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Verlustgeschäft

Tempelhof wird immer teurer

Zuschüsse benötigt: Der Ex-Flughafen Tempelhof macht mehr Verlust als früher. Der landeseigene Immobiliendienstleister rechnet auf lange Sicht mit einem Defizit von bis zu 14, 2 Millionen Euro im Jahr. Zu Flughafen-Zeiten lag es bei rund zehn Millionen.
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Schwer zu vermieten. Die Immobilien-Managementgesellschaft Berlins sucht Nutzer für den ehemaligen Flughafen. Derzeit stehen rund zwei Drittel der Geschossfläche leer. - Foto: Wolff
Berlin -  Der ehemalige Flughafen Tempelhof wird auf lange Sicht ein Zuschussgeschäft für das Land Berlin bleiben. Das sagte der Geschäftsführer der landeseigenen Berliner Immobilienmanagement (BIM), Sven Lemiss, am Donnerstag. Im ungünstigsten Falle werde die Liegenschaft ein Minus von 14,2 Millionen Euro pro Jahr verursachen; rund zehn Millionen betrug das Defizit, als dort noch Flugzeuge landeten.

Die Mehrkosten ergeben sich zum Beispiel durch eine Rechnung der Stadtreinigungbetriebe BSR. Weil der Flughafen nun geschlossen ist, gilt er als ganz normale Liegenschaft, für die nach Auffassung der BSR Gebühren für die Reinigung der umliegenden öffentlichen Straßen anfallen. "Das ergibt in der Summe einen siebenstelligen Betrag", sagte Lemiss. Die BIM vertritt aber die Auffassung, dass Tempelhof weiterhin als Sonderfläche zu behandeln ist und so keine Straßenreinigungsgebühren fällig werden.

Das Defizit in Tempelhof wurde bis zur Aufgabe des Flugbetriebs von der Flughafengesellschaft geschultert. Nun soll die BIM im Auftrag der beiden Eigentümer Berlin und Bund dafür sorgen, dass das Millionenloch nicht zu groß wird. Von den gegenwärtig rund 300.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche seien überhaupt nur 200.000 vermietbar, sagte Lemiss. Derzeit seien 97 000 vermietet und davon wiederum 46.000 allein an den Polizeipräsidenten.

Zaun dient der Verkehrssicherungspflicht

Die BIM wolle nun die einzelnen Mieter zusammenziehen, um große Flächen freizubekommen und diese wiederum in großem Stil zu vermieten: vor allem als Büros - für Verwaltungen, Dienstleister, aber auch kulturelle Nutzer. Die Pläne der Studios Babelsberg, aus Tempelhof einen "Filmhafen" zu machen, begrüßte Lemiss. Offizielle Gespräche habe es aber noch nicht gegeben. In drei Monaten rechnet er damit, die ersten neuen Mietverträge abschließen zu können. Für rund 200.000 Euro stellt die BIM schon bald einen neuen Zaun auf, der das Terminalgebäude vom Flugfeld trennt. Dieser rund zwei Kilometer lange Zaun diene vor allem der Verkehrssicherungspflicht.

Neben dem Flughafen Tempelhof hat die BIM auch neun Kultur immobilien in der Verwaltung - das Schauspielhaus, das Maxim-Gorki-Theater, das Technikmuseum, die Berlinische Galerie, das Berliner Ensemble, die Archenhold-Sternwarte, das Zeiss-Großplanetarium, das Literaturhaus und das Zuckermuseum. Dieses Immobilienpaket hat der Senat geschnürt, um zu prüfen, ob sich die BIM, die bislang über 700 landeseigene Gebäude verwaltet - vom Roten Rathaus bis zur Polizeiwache -, auch als Immobiliendienstleister für Theater und Museen eignet. Nicht ausgeschlossen, dass die BIM schon bald alle landeseigenen Theater und auch die Opern verwaltet.



(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 09.01.2009)
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Comment
von tempelhofer tempelhofer ist gerade offline | 9.1.2009 8:29 Uhr
Der wird Berliner belogen und betrogen
Mittlerweile gibt es genug Gründe Wowereit und die SPD abzuwählen (auch für bisherige SPD-Wähler). Einer davon ist Tempelhof.

Hier wurde und wird der Berliner belogen und betrogen. Nach und nach kommen immer mehr Wahrheiten an’s Licht und Strafen die bisherigen Aussagen der SPD & Wowereit mit Lügen.

Nur sparen bis es quietscht ist keine Lösung. Die vorsätzlich Zerstörung von Ressourcen – wie Tempelhof, Wasserbetriebe usw. – ebenfalls nicht. Hände in den Schoß legen, nur ausschließlich den Tourismus fördern und Party feiern und das Handwerk und die produktive Wirtschaft drangsalieren und aus der Stadt jagen, sind Gründe, die Berlin auf Dauer als Schlusslicht fixiert. Die SPD hat keine Wirtschaftskompetenz.

Deshalb unterstütze ich auch diverse Volksbegehren. Unter anderen das neue Volksbegehren zum Erhalt des Flughafen Tempelhof (www.volksentscheid-berlin.de) und für die Abwahl dieses Senates.

Ich kann jeden Berliner nur auffordern: „Nie aufgeben und sagen es bringt nichts. Wir sind das Volk!

Babelsberg hätte schon beim laufenden Flugbetrieb in den Flughafen Tempelhof sein Lager aufschlagen können. Platz war schon immer da und gedreht wurde bei Bedarf auch auf den Flugfeld. Schon immer, seit 85 Jahren.

Aber der Senat hat die Mieten so hoch gehalten, dass diese die Mieten am Kurfürstendamm überstiegt, damit niemand ernsthaft auf die Idee kommt in Tempelhof Büros und ähnliches zu mieten. Schließlich sollte „mit sanften Druck“ unwirtschaftlich gehalten werden.

Jetzt ist es – durch die Schließung - ein richtiges Minus“geschäft“. Der Flugbetrieb der immer wirtschaftlich war, wurde liquidiert, jetzt wird schon offiziell von einem neuen Wert von knapp 20 Mio. Euro Verlust gesprochen. Jährlich.

Jeder normale Bürger würde durch so ein Handeln seinen Job verlieren, ich hoffe, Wowereit bald auch!
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von tiefseetaucher tiefseetaucher ist gerade offline | 9.1.2009 16:42 Uhr
Schon 1975 jammerte niemand Tempelhof eine Träne nach ...
... als der Flughafen Tempelhof für den zivilen Luftverkehr geschlossen wurde. Nach gut 30 Jahren Verspätung kam das Gejammer dann doch noch aus aus dem offensichtlichen hilflosen Agieren und Versagen der Berliner CDU auf wirklich wichtigen Politikgebieten zustande. Obwohl die Berliner schon 1989 besser zusammengewachsen sind, wurde dann von ewig gestrigen auch noch versucht Ost gegen West auszuspielen.

Lustig ist nun, was nun noch alles ahnungslos in einen Topf geworfen werden darf: Der Verkauf der Berliner Wasserbetriebe wurde am 28. April 1999 im Berliner Abgeordnetenhaus unter einem von Eberhard Diepgen geführten CDU-Senat beschlossen - Wowereit gab es damals noch gar nicht ...
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von tempelhofer tempelhofer ist gerade offline | 9.1.2009 19:03 Uhr
Die SPD beweist fortwährend, dass sie keine Verantwortung tragen kann.
@tiefseetaucher

Ja! Da ist sie wieder die lamentierende Argumentation, typisch für die SPD.

Immer wieder sind die anderen Schuld.

Die SPD versucht immer zu belegen, dass sie keine Verantwortung trug/trägt – damals nicht und heute nicht.

Und irgendwie hat sie ja Recht! Die SPD beweist fortwährend, dass sie keine Verantwortung tragen kann.

@ tiefseetaucher! Es gab doch damals eine große Koalition, oder? Schwarz/Rot!

Die SPD war Teil dieser damaligen Regierung.

Glaubt man diversen Äußerungen, so hat die SPD mit diesen Schulden überhaupt nichts zu tun, aber sie saßen mit in der Verantwortung, aus der sie sich feige entziehen. Sie waren in allen Gremien u.a. Aufsichtsräten.

Was haben die Herrschaften (Böger, Fugmann-Hessing, Nagel, Staffelt, Strieder) da getan? Gepennt?

Da sollten Sie mal schauen wer für was Verantwortung trug und Sie sollten auch schauen welche Rolle Klaus Wowereit an der Seite von Fugmann-Heesing gespielt hat (beide aus den Bezirken Tempelhof-Schöneberg)

Wer war verantwortlich für die in „Geheimverträge geschlossenen Verkauf der Berliner Wasserbetriebe? Die CDU? Federführend verantwortlich für die im Eilverfahren durchgepeitschte Vertragsunterzeichnung war die damalige Finanzsenatorin Annette Fugmann-Heesing (SPD).

Und/oder die SPD kann einfach nur nicht rechnen? Damals nicht und heute auch nicht.

Die neuesten Leistungen wie das Spreedreieck, die teure Schließung Tempelhofs und Investitionen in den Ausbau Tegels sind weitere aktuelle Belege.

Gelder die mit dieser „Politik“ dann fehlen, werden halt rigoros gespart - an Jugendeinrichtungen, Schulen, Kitas usw.

Verantwortungsvolle Politik sieht anders aus!
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von vielflieger vielflieger ist gerade offline | 9.1.2009 9:17 Uhr
Vielen Dank
Endlich bricht der Tagesspiegel sein langes Schweigen, und berichtet auch von den äußerst fragwürdigen Umständen und den negativen Konsequenzen der Tempelhof-Schließung. Die Presse-Freiheit hat in unserer Gesellschaft also doch noch eine Chance.

Interessanterweise kommt dieser Artikel nicht mehr von Herrn Kurpjuweit.
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von troymcclure troymcclure ist gerade offline | 9.1.2009 13:53 Uhr
Welches lange Schweigen?
Der Tagesspiegel hat bis etwa 3 Wochen nach der Schließung pro Tag gefühlte 3000 Artikel gebracht, jetzt pendelt es sich so bei 2-3 pro Tag ein. Wer noch mehr über Tempelhof lesen oder schreiben will, der mache doch bitte eine eigene Zeitung oder ein Forum auf Da kann man dann jeden Tag nur über den guten alten Flughafen reden und erzählen wie schön es damals war!
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von kleineslicht kleineslicht ist gerade offline | 9.1.2009 9:35 Uhr
Wusste natürlich wie immer...
...keiner vorher. Aber Hauptsache zu, zu, zu...
Typisch für die mittlerweile (leider) zur B.-Republik
verkommene "Hauptstadt".
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von berlin14057 berlin14057 ist gerade offline | 9.1.2009 9:37 Uhr
Das hätte jeder wissen können
Das der Flughafen Tempelhof nicht billiger wird, wenn man ihn schließt hätte jeder wissen können und ich habe es auch gewusst.
Die Lüge, dass man THF schließen muss, weil er zu große Verluste macht, hat schon Hr. Liscutin von Sabena vor 10 Jahren angeprangert. Das die Verluste noch steigen würden wenn der Flughafen leer ist und keine Mieter mehr Miete bezahlen war doch wohl klar.
Und... Fragen sie mal einen Hausbesitzer welches Haus mehr Kosten verursacht: Das bewohnte oder das leer stehende. Und das wird noch schlimmer. Denn unbewohnte/unbewirtschaftete Immobilien beginnen zu verfallen. Die Kosten werden steigen, steigen, steigen. Und Konzept für die Nachnutzung gibts bis heute keines, obwohl seit 10 Jahren klar war das THF geschlossen wird.
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von jb jb ist gerade offline | 9.1.2009 9:42 Uhr
Flächen
Aha! 97.000 m2 sind also vermietet. Da THF etwa 283.000 m2 Bruttogeschossfläche hat und 200.000 m2 vermietbar sind, stehen also überhaupt "nur" 103.000 m2 zur Vermietung an. 83.000 m2 (das dürften knappe 30 % sein!) sind nicht vermietbar. Warum? Weil sie nie fertig ausgebaut worden sind. Sie jemals vermietbar zu bekommen, würde happige Investitionen erfordern. Aber naja: Die BIM will jetzt ja "im grossen Stil vermieten". Das klappt bekanntlich in Berlin besonders gut, weil Gewerbeflächen hier schon immer Mangelware waren...

Welch Popanze regieren und verwalten uns eigentlich...???
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von sport35b sport35b ist gerade offline | 9.1.2009 10:04 Uhr
keine Demokraten
Offensich gibt es immer noch Unverbesserliche, die weder ein stabile politische Mehrheit gegen den Flughafen noch ein gescheitertes Volksbegehren anerkennen.
Davon das jetzt in der Umgebung des Flughafens weniger Kinder an Krebs sterben und weniger Leute lärmkrank werden, sprechen diese Leute natürlich nicht.
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von bluitgen bluitgen ist gerade offline | 9.1.2009 10:42 Uhr
Weniger Kinder sterben jetzt an Krebs?
Wie kommen Sie denn auf dieses schmale Brett?
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von eli_genf eli_genf ist gerade offline | 9.1.2009 14:14 Uhr
Die Lärm-Lüge von Tempelhof
Ein Lesetip für solche Spezialisten wie sport35b:

http://www.bz-berlin.de/BZ/berlin/2007/10/30/laerm-luege-von-tempelhof/laerm-luege-von-tempelhof.html

Hier hat mal wer nachgemessen. Vor lauter Straßenlärm waren die Flieger kaum zu hören! Ein Krankenhaus mit Flugbetrieb würde mehr kleine Kinder (und Erwachsene) retten, meine Güte.

Wann wird denn der Fahrbetrieb auf dem Tempelhofer Damm und der Autobahn eingestellt? Oder die Tram in Berlin? Ich wohne übrigens an einer Straße durch die alle drei Minuten die Straßenbahn donnert. Die im Übrigens midestens sieben Todesopfer im Jahr 2008 gefordert hat.
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von bluitgen bluitgen ist gerade offline | 9.1.2009 10:26 Uhr
So war es: 10 Mio Defizit plus einen Gegenwert
in Form eines laufenden Flugbetriebes. Nicht toll, aber immerhin besser als 14 Mio Verlust ohne jeden Gegenwert: So ist es jetzt. Zu den 4 Mio zusätzlichen Verlusten kann man die Kosten für die notwendigen Auffangmassnahmen in TXL und SFX nach der Tempelhofschliessung mit dazurechnen. Das Schlimmste daran ist, dass man eine derartige Misswirtschaft und Planlosigleit mittlerweile für normal hält. Weiter so!

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von hannibal hannibal ist gerade offline | 9.1.2009 10:29 Uhr
Haben die hellsten Köpfe in diesem Forum
nicht ständig darauf hingewiesen, dass der Flugverkehr MEHR einspielt als er kostet und damit hilft, die Kosten zu mildern??

Hätte man diesen erfreulichen Effekt nicht zumindest noch bis zur Eröffnung von BBI nutzen sollen??

Haben die Schließbefürworter sich einmal überlegt, was man mit den verschenkten Millionen in Berlin so alles sinvolle hätte anstellen können??

Man sollte beim Rechnen wirklich nachaltig auf die Zuhilfenahme seiner Finger verzichten. Man kommt dann zu ganz erstaunlichen Ergebnissen! VORHER bereits!!!
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von zardoz zardoz ist gerade offline | 9.1.2009 10:33 Uhr
Seit wann
werden Kosten so eingehalten, wie sie geplant sind ? Das ist wohl bei Aufträgen und Planungen der öffentlichen Hand noch nie passiert. Warum sollte es also in diesem Fall anders sein ?
Anfänglich "niedrig" angesetzte Kosten verkaufen sich politisch einfach besser. Der vorausschauende Steuerzahler darf dann 30-50% Realitätszuschlag hinzurechnen.
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von juergenspiegel juergenspiegel ist gerade offline | 9.1.2009 10:39 Uhr
EINST deutscher Zentralflughafen - von dem Geist ist leider wenig in der Stadt
Und dann kommen noch die Kosten für die Stadtplanungsbüros, weil man nicht weiß, was aus Tempelhof werden soll.
Und für alle Zukunft der dicke Preis, weil man beim Flughafenneubau nicht die Mitbewerber Fraport, Lufthansa ins Boot geholt hat, die das 3. Drehkreuz hätten bringen können.
Das spürt man schon jetzt als bejammernswert, wo der „Wintergarten“ schließt, wie vorher schon das „Goya“ und das „Four Seasons“, und man erlebt, dass Berlin es nicht schafft, die Dimension anzusteuern, wo man erwarten könnte, dass solche spezifische Klientel wieder auftaucht und mal dazugehört.
Hier fällt - mitverschuldet - erst mal alles zurück!?
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von wood wood ist gerade offline | 9.1.2009 10:43 Uhr
Groschengrab für die Enkel
Vielleicht wird nun auch dem Letzten klar, dass nicht der Flugbetrieb in Tempelhof das Groschengrab darstellte, sondern der riesige, größtenteils leer stehende Bürokomplex, inklusive der Hangars und der nicht enden wollenden Untergeschosse. Jetzt denkt man darüber nach, wie man möglichst schnell passende Mieter für die Immobilie findet. Nur: Was hat die Verantwortlichen in den letzten Jahren davon abgehalten dies zu tun? Doch wohl die Idee, die Gesamtbilanz absichtlich nach unten zu drücken, um die passenden Argumente für die Schließung zu bekommt.
Außerdem darf man gespannt sein, wie die Suche nach Mietern voranschreitet. Mit Flugbetrieb besaß der Komplex ein vielleicht weltweites Alleinstellungsmerkmal. Jetzt handelt es sich nur noch um eine bessere Bürobrache, die mit anderen Anbietern in Konkurrenz steht. Und das mit einer Infrastruktur in den Büroräumen, auf dem Stand von 1970, die, ohne millionenschwere Investitionen, alles andere als konkurrenzfähig ist.
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von berlinois berlinois ist gerade offline | 9.1.2009 10:47 Uhr
Na sowas ;o)
Eigentlich kann man nur hoffen, daß die Kosten binnen kürzester Zeit ins Ex-Orbitante steigen, damit auch der letzte Berliner kapiert, was Wowereit angerichtet hat und das Ganze wieder rückgängig gemacht wird.
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von thursday thursday ist gerade offline | 9.1.2009 11:13 Uhr
bitte Rechnen und recherchieren
Nach der Schließung wird der Verlust maximal um gut 4 Mio pa steigen. Davon geht eine siebenstellige Summe, also 1 bis 9 Mio (Tagesspiegel, geht es auch genauer?) an die BSR. Für den Steuerzahler und Gebührenzahler ist das rechte Tasche linke Tasche, also ein Nullsummenspiel. Ein weiterer wichtiger Grund für den steigenden Verlust dürften die wegfallenden Einnahmen aus Landegebühren etc. sein. Die werden jetzt in Tegel und Schönefeld gezahlt. Also erneut rechte Tasche linke Tasche.

Insgesamt kann der Artikel keine zusätzliche Belastung für den Steuerzahler belegen. Das zu erwartende Geschreie der Tempelhofliebhaber beweist nur die Unfähigkeit wirtschaftlichen Denkens.

Lieber Tagesspiegel, bitte recherchieren Sie doch mal die genauen Zahlen. Am besten durch einen Mitarbeiter mit Kenntnissen von wirtschaftlichen Zusammenhängen. Der kann dann die richtigen Fragen stellen: Wo wird der Steuerzahler in den nächsten Jahren zusätzlich belastet, bzw. entlastet?

Eine weitere Frage wirft der Artikel auf: 100.000 qm nicht
vermietbare Fläche. Warum sind die nicht vermietbar? Sind das etwa die nie fertig gestellten Nazi-Propaganda Treppenhäuser etc. Was plant der Senat mit diesen Flächen. Wollen wir u.U. hier ewig die Träume des SA-Architekten Sagebiel konservieren oder wäre ein Rückbau dieser Flächen sinnvoller.

Also lieber Tagesspiegel, ich freue mich auf Ihre weiteren Recherchen.
Comment
von tagesspiegel.de tagesspiegel.de ist gerade online | 9.1.2009 21:55 Uhr
weitere Recherche
Lieber thursday,

exakte Zahlen gibt es hier leider nicht. Sowohl die BIM als auch die BSR machten keine genaueren Angaben dazu.

Ihre Annahme, es handele sich hier um ein Nullsummenspiel, ist leider nicht ganz korrekt. Zunächst muss die BIM nämlich die Rechnung der BSR bezahlen, die das Geld, nicht komplett an den Senat wieder abführen wird, weil es zwar ein landeseigenes, aber auch ein eigenwirtschaftliches Unternehmen ist.

Beste Grüsse aus der Online-Redaktion

Comment
von tempelhofer tempelhofer ist gerade offline | 9.1.2009 11:23 Uhr
Einfältige Argumentation
@sport35b

Bei der Argumentation der Tempelhof-Schließer kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen.

Niemand will jetzt etwas gewusst haben und sie lügen ungeniert weiter:

Faustdicke Lügen von seitens des Senates, der SED-Nachfolgerpartei PDS bzw. die Linke (sogenannte Linke).

Die Argumentation von sport35b lässt sich dahin interpretieren bzw. schlussfolgern, dass der Regierenden Bürgermeister von den Berlinern nie gewählt wurde und eine Mehrheit von über 80 Prozent ihm definitiv nicht wählten.

Besonders einfältig ist auch die Argumentation über „an krebssterbenden Kindern“:

sport35b schreibt: „Davon das jetzt in der Umgebung des Flughafens weniger Kinder an Krebs sterben und weniger Leute lärmkrank werden,...“

Der Umkehrschluss wäre doch dann, das ihnen die Belastung der Bewohner, die von dem Flughafen Tegel betroffen sind völlig egal ist und hier vorsätzlich die Bewohner noch mehr belastet werden.

Das bedeutet ein krebskrankes Kind, bekommt noch etwas draufgesetzt, der Lärmkranke ebenso.

Der Senat ist ein Versagersenat auf ganzer Linie. Die Berliner haben die Kapriolen satt. Der Widerstand gegen diese Politik drückt sich in den vielen Volks- und Bürgerbegehren aus.

Auch ich unterstützte etliche dieser Initiativen und auch der Flughafen Tempelhof ist noch nicht verloren. Noch gibt es eine Chance u. a. gibt es dazu ein neues Volksbegehren (www.volksentscheid-berlin.de) und ein Bürgerbegehren der Tempelhofer und Schöneberger Bürger gegen die Schließung
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von bunzel bunzel ist gerade offline | 9.1.2009 11:25 Uhr
Hello again,
da seid Ihr ja wieder, Ihr Tempelhof-Schließungsgegner!

Vermutlich hätte auch ein geplatztes Wasserrohr auf der Flughafentoilette genügt, um Euch auf den Plan zu rufen.

Wie sport35b schon zutreffend festgestellt hat, es gibt demokrtisch zustande gekommene und gerichtlich überprüfte Entscheidungen zur Schließung des Flughafens.

In einer Demokratie muß jeder mit den Entscheidungen der Mehrheit leben, auch wenn es nicht die eigenen sind...
Comment
von monkey1 monkey1 ist gerade offline | 9.1.2009 11:25 Uhr
@sport35b
Sie glauben doch nicht allen ernstes, dass die entscheidung für oder gegen Tempelhof in Bezug auf ihre armen Krebs- und Lärmkranken Kinder getroffen wurde. Es war eine reine Finanzpolitische Entscheidung...dass die auch noch von vornherein als Falsch zu erkennen war wird hier lediglich diskutiert. Hätte Thf 10 Mio. Pro Jahr Gewinn gemacht hätte niemand über eine Schliessung diskutiert...zumindest keiner der was zu entscheiden hat ... Krebskranke hin oder her.
Sollten sie tatsächlich an eine altruistische Politik glauben dann ist ihnen zu wünschen, dass sie bald aufwachen!


Dass die Schliessung von Tempelhof etwaige positive Effekte haben kann wird hier gar nicht diskutiert sondern lediglich die betrügerische und finanziell ruinöse Art mit der Berlin regiert wird!
Auch wenn es mich als Berliner (sowie alle anderen Berliner) natürlich wieder mal am Geldbeutel treffen wird...ein wenig Schadenfreude kann ich mir dann doch nicht verkneifen...eigentlich wünsche ich den Herren regierenden ein finanzielles Desaster ...allein die Vereinbarung auf 10 Jahre jedwede Wertsteigerung des Geländes an den Bund abführen zu müssen...na viel spass. Aber vielleicht kann man die entscheider bis dahin persönlich haftbar machen für den Mumpitz den sie in egoistischem Geltungsbedürfniss verzapft haben.
Comment
von segelflieger segelflieger ist gerade offline | 9.1.2009 11:26 Uhr
von sport35b sport35b hat leider kein Bild | 09.01.2009 10:04:11 Uhr keine Demokraten
Sie beschimpfen die Befürworter des Flugbetriebs als "Nicht-Demokraten"! Gerade diese Befürworter sind sehr gute Demokraten, denn sie haben für die Erhaltung des Flughafen mit lauteren Mitteln geworben! Sie haben der Bevölkerung immer die Wahrheit gesagt über die Kosten der (Nicht-)Nachnutzung, sie haben nie verschwiegen, daß sie sehr sehr hoch sein werden!

Die Gegner weigern sich bis heute, die Kosten der nicht vorhanden Nachnutzungspläne, weil nur Luftschlösser, der Bevölkerung bekannt zu geben! Die Gegner haben fälschlicher Weise der Bevölkerung erzählt, daß der Flughafen geschlossen werden muß, was nicht wahr ist, denn die Gerichte haben geurteilt daß er geschlossen werden kann, ich betone: K A N N!
Die Gerichte haben geurteilt, daß die Schließung zwar rechtens ist, d.h. heißt er hätte aber nicht geschlossen werden müssen!
Noch einmal: der Flughafen kann geschlossen werden, muß aber nicht! Den Flughafen zu schließen ist nicht verboten, aber wenn es gewollt werden würde kann man ihn auch weiterbetreiben!
Kompliziert ist es nur wenn man es nicht verstehen will!
Comment
von thursday thursday ist gerade offline | 9.1.2009 13:04 Uhr
Ein wenig Wille
@Segelflieger "Kompliziert ist es nur wenn man es nicht verstehen will!" Stimmt, es ist gar nicht so kompliziert, wenn man es versucht. Also, versuchen Sie es doch mal!

Es gibt viele gute Gründe für Kritik an diesem Senat. Z.B. Bildungspolitik, Organisation und Performance der Verwaltung, Verkehrsanbindung BBI, Mediaspree, fehlende neue Entwicklungsperspektiven etc ... . Die Schließung von Tempelhof gehört jedoch nicht dazu.

Comment
von hannibal hannibal ist gerade offline | 9.1.2009 14:54 Uhr
Also @tuesday, wenn Sie meinen, dass
die dieser rot-rote kuriose Senat mit den eingesparten ca. 4 Mio.€ sowieso nichts sinnvolles angestellt hätte, dann haben Sie Recht, dann gibt es hier keinen Grund zur Kritik
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von thursday thursday ist gerade offline | 9.1.2009 17:20 Uhr
hannibal
welche 4 Mio? Der Artikel gibt nur Hintergrundinfos zu den Forderungen der BSR. Forderung eines öffentlichen Betriebs an einen anderen öffentlichen Betrieb.
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von segelflieger segelflieger ist gerade offline | 9.1.2009 11:30 Uhr
hannibal,
Ihr Satz, >>Man sollte beim Rechnen wirklich nachaltig auf die Zuhilfenahme seiner Finger verzichten. Man kommt dann zu ganz erstaunlichen Ergebnissen! VORHER bereits!!!<<
ist gut, Sie haben nur vergessen zu schreiben, daß nicht nur auf die Zuhilfenahme der Finger hätte verzichtet werden sollen, sondern auch auf auf die linke wirtschaftsfeindliche Ideologie die der Stadt nur Nachteile einbringt!
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von zwilling68 zwilling68 ist gerade offline | 9.1.2009 11:36 Uhr
berlin
berlin will weltweit bei den ganz großen mitspielen, stolpert aber immer wieder über die provinzialität und inkompetenz seiner politiker. thf ist nur eines von vielen beispielen in der hauptstadt.
politiker die mehr sein wollen, als sie jemals sein können, politiker die glauben ahnung zu haben und andauernd auf die schn..ze fallen (natürlich immer zu lasten des steuerzahlers), politiker die niemals ihren dorf- oder bezirksmief hinter sich lassen konnten, politiker die sich von gewieften anwälten multinationaler unternehmen über den tisch ziehen lassen, politiker die einfach den sinn ihrer aufgabe vergessen oder gar nicht erst verstanden haben.
berlin ist doch gar nicht mit "echten" weltstädten wie london, paris oder new york vergleichbar. vielleicht schafft berlin irgendwann mal den sprung in diese liga. mit sicherheit jedoch nicht mit diesem senat und nicht mit diesem regierungschef.

man kann nur hoffen das der geneigte wähler diese unglaubliche lügenaktion des senats rund um den flughafen tempelhof nicht so schnell vergißt.
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von schlumpf schlumpf ist gerade offline | 9.1.2009 13:37 Uhr
Was ist der Unterschied
können sie mir mal bitte erklären warum Berlin keine Weltstadt ist?
Weil wir kein Harlem haben? Weil wir modernere U-Bahnen als NY haben, weil man hier noch Wohnungen im Zentrum bezahlen kann, weil wir hier keine Hochhausschluchten haben oder bald nur noch einen Flughafen? Ne Citymaut wie in London fehlt natürlich auch noch.
Komischer weise höre ich von allen jungen Berlintouristen immer nur, dass es die beste Stadt in Europa oder sogar auf der Welt ist. Komisch wa?
Comment
von palmfiction palmfiction ist gerade offline | 9.1.2009 12:02 Uhr
Idee: Büros vom Spreeufer nach THF :)
nicht ganz ernst gemeint, aber:

Wie wärs wenn die Bürofächen die am Spreeufer geplant sind (mediaspree) einfach nach THF verlegt werden???

da is genug Platz und Neukölln is ja eh gerade mega-HIP, da können die ganzen Kreativen sich dann niederlassen :)

Ich find meine Idee prima :) In NK wohnen, in THF arbeiten und abends dann in eine Bar am Spreeufer...

Comment
von karnival karnival ist gerade offline | 9.1.2009 15:55 Uhr
eine nicht ganz ernst gemeinte replik
mal ein kleines Rechenbeispiel:

ein "Büro-Angestellter" eines Unternehmens benötigt ca 12m², wobei das natürlich stark von der jeweiligen Branche abhängt (Anwälte bis Callcenter).
Die von Ihnen benannten "Kreativen" nutzen durchschnittlich nur 10m² (weniger Geld) und arbeiten nur zu 50% in angemieteten Büros, die anderen in der heimischen Küche (noch weniger Geld).
Wenn man nun die angepeilten Quadratmeter an den von ihnen angesprochenen Orten zu Grunde legt, sieht man schnell die Differenzen.
Mediaspree will irgendwas um die 1 Mio.m² Fläche schaffen, vor allem Büroraum für ich sach mal "normale" Arbeitsplätze bei Versicherungen, Gewerkschaften, Großunternehmen, etc....deswegen ja auch die Glitzerpaläste.
Bei 12m² pro Person macht ca. 83 000 sozial versicherte, gut bezahlte Arbeitsplätze.
In Tempelhof stehen hingegen im ca. 200 000m² zur Verfügung, davon vielleicht 150.000 wirklich als Büroraum nutzbar.
- 50 000 Polizei macht 100.000 zur Vermietung macht ca. 10 000 schlecht versicherte Arbeitsplätze, wobei mindestens 20.000 entstehen müssen, um überhaupt die Büroquote zu erreichen.
Jetzt fragen sie sich, was ist besser,und damit meine ich nicht ihr persönliches Wohlbefinden, sondern für die Gesundung der Stadt?
Aber zu ihrer Beruhigung, bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage werden uns einerseits die Strandbars an der Spree noch ne geraume Zeit erhalten bleiben wie auch die Brache Tempelhof, denn weder lässt sich derzeit mit tollen Häusern Geld verdienen,noch werden in nächster Zeit 100Tausende Jobs aus dem Boden sprießen. Darauf einen Cuba Libre ;-)
Comment
von karl_bold karl_bold ist gerade offline | 9.1.2009 12:21 Uhr
Danke an Tagesspiegel
für den Bericht. Gut, dass er am Ball bleibt.

Es geht jetzt nicht um Flugkreuze, sondern um die Frage, in welchem Tempo endlich der "Filmhafen" eröffnet wird. Wann endlich die entscheiden Kräfte endlich zum Telefonhörer greifen.

Was macht eigentlich die Wirtschaftsförderung hier? Wieso hört man nichts vom linken Wirtschaftssenator? Die Linkspartei möchte doch sehr gerne die Banken verstaatlichen und wieder geplante Staatswirtschaft spielen. Hier könnte sie wenigstens mal beweisen, dass man in der Lage ist, die Berliner Stärken im Bereich Kreativwirtschaft zukunftsfähig weiter zu entwickeln.

Trend auf der CES, der US-Computermesse: 3D-Fernsehen. In wurden Berlin einst Nipkowscheibe und PAL-Fernsehen erfunden. Und jetzt? Wann wird endlich aufgewacht?
Comment
von kreuzberger kreuzberger ist gerade offline | 9.1.2009 12:26 Uhr
Ach und noch was
Das war ja keine Überraschung, aber in 10 Jahren haben sie es nicht auf die Reihe bekommen ein Konzept zu erstellen. Ob offen oder geschlossen, es ist doch erstaunlich das sogut wie keine Nutzungsvorschläge gemacht worden sind.

Es ist doch egal ob SPD, Grüne, PDS, FDP oder CDU bis heute hat keine Partei in meinen Augen ein auch nur ansatzweise sinnvolles kostendeckendes Konzept vorgelegt. KEINE Partei, wir sollten mal überlegen, warum in 10 Jahren keiner Partei, keiner Beratungsgesellschaft und niemanden aus der Presselandschaft gelungen ist sowas zu finden.

Die Schuld nur einer Partei in die Schuhe zu schieben ist Blödsinn. Unsere vom "Volk" gewählten Vertreter haben nur wieder mal bewiesen, dass sie keine Ahnung haben von ihrem Job und es ihn nur um ihre Profilneurose geht.

Und kommt jetzt nicht mit diesen Investor der es als Schönheitsklinik nutzen wollte, meinen Sie, der hätte im Jahr 14,3 Mio bezahlt an Nebenkosten?
Comment
von jb jb ist gerade offline | 9.1.2009 12:41 Uhr
@thursday
Zu einer guten wirtschaftlichen Argumentation gehört auch, dass man berücksichtigt, dass die Lande- und Startgebühren, die auf THF gezahlt wurden, keineswegs jetzt genauso in TXL und SXF gezahlt werden ("linke Tasche, rechte Tasche"): Die THF-Gebühren waren nämlich deutlich teurer als jene von TXL und erst recht von SXF. SXF wird sogar seit Jahren besonders billig gehalten, weil man diesen ursprünglich seeeehr schlecht angenommenen Flughafen pushen wollte und, solange er nicht Alleinflughafen ist, weiter hochhalten will: Er ist mittlerweile gut angenommen, weil eben wegen dieser niedrigen Gebühren Easyjet und Germanwings dort gross auftrumpfen; auch Ryanair und Air Berlin fliegen dort. Und wenn Sie mit denen billig fliegen wollen, dann müssen Sie eben nach SXF. Ein letztlich nicht ganz freiwilliger Publikumszuspruch...
Comment
von thursday thursday ist gerade offline | 9.1.2009 14:37 Uhr
Langsam kommen
wir von den angeblichen Mio Defiziten weg. Jetzt bleibt nur noch die Differenz zwischen den Gebühren in THF und TXL übrig. Der Skandal schmilzt dahin.

Für eine weitere Betrachtung fehlen mehr Details (z.B. Wegfall der Mehrfachstrukuren der Abfertigung, Unterhalt der Anlagen zur Flugsicherung etc).
Comment
von f.u. f.u. ist gerade offline | 9.1.2009 16:25 Uhr
@jb - Frage zu Flughafengebühren TXL und THF
Ihre Behauptung "Die THF-Gebühren waren nämlich deutlich teurer als jene von TXL und erst recht von SXF" finde ich interessant. Mir wurde von einem Flieger dazu berichtet, das in Berlin TXL der teuerste Flughafen war (und ist). Nun lassen sich die Gebühren für TXL und SHF im Internet schnell finden, was fehlt sind die Angaben zu THF.
Also an Sie die Frage: Wie teuer war denn Tempelhof?

F.U.
Comment
von georg585 georg585 ist gerade offline | 9.1.2009 12:42 Uhr
Immer mit der Ruhe
Erst einmal ist in diesem Artikel ja nur von einem Streit um verkehrsrechtliche Bezeichnungen die Rede. Es ist klar, dass die BSR den Verlust ihrer bisherigen Tempelhofgebühren kompensieren möchte. Vieles spricht aber auch dafür, dass der größte Teil des Riesengeländes tatsächlich noch als Sonderfläche auszuweisen ist.
Wahrscheinlich wird die Verwaltungsgesellschaft mit der BSR aushandeln, dass nur noch die vermieteten Bereiche BSR-gebührenpflichtig sein werden, also das Hauptgebäude it angrenzenden Straßenflächen. Dann werden diese Gebühren aber weit entfernt von einem 2siebenstelligen" Betrag sein, und der Gesamtunterhalt wird dann auch nicht mehr 14 mio. betragen. Insofern ist dieser Artikel in der Tendenz leider doch etwas verkürzend.
Ich bin genauso traurig wie viele andere, dass THF geschlossen wurde, denn ich habe es geliebt, dort abzureisen und wieder anzukommen. Aber nun ist es nun einmal so, und eine solche Fläche städtebaulich zu entwickeln, wird zweifellos eine Jahrhundertaufgabe für die Stadt werden. Und dass eine Landesregierung wegen der THF-Frage abgewählt wird, halte ich gelinde gesagt für absurd. Berlin hat größere Sorgen, und die sind bei weitem nicht allein von der jetzigen Regierung verschuldet. Das belegen nicht zuletzt die Umfragewerte und der Zustand der CDU.
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von bunzel bunzel ist gerade offline | 9.1.2009 12:42 Uhr
@ tempelhofer
Nein, die inflationäre Zunahme der Volksbegehren geht darauf zurück, daß seit dem publikumswirksamen Volksbegehren für Tempelhof der breiten Masse dieses demokratische Instrument nun bekannt geworden ist.

Nachdem nun auch der letzte Libellenzüchter einen passenden Verein gegründet und eine Monatszeitschrift herausgegeben hat, hat die deutsche Seele nun Langeweile und versucht sich am Volksbegehren.

So vertrieben sich schon die Römer die Freizeit: Brot und Spiele...
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von jb jb ist gerade offline | 9.1.2009 12:45 Uhr
@bunzel
Ach je, wieder so ein einfältiger kommentar über die Demokratie: Ich halte Ihnen entgegen, dass in einer Demokratie Meinungsfreiheit herrscht und in Art. 5 GG grundrechtlich geschützt ist. Sie beinhaltet auch, mehrheitlich getroffene Entscheidungen öffentlich kritisieren und weiterhin für eine andere Politik kämpfen zu dürfen.

Wussten Sie das eigentlich?
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von bunzel bunzel ist gerade offline | 9.1.2009 12:48 Uhr
Immer wieder herrlich,
zu sehen, wie die Emotionen hochkochen...

Wenn man nicht wüßte, daß es um die Schließung eines läppischen Flughafens ginge, könnte man meinen, der Fortbestand der Menschheit sei gefährdet...

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