A 100 : Bund stellt erste Raten für Ausbau bereit

Die ersten Geldern fließen: Für den Bau der Stadtautobahn steht das Bundesverkehrsministerium bereits im kommenden Jahr eine zweistellige Millionensumme bereit. Doch die Kritik reißt nicht ab.

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Watschel, watschel. Die Autobahn im Jahr 1964. Wo das Foto entstanden ist? Nach zwei Jahren haben wir im Januar 2016 die Lösung gefunden. Ein Tagesspiegel-Leser schreibt: "Das ist die heutige A117 in Bohnsdorf. Der Fotograf konnte mangels fahrtender Autos vom Mittelstreifen Richtung Süd die Bohnsdorfer Kirche und die Werbung für den DDR-Automobilklub aufnehmen." Danke schön!
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Foto: Imago
31.01.2016 10:39Watschel, watschel. Die Autobahn im Jahr 1964. Wo das Foto entstanden ist? Nach zwei Jahren haben wir im Januar 2016 die Lösung...

Für den Bau der Stadtautobahn A 100 vom Dreieck Neukölln zum Treptower Park will das Bundesverkehrsministerium im nächsten Jahr zunächst 30 Millionen Euro bereitstellen; 2014 sollen dann 50 Millionen Euro fließen. Veranschlagt ist das Projekt mit Kosten in Höhe von 462 Millionen Euro. Der Bundesrechnungshof rechnet mit mindestens 475 Millionen Euro.

Die ersten Raten stammen aus dem Infrastrukturbeschleunigungsprogramm des Bundes. Der Umweltverband BUND, der eine Klage gegen den Bau verloren hat, forderte am Donnerstag den Haushaltsausschuss des Bundestages auf, die Vorlage mit dem Weiterbau der A 100 abzulehnen. Der Ausschuss soll nach dem Willen des Finanzministeriums schnell entscheiden, damit das Geld zeitig fließen könne.

"Der Weiterbau der unsinnigen A 100 ist das teuerste Autobahnprojekt Deutschlands. Hier soll insgesamt eine halbe Milliarde Euro verschwendet werden, anstatt in den dringend notwendigen Erhalt von maroden Straßen zu investieren", sagte der Grüne Haushaltspolitiker Sven-Christian Kindler dem Tagesspiegel.