[Kommentare: 9]

Wartungschaos

S-Bahn rechnet mit Auflagen

Bei der S-Bahn bereitet man sich auf weitere Einschränkungen im Betrieb vor, weil zusätzliche Sicherheitsauflagen durch das Eisenbahn-Bundesamt nicht auszuschließen sind. Ab Mittwoch gilt auch noch der Ferienfahrplan bei der BVG.
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Bisher funktioniert der seit Montag geltende Notfahrplan noch weitgehend. Nach Plan fahren lediglich die Züge auf der Ringbahn, in der Hauptverkehrszeit sogar nach Angaben eines Sprechers alle fünf Minuten. Auf den meisten anderen Linien gibt es dagegen weiter nur einen 20-Minuten-Takt. Zehn-Minuten-Verkehr schaffte die S-Bahn gestern zwischen Wannsee und Yorckstraße auf der S 1 sowie auf der S 5 zwischen Warschauer Straße und Hoppegarten.

Wie die S-Bahn auf weitere Auflagen, die den Betrieb einschränken könnten, reagieren will, wurde nicht mitgeteilt. Man habe verschiedene Szenarien vorbereitet, sagte ein Sprecher. Fahrgäste sollen auch auf die BVG ausweichen, dort gibt es mit Beginn des Ferienplans aber von heute an ebenfalls Einschränkungen im Angebot.

Auch eine Betriebsversammlung der S-Bahn-Mitarbeiter brachte gestern keine neuen Erkenntnisse, zeigte aber die Unzufriedenheit mit der Unternehmenspolitik und dem rigiden Sparkurs in Werkstätten und beim Personal. kt



(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 15.07.2009)
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Kommentare [ 9 ] Kommentar hinzufügen »

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von unbekannt | 14.7.2009 18:17 Uhr
dürfen
s-bahnen so überladen eigentlich fahren?
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von prokrastes prokrastes ist gerade offline | 14.7.2009 18:42 Uhr
Die Morgenpost
... will herausgefunden haben, daß es bereits 2003 einen Schaden mit einem Rad gab, der meldepflichtig war aber nicht gemeldet wurde.

Was mag da sonst noch so zu Tage treten?
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von thomas_berlin thomas_berlin ist gerade offline | 14.7.2009 19:07 Uhr
Skandal!
Ich war die letzten zwei Wochen im Urlaub und habe das Debakel aus der Ferne online erlebt.

Was sich bei der S-Bahn ereignet hat, ist durchaus mit dem Begriff Skandal zu belegen. Skandalös ist es, dass das Management zu Lasten der Sicherheit gespart bzw. den Gewinn "optimiert" hat. Alles aus Gründen des erwarteten Börsengangs.

War ich bisher ein Verfechter des Börsengangs, so sage ich jetzt klar NEIN dazu. Als Vielfahrer der Bahn möchte ich ein sicheres Verkehrsmittel benutzen und kein rendite-optimiertes!
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von guderian guderian ist gerade offline | 14.7.2009 20:24 Uhr
@ thomas
>>> Ich war die letzten zwei Wochen im Urlaub und habe das Debakel aus der Ferne online erlebt.

Mit anderen Worten, sie haben es nicht erlebt, sondern sich lediglich in ihrer Phantasie ausgemalt. Würde es nicht so in der Zeitung stehen, vielen Fahrgästen wäre überhaupt nicht aufgefallen, das bei der S-Bahn gerade Chaostage herrschen.

Kurzzüge gab es auch früher schon und das man in der S-Bahn nicht immer einen Sitzplatz kriegt, ist jetzt auch nichts Neues. Wenn im Winter wegen der Kälte ein Gleis bricht und die Züge überhaupt nicht fahren, dann ist das tausend mal ärgerlicher.
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von phantomias phantomias ist gerade offline | 15.7.2009 10:02 Uhr
@guderian
Das ist nicht korrekt beobachtet. Aus dem Umland und den Außenbezirken, von wo die meisten Fahrgäste Pendler sind, hatte man bis vor ein paar Wochen immer die Chance auf einen Sitzplatz. Der ist nicht nur jetzt illusorisch, die 45 Minuten zur Arbeit sind schon ab der 2.-3. Station ab Endbahnhof nur noch im Heringsstil in völlig überfüllten Zügen zurückzulegen. Die nachmittägliche Rückfahrt bei 30°C und schwülem Wetter sind nahezu unerträglich und mit Sicherheit gesundheitsschädlich. Solche Zustände, wie sie bereits ab Frohnau, Wannsee oder Köpenick herrschen, gab es zu normalen Zeiten nur sehr selten und höchstens innerhalb des S-Bahn-Innenringes.
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von berlinradler berlinradler ist gerade offline | 14.7.2009 19:09 Uhr
Auflagen
Man wird ja nicht aufs Geratewohl irgendwelche unkonkreten Auflagen erwarten. Was erwartet man denn genau?
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von bender53 bender53 ist gerade offline | 15.7.2009 9:42 Uhr
Bis 2010
Meine Befürchtung, dass das Chaos dieses Jahr nicht zu Ende geht, scheint sich zu bestätigen. Auf Radio1 war heute ein Fachmann von der TU zu hören, der die S-Bahn für überfordert hält, die notwendigen Arbeiten zügig durchzuführen und von 1 1/2 Jahren gesprochen hat. Zudem war von Bahn-Chef Grube zu hören, dass sie Radsätze erst gekauft werden müssten. Kann der Tsp dazu mal was schreiben? Wurde mit den Arbeiten etwa noch gar nicht begonnen?? Man darf zwar wohl nicht zum Boykott aufrufen, aber ich habe mein Abo gekündigt und steige aufs Rad um - hoffentlich reagieren möglichst viele ebenso, dann wird vielleicht auch mal etwas mehr Geld als die lächerliche Million in das Radwegenetz investiert - müsste ja jetzt etwas Geld vorhanden sein!
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von guebei1 guebei1 ist gerade offline | 15.7.2009 9:53 Uhr
Bla Bla
Es wurden in der Wartung und im Service der Spurkränze der Räder die grossem Verschleiss unterliegen gespart.
Das ist in der Vergangenheit den Verantwortlichen anzulasten.
Jetzt aber über etwas zu jammern wozu es keine Alternative gibt, nämlich die Teile mit der Lagerung zu überprüfen, ist nicht sehr intelligent.

MfG
Comment
von anmerker anmerker ist gerade offline | 15.7.2009 10:08 Uhr
Absolute Sicherheit
kann es auch im S-Bahn-Betrieb nicht geben - wenngleich sich zumindest durch die Berichterstattung der Eindruck aufdrängt, dass das Eisenbahn-Bundesamt diese zurzeit anstrebt. Die Nutzung jedes Verkehrsmittels birgt definitiv ein Risiko, dass Menschen und Material dabei Schaden erleiden. Welches Risiko tolerabel ist, wiederspiegelt sich in winzigen Zahlen mit sehr vielen Nullen hinter dem Komma. Ob es vielleicht eine halbe Null weniger sein darf - und wir dennoch sehr sicher Bahn fahren - sollte verantwortungsbewusst erörtert werden - aber nicht unbedingt in der Zeitung.

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