Berlin : Aber trotz des Verzählens in der Wahlnacht ändert sich nichts am Resultat

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Das amtliche Ergebnis für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus, das der Landeswahlleiter am Mittwoch veröffentlicht hat ändert nichts an der Sitzverteilung im Parlament. Und auch der prozentuale Anteil an Zweitstimmen, den die Parteien gewannen, stimmt mit dem vorläufigen Ergebnis der Wahlnacht vom 10. zum 11. Oktober überein. Zumindest an der ersten Stelle hinter dem Komma hat sich nach Angaben von

Geert Baasen, Referent in der Geschäftsstelle des Landeswahlleiters, nichts geändert.

Dennoch mussten einige Zahlen korrigiert werden, etwa die der Wahlbeteiligung, der Anteil der gültigen Stimmen sowie die absolute Zahl der Zweitstimmen für die Parteien. Fehlerursache: In einzelnen Wahllokalen wurde falsch gezählt. Zum Teil gab es Fehler bei der Übertragung. "Unter dem hohen Zeitdruck kann das natürlich passieren", sagte Baasen. Für das amliche Ergebnis gab es eine zweite Zählung. Nachgerechnet wurde nur dort, wo Resultate knapp ausfielen oder wo sie nicht plausibel erschienen.

Nach dem amtlichen Ergebnis hat die CDU unterm Strich 103 Zweitstimmen mehr bekommen, die SPD verzeichnet ein Plus von 72 Stimmen, die PDS von 218, die Grünen von 94. FDP und Reps bekamen je 2 Stimmen weniger. Fehler sind auch bei der Berechnung der Wahlbeteiligung aufgetreten. Beim Übermitteln der Schnellmeldung von einem Zwischenstützpunkt an das Neuköllner Bezirkswahlamt hätten Helfer für 11 Stimmbezirke im Feld für "Wähler" versehentlich die Zahl der Wahlberechtigten eingetragen. Ähnliche Fehler seien, in geringerem Umfang auch in Zehlendorf, Treptow und Köpenick aufgetreten. So seien 8303 Wähler gezählt worden, die gar nicht abgestimmt hatten. Die Wahlbeteiligung musste deshalb nachträglich um 0,4 Prozent nach unten korrigiert werden. Verändert hat sich dadurch auch der Anteil der gültigen Stimmen an der Zahl der Wähler: Durch die etwas verringerte Basis stieg er von 98,3 auf 98,8. Auf die Zahl der abgegebenen Stimmen hätten die letztgenannten Fehler keinen Einfluss gehabt, sagte Baasen. Wähler und Stimmen seien unabhängig voneinander gezählt worden.

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