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Flughafen Schönefeld

Airport-Express hält nicht am Airport

Der Zug trägt das Ziel im Namen: Airport. Gemeint ist der Berliner Flughafen Schönefeld. Doch in der Vergangenheit kamen längst nicht alle Züge dort an. Die Begründung ist abenteuerlich - für den Flughafen-Chef ist es eine "Nummer aus dem Irrenhaus“.
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Die Bahn hat Ideen. Wenn ein Zug Verspätung hat, streicht sie einfach den Halt an Bahnhöfen. Und schon ist der Zug wieder fast pünktlich. Gängige Praxis war es so, auch den als Airport-Express gekennzeichneten Zug einfach am Flughafen Schönefeld vorbeifahren zu lassen. Wer zum Flughafen wollte, musste sehen, wie er sein Ziel doch noch erreichen konnte. Wie viele Passagiere dadurch ihren Flug verpasst haben, ist nicht bekannt. Auf Anfrage teilte die Bahn jetzt mit, dass diese Praxis sofort zurückgezogen werde – „auch unter dem Aspekt der Reisendenlenkung für ausländische Fahrgäste“. Wie berichtet, hatte Flughafenchef Rainer Schwarz bei einer Tagesspiegel-Veranstaltung von einer „Nummer aus dem Irrenhaus“ gesprochen.

Vom Stadtzentrum gibt es zwei Linien zum Bahnhof in Schönefeld, wobei die Züge im Abstand von etwa 30 Minuten fahren. Der RE 7 von Dessau nach Wünsdorf-Waldstadt hält dabei nur kurz in Schönefeld. Dagegen wechseln die Züge der RB 14 (Nauen-Senftenberg) in Schönefeld die Fahrtrichtung. Sie kommen aus der Stadt, fahren zum Flughafen und von dort weiter Richtung Königs Wusterhausen. Bei Verspätungen von mehr als 20 Minuten, die es häufig gibt, fiel die fahrplanmäßige Stichfahrt zum Bahnhof Schönefeld einfach aus – und der Zug nahm am Grünauer Kreuz den direkten Weg gen Königs Wusterhausen.

Mitarbeiter des Flughafens landeten ebenso unfreiwillig in der Stadt am Rand von Berlin wie Touristen, die zum Flughafen wollten. Informationen im Zug habe es nicht gegeben oder die Durchsagen seien unverständlich gewesen, kritisieren Betroffene. Ausländische Touristen standen ratlos auf dem Bahnhof Königs Wusterhausen, dessen Besuch sie nicht auf ihrem Reiseplan hatten, obwohl das Gebäude schön renoviert ist. Wer pfiffig war, ließ sich mit einem Taxi zum Flughafen fahren und reichte die Rechnung bei der Bahn ein. Nach Angaben eines Sprechers wurde sie auch beglichen. Wie oft die Bahn hier kulant war, ist unklar.

Wer mit der Bahn zurück wollte, musste entweder auf den Gegenzug der RB 14 warten, der stündlich fährt, aber den Flughafen nach Plan in 21 Minuten erreicht oder mit der S-Bahn und dem Bus fahren, was 45 Minuten dauert. Weil Rückfahrten nach den Tarifvorschriften unzulässig sind, mussten die Zwangsbesucher von Königs Wusterhausen strenggenommen auch noch einen weiteren Fahrschein kaufen.

Die Bahn müsse bei solchen Entscheidungen abwägen, sagte der Sprecher. Entweder müssten die Kunden auf den anderen Unterwegsstationen länger auf den verspäteten Zug warten oder die Fahrgäste im Zug gelangten ohne Umweg an ihr Ziel. Jetzt hat man sich wieder für die Insassen entschieden. Zumindest zunächst. Klaus Kurpjuweit

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 30.01.2010)
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Kommentare [ 66 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von nielas.aran nielas.aran ist gerade offline | 29.1.2010 19:41 Uhr
Wir hatten...
... ja einen Flughafen, der eine exzellente Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel hatte: Berlin-Tempelhof.
Dieser wurde ja leider wider besseren Wissens geschlossen! Tempelhof muss so bald wie möglich wieder geöffnet werden und der weiteren Zerstörung des Flughafengeländes muss einhalt geboten werden!
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von alohahe alohahe ist gerade offline | 29.1.2010 21:04 Uhr
*gähn*
ach ja - wo wir grade beim Thema sind: Der Bhf Zoo muss auch endlich wieder an den Fernverkehr angeschlossen werden. /ironie off
Meine Güte. In der Vergangenheit leben ist absolut destruktiv. DAS ist es was der Stadt und den Menschen schadet
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von maxiboy maxiboy ist gerade offline | 29.1.2010 23:53 Uhr
Mangelnde Kenntnis der eigenen Geschichte
(oder besser gesagt Ignoranz) ist mindestens genauso schädlich.
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von mcbain mcbain ist gerade offline | 29.1.2010 21:54 Uhr
tempelhof
ja und von tempelhof konnte man ja auch super int. flüge nutzen?!!
wann war denn der letzte int. flug tempelhof aus und ich meine nicht nur österreich oder die schweiz
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von lionfood lionfood ist gerade offline | 29.1.2010 22:18 Uhr
Berlin muss den Flughafen selber anbinden
Flughafenexpress kann man ja auch privat ausschreiben. Geht doch in anderen europäischen Städten auch so.

Und die U7 bis nach Schönefeld zu verlängern, sollte doch kein technisches Problem sein. Sind doch höchstens 3 Kilometer Tunnel zu bauen. Und nicht mal das, kurz hinter Rudow könnte sie auch oberirdisch fahren. Platz ist da.

Berlin ist da selber Schuld dass sie sich dauernd so von der Bahn verarschen lassen. Und das in Fällen wo es überhaupt nicht nötig wäre.
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von eli_genf eli_genf ist gerade offline | 30.1.2010 1:45 Uhr
@macb...ain
Danke, dass Sie das "r" gleich selbst weggelassen haben.

Der vorerst letzte internationale Linienflug von Tempelhof der planmäßig (nicht nach Österreich oder in die Schweiz) war SN 2587 am 25. 10. 2008. Also nur ein paar Tage vor der mehrere hundert Millionen teuren Umwandlung in einen Eventzone.

Nicht allzulange davor bin ich aber auch z. B. nach Frankreich (direkt oder mit Umsteigen in Brüssel) oder in andere Länder ab Tempelhof geflogen. Abgesehen davon gingen die Flüge der allgemeinen Luftfahrt zu beliebigen Zielen in aller Welt. Was das bedeutet ist allerdings einem informationsresistenten Verneiner schwer zu vermitteln...

Also bitte keine Fehlinformationen.
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von zenker_bln zenker_bln ist gerade offline | 30.1.2010 12:22 Uhr
Für keine Kommentar zu schade!


Zitat von

eli_genf eli_genf ist gerade online | 30.1.2010 1:45 Uhr

Der vorerst letzte internationale Linienflug von Tempelhof der planmäßig (nicht nach Österreich oder in die Schweiz) war SN 2587 am 25. 10. 2008. Also nur ein paar Tage vor der mehrere hundert Millionen teuren Umwandlung in einen Eventzone.




SN2587 ging nach Brüssel - hossa, das ist ja mal internationales Weltflair, welches da angeflogen wird. Das kommt gleich in der Reheinfolge hinter Rio de Janeiro und New York. Brüssel, das internationale Ziel, welches von Tempelhof International mit den Großraumflugzeugen der modernen Zeit angesteuert wurde.
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von mogberlin mogberlin ist gerade online | 30.1.2010 13:29 Uhr
@zenker
hossa, das ist ja mal internationales Weltflair, welches da angeflogen wird. Das kommt gleich in der Reihenfolge hinter Rio de Janeiro und New York. Brüssel, das internationale Ziel...

Und das sogar "nur ein paar Tage" vor der Schliessung! Ja, THF, dit war noch wat! Alle paar Tage mal ein richtiger internationaler Flug, manchmal gar bis nach Brüssel.

Also wenn dafür nicht ein Flughafen MITTEN IN DER STADT dringendst benötigt wird, dann weeß ick ooch nich.

Andererseits: Ich wohne in Kreuzberg. Da liegt Tempelhof Nord schon knapp ausserhalb der Fusswegweite, jedenfalls bei schlechtem Wetter - gaaanz schlecht. Kann man nicht in meiner unmittelbaren Umgebung einen internationalen Flughafen errichten (aber ohne Lärmbelästigung und Risiko bitte). Überhaupt sollte JEDER Bürger den nächsten Flughafen ebenso gut erreichen können wie die nächste Bushaltestelle, oder?

mog ;-)
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von PetraPassbohrung PetraPassbohrung ist gerade online | 31.1.2010 17:08 Uhr
Gemeinerweise
kann man zwar einen Flughafen in die Stadt bauen, ich plädiere für den Ausbau von UdL und 17.Juni zum A380-tauglichen Großflughafen, nur muss dann dummerweise all der Wohn- und Büroraum abgerissen werden, der dem Flughafen das Attribut 'Stadtnah' geben würde.

Den Befürwortern einer Neuöffnung von Tempelhof empfehle ich einen Blick auf die zahlreich vorhandenen Photos vom Tiefflug eines A380 über Tempelhof. Das Teil ist nicht viel kleiner als die Landebahn dort lang war.

Andererseits:
Wer von einer U-Bahn-Anbindung von Schönefeld träumt, muss sich darüber im Klaren sein, dass dies (falls es (politisch und technisch) überhaupt machbar ist) jahrelange Beschränkungen bei der S- und Regionalbahn bedeutet, die weit oberhalb des gegenwärtigen Chaos am Ostkreuz liegen, weil man den äußeren Ring nicht 'mal eben' untertunneln kann.
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von lionfood lionfood ist gerade offline | 29.1.2010 22:11 Uhr
Genau
Tempelhof, genau. Absolut prädestiniert 20 Millionen Passagiere abzufertigen. Und wenn man sich nicht dran stört dass die Minilandebahn eben noch 2 Kilometer in dichtbesideltes Wohngebiet verlängter werden muss, um auch grosse Flugzeuge starten und landen lassen zu können, dann absolut perfekter Standort.

Gegenvorschlag. Im Tiergarten gäbs massig Platz für einen innerstädtischen Flughafen. Optimale Verkehrsanbindung durch den Hauptbahnhof. Wenn man da fleissig abholzt dann kann auch der A380 landen. Und die Politiker und Hotel Adlon Gäste können dirket durchs Brandenburg Gate einchecken.
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von periquito periquito ist gerade offline | 29.1.2010 23:40 Uhr
Ja, der Meinung bin ich auch!
Man könnte auch das Brandenburger Tor abreißen oder auf den ehemaligen Flughafen Tempelhof versetzen und die Straße des 17. Juni und Unter den Linden in eine Start/Landebahn verwandeln- *das* wäre ja wohl mal ein innerstädtischer Flughafen! Und der Airport-Express hält ja ohnehin schon am Alex, in der Friedrichstraße, äh... und an dieser Station am Hardenbergplatz?
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von cyman cyman ist gerade offline | 29.1.2010 23:33 Uhr
Immer wieder lustig...
In jeder anderen Stadt (soweit ich weiß auch bei der Erweiterung von SXF zu BBI) beschweren sich die Anwohner gegen Fluglärm, gründen Bürgerinitiativen gegen den Ausbau von Flughäfen wie Fraport, nur in Berlin gibt es doch tatsächlich Leute, die aufgrund historischer Ereignisse versuchen, einen Flughafen (der zumal auch technisch schon lange nicht mehr auf der Höhe der Zeit war und ist und über musealen Charakter verfügt) inmitten einer Hauptstadt offen zu halten. Fluglärm? Egal! Schadstoffbelastung? Woher das denn? Risiko? Wieso - sollte etwa ein Flugzeug abstürzen? Vielleicht noch über bewohnten Gebiet? Hat es so etwas je gegeben? Ach was, sowas gab es doch noch nie! Und die Leute sollten sich mal nicht so anstellen. Knapp 4 Quadratkilometer wertvollen Baugrundes inmitten einer City - darum würden andere Metropolen eine Stadt wie Berlin, die seit den 20er/30er Jahren des letzten Jahrtausends keine solche mehr ist, bendeiden. Man stelle sich mal das Gesicht eines Tokyoters bei einem solchen Luxusproblem vor. Die würden bestimmt denken: Die spinnen die Berliner!
Wenn man sich jetzt noch ausmalt, dass womöglich nur noch ein weiterer Park daraus wird, dann macht es die Sache nur noch komischer. Zuerst versuchen Leute eine riesige Brachfläche zu besetzen (ganz tolle Idee) und dann geht das Gerede um die Nachnutzung los um am Ende doch nur wieder einen Miniatur-New York-Kompromiss à la Potsdamer Platz (welcher jetzt schon zum Teil sanierungsbedürftig ist) oder einem anderen provinziell anmutenden sogenannten Masterplan hervor zu bringen!
Andererseits: wer braucht denn in Berlin noch mehr freistehende Immobilien? In dieser Hinsicht können wir uns aber vielleicht doch mit Shanghai vergleichen. Erstmal wird gebaut, dann kann man weiter sehen. Mit einem Unterschied: in Shanghai wird nicht erst zehn Jahre diskutiert, sondern einfach gebaut (ohne Rücksicht auf Verluste versteht sich)!
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von stachel stachel ist gerade offline | 30.1.2010 7:13 Uhr
Spätestens jetzt@nielas.aran...
...weiß ich, was von Ihren Kommentaren zu halten ist.
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von eboadam eboadam ist gerade offline | 29.1.2010 19:57 Uhr
Typisch Bundeshauptdorf!
Erst nehmen die uns die innerstaedtischen Flughaefen weg (um die uns viele Metropolen beneiden), und dann wird auch noch dafuer "gesorgt", dass man zum neuen Fughafen in Brandenburg gar nicht erst hinkommt!

Lasst Tegel offen!
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von andreas60 andreas60 ist gerade offline | 30.1.2010 7:59 Uhr
Was hat das mit der Unfähigkeit der Bahn zu tun?
Ich denke mal, weil Tegel weder an U-, S-, noch an Regionalbahn angeschlossen ist, kann es hier nicht diese Probleme geben. Es sei denn, die BVG übernimmt die Praxis der Bahn für ihre Busse!
Und noch ein Vorteil hätte Tegel: nehmen wir mal an, ähnlich wie im vergangenen Januar in New York muß eine Maschine notwassern,
mangels Hudson River, entscheidet sich der Pilot fürs Märkische Viertel... ,
aber nee, so etwas passiert ja in Berlin nicht.
Darum beneiden uns andere Metropolen ja so.
Welche Eigentlich?
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von westend westend ist gerade offline | 29.1.2010 20:05 Uhr
TXL
..muss zunächst einmal offen gehalten werden.
Das dient der klammen Stadt mit Steuereinnahmen.
Danach sukkzessive Erweiterung nach THF.
BBI ist doch zur Eröffnung schon überlastet.
Tolle Planung!
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von periquito periquito ist gerade offline | 29.1.2010 23:45 Uhr
Genau, Tempelhof mal wieder!
Da der BBI so überlastet sein wird, sollte man ihn komplett schließen und sämtliche Passigiere vom geräumigen internationalen Großflughafen Tempelhof starten lassen. Nein, nein, ein Kompromiss muss her!
Hier also mein Vorschlag, der auch eine Menge soziale Brennpunkte beseitigen würde:
Einfach Tempelhof vergrößern, bis es an Schönefeld ranreicht. Und Flughafen Willy Brandt Tempelhof-Schönefeld Berlin-Brandenburg Interstellar hätte dann auch genügend Kapazität, um Tegel zuzuschütten!
Außerdem würden massig U7-Bahnhöfe direkt auf dem Flughafengelände liegen, bei geschickter Anordnung der Start-/Landebahnen könnte man die Passagiere direkt aufs Flugzeug aufspringen lassen.
Falls es wieder was anzukreuzen gibt- unter diesen abgeänderten Bedingungen würde ich mich tatsächlich zu einem "Ja" für Tempelhof durchringen!
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von eli_genf eli_genf ist gerade offline | 30.1.2010 1:47 Uhr
@westend
Genau!

Leider – um das einmal aufzugeifen – wird in dieser Stadt schon seit Jahren nicht mehr nach "westlichen" Kriterien entschieden. Zum Glück kann sich das bald ändern...
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von southcross southcross ist gerade offline | 30.1.2010 12:30 Uhr
Eli-Genf
Achja?
Sie wissen ja: Ich freu mich schon auf den Termin am OVG ;-)
Aber soweit kommts ja gar nicht erst. Ohne Betriebserlaubnis wird das nüscht. Und da scheitert jeder scchon lange bevor er überhaupt nur ans OVG denkt
Comment
von southcross southcross ist gerade offline | 30.1.2010 12:38 Uhr
westend
"Danach sukkzessive Erweiterung nach THF"
Tief im westend ist die Welt noch in Ordnung, man liest keine Zeitung, es gibt selten Strom und die Ahnungslosigkeit ist wirklich grassierend, gell?
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von Bahnfahrer Bahnfahrer ist gerade offline | 29.1.2010 20:12 Uhr
Abgehängt
... wurde der Flughafen Schönefeld der Bahn ja auf der ganzen Linie von. So war Schönefeld von Dresden aus vor der Inbetriebnahme des Berliner Hauptbahnhofes mit einem Fernzug in weniger als 2 h zu erreichen. Jetzt ist es fast zu einem Tagsausflug geworden. Bahntechnisch gesehen wird der großartige BBI wohl eher ein Feldflughafen.
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von remember remember ist gerade offline | 29.1.2010 20:26 Uhr
Feldflughafen
Man darf den Ortsnamen eben nicht zu wörtlich nehmen - Schönefeld :-)
Comment
von remember remember ist gerade offline | 29.1.2010 20:18 Uhr
Ich verstehe die Aufregung nicht
Es ist doch die DB die diese Planung macht. Warum sollte das denn nun auf einmal besser funktionieren, als bei der S-Bahn?
Bei dem Personal scheinen einige Kabarettisten verloren gegangen zu sein.
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von jetbundle jetbundle ist gerade offline | 29.1.2010 20:21 Uhr
Man stelle sich vor...
...man plant mit 30 Minuten "Sicherheit" fertig eingecheckt zum Flughafen zu fahren, und wird dann in der Pampa abgesetzt. Flieger weg, wichtiger Geschaftstermin weg, Neubuchung des Fluges (ist kurzfristig schweineteuer). Ich glaube kaum dass sich die Bahn verpflichtet fuehlt fuer Folgeschaeden aufzukommen.

Also so etwas darf einfach nicht passieren, und die betreffenden Fahrdienstleiter sollten fristlos entlassen werden.
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von bersany bersany ist gerade offline | 29.1.2010 20:38 Uhr
Und die wollten an die Börse...
in einem Jahr hätt man sich dann die Aktie für 1,30 kaufen können. Ohne die Bahn-Mitarbeiter beledigen zu wollen, aber es scheint so als wären in jedem Bereich inkompetente Leute unterwegs. Ob Zugplanung(Verspätungen), Wartungsplanung(S-Bahn) oder Personalplanung(Schaffner, die Kinder aus dem Zug schmeißen, und diverse S-Bahn-Manager die meinen Wartung ist was für Anfänger)

Wettbewerb führt zu mehr Leistung, das sieht man bei der Lufthansa und bei der Telekom. Wer nix zu verlieren hat weil er ein Monopol besitzt den kümmert es nicht wenn die Kunden verärgert sind. Alternativen gibt es ja nicht.
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von colorcraze colorcraze ist gerade offline | 29.1.2010 21:15 Uhr
das blanke Tollhaus!!
demnächst fährt der Regionalzug wahrscheinlich auch noch ohne Halt durch Berlin durch, damit er rechtzeitig in der Pampa ankommt, oder wie? Ja sind die denn völlig meschugge? Schönefeld Flughafen ist ein Priorität A Halt, und keine Haltestelle am Feldrand, die man mal eben so übergehen kann. Das ist ein Zubringer zu prioritärem Verkehr und kein Bummelzug nach irgendwo im nirgendwo! Das I-Tüpfelchen natürlich wieder: keine rechtzeitige Information, so daß sich die Fahrgäste wenigstens noch helfen könnten.
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von zurueckschnauzer zurueckschnauzer ist gerade offline | 29.1.2010 21:35 Uhr
Gnadenlose, realitätsferne Schreibtischtäter
Solche grotesken Masnahemn zum Aufholen von Verspätungen können wirklich nur gnadenlose, realitätsferne Schreibtischtäter, veranlassen - Managementbürokraten, die nie einen Kunden gesehen haben und selber nie Bahn fahren.

Solche Nasen haben auch die S-Bahn ruiniert. Möchtegernschlaue BWLer, die mit dem Cabrio von der Uni ins DB-Büro gefahren sind, ohne Kenntnis & Interesse an der Materie.

Auch bei der Bahn gilt die alte Binsenweisheit aus dem Fussball:
Die Wahrheit ist stets auf dem Platz - hier Schiene & Bahnhof - nicht in der Controlling-Tabelle oder in der PP-Präso!
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von kokoko kokoko ist gerade offline | 29.1.2010 21:45 Uhr
Dem Flughafen in den A**** treten, hat bei der Bahn Methode.
Sind Touristen doch eine wichtige Einkommensquelle für das Land Berlin. Da kann die Bahn dem Land wieder weh tun.

Bis vor kurzem starteten die schimmeligsten S-Bahnen vom Flughafenbahnhof und fuhren dann an jedem Umsteigebahnhof als erstes ein- und letztes ab (so kamen zwischen Alex und Schönefeld allein 25 Minuten Wartezeit zusammen, ohne dass sich ein Rad bewegte).

Ansonsten trieb sie Fahrgäste vornehmlich in Schöneweide aus dem Wagen und bat sie auf deutsch in den gegenüberliegenden Wagen umzusteigen - ohne irgendwelche Informationen vorher darüber rauszugeben.

Jetzt fährt die S9 gar nicht mehr zum Alex und stoppt mal in Treptower Park, mal Greifswalder Str., mal Blankenburg. Für die Bauarbeiten am Ostkreuz hab ich Verständnis, aber vier Jahre für zwei Gleise, die nicht mal in Ostkreuz stoppen müssen.

Von den Regionalbahnverbindungen möchte ich nicht mal sprechen, bei dem Gerangel um die Dresdner Bahn will sie nicht mehr zahlen als nötig, dabei zahlt sie eh kaum etwas für die Strecke. Der echte Airport-Express lässt weiter auf sich warten.
Comment
von zacha zacha ist gerade online | 29.1.2010 23:56 Uhr
Unverständlich
Diese Begründung, einfach mal ne Fahrt auszulassen wegen Versptäung, insbesondere zu so was wichtigem wie dem Flughafen, sit schon ein schelchter Scherz. Als nächsts kommt da noch wer auf den Gedanken, Fahrpläne nicht mehr auszudrucken sondern direkt über Displays anziegen zu lassen. Effekt: Bei Verspätugnen kann ganz schnell der Fahrplan einfach mal geändert werden :)

Im Ernst, wenn solche Verstpäugnen unvermeidbar sind, müssen halt ein zwei Züge in Reserve gehalten werden die die Fahrten von versptäten Zügen dann übernehmen. Und der verspätete wird dann bei seiner Endstation dann ruasgenommen und selber zum Reservezug. Klar, das verursacht Kosten, soltle aber überschaubar sein und solche Treppenwitze vermeiden.

Hate ne Bahn Verspätung, dann fährt sei einfach nicht mehr alel Bahnhäfe an. Echt, wer sich so was ausdenkt und dann auch noch umsetzt gehört versetzt. So eine Ignoranz gegenüber dem Kunden ist schon dreist².
Comment
von Bitterernst Bitterernst ist gerade offline | 30.1.2010 4:59 Uhr
Ist das eine Überraschung?
Der geneigte Fahrgast der Deutschen Bahn wird wahrscheinlich wissen mit welchen Scherzen dieses Unternehmens manim Laufe eines Bahnfahrerlebens konfrontiert wird.

Diese "Schönefeldnummer" ist wohl nur eines von vielen Mosaiksteinchen eines Verkehrsunternehmens, dem jegliches Verständnis für den Umfang mit seinenKundenabhanden gekommen ist.

Mehdorn sei Dank.
Comment
von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 30.1.2010 7:06 Uhr
Die Bahn kommt
hieß vor einigen Jahren eine Werbesloagen. Man muß ihn einfach ergänzen "nie an".

Ich kann jedem der gezwungen ist von Schönefeld zu starten nur raten sich ein individuelles Verkehrsmittel zu besorgen. Diese haben die Größe von Pkw, sind elfenbeinfarben (für den Laien: hellgelb) haben ein beleuchtetes Schild auf dem Dach und fassen zwischen vier und 7 Passagieren einschließlich Gepäck. Bei entsprechender Vorsorge sind auch Kindersitze verfügbar. Im Zweifel kann man in den meisten auch mit Kreditkarte zahlen. Und im Fall von Streckenblockierungen durch Unfall oder höhere Gewalt kann kurzfristig eine andere Route eingeschlagen werden.
Ich spreche vom besten aller Verkehrsmittel da es fast immer überall verfügbar ist: Taxen !!!!
Comment
von Peligro Peligro ist gerade offline | 30.1.2010 9:56 Uhr
@macthepirat
Es ist immer wieder schön, wenn Leser Lesern völlig uneigennützig helfen.
Noch besser wäre es, wenn die Fahrer ab SXF wenigstens rudimentäre Kenntnisse der Wegstrecken nach und in Berlin hätten und nicht durch Umwege ihre Einnahmen aufbesserten.
Comment
von macthepirat macthepirat ist gerade offline | 30.1.2010 16:05 Uhr
Fahrer
beachten sie beim Einsteigen in eine Taxe in Schönefeld folgendes: Hat das Fahrzeug ein Berliner Kennzeichen? Nein. Hm, womöglich doch besser das nächste Fahrzeug nehmen. Gut, kann auch nach hinten losgehen. Hierzu zwei Möglichkeiten und ein Hinweis: 1. der Fahrer hat keinen P-Schein 2. der Fahrer ist Anfänger. Hinweis: Bei 900 qkm Fläche, ca 10.000 Km Straße und 7000 Taxen, bei durchschnittlich 10 Touren in einer Schicht, können sie sich da ausrechnen wann jeder einzelne Fahrer jede!!!! Gasse in dieser Stadt weiß sobald der Fahrgast das Fahrtziel genuschelt hat, womöglich noch mit falscher Betonung und Akzent bzw Dialekt (gegen Akzent ist nichts einzuwenden, bei einigen Dialekten sträuben sich mir die restlichen Haupthaare) Und sollten sie sich auf Unkenntnis des Berliner Umlandes beziehen: Alles was hinter der Stadtgrenze liegt ist nicht Prüfungsrelevant und wird daher auch nicht gelernt. Und warum sollte ich eigentlich die "Kirchgasse" in Großbeeren kennen ? Da war ich vor fünf Jahren das letzte Mal.
Taxifahren ist Learning by Doing. Je öfter man ein bestimmtes Ziel angesteuert hat (Hotel, Geschäft, Amt, Straße) desto leichter fällt es einem. Einige Strecken fahre ich ihnen glatt im Schlaf. Bei anderen muß ich einen Augenblick nachdenken und mich orientieren. Außerdem sollten sie nie, schon gar nicht als Ureinwohner, vergessen das Berlin die meisten Straßen doppelt und etliche dreifach hat.
Beispiel: "Breitestraße." Äh ! Welche? "Wie sie wissen nicht wo die Breitestraße ist?" Schon, mir fallen auf Anhieb drei ein. Spandau, Schmargendorf oder Mitte? Welche hättens denn gern? "ÄH!!!!" Typischer Dialog mit einem Ortsfremden am Bahnhof oder vor seinem Hotel.
Oder: Samstag morgen um kurz nach 9 am Spandauer Damm(Schloßhalte): He, junger Mann, wo ist denn hier das Schloß? Stehen sie genau davor, junge Frau. Nee, nee das Kaufhaus. (Der Kutscher verkneift sich ein Grinsen) Falsche Schloßstraße, junge Frau. Fahren sie auf die Autobahn nach Süden Abzweig Steglitz.
Comment
von krausebe krausebe ist gerade offline | 30.1.2010 9:01 Uhr
Diese Bahn schafft es doch immer wieder noch ne Schippe
draufzulegen, wenn man denkt schlimmer geht's nicht.Das steckt sicher Methode drin: Das SB-Chaos wird immer kleiner im Angesicht dieser Absurditäten und am Ende bedankt sich der Senat bei der Bahn dafür, das die SB-Bahn überhaupt noch fährt. Echt clever diese Bahn-Manager.
Comment
von Stratos Stratos ist gerade offline | 30.1.2010 9:23 Uhr
Flughafen Tegel
Lasst wenigstens den Flughafen Tegel als Ausweich - und Werksflughafen für die Flugindustrie offen. Berlin braucht diese zwei Bahnen für den Notfall, als Alternative, wenn der BBI, aus welchen Gründen auch immer, kurzzeitig ausfällt! Solche excellente Infrastruktur darf man nicht vernichten und kann den BBI entlasten. Der Konsensbeschluss von 1996 mit Brandenburg muss neu verhandelt werden!!!
Comment
von Peter.D Peter.D ist gerade offline | 30.1.2010 9:54 Uhr
"Nummer aus dem Irrenhaus"
ist noch sehr geschmeichelt.

Ist ja auch vor allem besonders wichtig, das die paar Leute die wirklich weiter in die Pampa wollen dort rechtzeit dort ankommen. Man könnte dort ja evtl. einen wichtigen Termin verpassen. Aber am Flughafen, was soll man da schon verpassen können? Unfassbar! Mann wäre ich sauer gewesen wenn mir das passiert wäre.

Tempelhof war absolut nicht mehr zeitgemäß. Wer das nicht von alleine erkennt, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen. Also kann man sich die Diskussion darum sparen.
Comment
von juergenspiegel juergenspiegel ist gerade offline | 30.1.2010 10:08 Uhr
Zeigt u.a. auch, wie dieser Flughafen angesehen ist ...
Auch überregional hat das „größte Infrastrukturprojekt Ostdeutschlands“ kein Aufsehen erregt.
Die Lufthansa weiß auch eher zu erklären, warum sie Berliner Interkontinentalverkehr absagt, obwohl die nach dem Mauerfall noch sagte: „Wir sind zurück, wo wir herkamen“, und die bei Sperenberg mit Fraport dabei sein wollte! ..
Aber dazu brauchte es in BERLIN andrer Politiker.
Das Irrenhaus ist hier nicht nur die Bahn ...
Zum Irrenhaus gehören auch die, die sich auf diesen Absoluten-Nachtflugverbot-Standort drängen und (u. a. durch unseren Ex-Düsseldorfer Flughafenchef) fixieren ließen ...
Comment
von 1.wahlberliner 1.wahlberliner ist gerade offline | 30.1.2010 12:59 Uhr
UND DIE GRAUE EMINENZ LUFTHANSA
Einziger Profiteur dieser single Airport-Strategie.
Comment
von meinung meinung ist gerade offline | 30.1.2010 10:21 Uhr
Bahnkonzern zerschlagen
Ein Trauerspiel seit zig Jahren. Warum zerschlägt der Staat nicht endlich diesen kundenfeindlichen, überteuerten, steuergeldfressenden und betonköpfigen Sauladen?

Welcher Lobbyist hiervon profitiert habe ich noch nicht kapiert. Ach doch, na klar, die Autoindustrie. Wird man bei der Bahn schön angeschnmiert, dann kauft man eben schnell nen Benz, ganz ungeniert.
Comment
von mitte31 mitte31 ist gerade offline | 31.1.2010 10:10 Uhr
@ meinung
Den Erfolg eines Unternehmens bestimmt nach wie vor zum Großteil auch der Kunde. Und wenn Sie in die Züüge schauen, werden sie sehen, dass diese nach wie vor sehr voll sind, egal, ob im Regionalverkehr oder im Fernverkehr. Die Bahn würde erst mitbekommen, etwas am Angebot und Kundenservice ändern zu müssen, wenn die Züge leer blieben. Konsequent ist also, die Bahn komplett zu meiden. Ich zumindest unterstütze so einen Konzern mit meinem Geld nicht mehr direkt, weder die Bahn, noch die S-Bahn. Und was soll ich sagen? Seitdem habe ich auch keine Probleme mehr mit dem Laden. Es müßten halt nur mehr Leute mitmachen, dann könnte ein Zug von mir aus bis nach Polen fahrne ohne Halt und keinen würde es interessieren. Aber weil das nicht der Fall ist, werden wir auch in 15 Jahren noch Berichte in der Presse lesen, wie diesen hier. Es gibt zig Alternativen zur Bahn (Fliegen, Taxi, private Anbieter), aber ich denke ma, dass 90% der Kommentatoren hier nach wie vor die Bahn mit ihrem Geld unterstützen...

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