Braun-Straße zum Alexanderplatz eingeschränkt.

Eng wird es ab März wegen verschiedener Arbeiten auch in Behren- und Glinkastraße – mit wechselnden Verkehrsführungen. Als Umfahrung bietet sich die kürzlich eröffnete Französische Straße an. Die Wilhelmstraße dagegen bleibt zwischen Unter den Linden und Dorotheenstraße wegen eines Tunnelbaus für den Bundestag bis Ende 2010 gesperrt.

An der Jannowitzbrücke wird ab März die Brückenstraße verengt, weil neue Zugänge zum Bahnhof geplant sind.

Die Invalidenstraße nördlich des Hauptbahnhofs wird wegen Arbeiten am Tunnel der künftigen S 21 verengt; Busse sollen bevorzugt werden, Autofahrer müssen mit häufigen Staus rechnen.

Das gilt ab März auch für die Leipziger Straße, unter der zwischen Friedrich- und Mauerstraße von März bis Juni die Tunneldecke der U-Bahn erneuert wird. Ab Juli wird es auf der Leipziger auch weiter östlich eng, weil die Axel-Springer- Straße angebunden wird.

Ebenfalls ab Juli soll am künftigen Gleisdreieck-Park eine Fußgängerbrücke über den Landwehrkanal gebaut werden. Daher fällt am Schöneberger und Reichpietschufer zeitweise die linke Spur weg.

Bereits ab März beginnt die Bauvorbereitung für den U-Bahnhof am Roten Rathaus. Dafür wird die Spandauer Straße auf höchstens zwei Spuren verengt.

Etwa von Mai bis Oktober stehen Gehweg-Erweiterung und Umbau des Mittelstreifens auf der Straße des 17. Juni an. Östlich des Brandenburger Tores, also Unter den Linden, arbeiten die Wasserbetriebe an verschiedenen Stellen und blockieren Teile der Fahrbahn.

Am Rosa-Luxemburg-Platz werden in der zweiten Märzhälfte die Tramgleise am Knoten Torstraße / Alte Schönhauser Straße erneuert.

NEUKÖLLN

Von kommender Woche an wird die Lahnstraße grundsaniert, kurz darauf wird es auf der Neuköllner Straße zwischen Alt-Rudow und Fritz-Erler-Allee wegen Rohrleitungsarbeiten eng.

PANKOW

Der Ausbau der A 10 dauert noch bis Ende 2011. Die ab März geplanten Arbeiten der BVG in der Berliner Straße werden noch mit den vielen anderen Baustellen in der Umgebung abgestimmt.

REINICKENDORF

Die Kopenhagener Straße bleibt bis Ende Oktober 2010 nordwärts Einbahnstraße.

SPANDAU

Das ganze Jahr lang sind auf der Heerstraße zwischen Siemenswerderweg und Alt-Pichelsdorf nur je zwei Fahrstreifen frei, weil Rohrleitungen erneuert werden.

TEMPELHOF-SCHÖNEBERG

Ab März soll die Buckower Chaussee wegen Arbeiten am Bahnübergang eineinhalb Jahre lang gesperrt werden; Details sind noch offen.

In Lichtenrade wird ab Mitte Januar drei Jahre lang der Kirchhainer Damm – die B 96 – in Lichtenrade ausgebaut. Das bedeutet jeweils einspurigen Verkehr auf teilweise provisorischen Fahrbahnen.

An der Saarstraße wird ab Juni die Friedenauer Brücke erneuert. Dazu muss auch auf der A 103 zeitweise eine Spur gesperrt werden.

Ab September wird wegen Brückenbauarbeiten die Yorckstraße jeweils einspurig.

TREPTOW-KÖPENICK

Ab kommender Woche wird die baufällige Brücke am Fürstenwalder Damm nahe der Salvador-Allende-Straße erneuert, so dass die Staugefahr an dem Knoten noch zunimmt. Mehrere Engstellen gibt es auf der Landstraße nach Müggelheim und weiter nach Gosen.

Der begonnene Ausbau des Eisenhutwegs dauert noch bis Mitte 2011, der des Glienicker Wegs bis 2013. Die Wendenschloßstraße soll im Dezember komplett fertig sein. Bereits Mitte des Jahres soll der Knoten Sterndamm / Groß-Berliner Damm / Südostallee fertig sein.

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 29.12.2009)
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Kommentare [ 4 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von berlinfahrer berlinfahrer ist gerade offline | 28.12.2009 19:36 Uhr
Frage
Zitat:


kurz darauf wird es auf der Neuköllner Straße zwischen Alt-Rudow und Fritz-Erler-Allee wegen Rohrleitungsarbeiten eng.

Nanu? Schon wieder? Da haben sie doch gerade erst die Fahrbahn nach Monatelanger Arbeit und einziehen neuer Rohre zu gemacht. Verstehe ich nicht. Ist das eine alte Meldung oder reißen sie die neuen Rohre jetzt wieder raus?

Warum hat man eigentlich die Bäume auf dem Mittelstreifen ecke Stubenrauchstraße/Zwickauer Damm umgeholzt? Keine kann sich vorstellen warum das gemacht wurde. Die Rohre liegen unter Fahrbahn, nicht unter dem Grünstreifen.
Comment
von berlinfahrer berlinfahrer ist gerade offline | 28.12.2009 19:43 Uhr
Buckower Chaussee
Zitat:


Ab März soll die Buckower Chaussee wegen Arbeiten am Bahnübergang eineinhalb Jahre lang gesperrt werden; Details sind noch offen.

Das wird lustig. Es gibt ja so viele Alternativen in der Gegend. Man kann auch Sagen, das Lichterfelde und Lichtenrade einfach komplett trennt.

1,5 Jahre? Spinnen die jetzt völlig? Wenn Bauarbeiten an dieser Stelle nötig sind, dann bitte doch nicht 18 Monate! Die Stelle muss offen bleiben. Es fahren ja auch u.a. der X11 da lang. Ausweichstrecken sind kaum möglich. Die Säntisstraße entfällt wegen durchgehend Tempo 30 und über Sangershauser gehts auch kaum besser. Was soll also der Blödsinn?

Was soll da überhaupt gebaut werden? Will man einen Tunnel für die Straße bauen?
Comment
von berlinfahrer berlinfahrer ist gerade offline | 28.12.2009 19:59 Uhr
Korrektur
Nicht Sangerhauser sondern Schichauweg, Barnetstraße und Motzener Straße. Da habe ich was verwürfelt, sorry. Aber eines bleibt: Es gibt einfach keine Alternativen wenn man da lang will/muss. Sollten Bauarbeiten unumgänglich sein muss vorher eine Alternative geschaffen werden.
Comment
von liberalgeist liberalgeist ist gerade offline | 29.12.2009 13:06 Uhr
Mit der entsprechenden
Ampelschaltung könnte es über Richard-Tauber-Damm und Säntisstraße gehen. Ich verstehe nur nicht, weshalb das so lange dauern soll. Soll da nicht ein Regionalbahnhof hin?

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