Berlin : Abifahrt mit Pannen

Schülergruppe hatte Pech am Plattensee

Es sollte ein Urlaub am ungarischen Plattensee werden, den sie alle „noch lange in Erinnerung behalten“. So hatte es der Reiseveranstalter „Abi – fertig – Urlaub“ auf seiner Website versprochen. Erwartungsfroh saß der Abitursjahrgang 2008 der Schöneberger Sophie-Scholl-Oberschule, den der Tagesspiegel in seiner Abitursbeilage auf dem Titelfoto abgebildet hatte, deshalb gestern Vormittag im Reisebus, als die ersten Häuser des Ferienortes Siofok zu sehen waren. Aber dann kam alles ganz anders. Das gleichfalls auf der Website präsentierte Komfort-Hotel „Europa“, das den 36 jungen Leuten nach ihrer Darstellung zugesagt worden war, suchten sie vergebens.

„Es existiere nicht mehr, wurde uns gesagt“, erzählte Abiturientin Laura Keese gestern am Telefon. „Stattdessen wollte man uns in einem ekligen Hotel voller Flusen und Schimmel in den Zimmern unterbringen.“ Nach einer ersten Besichtigung waren sich alle einig: „Da gehen wir nicht rein. Eher fahren wir zurück nach Berlin.“

Stundenlang verhandelten die Schüler mit Vertretern des Hamburger Reiseunternehmens. Gegenüber dem Tagesspiegel erklärte die Firma, das avisierte „Hotel Europa“ gebe es entgegen der ersten Ansage zwar noch, man habe aber wegen „hygienischer Probleme“ den Vertrag gekündigt. Der Gruppe sei das Hotel nicht verbindlich zugesagt worden. Schließlich ließen sich die Abiturienten auf einen Kompromiss ein: Die erste Nacht verbrachten sie im gerügten Ersatzhotel – nach einer Reinigung der Räume. Ab heute könnten sie dann in ein Hotel höherer Kategorie umziehen, wurde ihnen versprochen. CS

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