A 100 : Blitz im Tunnel Britz

In der kommenden Woche werden Geräte zur Tempokontrolle im Britzer Autobahntunnel installiert. Dafür wird die A 100 nachts abschnittsweise mehrfach gesperrt.

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Unter Kontrolle. Bald wird im Tunnel Britz unsichtbar geblitzt. -Foto: Kai-Uwe Heinrich

Berlin - In der kommenden Woche werden die seit Jahren angekündigten Blitzgeräte im Britzer Autobahntunnel montiert. Nach Auskunft der Stadtentwicklungsverwaltung wird die A 100 ohnehin wegen Wartungsarbeiten mehrfach gesperrt: In der Nacht von Montag zu Dienstag ist die Stadtautobahn zwischen den Anschlussstellen Gradestraße und Buschkrugallee in beiden Richtungen dicht. Von Dienstag zu Mittwoch wird nur die Fahrtrichtung Ost (Treptow) gesperrt. In den Nächten zu Donnerstag und zu Freitag ist die Richtung Westen (Tempelhof) an der Reihe. In der Nacht zu Sonnabend, dem 6. März wird nochmals die Fahrtrichtung Ost gesperrt, in den darauffolgenden beiden Nächten, also zu Sonntag und zu Montag, stehen nochmals Vollsperrungen in beiden Richtungen an. Sie gelten jeweils von 21 Uhr bis 5 Uhr. Umleitungsstrecken werden ausgeschildert.

Nach mehrfachem Hin und Her hatte das Abgeordnetenhaus im Herbst das notwendige Geld freigegeben, mit dem die Verwaltung insgesamt 18 Messgeräte anschaffen will: Drei pro Fahrspur und Richtung, als Gesamtkosten waren rund 1,5 Millionen Euro anvisiert. Die Blitzer sollen nach Zufallsprinzip aktiviert werden, damit niemand nur einmal kurz abbremst und dann ungestraft weiterrasen kann. Außerdem sollen sie die Fahrzeuge auch von hinten fotografieren, um rasende Motorradfahrer zu erwischen. Das Blitzlicht ist unsichtbar, weil der sonst übliche rote Blitz die Fahrer im Tunnel blenden und erschrecken könnte. Um sich nicht dem Vorwurf der Abzocke auszusetzen, will der Senat mit Schildern vor dem Tunnel auf die Kontrolle hinweisen. Unter diesen Umständen hat auch der ADAC nichts gegen die Kontrolle einzuwenden.

In der vor zehn Jahren eröffneten Doppelröhre gilt Tempo 80, aber erfahrungsgemäß fahren die meisten teils deutlich schneller. Dabei gilt die Strecke durch Neukölln wegen ihrer Kurven als gefährlich; bereits mehrfach gab es schwere Unfälle. obs

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