[Kommentare: 14]

Tempelhof-Vermietung

Opposition will öffentlich streiten

Die Nutzung des ehemaligen Flughafens Tempelhof beschäftigt das Berliner Abgeordnetenhaus. Nach dem Willen von SPD und Linkspartei solle das Thema hinter verschlossenen Türen verhandelt werden. Dagegen wehrt sich die Opposition.
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Wie soll das ehemalige Flughafengelände genutzt werden? Darüber streiten die Abgeordneten. Archivbild von 2004. - Foto: ddp
Wenn sich an diesem Montag ab 15 Uhr der Stadtentwicklungsausschuss im Abgeordnetenhaus zu einer Sondersitzung versammelt, ist eines gewiss: Es wird Zoff geben. Thema ist wieder einmal die Nachnutzung des Flughafens Tempelhof – und insbesondere die Vermietung des Gebäudes an die Modemesse „Bread and Butter“, die Hangars, Haupthalle und Vorfeld allerdings nur zwei Monate pro Jahr nutzen will.

Die bisherigen Bewertungen für dieses – offenbar maßgeblich vom Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) eingefädelte – Geschäft reichen von „Geschenk des Himmels“ (Berlins oberster Tourismuswerber Burkhard Kieker) bis „das könnte Wowereits Tempodrom werden“ (FDP-Fraktionschef Martin Lindner).

Die Oppositionsfraktionen, die den heutigen Termin beantragt hatten, werfen der rot-roten Koalition vor, „die Aufklärung zu boykottieren“. Hintergrund des Vorwurfs ist der Wunsch von SPD und Linken, das Thema nicht im Stadtentwicklungs-, sondern im Vermögensausschuss zu erörtern. In dem geht es um Geld und Verträge – allerdings unter Ausschluss von Öffentlichkeit und Medien. „Keinesfalls“ wollen CDU, Grüne und FDP „derlei Geschäftsordnungstricks“ akzeptieren, teilten sie am Wochendende in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Geklärt werden soll vor allem, wie der Zehnjahresvertrag mit der Messe zustande kam, da sich auch andere Interessenten ernsthaft für den früheren Flughafen bewarben und nun vielleicht nicht zum Zuge kommen. Auch bei der regulären Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am nächsten Montag sowie im Hauptausschuss am Mittwoch darauf dürfte es um Tempelhof gehen. obs

(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 09.02.2009)
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Kommentare [ 14 ] Kommentar hinzufügen »

Comment
von eli_genf eli_genf ist gerade online | 9.2.2009 3:08 Uhr
Wieviel ist denn nun für ein Butterbrot?
Die Vertragsdetails, nun ja, von mir aus, aber was zahlt denn Herr Müller jetzt? Wieviel?
Beim Volksentscheid wurde ja auch ein Betrag genannt wegen dem der Flughafen schließen sollte. Und die BIM hat ja auch schon bekanntgegebenwie hoch die Verluste sind.
Deckt die jetzt die Bread and Butter GmbH?

Die Filmstudios, hatten die wirklich gar kein Geld? Hat der Herr Müller welches? Es soll ihm ja schon öfter ausgegangen sein hörte man.

Ich bin sicher nicht der einzige Neugierige...



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von kaleu kaleu ist gerade offline | 9.2.2009 11:27 Uhr
Darin steckt die Logik der Linken,
eingeübt in 40 Jahren DDR.
Zumindest die berliner SPD übernahm dieses Vorgehen gern, um die Regierungsbeteiligung zu festigen.

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von guderian guderian ist gerade offline | 9.2.2009 12:49 Uhr
Opposition will öffentlich streiten?
Als wenn sie bisher etwas anderes gemacht hätte! Für Martin Lindner könnte grundsätzlich alles was der Senat macht zu Wowereits Tempodrom werden. Dabei hält er sich nun schon zurück. Früher kamen von ihm zwei bis drei Rücktrittsaufforderung an Wowereit pro Woche. Da haben ihm seine Parteifreunde schon bescheid gegeben, dass er ein bisschen kürzer treten soll, bevor er die Partei vollends blamiert. Dennoch ist die Opposition eine Bande von Geiferern geblieben. Es wird nicht einmal in Erwägung gezogen, dass die Ansiedlung der Bread&Butter und damit Berlins Aufstieg zur unangefochtenen Nummer 1 unter Deutschlands Modestädten irgendwie etwas Positives sein könnte.

Welches Theater CDU und FDP aufführen würden, wenn bei der Aussprache im Vermögensausschuss auch noch Kameras anwesend wären, kann man sich lebhaft vorstellen. Der Ausschluss der Presse ist dringend notwendig um überhaupt die Arbeitsfähigkeit dieses Gremiums zu bewahren. Sollten während der Veranstaltung irgendwelche Informationen bekannt werden, die sich negativ für den Senat auslegen lassen, dann wird Herr Lindner ohnehin direkt nach der Sitzung zu den Reportern rennen und die schon vorab schockierten Tempelhoffanatiker informieren. Es geht der Öffentlichkeit also nichts verloren, lediglich die Abgeordneten, die sich tatsächlich informieren wollen, werden etwas geschützt vor denjenigen, die sich immer nur produzieren müssen.
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von dscharlott dscharlott ist gerade offline | 9.2.2009 13:32 Uhr
@guderian
Ich möchte - bei allem Eifer, den Sie in Ihrem Kommentar an den Tag legen - noch kurz drauf hinweisen, daß es in Demokratien die Aufgabe der Opposition ist, die Regierung zu kontrollieren - und eben auch zu kritisieren.

Denn: Aus Minderheiten können Mehrheiten werden - und das ist das Ziel einer Opposition.

Und zum Inhalt: Eine Regierung wird bei uns vom Parlament gewählt; dieses Parlament wird von der wahlmündigen Bevölkerung (vulgo: dem Volk - also UNS!!) gewählt - und alle (Parlament und Regierung) sind dem Volke verpflichtet. Dazu zählt auch die Verpflichtung der Offenheit. Es mag Fälle geben, wo Vertragsdetails nicht veröffentlich werden - die Miet- oder Pachthöhe in diesem Falle dürfte da aber nicht dazugehören.

Also: Ob man die Opposition nun mag oder nicht: Sie hat recht!
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von segelflieger segelflieger ist gerade offline | 9.2.2009 13:35 Uhr
guderian,
Dennoch ist die Opposition eine Bande von Geiferern geblieben.
>>>>>Ihr Text, guderian<<<<<

-.-.-.-

Wie kommen Sie eigentlich darauf, daß die Opposition eine Bande von Geiferern ist?
Haben Sie eigentlich einmal Wowereit im Fernsehen beobachtet? Jedesmal wenn er merkt, daß ihm die Felle wegzuschwimmen drohten, hat er sich ziemlich unwürdig und polternd verhalten!

guderian, Sie können an meiner Antwort feststellen,. daß Beschimpfungen keine Diskussion ersetzen können!

kaleu, hat übrigens mit seinem Leserkommentar ins Schwarze getroffen!

Hat der Senat etwas zu verbergen, das es rechtfertigt die Öffentlichkeit auszuschließen?
guderian, Sie haben es immer noch nicht begriffen: schon sehr lange will auf dem Tempelhofer Feld niemand mehr einen Verkehrsflughafen, sondern einen Verkehrslandeplatz für die allgemeine Luftfahrt (könnte, wenn er nicht wieder politisch behindert, würde viel Geld für die Nachnutzungskosten einfliegen!) und einen Airpark/Gewerbegebiet! Für Ihre herbeigesehnte B&B-Messe ist ein Verkehrslandeplatz bestimmt auch eine große Werbung! Nur der Senat kapiert so etwas nicht! Er pflegt lieber die Hartz-IV-Empfänger und Arbeitslose!

Wenn der Ausschuß mit Öffentlichkeit nicht arbeitsfähig ist, dann ist er es auch ohne Öffentlichkeit nicht!

B&B ist schon einmal von Berlin weggegangen, wann geht sie das nächste Mal? Wenn jemand günstigere Bedingungen anbietet?
Comment
von unbekannt | 9.2.2009 16:26 Uhr
Ernuwieda
Lieber segelflieger,
was ist denn ihrerachtens gefählicher, Verkehrsflughafen oder -landeplatz? Opis, die in Privat-Jets über die Wohnhäuser wackeln? (bevor sie das beanstanden, nicht alle Privat-Jet-Flieger sind alt, ich kenn aber mindestens einen. Der fand das auch doof, das der nicht mehr über Berlin landen durfte. Sie auch?)<<<<<<wahrer Text>>>>>>>>>>>
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von tinto tinto ist gerade offline | 9.2.2009 13:39 Uhr
Höhe der Miete?
Die Angelegenheit fängt mehr und mehr an zu stinken. Ein persönlicher Freund von Wowereit bekommt den Zuschlag für Tempelhof und Wowereit ist nicht bereit Vertragsdetails zu nennen und schwadroniert nur von einem guten Geschäft. Danach möchten die verantwortlichen Herren Einzelheiten dieses Geschäfts nur unter Ausschluß der Öffentlichkeit behandeln. "Nachtigall ick hör dir Trappsen". Der berliner Filz ist nicht aus dieser Stadt herauszukriegen.
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von uwemohrmann uwemohrmann ist gerade offline | 9.2.2009 14:50 Uhr
ich
könnte mich totlachen. Als wenn in dieser Qutschbude, namens Abgeordnetenhaus, was hinter verschlossenen Türen bleiben würde. Dafür sorgen schon die sehr publicitysüchtigen Abgordneten, die ja auch mal in die Presse wollen. Also mal wieder viel Lärm um Nichts
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von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 9.2.2009 19:36 Uhr
@ uwe mohrmann
Das Lachen wird Ihnen noch vergehen.
Comment
von joachimh joachimh ist gerade offline | 9.2.2009 22:44 Uhr
Entgleisungen
Eigentlich müssten Sie, Hr. Mohrmann, nach eigenem Bekunden hier im Forum seit längerem Rentner, alt genug sein um zu wissen, dass die Nazis und Hitler die parlamentarische Demokratie durch die Bezeichnung des Parlaments als "Quasselbude" verächtlich machen wollten.

Können Sie den Senat auch statt mit Verbalinjurien durch inhaltliche Argumente gegen die Kritik an dem zumindest dubiosen Vergabeverfahren zur Seite treten?

Dieser Senat hätte das nämlich dringend nötig!

Comment
von segelflieger segelflieger ist gerade offline | 9.2.2009 18:19 Uhr
Jedem
Piloten ist es egal, ob er in Tegel oder in Tempelhof oder in Schönefeld landet!
Nicht egal ist es den Fluggästen die meiste sehr serh wenig Zeit haben un d mehrere Flugplätze an einem Tag anfliuegen wollen!
Das heißt, Zeit ist Geld und deshalb sind kurze Wege wichtig!

Geschäftsleute fliegen n icht zum Spaß, sie wollen Aufträge holen!
Ist das so schwer verständlich?
Tempelhof ist in Berlin hervorragend für den Geschäftsreiseverkehr geeignet!
Comment
von segelflieger segelflieger ist gerade offline | 9.2.2009 18:24 Uhr
von dernuwieda 09.02.2009 16:26:17 Uh
Es gibt keine gefährlichen Verkehrsflughäfen und keine gefährlichen Landeplätze, wenigstens nicht in un um Berlin herum!
Dport ist die Fliegerei so sicher, das beweisen die vielen Jahrzehnte in denen auf Tempelhof geflogen wurde!
Comment
von asbach asbach ist gerade offline | 9.2.2009 21:08 Uhr
@ vielflieger
Ihnen ist es, wenn Sie denn überhaupt je was zu lachen hatten bei Ihrem Pessimismus, doch wohl schon lange vergangen. Ihre Beiträge in diesem Forum sind voller Frust, besserwisserisch und oft einfach nur ätzend! Aber auch das erträgt Meinungsfreiheit.
Comment
von segelflieger segelflieger ist gerade offline | 10.2.2009 10:07 Uhr
von asbach asbach hat leider kein Bild | 09.02.2009 21:08:20 Uhr @ vielflieger Ihnen ist es, wenn Sie denn überhaupt je was zu lachen hatten bei Ihrem Pessimismus, doch wohl schon lange vergangen. Ihre Beiträge in diesem Forum sind voller Frust,
Stimmt, die Meinungsfreiheit verträgt auch Ihren Leserkommentar!

Vielflieger macht Vorschläge, wie man das Tempelhofer Feld und das Gebäude sinnvoll und gewinnbringend nutzen kann!
vielflieger beurteilt die Politik Wowereit und des Senats zu recht sehr skeptisch! Wenn man sieht, wie sinnlos der Senat die Infrastruktur Tempelhof zerstört, könnte(!) Frust aufkommen, aber das Gegenteil ist der Fall, denn die Befürworter von Flugbetrieb auf dem Tempelhofer Feld machen Vorschläge! Wären Sie nur gefrustet, würden sie wie viele Gegner von THF nur polemisieren (stänkern)
Sind Vorschläge, auf dem Gelände einen Airpark/Gewerbepark mit Verkehrslandeplatz zu errichten, besserwisserisch? Ist es besserwisserisch, wenn man Vorschläge macht wie Arbeitsplätze in die Stadt geholt werden könnten (nicht wo anders abgeworben)?
Pessimismus gegenüber diesem nicht so tollen Senat, ist auf allen politischen Ebenen angebracht, denn von dessen Arbeit hängt das Wohl und Wehe der Stadt ab! Für ein gutes Wohlergehen kann dieser Senat nicht sorgen, da er viel zu viele Fehler macht, da es ihm an wirtschaftlicher- bildungspolitischer und verkehrspolitischer und finanzpolitischer Kompetenz fehlt!
Ist es besserwisserisch, wenn die Menschen fragen wie teuer die "Luftschlösser-Nichtnachnutzung" über Jahre hinweg sein wird?

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