Abgeordnetenhaus : Freie Schulen dürfen nicht ins Parlament

Die Freien Schulen können das Abgeordnetenhaus nicht für eine Ausstellung von Schülerkunst nutzen. "Wir sind ein Parlament und keine Kunsthalle", begründete Parlamentspräsident Walter Momper die Absage.

 Die Richtlinien des Hauses ließen es nicht zu, die Räumlichkeiten für derartige Anlässe zu nutzen. Die Arbeitsgemeinschaft der Schulen in freier Trägerschaft ist über die Absage entsetzt. Schließlich hätten sich „mehr als 20 Kunstlehrer“ seit Monaten darauf vorbereitet, im Preußischen Landtag Arbeiten der Schüler zu platzieren. Anlass ist der jährliche Tag der Freien Schulen im Frühherbst, der dieses Jahr den Kunstunterricht in den Fokus stellt. Koordinator Andreas Wegener wirft Momper vor, die Absage zu spät erteilt zu haben, was der aber bestreitet. Vielmehr sei lange nicht klar gewesen, was die freien Schulen überhaupt zeigen wollten. Er habe sich aber bei Wegener für den Fall entschuldigt, dass einer der beteiligten Mitarbeiter des Abgeordnetenhauses irrtümlich den Eindruck erweckt hätte, dass es für die Ausstellung schon eine Zusage gebe. Angesprochen darauf, dass es in der Vergangenheit sehr wohl Ausstellungen gegeben hat, die an den geltenden Richtlinien vorbeigingen, sagte Momper, „Ausnahmen begründen keinen Anspruch“. Die Freien Schulen suchen jetzt ein Ausweichquartier. sve

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